Endlich erschienen: Lovecrafter 7+8

Zugegeben: die Erstellung der nun als Doppelausgabe kommenden „Lovecrafter“ Nummero 7 und 8 stand unter einem denkbar ungünstigen Stern. Nachdem zunächst die Corona-Pandemie unsere gewohnten Arbeits- und damit Freizeit-Zeiten durcheinander geworfen hatte, hat sich von der Fertigstellung der Texte über das Layout bis hin zum Druck alles verzögert, was irgendwie möglich war. Zuletzt war es die Druckerei, die uns rund drei Wochen länger hat warten lassen, als sie es ursprünglich geplant hatte. Nun aber ist er endlich zu haben – und da wir so verzögert dran sind, haben wir entschieden, eine wuchtige Doppelausgabe vorzulegen.

Was also findet Ihr nun im neuesten Magazin der Deutschen Lovecraft Gesellschaft?

Die Nr. 7 setzt den Schwerpunkt auf das Thema „Hexen und Hexerei“. Wie sich schwarze Magie und ihre Anwendung in Lovecrafts Umfeld niederschlug, untersucht der zentrale Artikel „Zwischen Wahn und Wirklichkeit“ (verfasst von 5 Autor*innen). Magisch geht es auch in dem 18-seitigen FHTAGN-Szenario „Nun-Nus Fluch“ zu, in welchem das Alte Ägypten zu neuem Leben erwacht.

  • Vorwort – Blasphemisches vom Chefredakteur
  • Vereinsseite – Wortgeflüster aus dem Vorstand
  • Tod in vielen Schattierungen: Die Pest im Werk H. P. Lovecrafts und in der unheimlich-phantastischen Literatur seiner Zeit
  • Zwischen Wahn und Wirklichkeit: Das Hexen-Thema in Lovecrafts literarischem Dunstkreis
  • Unter den Beschwörungen der Schwarzen Magie: Über Lovecrafts sogenanntes „Black-Magic-Zitat“
  • Das nihilistische Eigenheim: „I am Providence“ am Staatstheater Kassel
  • Nun-Nus Fluch: Ein FHTAGN-Szenario im Alten Ägypten
  • Rezension: Arkham Horror: Das Kartenspiel
  • Systemvorstellung: English Eerie aus dem System Matters Verlag
  • Dem Mythos auf der Spur: von Wien bis Berlin. Eine kleine Reise durch cthuloide Schauplätze in Europa

Lovecrafter 8 steht ganz im Zeichen diverser „Crossover“. Damit sind Comic-Adaptionen, Kreuzungen zwischen cthuloiden und anderen Spielwelten oder die literarische Neubelebung von lovecraftschen Versatzstücken gemeint. Auch der Austausch mit anderen Ländern fällt darunter: So fand eine fruchtbare Interaktion zwischen der deutschen Lovecraft Gesellschaft und dem mexikanischen Círculo Lovecraftiano & Horror statt – nachzulesen im entsprechenden Interview.
Das FHTAGN-Szenario heißt diesmal „Das Juwel des Nil“ und spiel im Ägypten der 1920er Jahre.

  • Vorwort – Blasphemisches vom Chefredakteur
  • Vereinsseite – Wortgeflüster aus dem Vorstand
  • Unaussprechliche Kulte. Globales und Gemeinsames. Im Gespräch mit dem Círculo Lovecraftiano & Horror
  • Ein Barbar blickt zu den Sternen: Robert E. Howards „Der Turm des Elefanten“
  • Filmrezension: „The Last Lovecraft: Relic of Cthulhu“
  • Vom Dark Prose Award zur Roten Kammer: Der Erzählband Dhormenghruul von Malte S. Sembten
  • Buchrezension: Steampunk Cthulhu
  • Das Heldenbrevier der Noioniten: Ein Hörbuch, das Fantasy und Horror verknüpft
  • Comicrezension: Herald: Lovecraft and Tesla
  • FHTAGN: Das Juwel des Nil. Ein Szenario im Ägypten der 1920er
  • Hintergrundartikel: Der Mythos trifft Das Schwarze Auge (DSA)
  • Die Hunde von Tindalos: Arkham Horror Fiction: Ire of the Void
  • Geschichten aus dem Sanatorium: Das Erzählspiel Cthulhu Tales

137 Seiten, Softcover, Fadenheftung mit Rückenbindung: Und zu erstehen gibt es das Ganze – wie gewohnt – im Cthulhu-Webshop!

GRT-Abenteuerwettbewerb 2021/22

Willkommen zum GRT-Abenteuerwettbewerb!!!

Seit Jahren liefern wir vom WinterOPC zum Gatis-Rollenspiel-Tag immer das Gesamtdokument unseres OnePage-Wettbewerbs ab (aktuell/Archiv), welches Dutzende Abenteuer und anderes Spielmaterial unter die Spielerschaft bringt. Nun wurde das diesjährige Orgateam – Ingo „Greifenklaue“ Schulze (Blog) und André „Seanchui“ Frenzer (Blog) – gebeten, auch für den Gratis-Rollenspiel-Tag einen Abenteuerwettbewerb zu veranstalten, dessen Ergebnisse sich in dem für Spieler kostenlosen Almanach wiederfinden – genau das ist der Lohn für die ersten drei Plätze. Auf Twitch stellten Ingo und Moritz Mehlem vom GRT-Orgateam die Bedingungen im Groben vor, heute nochmal alles Schwarz auf Weiß.

Ihr erstellt ein Abenteuer zu einem System der GRT-Verläge auf max. 4 Seiten im .doc/.odt-Format, welches drei der 5 folgenden Themen verarbeitet:
Gratis – Geschäft – Technologie – Spiel – Schwert
EINREICHUNG4 Seiten A4 Schriftgröße 12 in Times New Roman im Einfachstlayout mit Überschriften und Absätzen, aber keine Spalten, Bilder oder Karten.

Zusätzlich dürft ihr eine weitere Seite mit Bildern einreichen, die im Almanach benutzt werden dürfen: daher hast Du oder einer Deiner Freunde etwas gezeichnet und erlaubt die VÖ oder es unterliegt einer allgemeingültigen, auch kommerziell nutzbaren Lizenz (Daher z.B. eine CC-Lizenz ohne NC). Was nix bringt, sind Bilder die Du kaufst und nur Du nutzen darfst (typische Stockart). Bilder fließen nicht in die Wertung ein und sollen Dir nur die Möglichkeit geben, mal ein Bild zu veröffentlichen – ansonsten lass dich einfach überraschen, was die Leute vom Almanach zaubern.

Eine sechste Seite mit Kartenmaterial darf auch eingereicht werden, je nach Qualität kann die Karte übernommen werden oder wird dann neu gezeichnet, dass entscheidet das Team des Almanachs. Die Karte selbst ist im Wettbewerb insofern relevant, wie sie Dinge in Eurem Abenteuer gut erklärt. Euer Abenteuer muss natürlich keine Karten enthalten.

Also Einreichung zusammengefasst: bis zu 4 Seiten Abenteuer in rudimentären Layout, optional 1 Seite mit Bildern und 1 Seite mit Kartenmaterial.

Einsendungen gehen ab sofort bis zum 30.6.2021 um Mitternacht an die Adresse seanchui_at_ gmx.de. Bestätigungen kommen üblicherweise innerhalb von drei Tagen. Fragen könnt ihr gerne dort oder hier im Blog stellen.

ERLAUBTE SYSTEME: Um es so einfach wie möglich zu machen, haben wir eine System positiv“-Liste gemacht aus allen Systemen, die von Verlägen sind, die den aktuellen GRT unterstützen – durch Beiträge im Almanach oder als Teil des Goodie-Bags:

Shadowrun (Pegasus)
Cthulhu (Pegasus)
Talisman (Pegasus)
Midgard
Beyond the Wall (System Matters)
Geh nicht in den Winterwald (System Matters)
DCC (System Matters)
Im Schatten des Dämonenfürsten (System Matters)
Swords&Wizardry (System Matters)
Mythos World (System Matters)
Dungeon World (System Matters)
FHTAGN (Deutsche Lovecraft Gesellschaft)
Splittermond (Uhrwerk)
Coriolis (Uhrwerk)
Mutant: Year Zero (und Ableger) (Uhrwerk)
Star Trek (Uhrwerk)
FATE (und Ableger wie Malmsturm) (Uhrwerk)
Achtung!Cthulhu (mit Cthuhu 7; Uhrwerk)
NIP’AJIN (Ludus Leonis)
Dieseldrachen
New Hong Kong Story
Fallen Worlds
Lemna (Orkenspalter TV)
Private Eye (Redaktion Phantastik)
Seelenfänger (Redaktion Phantastik)
Finsterland (Redaktion Phantastik)

DIE JURY: Wie beim WOPC erstellt die Jury eine jeweilige TOP-Liste in etwa der Länge von 1/3-tel der Einreichungen (Beispiel: 20 Einreichungen, TOP 6-Liste), die dann zusammengezogen und von der Orga ausgewertet werden. Die Juroren sind alles erfahrende Winter-OPC-Juroren: Ron Müller (Ausgespielt-Podcast), Elea Brandt (Nerdigen Trashtalk) und André Skora (Würfelheld).

DER PREIS: Die ersten drei Plätze erscheinen im nächstjährigen Almanach abgedruckt, ihr erhaltet natürlich ein Belegexemplar. Für den Rest behalten wir uns auch einen Abdruck vor, z.B. in einem Fanzine. Wir bitten darum, dass der Autor im Veröffentlichungsjahr nix mit der Einreichung macht bis zum nächsten GRT, dann ist er herzlich eingeladen, sein Material auch anderweitig zu nutzen. Bildrechte oder Layout aus dem Almanach gehen aber natürlich nicht an ihn über.

SONSTIGES: Mit der Teilnahme sichert Ihr zu, dass Ihr der Urheber der Einsendung seid.

Wenn ihr mögt, schreibt die Adresse für Euer Belegexemplar mit rein, ansonsten fragen wir nach. De Daten dienen allein der Zusendung des Belegexemplars und wird danach vernichtet. 

Für Fragen stehen wir unter der o.g. eMail-Adresse zur Verfügung.

Verlinkungen auf den “GRT-Abenteuerwettbewerb” sind ausdrücklich erwünscht.

Eine Einreichung pro Person.

Teilnehmen darf jeder außer den beiden Veranstaltern (Greifenklaue, Seanchui), den GRT-Machern und der Jury.

Mehr-Personen-Einreichungen: Sind erlaubt und möglich. Macht bitte deutlich, wer der Einsender ist, damit wir einen Ansprechpartner haben.

Auch beim Lektorat kannst Du Dich unterstützen lassen. Lektoren freuen sich über Erwähnung.

Deine Einreichung sollte bisher unveröffentlicht sein und sollte deutlich machen, welche drei Stichworte genutzt wurden.

Bei Fragen schreibt uns an!

…UND AUF GEHT`S

Wir wünschen Euch viel Spaß und viel Erfolg, beim Schreiben, beim Überlegen und beim Testen, nice dice … Seanchui und Greifenklaue

Rezension: Der Tod in Venedig

„FHTAGN“ ist das hauseigene Rollenspiel der deutschen Lovecraft-Gesellschaft. Cthuloide Themen lassen sich damit ebenso mühelos abdecken, wie andere Horror-Tropen. „Der Tod in Venedig“ verwendet ein cthuloides Motiv, schafft aber sehr persönlichen Horror. Wir riskieren einen Blick!

Das vollständige Grundregelwerk zu „FHTAGN“ gibt es zwar bislang nur als Webseite (http://www.fhtagn-rpg.de), ohne eine eigene Printausgabe. Dennoch sind bereits einige Abenteuer auch als Printpublikation für dieses System erschienen. Das Schöne daran ist natürlich, dass jeder Interessierte das komplette Regelwerk ohne weitere Kosten zur Verfügung hat. Die Printausgabe des Regelwerks ist allerdings nach wie vor geplant und nur aufgeschoben.

„Der Tod in Venedig“ stammt aus der Feder von Moritz Honert, der sich bereits im Rahmen der cthuloiden Fanzine „Cthulhus Ruf“ das eine oder andere Mal als hervorragender Abenteuer-Autor präsentieren konnte. Für den Auftakt der „FHTAGN“-Abenteuerreihe wählt er allerdings ein Thema, dass sicherlich polarisieren wird. Da die Handlung des Abenteuers wirklich sehr speziell ist, und ich einer Spielleitung nicht ohne tiefergehende Informationen über das Abenteuer berichten kann, enthält die folgende Hintergrundbeschreibung Spoiler. Potentielle Spieler sollten also an dieser Stelle nicht weiterlesen.

„Der Tod in Venedig“ ist für zwei Spieler konzipiert. Diese schlüpfen in die Rolle von Rebecca und Reginald Martin, einem britischen Ehepaar, dass auf einer Urlaubsreise in Venedig verweilt. Reginald ist Schriftsteller und als solcher auf der Suche nach einer inspirierenden Auszeit. Doch der Horror beginnt, als die beiden morgens im Hotel erwachen und feststellen müssen, dass ein unglaubliches Verbrechen geschehen ist. Denn ihr Kindermädchen wurde betäubt und von ihrem dreijährigen Sohn Nicolas fehlt jede Spur. Während sich die Polizei mäßig interessiert und eher träge zeigt, raunen Passanten und Hotelangestellte schon bald von Biasio, dem Metzger von Santa Croce. Dieser lebte zwar im 15. Jahrhundert, doch seine abscheulichen Taten halten seine Legende bis heute lebendig. Hat er etwas mit Nicolas‘ Verschwinden zu tun?

Bis zu dieser Stelle könnte man noch von einem „normalen“ Abenteuer ausgehen. Die beiden Protagonisten stürzen sich in die Recherchen und versuchen herauszufinden, was in der vergangenen Nacht geschehen ist. Doch die Wahrheit ist viel grausiger. Denn tatsächlich ist Reginald, ohne es im Moment zu ahnen, Mitglied eines kannibalistischen Kultes und hat seinen Sohn in der gestrigen Nacht gemeinsam mit seiner nichtsahnenden Frau Rebecca verspeist. Der Autor löst die Unwissenheit der Charaktere in einer Reihe von Flashbacks auf, die sie erhalten, wenn sie bestimmte Orte aufsuchen oder bestimmte Menschen wiedertreffen. Wie das Abenteuer endet ist kaum vorherzusehen und hängt einzig von der Reaktion der Spieler auf diese Erkenntnis ab.

„Der Tod in Venedig“ ist sicherlich kein Szenario für jedermann. Immerhin schlüpfen die Spieler hier – ohne es zu ahnen – in die Rolle von Menschen, die etwas absolut Unmenschliches und Grausames getan haben. Insbesondere der Charakter Rebecca ist doppelt gegängelt – zuerst des Gedächtnisses beraubt und dann auch noch unwissend in der Mittäterschaft. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Szenario später noch schwer im Magen liegt. Das ändert natürlich nichts an der generellen Qualität des Textes, die einen absoluten Horrortrip par excellence verspricht.

Die Aufbereitung des Materials ist gut gelungen. Das Szenario wurde in einfachen Szenen aufbereitet, die den idealisierten Ablauf widerspiegeln. Gleichzeitig werden aber Hinweise auf Um- und Irrwege gegeben, so dass jeder Spielleiter recht problemlos durch das Abenteuer leiten kann. Das Layout ist sauber und aufgeräumt, so dass der Spielleiter rasch alle wichtigen Informationen wiederfindet. Insbesondere die großzügige Bebilderung hat mir gut gefallen.

Fazit: „Der Tod in Venedig“ ist ein wahrer Horrortrip und garantiert nichts für jede Spielrunde. Wer auf der Suche nach absolut persönlichem Horror ist, wird aber kaum jemals fündiger als hier.

Neuerscheinung: FHTAGN

Bereits seit einiger Zeit werkelt die deutsche Lovecraftgesellschaft an ihrem eigenen Rollenspiel. Das ganze hatte schon vor einiger Zeit wirklich Form angenommen und ein jeder konnte sich unter http://www.fhtagn-rpg.de von der Qualität und dem Umfang des Ganzen überzeugen. Ich selbst bin von FHTAGN nach wie vor sehr angetan – und habe ja immerhin am Schnellstarter mitgewirkt. Auch im Rahmen des Lovecrafters konnten wir bereits das eine oder andere Szenario für das hauseigene System veröffentlichen.

Nun ist so eine Webseite mit Regelwerk natürlich gut, schön und kostengünstig – aber wir Rollenspieler lieben nun einmal chic designte Regelbücher. Daher war das FHTAGN-Team nicht untätig und nun gibt es auf DriveThru das Ergebnis zu erstehen:

Na, das sieht doch chic aus, oder? An der Print-on-demand-Option wird noch gearbeitet, bis dahin erhaltet Ihr das PDF hier:

https://www.drivethrurpg.com/product/348609/FHTAGN-Regelwerk

Neuerscheinungen der dLG

Die deutsche Lovecraft-Gesellschaft war erneut fleißig und hat zwei Neuerscheinungen auf den Markt geworfen. Auch, wenn zumindest das FHTAGN-Abenteuer schon ein paar Tage erhältlich ist macht es sicher Sinn, hier noch einmal gesondert darauf hinzuweisen.

Lovecrafter #6

Mit ein wenig Verspätung hat sich die sechste Ausgabe des Lovecrafters auf den Weg zu den Mitgliedern gemacht. Alle anderen haben die Gelegenheit, auch diese Ausgabe im Cthulhu-Webshop zu erstehen. Aus dem Inhalt:

Im letzten Jahr erschienen verschiedene Bücher der deutschsprachigen Lovecraft-Autorenschaft. Die Redaktion hat drei von ihnen rezensiert. Top oder Flop, Lesen oder Lassen – das ist hier die Frage!

Streng genommen gehen alle Lovecraft-Aktivitäten auf einen Verlag zurück: Arkham House. Die Deutsche Lovecraft Gesellschaft hat einen Blick 80 Jahre zurück geworfen und beleuchten die Arkham-House-Bücher, die längst Klassiker sind.

Wie die Deutsche Lovecraft Gesellschaft auf der Morpheus Con im Januar festgestellt haben, herrscht großes Interesse am FHTAGN-Rollenspiel. Mit Chateau d’Épernay präsentiert unsere Kreativabteilung ein neues, exklusives Szenario.

Wer gerne lovecraftsche Videospiele zockt, findet im aktuellen Heft einen Überblick über den „digitalen Wahnsinn“ der letzten 25 Jahre. Außerdem weitere Rezensionen und die aktuellen Vereins-Infos, alles verpackt im gewohnt schicken Layout und hochwertig produziert!

Inhaltsübersicht
Vorwort – Blasphemisches vom Chefredakteur
Vereinsseite – Wortgeflüster aus dem Vorstand
Titelstory: Von Sauk City nach Arkham – 80 Jahre Arkham House
Lovecrafter – Rezensionen:
Irre(n) ist ko(s)misch – Der Schrecken im Flöz
R’lyeh – Über den neuen „Reiseführer“
Frutti di Mare – Stadt unter dem Meer
Lovecrafter Play:
Chateau D’Epernay – Ein FHTAGN-Szenario im großen Krieg
Der Rabe – Eine Kreatur für FHTAGN
Digitaler Wahnsinn – Lovecraftsche Videospiele
Alles ist besser mit Tentakeln, oder? – Über cthuloide Spiele.
Soth – Kultisten gegen Ermittelnde. – Eine Systemvorstellung

Amnesie

Und auch für FHTAGN ist ein neues Szenario erschienen, ebenfalls erhältlich im Webshop:

Amnesie ist ein FreeForm-Abenteuer von Matt Cowens für FHTAGN

Sechs Charaktere wachen zu Beginn des Szenarios auf, ohne dass sie sich daran erinnern können, wer sie sind oder wo sie sich befinden. Lediglich eine leichte Ahnung beschleicht sie, was für eine Persönlichkeit in ihnen steckt.
Klingt abgedroschen?
Dann überrascht Amnesie vielleicht umso mehr und sorgt für eine schnell eskalierende Achterbahnfahrt, während die Erinnerung Stück für Stück zurückkommt.

Längst erschienen… Neues von der dLG!

Es ist lange her, dass ich auf diesen Seiten mal wieder ein paar News-Beiträge gebracht habe. Schlussendlich vernachlässige ich diesen Blog dann doch zu sehr, um hier auch noch Neuigkeiten hinterherzuhecheln. Es gibt allerdings hin und wieder dann doch Veröffentlichungen, die eine gesonderte Erwähnung verdienen, wie ich finde. Zwei davon möchte ich hier kurz vorstellen und beide stammen von den kreativen Kräften der „Deutschen Lovecraftgesellschaft“.

Lovecrafter #5

Wie ich als Redakteur des „PLAY“-Teiles des Lovecrafters spoilern darf, sind die Arbeiten an der sechsten Ausgabe bereits im vollen Gange. Da ist es höchste Zeit, hier meine ausgefallene News zum Erscheinen der fünften Ausgabe nachzuholen. Längst erschienen und im Cthulhu-Webshop erhältlich ist die erste Ausgabe des Jahres 2019, deren Titelthema „Algernon Blackwood“ lautet. Doch lasse ich der offiziellen Beschreibung doch einfach den Vortritt:

Der Schwerpunkt dieser Ausgabe liegt auf dem von Lovecraft sehr geschätzten Schriftsteller Algernon Blackwood. Dazu wird Blackwoods wohl bekannteste Story „Die Weiden“ unter die Lupe genommen. Eine in Deutschland weniger prominente Figur Blackwoods ist der übersinnliche Ermittler John Silence. Ihm sowie dem Genre der okkulten Detektivgeschichte ist ein längerer Text gewidmet. In einem interessanten Dreiergespräch werden zudem drei Blackwood-Stories „auseinandergenommen“.

Für das von der dLG konzipierte Systems FHTAGN gibt es mit „Ultima Ratio“ eine aktualisierte Fassung dieses cthuloiden Oneshots aus der Feder von Carsten Pohl. Daneben werden im Rezensionsteil cthuloide Kartenspiele besprochen sowie das Solo-Rollenspiel „Quill“ (System Matters): hier geht es darum, formvollendete Briefe zu Papier zu bringen. Klar, dass „Quill“ auch mit einem düstereren, lovecraftigen Setting aufwartet.
Rück- und Ausblicke auf die Vereinsarbeit der Deutschen Lovecraft Gesellschaft runden die Ausgabe ab.

Inhaltsübersicht
Vorwort – Blasphemisches vom Chefredakteur
Vereinsseite – Wortgeflüster aus dem Vorstand
DLG – Showdwn mit Cthulhu
Background – Monstren, Spuk und alte Zauber
Background – Kamingespräche
Background – Diese unerklärlichen Bäume
Rezension – Sherlock Holmes trifft Cthulhu
Play – Ultima Ratio (FHTAGN-Szenario)
Play – In die Karten geschaut
Play – Quill – Schatten und Tinte
68 Seiten, Softcover mit Titelprägung

Und zu erstehen gibt es das ganze dann HIER.

Der Tod in Venedig

Doch damit nicht genug. Denn an der Front des dLG-eigenen Rollenspielsystems FHTAGN tut sich auch so einiges. Nicht nur, dass sich auf der Webseite www.fhtagn-rpg.de die Regeln und die Hintergrundinfos nach und nach der Vollendung nähern; nicht nur, dass mittlerweile im Rahmen einer Tanelorn-Partnerschaft die Diskussionen um das System fruchtbar ausgeweitet wurden; Nein, mittlerweile ist auch der erste Abenteuerband erschienen. „Der Tod in Venedig“ entspringt der talentierten Feder von Moritz Honert, der auch bereits im Rahmen der „Cthulhus Ruf“ einige Szenarien veröffentlichen konnte. Moritz‘ Szenarien versprechen stets eine intensive und variantenreiche Herangehensweise an den Mythos. Klappentext? Klappentext!

Venedig im Herbst 1956.
Ein Schriftsteller mit Schreibblockade, eine gescheiterte Opernsängerin, ein verschwundenes Kind.
Und schon bald steigt in der italienischen Lagunenstadt ein schrecklicher Verdacht auf, drohend wie der Nebel aus den Kanälen

Der Tod in Venedig ist ein Kammerspiel in zwölf Akten für zwei Spieler*innen, die sich auf eine Reise nach Italien begeben – und zu den Abgründen der menschlichen Gier.

Und zu erstehen gibt es das ganze dann HIER.

Neuerscheinung: Lovecrafter #4

Hallo zusammen,

ganz still und heimlich hat sich in die Postkästen vieler dLG-Mitglieder bereits kurz vor Weihnachten die neueste Ausgabe des Lovecrafters geschlichen. Bevor ich Euch endgültig in das neue Jahr entlasse möchte ich nicht versäumen darauf aufmerksam zu machen, dass das gute Stück nun auch im Cthulhu-Webshop bereitsteht, um von allen interessierten Nichtmitgliedern käuflich erworben zu werden :-). In der vierten Ausgabe konnte ich (als Redakteur der PLAY-Rubrik) gleich zweifach die Früchte des mittlerweile über ein Jahr zurückliegenden FHTAGN-Abenteuerwettbewerbes ernten, so dass ihr einiges Spielmaterial in dieser Ausgabe vorfinden könnt. Doch werft am besten selbst einen Blick in das Inhaltsverzeichnis:

Im Anschluss an die Nr. 3 („Lovecraft in Deutschland“) hat die Redaktion diesmal den Blick über den eigenen Tellerrand gewagt und einen europäischen Schwerpunkt gelegt.
Wir freuen uns, umfangreiche Interviews mit Lovecraft-Aktivisten aus Polen und Ungarn präsentieren zu können. Wenn von Europa die Rede ist, darf ein Text nicht fehlen: „European Glimpses“, eine Reisebeschreibung aus Lovecrafts Feder, die er im Auftrag seiner Ex-Frau Sonia H. Greene verfasst hat. Obwohl der Schriftsteller selbst nie europäischen Boden betrat, hatte er doch erstaunliche klare Vorstellungen von europäischer Kultur, Charakteristik und Historie. Auch dazu gibt es einen passenden Artikel.

Neben den harten Fakten erfahren die Leserinnen und Leser etwas über den „Bund des Dreizehnten Sterns“, eine Kultbeschreibung für cthuloides Rollenspiel mit unübersehbarer EU-Schlagseite. Und auch FHTAGN, dieses vielversprechende Gewächs der deutschen Lovecraft Gesellschaft, treibt immer weiter aus. Mit dem exklusiven Szenario „Für den König“ kehren wir einmal mehr in das Hannover der 1920er Jahre zurück. Wir erinnern uns: Die Stadt an der Leine war bereits im Lovecrafter Nr. 2 auf ihre cthuloiden Hinter- und Abgründe abgeklopft worden.

Inhaltsübersicht
Vorwort – Blasphemisches vom Chefredakteur
Vereinsseite – Wortgeflüster aus dem Vorstand
Im Gespräch – Mit der Künstlerin Svenja Ritter
Im Gespräch – Die ungarische Lovecraft Gesellschaft
Background – Cthuloide Umtriebe in Polen
Background – European Glimpses
Background – Ein Blick auf Lovecrafts Europabild
Rezension – Gegen die Welt, gegen das Leben
Rezension – Sherlock Holmes and the Shadwell Shadows
Play – Der Bund des Dreizehnten Sterns
Play – „Die Mauer“ (FHTAGN-Szenario)
Play – „Für den König“ (FHTAGN-Szenario)
Play – Cthuloide Brett- und Kartenspiele
Play – Systemvorstellung „Lovecraftesque“

Zu erstehen gibt es das ganze für Nichtmitglieder HIER, Mitglieder sollten ihr Exemplar längst in der Post gehabt haben :-).

Zwischen den Jahren… Version 2018

Advent? Check. Weihnachten? Check. Rauhnächte? Check.

Ein weiteres Jahr des cthuloiden Bloggens nähert sich dem Ende und wie üblich werde ich an dieser Stelle ein wenig sentimental. Daher möchte ich – wie es diese Zeiten nun einmal mit sich bringen – alte Traditionen aufrecht erhalten und Euch an vergangenem und geplantem teilhaben lassen. Schauen wir uns doch einmal an, was das letzte Jahr für meinen Blog so bereithielt:

Fakten

Zunächst präsentiere ich Euch wieder ein paar Fakten zu diesem kleinen Cthulhu-Blog:

  • Ich durfte über 18.000 Leser im gerade vergehenden Jahr auf meinem Blog begrüßen. Damit sind die Leserzahlen hier zwar leicht rückläufig, doch das lässt sich mit dem fehlenden Adventskalender erklären, der im letzten Jahr doch für deutlich mehr Traffic auf meinen Seiten sorgte. In diesem Jahr war ich schlicht nicht organisiert genug, um rechtzeitig mit der Planung eines Adventskalenders zu beginnen. Vielleicht im nächsten Jahr wieder 🙂
  • Insgesamt habe ich im vergangenen Jahr 66 Blogeinträge verfasst. Auch die Zahl der Einträge ist damit leicht rückläufig und ja, natürlich haben sich auch einige „Cthulhus-Ruf-Bestseller“-Artikel dazwischengemogelt. Doch ich bin meiner persönlichen Zielsetzung, ca. einen Beitrag in der Woche hier zu liefern, nach wie vor treu geblieben.
  • Gerade einmal sechs Rezensionen haben es auf diese Seiten geschafft, und davon sind auch gerade einmal zwei tatsächlich Rollenspielpublikationen gewidmet. Nun, das ist dem simplen Umstand geschuldet, dass ich nunmehr Teil des CTHULHU-Autorenteams bin. Zwar nimmt mir das weder meine eigene, kritische Meinung noch schützt es Verlag und Redaktion davor, sich mit meiner oftmals engstirnigen und kritischen Sichtweise auseinandersetzen zu müssen (…nachzulesen im cthulhu-forum…). Doch ich möchte natürlich meinen Kollegen im Team nicht ständig „in die Parade“ fahren und ihre Texte hier schlecht machen oder hochjubeln. Das widerspricht meiner Vorstellungen eines „Team“-Gedankens. Daher habe ich hier den Rezensions-Output deutlich reduziert.
  • Wie immer war ich bemüht, ein wenig Spielmaterial zu präsentieren. Da kam mir die Wiederbelebung der „Beststeller“-Rubrik natürlich sehr gelegen. Ich selbst habe zwar auch ein paar PDFs hier online stellen können, allerdings ist das für den OPC entstandene Material dann doch eher wenig cthuloid angehaucht.

Abseits des Blogs war ich deutlich fleißiger. Wie ich erwähnte habe ich die PLAY-Redaktion des Lovecrafters, dem Vereinsmagazin der dLG übernommen und konnte mit meinen genialen Autoren in beiden Ausgaben des ablaufenden Jahres einen bunten Strauß von Spielmaterialien präsentieren. Ebenfalls in Zusammenarbeit mit der dLG entstand mein Abenteuer für den „FHTAGN“-Schnellstarter, den ihr HIER herunterladen könnt. Ein weiteres besonderes Augenmerk lag auf dem Ringboten, dem ich im vergangenen Jahr viel Zeit gewidmet habe. Für den Ringboten entstanden eine Unmenge an Rezensionen und Artikel, über siebzig an der Zahl. Hier konnte ich ganze „DSA“-Pakete besprechen, Erzählspiele, Hörspiele und Rollenspielmusik… die Bandbreite des von mir konsumierten und bewerteten (und tatsächlich oftmals auch verwendeten) Materials übersteigt die cthuloiden Möglichkeiten dieses Blogs um ein vielfaches und ich bin froh, mich dort austoben zu können.
Zu guter Letzt habe ich auch im CTHULHU-Team mitgearbeitet. Mein Name wird wohl in der einen oder anderen Publikation im Jahr 2019 auftauchen, und auch, wenn ich nicht vollumfänglich zufrieden bin, bin ich doch stolz darauf, hier mein Scherflein beitragen zu dürfen.

Was hätte sein sollen?

Als nächstes möchte ich mich ein wenig mit meinen Planungen vergleichen. Gucken wir doch noch einmal, was ich mir für dieses Jahr vorgenommen hatte:

Weitergehen wird es mit meinem „normalen“, redaktionellen Artikelprogramm: Hin und wieder eine News-Meldung, Rezensionen von interessanten Produkten und Spielberichte, so es denn etwas Berichtenswertes gibt. Dazu kommen – wenn alles klappt – auch wieder ein oder zwei Szenarien aus meiner Feder.

Da habe ich nicht viel hinzuzufügen.

Gerade arbeite ich außerdem an einer Artikelreihe, die sich mit Geistern, der Gaslichtära und Investigatoren dazwischen beschäftigen soll. Ich habe schon einen groben Rahmen fertig, doch wann ich damit online gehen werde, kann ich noch nicht genau abschätzen.

Tja, das ist dem Zeitmangel zum Opfer gefallen. Das Thema ist allerdings „nur“ aufgeschoben und nicht aufgehoben. Ich möchte hier unbedingt noch etwas machen.

Die Beschäftigung mit dem OPC – vorher wie hinterher – hat hier auch eine schöne Tradition, die ich fortzusetzen gedenke. Außerdem habe ich die besondere Ehre, im Juni die RPG-Blog-O-Queste ausrichten zu dürfen! Ich bin schon jetzt sehr gespannt, wie man sich aus Ausrichter fühlt und wie die Resonanz auf die Queste sein wird.

Ich denke, den OPC habe ich auf diesen Seiten mehr als gewürdigt. Eine großartige Veranstaltung und in diesem Jahr sogar Doppelsieger zu sein, freut mich immer noch ungemein. Und auch die Juni-Queste hat extrem viel Spaß gemacht. Die Ausrichtung war ja etwas… spezieller… und so hat es gedauert, bis die ersten Beiträge eintrudelten. Doch es sind großartige Beiträge geworden und ich bin sehr froh, dass so viele Bloggerkollegen mitgemacht haben!

Geplantes für 2019

Wie immer möchte ich meinen Jahresrückblick mit einem kleinen Ausblick auf das schließen, was Euch – geplant – im nächsten Jahr hier erwarten soll.

?

Tatsächlich bin ich noch recht unschlüssig, wie es hier weitergehen kann und soll. Das wird in erster Linie davon abhängen, welche meiner rollenspielerischen Hobby-Tätigkeiten ich im nächsten Jahr noch in vollem Umfang nachverfolgen möchte. Die Mehrfach-Belastung aus Autor, Rezensent und Redakteur schlägt sich immer mehr hier in diesem Blog nieder. Und natürlich macht die regelmäßige Teilnahme an der Blog-o-Quest zwar Spaß, doch tragen die gelegentlichen Nähkästchen-Plaudereien auch nicht wirklich durch ein Blogjahr. Die Früchte aller übrigen Tätigkeiten, die aber mit deutlich mehr Arbeit zusammenhängen – wie die Niederschrift längerer Artikel, das Verfassen von Rezensionen oder die Zusammenarbeit mit anderen Autoren, egal ob aus Wettbewerben oder anderen Hintergründen heraus – fließen erst einmal in andere Projekte, bevor sie den Blog betreffen können. Von daher ist es schwierig, genaue Prognosen über den Fortgang hier auf diesen Seiten zu stellen.

Wenn ich wider Erwarten größere Zeitfenster in meiner persönlichen Planung sehe, dann möchte ich…
…die „Geisterjäger im Gaslicht“-Artikel auf den Weg bringen
…endlich wieder ein eigenes Blog-Abenteuer schreiben
…Artikel über deutsche Sagen und Legenden einführen
…etwas für den GRT basteln
…wieder aktueller mit News-Artikeln dabei sein
…unbedingt etwas zu Cthulhu Wild West machen
…unbedingt etwas zu Katzulhu machen
…einen Wettbewerb ausrichten

Doch das ist – wie gesagt – überhaupt nicht abzuschätzen. Doch all diese Themen bewegen mich nach wie vor. Seufz.

Für den Moment bleibt mir an dieser Stelle nur noch, Euch allen einen guten Übergang in das nächste Jahr und viele schaurig-cthuloide-grausige Momente für 2019 zu wünschen. Danke, dass ihr mir im vergangen Jahr die Lesetreue gehalten habt – und ich hoffe, wir lesen uns bald wieder!

Seanchui

FHTAGN: Der Schnellstarter ist da!

Auf diesen Seiten berichtete ich bereits das eine oder andere Mal über „FHTAGN„, das lovecraftsche Rollenspiel der Deutschen Lovecraft-Gesellschaft. Sogar ein bißchen Spielmaterial hat sich auf diesen Seiten bereits eingefunden.

Mittlerweile hat die – weiterhin offen zu diskutierende – Regelversion im Internet die Version 1.0 erreicht, was also einem vollständigen Regelwerk entspricht. Und passend dazu ist nun auch der Schnellstarter erschienen, den ihr – tatsächlich kostenlos – im „CTHULHU Webshop“ beziehen könnt:

https://www.cthulhu-webshop.de/fhtagn_fhtagn-schnellstarter.html

Schaut doch mal rein, und wenn es Euch gefällt, lasst Feedback im dLG-Forum da!

7. WOPC: eine cthuloide Nachlese

Hallo zusammen,

die Abstimmungsfrist für den diesjährigen Winter-OnePageContest ist am gestrigen Tage abgelaufen. Bereits knapp zwei Wochen steht das Material online zur Verfügung – in diesem Jahr also genug Zeit vor dem GratisRollenspielTag, um einen Blick auf das Material zu werfen. Wie auch in den vergangenen Jahren habe ich mich auf der Suche nach cthuloidem Material für Euch durch die beeindruckenden PDF-Dateien gewühlt.

Wie auch schon in den vergangenen Jahren präsentiere ich die Einträge wieder nach Setting sortiert, nicht nach Kategorie. Ich hoffe, Ihr findet Euch dennoch rasch zurecht :-).

CTHULHU WildWest

  • Die „Chicago Great Western Railroad“

Ich mag inspirierende Zufallstabellen und „Die „Chicago Great Western Railroad““ ist eine tolle Inspirationsquelle für Western-Settings aller Art. Insbesondere der hohe Anteil von Klischees, die ohne große Beschreibung auskommen und die angenehme Komplettheit der Liste – inklusive Plothooks und Namen – haben mich voll überzeugt.

Darüber hinaus hat Nick Dysen wie auch in den vergangenen Jahren einige Episoden für „Deadlands“ über die verschiedenen Kategorien verteilt, die jedoch in diesem Fall mehr auf die ungewöhnlicheren Settingeigenheiten eingehen und damit nicht so ohne weiteres für CTHULHU WildWest konvertierbar sind. Dennoch gibt es von mir eine klare Leseempfehlung für diese OnePager.

1920er

  • Jimmy will Dich sehen

In der Kategorie „Im Zentrum der Macht“ hat sich ein waschechter Gangsterplot eingeschlichen, der sich hervorragend in einer Gangsterkampagne unterbringen lassen sollte. Seine volle Wirkung entfaltet es aber wohl als OneShot, denn insbesondere die Charakterkonstellation ist absolut göttlich. Ich könnte mir gut vorstellen, „Jimmy will Dich sehen“ mit „FIASCO“ zu beenden, aber auch eine cthulhoide Verknüpfung bietet sich an. Schaut es Euch an.

  • Der Große Max

Als Schauplatzkarte konzipiert ist „Der Große Max“ natürlich universell einsetzbar. Doch damit natürlich auch für CTHULHU. Wer einmal einen besonderen Schauplatz über den Wolken sucht, der sollte sich diesen gelungenen OnePager merken.

  • Ein Opfer für den Mondbaum

Das für „FHTAGN“ geschriebene „Ein Opfer für den Mondbaum“ ist settingtechnisch ein wenig schwierig einzubauen, funktioniert es doch als waschechter Traumlandeplot in jeder Epoche gleichermaßen; mit ein wenig Arbeit lässt es sich sogar zu einem Katzulhu-Szenario umstricken, denke ich. Wer einen sachten Einstieg in die Tiefen der Traumlande braucht, sollte hier einmal einen Blick riskieren – für Einsteiger in die Traumlandethematik bietet sich das „Opfer für den Mondbaum“ vorbehaltlos an.

NOW

  • Roadkill

Das leicht slapstickartig angehauchte „Roadkill“ lässt sich problemlos in ein „Blood-Brother“-ähnliches CTHULHU-Szenario verwandeln – oder man nimmt die angestrebte Ausgangslage als Basispunkt für einen bierernsten CTHULHU-Plot, je nach Wunsch. Gelungen.

  • Olde Roulemaster

Mein eigener Beitrag für die Kategorie „On the Road“ ist zugegebenermaßen wenig cthuloid, aber doch als Grusel/Mystery-Element konzipiert. Wer einmal ein wenig Abwechslung braucht – oder einen Bus benötigt, der auch von Yog Sothoth verflucht sein könnte – kann ja mal querlesen. Ich denke, diesen OnePager werde ich bezeiten auch hier noch einmal gesondert veröffentlichen.

SO! Das war’s schon wieder. Tatsächlich sind es deutlich weniger Einseiter als im letzten Jahr, was aber wohl auch an den Kategorien liegt – die „Geisterhaus“-Seiten des letzten Jahres ließen sich nahezu alle cthuloid ausschlachten. Bleibt nur, danke zu sagen. Danke, Greifenklaue, Würfelheld, Teilnehmer, Jury und Sponsoren!