RPG-Blog-o-Quest #067: Zeit und Zeitmanagement (Die Fragen)

Hallo zusammen,

in diesem Monat habe ich abermals die besondere Ehre, die diesmonatige RPG-Blog-O-Quest auszurichten. Und das sogar äußerst plötzlich – denn gerade, als ich mich auf die Suche nach den diesmonatigen Fragen machen wollte, fiel mir auf, dass noch gar niemand Fragen gestellt hatte! Also, kurzentschlossen, ran ans Werk! Da wir offensichtlich alle die Queste irgendwie vergessen haben, empfinde ich „Zeitmanagement“ als ein sehr passendes Thema :-).

Also, frisch ans Werk!

  1. Wieviel Zeit im Monat verbringt Ihr durchschnittlich am Rollenspieltisch, egal ob virtuell oder live?
  2. Wieviel Zeit im Monat verbringt Ihr mit der Vorbereitung eurer aktiven Rollenspielzeit?
  3. Wieviel Zeit im Monat verbringt Ihr mit dem Thema „Rollenspiel“, ohne dass es sich um eine direkte spielerische Aktivität oder deren Vorbereitung handelt – also News oder Rezensionen lesen, Crowdfundings kommentieren, in Foren lesen/schreiben, bloggen, Regelwerke und Abenteuer „zu Studienzwecken“ lesen…
  4. Seid ihr mit dem Verhältnis der drei obigen Zeiten zufrieden, oder würdet Ihr gerne etwas ändern? Falls ja, was und wie?
  5. Kurzfristige Absagen oder zu spät kommende Spieler sind Frustgarantien. Mithilfe welcher Hilfsmittel organisiert Ihr Eure Spielgruppe und haltet alle „up-to-date“?

DIE REGELN

  • An jedem Monatsersten werden die Fragen/Lückentexte gestellt. Der Starter wird im rsp-blogs-Forum festgelegt. Wir bitten um Beantwortung auf euren Blogs, Vlogs oder im Forum
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um den sich die Fragen drehen
  • Über die Zusendung eurer Links, per Mail, Kommentar, usw. freuen wir uns
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, unsere Fragen zu beantworten ist herzlich Willkommen
  • Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen selbstverständlich in Euren Beiträgen benutzt werden. (alle drei, welches besser gefällt.)

Ich bin sehr auf eure Antworten gespannt und freue mich diese zu lesen.

Ich würde mich wie immer über Eure Teilnahme freuen!
Beste Grüße
Seanchui

Rezension: Unaussprechliche Kulte

„Einmal den Großen Alten huldigen…“ So oder ähnlich muss der Gedankengang der Entwickler der spanischen Spieleschmiede Nosolorol gelautet haben, als sie das Rollenspiel „Unaussprechliche Kulte“ entwarfen. Nun liegt die deutsche Übersetzung durch den TRUANT-Verlag vor. Wir riskieren einen Blick.

Es gibt gefühlt einhundert Rollenspiele, die sich mit dem Cthulhu-Mythos beschäftigen. Neben dem Platzhirsch, dem von Chaosium und Pegasus verlegten „Cthulhus Ruf“ gibt es mit „Realms of Cthulhu“ eine „Savage Worlds“-Adaption, mit „Trail of Cthulhu“ die „Gumshoe“-Variante, „Apocthulhu“ führt in die cthuloide Apokalypse und auch an regelarmen Varianten – von „Cthulhu Dark“ bis zu „Azathoths Antwort“ mangelt es nicht. Einzig die Prämisse dieser Rollenspiele ist irgendwie gleich: die Charaktere stehen gegen den Mythos und die finsteren Kreaturen, die ihn bevölkern. „Unaussprechliche Kulte“ dreht hier den Spieß einmal um: als Kultisten wollen wir den Großen Alten ein Tor in unsere Welt öffnen.

Die Regeln

Doch wenden wir uns zuerst den Regeln zu. Diese nehmen nämlich auch die ersten zwei Kapitel des Bandes in Anspruch. Charaktere bestehen aus gerade einmal vier Attributen – Stärke, Reflexe, Willenskraft und Intelligenz – sowie wenigen Fertigkeiten zusammen. Die Höhe der Attribute und Fertigkeiten wird über ein einfaches Punktkaufsystem ermittelt, einige abgeleitete Werte wie Entschlossenheit und Gesundheit im Anschluss ermittelt. So weit, so simpel. Ein wenig mehr Gedanken um den eigenen Charakter darf man sich machen, da jedem Attribut und jeder Fertigkeit ein sogenannter „Aspekt“, ein kurzes Schlagwort zugeteilt wird. So haben Charaktere nicht nur „Heimlichkeit 4“, sondern „Schleichen wie eine Katze“ oder sind „Meister der Masken“.

Diese Aspekte treffen wir dann im eigentlichen Regelkapitel wieder. Der Probenmechanismus selbst ist recht elegant. Bei jeder Probe werden 3W10 geworfen und das mittlere Wurfergebnis gewählt. Anschließend werden ein passendes Attribut und die passende Fertigkeit hinzuaddiert. Das so erreichte Ergebnis sollte gleich oder höher einem vom Spielleiter festgelegten Schwierigkeitsgrad sein. Boni oder Mali lassen sich so sehr einfach verteilen, indem das schlechteste Wurfergebnis – oder eben das Beste – verwendet werden kann. Hier kommen nun wieder die Aspekte ins Spiel. Denn zum einen kann man die (zur Situation passenden) Aspekte nutzen, um spielmechanische Effekte wie Wiederholungswürfe zu generieren, zum anderen kann man sie „erschöpfen“ um eine als „Dramapunkte“ bezeichnete Meta-Währung zu erhalten, die weitere Aspekt-Einsätze erlaubt. Selbstverständlich kann man nicht nur eigene Aspekte auf diese Art nutzen, sondern auch Umgebungsaspekte. Ihr merkt schon, „FATE“ stand hier für viele Ideen Pate.

Neben diesen Grundmechanismen gibt es natürlich auch noch die üblichen Regeln, um Stabilität und Wahnsinn darzustellen. In „Unaussprechliche Kulte“ wird das als „Entschlossenheit“ bezeichnet – immerhin sucht man ja geradezu nach dem Kontakt mit dem Mythos. Wer das zu oft tut, erhält allerdings „Degenerationspunkte“. Wer davon fünf gesammelt hat, tut sich bereits schwer unentdeckt unter Menschen zu bleiben und wer gar zehn beisammenhat, der verwandelt sich in eine cthuloide Monstrosität.

Hintergrund

Den Großteil des Buches machen dankenswerterweise Hintergrundkapitel aus. Denn immerhin ist es das erklärte Ziel der Entwickler, den Cthulhu-Mythos einmal aus einer ganz anderen Warte zu betrachten. Ich nehme vorweg, dass dies allerdings nicht wirklich gelingt.

Zunächst einmal wird mit einer Vorstellung des Autoren H.P. Lovecraft und seiner Idee des kosmischen Horrors begonnen. Ein umfangreiches Hintergrundkapitel überführt den Mythos dann in die Gegenwart unserer Zeit. Dieses Kapitel ist durchaus gelungen und zeigt auch, hinter welchen Ecken unserer hochtechnisierten Welt immer noch finstere Kreaturen lauern könnten. Selbst Mythosbücher im Internet werden thematisiert, was ich eine spannende Idee finde. Das nächste Kapitel stellt dann einige cthuloide Gottheiten, Große Alte oder niedere Kreaturen vor, welche der Spielleiter auf seine Gruppe loslassen kann – oder die dem eigenen Kult als Anbetungsobjekt zur Verfügung stehen. Ebenso gibt es ein Kapitel über „Spielleitung“, in dem verschiedene Kampagnenansätze, die Einbindung des Mythos in unsere Welt und einige Grundsätze für die Spielleitung beschrieben sind.

Crunchiger wird es wieder in den Kapiteln „Kulte“ und „Magie“. Denn das Kulte-Kapitel enthält nicht nur eine umfangreiche Sammlung von modernen Mythos-Kulten rund um den Erdball, sondern auch Regeln zur Erschaffung des eigenen Kultes. Dieser erhält nämlich ebenfalls Punkte für Fertigkeiten – wie „Größe“ oder „Ressourcen“ sowie eigene Aspekte, die man wiederum im Spiel benutzen kann. Und das Magie-Kapitel liefert eben nicht „nur“ ein umfangreiches Grimoire und die Beschreibung von spannenden Artefakten, sondern enthält auch die Magie-Regeln und eine ganze Liste von Zaubersprüchen, welche die Charaktere erlernen können. Natürlich hat auch hier wieder die Degeneration ihre Finger im Spiel – wie es eben so ist, wenn man sich mit dem Mythos einlässt.

Leider lassen mich die Hintergrundkapitel ein wenig unbefriedigt zurück. Denn ich entdeckte zwar viele Materialien, die ich spannend und lesenswert fand aber keinen rechten Hinweis darauf, wie ich das jetzt in eine „Kultisten-Kampagne“ verwandele. Im Hintergrundkapitel stecken viele gute Ideen für moderne Mythos-Szenarien. Seien es moderne Kulte, andere Mythosbücher oder seltsame Artefakte – für eine „Cthulhu NOW“-Kampagne ist das eine echte Ideenfundgrube. Wie und warum man das Ganze jetzt als Kult aufgreifen sollte, erklären die Kapitel allerdings nicht.

Abenteuer

Abgerundet wird das Grundregelwerk mit gleich zwei Einstiegsabenteuern. Während das erste Abenteuer noch davon ausgeht, dass die Charaktere überhaupt keine Ahnung davon haben, was sie in diesem Spiel erwartet, wirft das zweite Abenteuer sie bereits direkt in die Konfrontation von zwei Kulten. Beide Abenteuer haben ihren Reiz und gerade das zweite Abenteuer zeigt, wie „Unaussprechliche Kulte“ funktionieren könnte. Allerdings stehen hier ganz klar die Interessen der Charaktere im Mittelpunkt – es geht nicht darum, etwas Schlimmes zu verhindern, sondern darum, den größten Nutzen aus der Situation zu ziehen. Ob das auf Dauer eine Kampagne trägt, wage ich zu bezweifeln.

Aufmachung

„Unaussprechliche Kulte“ ist ein vollfarbiger Hardcoverband mit Lesezeichen. Die knapp 290 Seiten sind großzügig und auf einem hohen Niveau bebildert. Die verwendete Seitenhintergrundgrafik, die Schriften und die Bebilderung transportieren gut die angestrebte Stimmung. Gut gefallen hat mir auch die Bebilderung des Kreaturen-Kapitels, da hier einmal neue Interpretationen für manche altbekannte Wesenheit gefunden wurden.

Neben der optisch imposanten Aufmachung gibt es noch eine Reihe von Kurzgeschichten zu erwähnen, welche die jeweiligen Kapitel einleiten. Ich hätte gedacht, dass diese Unart mit den 1990ern aus den Rollenspielbüchern wieder verschwunden wäre. Doch hier haben wir wieder die typischen Vierseiter, die abwechselnd nichtssagendes Mythos-Geschwurbel oder sehr dünne Lovecraft-Pastiches liefern. Ich empfehle, die Lektüre dieser Seiten schlicht zu überspringen.

Davon abgesehen ist die Aufmachung des Bandes rundum gelungen. In der deutschen Übersetzung sind mir keine groben Fehler aufgefallen – einzig im letzten Abenteuer sind Kleinigkeiten im Lektorat offengeblieben. Technisch kann ich damit eine gute Note vergeben.

Kritik

Das Regelwerk, der SL-Teil und die integrierten Start-Abenteuer bieten so eine Art „Cthulhu verkehrt“ an. Man spielt also einen Kult, der auf den Mythos stößt, seine Macht erkennt, für eigene Zwecke einsetzt und dabei zusehends rücksichtsloser wird und degeneriert. Man intrigiert und kämpft dabei auch durchaus gegen andere Kulte – aber eben nicht, weil diese „böser“ sind oder „noch schlimmere“ Sachen wollen, sondern – ganz einfach – weil diese Kulte über Ressourcen verfügen, die man lieber selbst hätte. Artefakte oder Bücher zum Beispiel.

Mir fehlt die Idee und die Inspiration – trotz reichlich Hintergrundmaterial – wie ich das Spiel auf Dauer in eine Kampagne verwandeln wollen würde. Neben persönlichem Machtgewinn gibt es nämlich nichts zu gewinnen – und der hängt wiederum an der Entfremdung von der Menschheit und dem baldigen Ende der Kampagne. Das Hintergrundmaterial in Summe ist allerdings mehr als solide und wenigstens für andere Cthulhu-Rollenspiele brauchbar; immerhin gibt es neue Beispielkulte und Mythos-Artefakte, die sich in mancher „NOW“-Kampagne ganz gut machen würde.

Schlussendlich empfinde ich das Spiel nicht als tragfähig, um für eine längere Kampagne zu funktionieren. Denn persönlichen Machtgewinn auf Kosten nicht nur der eigenen Menschlichkeit, sondern auf Kosten aller Mitmenschen kann ich mir als One-Shot zur Abwechslung vom investigativen Alltag einmal ganz gut vorstellen. Auf Dauer empfinde ich das Konzept als ermüdend und frustrierend.

Fazit: „Unaussprechliche Kulte“ macht vieles richtig. Ein modernes System mit narrativen Elementen, umfangreiches Hintergrundmaterial und eine optisch opulente Aufbereitung. Gerade für das universell einsetzbare Quellenmaterial möchte ich ein Lob aussprechen. Allerdings fehlt mir bei dem Konzept des Spiels der Wiederspielwert, denn der moralische Kompass vieler Spieler dürfte auf Dauer anders ausschlagen, als vom Spiel vorgesehen.

Diese Rezension erschien ursprünglich auf http://www.ringbote.de

9. Winter-OPC: Auswertung & Download zum GRT!

Wie in jedem Jahr war es unser erklärtes Ziel, die Auswertung und den Gesamtdownload aller WOPC-Beiträge pünktlich zum www.GratisRollenspielTag.de anzubieten. Und wie in jedem Jahr haben wir es irgendwie geschafft.

Ein großer Dank gilt unseren Juroren Philipp und Elea vom Nerdigen Trashtalk (bzw. Nerds-gegen-Stephan) und Christan Günther, die wirklich in Rekord-Zeit die Beiträge gesichtet und bewertet haben! Ohne Euch wäre der WOPC nicht möglich! Ein zweiter Dank gilt unseren fantastischen Sponsoren, ohne deren großartige Unterstützung der WOPC sicherlich nicht so ein grandioses Spektakel wäre: Preise und Gewinner sind hier zu sehen!

Wie immer war es Aufgabe in jeder Kategorie eine TOP 6 zu erstellen nach eigenem Geschmack, die bekommen dann je nach Platz 10/7/5/4/3/2 Punkte und dann wird zusammengezählt. Und das sind die Ergebnisse der drei Kategorien:

Im Doppelpack
1) Der ungewollte Sozius von Cynthia, ein Szenario für Aces in Space
2) Im Märchenwald von Michael, ein Erzählspiel
3) Circuz Cabale von Marc, ein universeller Abenteuerschauplatz

Im Griff der Seuche
Diese Kategorie war hart umkämpft und sah gleich drei (!) erste Plätze:
1) Die Party People von Kaid, ein Szenario für Dread
1) Ein großes Unwohlsein von Rorschachhamster, OSR-Material
1) 10 Tage Krankenhaus von Tim, ein Erzählspiel
2) Nimbusseuche von Tobias, ein Szenario für Monster of the Week
3) Der Fluch der Pestilenz von Nick Dysen, ein Szenario für Deadlands

Verraten und Verkauft
1) Krähenmantel von Prospero, ein universelles Fantasy-Szenario
2) Die Duchess von Kaid, ein Szenario für Private Eye
3) Ein Keller voller Chimären von Philipp, ein Szenario für Das Schwarze Auge

Die Gewinner haben bereits ihre Preise ausgesucht, alle anderen Preise sind bereits unter den Teilnehmern verlost – größtenteils sollten sie sogar bereits zugestellt sein. Die Preisverteilung ist in unserer Preisliste ersichtlich.
Wir gratulieren herzlich allen Gewinnern und bedanken uns bei allen Teilnehmern – Ihr seid großartig! und übrigens hat JEDER letztlich etwas gewonnen- und laden Euch und Alle dazu ein, in unserem Gesamt-Download zu stöbern! Es lohnt sich:

DOWNLOAD

Damit ist der 9. WOPC zu Ende und noch bevor der 10. WOPC beginnt, wird es von uns zum GRT einen Abenteuerwettbewerb geben, welchen Greifenklaue auf der ConspiracyCon zusammen mit Moritz (Glgnfz) Mehlem vom GRT vorstellt. Los geht’s um 18 Uhr unter dem etwas missverständlichen Titel „Abenteuerworkshop“. Und schon um 17:15 geht es um das Thema Fanzines, wo Greifenklaue ebenfalls dabei ist.

Es grüßen
Greifenklaue & Seanchui

Rezension: Der Tod in Venedig

„FHTAGN“ ist das hauseigene Rollenspiel der deutschen Lovecraft-Gesellschaft. Cthuloide Themen lassen sich damit ebenso mühelos abdecken, wie andere Horror-Tropen. „Der Tod in Venedig“ verwendet ein cthuloides Motiv, schafft aber sehr persönlichen Horror. Wir riskieren einen Blick!

Das vollständige Grundregelwerk zu „FHTAGN“ gibt es zwar bislang nur als Webseite (http://www.fhtagn-rpg.de), ohne eine eigene Printausgabe. Dennoch sind bereits einige Abenteuer auch als Printpublikation für dieses System erschienen. Das Schöne daran ist natürlich, dass jeder Interessierte das komplette Regelwerk ohne weitere Kosten zur Verfügung hat. Die Printausgabe des Regelwerks ist allerdings nach wie vor geplant und nur aufgeschoben.

„Der Tod in Venedig“ stammt aus der Feder von Moritz Honert, der sich bereits im Rahmen der cthuloiden Fanzine „Cthulhus Ruf“ das eine oder andere Mal als hervorragender Abenteuer-Autor präsentieren konnte. Für den Auftakt der „FHTAGN“-Abenteuerreihe wählt er allerdings ein Thema, dass sicherlich polarisieren wird. Da die Handlung des Abenteuers wirklich sehr speziell ist, und ich einer Spielleitung nicht ohne tiefergehende Informationen über das Abenteuer berichten kann, enthält die folgende Hintergrundbeschreibung Spoiler. Potentielle Spieler sollten also an dieser Stelle nicht weiterlesen.

„Der Tod in Venedig“ ist für zwei Spieler konzipiert. Diese schlüpfen in die Rolle von Rebecca und Reginald Martin, einem britischen Ehepaar, dass auf einer Urlaubsreise in Venedig verweilt. Reginald ist Schriftsteller und als solcher auf der Suche nach einer inspirierenden Auszeit. Doch der Horror beginnt, als die beiden morgens im Hotel erwachen und feststellen müssen, dass ein unglaubliches Verbrechen geschehen ist. Denn ihr Kindermädchen wurde betäubt und von ihrem dreijährigen Sohn Nicolas fehlt jede Spur. Während sich die Polizei mäßig interessiert und eher träge zeigt, raunen Passanten und Hotelangestellte schon bald von Biasio, dem Metzger von Santa Croce. Dieser lebte zwar im 15. Jahrhundert, doch seine abscheulichen Taten halten seine Legende bis heute lebendig. Hat er etwas mit Nicolas‘ Verschwinden zu tun?

Bis zu dieser Stelle könnte man noch von einem „normalen“ Abenteuer ausgehen. Die beiden Protagonisten stürzen sich in die Recherchen und versuchen herauszufinden, was in der vergangenen Nacht geschehen ist. Doch die Wahrheit ist viel grausiger. Denn tatsächlich ist Reginald, ohne es im Moment zu ahnen, Mitglied eines kannibalistischen Kultes und hat seinen Sohn in der gestrigen Nacht gemeinsam mit seiner nichtsahnenden Frau Rebecca verspeist. Der Autor löst die Unwissenheit der Charaktere in einer Reihe von Flashbacks auf, die sie erhalten, wenn sie bestimmte Orte aufsuchen oder bestimmte Menschen wiedertreffen. Wie das Abenteuer endet ist kaum vorherzusehen und hängt einzig von der Reaktion der Spieler auf diese Erkenntnis ab.

„Der Tod in Venedig“ ist sicherlich kein Szenario für jedermann. Immerhin schlüpfen die Spieler hier – ohne es zu ahnen – in die Rolle von Menschen, die etwas absolut Unmenschliches und Grausames getan haben. Insbesondere der Charakter Rebecca ist doppelt gegängelt – zuerst des Gedächtnisses beraubt und dann auch noch unwissend in der Mittäterschaft. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Szenario später noch schwer im Magen liegt. Das ändert natürlich nichts an der generellen Qualität des Textes, die einen absoluten Horrortrip par excellence verspricht.

Die Aufbereitung des Materials ist gut gelungen. Das Szenario wurde in einfachen Szenen aufbereitet, die den idealisierten Ablauf widerspiegeln. Gleichzeitig werden aber Hinweise auf Um- und Irrwege gegeben, so dass jeder Spielleiter recht problemlos durch das Abenteuer leiten kann. Das Layout ist sauber und aufgeräumt, so dass der Spielleiter rasch alle wichtigen Informationen wiederfindet. Insbesondere die großzügige Bebilderung hat mir gut gefallen.

Fazit: „Der Tod in Venedig“ ist ein wahrer Horrortrip und garantiert nichts für jede Spielrunde. Wer auf der Suche nach absolut persönlichem Horror ist, wird aber kaum jemals fündiger als hier.

Rezension: Amnesie

Mit dem Rollenspiel „FHTAGN“ verlegt die deutsche Lovecraft-Gesellschaft ihr eigenes, cthuloides Rollenspiel. Mit „Amnesie“ liegt nun eines der ersten Abenteuer für das neue Rollenspiel vor.

Dabei ist die Veröffentlichungsreihenfolge zumindest ungewöhnlich. Denn „FHTAGN“ gibt es bislang nur als Webseite (http://www.fhtagn-rpg.de) ohne eine eigene Printausgabe. Das Schöne daran ist natürlich, dass jeder Interessierte das komplette Regelwerk ohne weitere Kosten zur Verfügung hat. Die Printausgabe des Regelwerks ist allerdings nach wie vor geplant und nur aufgeschoben.

Mit „Amnesie“ liegt allerdings ohnehin ein Abenteuer vor, dass sich am Besten als „Freeform“-Abenteuer ohne Regeleinsatz genießen lässt, lebt es doch komplett von der Interaktion der Spieler. Die weitere Vorstellung des Inhaltes kann kaum ohne Spoiler erfolgen, daher bitte ich alle Spieler, den Rest der Rezension ihren Spielleitern zu überlassen! Die Spieler schlüpfen in die Rolle von sechs Menschen, die in einem ihnen unbekannten Haus erwachen und unter völliger Amnesie leiden. Weder wissen sie, wer sie sind, noch, wo sie sich befinden.

Die Hintergründe offenbaren rasch das gewaltige Potential, dass in diesem Szenario schlummert. Denn die sechs Protagonisten sind nicht nur Teil eines Kultistenzirkels, der in den vorangegangenen Stunden ein furchtbar schiefgegangenes Beschwörungsritual durchgeführt hat. Nein, fünf von ihnen sind auch noch von den selbst beschworenen Dämonen besessen, ohne davon zu ahnen. Im Laufe der Erkundung des Hauses erhalten die Spieler immer wieder Erinnerungsschnippsel zurück, bis sich schließlich ein ganzes Bild ergibt. Und – kein Wunder – jeder der Dämonen verfolgt nun auch noch sein ganz eigenes Ziel…

„Amnesie“ ist ein besonderer One-Shot, der sich für alle Spielgruppen eignet, die einmal etwas wirklich anderes spielen wollen. Dabei richtet er sich nicht nur an Fans cthuloider Rollenspiele, denn der Hintergrund um die Dämonenbesessenheit funktioniert mit jedem modernen Horror-Hintergrund. Allerdings braucht es natürlich auch eine spielfreudige Gruppe, die Spaß am Rätseln und gegenseitigen Intrigieren hat und auch vor einer gehörigen Portion „Player-vs.-Player“ nicht zurückschreckt.

Die Aufbereitung des Materials ist gut gelungen. Das Szenario führt gekonnt durch die anfangs sehr verworren erscheinende Handlung. Die Erinnerungsschnippsel sind als hübsch anzusehende Handouts gestaltet, an großzügige und gut lesbare Bodenpläne des zu erkundenden Hauses wurde ebenso gedacht. Damit enthält „Amnesie“ alles, was es für zwei bis drei Stunden intensiven Rollenspielerlebnisses braucht. Das Layout ist sauber und aufgeräumt, so dass der Spielleiter rasch alle wichtigen Informationen wiederfindet.

Fazit: „Amnesie“ ist ein ganz besonderes „Freeform“-Szenario, das eine herrlich unverbrauchte Prämisse bedient. Absolut empfehlenswert für alle, die sich mit einem Horror-Szenario anfreunden können.

Unboxing: Die GKshop „Corona-Lootbox“

Seit knapp zwei Wochen bietet der GKshop – sozusagen die „physische Inkarnation“ des in der Bloggosphäre nicht unbekannten Kollegen „Greifenklaue“ – eine sogenannte „Corona-Lootbox“ an. Ingo hat die Läger leergeräumt und braucht endlich mal wieder Platz! Und da es gerade – wie wir alle wissen – an Conventions mangelt, die er mit seinem Shop besuchen kann, wird das Zeug nun per „Lootbox“ unters Volk gebracht. Dazu heißt es:

Dadrin ist (min.) ein Brett- oder Kartenspiel, ein Rollenspiel, eine DVD, ein Buch/Comic und etwas Nerdiges mit einem Neupreis von min. des doppelten des Betrags. Jedes Set ist individuell zusammengestellt und für jeden was dabei!

https://greifenklaue.wordpress.com/2021/01/21/gkshop-die-corona-lootbox/

Mehr Infos zu dem Ganzen findet ihr HIER. Ich liebe solche Überraschungspakete und habe es mir daher nicht nehmen lassen, gleich zu Beginn eine solche Lootbox (in der 30 Euronen-Variante) zu bestellen. Und heute ist das gute Stück bei mir eingetrudelt! Damit ihr sehen könnt, ob sich eine Bestellung beim Ingo auch für euch lohnen könnte und ich ein wenig mit meinem Loot-Glück angeben kann, habe ich mich entschieden gleich einen kleinen „Unboxing“-Artikel zu verfassen.

Der Bilderflut wollen wir nun auch gleich noch ein paar Worte folgen lassen.

Zunächst einmal fällt die professionell-liebevolle Verpackung ins Auge. Stabiler Karton, gut verklebt und genügend Füllmaterial drin, damit auch ja nichts verrutschen kann.

Als Lesestoff haben wir einen „Space-Marine-Battles“-Roman aus dem „Warhammer 40.000“-Universum sowie das Comic „Hack/Slash: Die dunkle Seite“. Gerade die „Space-Marine-Battles“ sind gute Lückenfüller, wenn mal wieder ein wenig Leselangeweile herrscht, denn hier geht’s meist ohne viel Umschweife acionreich zur Sache. Auf „Hack/Slash“ bin ich schon sehr gespannt, das Cover verspricht reichlich morbide Unterhaltung.

Rollenspielerisch hat Greifenklaue den schönen Band „Sundered Skies“ für „Savage Worlds“ beigelegt. Zugegeben, ich habe den Band schon, aber das beweist ja nur, dass die Box meinen Geschmack getroffen hat :-). Und schlussendlich gehört so etwas bei einer Lootbox nun einmal zum Risiko dazu. Daneben gibt es neue Schicksalspunkte für „Die Schwarze Katze“. Da hat Ingo aufgepasst, habe ich doch über seinen Shop bereits „DSK“-Material bestellt.

Brettspielig hat sich „Drakon“ hinzugesellt. Das Spiel sagt mir erst einmal überhaupt nichts, scheint aber ein kleiner Dungeoncrawler mit angenehm kurzer Spieldauer zu sein. Besonders hübsch sind die hier enthaltenen Miniaturen – selbst, wenn ich „Drakon“ niemals spielen sollte, wird sich für die Minis sicher eine gute Verwendung (nicht zuletzt am Rollenspieltisch) finden lassen. Zu guter Letzt hat Ingo mir noch ein paar GCT-Comics in die Box gelegt. Hier wird es nun aber individuell, da ich an Ingos Comic-Reading-Challenge teilgenommen habe und er daher ein paar Bände mehr in die Box gelegt hat.

Und? Hat es sich gelohnt? Aber hallo! Neben der Tatsache, dass ich hier deutlich mehr Gegenwert für mein Geld erhalten habe, ist vor allem die Vorfreude auf so eine Überraschungskiste nicht zu unterschätzen. Und man kriegt auch einmal Kram zu Gesicht, den man nicht auf dem eigenen Radar hatte. Wer nun Interesse hat – Greifenklaue freut sich sich über eure Mail!

RPG-Blog-O-Quest #064: Rückblick auf 2020

Und schon wieder ist es Zeit für eine neue Blog-O-Queste! Wie auch schon im Vormonat ist wieder einmal der Questenerfinder höchstpersönlich am Start, um dem Blogger-Volk ein paar Fragen im noch jungen Jahr zu stellen. Meinen Dank dafür! Diesmal blicken wir ein wenig zurück – zugegeben, nicht der erste Rückblick auf diesem Blog :-).

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk!

1. Welches Rollenspielereignis war für dich am prägnantesten/lustigsten/einprägsamsten in 2020?

Oha, wie auch bereits im Vorjahr ist das nicht ganz einfach. Immerhin konnte ich mit DESPERADOS wieder ein eigenes Rollenspiel entwerfen, schreiben, meinen Senf zum Layout dazugeben und hinterher bewerben. Das hat schon wieder sehr viel Spaß gemacht und eine eigene Publikation ist immer etwas Besonderes. Dazu kommen meine ersten Online-Gehversuche und die Tatsache, dass wir wieder ein paar tolle cthuloide One-Shots gespielt haben. Der Lockdown hat zu genügend Freizeit geführt, um endlich einmal eine Runde deProfundis zu spielen. Und zu guter Letzt durfte ich dieses Jahr erstmal den Winter-OPC mit ausrichten. Ihr seht, mein Jahr war wieder von besonderer Qualität, da gibt es kein Einzel-Ereignis.

2. Wie oft bist Du 2020 zum Spielen gekommen? Was wurde am meisten gespielt, welche Systeme hast Du neu kennengelernt? Wie hoch ist die Onlinequote?

Meine im Tanelorn veröffentlichte Statistik sagt:

Acht richtige Spieltermine, davon vier Online. Zwei der Offline-Termine habe ich ENGLISH EERIE gewidmet (welches ich unbedingt bald nochmal spielen möchte), einmal haben wir (im kleinen Kreis) EIN RUHIGES JAHR ausprobiert (hier ist der Funke allerdings nicht übergesprungen). Dazu kommen diverse Briefwechsel im Rahmen unserer deProfundis-Runde. Fast alles, was ich in diesem Jahr gespielt habe, war Neuland – dazu zählt auch die von Timber organisierte Online-Runde mit THROUGH THE BREACH.

3. Welches RPG-Produkt 2020 (aber nicht unbedingt aus 2020) ist Dein Produkt des Jahres?

Das ist fast so schwierig wie die erste Frage. Klar, DESPERADOS möchte ich hier aufführen. Das hat Spaß gemacht. ENGLISH EERIE ist ein ganz, ganz tolles Spiel und vor allem nicht mit so viel Eigenlob verbunden. Viel herumhantiert habe ich dieses Jahr allerdings mit dem „Dungeon Masters Guide“ für DUNGEONS & DRAGONS 5E, da mir die dort enthaltenen Zufallstabellen viel Langeweile vertrieben haben.

4. Welcher Blogartikel, welches Video, welcher Karneval Deiner RPG-Kollegen (also quasi der Blogosphäre) hat Dich 2020 am meisten geflasht?

Wie immer bin ich geflasht davon, wenn Leute ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Da ist im Rahmen des Winter-OPC wieder viel tolles Material zusammengekommen. Ja, ich denke es ist abermals der Winter-OPC, der hier eine Erwähnung verdient.

5. Welches sind die Medien 2020 für Dich? Bester Film, beste Serie, bestes Buch, bestes Comic etc.?

Oh, in diesem Jahr habe ich tatsächlich einiges konsumiert, das nicht nur reiner Rollenspielkram war. Die neue Freizeit lässt grüßen.

Bester Film: Hm, keine Ahnung. Ich habe mal wieder sehr wenig Filme geguckt. DIE UNFASSBAREN, rund um vier trickbetrügende Bühnenmagier, hat beim ersten Schauen Spaß gemacht. Ansonsten habe ich höchstens mit den Jungs ein paar Filme geguckt. Ich glaube, die ICH – EINFACH UNVERBESSERLICH -Reihe war hier der Höhepunkt. Toller Humor.

Beste Serie: Ich mag THE MANDALORIAN wirklich sehr gerne, aber der Titel geht an die Amazon-Produktion TALES FROM THE LOOP. Die hat mich wirklich völlig umgehauen und ich habe die acht Folgen in vier Wochen zwei Mal gesehen.

Bestes Buch: Oh, hier wird es diesmal etwas eng, denn abseits von Rollenspielmaterial habe ich nicht viele „echte“ Bücher gelesen. Nominieren wir doch ein Rollenspielbuch! Überraschend gut gefallen hat mir DAS HELDENBREVIER DER NOIONITEN, doch CTHULHU: HALLOWEEN ist seinem Titel wirklich total gerecht geworden.

Bestes Comic: HIER kann ich jetzt mal mitreden, denn ich habe im Jahr 2020 an der Greifenklaue-Comic-Reading-Challenge teilgenommen! Ha! Und ich habe einen ganzen Haufen ganz wunderbarer Comics gelesen und kennengelernt! Was hat mir hier besonders gut gefallen? DIE LEBENDE TOTE, END: ELISABETH, CONAN: JENSEITS DES SCHWARZEN FLUSSES, BROCELIANDE, MAGDA IKKLEPOTTS, DAS KONZIL DER BÄUME sowie die Lovecraft-Mangas von Gou Tanabe. Und ALLES von CALVIN AND HOBBES.

9. Winter-OPC: Die Juroren tagen

Nicht nur Eure Tastaturen glühten bis zum bitteren Ende der Deadline, nein, auch unser Postfach kam bis Sonntag Abend kaum mit der Arbeit hinterher! Nun aber ist es vorbei, die Deadline zur Teilnahme am 9. Winter-OPC ist abgelaufen. Es ist beeindruckend zu sehen, wieviel kreative Energie auch in diesem Jahr in der Community schlummert – über dreißig Beiträge sind es geworden!

Als nächstes nimmt nun unsere Jury – bestehend aus den beiden bekannten Podcastern von den niveauvollen Trashtalkern Philipp (als erfahrener Blogger via nerds-gegen-stephan, Rezensent und Gamist) und Elea (als Autorin und Geschichtenschreiberin) und dem Autoren und Illustrator Christian Günther – die Arbeit auf und wird sich der Bewertung der Beiträge widmen. Außerdem werden im Rahmen des Greifenklaue-Podcasts die Schnellstarter-Gewinner ausgelost. Wie immer ist unser Ziel, die Gesamtwertung und den Gesamtdownload am diesmal virtuellen Gratis-Rollenspiel-Tag zur Verfügung zu stellen.

Ach ja, eines noch: Wenn Ihr einen Beitrag eingereicht habt, solltet Ihr eine Bestätigungs-E-Mail von Seanchui erhalten haben. Sollte das nicht der Fall sein, ist irgendwas mit der Mail schiefgelaufen. Nehmt in diesem Fall noch einmal unter seanchui [at] gmx.de Kontakt mit uns auf!

Also, es bleibt spannend!

Viele Grüße
Greifenklaue & Seanchui

9. Winter-OPC: Auf der Zielgeraden

Die mittlerweile neunte Ausgabe des Winter One Page Contest ist gestartet und damit seit Ihr erneut aufgerufen, kreative Einseiter zu basteln und einzureichen. 

Der 9. WOPC endet: Sonntag, 03.01.2021 – 23:59 Uhr. Wir sind damit mittlerweile auf der Zielgeraden angekommen. Nutzt die vor uns liegenden Feiertage, haut in die Tasten und überrascht uns mit Euren Beiträgen.

Die Ausschreibung findet ihr hier – und, ach ja, es gibt eine ganze Menge zu gewinnen :-). Greifenklaue und Seanchui wünschen viel Erfolg!