Neuerscheinung: Lovecrafter #2

Hallo zusammen,

es ist schon wieder so weit: der nächste Lovecrafter erblickt das Licht der Welt! Wie treue Leser meines Blogs wissen, bin ich seit der offiziellen Nummer #1 als Redakteur für den Rollenspielbereich tätig. Und auch, wenn es in diesem Mal ein wenig holprig an der einen oder anderen Stelle war, konnten meine Autoren doch einen – wie ich hoffe – interessanten Strauß aus Artikeln binden, den ihr in der „PLAY“-Rubrik wiederfinden könnt. Doch auch der Rest der Ausgabe steht unter einem guten Stern – Aldebaran nämlich. Was erwartet Euch im zweiten Lovecrafter?

Der Schwerpunkt steht, wie auch das Motto der anRUFung 2017, ganz im Zeichen des König in Gelb.

So beleuchtet die Redaktion und das Autorenteam Robert W. Chambers, dessen Einfluss auf das Werk von Lovecraft und weitere interessante Aspekte um die Entstehung des Hastur-Mythos.

Der Rollenspielbereich ist ebenfalls wieder prall gefüllt mit dem Szenario „Louisiana in Gelb“, einem cthuloiden Hintergrund zu Hannover, dem Kurzszenario „Leibniz‘ Vermächtnis“.

Zudem findet ihr in Ausgabe 2 eine Systemvorstellung zu „The End of the World“ und einen Beitrag zu cthuloiden Brett- und Kartenspielen.

Auch der Comic-Bereich ist diesmal stark vertreten, zum einen beleuchten wir das dLG Förderprojekt „Echo des Wahnsinns“ und haben mit Detlef Klewer ein Interview zu seinem Comic „Auf den Spuren Lovecrafts“ geführt.

Berichte über die allgemeine Vereinsarbeit aus dem Vorstand finden sich selbstverständlich auch wieder in unserem Vereinsmagazin.

Wir sind gespannt wie Ausgabe #2 bei euch ankommt und hoffen natürlich, dass sie euch genauso gefallen wird wie uns!

Zu erstehen gibt es das ganze für Nichtmitglieder HIER, Vereinsmitglieder sollten ihr Exemplar in den nächsten Tagen erhalten haben.

Advertisements

A!C-Szenario: Paukenschlag im Atlantik

Hallo zusammen,

und weiter geht es damit, dass ich kryptischen Andeutungen Taten folgen lassen kann.

Aus der Feder von Marcus Rosenfeld – Lesern dieses Blogs noch in bester Erinnerung dank seines Abenteuers „Zeichen und Ruinen“, stammt das „Achtung! Cthulhu“-Szenario, dass ich Euch heute präsentieren kann. Beim Aufbereiten des Szenarios – das ich inhaltlich für wirklich gelungen halte, und es Euch daher auch nicht vorenthalten wollte – habe ich allerdings noch einige Anmerkungen als Disclaimer vorangestellt, die ich hier noch einmal wiedergeben möchte.

Das Abenteuer „Paukenschlag im Atlantik“ schickt die Spieler in Person von deutschen Kriegsmarine-Offizieren auf eine geheime Mission vor die amerikanische Ostküste. Auf Seiten der Nationalsozialisten in den zweiten Weltkrieg zu ziehen hat – gerade in Deutschland – sicherlich einen etwas besonderen Beigeschmack. Im Sinne der Abenteuerhandlung und für den persönlichen Horror der Charaktere, der sich im Laufe der Mission entfalten wird, ist diese besondere Konstellation aber unabdingbar. Keinesfalls verherrlicht das Abenteuer rechte Ideologien oder will den Charakteren den unbedachten Einsatz von Massenvernichtungswaffen nahelegen, auch, wenn das theoretisch im Finale des Abenteuers möglich ist. Vielmehr will es die moralischen Vorstellungen der Charaktere, den einbrechenden Wahnsinn an Bord, die Loyalität und Vaterlandstreue der Besatzung, die aufkeimende Angst vor einem inneren Feind und die Furcht vor den eigenen Waffen in eine Melange kosmischen Grauens verwandeln, die jeden Einzelnen an Bord persönlich betrifft.

„Achtung! Cthulhu“ ist kein Geschichtsbuch, und auch „Paukenschlag im Atlantik“ versteht sich nicht als rollenspielerische „Aufarbeitung“ der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands. Vielmehr nutzt es – wie viele andere historische Settings – die Verquickung von Cthulhu-Mythos und Historie, um ein eigenes, originäres Setting zu erschaffen, welches das Erleben von Horror-Abenteuern in den Vordergrund stellt. Wer diese Konstellation als pietätlos oder zu schwierig für seine Rollenspielgruppe empfindet, wurde damit eingehend vorgewarnt.

Außerdem möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass „Paukenschlag im Atlantik“ ein inoffizielles Fan-Abenteuer für das Rollenspiel „Achtung! Cthulhu“, auf Deutsch erschienen im Uhrwerk-Verlag, ist. Der Uhrwerk-Verlag erteilte uns die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung, es handelt sich aber (auch, wenn ich mich sehr am hervorragenden, offiziellen Layout orientiert habe) NICHT um „offizielles“ Material.

Nun aber genug der Vorrede:

RPG-Blog-O-Quest November 2017: Wettbewerbe, Aktionen & Blogtouren

Halloween liegt hinter uns, das heißt natürlich – es muß November sein :-). Zeit also für eine neue RPG-Blog-O-Quest. Dieses Mal hat sich wieder einer der ursprünglichen Ausrichter zu Worte gemeldet: der Würfelheld richtet die aktuelle Blog-O-Quest aus.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten!

Wieder einmal wären also die Formalitäten geklärt. Im November geht es um: „Wettbewerbe, Aktionen & Blogtouren“. Schauen wir mal, was mir dazu so einfällt!

1. An welchen Blogaktionen, Wettbewerben, usw. hast du bereits teilgenommen bzw. nimmst teil (bei Wiederkehr)?
Also, ich nehme regelmäßig an der RPG-Blog-O-Quest teil. Außerdem habe ich hin und wieder versucht, etwas zum RSP-Blogs-Karneval beiszusteuern – wobei die Ausbeute in den letzten Monaten sehr, sehr mager war :-). Ich nehme darüber hinaus regelmäßig am OPC teil und an allen Wettbewerben, die etwas Cthuloides beinhalten können. Tatsächlich habe ich selbst bereits Wettbewerbe hier ausgerichtet (dazu später mehr).

Ich bin schlicht zu faul, um noch weitere Aktionen zu verfolgen. Wenn wirklich mal ein Blogstöckchen geflogen kommt, na gut. Aber mehr auch nicht 🙂

2. Wie sind deine Erfahrungen mit diesen?
Die Blog-O-Quest ist eine schöne Sache, um mal ein wenig über sich und seine Vorlieben zu erzählen; das gilt sowohl für mich als Blogger, aber auch als Leser der vielen anderen Blogs, die teilnehmen. Man bekommt ein wenig mehr Gefühl für die Leute hinter den Blogs, ihren Spielstil und ihre Spielvorlieben. Außerdem finden sich immer wieder hübsche Anekdoten in den Antworten wieder.

Der Karneval ist so eine Sache. Meine Erfahrungen, wenn ich etwas beisteuern konnte, sind in erster Linie gesteigerte Klickzahlen. Die Mehrfach-Verlinkung in anderen Artikeln und/oder Forenthreads macht sich doch bemerkbar. Ich finde auch teilweise die Themenwahl sehr inspirierend, immer dann, wenn ich auch etwas dazu schreibe :-). Leider sind viele „Standard“-Themen bereits abgegrast, was sich in eher… extremeren Themen in den vergangenen Monaten niederschlägt. Da springt bei mir reichlich wenig an, und wenn, dann wäre es so kompliziert, dass es sich kaum noch in einen Blogartikel pressen ließe ODER passt einfach nicht zu meinem Blog. In Summe würde ich gerne mehr mitmachen, aber der Karneval und ich werden wohl keine all zu dicken Freunde mehr…

Der OPC ist einfach großartig. Von Vorne bis hinten. Das ich mich jetzt auch mal auf dem Treppchen platzieren konnte, ist da nur das i-Tüpfelchen. Ich liebe den Dezember, die Zeit, in der ich nächtelang an einem Einseiter basteln kann. Die Ergebnisse sind toll, man kann spielen und darüber sprechen (bloggen)… und die Preisausschüttung ist der Wahnsinn.

3. Findest du das es genügend Aktionen gibt oder kann es davon nie genug geben?
Ich denke, es gibt genug. Man muss aufpassen, sich nicht zu sehr zu zerfasern und nur noch irgendwelche Kettenbriefe durchzuhecheln. Rollenspiele leben ja auch von der Diversität :-). Ich habe z. B. immer versucht, ein halbwegs redaktionelles Programm für meinen Blog zu führen, und wenn die Inhalte eigentlich nur noch aus Frage-Antwort-Spielchen bestünden, gäbe es ja keinen Grund mehr, warum gerade MEINE Antworten interessant sein sollten :-).

4. Würdest du gerne selber eine Aktion ausrichten und wenn „ja“ was schwebt dir vor?
Ich könnte mir vorstellen, einmal den Karneval zu organisieren, oder eine Blog-O-Quest. Ich war bislang schlicht zu faul, um mich mehr in die Forenthreads einzuarbeiten.

Was ich bereits ausgerichtet habe, sind Wettbewerbe: zwei Abenteuerwettbewerbe und ein NSC-Wettbewerb. Die Ergebnisse – ein Sonderheft für „Cthulhus Ruf“, ein NSC-Band in Eigenregie und eine Sammel-PDF hier auf dem Blog, darüber hinaus viele Kontakte in die cthuloide Rollenspielwelt, können sich – so hoffe ich – durchaus sehen lassen. Und ja: ich möchte dazu noch einmal aktiv werden. Wann und mit welchem Thema, das muss die Zeit zeigen.

5. Was wünscht du dir von bereits wiederkehrenden Aktionen und warum?
Ehrlich gesagt: mehr Spielbezug. Der Karneval klar, der hat irgendwie immer Spielbezug. Bei der Blog-O-Quest ist das nicht unbedingt der Fall, hier sind oft „Nähkästenplaudereien“ oder aktuelle „Spezialthemen“ abgefragt. Das ist zur Community-Bildung sicherlich alles prima, aber ich würde mir doch auch mehr Spielmaterialsfragen wünschen :-).

Vom Karneval würde ich mir ein „Back to the Roots“ wünschen. Klar, viele Themen hatten wir schon einmal. Aber die Blog-Landschaft hat sich in den letzten Jahren ja schon verändert: mancher hat aufgehört, Neue sind dazugekommen. Warum nicht noch einmal ein Thema wiederholen? Ich habe den Eindruck, das viele Blogger die aktuellen Themen als zu sperrig empfinden und daher – gefühlt – weniger Beiträge zusammenkommen. Oder geht es da nur mir so?

SPIEL 2017: Cthuloide Neuveröffentlichungen

Hallo zusammen,

eigentlich bin ich immer davon ausgegangen, dass ich Neuveröffentlichungsposts hier gar nicht verfassen muß. Immerhin bin ich bei den rspblogs.de verlinkt, wo diese Informationen von großen Newsportalen längst zusammengetragen werden. Allerdings habe ich auch abseits meiner Posts eine sehr konstante Klickzahl auf meinem Blog, was darauf schließen läßt, dass sich hier regelmäßig Besucher einfinden, die NICHT nur auf die rspblogs.de-Links klicken. Und die wollen sich vielleicht über cthuloide Neuigkeiten informieren, weswegen ich einfach mal die Neuveröffentlichungen zur SPIEL hier kurz vorstellen möchte; Rezensionen hierzu folgen dann in den nächsten Wochen!

Grand Grimoire der Mythos-Magie

Unzählige Zauber mit schrecklichen Konsequenzen! Die Zusammenfassung von über 30 Jahren Cthulhu-Magie! Dieser Foliant enthält etwa 600 unterschiedlichste Zauber. Einige sind neu, die meisten wurden jedoch aus den in über 30 Jahren veröffentlichten Quellenbänden und Abenteuern für Cthulhu zusammengetragen. Alle wurde für die Edition 7 überarbeitet, viele dabei dergestalt optimiert, dass sie nun breiter gefächert eingesetzt werden können. Häufig gibt es zu den Zaubern Beschreibungen von tiefergehende Magie, welche dem Spielleiter zusätzliche Möglichkeiten bieten, wenn die Zauber von den mächtigsten Magiern des Mythos verwendet werden. Es gibt außerdem Hinweise und Anleitungen zu dem Wesen der Magie und der Zauber an sich, insbesondere zu Zauberbezeichnungen, Schwierigkeiten beim Zaubern, Zauberkomponenten, fehlerhaften Zaubern, der Magie des Hexenglaubens und der Magie der Traumlande; selbst astronomische Erwägungen werden behandelt. Dieses noch nie dagewesene Grimoire ist ein unschätzbares Hilfsmittel für den Spielleiter. Es ist in Verbindung mit dem Cthulhu Grundregelwerk zu verwenden.

Terra Cthulhiana: Bis ans Ende der Welt

Pinnacles Desert und Pnakotus in Australien!
Hyperborea und Lomar in der Aktis!
Der Vostoksee und der Unbekannte Kadath in der Antarktis!
Und in den Weiten der Ozeane:
Y’ha-nthlei – die Stadt der Tiefen Wesen!
Yonaguni – Pyramiden auf dem Meeresgrund!
Der Kontinent Mu!
Die künstlichen Inseln von Nan Madol!
Die Osterinseln!
R’lyeh!

Diese zwölf reale und fiktive mythische Stätten werden ausführlich vorgestellt. Zudem bieten fünf Kampagnen-Steinbrüche rund um den Globus kreative Möglichkeiten zur eigenen Ausgestaltung:
Auf der Suche nach dem Heiligen Gral
Auf der Spur antiker Astronauten
Assassinen und Tempelritter
Das Innere der Erde
Die unheilige Geometrie der Pyramiden

Und wieder bewahrheitet sich: Die Menschheit ist nicht die Krone der Schöpfung, sondern lediglich ein wenig Sand im kosmischen Getriebe.

Und als Bonus gibt es noch ein paar Infos, die Chefredakteur Heiko Gill drüben im Cthulhu-Forum veröffentlicht hat:

„Weit fortgeschritten im Arbeitsprozess sind bereits:

Feind meines Feindes
Abenteuer-Softcover mit drei zusammenhängenden Abenteuern (Kampagne).

Stummer Schrecken
Abenteuer-Softcover mit zwei längeren Abenteuern. Eines wird ein One-Shot sein.

PULP CTHULHU
Übersetzung des englischen Regelwerks.
Hierzu ist anzumerken, dass das Chaosium-Buch 4 Abenteuer enthält, während unsere Übersetzung nur 1 enthalten wird. Die anderen drei erscheinen zeitversetzt als Softcover.
Geplante Veröffentlichung zur RPC 2018 (Mai)

Gearbeitet wird außerdem an:

Die oberen 10.000
(Berufeband, Nachfolger von Mystiker & Magier)

Grenzland
(deutsche Kampagne im Osten des Deutschen Reiches)

Apokalypsen
(Quellen- und Abenteuerband zum Thema „und was, wenn die Verhinderung des Übels gescheitert ist? Was spielen wir dann …?“) und zwei weiteren Abenteuer-Softcovern mit Abenteuern, die in Deutschland bzw. den USA spielen. Auch hier ist mindestens ein One-Shot dabei.“

Wiederveröffentlichung: Die Schlucht

Hallo zusammen,

es ist nicht lange her, da verkündete ich kryptisch große Dinge, die auf den Blog zukämen. Das erste dieser Ereignisse tritt heute ein! Pünktlich eine Woche vor Halloween kann ich Euch ein erstes Schmankerl präsentieren!

Es ist schon ein paar Jahre her (genauer: es war 2013), da veranstaltete die Redaktion der leider eingestellten Fanzine „Cthulhus Ruf“ einen Wettbewerb mit dem Oberthema „Untergrund“. Die drei Siegerbeiträge wurden damals (2015) in einem Sonderband der Zeitschrift veröffentlicht – und wer sich an meine Rezension erinnert wird wissen, das mir der Band ausnehmend gut gefallen hat. Leider ist der Band bereits lange vergriffen.

Als nun einer der drei Siegerautoren – Max Becker – mit der Bitte an mich herantrat, seinen Wettbewerbsbeitrag doch wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, zögerte ich nicht lange. Sein Szenario „Die Schlucht“ ist ein hervorragendes Kammerspiel für exakt zwei Spieler, was in seiner Grundkonstellation bereits ungewöhnlich genug ist. Max stellte mir seinen Rohtext zur Verfügung und sein selbst gezeichnetes Kartenmaterial, dass ich alsbald in eine PDF goß, ein wenig bebilderte und nun der breiten Öffentlichkeit präsentiere.

Die nun vorliegende Version unterscheidet sich marginal von der gedruckten „Cthulhus Ruf“-Variante, da hier noch an einigen Stellen redaktionell eingegriffen wurde (einige Extrakästen wurden umpositioniert, einige Absätze gestrafft etc.), doch ich wollte natürlich weder die dort vorgenommene Arbeit schmälern noch kopieren. An der Verwendbarkeit von Max‘ und Adrians Text ändert das natürlich überhaupt nichts.

Also, ich präsentiere stolz: DIE SCHLUCHT!

Dieses als One-Shot gedachte Abenteuer ist im Outback Australiens der Gegenwart angesiedelt. Es ist in einem Zeitrahmen von zwei bis vier Stunden durchaus zu absolvieren. In dessen Konzeption dürfte das Abenteuer einzigartig sein, denn statt einer normalen Gruppe werden sich genau zwei Spieler gegen die Widrigkeiten behaupten müssen, die der Spielleiter ihnen entgegenbringt. Im Fokus steht die Survival-Komponente, und die kleine Gruppe wird mit Mühen versuchen müssen, dem Schrecken des abgelegenen Outbacks zu trotzen und womöglich gar aus der Todesfalle des Canyons zu entkommen.

(Das Szenario ist natürlich auch dauerhaft in den Bereich „Szenarien“ eingetragen.)

Die Ruhe vor dem Sturm…

Hallo zusammen,

es ist ruhig geworden auf diesem Blog. Ab und an eine zweitverwertete Ringboten-Rezension oder die RPG-Blog-O-Quests… sonst kommt hier im Moment erschreckend wenig. Doch seid unbesorgt: es wird hier bald Einiges zu Lesen geben.

Aktuell arbeite ich an einigen interessanten Projekten, von denen ich entweder hier berichten werde (so sie abgeschlossen sind), oder die sogar direkt den Blog betreffen. Ich will jetzt hier noch nicht zu viel ausplaudern (da auch noch nicht alles spruchreif ist), aber es sind ein paar tolle Sachen dabei.

Ich hoffe, ihr bleibt mir gewogen. Seid versichert, dass es mich wirklich ärgert, dass der Blog im Moment brachliegt!

Wir lesen uns (hoffentlich) bald wieder!
Seanchui

RPG-Blog-O-Quest Oktober 2017: Finsteres & Finsterlinge

Schon wieder ein neuer Monat! Schön, dass die Tradition der RPG-Blog-O-Quest fortgeführt wird! Zum wiederholten Male richten weder die Greifenklaue noch der Würfelheld die aktuelle Blog-O-Quest aus. Stattdessen haben „Nerd-Gedanken“ die Initiative ergriffen und stellen in diesem Monat der versammelten Blog-O-Sphäre fünf Fragen.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten!

Nachdem die Formalitäten wieder einmal geklärt wären, nun auf auf an die Oktober-Fragen. Wie es die Tradition will sind die Fragen im Oktober wieder etwas finsterer geworden, immerhin naht das Halloween-Fest!

1. Was war die bösartigste Intrige gegen die Heldengruppe Deines Charakters/Deinen Charakter, die Du bisher im Spiel erlebt hast – und wie ging die Sache aus?
Hm, wie ich hier bereits mehrfach lamentierte, komme ich selbst ja kaum noch zum Spielen. Meine letzten Erfahrungen als Spieler durfte ich in unserer aufgelösten DSA-Gruppe machen; damals spielten wir die „Das Jahr des Feuers“-Kampagne, und hier finden sich einige Gruppierungen, die es nicht gut mit unseren Helden meinten. Die bösartigste Intrige ist mir jetzt nicht mehr wirklich geläufig, ich kann mich aber daran erinnern, dass uns mehrfach übel mitgespielt wurde. Wie die Sache ausging? Nun, wir sind stolze Lehnsherren der Baronie Retogau und Rhazazor tummelt sich nicht mehr auf Aventurien… genügt das? 🙂

2. Gefährliche Augenblicke bei Rollenspielszenen wollen passend untermalt werden. Was bringt Dich in Spannungs-Stimmung, wenn Du Spieler bist? Welche spielexternen Mittel nutzt Du als Spielleiter, um deine Spieler das Fürchten zu lehren?
Als Spielleiter nutze ich meine wohlgeschulte Stimmgewalt (…zugegeben, das ist maßlos übertrieben…), um unterschiedliche Stimmungen zu unterstreichen. Ich versuche, über Tempo, Lautstärke und Stimmlage klarzumachen, dass die Lage langsam brenzlig wird. Natürlich versuche ich auch, vor dem Spiel einen passenden Soundtrack für den Abend zu wählen – da der aber zumeist in Endlosschleife im Hintergrund läuft, und ich viel zu verpeilt bin um ständig die richtigen Stücke rauszusuchen, ist es Zufall, wenn hier mal wirklich dramatische Musik an der richtigen Stelle läuft :-).

3. Hast Du schon einmal einen Charakter in einer ‚böse‘ gesinnten Heldengruppe gespielt? Wenn ja, wie erfolgreich waren die Heldencharaktere beim Lösen ihrer Aufgaben? Wenn nein, hättest Du Lust, es auszuprobieren? Wenn Du keine Lust darauf hast, wieso nicht?
Ich habe das tatsächlich einmal getestet, aber die Gruppe hatte bereits nach einer Session keine echte Lust mehr. Wir hatten zwar einen ziemlich harten Haufen Halsabschneider, aber irgendwie wollte der Funkte nicht recht überspringen. Das Experiment haben wir nie wieder wiederholt. Bei Cthulhu könnte ich mir die Kultistenseite als Ausflug mal ganz gut vorstellen, aber auch hier wäre der Wiederspielwert wohl nicht wahnsinnig hoch. Es macht mir einfach mehr Spaß, die Welt zu retten – wohl auch ein Grund, warum ich bei Warhammer nie wirklich bei den Chaostruppen gelandet bin :-).

4. Was macht Deiner Meinung nach einen gelungenen, schurkischen Bossgegner aus, damit er mehr als gesichtslose Metzelmasse mit vielen Lebenspunkten ist?
Das kommt sehr auf’s System an. Bei Fantasy-Systemen spiele ich gerne mit der Umgebung: ein untoter Mumienfürst in seiner Pyramide/Grabkammer sollte sich anders anfühlen als ein Drache in seinem Hort, auch, wenn die Attacke-Werte oder Lebenspunkte ähnlich sind. Die Umgebung darf gerne eine Rolle beim Kampf spielen. Aber hier reden wir nur vom „Bossfight“. Davon ab: Gerade bei menschlichen Gegenspielern ist es doppelt schön, wenn man sich ein paar Abende Zeit nehmen kann, um diese aufzubauen und ihnen einen hassenswerten Charakter zu verleihen. Da freuen sich die Helden dann richtig, wenn sie dem Kerl endlich habhaft werden.

Bei Horrorsystemen – und Cthulhu im speziellen – fällt es mir leicht, den „Bossgegner“ etwas besonderer zu machen. Immerhin ist die Menagerie cthuloider Kreaturen reichhaltig UND ungewöhnlich; dazu kommt, dass die menschlichen Kultisten oft eher zufällig, unwissend oder auch ihre eigenen Fähigkeiten maßlos überschätzend in ihrer Rolle gelandet sind. Das zu präsentieren macht mir deutlich mehr Spaß, als nur einen finsteren Zauberer, den der eigene Machthunger antreibt.

5. Welches Schurkenklischee kannst Du gar nicht leiden, wenn es Dir bei einem Plot begegnet – und warum?
Ich bin ein Freund von Klischees. Daher gibt es auch kein Schurkenklischee, dass meine Zehennägel aufrollen lässt.

Bonusfrage: Richtig düster wird es für mich beim Rollenspiel, wenn ______________ .
Richtig düster wird es für mich beim Rollenspiel, wenn das Licht ausgeht :-). Nein, im Ernst: wir sind trotz unseres cthuloiden Faibles keine wahnsinnig immersiven Spielen. „Düster“ wird es für mich eher durch Situationen, die nichts mit dem Spiel an sich zu tun haben: ein Spieler, der schummelt; oder ein Spieler, der die Runde mit Nörgeleien und/oder schlechten Witzen torpediert…