Erinnerung: Der FHTAGN-Abenteuerwettbewerb läuft!

Es ist noch gar nicht sooo lange her, da berichtete ich an dieser Stelle über den laufenden FHTAGN-Abenteuerwettbewerb:

In diesem Jahr ruft die Deutsche Lovecraft Gesellschaft ihren 1. Abenteuerwettbewerb aus.

Es handelt sich dabei um einen Abenteuerwettbewerb für Kurzabenteuer, die in einem beliebigen Lovecraft’schen Universum angesiedelt und als Oneshot innerhalb eines 3-stündigen Slots auf der anRUFung 2017 spielbar sind. Epoche und Setting sind frei wählbar.

Der Abenteuerwettbewerb ist grundsätzlich systemgebunden, lässt alternativ aber auch Abenteuer zu, die völlig ohne Regelbezug auskommen. Als Basissystem für den Wettbewerb dient das von der dLG veröffentlichte Regelwerk FHTAGN.

Rahmenbedingung
Die Einsendung muss innerhalb des Wettbewerbszeitraums (Abgabe 30. September 2017) in elektronischer Form als .doc oder .docx Dokument an folgende E-Mail-Adresse gesendet werden: ruf17@deutschelovecraftgesellschaft.de. Das Textdokument sollte hierbei das vollständige Abenteuer enthalten. Eventuelle Zusatzdateien sind in der gleichen Mail einzureichen, als Archivformat soll ausschließlich .zip verwendet werden.

  • Das eingereichte Abenteuer darf nicht bereits veröffentlicht oder bei einem anderen Wettbewerb eingereicht worden sein.
  • Das Abenteuer darf eine Länge von 15.000 Zeichen inkl. Leerzeichen nicht überschreiten. Bitte beachten: Diese Zeichen-Angabe benennt den Maximalwert und keinen Richtwert! Es ist völlig in Ordnung, kürzere Abenteuer einzureichen.
  • Das Abenteuer soll so konzipiert sein, dass es im Rahmen einer Convention in 1-3 Stunden spielbar ist.
  • Das Setting des Abenteuers ist nicht festgelegt, eventuell benötigte Zusatzregeln müssen sich im Textdokument befinden.
  • Dem Abenteuer muss ein Deckblatt vorangestellt sein, dem folgende Informationen zu entnehmen sind: Titel des Abenteuers, Spielwelt und -region und Name/Pseudonym des Autors. Ein kurzer Klappentext (1-2 Sätze), der die wesentlichen Inhalte des Abenteuers kurz zusammenfasst, soll ebenfalls enthalten sein.
  • Es ist möglich, als Autorenteam am Wettbewerb teilzunehmen. In diesem Fall müssen die Daten aller Mitglieder des Autorenteams in der E-Mail angegeben werden.
  • Ein Autor oder Autorenteam darf auch mehr als ein Abenteuer einreichen.
  • Das Abenteuer darf keine Mythosbegriffe, Wesen oder Spielregeln (eingeschlossen Spielbegriffe!) enthalten, die urheberrechtlich geschützt sind.

Nun, es sind noch ein paar Tage Zeit, in denen Ihr ein interessantes Abenteuer zu Papier bringen könnt. Achtet darauf, dass die Rahmenbedingungen noch einmal ganz leicht überarbeitet wurden. Alle wichtigen Infos findet Ihr HIER.

FHTAGN: Abenteuerwettbewerb

Schlag auf Schlag geht es weiter bei der Deutschen Lovecraft Gesellschaft! Nach der Veröffentlichung von FHTAGN (ich berichtete) ruft die Gesellschaft nun den ersten Abenteuerwettbewerb für das neue System aus:

In diesem Jahr ruft die Deutsche Lovecraft Gesellschaft ihren 1. Abenteuerwettbewerb aus.
Es handelt sich dabei um einen Abenteuerwettbewerb für Kurzabenteuer, die in einem beliebigen Lovecraft’schen Universum angesiedelt und als Oneshot innerhalb eines 3-stündigen Slots auf der anRUFung 2017 spielbar sind. Epoche und Setting sind frei wählbar.
Der Abenteuerwettbewerb ist systemgebunden, lässt aber auch Abenteuer zu, die völlig ohne Regelbezug auskommen. Als Basissystem für den Wettbewerb dient das von der dLG veröffentlichte Regelwerk FHTAGN (Arbeitstitel).

Die wichtigsten Regeln des Wettbewerbs hier kurz im Überblick:

  • Die Einsendung muss innerhalb des Wettbewerbszeitraums (Abgabe 30. September 2017) in elektronischer Form als PDF an folgende E-Mail-Adresse gesendet werden: ruf17@deutschelovecraftgesellschaft.de. Das PDF sollte hierbei das vollständige Abenteuer enthalten.
  • Das eingereichte Abenteuer darf nicht bereits veröffentlicht oder bei einem anderen Wettbewerb eingereicht worden sein.
  • Das Abenteuer darf eine Länge von 15.000 Zeichen inkl. Anhang nicht überschreiten. Hierzu zählen nicht das Deckblatt und der Klappentext. Bitte beachten: Diese Zeichen-Angabe benennt den Maximalwert und keinen Richtwert! Es ist völlig in Ordnung, kürzere Abenteuer einzureichen. Die Länge des Abenteuers ist kein Bewertungskriterium.
  • Das Abenteuer soll so konzipiert sein, dass es im Rahmen einer Convention in 1-3 Stunden spielbar ist.
  • Dem Abenteuer muss ein Deckblatt vorangestellt sein, dem folgende Informationen zu entnehmen sind: Titel des Abenteuers, Spielwelt und -region und Name/Pseudonym des Autors. Ein kurzer Klappentext (1-2 Sätze), der die wesentlichen Inhalte des Abenteuers kurz zusammenfasst, soll ebenfalls enthalten sein.
  • Es ist möglich, als Autorenteam am Wettbewerb teilzunehmen. In diesem Fall müssen die Daten aller Mitglieder des Autorenteams in der E-Mail angegeben werden.
  • Das Abenteuer darf keine Mythosbegriffe, Wesen oder Spielregeln enthalten, die urheberrechtlich geschützt sind.

Die komplette Ausschreibung findet Ihr HIER: https://www.deutschelovecraftgesellschaft.de/forum/viewtopic.php?f=11&t=1026#p13294

Neuerscheinung: FHTAGN

Hallo zusammen.

Es sind spannende Zeiten bei der Deutschen Lovecraftgesellschaft. Nicht nur erschien dieser Tage die erste Ausgabe des Lovecrafters (KLICK), nein, mit „FHTAGN“ erscheint nun auch ein eigenes, cthuloides Rollenspiel auf OGL-Basis. Ich darf die ausführlichen FAQ an dieser Stelle zitieren:

Was genau ist FHTAGN?

FHTAGN ist ein Rollenspiel im Lovecraft’schen Horror-Universum. Es basiert auf den Regeln eines via Kickstarter finanzierten US-Amerikanischen Horror-Rollenspiels, das seit 2016 unter einer freien Lizenz steht. Diese sogenannte Open Game License ermöglicht die freie Verwendung und Anpassung von FHTAGN für Horror-Szenarios, anderes Rollenspielmaterial oder gar ein eigenes Rollenspiel.

FHTAGN kann für traditionelle Horror-Kampagnen und -Szenarios in allen möglichen Settings genutzt werden. Geplant sind Regelanpassungen für die Goldenen Zwanziger und das Viktorianische Zeitalter.

Das soll ein vollständiges Rollenspiel sein?

Derzeit sind insbesondere die Regeln für Magie, Artefakte und Unnatürliche Wesen des US-Systems, auf dem FHTAGN basiert, noch nicht veröffentlicht und es ist auch nicht absehbar, was davon als Open Game Content verfügbar sein wird.

Außerdem fehlen FHTAGN Settings oder Kampagnenrahmen, Hinweise und Tipps für die Spielleitung, Ausrüstungslisten, Szenarios und weiteres Material, mit dem vergleichbare Horror-Rollenspiele aufwarten können.

Aber was soll ich denn dann damit?

FHTAGN bietet dir ein elegantes und kompromissloses Regelgerüst für traditionelles Horror-Rollenspiel in der Welt von H. P. Lovecraft. Lass deine Spielerinnen Charaktere erstellen, überleg dir ein Horrorszenario oder pass eines aus deiner Sammlung an und du kannst mit FHTAGN – auch in seiner aktuell noch unvollständigen Form – direkt loslegen. Wenn dir die Regeln gefallen, sollten sie sogar für eine ganze Kampagne ausreichen. Die Online-Variante von FHTAGN steht dir dafür kostenlos zur Verfügung.

Vor allem aber darfst du FHTAGN aufgrund der freien Lizenz (OGL) auch für eigene Projekte nutzen. Du wolltest schon immer ein Lovecraft’sches Horror-Szenario auf Napoleons Ägyptenfeldzug oder im Tibet der Gegenwart veröffentlichen? Mit FHTAGN ist das ohne Weiteres möglich.

Lovecraft … muss das denn sein?

Das Regelgerüst von FHTAGN ermöglicht traditionelles Horror-Rollenspiel auch jenseits der Welt von H. P. Lovecraft. Von deinem ganz eigenen Horror-Setting im Oslo der 70er Jahre bis zu J-Horror kann man damit eine Menge anfangen. Besonders, weil dir durch die OGL diesbezüglich alle Türen offen stehen.

Wer macht FHTAGN?

Eine Reihe von begeisterten Freiwilligen, die bereits das Originalsystem mochten und denen der Gedanke an ein für alle frei verwendbares Rollenspielsystem gefällt. Weitere Informationen finden sich im Forum der Deutsche Lovecraft Gesellschaft.

Was ist das Ziel von FHTAGN?

Zunächst einmal wollen wir der Szene online ein frei verwendbares Horror-Rollenspielsystem auf Deutsch zur Verfügung stellen und hoffen, dass daraus kreative Szenarios, Settingideen und Spielmaterial entstehen.

Auf lange Sicht hoffen wir, aus FHTAGN ein vollständiges Rollenspiel zu machen, das wir dann auch in gedruckter Form veröffentlichen können.

Kann ich mitmachen?

Sehr gerne. Melde dich einfach bei uns!

Na, neugierig geworden? Ich bin über den Entstehungsprozess als solchen auf dem Laufenden, allerdings nicht wirklich involviert gewesen. Das bislang vorliegende Ergebnis sieht allerdings schon erstaunlich rund aus. Seht es Euch doch einfach einmal an:

https://fhtagn.deutschelovecraftgesellschaft.de/start

Neuerscheinung: Lovecrafter #1

Hallo zusammen,

bereits im Herbst letzten Jahres erschien die sogenannte Null-Nummer des neuen Vereinsmagazins der Deutschen Lovecraftgesellschaft e. V., dem Lovecrafter (ich berichtete). Wie ich bereits bei der Ankündigung der Nullnummer ausführte, bin ich als Redakteur für den Rollenspielbereich eingetreten, nachdem das von mir hoch geschätzte Cthulhus-Ruf-Team sich dazu entschieden hatte, neue Wege zu beschreiten. Ich bin der Aufgabe nach bestem Wissen und Gewissen nachgekommen und ich hoffe, dass Ihr Euren Spaß mit der „Play“-Rubrik der aktuellen Ausgabe habt. Doch was erwartet Euch in Ausgabe #1?

Zum Inhalt

„Truly, Dunsany has influenced me more than anyone else except Poe – his rich language, his cosmic point of view, his remote dream-world, & his exquisite sense of the fantastic, all appeal to me more than anything else in modern literature.“
So schrieb es H.P. Lovecraft am 30.07.1923 an Clark Ashton Smith. Grund genug sich genauer mit dem 18. Lord Dunsany zu beschäftigen. Niels-Gerrit Horz hat Dunsany Castle besucht und dort exklusive Eindrücke von den Lebensumständen, den Werken und Taten des Lords erhalten. Nils Gamperts gewährt uns in einer Biografie von Dunsany einen tiefen Einblick in die facettenreiche Geschichte des irisch-englischen Originals.
Mirko Stauch beschäftigt sich dann mit der Beziehung zwischen Lovecraft und Dunsany, sowohl in stilistischer als auch in inhaltlicher Hinsicht und zeigt die engen Verflechtungen beider Schriftsteller auf.
Steffen Waschul rezensiert als Dunsany-Neuling zwei der populärsten deutschen Veröffentlichungen des irischen Schriftstellers und wird ebenfalls von dessen fantastischen Welten gefangen genommen. Nils Gampert liefert dann noch eine deutschsprachige Bibliografie um den Einstieg in Dunsanys Werk zu erleichtern.

Neben dem Dunsany Schwerpunkt finden sich aber auch weitere spannende Themen in der Ausgabe 1 des Lovecrafters, wie etwa ein Gespräch mit Filmemacher Huan Vu, geführt von Clemens Williges, bei dem es natürlich um die cineastische Umsetzung der Traumlande geht.

Christian Heißler blickt zurück auf das Live Action Role Playing Event „Das Flüstern aus den Sphären“ und hat auch mit den Organisatoren Nadia Quaranta, Carsten Pohl und Arne Handt ein Interview geführt.

Die Rollenspieler dürfen sich auf das Debüt-Szenario von Jan Kock „Ein paar Tage im Februar“ freuen, ein Cthulhu-Now Abenteuer welches im Jahr 2017 spielt und die Spieler in die Ukraine führt. Wer hier an Tschernobyl denkt liegt nicht falsch …
Marcus Rosenfeld stellt dann das System Achtung! Cthulhu vor, welches den Cthulhu-Mythos in den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts ansiedelt, genauer gesagt auf den Schlachtfeldern des 2. Weltkriegs.

Volker Rattel liefert spielbare Charaktere für das Abenteuer „Inmitten uralter Bäume“ und blickt zudem auf das dLG Jahr 2016 und besonders die Veranstaltung „Das Ritual“ zurück.

Inhaltlich kann sich das sehen lassen – und dank Tina Wessel (Bildredaktion) und Marc Meiburg (Satz, Grafik, Druck) ist der Lovecrafter 1 auch wieder ein absoluter Augenschmaus, wie das Cover der Ausgabe schon zeigt.
76 Seiten, Softcover

Zu erstehen gibt es das ganze für Nichtmitglieder HIER, Vereinsmitglieder sollten ihr Exemplar bereits vorliegen haben.

Zwischen den Jahren… Version 2016

Das Weihnachtsfest 2016 ist wieder Vergangenheit, das neue Jahr drängt unaufhaltsam näher. Wie in jedem Jahr möchte ich die „namenlose Zeit zwischen den Jahren“ – oder halt eben auch die „Raunächte“ – dazu nutzen, ein wenig innezuhalten, Vergangenes zu analysieren und Pläne für die Zukunft zu fassen. Traditionell nutze ich diese Gelegenheit, um Euch auch hier auf diesem Blog an Erledigtem, Versäumten und Geplantem teilhaben zu lassen. Außerdem möchte ich wieder die Inhalte meines Blogs mit meinen Plänen des letzten Jahres abgleichen, was immer wieder spannend ist. Tatsächlich nutze ich selbst inzwischen diese Vor- und Rückschau ganz gerne, um mir meine Ziele ab und zu vor Augen zu halten. Also, gehen wir doch gleich in medias res:

Fakten

Zunächst präsentiere ich Euch ein paar Fakten zu diesem kleinen Cthulhu-Blog:

  • Über 17.000 Leser fanden im gerade vergehenden Jahr den Weg auf diesen Blog. Die Leserzahlen entwickelten sich im Vergleich zum letzten Jahr damit ganz leicht positiv. Das freut mich ungemein, allerdings kommen mir diese Zahlen im Vergleich zu vielen anderen Blogs, die in dieser Zeit ihre statistischen Daten veröffentlichen, doch verschwindend gering vor. Vielleicht schlicht, weil ich eine Nische in der Nische vertrete, vielleicht investiere ich aber auch zu wenig in Werbung :-).
  • Insgesamt verfasste ich 102 Einträge im vergangenen Jahr – diesen Beitrag hier gleich mit eingerechnet. Die Taktfrequenz hat sich damit drastisch im Vergleich zu den letzten Jahren erhöht. Fairerweise muss ich aber attestieren, dass diese Masse an Einträgen in erster Linie durch meine Teilnahme an der RPGaDay-Challenge im August zustande gekommen ist. Die meisten dieser Beiträge waren allerdings sehr kurz und wenig informativ – ein Experiment, dessen Wiederholung ich für mich persönlich noch sehr infrage stelle.
  • Im vergangen Jahr verfasste ich für diesen Blog 19 Rezensionen. Dabei standen cthuloide Hörspiele erstmals etwas mehr im Fokus. Dazu kommen dann auch noch einige „spartenfremde“ Rezensionen für den Ringboten. Stand ich dem Thema „Rezensionen“ im vergangen Jahr leicht kritisch gegenüber, so sah ich mich in diesem Jahr genötigt, etwas umfangreicher Stellung dazu zu nehmen. Unterm Strich halte ich Rezensionen mittlerweile nicht mehr unbedingt für eine reine Kaufhilfe interessierter Kunden; stattdessen sind sie auch eine der Möglichkeiten, dem Verlag/Autoren Feedback zu geben und damit sicherlich nicht komplett fehl am Platze.
  • Wie auch schon in den vergangenen Jahren habe ich natürlich auch versucht, ein wenig neues Spielmaterial auf meinem Blog zu präsentieren. Aus meiner Feder stammen dabei mein letztjähriger OPC-Beitrag „Schneller als sein Schatten“ – mein erstes Abenteuer für Cthulhu Wild-West – die Investigatoren-Organisation „Gerberus Wächter“ und „Das Buch des Goldes“. Letztere Beiträge entstanden im Rahmen des „Karnevals der Rollenspielblogs“ und sind zwar keine komplett ausgearbeiteten Abenteuer, bieten aber immerhin die ein oder andere Idee. Natürlich nicht unerwähnt lassen möchte ich an dieser Stelle auch die Gastbeiträge von Nick Dysen, der seine OPC-Einseiter aus dem vergangenen Jahr auch bei mir veröffentlicht hat. Beide sind ebenfalls für Cthulhu Wild-West entstanden.
  • A propos Gastbeitrag: ich betreue ja dankenswerterweise nach wie vor auch die Kategorie „Cthulhu.de Bestseller“. Aus den Archiven des leider entschlafenen Blogs Cthulhu.de habe ich im vergangenen Jahr 14 Artikel wieder verfügbar gemacht. Mittlerweile ist ein Backup des Blogs ja wieder komplett online zu finden, allerdings denke ich, dass ich dennoch mit ausgewählten Artikeln fortfahren werde. Nicht nur, dass ich ja völlig verrückt wäre, wenn ich dieses qualitativ hochwertige Material NICHT auf meinem Blog präsentieren würde – nein, ich denke auch, dass viele zeitlose Perlen auf diese Art eher neue Leser finden und so eine „Win-Win-Win“-Situation generiert wird. Lasst es mich wissen, wenn Ihr das anders seht.
  • Nicht unerwähnt lassen, auch wenn es mit meinem Blog eher weniger zu tun hat, möchte ich das Ende der wunderbaren Zeitschrift „Cthulhus Ruf“. Hier machte ich meine ersten Erfahrungen als „publizierter“ Autor, und ich widmete ihrem Ende einen ausführlichen Abschiedsartikel.

Abseits des Blogs hat sich wieder einiges getan. Wie auch im vergangenen Jahr konnte ich einige Artikel – eine Menge davon abseits cthuloider Gefilde – für den Ringboten beisteuern. Dazu gehört insbesondere „Die Schatzkarte der Trollpiraten“, ein für den GRT 2016 produziertes Universal-Abenteuer, welches sich auch wieder in Printform in den Schatzkisten wiederfand. Außerdem konnte ich wieder einen Text im zweiten NIPAJIN-Shots-Heft platzieren – und auch gleich wieder den Wilden Westen besuchen, was mich sehr gefreut hat. Außerdem konnte ich mich beim letzten Abenteuerwettbewerb von Pegasus auf dem Treppchen platzieren und erzielte einen ehrbaren zweiten Rang. Darüber hinaus habe ich mich auch der Aufgabe gestellt, den Lovecrafter – das neue Vereinsmagazin der dLG – mit zu betreuen und mich für den RPG-Bereich verantwortlich zu zeichnen. Eine Menge spannender Aktivitäten und Aufgaben – wobei ich insbesondere bei meiner neuen Redakteurstätigkeit noch gar nicht abschätzen kann, wieviel Arbeit dort wohl auf mich zukommt.

Gerade vor dem Hintergrund der blog-abseitig stattfindenden Arbeiten (zu den Hobbies gesellte sich ja auch noch der mit Wasser vollgelaufene Keller, dessen Renovierung erst im November abgeschlossen war…) und der Tatsache, dass ich dadurch auch einen kleinen, realistischen Abstand zu meiner Bloggerei gefunden habe, bin ich eigentlich sehr zufrieden mit meinem Blog im vergangenen Jahr. Ja, es hätte mehr Spielmaterial sein dürfen, ja, ich bin nicht immer up-to-date mit meinen News-Meldungen. Aber dank dem „Cthulhus Ruf-Archiv“, einigen Karnevalsteilnahmen und dem OPC findet sich hier dann doch immer auch mal Spielmaterial – auch aus meiner Feder – wieder. Mehr kann und darf ich im Moment einfach nicht verlangen :-).

Was hätte sein sollen?

Als nächstes möchte ich mich ein wenig mit meinen Planungen vergleichen. Für dieses Jahr hatte ich mir bewusst vorgenommen, etwas „kleinere Brötchen“ zu backen:

Weiter gehen wird es natürlich mit den „Cthulhu.de-Bestsellern“. Da gibt es noch einiges Material, welches der Wiederveröffentlichung harrt. Da neben der Datensichtung und gelegentlichem Format-Eingriff hier keine echte Arbeit meinerseits notwendig ist, wird es damit definitiv weitergehen.

Ja, das ist mir wohl gelungen.

Rezensiert wird natürlich weiterhin fleißig. Ich habe da noch ein paar „Cthulhus Ruf“-Artikel, die auf Besprechung harren :-). Wobei ich mich schon frage, ob jemand mit diesen Rezensionen wirklich etwas „anstellt“, heißt, sie in eine evtl. Kaufentscheidung mit einfließen lässt… vielleicht stelle ich hierzu in naher Zukunft mal ein paar Fragen, denn ich will Euch ja nicht mit Rezensionen langweilen.

Auch hier bin ich weiter gekommen. Und ich habe für mich entschlossen, Rezensionen – da es eben auch Feedback-Mittel an Verlag und Redaktion ist – kurzfristig nicht weiter infrage zu stellen. Allerdings mittelfristig – dazu gleich mehr.

Über die neue Cthulhu-Edition, die ich vor kurzem fertig rezensiert habe, möchte ich noch etwas mehr schreiben – jetzt, wo sich ein Gesamtbild ergibt. Das wird dann auch mal ein etwas längeres Thema…

Ja, auch das habe ich erledigt. Neben einigen Foren-Diskussionen habe ich auch auf diesen Seiten einen der wohl am meisten diskutierten Artikel meiner Blog-Historie verfasst.

Wenn es mit den OPC-Beiträgen noch klappt (dieses Jahr bin ich am Weihnachtspreis gescheitert. Die Zeit, die Zeit…), findet Ihr sie nächstes Jahr natürlich auch auf diesen Seiten wieder.

Erledigt :-).

Das Thema Gaslicht hat mich gedanklich noch nicht verlassen. Vielleicht komme ich ja im nächsten Jahr dazu… *hust, hust*

An dieser Front leider nichts Neues. Meine freie Zeit ist einfach zu knapp bemessen… aber ich halte es auf der Agenda, irgendwann wird es mir doch sicherlich gelingen, den inneren Schweinehund an dieser Stelle zu überwinden…

Geplantes für 2017

Wie immer möchte ich meinen Jahresrückblick mit einem kleinen Ausblick auf das schließen, was Euch – geplant – im nächsten Jahr hier erwarten soll. Allerdings werde ich weiterhin davon absehen, meine Ziele all zu hoch zu stecken.

  • Weiter gehen wird es natürlich mit den „Cthulhu.de-Bestsellern“. Da gibt es noch einiges Material, das der Wiederveröffentlichung harrt. Da neben der Datensichtung und gelegentlichem Format-Eingriff hier keine echte Arbeit meinerseits notwendig ist, wird es damit definitiv weitergehen.
  • Vorläufig werde ich auch an dieser Stelle weiter Rezensionen verfassen. Allerdings werde ich mich bald deutlich hinterfragen müssen, ob das noch lange funktioniert. Denn immerhin wird demnächst ein erstes Abenteuer aus meiner Feder (das Wettbewerbsabenteuer) unter pegasus’scher Flagge veröffentlicht. Stehe ich damit dem Verlag nicht bereits zu nahe, um objektive Rezensionen zu verfassen? Mein persönliches Empfinden muss ich bei dieser Betrachtung außen vor lassen (denn natürlich ändert sich mein Verhältnis dadurch nicht – ich bin ja immer noch kein Verlagsmitarbeiter oder so was), denn über Integrität in solchen Fällen entscheidet in meinen Augen der Leser. Ich bin mir da noch nicht sicher, wie es weiter geht.
  • Natürlich möchte ich auch wieder meine OPC-Beiträge veröffentlichen – und auch ein wenig über den OPC schreiben, wie im letzten Jahr.
  • Wirklich, wirklich gerne würde ich auf diesem Blog etwas abseitigere Settings – WildWest, Katzulhu, Gaslicht – wieder mehr behandeln. Ich hoffe, dass ich dafür die Zeit finde.

Das soll es schon sein? Eigentlich nicht, denn wenn ich das Thema „Rezensionen“ hier wirklich einmal ausklammere, nimmt die Taktfrequenz und die inhaltliche Breite des Blogs weiter ab. Insofern werde ich mir etwas überlegen müssen, wie ich diese Lücke zu stopfen gedenke. Dabei muss ich selbstkritisch und realistisch genug sein um mir sagen zu müssen: mit Spielmaterial werde ich das nicht hinkriegen. Insofern braucht es noch eine zündende Idee, welche spannenden cthuloiden Inhalte ich hier dann fürderhin präsentieren kann…

Doch für den Moment bleibt mir an dieser Stelle nur noch, Euch allen einen guten Übergang in das nächste Jahr und viele schaurig-cthuloide-grausige Momente für 2017 zu wünschen. Danke, dass ihr mir im vergangen Jahr die Lesetreue gehalten habt – und ich hoffe, wir lesen uns bald wieder!

Seanchui

PS: Ein großer Dank gebührt an dieser Stelle den beiden Bloggern Wuerfelheld und Greifenklaue, die mich sowohl mit ihren RPG-Blog-O-Quests als auch ihren regelmäßigen OPC zum Schreiben animieren. Danke Euch!

Der Lovecrafter ist da!

Hallo zusammen,

heute möchte ich Euch auf ein neues, cthuloides Magazin aufmerksam machen: den Lovecrafter! Der Lovecrafter ist das neue Vereinsmagazin der „deutschen Lovecraft Gesellschaft“ und tritt die Nachfolge des – leider eingestellten – Magazins „Cthulhus Ruf“ an. Entgegen der streng rollenspielerischen Ausrichtung von Cthulhus Ruf möchte der Lovecrafter allerdings Lovecraft und sein Werk in Gänze präsentieren. Das bedeutet: Es wird weiterhin Rollenspielmaterial auf den Seiten des Lovecrafters publiziert, allerdings werden sich auch andere Texte – Interviews mit Verlagen und Autoren, Essays, Buchbesprechungen, Blicke auf populär-kulturelle Veröffentlichungen und so weiter und so fort auf seinen Seiten wiederfinden. Erschienen ist im September die „Null“-Nummer, eine Art Testballon vor der ersten regulären Veröffentlichung, die im nächsten Jahr angestrebt wird.

lovecrafter_nr-0Ich muß zugeben, die Meldung ist nicht ganz neu. Ich habe auch ein wenig mit mir gerungen, in welcher Form ich Euch heute den Lovecrafter vorstelle. Denn ich persönlich bin zwar an dieser Ausgabe nicht beteiligt, allerdings werde ich die weitere Zukunft des Lovecrafters mitgestalten. Denn nach dem Ende von Cthulhus Ruf und dem Elan, den der junge System Matters-Verlag an den Tag legt, hat sich das bisherige CR-Team dazu entschlossen, dem Lovecrafter nicht mehr in der gewohnten Form zur Verfügung zu stehen. Verantwortlicher für den Rollenspielteil des Lovecrafters wird in zukünftigen Ausgaben meine Wenigkeit sein. Es wäre falsch zu behaupten, ich hätte mich um diese Aufgabe gerissen; mir ist bewußt, welch große Fußstapfen die CR und das dahinterstehende Team hinterlassen hat. Ich bin allerdings bereit, mich der Aufgabe zu stellen und will stets versuchen, das Bestmögliche aus dem Ressort Rollenspiel herauszuholen.

Als neuer Redakteur möchte ich allerdings natürlich nicht die Arbeit meiner Kollegen rezensierend bewerten (das halte ich für schlechten Stil, egal wie positiv die Kritik ausfallen würde), noch diese Vorstellung wie einen Werbetext wirken lassen. Ich beschränke mich also auf eine kurze Inhaltsangabe.

Vorwort
Der neue Chefredakteur des Lovecrafters, Axel Weiß – manchem vielleicht durch den Podcast Arkham Insiders bereits bekannt – eröffnet mit seinem Vorwort die erste Ausgabe.

Vereinsseite
Der neue amtierende erste Vorsitzende der deutschen Lovecraftgesellschaft Volker Rattel gibt einen kurzen Überblick über aktuelle Vereinsaktivitäten und die vielen Möglichkeiten, mit denen Lovecraft-Fans sich bereits organisieren und vernetzen können.

dLG-Support: Encyclopaedia Necronomica
Clemens Williges interviewt Philipp Hermann, der mit einem sehr erfolgreichen Kickstarter für seine Encyclopaedia Necronomica auf sich aufmerksam gemacht hat. Die Encyclopaedia ist außerdem eines der Support-Projekte der dLG. Philipp spricht über die Ursprünge des Projektes, die Unterstützung durch die Deutsche Lovecraft Gesellschaft und seine persönliche Beziehung zu Lovecraft. Hierbei werden auch die Schattenseiten des Autors nicht ausgeklammert.

dLG-Events: Rückblick „Gatsby-Party“ 2016
Mit zahlreichen Fotos und leicht wirren Texten berichten Frank Bartsch, Tina Wessel und Marc Meiburg – garantiert spoilerfrei – von der Gatsy-Party, die am Jahresanfang stattfand.

Lovecrafter-Play: Jahreswechsel im Hansen-Haus
Das letzte von Stefan Droste redaktionell betreute Abenteuer stammt aus der Feder von Simone Bischoff. „Jahreswechsel im Hansen-Haus“ ist ein cthuloides Kammerspiel voll menschlicher Tragik und übermenschlicher Ereignisse, die auf ein tragisches Finale hinauslaufen. Das Abenteuer ist hübsch bebildert, mit zahlreichen Handouts versehen und mit vorgefertigten Charakteren für einen gediegenen One-Shot.

Lovecrafter-Interview: Golkonda Verlag
Der Golkonda-Verlag hat durch Neuveröffentlichungen von kommentierten Lovecraft-Ausgaben auf sich aufmerksam gemacht. Nils Gampert fühlt Verlagschef Hannes Riffel und den Übersetzern Alexander Pechmann und Andreas Fliedner in einem ausführlichen Interview auf den Zahn und spricht über Geplantes und Geschafftes.

Lovecrafter-Background: Lovecraft – Autor verstaubter Horrorgeschichten?
Steffen Waschul widmet sich der Frage, ob Lovecrafts Horror überhaupt noch zeitgemäß oder bereits von den modernen Entwicklungen des Horror-Genres überholt wurde.

Eine deutlich ausführlichere Auseinandersetzung mit dem Inhalt führt übrigens Blackdiablo im Cthulhu-Wiki. Und wer jetzt neugierig geworden ist: Auch Nichtmitglieder haben die Möglichkeit, den Lovecrafter im Cthulhu Webshop zu erstehen!

Rezension: Cthulhus Ruf Ausgabe 10

Da ist sie also, die finale, die endgültige, die abschließende Ausgabe des Magazins „Cthulhus Ruf“. Wie auch die Vorgängerausgabe, zeitgleich im abschließenden Doppelpack erschienen, war auch die schwarze Abschiedsausgabe innerhalb weniger Tage ausverkauft. Nun hatte ich Gelegenheit, auch die zehnte Ausgabe ausgiebig zu studieren und möchte Euch – ein letztes Mal – an meiner Meinung über das Magazin teilhaben lassen. Und da es sicher angebracht ist, folgt an dieser Stelle die obligatorische Spoilerwarnung, denn – es finden sich fast ausschließlich Abenteuer zwischen den Coverseiten wieder. Deren Besprechung werde ich bestimmt nicht komplett spoilerfrei über die Bühne bringen!

Cover_10_kleinDie vierte Ausgabe spart – aufgrund der Abenteuervielfalt – leider an den gängigen Rubriken. Keine Flüstertüte (die ich aber ehrlich gesagt auch nicht groß vermisse), keine Fragmente des Grauens, kein Tatort. Immerhin hat sich ein NSC der Ausgabe eingefunden, auf den ich dann später zu sprechen komme. Das Layout wirkt sauber, aufgeräumt und hoch professionell. Die Bebilderung aller Szenarien ist sehr unterschiedlich, aber sehr passend aufeinander abgestimmt. Für die Optik gibt es damit die Höchstnote.

Die Höhle des Löwen
Dieses Szenario aus der Feder von J.P. Chapleau ist ein One-Shot, der in Afrika zu Zeiten des ersten Weltkrieges angesiedelt ist. Besuchern der DCC dürfte das Abenteuer unter dem Titel „The Lion sleeps tonight“ vielleicht bekannt sein. Eine junge Frau mit der Karte zu einer versunkenen Stadt und ein Haufen draufgängerischer Abenteurer sind die Protagonisten dieser Geschichte. Gemeinsam macht man sich auf den Weg in das schwarze Herz Afrikas, um der geheimnisvollen Stadt ihre Schätze zu entreißen. Doch schon auf dem Weg dorthin verschwinden einheimische Träger, die Legende von einem unheimlichen Geisterlöwen, der des Nachts umgeht macht die Runde. Doch wir wären nicht bei Cthulhu, steckte nicht noch etwas viel Furchtbareres hinter den Vorkommnissen…
„Die Höhe des Löwen“ ist ein gelungener Start in die letzte Ausgabe. Das Abenteuer ist gut gegliedert präsentiert, bietet einige starke Szenen, eine gute Mischung vorgefertigter Charaktere und nicht zuletzt ein beinhartes Finale, das auch den weniger pulporientierten Puristen gefallen dürfte. Die Verknüpfung zwischen afrikanischer Legende und Mythos ist in meinen Augen nicht sehr elegant gelungen, doch das ändert nichts an der hervorragend bedrohlichen Stimmung, die sich spätestens beim Erreichen der Stadt aufbauen lässt.

Der vierte Reiter
Die Geschichte des vierten Abenteuers würde mich persönlich interessieren. Im französischen Original von Pierre Lejoyeux unter dem Titel „Le quatrieme cavalier“ veröffentlicht, liegt es nun als deutsche Übersetzung mit einem sehr engen Bezug zur Janus-Gesellschaft vor. Da der Quellenband über die Janus-Gesellschaft meines Wissens noch nicht in andere Sprachen übersetzt wurde, würde es mich wundern, wenn er ausgerechnet den Weg in ein französisches Abenteuer geschafft hätte – ich gehe davon aus, dass das Abenteuer kräftig überarbeitet wurde. Aber worum geht es eigentlich?
Auf der Suche nach dem Majordomus der französischen Fakultät verschlägt es die Charaktere in ein kleines Dorf. Hier stoßen sie nicht nur auf den Leichnam des Gesuchten, sondern auch auf einen okkult angehauchten Zirkel und ein Artefakt, dessen Bergung enorme Probleme aufwirft. Bald muss die Gruppe ein weiteres Mal aufbrechen, um ein Übel von der Welt zu schaffen, dass sonst den Untergang der Menschheit heraufbeschwören würde…
Ich würde mich von diesem Abenteuer wirklich gerne begeistert zeigen. Es bietet einige wirklich großartige Ideen. Da möchte im zum Beispiel einen optional einzuflechtenden Nebenplot erwähnen, der – ganz ohne Mythosbezug – die Rolle der Janus-Gesellschaft für eine Abenteurergruppe mitdefiniert. „Die Bestie von Lostignac“ ist in Ausführung und Idee wirklich großartig und ich wünsche mir mehr von Janus-Einsätzen dieser Art. Diesen Gedanken muss ich mal im Hinterkopf behalten… auch der okkulte Zirkel aus dem ersten Teil des Abenteuers strotzt vor ungewohnten und abstoßenden Charakteren. Auch die Idee hinter dem Artefakt gefällt mir ausnehmend gut. Leider flacht das Abenteuer im zweiten Teil ziemlich ab, wird zu einer wirren Aufeinanderfolge von Mythoszaubern und Kampfeinsätzen und gipfelt schließlich in der völlig übertriebenen Begegnung mit einem Großen Alten. Schade, aus der Stimmung des ersten Teiles hätte man mehr machen können, denke ich.

Der Traum im Traum
Das nächste Abenteuer ist vom Autoren Peter Schott für das Gaslicht-Setting angelegt. Wie so oft spielt das Gaslicht-Setting aber leider keine all zu große Rolle, geht es doch rasch in die Traumlande. Die Geschichte ist schnell wiedergegeben: als eine Leiche in der Themse treibt, scheint das noch nichts Ungewöhnliches. Als sich aber herausstellt, dass es der Leichnam eines vor Wochen verstorbenen Bekannten der Charaktere ist, will die Gruppe natürlich herausfinden was hier gespielt wird. Durch die Opium-Spelunken Londons geht es dann alsbald auf in die Traumlande, wo es einen finsteren Kult aufzuhalten gilt; dieser droht, „Limehouse-by-the-sea“, eine Künsterenklave in den Traumlanden, auszulöschen…
Der Lösungsweg des Abenteuers ist zumindest ungewöhnlich, gilt es doch, den unwissenden Kultanführer vom Gegenteil seiner Überzeugungen zu überzeugen. Leider ist damit aber letztendlich auch schon alles gesagt, was es über dieses Abenteuer zu sagen gibt. Mir ist es zu kurz geraten, es spielt nicht mit dem ungewöhnlichen Gaslicht-Setting und auch die Traumlande bleiben eher blass. Dass es eine „Deus-Ex-Machina“-Endlösung gibt, falls die SC den roten Faden nicht aufnehmen, passt da irgendwie noch ins Bild.

Dschungelfieber
Das letzte Abenteuer stammt aus der Feder von Frank Bartsch und Thomas Michalski. Ich hatte in Bezug auf die anRUFung von dem Abenteuer gelesen (oder war es die DCC?) und freue mich, dass es seinen Weg in „Cthulhus Ruf“ gefunden hat. Aber worum geht es eigentlich? Die Charaktere verkörpern B- oder C-Promis, die an einer Art „Ich-bin-ein-Star – Holt-mich-hier-raus“-TV-Sendung teilnehmen. Auf einer einsamen Insel ausgesetzt (natürlich nur begleitet von einem vielköpfigen Kamerateam…) muß die Gruppe Dschungelprüfungen und Campalltag meistern – bis sich die Situation eines Tages dramatisch ändert, denn auf der Insel geschehen unheimliche Dinge…
Mehr sei an dieser Stelle von der Handlung nicht verraten. Aber eine Kritik sei mir erlaubt: Das Abenteuer sprüht vor kreativen und witzigen Ideen. Seien es die Namen der Moderatoren, die Dschungelprüfungen, das Setting. Und doch driftet es nicht in puren Klamauk ab, ja, ab dem Wendepunkt wird ein beinharter Kampf um’s Überleben geboten. Dabei ist der eingewobene Mythosbezug heftig, aber passend. Und ganz im Gegensatz zu manchem Film den ich gesehen habe hat man auch nie das Gefühl, die beiden Hälften des Abenteuers würden nicht zueinander passen. Ja, das Setting ist speziell und man muss sicherlich Spieler haben, die auch eine gehörige Portion Humor mitbringen. Doch wer sich darauf einlässt, erhält ein großartiges Szenario mit intelligentem Plot und einem ungewöhnlichen Setting. Ich hoffe, dass ich bald dazu komme, es zu leiten!

Túan Mac Cairill
Der NSC der Ausgabe von Hans-Henning Vogt ist diesmal recht speziell und eignet sich weniger, um ihn in ein beliebiges Abenteuer einzubinden. Allerdings ist er gut ausgearbeitet, bringt einen netten Twist mit und wirkt deutlich geerdeter als manch vorheriger Vertreter dieser Rubrik.

Nevermind
Widmen wir uns nun noch dem 28seitigen Archivheft. Hier wird die Organisation „Nevermind“ vorgestellt, eine Regierungsorganisation die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Mythosaktivitäten unbemerkt von der Öffentlichkeit aufzuspüren und zu beseitigen. Leider widmet sich der Band kaum der Organisation selbst sondern stellt ein einzelnes Abenteuer für Nevermind-Agenten in den Mittelpunkt. Das ist allerdings gut gelungen – mit einem ungewöhnlichen Gegner, viel Recherche- und Köpfchenarbeit, unerwarteten Verbündeten und einem interessanten Schauplatz. Dennoch hätte ich mir mehr Setting-Informationen zu „Nevermind“ gewünscht, denn die Idee gefällt mir wirklich gut.

Fazit: Das war es jetzt? Tatsächlich. Ein Fazit über zehn Ausgaben Cthulhus Ruf ziehe ich zu einem späteren Zeitpunkt. Für die zehnte Ausgabe sei gesagt: sie ist gut gelungen, wenn auch nicht so stark wie der Vorgänger.