Noch eine kurze Erinnerung: Der FHTAGN-Abenteuerwettbewerb läuft!

Noch ziemlich genau ein Monat, dann endet die Abgabefrist für den laufenden FHTAGN-Abenteuerwettbewerb!

In diesem Jahr ruft die Deutsche Lovecraft Gesellschaft ihren 1. Abenteuerwettbewerb aus.

Es handelt sich dabei um einen Abenteuerwettbewerb für Kurzabenteuer, die in einem beliebigen Lovecraft’schen Universum angesiedelt und als Oneshot innerhalb eines 3-stündigen Slots auf der anRUFung 2017 spielbar sind. Epoche und Setting sind frei wählbar.

Der Abenteuerwettbewerb ist grundsätzlich systemgebunden, lässt alternativ aber auch Abenteuer zu, die völlig ohne Regelbezug auskommen. Als Basissystem für den Wettbewerb dient das von der dLG veröffentlichte Regelwerk FHTAGN.

Rahmenbedingung
Die Einsendung muss innerhalb des Wettbewerbszeitraums (Abgabe 30. September 2017) in elektronischer Form als .doc oder .docx Dokument an folgende E-Mail-Adresse gesendet werden: ruf17@deutschelovecraftgesellschaft.de. Das Textdokument sollte hierbei das vollständige Abenteuer enthalten. Eventuelle Zusatzdateien sind in der gleichen Mail einzureichen, als Archivformat soll ausschließlich .zip verwendet werden.

  • Das eingereichte Abenteuer darf nicht bereits veröffentlicht oder bei einem anderen Wettbewerb eingereicht worden sein.
  • Das Abenteuer darf eine Länge von 15.000 Zeichen inkl. Leerzeichen nicht überschreiten. Bitte beachten: Diese Zeichen-Angabe benennt den Maximalwert und keinen Richtwert! Es ist völlig in Ordnung, kürzere Abenteuer einzureichen.
  • Das Abenteuer soll so konzipiert sein, dass es im Rahmen einer Convention in 1-3 Stunden spielbar ist.
  • Das Setting des Abenteuers ist nicht festgelegt, eventuell benötigte Zusatzregeln müssen sich im Textdokument befinden.
  • Dem Abenteuer muss ein Deckblatt vorangestellt sein, dem folgende Informationen zu entnehmen sind: Titel des Abenteuers, Spielwelt und -region und Name/Pseudonym des Autors. Ein kurzer Klappentext (1-2 Sätze), der die wesentlichen Inhalte des Abenteuers kurz zusammenfasst, soll ebenfalls enthalten sein.
  • Es ist möglich, als Autorenteam am Wettbewerb teilzunehmen. In diesem Fall müssen die Daten aller Mitglieder des Autorenteams in der E-Mail angegeben werden.
  • Ein Autor oder Autorenteam darf auch mehr als ein Abenteuer einreichen.
  • Das Abenteuer darf keine Mythosbegriffe, Wesen oder Spielregeln (eingeschlossen Spielbegriffe!) enthalten, die urheberrechtlich geschützt sind.

Alle wichtigen Infos findet Ihr HIER.

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Erinnerung: Der FHTAGN-Abenteuerwettbewerb läuft!

Es ist noch gar nicht sooo lange her, da berichtete ich an dieser Stelle über den laufenden FHTAGN-Abenteuerwettbewerb:

In diesem Jahr ruft die Deutsche Lovecraft Gesellschaft ihren 1. Abenteuerwettbewerb aus.

Es handelt sich dabei um einen Abenteuerwettbewerb für Kurzabenteuer, die in einem beliebigen Lovecraft’schen Universum angesiedelt und als Oneshot innerhalb eines 3-stündigen Slots auf der anRUFung 2017 spielbar sind. Epoche und Setting sind frei wählbar.

Der Abenteuerwettbewerb ist grundsätzlich systemgebunden, lässt alternativ aber auch Abenteuer zu, die völlig ohne Regelbezug auskommen. Als Basissystem für den Wettbewerb dient das von der dLG veröffentlichte Regelwerk FHTAGN.

Rahmenbedingung
Die Einsendung muss innerhalb des Wettbewerbszeitraums (Abgabe 30. September 2017) in elektronischer Form als .doc oder .docx Dokument an folgende E-Mail-Adresse gesendet werden: ruf17@deutschelovecraftgesellschaft.de. Das Textdokument sollte hierbei das vollständige Abenteuer enthalten. Eventuelle Zusatzdateien sind in der gleichen Mail einzureichen, als Archivformat soll ausschließlich .zip verwendet werden.

  • Das eingereichte Abenteuer darf nicht bereits veröffentlicht oder bei einem anderen Wettbewerb eingereicht worden sein.
  • Das Abenteuer darf eine Länge von 15.000 Zeichen inkl. Leerzeichen nicht überschreiten. Bitte beachten: Diese Zeichen-Angabe benennt den Maximalwert und keinen Richtwert! Es ist völlig in Ordnung, kürzere Abenteuer einzureichen.
  • Das Abenteuer soll so konzipiert sein, dass es im Rahmen einer Convention in 1-3 Stunden spielbar ist.
  • Das Setting des Abenteuers ist nicht festgelegt, eventuell benötigte Zusatzregeln müssen sich im Textdokument befinden.
  • Dem Abenteuer muss ein Deckblatt vorangestellt sein, dem folgende Informationen zu entnehmen sind: Titel des Abenteuers, Spielwelt und -region und Name/Pseudonym des Autors. Ein kurzer Klappentext (1-2 Sätze), der die wesentlichen Inhalte des Abenteuers kurz zusammenfasst, soll ebenfalls enthalten sein.
  • Es ist möglich, als Autorenteam am Wettbewerb teilzunehmen. In diesem Fall müssen die Daten aller Mitglieder des Autorenteams in der E-Mail angegeben werden.
  • Ein Autor oder Autorenteam darf auch mehr als ein Abenteuer einreichen.
  • Das Abenteuer darf keine Mythosbegriffe, Wesen oder Spielregeln (eingeschlossen Spielbegriffe!) enthalten, die urheberrechtlich geschützt sind.

Nun, es sind noch ein paar Tage Zeit, in denen Ihr ein interessantes Abenteuer zu Papier bringen könnt. Achtet darauf, dass die Rahmenbedingungen noch einmal ganz leicht überarbeitet wurden. Alle wichtigen Infos findet Ihr HIER.

Kurs: Vorwärts!

Hallo zusammen,

auf diesen Seiten habe ich schon eine Menge über CTHULHU zusammengeschrieben. Eigenes Spielmaterial, haufenweise Rezensionen, halbwegs regelmäßige Newsmeldungen, Werkstattberichte, Community-Themen… zumeist geht es dabei hier recht gemächlich zu und es gibt nur einige wenige Postings, die etwas kritischer ausfallen (von der einen oder anderen Rezension einmal abgesehen). Ich kann mich aber noch gut daran erinnern, rund um das Erscheinen der 7. Edition der Redaktion Ideenlosigkeit und einen mangelnden Kurs vorgeworfen zu haben – und die Kursrichtung auch später weiter zu kritisieren, einer der meistdiskutierten Blogartikel, die ich bislang verfasst hatte.

Nun ist die 7. Edition bereits ein paar Monate, ja, Jahre alt. Und ganz, ganz langsam vermeine ich, die Anzeichen eines echten Kurses – eben ein mehr als „weiter-wie-bisher“ – auszumachen. CTHULHU wird nämlich langzeittauglich getrimmt!

Woran mache ich das fest? Nun, da ist auf der einen Seite der verstärkte Output der „grünen Reihe“, also „Spieler“material. Während man zwar beim Erstellen der Grundregelwerke noch der Meinung war, dass die Spieler die Grundregeln nicht interessieren (weswegen sie im Investigatoren-Kompendium auch nicht abgedruckt wurden), so hat man mittlerweile doch die Spieler als Kundschaft für CTHULHU entdeckt. Was mit zaghaften „Auszug-Bänden“ zu den eigentlichen Quellenbänden begann, geht nun in immer mehr Produkte über, die speziell für Spieler geschrieben wurden – wie „Mystiker & Magier“. Was ich zunächst als wirtschaftlichen Schritt empfunden hatte – immerhin gibt es ja tendenziell MEHR Spieler als Spielleiter – scheint sich nun in einer Neuausrichtung der Abenteuerpolitik weiter zu manifestieren.

Woran mache ich das fest? Relativ still und leise wurde zum Juli der Autorenleitfaden aktualisiert. Und auch, wenn es von Heiko im Thread leider keine Infos über die Änderungen zwischen dieser und der Vorgängerversion gibt, so ist mir doch eine Änderung direkt ins Auge gesprungen. Sie betrifft die sogenannte „Schwarze Liste“ mit Themen, die NICHT mehr Einzug in das offizielle CTHULHU finden sollen. Meines Wissens nach (zumindest relativ) neu auf dieser Liste sind nämlich:

Abenteuer mit vorgefertigten Investigatoren

Das ist ein Paukenschlag! Der „One Shot“ – in meinen Augen eine der größten Stärken CTHULHUs – aus dem Portfolio verbannt! Keine ungewöhnlichen Charakterkonstellationen in absonderlichen Situationen mit absolut ungewissem Ausgang. CTHULHU beraubt sich damit großer, großer Möglichkeiten – doch versucht es gleichzeitig, eine Tür zu öffnen: Weg vom ewigen „Zweitsystem“, weg vom „CTHULHU spiele ich zwischendurch“ hin zum kampagnenorientierten Dauerrollenspiel.

Was meint Ihr dazu? Taugt CTHULHU zum „Barbie“-Spiel, wie die überbordende Beschäftigung mit dem Spielercharakter oft abfällig genannt wird? Sind die Regeln mit der 7. Edition „weich“ genug, um Charakteren, pardon, Investigatoren genügend Langlebigkeit zu verschaffen? Bietet CTHULHU im Sinne von „lovecraftschem Grauen“ überhaupt genügend Substanz, um über eine längere Instanz als – sagen wir mal – INS oder Die Bestie zu funktionieren?

Ich bin ehrlich: Auch abseits von meiner persönlichen Spielsituation, die einen guten One-Shot erlebbarer macht als eine langfristige Kampagne, sehe ich die Potentiale hier eher skeptisch. Lovecraft schrieb nicht umsonst Kurzgeschichten und Novellen, keine Romane. Die Ereignisse in seinen Geschichten hinterliessen gebrochene und am Rande des Wahnsinns stehende Protagonisten, die von einem einzelnen Ereignis völlig aus der Bahn geworfen werden mussten. Kann in diesem Sinne „Monster of the Week“ funktionieren?

Wie ist Eure Meinung dazu?

Ein paar Worte zu Cultos Innombrables

Es ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her, als ich an dieser Stelle davon berichten konnte, dass der Truant Verlag eine deutsche Version von „Cultos Innombrables“ plant.

Seit wenigen Tagen kommen nun neuere Infos an die Oberfläche. Zum einen hat obskures.de einen recht umfassenden Einblick in die Arbeitsversion von „Unaussprechlichen Kulten“ (so der deutsche Titel) veröffentlicht (KLICK), zum Anderen hatte ich Gelegenheit, vor wenigen Wochen Mario Truant für den Ringboten vor das virtuelle Mikrofon zu zerren. Aus aktuellem Anlass möchte ich seine Angaben zu „Cultos Innombrables“ auch an dieser Stelle noch einmal wiedergeben:

„Cultos Innombrables“ ist ein Rollenspiel aus dem spanischen Hause Nosolorol Ediciones. Es bedient sich des viel bespielten „Cthulhu“-Mythos als Hintergrund, bedient jedoch eine gänzlich andere Prämisse als es „Call of Cthulhu“ oder verwandte Systeme tun. Bei „Cultos Innombrables“ schlüpft man in die Rolle von Kultisten, die den Mythos und seine finstere Magie für ihre Zwecke einsetzen. Das Produktportfolio ist dabei noch recht schlank und weist nur wenige Quellen- und Abenteuerbücher auf.

Ringbote: Mario, herzlichen Dank für deine Zeit. Bereits im Juli letzten Jahres konntest du die Arbeiten an der deutschen Übersetzung des spanischen Rollenspieles „Cultos Innombrables“ verkünden. Wie weit sind die Arbeiten mittlerweile gediehen?

Mario Truant: Die Übersetzung ist fast fertig. Es war gar nicht so einfach, überhaupt Übersetzer für einen spanischen Text zu finden, die zudem noch Rollenspieler sein mussten! Anders hat es keinen Sinn. Doch ich hatte Glück und habe zwei großartige Übersetzer mit fundierten Rollenspielkenntnissen gefunden. Die Texte sind nun in der Redaktion, und ich mache erste Layout-Tests, sodass ich in Kürze mal Musterseiten zeigen kann.

Ringbote: Spanische Rollenspiele sind in Deutschland ja eher „unter dem Radar“. Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem spanischen Verlag Nosolorol Ediciones? Und warum interessiertest du dich „ausgerechnet“ für „Cultos Innombrables“?

MT: Es waren zwei Blogger, die hier den Anfang machten: Der erste Blogger war Ingo Beyer (Obskures@obskures). Er hat mich auf das Spiel aufmerksam gemacht und mir auch den zweiten Blogger, Paco Jaen (GMS Magazin), vorgestellt. Paco hat gute Kontakte zu Nosolorol in Spanien. Kein Wunder, arbeitet er doch als Blogger in Englisch und in Spanisch.

Für mein Interesse gibt es vier Gründe.
1. Ich war hin und weg, als ich das Buch gesehen habe, die Optik ist einfach großartig, sowohl die Artworks als auch das Layout.
2. Das Grundkonzept ist anders, keine schillernden oder verängstigten Helden, die gegen das Böse kämpfen, sondern (nicht) ganz normale Charaktere, die die Mächte des Mythos schamlos für ihre Ziele ausnutzen.
3. Ein einfaches und elegantes Regelsystem.
4. Ich fühlte mich sofort wieder so wie bei „Kult“ und „In Nomine Satanis“. Ich sehe „Unaussprechliche Kulte“ in einer Liga mit diesen beiden. Alle diese Spiele sind anders, originell und gut.

Ringbote: „Unaussprechliche Kulte“ besticht im spanischen Original durch seine opulente Aufmachung und die vielen, vollfarbigen Grafiken. Wird die deutsche Version hier anknüpfen, oder gehst du optisch eigene Wege?

MT: Die deutsche Ausgabe wird ziemlich genauso wie die spanische, vollfarbig und durchgestylt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob wir das farbige Cover nehmen oder den Band in einen dunkelbraunen Kunstledereinband mit geprägtem Titel fassen.

Es bleibt spannend – und ich freue mich schon ernsthaft auf die Veröffentlichung! Das komplette Interview mit Mario, in dem er auch über die anderen Projekte seines Verlages spricht, findet ihr HIER.

Ein paar News (XXXIII): Neuigkeiten aus der Redaktion

Heiko Gill, Chefredakteur der deutschen CTHULHU-Linie, hat drüben im cthulhu-forum aktuelle Neuigkeiten aus der Redaktion gesposted, die ich an dieser Stelle schamlos zitieren möchte:

In diesem Quartal darf man erwarten:

Frisches Blut (Softcover)
= Softcover mit insgesamt 4 Abenteuern weitestgehend sehr neuer Autoren. Das sind
Im Schatten des Doms (von Julia Knobloch), Gaslichtabenteuer in Bamberg
Das Rauschen der Wellen (von Alexander Simm), Bodenseeregion 1920er
Electric Square Dance der Atom-Reptil-Bikini-Frauen in 3D!!! (überarbeitete Übersetzung), Texas, 1960er, „Blood Brothers“ Stil
Blutiges Schäferstündchen (von Christopher Eckes und Martin Ziska), Nordamerika, NOW, One-Shot
(DCC-Besucher könnten das eine oder andere Abenteuer wiedererkennen)

Für das IV. Quartal – vermutlich zur SPIEL – folgen dann noch:

Terra Cthulhiana – Bis ans Ende der Welt (Hardcover)
Arktis, Antarktis, Weltmeere, sowie Kampagnen-Steinbrüche
ziemlich deckungsgleich mit der (Hälfte der) Ausgabe von 2008.

Das Grand Grimoire der Mythos-Magie (Hardcover, farbig)
Übersetzung der ähnlich betitelten Neuerscheinung von Chaosium mit rund 600 Zaubern.

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Fortgeschritten im Arbeitsprozess sind bereits:

Feind meines Feindes
Abenteuer-Softcover mit drei zusammenhängenden Abenteuern

PULP CTHULHU
Übersetzung des englischen Regelwerks

Stumm
Abenteuer-Softcover mit zwei längeren Abenteuern.

Gearbeitet wird zudem an:

Die oberen 10.000
(Berufeband, Nachfolger von Mystiker & Magier)

Grenzland
(deutsche Kampagne im Osten des Deutschen Reiches)

Apokalypsen
(Quellen- und Abenteuerband zum Thema „und was, wenn die Verhinderung des Übels gescheitert ist? Was spielen wir dann …?“)

Meine persönlichen Präferenzen liegen auf den angestrebten Abenteuerbänden, auf die freue ich mich. Leider ist verhältnismäßig wenig Quellenmaterial in der Produktpipeline – hier hätte ich (aus alter Tradition heraus) gerne mehr gesehen: Cthuloide Städebände, vielleicht eine Neuauflage der Lovecraft-Country-Reihe ohne die Abenteuer in einem Band oder etwas über Geisteskrankheiten und Anstalten (Dementophobia anyone) vielleicht. Aber es ist deutlich mehr Material in der Pipeline als noch vor drei Jahren, darauf läßt sich aufbauen!

Wer darüber diskutieren möchte, macht das am Besten drüben im Thread!

Werkstattbericht: CTHULHU im Mai 2017

Ende Mai öffnet die diesjährige RolePlayConvention abermals ihre Pforten. Die RPC ist – neben der Spielemesse in Essen im Oktober – eines der großen Events in Deutschland, zu dem Rollenspielverlage traditionell neues Material veröffentlichen. Kein Wunder, dass auch die „Cthulhu“-Redaktion fleißig an neuen Werken feilt. Heiko Gill, seines Zeichens Chefredakteur des deutschen „Cthulhu“, verrät uns, was Spieler und Spielleiter erwartet.

„Wir arbeiten an zwei sehr unterschiedlichen Projekten“, erklärt Heiko dann auch direkt. „Dabei werden sowohl Spielleiter aber auch Spieler mit neuem, interessantem Material bedacht.“ Angekündigt sind die beiden Bände „Bestimmungsbuch der unaussprechlichen Kreaturen“ und „Mystiker & Magier“. Wenden wir uns zuerst dem „Bestimmungsbuch“ zu.

„Bei dem „Bestimmungsbuch der unaussprechlichen Kreaturen“ handelt es sich um eine Übersetzung“, führt Heiko aus. „Grundlage war das von Chaosium neu aufgelegte „Sandy Petersens Field Guide to Lovecraftian Horrors“. Dieses Buch ist eine Generalüberholung der beiden – amerikanischen – Klassiker „Field Guide to Cthulhu Monsters“ plus „Field Guide to Creatures of the Dreamlands“. Damit haben wir eine sehr schöne Mischung cthuloider Wesenheiten vorliegen – etwa die Hälfte des Bandes macht Wesen aus, denen Investigatoren in „unserer“ Welt begegnen können, die übrige Hälfte ist dann Kreaturen aus den Traumlanden vorbehalten.“ Und mit welchen Informationen dürfen Spielleiter rechnen? „Nun, das „Bestimmungsbuch“ ist ein Fachbuch – wenn natürlich auch ein fiktives. Es sind keinerlei Spielwerte enthalten, einzig stimmungsvolle Beschreibungen. Und zwar Beschreibungen in dem Sinne, wie sie auf Grundlage von Erlebnissen von – in diesem Falle auch häufig namentlich genannten – Investigatoren zusammengetragen worden sein könnten. Darum ist dieses Buch auch durchaus an die ganze Spielrunde adressiert.“ Ein ungewöhnlicher Schritt, der das „Bestimmungsbuch“ zu einer Lesefibel für alle Lovecraft-Fans macht.

Und wie sieht es mit der Bebilderung aus? „Da konnten wir glücklicherweise eine Kooperation mit unseren französischen Kollegen von Sans Detour erreichen. Ihre Version des „Field Guides“ wurde dank der hervorragenden Bebilderung euphorisch aufgenommen. Ich bin froh, dass wir das Glück haben, ihre Bebilderung verwenden zu dürfen.“ Tatsächlich ist das „Bestimmungsbuch der unaussprechlichen Kreaturen“ ein vollfarbiger Augenschmaus geworden. Manch alteingesessener „Cthulhu“-Fan mag vielleicht der stimmungsvollen, indirekten Bebilderung des „Malleus Monstrorum“ hinterhertrauern. „Wir sind davon überzeugt, dass die Bilder zu den Besten gehören, die für „Cthulhu“ je angefertigt wurden und es wäre sicher ein Fehler, sie nicht zu verwenden“, kann Heiko diese Bedenken beruhigen.

Der zweite Band, „Mystiker & Magier“, richtet sich noch deutlicher an die Spieler. „Wir wollten den Spielern noch mehr Material an die Hand geben, damit hatten wir ja im vergangenen Jahr bereits mit Begleit-Veröffentlichungen zu den Neuerscheinungen „Gangster“, „Königsdämmerung“ und „Prag“ begonnen“, führt Heiko aus. „Der Band „Mystiker & Magier“ enthält zahlreiche Informationen und ergänzende Regelmechanismen für Spieler, die einen dieser Berufsgruppe zugehörigen Investigator spielen möchten.“ Das Inhaltsverzeichnis liest sich dann auch interessant. So werden zum Beispiel mögliche Hintergründe für einen bereits mit der Magie in Berührung gekommenen Charakter beleuchtet. „Gehört der Investigator einem heidnischen Kult an, ist er ein begabtes Medium oder vielleicht doch eher ein Bühnenzauberer? All diese Hintergründe werden ausführlich beleuchtet. Dabei wird abgestuft unterschieden, um welchen Grad der Berührung mit der Magie es sich individuell handelt – mit entsprechenden Konsequenzen bei der Charaktererschaffung“, erzählt Heiko. Doch auch an praktisches Material wurde gedacht. „Der zweite Teil des Bandes enthält zahlreiche neue Berufe für Investigatoren wie Voodoo-Priester, Heilkundler oder Wahrsager. Außerdem enthält der Band einige vorgefertigte Investigatoren für den direkten Einsatz am Spieltisch. Davon wird es dann auf Pegasus.de sogar noch weitere geben“, führt er weiter aus.

„Tatsächlich ist „Mystiker & Magier“ ein Experiment“, erklärt Heiko. „Es ist eine Art Testballon: Interessiert die Spieler eine derart tiefgreifende Erweiterung des „Investigatoren-Kompendiums“, oder empfinden sie die Informationen als unnötig? Es gibt noch eine Menge Ideen, wie wir diese Reihe – nennen wir sie mal „Berufebände“ – weiter fortführen könnten.“

Heiko gewährt uns auch einen kleinen Ausblick auf die Zukunft. „Wenn die RolePlayConvention vorbei ist, geht die Arbeit an den nächsten Bänden auf Hochtouren weiter“, erklärt er. Und es ist einiges Material in der Produktpipeline. „Der nächste Softcover-Abenteuerband ist schon sehr weit gediehen. Er wird „Frisches Blut“ heißen und vier Abenteuer für unterschiedliche Epochen enthalten. Hier wird dann auch wieder einmal ein Abenteuer für den beliebten „Gaslicht“-Spielhintergrund erscheinen. Die Resonanz auf die enthaltenen Spielhintergründe wird sicher einen Einfluss auf die mittelfristige Produktplanung haben können“, orakelt Heiko augenzwinkernd. „Außerdem arbeiten wir an der zweiten Hälfte der Neuauflage zu „Terra Cthulhiana“, die den Untertitel „Bis ans Ende der Welt“ trägt. Hier werden wir dann die Arktis, die Antarktis und die Weltmeere cthulhoid erschließen, sowie mehrere ‚Kampagnen-Steinbrüche‘ beifügen. Inhaltlich deckt sich dieser zweite Teil dann wieder weitestgehend mit der Erstauflage.“ Doch auch das Regelwerk soll erweitert werden. „Wir arbeiten bereits an der Übersetzung des bei Chaosium erschienen „Grand Grimoire of Mythos Magic“. Dabei erweitern wir die Vorlage noch um diverse original deutsche Zauber, sodass hinterher mindestens 600 Zauber in dem „Grimoire“ zu finden sein werden.“

Ein Fazit? Es bleiben spannende Zeiten für „Cthulhu“-Spieler, die Produktpipeline ist prall gefüllt. Mehr erfahrt Ihr natürlich hier auf dem Ringboten!

PS: Dieser Artikel erschien ursprünglich auf Ringbote.de

FHTAGN: Abenteuerwettbewerb

Schlag auf Schlag geht es weiter bei der Deutschen Lovecraft Gesellschaft! Nach der Veröffentlichung von FHTAGN (ich berichtete) ruft die Gesellschaft nun den ersten Abenteuerwettbewerb für das neue System aus:

In diesem Jahr ruft die Deutsche Lovecraft Gesellschaft ihren 1. Abenteuerwettbewerb aus.
Es handelt sich dabei um einen Abenteuerwettbewerb für Kurzabenteuer, die in einem beliebigen Lovecraft’schen Universum angesiedelt und als Oneshot innerhalb eines 3-stündigen Slots auf der anRUFung 2017 spielbar sind. Epoche und Setting sind frei wählbar.
Der Abenteuerwettbewerb ist systemgebunden, lässt aber auch Abenteuer zu, die völlig ohne Regelbezug auskommen. Als Basissystem für den Wettbewerb dient das von der dLG veröffentlichte Regelwerk FHTAGN (Arbeitstitel).

Die wichtigsten Regeln des Wettbewerbs hier kurz im Überblick:

  • Die Einsendung muss innerhalb des Wettbewerbszeitraums (Abgabe 30. September 2017) in elektronischer Form als PDF an folgende E-Mail-Adresse gesendet werden: ruf17@deutschelovecraftgesellschaft.de. Das PDF sollte hierbei das vollständige Abenteuer enthalten.
  • Das eingereichte Abenteuer darf nicht bereits veröffentlicht oder bei einem anderen Wettbewerb eingereicht worden sein.
  • Das Abenteuer darf eine Länge von 15.000 Zeichen inkl. Anhang nicht überschreiten. Hierzu zählen nicht das Deckblatt und der Klappentext. Bitte beachten: Diese Zeichen-Angabe benennt den Maximalwert und keinen Richtwert! Es ist völlig in Ordnung, kürzere Abenteuer einzureichen. Die Länge des Abenteuers ist kein Bewertungskriterium.
  • Das Abenteuer soll so konzipiert sein, dass es im Rahmen einer Convention in 1-3 Stunden spielbar ist.
  • Dem Abenteuer muss ein Deckblatt vorangestellt sein, dem folgende Informationen zu entnehmen sind: Titel des Abenteuers, Spielwelt und -region und Name/Pseudonym des Autors. Ein kurzer Klappentext (1-2 Sätze), der die wesentlichen Inhalte des Abenteuers kurz zusammenfasst, soll ebenfalls enthalten sein.
  • Es ist möglich, als Autorenteam am Wettbewerb teilzunehmen. In diesem Fall müssen die Daten aller Mitglieder des Autorenteams in der E-Mail angegeben werden.
  • Das Abenteuer darf keine Mythosbegriffe, Wesen oder Spielregeln enthalten, die urheberrechtlich geschützt sind.

Die komplette Ausschreibung findet Ihr HIER: https://www.deutschelovecraftgesellschaft.de/forum/viewtopic.php?f=11&t=1026#p13294