RPG-Blog-O-Quest Mai 2018: Dafür liebe ich meine (Mit-)Spieler!

Ein neuer Monat, eine neue RPG-Blog-O-Quest! Ich spare mir weiteres Lamentieren darüber, dass ich kaum noch zum Bloggen komme. Es kommen auch wieder bessere Zeiten. Also: Die Organisation in diesem Monat übernimmt Richtig Spielleiten, vielen Dank dafür!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link.

So, los geht’s.

1. Man hat ja oft eine Vorstellung davon, wie eine Szene ablaufen könnte. Spieler sind legendär dafür, oft völlig unerwartete Wege zu finden. Was war für dich die tollste Abweichung?
Hm, im Moment spielen wir eine ganze Kampagne um ein Artefakt, dass eigentlich keinerlei Bedeutung hatte. Doch meine Spieler waren so heiß darauf, es den räubernden Orks abzunehmen, dass sich nun ein Königreich-umspannender Konflikt entsponnen hat, der sich um das Artefakt dreht. Macht schon Spaß, sich auch mal treiben zu lassen :-).

2. Huch, grober Fehler: Regel falsch angewendet, keine Idee, wie es weitergeht, Blackout, Liebeskummer – wie hat dein (Mit-)Spieler die Situation gerettet?
Hm, keine Ahnung. Meine Spieler retten mich ständig, aber nicht durch sowas, sondern durch ihren Spaß am Spiel.

3. Ganz abstrakt: Wer sitzt an deinem Tisch? Taktiker oder Dramaqueen, Rechtsanwältin oder Grafikdesigner, Vater oder Tochter – keine Namen sondern Typen.
Tja, da hätten wir einen charakter-optimierenden Taktiker; dazu eine misstrauische Taktikerin; eine Vertreterin der ruhigen Sorte und einen Auftragsentgegennehmer. Im erweiterten Kreis finden sich Leitwölfe, Berieselt-werden-Spieler, Skeptiker und Dramaqueens. Alles dabei :-).

4. Auch abseits des Spieltisches sind Spieler Menschen und oft auch Freunde. Was hat dich im echten Leben am meisten an den Mitspielern beeindruckt?
Ich würde alle meine mehr oder minder regelmäßigen Mitspieler als Freunde betrachten. Sie alle haben beeindruckende Eigenschaften, die jedoch nicht auf einen Rollenspielblog gehören :-).

5. Welche Aktion deiner (Mit-)Spieler am Tisch ist für dich die großartigste, unvergesslichste, bereicherndste, albernste, unerwarteste gewesen, die du je erlebt hast?
Die Entwicklung unseres Gruppen-Novadi vom strengen Rastullah-Anhänger zum Praios-Anbeter, nachdem er mehrfach Zeuge göttlichen Wirkens wurde, war eine wirklich beeindruckende Charakterentwicklung. Der Selbstmord unseres Kid-Gangsters, der sich zusammen mit einer tentakelschwingenden Wesenheit und einer Stange Dynamit in die Luft sprengte war ein geniales Finale. Die Entwicklung unseres Esthion-Priesters vom einfachen Wanderer hin zum Botschafter seiner Kirche ist eine tolle Geschichte. Wir erleben ständig tolle Sachen am Spieltisch.

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1W100 – Random Blog Encounters: meine April-Antworten

Anfang des Jahres stellte Sorben von den „Gelben Zeichen“ gleich einhundert Fragen – genauer: 1W100 Random Blog- Encounters – auf seinen Blog. Eine nette Idee, die ich gerne aufgreifen möchte. Zu jedem Monatsletzen greife ich zu meinem W100 – als CTHULHU-Spieler ja ohnehin ein Pflichtutensil auf meinem Schreibtisch – und werde 3 Fragen beantworten. Mal schauen, welche Fragen die Würfel mir zuweisen:

40. Du hättest die Möglichkeit die Rollenspielszene zu revolutionieren. Was würdest du tun?
Uff. Keine Ahnung, ganz ehrlich. Ich kann nur für einen sehr kleinen, selektiven Teil der „Szene“ sprechen – nämlich meine Spieler, die Blogs denen ich folge und die Foren, bei denen ich Mitglied bin. Da ist alles in Ordnung, sonst hätte ich ja ohnehin schon den persönlichen Rotstift angesetzt. Keine Revolution vonnöten :-).

42. Deine Runde ist zum ersten Mal bei dir eingeladen. Was bereitest du für die Gäste vor?
Knabberkram, etwas zu Trinken, Kopien von Heldenbögen (sofern noch nicht geschehen), ein paar Ersatzwürfel, frische Luft im Rollenspielkeller… das war’s.

73. Hast du Sekundärliteratur zum Thema? Ist sie für dich nützlich?
Für CTHULHU habe ich mir einige Sekundlärliteratur angeschafft – über Geheimbünde, Naturkatastrophen, Kulte, untergegangene Kulturen, Geschichte etc. In fast jedes historische Ereignis lassen sich CTHULHUs Spuren unterbringen, wenn man will. Es macht Spaß, sich hier Inspirationen für die „fiktive Authentizität“ zu besorgen. „Echte“ Rollenspielsekundärliteratur habe ich allerdings auch ein wenig: zwei Sammelbände mit Spielvorstellungen, und den Band „Magische Zeiten“ von DSA. Aber das habe ich mir vor Zeiten des Internets gekauft, heutzutage würde ich mir diese Infos anderweitig zusammenstellen.

Meinen Dank an Sorben für’s fleißige Fragenstellen!

RPG-Blog-O-Quest April 2018: Abenteuer

Ein neuer Monat, eine neue RPG-Blog-O-Quest! Und wenn ich aufgrund diverser Hobby-Arbeiten, die sich zwar alle rund um das Rollenspiel, aber leider eher weniger um den Blog drehen, kaum noch zum Bloggen komme, so ist das doch ein hervorragender Grund, noch einmal die Schreibwerkstatt hinter dem Blog zu eröffnen. Die Organisation in diesem Monat übernimmt RUNWAY61, vielen Dank dafür!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten! Und nun ab in die Vollen!

a. Welches Regelwerk spielst du am liebsten / am häufigsten?
Am Liebsten: CTHULHU. Ich bin mir einiger Schwächen des BRP bewusst, aber die Stärken überwiegen an meinem Spieltisch.
Aktuell am häufigsten: ABOREA. Und auch, wenn ich das System als sehr stabil empfinde und ich es ob seiner Schlankheit schätze, stößt es doch von Zeit zu Zeit an Grenzen die wohl verhindern werden, dass es zu einem meiner Lieblinge wird :-).

b. Beschäftigst du dich auch sportlich mit Waffen? Zum Beispiel Bogenschießen, Kendo oder bist du Sportschütze?
Nein. Und ich habe dazu auch leider nicht mehr zu sagen.

1. In DnD unterscheiden sich die einzelnen Waffen fast nur durch ihren Schadenswürfel, in Splittermond hat eine Waffe mehr Stats als Charaktere in anderen Systemen. Shadowrun hat ganze Waffenbücher während es in Fate Core kaum einen Unterschied macht, ob man mit Fäusten, Schwertern oder schweren Maschinengewehren kämpft. Wie wichtig sind dir viele verschiedene Waffen? Wie lange ist die ideale Waffenliste?
Das kommt bei mir auf das Genre an, wie ich feststelle.
Sofern ich Fantasy-Rollenspiele spiele gilt: Ich bin mit DSA „sozialisiert“ worden, wie man heute so schön sagt. Da sind Waffen teilweise standesgebunden, haben sehr unterschiedliche Schadenswerte, bieten anderweitige Boni und/oder Nachteile – doch, ich mag das. Ich mag es auch, auf die „richtige“ Waffe zu sparen. Und ich mag es, endlich einen „Prügel“ in der Hand zu haben, der „mehr“ Schaden als ein popeliges Schwert macht.
Sofern ich Horror-Rollenspiele spiele: Hier bevorzuge ich OneShots – gleich welchen Systems. Und da finde ich es immer angebracht, wenn die Ausrüstung der Charaktere zum jeweiligen Abenteuer passt. Insofern darf die Waffenliste so lang sein wie sie will, ich werde nicht dahin kommen, das Spektrum komplett auszunutzen – und es ist mir auch nicht wichtig.

2. Die Artussage wäre nicht komplett ohne das Schwert Excalibur. Hat in deiner Rollenspielerfahrung schon mal eine Waffe eine ganz zentrale Rolle gespielt?
Ja, gerade in Fantasy-Settings. Meine aktuelle ABOREA-Kampagne dreht sich um eine göttliche Waffe, die es vor dem Einfluß finsterer Mächte zu schützen gilt. Wir haben bei DSA aber auch schon sagenhafte Klingen gesucht oder mussten einen heiligen Stab auftreiben. Ich kann allerdings nicht sagen, dass sich das Thema sonderlich eingebrannt hätte.

3. Dein Wüstenkrieger ist fertig erstellt, fehlt nur noch die Ausrüstung. Ikonisch wäre als Waffe natürlich ein Krummsäbel, aber die Wikingeraxt macht viel mehr Schaden! Wie sehr gerätst du in Versuchung?
Ich würde erwarten, dass die Charakterkonzepte halbwegs ausgewogen sind, will sagen: wenn ich nicht an die gute Waffe rankomme, müsste mein Wüstenkrieger irgendeinen anderen Bonus zum Ausgleich bekommen. Sofern das gilt, wäre meine Versuchung äußerst gering :-).

4. Feuerwaffen in Fantasy/Fäntelalter-Settings finde ich… weil…
Feuerwaffen in Fäntelalter-Settings finde ich immer noch unglaublich faszinierend, weil ich mit DSA „sozialisiert“ wurde. Da ist das halt nahezu kategorisch ausgeschlossen. Und da mich das geprägt hat, bin ich immer wieder ganz aufgeregt, wenn so „moderne Technik“ Einzug hält. Für mich ist das immer noch eine spannende Mischung, auch, wenn ich mittlerweile dutzende solcher Settings kenne.

5. Egal ob Bogen oder Sturmgewehr: wie haltet ihr es in euren Runden mit der Munition? Wird der Verbrauch nachgehalten? Muss neue Munition gekauft / gebaut / gelootet werden?
Beim Bogen werden die Pfeile nachgehalten. Bei Schussfeuerwaffen achte ich höchstens auf die Anzahl Schuss im Magazin, nicht auf die Zahl der mitgeführten Magazine. Denn das Nachladen wird ja meist zum Problem, wenn die anrückenden Tentakelhorden noch nicht erledigt sind…

Bonusfrage: Die ungewöhnlichste Waffe, mit der einer meiner (N)SCs je einen Gegner überwältigt hat, war…
…der Stab des Vergessens (hieß der so?), der im „Jahr des Feuers“ (DSA) Rhazzazor überwältigt hat.

1W100 – Random Blog Encounters: meine März-Antworten

Anfang des Jahres stellte Sorben von den „Gelben Zeichen“ gleich einhundert Fragen – genauer: 1W100 Random Blog- Encounters – auf seinen Blog. Eine nette Idee, die ich gerne aufgreifen möchte. Zu jedem Monatsletzen greife ich zu meinem W100 – als CTHULHU-Spieler ja ohnehin ein Pflichtutensil auf meinem Schreibtisch – und werde 3 Fragen beantworten. Mal schauen, welche Fragen die Würfel mir zuweisen:

45. Nutzt du Zufallstabellen? Wenn ja, machst Du sie selber oder woher bekommst du sie?
Jein. Früher habe ich den Zweck überhaupt nicht verstanden, ja, fand es sogar ehrenrührig diese Tabellen zu verwenden. Heute nutze ich sie eher als Inspirationsquelle statt als tatsächliche Würfeltabelle. Ich bekomme sie normalerweise aus den Publikationen, für die ich gerade etwas leite… aber ganz viel findet sich auch drüben beim Rohrschachhamster, sehr empfehlenswert :-).

70. Liest du gerne Spielberichte/siehst du gerne Lets Plays?
Ja und nein. Eigentlich finde ich Spielberichte toll. Leider habe ich meistens nicht die Zeit, sie komplett zu lesen (da viele Spieler sich sehr, sehr viel Mühe mit ihren umfangreichen Berichten geben). Schade. Lets Plays konnte ich bislang eher wenig abgewinnen.

60. Deutsch, englisch oder… ? In welcher Sprache sollte dein Grundregelwerk sein? Ist englisch in Ordnung? Welches Spiel würdest du gerne übersetzt sehen?
Ich lese englische Regelwerke, aber zum Spielen bevorzuge ich deutsches Material. Ich muss dann einfach weniger nachdenken, denn Englisch geht mir nicht fließend genug von der Hand (obwohl es besser geworden ist, seit ich mehr internationales Material lese). „Tales from the Loop“ hätte ich echt gerne auf Deutsch, da geht doch was, liebe Uhrwerker, oder? 🙂

Meinen Dank an Sorben für’s fleißige Fragenstellen!

RPG-Blog-O-Quest März 2018: Abenteuer

Ein neuer Monat, eine neue RPG-Blog-O-Quest! Man merkt es meinem Blog aufgrund einiger „vorgeplanter“ Artikel vielleicht (noch) nicht an, aber im Moment komme ich echt kaum dazu, mich hier blicken zu lassen. Umso schöner, dass Michael in diesem Monat die Zeit gefunden hat, ein paar Fragen an die Blogger-Gemeinde zu stellen. Ein guter Grund, hier noch einmal – wenigstens kurz – in die Tasten zu hauen!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten!

Vorab die Statusmeldung (hübsche Idee!):

mein letzter Charakter: Hane Bornstoj, bornischer Schiffer. Lange her.
mein letztes Abenteuer: „Jagdfieber“ für Splittermond, eine Mephisto-Beilage die ich in meiner Aborea-Kampagne verarbeitet habe gefolgt von einer sehr freien Interpretation eines kleinen Teils der „Tyranny of Dragons“-Kampagne für D&D5E, ebenfalls auf Aborea umgemünzt.
mein letztes System: Oh, äh, ja. Aborea.

Und hier nun die Fragen:

1. Ich empfinde _____ Stunden als ideale Dauer für ein One-Shot Abenteuer, bzw. eine einzelne Spielrunde, weil _____.
Ich empfinde 4-6 Stunden als ideale Dauer für ein One-Shot-Abenteuer, weil ich einen One-Shot unbedingt in einer Session durchbringen möchte. Das entspricht meiner Vorstellung von einem intensiven One-Shot, wie ich sie mag.

2. Ich wünsche mir ein Abenteuer in dem _____, _____ und _____ vorkommen, denn _____.
Ich wünsche mir ein Abenteuer in dem Piraten, Drachen und verborgene Schätze vorkommen, denn ich plane für meine Aborea-Gruppe – wenn wir die laufende Kampagne beendet haben – eine Piratenkampagne. Glücklicherweise bin ich auf diesem Gebiet auch bereits reichlich fündig geworden 🙂 – Pathfinder sei Dank (ach ja, und ein bißchen 7te-See-Material und ältere Bücher). Wünsche an ungeschriebenes Material habe ich derzeit kaum – ich komme kaum damit hinterher, alles das zu lesen, was mich interessiert. Seufz 🙂

3. Welchen (eher unbekannten) Film möchtest Du gerne einmal als Abenteuer nachspielen, bzw. in ein Abenteuer verwursten und warum? Hast Du das vielleicht sogar schon gemacht und wie waren dann die Erfahrungen damit?
Vor vielen, vielen Jahren habe ich mal eine Star-Wars-Runde auf die Suche nach zwei Droiden geschickt, die über Tatooine abgestürtzt sein sollten und lebenswichtige Pläne für die Allianz dabei hatten… das war ein Riesenspaß, immer einen Schritt hinter Skywalker & Co. her zu sein, obwohl man genau wußte, was passieren würde. Den einzigen Film, den ich seither in ein fertiges Abenteuer verwandelt habe war „Kongo“, basiert auf Crightons Roman. Man findet es hier in der Download-Sektion und es hat wirklich Spaß gemacht. Weitere Ausflüge in dieses Genre plane ich aktuell nicht – ich gucke derzeit aber auch keine (!) Filme – wenn man von den Disney-Klassikern meiner Kinder absieht. Hm, aus „Aladdin“ oder „Der Schatzplanet“ ließe sich allerdings vielleicht etwas machen… 🙂

4. Der Einstieg in ein Abenteuer ist oftmals recht abgegriffen (die Erbschaft des unbekannten Stiefonkels schwiegermütterlicherseits …). Wie sah der beste Einstieg in ein Abenteuer aus, den Du (mit-)gemacht hast?
Den besten Einstieg hatten wir definitiv mit „Last Men standing“. Hier ist der Plan: und nun ab, mitten hinein in den Banküberfall. Tolles Abenteuer, tolles Setting, toller Einstieg. Hat mir sehr gut gefallen. Ein guter One-Shot ist – in meinen Augen – wie eine Kurzgeschichte: die fangen auch eher unvermittelt ohne Vorgeplänkel an.

5. Wenn es einen Publikumspreis für ein Abenteuer gäbe, gäbe ich meine Stimme für _____ von _____, denn _____.
Ich habe mittlerweile gefühlt hunderte CTHULHU-Abenteuer gelesen. Ich habe darüber hinaus diverse andere Systeme angetestet und gelesen, nicht zuletzt für den Ringboten. Mich jetzt hier auf ein Abenteuer festzulegen, fällt mir reichlich schwer. Ich glaube, eines der unterschätztesten CoC-Abenteuer ist „Blues für Marnie“, das im ersten SL-Handbuch noch enthalten war – wir hatten eine Menge Spaß damit. Ob es mein Lieblingsabenteuer ist? Ich denke nicht. „Grüner Sand“ aus einer Mephisto hat mir mit gerade einmal zwei Seiten einen tollen Spieleabend beschert – ein dickes Lob an Plot und Aufbereitung. Die Dungeons von „Trilemma Adventures“ sind allesamt Gold wert, großartige Abenteuer. Ich habe während weiten Teilen der (doch eher umstrittenen) „Jahr-des-Feuers“-Kampagne Blut und Wasser geschwitzt, was hauptsächlich unserem SL zu verdanken ist. Nein, es gibt viele tolle Abenteuer da draußen, ich kann mich nicht entscheiden.

Bonusfrage: Welches System möchtest Du unbedingt in diesem Jahr einmal auf einer Convention ausprobieren, bzw. wäre vielleicht sogar den Besuch einer Convention wert?
Hier muss ich leider passen – ich besuche aus Zeitgründen nur Messen, keine Conventions, und hier ist mir der Lärmpegel immer einfach zu hoch zum Spielen. Das lasse ich bleiben 🙂

1W100 – Random Blog Encounters: meine Februar-Antworten

Anfang des Jahres stellte Sorben von den „Gelben Zeichen“ gleich einhundert Fragen – genauer: 1W100 Random Blog- Encounters – auf seinen Blog. Eine nette Idee, die ich gerne aufgreifen möchte. Zu jedem Monatsletzen greife ich zu meinem W100 – als CTHULHU-Spieler ja ohnehin ein Pflichtutensil auf meinem Schreibtisch – und werde 3 Fragen beantworten. Mal schauen, welche Fragen die Würfel mir zuweisen:

97. Besitzt du Haustiere? Gab es schon einmal bemerkenswerte Vorkommnisse mit einem Tier im Rollenspiel?
Beides: ja. Auch, wenn es nichts miteinander zu tun hat :-). Ich bin stolzer Katzenbesitzer einer sehr schwarzen, schlanken und eleganten Hauskatze, die mir reichlich Mäusereste vor die Haustüre legt :-). Meine rollenspielerischen Erfahrungen haben aber mit dem Eichhörnchen „Derbernd“ meines bornischen Schiffers Hane zu tun, das im Zuge der borbaradianischen Invasionen (eher gesagt: während des „Jahrs des Feuers“) bei der Belagerung von Wehrheim ums Leben kam. Wahrscheinlich. Genau ist das nie geklärt worden, denn ich ließ das Tier in der vermeintlichen Sicherheit der Burg zurück… grummel…

81. Siehst du dich als Nerd/Geek? Könnten andere dich so sehen und welches Gefühl hast du bei diesen Begriffen?
Ja. Und Ja. Ich bin eigentlich eher so der „Spießer“-Typ: Haus, Kinder, Katze, Auto, Steuern zahlen, Musikverein, Schützenfest. Aber: da ist eben auch die laute Metal-Musik aus meinem Auto, der Keller voller obskurer Bücher, die ständigen Zitate von Star Wars – und das brauche ich eben auch, denn das ist ein Teil von mir. Alles gut, Nerd ist völlig okay :-).

06. Schreibst du selber Abenteuer oder kaufst du sie? Was findest du besser, wenn du beides schon gemacht hast, oder besser worin liegen jeweils Vor- und Nachteile?
Ich habe beides schon gemacht. Ich bevorzuge allerdings Kaufabenteuer, wobei ich nicht gerne viel Text lese, um mich vorzubereiten. Zeitungsformat finde ich großartig :-). Warum: ich habe meistens nicht die Zeit, mir die Abenteuer selbst komplett zurechtzulegen; dazu kommt, dass ich so viele großartige Abenteuer gelesen habe, dass ich sie auch noch einmal erleben möchte. Daher habe ich auch wenig Bedarf, selbst zu aktiv zu werden. Meine wenigen Abenteuer pro Jahr finden sich meist auf dem Blog oder in irgendeiner anderen Publikation wieder – und mehr wird es dann tatsächlich nicht :-).

Meinen Dank an Sorben für’s fleißige Fragenstellen!

7. WOPC: eine cthuloide Nachlese

Hallo zusammen,

die Abstimmungsfrist für den diesjährigen Winter-OnePageContest ist am gestrigen Tage abgelaufen. Bereits knapp zwei Wochen steht das Material online zur Verfügung – in diesem Jahr also genug Zeit vor dem GratisRollenspielTag, um einen Blick auf das Material zu werfen. Wie auch in den vergangenen Jahren habe ich mich auf der Suche nach cthuloidem Material für Euch durch die beeindruckenden PDF-Dateien gewühlt.

Wie auch schon in den vergangenen Jahren präsentiere ich die Einträge wieder nach Setting sortiert, nicht nach Kategorie. Ich hoffe, Ihr findet Euch dennoch rasch zurecht :-).

CTHULHU WildWest

  • Die „Chicago Great Western Railroad“

Ich mag inspirierende Zufallstabellen und „Die „Chicago Great Western Railroad““ ist eine tolle Inspirationsquelle für Western-Settings aller Art. Insbesondere der hohe Anteil von Klischees, die ohne große Beschreibung auskommen und die angenehme Komplettheit der Liste – inklusive Plothooks und Namen – haben mich voll überzeugt.

Darüber hinaus hat Nick Dysen wie auch in den vergangenen Jahren einige Episoden für „Deadlands“ über die verschiedenen Kategorien verteilt, die jedoch in diesem Fall mehr auf die ungewöhnlicheren Settingeigenheiten eingehen und damit nicht so ohne weiteres für CTHULHU WildWest konvertierbar sind. Dennoch gibt es von mir eine klare Leseempfehlung für diese OnePager.

1920er

  • Jimmy will Dich sehen

In der Kategorie „Im Zentrum der Macht“ hat sich ein waschechter Gangsterplot eingeschlichen, der sich hervorragend in einer Gangsterkampagne unterbringen lassen sollte. Seine volle Wirkung entfaltet es aber wohl als OneShot, denn insbesondere die Charakterkonstellation ist absolut göttlich. Ich könnte mir gut vorstellen, „Jimmy will Dich sehen“ mit „FIASCO“ zu beenden, aber auch eine cthulhoide Verknüpfung bietet sich an. Schaut es Euch an.

  • Der Große Max

Als Schauplatzkarte konzipiert ist „Der Große Max“ natürlich universell einsetzbar. Doch damit natürlich auch für CTHULHU. Wer einmal einen besonderen Schauplatz über den Wolken sucht, der sollte sich diesen gelungenen OnePager merken.

  • Ein Opfer für den Mondbaum

Das für „FHTAGN“ geschriebene „Ein Opfer für den Mondbaum“ ist settingtechnisch ein wenig schwierig einzubauen, funktioniert es doch als waschechter Traumlandeplot in jeder Epoche gleichermaßen; mit ein wenig Arbeit lässt es sich sogar zu einem Katzulhu-Szenario umstricken, denke ich. Wer einen sachten Einstieg in die Tiefen der Traumlande braucht, sollte hier einmal einen Blick riskieren – für Einsteiger in die Traumlandethematik bietet sich das „Opfer für den Mondbaum“ vorbehaltlos an.

NOW

  • Roadkill

Das leicht slapstickartig angehauchte „Roadkill“ lässt sich problemlos in ein „Blood-Brother“-ähnliches CTHULHU-Szenario verwandeln – oder man nimmt die angestrebte Ausgangslage als Basispunkt für einen bierernsten CTHULHU-Plot, je nach Wunsch. Gelungen.

  • Olde Roulemaster

Mein eigener Beitrag für die Kategorie „On the Road“ ist zugegebenermaßen wenig cthuloid, aber doch als Grusel/Mystery-Element konzipiert. Wer einmal ein wenig Abwechslung braucht – oder einen Bus benötigt, der auch von Yog Sothoth verflucht sein könnte – kann ja mal querlesen. Ich denke, diesen OnePager werde ich bezeiten auch hier noch einmal gesondert veröffentlichen.

SO! Das war’s schon wieder. Tatsächlich sind es deutlich weniger Einseiter als im letzten Jahr, was aber wohl auch an den Kategorien liegt – die „Geisterhaus“-Seiten des letzten Jahres ließen sich nahezu alle cthuloid ausschlachten. Bleibt nur, danke zu sagen. Danke, Greifenklaue, Würfelheld, Teilnehmer, Jury und Sponsoren!