Neuerscheinung: Lovecrafter #4

Hallo zusammen,

ganz still und heimlich hat sich in die Postkästen vieler dLG-Mitglieder bereits kurz vor Weihnachten die neueste Ausgabe des Lovecrafters geschlichen. Bevor ich Euch endgültig in das neue Jahr entlasse möchte ich nicht versäumen darauf aufmerksam zu machen, dass das gute Stück nun auch im Cthulhu-Webshop bereitsteht, um von allen interessierten Nichtmitgliedern käuflich erworben zu werden :-). In der vierten Ausgabe konnte ich (als Redakteur der PLAY-Rubrik) gleich zweifach die Früchte des mittlerweile über ein Jahr zurückliegenden FHTAGN-Abenteuerwettbewerbes ernten, so dass ihr einiges Spielmaterial in dieser Ausgabe vorfinden könnt. Doch werft am besten selbst einen Blick in das Inhaltsverzeichnis:

Im Anschluss an die Nr. 3 („Lovecraft in Deutschland“) hat die Redaktion diesmal den Blick über den eigenen Tellerrand gewagt und einen europäischen Schwerpunkt gelegt.
Wir freuen uns, umfangreiche Interviews mit Lovecraft-Aktivisten aus Polen und Ungarn präsentieren zu können. Wenn von Europa die Rede ist, darf ein Text nicht fehlen: „European Glimpses“, eine Reisebeschreibung aus Lovecrafts Feder, die er im Auftrag seiner Ex-Frau Sonia H. Greene verfasst hat. Obwohl der Schriftsteller selbst nie europäischen Boden betrat, hatte er doch erstaunliche klare Vorstellungen von europäischer Kultur, Charakteristik und Historie. Auch dazu gibt es einen passenden Artikel.

Neben den harten Fakten erfahren die Leserinnen und Leser etwas über den „Bund des Dreizehnten Sterns“, eine Kultbeschreibung für cthuloides Rollenspiel mit unübersehbarer EU-Schlagseite. Und auch FHTAGN, dieses vielversprechende Gewächs der deutschen Lovecraft Gesellschaft, treibt immer weiter aus. Mit dem exklusiven Szenario „Für den König“ kehren wir einmal mehr in das Hannover der 1920er Jahre zurück. Wir erinnern uns: Die Stadt an der Leine war bereits im Lovecrafter Nr. 2 auf ihre cthuloiden Hinter- und Abgründe abgeklopft worden.

Inhaltsübersicht
Vorwort – Blasphemisches vom Chefredakteur
Vereinsseite – Wortgeflüster aus dem Vorstand
Im Gespräch – Mit der Künstlerin Svenja Ritter
Im Gespräch – Die ungarische Lovecraft Gesellschaft
Background – Cthuloide Umtriebe in Polen
Background – European Glimpses
Background – Ein Blick auf Lovecrafts Europabild
Rezension – Gegen die Welt, gegen das Leben
Rezension – Sherlock Holmes and the Shadwell Shadows
Play – Der Bund des Dreizehnten Sterns
Play – „Die Mauer“ (FHTAGN-Szenario)
Play – „Für den König“ (FHTAGN-Szenario)
Play – Cthuloide Brett- und Kartenspiele
Play – Systemvorstellung „Lovecraftesque“

Zu erstehen gibt es das ganze für Nichtmitglieder HIER, Mitglieder sollten ihr Exemplar längst in der Post gehabt haben :-).

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Zwischen den Jahren… Version 2018

Advent? Check. Weihnachten? Check. Rauhnächte? Check.

Ein weiteres Jahr des cthuloiden Bloggens nähert sich dem Ende und wie üblich werde ich an dieser Stelle ein wenig sentimental. Daher möchte ich – wie es diese Zeiten nun einmal mit sich bringen – alte Traditionen aufrecht erhalten und Euch an vergangenem und geplantem teilhaben lassen. Schauen wir uns doch einmal an, was das letzte Jahr für meinen Blog so bereithielt:

Fakten

Zunächst präsentiere ich Euch wieder ein paar Fakten zu diesem kleinen Cthulhu-Blog:

  • Ich durfte über 18.000 Leser im gerade vergehenden Jahr auf meinem Blog begrüßen. Damit sind die Leserzahlen hier zwar leicht rückläufig, doch das lässt sich mit dem fehlenden Adventskalender erklären, der im letzten Jahr doch für deutlich mehr Traffic auf meinen Seiten sorgte. In diesem Jahr war ich schlicht nicht organisiert genug, um rechtzeitig mit der Planung eines Adventskalenders zu beginnen. Vielleicht im nächsten Jahr wieder 🙂
  • Insgesamt habe ich im vergangenen Jahr 66 Blogeinträge verfasst. Auch die Zahl der Einträge ist damit leicht rückläufig und ja, natürlich haben sich auch einige „Cthulhus-Ruf-Bestseller“-Artikel dazwischengemogelt. Doch ich bin meiner persönlichen Zielsetzung, ca. einen Beitrag in der Woche hier zu liefern, nach wie vor treu geblieben.
  • Gerade einmal sechs Rezensionen haben es auf diese Seiten geschafft, und davon sind auch gerade einmal zwei tatsächlich Rollenspielpublikationen gewidmet. Nun, das ist dem simplen Umstand geschuldet, dass ich nunmehr Teil des CTHULHU-Autorenteams bin. Zwar nimmt mir das weder meine eigene, kritische Meinung noch schützt es Verlag und Redaktion davor, sich mit meiner oftmals engstirnigen und kritischen Sichtweise auseinandersetzen zu müssen (…nachzulesen im cthulhu-forum…). Doch ich möchte natürlich meinen Kollegen im Team nicht ständig „in die Parade“ fahren und ihre Texte hier schlecht machen oder hochjubeln. Das widerspricht meiner Vorstellungen eines „Team“-Gedankens. Daher habe ich hier den Rezensions-Output deutlich reduziert.
  • Wie immer war ich bemüht, ein wenig Spielmaterial zu präsentieren. Da kam mir die Wiederbelebung der „Beststeller“-Rubrik natürlich sehr gelegen. Ich selbst habe zwar auch ein paar PDFs hier online stellen können, allerdings ist das für den OPC entstandene Material dann doch eher wenig cthuloid angehaucht.

Abseits des Blogs war ich deutlich fleißiger. Wie ich erwähnte habe ich die PLAY-Redaktion des Lovecrafters, dem Vereinsmagazin der dLG übernommen und konnte mit meinen genialen Autoren in beiden Ausgaben des ablaufenden Jahres einen bunten Strauß von Spielmaterialien präsentieren. Ebenfalls in Zusammenarbeit mit der dLG entstand mein Abenteuer für den „FHTAGN“-Schnellstarter, den ihr HIER herunterladen könnt. Ein weiteres besonderes Augenmerk lag auf dem Ringboten, dem ich im vergangenen Jahr viel Zeit gewidmet habe. Für den Ringboten entstanden eine Unmenge an Rezensionen und Artikel, über siebzig an der Zahl. Hier konnte ich ganze „DSA“-Pakete besprechen, Erzählspiele, Hörspiele und Rollenspielmusik… die Bandbreite des von mir konsumierten und bewerteten (und tatsächlich oftmals auch verwendeten) Materials übersteigt die cthuloiden Möglichkeiten dieses Blogs um ein vielfaches und ich bin froh, mich dort austoben zu können.
Zu guter Letzt habe ich auch im CTHULHU-Team mitgearbeitet. Mein Name wird wohl in der einen oder anderen Publikation im Jahr 2019 auftauchen, und auch, wenn ich nicht vollumfänglich zufrieden bin, bin ich doch stolz darauf, hier mein Scherflein beitragen zu dürfen.

Was hätte sein sollen?

Als nächstes möchte ich mich ein wenig mit meinen Planungen vergleichen. Gucken wir doch noch einmal, was ich mir für dieses Jahr vorgenommen hatte:

Weitergehen wird es mit meinem „normalen“, redaktionellen Artikelprogramm: Hin und wieder eine News-Meldung, Rezensionen von interessanten Produkten und Spielberichte, so es denn etwas Berichtenswertes gibt. Dazu kommen – wenn alles klappt – auch wieder ein oder zwei Szenarien aus meiner Feder.

Da habe ich nicht viel hinzuzufügen.

Gerade arbeite ich außerdem an einer Artikelreihe, die sich mit Geistern, der Gaslichtära und Investigatoren dazwischen beschäftigen soll. Ich habe schon einen groben Rahmen fertig, doch wann ich damit online gehen werde, kann ich noch nicht genau abschätzen.

Tja, das ist dem Zeitmangel zum Opfer gefallen. Das Thema ist allerdings „nur“ aufgeschoben und nicht aufgehoben. Ich möchte hier unbedingt noch etwas machen.

Die Beschäftigung mit dem OPC – vorher wie hinterher – hat hier auch eine schöne Tradition, die ich fortzusetzen gedenke. Außerdem habe ich die besondere Ehre, im Juni die RPG-Blog-O-Queste ausrichten zu dürfen! Ich bin schon jetzt sehr gespannt, wie man sich aus Ausrichter fühlt und wie die Resonanz auf die Queste sein wird.

Ich denke, den OPC habe ich auf diesen Seiten mehr als gewürdigt. Eine großartige Veranstaltung und in diesem Jahr sogar Doppelsieger zu sein, freut mich immer noch ungemein. Und auch die Juni-Queste hat extrem viel Spaß gemacht. Die Ausrichtung war ja etwas… spezieller… und so hat es gedauert, bis die ersten Beiträge eintrudelten. Doch es sind großartige Beiträge geworden und ich bin sehr froh, dass so viele Bloggerkollegen mitgemacht haben!

Geplantes für 2019

Wie immer möchte ich meinen Jahresrückblick mit einem kleinen Ausblick auf das schließen, was Euch – geplant – im nächsten Jahr hier erwarten soll.

?

Tatsächlich bin ich noch recht unschlüssig, wie es hier weitergehen kann und soll. Das wird in erster Linie davon abhängen, welche meiner rollenspielerischen Hobby-Tätigkeiten ich im nächsten Jahr noch in vollem Umfang nachverfolgen möchte. Die Mehrfach-Belastung aus Autor, Rezensent und Redakteur schlägt sich immer mehr hier in diesem Blog nieder. Und natürlich macht die regelmäßige Teilnahme an der Blog-o-Quest zwar Spaß, doch tragen die gelegentlichen Nähkästchen-Plaudereien auch nicht wirklich durch ein Blogjahr. Die Früchte aller übrigen Tätigkeiten, die aber mit deutlich mehr Arbeit zusammenhängen – wie die Niederschrift längerer Artikel, das Verfassen von Rezensionen oder die Zusammenarbeit mit anderen Autoren, egal ob aus Wettbewerben oder anderen Hintergründen heraus – fließen erst einmal in andere Projekte, bevor sie den Blog betreffen können. Von daher ist es schwierig, genaue Prognosen über den Fortgang hier auf diesen Seiten zu stellen.

Wenn ich wider Erwarten größere Zeitfenster in meiner persönlichen Planung sehe, dann möchte ich…
…die „Geisterjäger im Gaslicht“-Artikel auf den Weg bringen
…endlich wieder ein eigenes Blog-Abenteuer schreiben
…Artikel über deutsche Sagen und Legenden einführen
…etwas für den GRT basteln
…wieder aktueller mit News-Artikeln dabei sein
…unbedingt etwas zu Cthulhu Wild West machen
…unbedingt etwas zu Katzulhu machen
…einen Wettbewerb ausrichten

Doch das ist – wie gesagt – überhaupt nicht abzuschätzen. Doch all diese Themen bewegen mich nach wie vor. Seufz.

Für den Moment bleibt mir an dieser Stelle nur noch, Euch allen einen guten Übergang in das nächste Jahr und viele schaurig-cthuloide-grausige Momente für 2019 zu wünschen. Danke, dass ihr mir im vergangen Jahr die Lesetreue gehalten habt – und ich hoffe, wir lesen uns bald wieder!

Seanchui

FHTAGN: Der Schnellstarter ist da!

Auf diesen Seiten berichtete ich bereits das eine oder andere Mal über „FHTAGN„, das lovecraftsche Rollenspiel der Deutschen Lovecraft-Gesellschaft. Sogar ein bißchen Spielmaterial hat sich auf diesen Seiten bereits eingefunden.

Mittlerweile hat die – weiterhin offen zu diskutierende – Regelversion im Internet die Version 1.0 erreicht, was also einem vollständigen Regelwerk entspricht. Und passend dazu ist nun auch der Schnellstarter erschienen, den ihr – tatsächlich kostenlos – im „CTHULHU Webshop“ beziehen könnt:

https://www.cthulhu-webshop.de/fhtagn_fhtagn-schnellstarter.html

Schaut doch mal rein, und wenn es Euch gefällt, lasst Feedback im dLG-Forum da!

7. WOPC: eine cthuloide Nachlese

Hallo zusammen,

die Abstimmungsfrist für den diesjährigen Winter-OnePageContest ist am gestrigen Tage abgelaufen. Bereits knapp zwei Wochen steht das Material online zur Verfügung – in diesem Jahr also genug Zeit vor dem GratisRollenspielTag, um einen Blick auf das Material zu werfen. Wie auch in den vergangenen Jahren habe ich mich auf der Suche nach cthuloidem Material für Euch durch die beeindruckenden PDF-Dateien gewühlt.

Wie auch schon in den vergangenen Jahren präsentiere ich die Einträge wieder nach Setting sortiert, nicht nach Kategorie. Ich hoffe, Ihr findet Euch dennoch rasch zurecht :-).

CTHULHU WildWest

  • Die „Chicago Great Western Railroad“

Ich mag inspirierende Zufallstabellen und „Die „Chicago Great Western Railroad““ ist eine tolle Inspirationsquelle für Western-Settings aller Art. Insbesondere der hohe Anteil von Klischees, die ohne große Beschreibung auskommen und die angenehme Komplettheit der Liste – inklusive Plothooks und Namen – haben mich voll überzeugt.

Darüber hinaus hat Nick Dysen wie auch in den vergangenen Jahren einige Episoden für „Deadlands“ über die verschiedenen Kategorien verteilt, die jedoch in diesem Fall mehr auf die ungewöhnlicheren Settingeigenheiten eingehen und damit nicht so ohne weiteres für CTHULHU WildWest konvertierbar sind. Dennoch gibt es von mir eine klare Leseempfehlung für diese OnePager.

1920er

  • Jimmy will Dich sehen

In der Kategorie „Im Zentrum der Macht“ hat sich ein waschechter Gangsterplot eingeschlichen, der sich hervorragend in einer Gangsterkampagne unterbringen lassen sollte. Seine volle Wirkung entfaltet es aber wohl als OneShot, denn insbesondere die Charakterkonstellation ist absolut göttlich. Ich könnte mir gut vorstellen, „Jimmy will Dich sehen“ mit „FIASCO“ zu beenden, aber auch eine cthulhoide Verknüpfung bietet sich an. Schaut es Euch an.

  • Der Große Max

Als Schauplatzkarte konzipiert ist „Der Große Max“ natürlich universell einsetzbar. Doch damit natürlich auch für CTHULHU. Wer einmal einen besonderen Schauplatz über den Wolken sucht, der sollte sich diesen gelungenen OnePager merken.

  • Ein Opfer für den Mondbaum

Das für „FHTAGN“ geschriebene „Ein Opfer für den Mondbaum“ ist settingtechnisch ein wenig schwierig einzubauen, funktioniert es doch als waschechter Traumlandeplot in jeder Epoche gleichermaßen; mit ein wenig Arbeit lässt es sich sogar zu einem Katzulhu-Szenario umstricken, denke ich. Wer einen sachten Einstieg in die Tiefen der Traumlande braucht, sollte hier einmal einen Blick riskieren – für Einsteiger in die Traumlandethematik bietet sich das „Opfer für den Mondbaum“ vorbehaltlos an.

NOW

  • Roadkill

Das leicht slapstickartig angehauchte „Roadkill“ lässt sich problemlos in ein „Blood-Brother“-ähnliches CTHULHU-Szenario verwandeln – oder man nimmt die angestrebte Ausgangslage als Basispunkt für einen bierernsten CTHULHU-Plot, je nach Wunsch. Gelungen.

  • Olde Roulemaster

Mein eigener Beitrag für die Kategorie „On the Road“ ist zugegebenermaßen wenig cthuloid, aber doch als Grusel/Mystery-Element konzipiert. Wer einmal ein wenig Abwechslung braucht – oder einen Bus benötigt, der auch von Yog Sothoth verflucht sein könnte – kann ja mal querlesen. Ich denke, diesen OnePager werde ich bezeiten auch hier noch einmal gesondert veröffentlichen.

SO! Das war’s schon wieder. Tatsächlich sind es deutlich weniger Einseiter als im letzten Jahr, was aber wohl auch an den Kategorien liegt – die „Geisterhaus“-Seiten des letzten Jahres ließen sich nahezu alle cthuloid ausschlachten. Bleibt nur, danke zu sagen. Danke, Greifenklaue, Würfelheld, Teilnehmer, Jury und Sponsoren!

Seanchuis Adventskalender: Türchen 23

Mit dem diesjährigen Adventskalender nutzte ich die Gelegenheit, FHTAGN einige Spielwerte für traditionelle Monster und klassische Schrecken zu spendieren. FHTAGN, das ist das Regelwerk der Deutschen Lovecraft Gesellschaft, mit dem cthuloider Horror auch auf gemeinfreier Basis und unter OGL zugänglich gemacht werden soll. FHTAGN ist aber zugleich ein System, mit dem sich problemlos jede Art von Horrorszenario darstellen lässt. Eben diesen Umstand möchte ich an dieser Stelle unterstützen. Für das heutige Türchen habe ich mein kleines Bestiarium zusammengefasst, bebildert und ein wenig layoutet.

Eines noch: „Traditionelle Schrecken“ ist kein offizielles Material, auch, wenn ich Mitglied der Deutschen Lovecraft Gesellschaft bin. Vielleicht werden sich im Laufe der Arbeiten an dem Regelwerk, die nach wie vor nicht abgeschlossen sind, Änderungen ergeben die „Traditionelle Schrecken“ obsolet, unnötig oder sogar ungültig machen werden. Doch das ist natürlich nicht schlimm: so lange hoffe ich, dass ihr ein paar gruselige Stunden mit den hier vorgestellten „traditionellen Schrecken“ verbringen könnt!

Ich hoffe, Euch gefällt es:

Seanchuis Adventskalender: Türchen 18

Hinter dem heutigen Adventskalendertürchen versteckt sich die Fortführung meines kleinen FHTAGN-Experimentes. Bereits seit Monaten berichte ich auf diesen Seiten von „FHTAGN„, dem freien Rollenspiel der Deutschen Lovecraft Gesellschaft, dass es sich zum Ziel gesetzt hat, Lovecraft und seinen frei verfügbaren Schöpfungen ein frei verwendbares und lizenziertes Dach zu bieten. Das Regelwerk steht ja nun schon seit einiger Zeit online, und man arbeitet daran, die wichtigsten Erweiterungen – nämlich den Mythos in Form von Zaubern, Büchern, Kreaturen – in das Spiel zu integrieren. FHTAGN eignet sich aber nicht nur dafür, lovecraftschen Horror abzubilden, sondern ist für jede Art Horrors ideal zu verwenden. Ich nutze also den Adventskalender weiterhin dafür, zu FHTAGN einige Spielwerte für die eher „traditionellen“ Schrecken abzuliefern, die ein geneigter Spielleiter auf seine Gruppe loslassen kann. Heute im Angebot:

Der Zombie

Als Zombie wird ein Mensch bezeichnet, der scheinbar von den Toten wieder auferstanden und zum Leben erweckt worden ist und als sogenannter Untoter oder Wiedergänger, als ein seiner Seele beraubtes, willenloses Wesen herumgeistert.

– Wikipedia

Zombies sind die wohl unterste Stufe aller Untoten. Sie sind meist hirnlose, stumpfe und antriebslose Kreaturen, deren einziger Daseinszweck einzig darin zu bestehen scheint, umherzuziehen und Menschen anzufallen. Sie schmieden keine großen Pläne, streben nicht nach Machtgewinn oder materiellem Besitztum.

Nur in jüngster Zeit verstorbene Leichname können in Zombies verwandelt werden. Von Zeit zu Zeit stehen einzelne Zombies unter dem Befehl eines mächtigen Magiers, der auch für ihre Erhebung aus dem Totenreich verantwortlich zeichnet. Zuweilen erheben sich aber auch aufgrund äußerer Einflüsse – zum Beispiel Viren oder ungewollte magische Effekte – größere Gruppen dieser Untoten aus ihren Gräbern.

Zombie

ST 14 KO 14 GE 6 IN 0 EN 1
TP 14 WP 1

PANZERUNG: keine

FERTIGKEITEN: keine

ANGRIFFE: Faustschlag 30%, Schaden 1W3

UNEMPFINDLICH: Waffen richten gegen Zombies nur minimalen Schaden an. Eine Waffe, die normalerweise 1W6+2 Schaden verursacht, verursacht also nur 3 Schadenspunkte.

STABILITÄTSVERLUST: 1/1W6

OPEN GAME LICENSE Version 1.0a

Seanchuis Adventskalender: Türchen 14

Hinter dem heutigen Adventskalendertürchen versteckt sich die Fortführung meines kleinen FHTAGN-Experimentes. Bereits seit Monaten berichte ich auf diesen Seiten von „FHTAGN„, dem freien Rollenspiel der Deutschen Lovecraft Gesellschaft, dass es sich zum Ziel gesetzt hat, Lovecraft und seinen frei verfügbaren Schöpfungen ein frei verwendbares und lizenziertes Dach zu bieten. Das Regelwerk steht ja nun schon seit einiger Zeit online, und man arbeitet daran, die wichtigsten Erweiterungen – nämlich den Mythos in Form von Zaubern, Büchern, Kreaturen – in das Spiel zu integrieren. FHTAGN eignet sich aber nicht nur dafür, lovecraftschen Horror abzubilden, sondern ist für jede Art Horrors ideal zu verwenden. Ich nutze also den Adventskalender weiterhin dafür, zu FHTAGN einige Spielwerte für die eher „traditionellen“ Schrecken abzuliefern, die ein geneigter Spielleiter auf seine Gruppe loslassen kann. Heute im Angebot:

Der Vampir

Vampir (Mahr), nach dem Volksglauben, namentlich der slawischen Bevölkerung Polens, der untern Donauländer und der Balkanhalbinsel, der Geist eines Verstorbenen, der des Nachts sein Grab verläßt, um Lebenden das Blut auszusaugen, von dem er sich nährt. Da dieser Aberglaube noch jetzt sofort auftritt, wenn einem Familienmitglied andre schnell in den Tod nachfolgen oder hinsiechen, so sucht man sich durch Bedecken des Mundes, Mitgeben von allerlei Beschäftigungsmitteln im Sarg, durch Hauptabschlagen des wiederausgegrabenen Toten und Durchstoßen des Leibes mit einem Holzpfahl zu schützen. Noch heutigestags führt dieser Wahn häufig zu Leichenschändungen und Friedhofsentweihungen, und 1870–71 spielten ein halbes Dutzend Vampirprozesse in Westpreußen, Pommern und Mecklenburg. Abarten des Vampirs sind: der Nachzehrer der Mark, der Blutsauger in Preußen und der Gierfraß in Pommern; die Wilis oder Willis, vor der Hochzeit gestorbene Bräute, die junge Burschen zum Tanz verlocken, bis sie tot hinstürzen. Alle diese Sagen haben sich wohl aus den Träumen vom Alp (s. d.) mit Anlehnung an die klassischen Gestalten der Lamien und Empusen (s. Lamia) entwickelt. Dichterisch behandelt wurde die Vampirsage bereits im Altertum von Philostratus und Phlegon von Tralles (dem Goethe den Stoff zu seiner »Braut von Korinth« entnahm), dann von Byron und in verschiedenen Opern und Balletten. Vgl. Ranft, Traktat von dem Kauen und Schmatzen der Toten in Gräbern (Leipz. 1734); Hertz, Der Werwolf (Stuttg. 1862); Hock, Die Vampyrsagen und ihre Verwertung in der deutschen Literatur (Berl. 1900); Fischer, Aberglaube aller Zeiten, Bd. 3 (Stuttg. 1906).

– Meyers Großes Konversations-Lexikon

Vampire sind die Könige der Untoten. Kalt, berechnend, intelligent, geduldig, brutal und mit einer unendlichen Lebensspanne ausgestattet besitzen sie alle nötigen Voraussetzungen, um ihre finsteren Pläne in aller Ruhe zu verfolgen. Sie ähneln äußerlich stark einem Menschen, sind aber meist von blasser, fast porzellanfarbener Hautfärbung und weisen spitze Eckzähne auf. Vampire neigen dazu, sich Menschen wie andere Untote zu Untertan zu machen und sind stets daran interessiert, ihre persönliche Machtposition auszubauen oder zu festigen.

Vampire leben vom Blut lebender Wesen. Sie können mit ihrem Biss auch entscheiden, ihr Opfer selbst zum Vampir zu machen. Sie erhalten dann zwar die physischen Vorteile dieser mächtigen Rasse; üblicherweise handelt es sich bei diesen neu geschaffenen Vampiren um hörige Diener ihres Erschaffers, kaum zu eigenem Willen fähig. Nur die treuesten Diener eines Vampirs können darauf hoffen, einst mit dem finalen „Kuss“ belohnt zu werden, der sie zu einem vollwertigen Mitglied ihrer Rasse macht.

Es gibt große Vampirfamilien, die in verschiedenen Ländern der Erde ihre Lager aufgeschlagen haben. Die berühmtesten sind die Dracul, Aristokraten mit den besten Traditionen, höflich, zuvorkommend, die sich in die Adelshäuser des alten Europas eingeschlichen haben und so die Menschheit unterwandern; und die Nosferatu. Nosferatu sind die häufigste Art der Vampire – allerdings auch die Verkommenste. Sie hausen zumeist auf Friedhöfen und unterjochen Ghoule und Skelette, die an ihren unterirdischen Höfen als Bedienstete auftreten müssen.

Vampirdiener

ST 20 KO 12 GE 12 IN 9 EN 10
TP 16 WP 10

PANZERUNG: siehe „Unverwundbar“

FERTIGKEITEN: Heimlichkeit 60%

ANGRIFFE: Faustschlag 30%, Schaden 1W3; Biss 40%, Schaden 1W10

BISS: Gelingt einem Vampir ein Bissangriff, so kann er sich dazu entscheiden, sich am Blut seines Opfers zu laben. Sein Opfer erhält automatisch in jeder weiteren Runde 1W6 Schadenspunkte, sofern der Vampir nicht dazu gebracht wird,
von seinem Opfer abzulassen.
LICHTEMPFINDLICH: Vampire erhalten in jeder Runde, in dem sie dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, 1W3 Punkte Schaden.
UNSTERBLICH: Vampire sind unsterblich, sofern sie nicht durch Gewalteinwirkung unschädlich gemacht werden.
UNVERWUNDBAR: Vampire können durch normale Waffen keinen Schaden nehmen. Schmerz empfinden sie allerdings schon und können so eventuell in die Flucht geschlagen werden. Jegliche geweihte und/oder versilberte Waffe richtet normalen Schaden an. Die gleiche Funktion erfüllt ein Holzpflock, der ihnen durch das Herz gerammt wird.

STABILITÄTSVERLUST: 1/1W3

Dracul

ST 21 KO 12 GE 12 IN 16 EN 18
TP 17 WP 18

PANZERUNG: siehe „Unverwundbar“

FERTIGKEITEN: Heimlichkeit 60%

ANGRIFFE: Faustschlag 50%, Schaden 1W3; Biss 60%, Schaden 1W10

BISS: Gelingt einem Vampir ein Bissangriff, so kann er sich dazu entscheiden, sich am Blut seines Opfers zu laben. Sein Opfer erhält automatisch in jeder weiteren Runde 1W6 Schadenspunkte, sofern der Vampir nicht dazu gebracht wird,
von seinem Opfer abzulassen.
LICHTEMPFINDLICH: Vampire erhalten in jeder Runde, in dem sie dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, 1W3 Punkte Schaden.
UNSTERBLICH: Vampire sind unsterblich, sofern sie nicht durch Gewalteinwirkung unschädlich gemacht werden.
UNVERWUNDBAR: Vampire können durch normale Waffen keinen Schaden nehmen. Schmerz empfinden sie allerdings schon und können so eventuell in die Flucht geschlagen werden. Jegliche geweihte und/oder versilberte Waffe richtet normalen Schaden an. Die gleiche Funktion erfüllt ein Holzpflock, der ihnen durch das Herz gerammt wird.
VERWANDLUNG: Ein Dracul kann sich jederzeit in eine Vampirfledermaus verwandeln und so versuchen, einem Kampf zu entkommen. Der Anblick dieser Verwandlung kostet 0/1W4 STA.

STABILITÄTSVERLUST: 1/1W4

Nosferatu

ST 22 KO 14 GE 12 IN 11 EN 12
TP 18 WP 12

PANZERUNG: siehe „Unverwundbar“

FERTIGKEITEN: Heimlichkeit 60%

ANGRIFFE: Faustschlag 50%, Schaden 1W6; Biss 40%, Schaden 1W10

BISS: Gelingt einem Vampir ein Bissangriff, so kann er sich dazu entscheiden, sich am Blut seines Opfers zu laben. Sein Opfer erhält automatisch in jeder weiteren Runde 1W6 Schadenspunkte, sofern der Vampir nicht dazu gebracht wird,
von seinem Opfer abzulassen.
LICHTEMPFINDLICH: Vampire erhalten in jeder Runde, in dem sie dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, 1W3 Punkte Schaden.
UNSTERBLICH: Vampire sind unsterblich, sofern sie nicht durch Gewalteinwirkung unschädlich gemacht werden.
UNVERWUNDBAR: Vampire können durch normale Waffen keinen Schaden nehmen. Schmerz empfinden sie allerdings schon und können so eventuell in die Flucht geschlagen werden. Jegliche geweihte und/oder versilberte Waffe richtet normalen Schaden an. Die gleiche Funktion erfüllt ein Holzpflock, der ihnen durch das Herz gerammt wird.
UNTOTE DIENERSCHAFT: Ein Nosferatu kann einmal pro Stunde kraft seiner Herrschaft über die Untoten ein Skelett zu seiner Unterstützung herbeirufen. Dies funktioniert auf magische Weise und damit auch abseits von Friedhöfen oder Beinhäusern.

STABILITÄTSVERLUST: 1/1W6

OPEN GAME LICENSE Version 1.0a