RPG Blog-o-Quest Dezember 2018 (40): Rückblick 2018

Frohes neues Jahr! 2018 ist in die Geschichtsbücher eingegangen, 2019 steht jungfräulich rein bereit, um ein ganz besonderes Jahr zu werden. Schön, dass Greifenklaue da die Tradition aufrecht erhält und mit seiner diesmonatigen Blog-O-Quest den Rückblick auf das vergangene Jahr abhält. Die Fragen stammen diesen Monat also wieder von Mastermind Greifenklaue höchstpersönlich!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten! Nun aber auf an die aktuellen Fragen!

1. Welches Rollenspielereignis war für dich am prägnantesten in 2018?
Kurz vor Ende des Jahres habe ich ein CTHULHU-Abenteuer geleitet, dass mich erstmals aus meiner persönlichen Komfort-Zone gebracht hat. Ich kann nicht einmal genau sagen, was es war – aber das Finale ist mir massiv bitter aufgestoßen. Ich habe noch einige Mails mit meiner Gruppe im Nachgang ausgetauscht und habe hier wohl aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. Aber das ändert nichts daran, dass es MICH persönlich unangenehm berührt hat. Konsequenz des Ganzen? Ich werde etwas sorgsamer in der Abenteuerwahl vorgehen, sonst eigentlich nichts.

2. Wie oft bist Du 2018 zum Spielen gekommen? Was wurde am meisten gespielt, welche Systeme hast Du neu kennengelernt?
Uh, unlängst wurde im Tanelorn die gleiche Frage gestellt, die ich wie folgt beantworten konnte:

8 x Aborea in unserer „Einsteigerrunde“, in der wir eine Homebrew-Kampagne spielen. Die Kampagne wird 2019 enden.
1 x DSA 1 als Special-Retroabend-OneShot nebst passender Musik und Vorlesetexten 🙂
2 x CTHULHU, dabei sogar einmal als Spieler (!)
1 x Geh nicht in den Winterwald (meine „Neuentdeckung“ in der Liste).
2 x die Weltenerschaffung aus „In die Ferne“ als Fingerübung und zum Überbrücken ausgefallener Sessions

Insgesamt also 14 Sitzungen, was für meine Verhältnisse schon sehr, sehr ordentlich ist.

3. Welches RPG-Produkt 2018 (aber nicht unbedingt aus 2018) hat Dich am meisten überrascht, Dir am meisten für`s Spielen genutzt?
Ich hatte eine sehr gute Zeit mit dem Kaiser-Retro-Kram von Das Schwarze Auge. Ich kannte die Sachen zwar vorher schon ein bißchen, so aufbereitet, neu gedruckt, unterstützt mit Haufenweise Zusatzkram und dann auch noch unser genialer „Retro-Abend“ – das hat schon Spaß gemacht.
Ich habe aber auch mit viel Freude den „Almanach der Artefakte“ für Pathfinder gelesen und freue mich schon sehr darauf, da mehr rauszuholen, wenn unsere doch eher bodenständige ABOREA-Kampagne rum ist :-).

4. Welcher Blogartikel, welches Video, welcher Karneval Deiner RPG-Kollegen (also quasi der Blogosphäre) hat Dich 2018 am meisten geflasht?
Ich kann es wirklich nicht sagen. Ich lese einige Blogs recht gerne, aber das ich hier jemanden herauspicken könnte… die „Blaupausen“ drüben bei System Matters haben cooles Zeug, zählt das?

5. Welches sind die Medien 2018 für Dich? Bester Film, beste Serie, beste Buch, beste Comic etc.?
Oh, oh, bei dem Thema bin ich völlig raus. Ich glaube, 2018 habe ich keinen Film gesehen, der 2018 erschien. Ich lebe was das Thema angeht völlig hinter dem Mond. Die einzigen Comics, die ich neu hatte und las, waren die „Warcraft: Legends“-Bände, die ich aber nicht als „beste Comics“ betiteln würde. Mein einziges Nicht-RPG-Buch war die Kurzgeschichtensammlung „Eis und Dampf“, die ich zwar sehr gerne las, die aber auch schon älteren Datums ist. Serien habe ich keine einzige verfolgt… also wirklich, als Rollenspielrezensent, Autor, Redakteur UND Blogger bleibt doch kaum Zeit, andere Medien zu konsumieren…

Bonus: Warst Du 2018 auf RPG-Cons? Wenn ja, wie war es?
Ich war auf der RPC, falls das zählt. Wie es war, kann man HIER nachlesen.

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1W100 – Random Blog Encounters: meine Dezember-Antworten

Anfang des Jahres stellte Sorben von den „Gelben Zeichen“ gleich einhundert Fragen – genauer: 1W100 Random Blog- Encounters – auf seinen Blog. Eine nette Idee, die ich gerne aufgreifen möchte. Zu jedem Monatsletzen greife ich zu meinem W100 – als CTHULHU-Spieler ja ohnehin ein Pflichtutensil auf meinem Schreibtisch – und werde 3 Fragen beantworten. Mal schauen, welche Fragen die Würfel mir zuweisen:

77. Dein erster Charakter?
Oh, die Frage hatten wir ganz ähnlich schon einmal. Mein erster Charakter war (soweit ich mich entsinne) eine Kriegerin für „Das Schwarze Auge“, weil ich mir auf die jugendlichen Fahnen geschrieben hatte, die Frauenquote in der Gruppe erfüllen zu wollen :-). Crossgendering lag mir aber ehrlicherweise nie wirklich :-).

84. Betreibst du auch einen anderen Blog? Worum geht es da? Würdest du einen anderen Blog betreiben wollen?
Nein. Ich habe mal einen Blog zum Thema „Magic: The Gathering“ betrieben, aber das war nicht so mein Ding (wie ich rückblickend attestieren muss). Manchmal möchte ich mich eigentlich gerne thematisch breiter aufstellen, so mit Fantasy-Anteil und so :-). Das „RLYEH“ im Blogtitel verhindert da mehr. Aber noch ein Blog… ich weiß nicht. Ich tobe mich fleißig auf dem Ringboten aus, zählt das?

78. Kennst du andere Blogger im Reallife?
Ich habe tatsächlich schon einige Rollenspiel-Bekanntschaften aus dem Web persönlich kennenlernen dürfen. Blogger zählen da allerdings meines Wissens nach nicht zu, insofern: Nein, leider nicht!

Meinen Dank an Sorben für’s fleißige Fragenstellen! Es war mir eine Freude und eine schöne Begleitung durch das Jahr, regelmäßig die Fragen Blog-Encounters zu beantworten.

Und damit bleibt es mir schlussendlich nur noch, Euch allen einen Guten Rutsch hinüber in das neue Jahr zu wünschen!

RPG Blog-o-Quest Dezember 2018 (39): Ausblick 2019

Und da ist auch schon wieder Dezember und das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Natürlich wird es auf diesen Seiten in der schönen Zeit „zwischen den Jahren“ wieder einen umfassenden Rück- und Ausblick geben, doch das soll mich natürlich nicht daran hindern, auch die diesmonatige RPG-Blog-O-Quest zu beantworten. Die Fragen stammen von Mastermind Greifenklaue und er bittet um einen Ausblick auf das folgende Jahr.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten! Nun aber auf an die aktuellen Fragen!

1.) Von der RPG-Top Ten-Liste des Goldenen Stephan kenne ich ___ Produkte. Am besten davon halte ich ________, weil _________________. (Alternativ: Dort vermisse ich definitiv ____, weil _________________.)
Von der RPG-Ton-Ten-Liste des Goldenen Stephan kenne ich neun Produkte. Allerdings kenne ich nur in einem Fall (Geh nicht in den Winterwald) das komplette Grundregelwerk. Sechs mal konnte ich allerdings Schnellstarter (Seelenfänger) besprechen, mich intensiv durch Podcasts oder Blogs mit dem System beschäftigen (Dungeon World, Dread, Wearing the Cape), die Vorgängerversion und den Schnellstarter testen (HeXXen 1733) oder immerhin den Schnellstarter lesen (New Honk Kong Story). Meine Kenntnis von Mutant Jahr 0 und Sprawl beschränkt sich auf die Infos aus den Kickstartern, weil die Systeme mich nicht anfixen konnten. Einzig „Alice im Düsterwald“ sagt mir gar nichts.
Am besten davon halte ich „Geh nicht in den Winterwald“, weil es ein absolut großartiges Erzählspiel ist, mit dem ich schon viel Spaß hatte.

2.) Was erwartest Du mit Ausblick auf 2019 am meisten?
Rollenspieltechnisch, nehme ich an? Nun, ich werde meine Aborea-Einsteigerkampagne beenden und im Anschluß einige One-Shots mit meinen dann Fortgeschrittenen spielen, worauf ich mich sehr freue. Ich hoffe allerdings im Sommer auch einen „Pulp-Tag“ mit Grillfest ausrichten zu können, wenn sich die Gelegenheit bietet. Eigentlich hatte ich das schon diesen Sommer vor, aber das hat nicht hingehauen. Mal sehen :-).
Veröffentlichungstechnisch freue ich mich am meisten auf die kommenden CTHULHU-Bände, weil hier mein Name das eine oder andere Mal auftauchen wird sowie auf „Die Schwarze Katze“, was mich sehr interessiert.

3.) Hast Du rollenspieltechnische Pläne für 2019? Eine neue Spielrunde, selbst ein Abenteuer schreiben etc.?
Jep, einige. Meine Spielrundenpläne habe ich oben schon beschrieben, und auch ich selbst möchte wieder schreiberisch aktiv werden. Dabei möchte ich gerne die cthuloiden Gefilde noch einmal verlassen. Mal sehen, was sich so ergibt.

4.) Gibt es für Deinen Blog (Youtube-Kanal etc.) ein Projekt, Teilnahme oder Artikelserie, die Du für 2019 ins Auge gefasst hast?
Ja, und das hatte ich eigentlich schon für 2018… naja, mal sehen. Es soll um „Geisterjäger im Gaslicht“ gehen, mal sehen, was ich so schaffe. Außerdem plane ich natürlich, der Blog-O-Queste treu zu bleiben :-).

5.) Spielst Du momentan in ein oder mehreren Kampagnen, die auch 2019 Fortsetzung finden?
Im Moment leite ich eine (epische :-)) Aborea-Kampagne, die im ersten Quartal 2019 allerdings definitiv ihr Ende finden wird. Danach werden wir einige One-Shots spielen und dann – wahrscheinlich – eine neue Kampagne starten, diesmal aber mit Fantasy AGE als System.

Bonus 1: Die Rocketbeans veröffentlichen ihr erstes RPG T.E.A.R.S. mit Hammerauflage. Wie stehst Du zum Phänomen Rocketbeans, kennst Du sie überhaupt?
Nein, nie gesehen. Ich habe von der irrsinnig hohen Auflage des Regelwerks gehört, mehr nicht.

Bonus 2: 2019 würde ich bei der Blog-O-Quest den Monat ________ organisieren mit dem Thema ___________.
2019 würde ich bei der Blog-O-Quest den Monat Juni organisieren mit dem Thema „Cross-Settings: Wenn Settings die Systeme wechseln“.

1W100 – Random Blog Encounters: meine November-Antworten

Anfang des Jahres stellte Sorben von den „Gelben Zeichen“ gleich einhundert Fragen – genauer: 1W100 Random Blog- Encounters – auf seinen Blog. Eine nette Idee, die ich gerne aufgreifen möchte. Zu jedem Monatsletzen greife ich zu meinem W100 – als CTHULHU-Spieler ja ohnehin ein Pflichtutensil auf meinem Schreibtisch – und werde 3 Fragen beantworten. Mal schauen, welche Fragen die Würfel mir zuweisen:

28. Die unerträgliche Leichtigkeit des Systems: Hast du schon einmal ein Regelwerk weggelegt, weil es zu schwer oder zu leicht war?
Hm, weggelegt ist nicht das richtige Wort. In der letzten Zeit hatte ich das Vergnügen, einige Regelwerke rezensieren zu dürfen. Die lege ich natürlich nicht „weg“, weil ich sie schwer/leicht empfinde, sondern beschäftige mich so intensiv mit ihnen, wie es eine im Rahmen meiner Möglichkeiten objektive Rezension erfordert. Ich teile sie allerdings schon in „wird-für-mich-interessant“ und „ist-nix-für-mich“ ein. Und da landen die Schwergewichte mit hohem Simulationsanteil gerne in der ersten Kategorie, einfach, weil mir die Zeit fehlt um die Regelnuancen so regelmäßig am Spieltisch anzuwenden, als das sie irgendwann flüssig von der Hand gehen würden. Ich bin halt meistenteils unregelmäßiger Gelegenheitsspieler. Und da stehen Schwergewichte einfach eher im Weg…

27. Schrödingers Goblin: Wie wichtig ist Immersion für dich?
Für mich ist das überhaupt nicht wichtig. Ich weiß es durchaus zu honorieren, wenn sich ein Spielleiter viel Mühe mit der Atmosphäre seines Spielortes und des Abends macht. Aber ich genieße es mehr, ein Spiel zu spielen, als mich in der Tiefe der Geschehnisse zu verlieren.

57. Bildersturm: Sind Illustrationen in einem Regelwerk für dich wichtig?
A-B-S-O-L-U-T!!! Ich bin ein unglaublich visueller Typ. Mit Textwüsten kann ich nichts, aber auch gar nichts anfangen. Ein Rollenspielregelwerk aber auch ein Abenteuer muß sagen: so sieht es hier aus, dies ist die Stimmung, die aus mir spricht. Im Übrigen ist mein Faible für gut gemachte RPG-Bücher ein Hauptgrund dafür, dass ich auch mehr Bücher kaufe, als ich spielen kann 🙂

Meinen Dank an Sorben für’s fleißige Fragenstellen!

Unsterbliche Kunst – Fundstücke C

Aus der Reihe „cthulhu.de-Bestseller“
Erstveröffentlichung: 13. Dezember 2009
Autor: Stefan Droste

cthulhu de stempel bestseller

Drei mal Drei sind Neune – zum dritten Mal werden an dieser Stelle drei Bilder für den immer inspirationshungrigen Spielleiter präsentiert. Und damit ist diese kleine Artikelreihe auch vorest zu Ende. (…)

Steinstatuette – 10. Jahrhundert, Mexiko

Im renomierten Anthropologischen Museum Xalapa, Veracruz findet sich dieses Fundstück, welches nach einhelliger Meinung Mictlantecuhtli, den aztekischen Herrn der Toten darstellt. Dieser Gottheit, welche den Mythen nach auch jeden Morgen die Sterne verschlingt, wurden angeblich in kannibalistischen Riten menschliche Tempelopfer dargebracht. Die Archäologen sind sich jedoch noch uneinig über den sehr unüblichen Kopfschmuck der Statuette, sowie der exakten Datierung. Denn alle Messungen sprechen seltsamerweise für ein Entstehungsdatum dass einige Jahrhunderte vor der Blütezeit der aztekischen Kultur liegt.

(Das Bild stammt von Leonardo71 auf flickr.com)

Buntglasfenster – 16. Jahrhundert, Normandie

Die Darstellung des Bleiglasfensters aus der Notre Dame – Kirche im altehrwürdigen Städchen Les Andelys zeigt den Teufelspakt des Theophilius. Dieser Teufelpakt-Mythos soll sich im Jahre 538 auf Sizilien zugetragen haben. Er berichtet von dem Fall des Klerikers Theophilius, einem vorbildlichen Mann Gottes, dessen Ansehen jedoch durch die üble Nachrede von Neidern schwer geschädigt wird. Um seinen Ruf wieder herzustellen verschreibt Theophilius seine Seele dem Satan. Die Legende berichtet aber, dass er durch die Hilfe der Jungfrau Maria wieder geläutert wurde, und drei Tage später als Büßer am Fieber verstarb.

(Das Bild stammt von commons.wikimedia.com)

Marionette – Oktober 2009, Chile

Sobald überdimensionale, von komplizierten Seilzügen bewegte Marionetten und absurde maschinelle Tiere durch die Innenstädte unserer Welt schreiten, steckt mit großer Wahrscheinlichkeit die Straßentheatergruppe Royal De Luxe aus Nantes dahinter. Begleitet von einem Tross von Musikern verwandeln diese Ausnahmekünstler ihre Paraden in fantastische Erlebnisse wie aus exotischen Fieberträumen. Ihre Vorstellungen locken jedes Mal ganze Heerscharen von Zuschauern an. Interessanterweise lässt sich die französische Künstlertruppe nicht buchen sondern tritt ausschließlich von sich aus an die jeweiligen Städte heran.

(Das Bild stammt von kcoss auf flickr.com)

Unsterbliche Kunst – Fundstücke B

Aus der Reihe „cthulhu.de-Bestseller“
Erstveröffentlichung: 05. Oktober 2009
Autor: Stefan Droste

cthulhu de stempel bestseller

Es ist Zeit für den zweiten Teil unserer kleinen Bildergalerie! Auch dieses Mal gibt es wieder drei Handouts für den heimischen Cthulhu-Tisch. Dank geht besonders an Kaid alias Wendigogo für seine Einsendungen; unter anderem hat er das erste Bild für diesen Artikel herausgesucht. (…) Und nun ohne weitere Umschweife zu drei kurzen Blicken auf “klassische” Gegner so mancher Investigatoren.

Kupferstich – 15. Jahrhundert, Süddeutschland

Aus der Sagenwelt des Bergischen Landes (1897): Zwischen Dünnwald und Paffrath liegt ein Kalkfelsen, der wegen seiner vielen Höhlen Kluftstein oder Klutstein genannt wird, und an dem einst ein Pilgerweg verlief. Eines Tages wurde das Gebet einer Gruppe frommer Pilger plötzlich durch einem gellenden Wehruf unterbrochen. Zwei schlechte Menschen und Mönch wurden von fliegenden Teufeln angegriffen. Teils durch Gewalt, teils durch das Zeichen des Kreuzes konnten die Widersacher verdrängt werden, der Mönch jedoch wurde von den Teufeln gen Himmel geschleppt und ward nie wieder gesehen.

(Das Bild stammt von commons.wikimedia.org)

Kolorierte Zeichnung – 1778, England

Der englische Maler John Webber nahm als Zeichner an James Cooks dritter Südsee-Expedition teil, bei der auch dieses Bild entstand. Laut Untertitel zeigt es eine Gruppe maskierter Ruderer von den Sandwich-Inseln, dem heutigen Hawaii. Dieses Kanu, so erzählen die Reiseberichte, steuerte das vor Anker liegenden Schiff der Europäer an und entfernte sich dann wieder. Weshalb die Eingeborenen dies taten blieb ungeklärt, ebenso weshalb die Männer sich auf diese Weise maskiert und die eigenartige Totemfigur mit sich geführt hatten. Cook selbst sah England nie wieder, er wurde von hawaiianischen Kriegern zerstückelt.

(Das Bild stammt von commons.wikimedia.org)

Plüschtier – 2009, Japan

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft erfasst ein neuer Spielzeugtrend Kinder, Jugendliche und Junggebliebene in aller Welt: “Cho-Gi” nennt sich das flauschige Etwas, welches mit einer Vielzahl Augen und Münder ausgeliefert wird, die der Kunde ganz nach Belieben selbt anbringen kann. “Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch,” betont Pressesprecher Kage, “jeder Cho-Gi ist anders!” Besonders die Möglichkeit, das rosa Geschöpf mit einer Wärmflasche auszustatten macht es ideal für die Winterzeit. Dieser plötzliche Trend überrasch jedoch selbst Marktforscher, die Verkaufszahlen in mehrstelliger Millionenhöhe prognostizieren.

(Herstellung und Model: Jen)

RPG Blog-o-Quest November 2018 (38): Kinder

Ein neuer Monat, eine neue RPG-Blog-O-Quest! Immerhin ein guter Grund, den Staub hier noch einmal aus den Ecken zu pusten. Ach, was jammere ich. Ich schreibe ja doch immerhin noch zwei, drei eigene Posts im Monat, das ist doch besser als nichts! Also, in diesem Monat gibt der gute Ackerknecht den Moderator und stellt ein paar Fragen ans rollenspielende Volk!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten! Nun aber auf an die aktuellen Fragen, die sich in diesem Monat mit Kindern beschäftigen!

Die Bonusfrage diesmal vorweg: Habt Ihr Kinder?
Ja, zwei wunderbare Racker. Der erste geht mittlerweile in die Schule, während der Kleine noch den Kindergarten heimsuchen darf.

Frage 1: Wenn es in Eurer Spielrunde Eltern (auch Euch selber) gibt, wie wirkt sich das auf Euer Hobby aus?
Tatsächlich ist der Bedarf an gutem Zeitmanagement höher geworden. Da meine Frau selbst Nichtspielerin ist gilt es, Abende abzupassen an denen sie entspannt und ohne eigene Termine auf die Kinder aufpassen kann, während ich mich mit meiner Spielgruppe in den Rollenspielkeller verdrücke. Das gleiche gilt natürlich auch für die Väter in meiner Runde, so dass wir unsere Termine entsprechend koordinieren müssen. Tatsächlich ist dadurch die Taktzahl der Runden heruntergegangen, aber die Abende sind dafür dann auch wirklich frei :-).

Frage 2: Hat einer Eurer Spielercharaktere Kinder? Wie geht Ihr damit um?
Nein, weder in einer vorherigen noch in einer aktuellen Runde.

Frage 3a: Habt Ihr schon einmal ein Kind als SC geführt? Wenn ja, wie unterschied sich Eure Darstellung von der eines erwachsenen Charakters?
Ich kann mich nicht erinnern, so etwas schon einmal probiert zu haben. Zumeist bin ich ohnehin als Spielleiter unterwegs und meine wenigen oder ehemaligen Co-SL waren eher „klassisch“ unterwegs.

Frage 3b: Die analoge Frage für Spielleiterinnen und Spielleiter: Geht Ihr mit kindlichen SC (und NSC) anders um als mit erwachsenen Charakteren?
Das kommt sehr auf Setting und Rolle an. Zumeist haben Kinder eher eine sehr kleine Rolle in meinen Abenteuern – Botenjungen oder der „zufällige Taschendieb“ auf einem Bazaar oder sowas. Klar versuche ich hier klarzumachen, dass es um ein Kind geht (bspw. um das Gewaltlevel von Reaktionen der Gruppe zu steuern), aber die Rolle ist zumeist zu klein, um hier viel Tiefgang zu entfalten.
Anders sieht es aus, wenn ein Kind in einem Horror-Setting der Antagonist ist, was ja durchaus mal passieren kann. Dann ist es ja allerdings auch kein „normales“ Kind mehr sondern eher ein Gefäß für all das Bösartige, das hinter dem Plot steht. Also wieder keine klassische Kinderrolle.
Kinder als SC sind mir bislang noch nicht untergekommen.

Frage 4: Das ideale Alter, um mit dem Rollenspiel anzufangen, ist __, mindestens aber __ Jahre, weil _______.
Das ideale Alter, um mit dem Rollenspiel anzufangen, ist 10, mindestens aber 9 Jahre, weil ich auch in diesem Alter angefangen habe und es problemlos funktionierte :-). Ich kann allerdings viele der heutigen „es-muss-aber-kindgerecht-sein“-Ambitionen von Heute nicht ganz nachvollziehen. Das ist nicht nur im RPG-Sektor so – warum gibt es heute „Drei ??? Kids“? Wir haben damals doch auch mit den „normalen“ Drei ??? angefangen, oder? Und wir haben mit DnD oder DSA angefangen rollenzuspielen, ohne dass aus uns blutrünstige Berserker, Satanisten oder Traumatisierte wurden. Und viele von uns haben tatsächlich als Kinder begonnen: Drachen, Burgen, Ritter – das funktioniert doch auch in jungen Jahren wunderbar.

Frage 5: Das beste Rollenspielsystem für Kinder ist __________, denn es ist ___________.
Das beste Rollenspielsystem für Kinder ist in einem Setting angesiedelt das die Kinder interessiert, denn es ist toll, wenn sie die kreativen Möglichkeiten in einer Welt entdecken, die sie spannend finden. Regeln sind in meinen Augen hier Schall und Rauch: wenn ich als zehnjähriger „DSA“ verstanden habe, warum sollte das heute kein Zehnjähriger mehr hinkriegen?