Radio von gestern, noch heute!

Aus der Reihe „cthulhu.de-Bestseller“
Erstveröffentlichung: 19. April 2010
Autor: Daniel Neugebauer

cthulhu de stempel bestseller

„Waldviech“ bekommt von mir einen Orden! Er hat im (ehemaligen, Anm. Seanchui) Hollow Earth Expedition Forum eine grandiose Sammlung von Radioprogrammen aus den 30er und 40er Jahren gepostet. Mit dabei sind Buck Rogers, Doc Savage, The Shadow (gefunden von Midir), Chandu the Magician und Flash Gordon. Mit dabei sind auch Werbespots für amerikanische Staatsanleihen und was weiß ich noch alles.

Ganz großes Ohrenkino! Ich zitiere aus dem Forum:

Chandu the Magician
Sozusagen der Urvater aller okkulten Ermittler des Pulp-Genres. Frank Chandler aka “Chandu the Magician” geht in dieser Serie mit detektivischem Spürsinn und okkultem Wissen aus dem Fernen Osten zahlreichen Mysterien auf den Grund.

Flash Gordon
Die Radioserie von 1935. Raketenschiffe ! Strahlenpistolen ! FLASH ! Weltraumpulp in Reinkultur….

Buck Rogers
Flash´s großer Rivale aus dem ungeheuerlich futuristischen 25. Jahrhundert….

Jungle Jim
Dschungel-Pulp in Reinkultur. Jungle-Jim war als Konkurenz-Serie zu Tarzan konzipiert (wobei Jungle Jim kein Fellschurzträger sondern ein Großwildjäger ist) und erreichte schnell vergleichbare Beliebtheit, konnte sich aber nicht dauerhaft gegen Tarzan behaupten…

Tarzan
Nach Jungle-Jim nun das “Original” mit seiner eigenen Radioserie von 1933. Mehr muss zu Tarzan wohl nicht erklärt werden.

The Air-Adventures of Jimmy Allen
Die Abenteuer eines heroischen Piloten und FBI-Agenten….

(…)

Captain Midnight
Eine weitere Pilotenserie. Hier spielen neben Fliegergeschichten auch Mad Science und Agentenplots eine wichtige Rolle

Secret Agent K-7
Wie man aus dem Titel schon schließen kann, handelt es sich bei Secret Agent K-7 um eine Agentenserie aus den 30igern – sozusagen einen pulpigen Vorläufer von James Bond…

(…)

Terry and the Pirates
Ebenfalls sehr sehr klassischer Pulp-Stoff !

Und schließlich doch gefunden: The Shadow

[edit] Und noch mehr Radiohörspiele gibt es bei den Old Time Radio Fans

Advertisements

RPG-Blog-O-Quest September 2018: Schauplätze

Das mit dem Bloggen hier ist im Moment nicht so einfach. Ihr werdet es an der recht niedrigen Taktfrequenz eigener Artikel vielleicht bemerkt haben. Noch viel seltener in dieser verschwindend geringen Artikelzahl sind dann auch noch die Artikel, wegen denen ich diesen Blog eigentlich gegründet habe: Spielmaterial! Aber immerhin gibt es die Blog-O-Quest, die mich jeden Monat aufs Neue motiviert, wenigstens für etwas eigenen Content hier auf dem Blog zu sorgen. In diesem Monat übernimmt Timberwere die Organisation, wofür ich mich herzlich bedanke!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten! Nun aber auf an die aktuellen Fragen, die sich in diesem Monat mit Schauplätzen beschäftigen!

1. Welche Eigenschaften muss ein guter Schauplatz für dich haben?
Ach je, die Beantwortung dieser Frage könnte länger dauern. Oder ich mache es mir leicht :-). Nein, ganz ehrlich: die Eigenschaften, die ein guter Schauplatz benötigt, hängen doch sehr von seiner Funktion ab. An den Schauplatz des grandiosen Finales einer langjährigen Kampagne stelle ich andere Ansprüche als an den Schauplatz einer zünftigen Kneipenschlägerei. An einen Dungeon andere als an ein Banditenlager. Generell würde ich mich dazu hinreißen lassen, dass ein Schauplatz ein wenig Atmosphäre braucht und genügend Möglichkeiten zur Interaktion für die SC bereit hält. Das dürfte vage genug sein :-).

2. Gibt es eine Kategorie von Schauplätzen, die du im Spiel bevorzugst, also besonders gerne bespielst?
Nein, da bin ich flexibel. Gerade im cthuloiden ist mir die Bibliothek ebenso recht wie das Zeltlager der Dschungelexpedition. Ich mag theoretisch Schiffe: überschaubarer Platz, unterschiedlichste Plots, festgelegte Anzahl NSC, kurz: „Closed Room“ mit Frischluft :-). Aber in der Praxis habe ich das bislang eher sehr wenig genutzt, vielleicht mal bei einem One Shot.

3. Was muss/müsste passieren, damit dir eine (Kategorie von) Location(s) völlig verleidet wird/würde, bzw. ist das schon mal passiert, und wie/warum?
Ich muss gestehen, dass ich das Intermezzo in der Kampagne „Die Bestie“, das in der „Bibliothek von Celeano“ spielt, extrem schwach finde. Der Ort ist eine in der Theorie reichlich coole Location, aber es mangelt hier einfach an einer praktischen Umsetzbarkeit, was das Intermezzo in meinen Augen hervorragend belegt :-).

4. Welche Location wolltest du schon immer mal bespielen, kamst aber bisher nie dazu?
Innsmouth. Eines Tages krieg‘ ich Dich.

5. Was war die denkwürdigste Location, die du je bespielt hast?
…da muss ich passen. Ich habe schon ein paar coole Dinge gesehen bzw. geleitet, aber… hm, vielleicht der rätselhafte Djinn-Tempel unter Kraj, den meine ABOREA-Kampagne besucht hat, der war ziemlich cool. Natürlich war auch die „fliegende Festung“ im „Jahr des Feuers (DSA)“ eine denkwürdige Location. Hm, ich weiß nicht recht. Ich achte mal drauf :-).

Bonusfrage: Wie sieht der ideale RL-Spielort für dich aus?
Oh, ich bin mit meinem Rollenspielkeller schon sehr, sehr zufrieden. Mittlerweile habe ich ihn in Details noch verfeinert :-).

1W100 – Random Blog Encounters: meine August-Antworten

Anfang des Jahres stellte Sorben von den „Gelben Zeichen“ gleich einhundert Fragen – genauer: 1W100 Random Blog- Encounters – auf seinen Blog. Eine nette Idee, die ich gerne aufgreifen möchte. Zu jedem Monatsletzen greife ich zu meinem W100 – als CTHULHU-Spieler ja ohnehin ein Pflichtutensil auf meinem Schreibtisch – und werde 3 Fragen beantworten. Mal schauen, welche Fragen die Würfel mir zuweisen:

61. Rollenspiel oder gespielte Rollen (im Englischen kommts besser rüber 😉 )? Sind Emotionen und zu sehr „im Charakter sein“ peinlich oder großartig?
Mir selbst liegt es ehrlich gesagt nicht, groß „aus mir heraus“zukommen. Das hat nicht was mit Rollenspielen zu tun, sondern ist eher so ein allgemeiner Charakterzug. Insofern sind auch meine Charaktere als Spieler aber auch meine Leistung als SL eher unemotional, auch wenn ich versuche, Stimmungen über Klangfärbung und/oder Handlungen zu transportieren. Das hat aber nichts mit „peinlich“ zu tun – es liegt mir schlicht nicht mehr. Ich finde es aber ganz großartig – und habe es leider auch eher selten erlebt – wenn einer meiner Spieler große Emotionen in seinen Charakter legt oder sie wenigstens beschreibt. Also: Großartig.

91. 3 Kupfer für ein Bier in der Taverne, einen Dollar für einen Whisky in der Flüsterkneipe. Wie handhabst du ingame die Finanzen? Gruppenkasse für größere Ausgaben oder jeder für sich? Wie wichtig ist Geld im Spiel oder ist es eher ein nebensächlicher Aspekt?
Mit meinen alten Hasen spiele ich aktuell hauptsächlich OneShots mit abgestimmten Charakteren. Da erübrigt sich die Gruppenkasse. In meiner Kampagne spielen wir zwar mit Geld (die Übernachtung soll ja etwas kosten), aber üblicherweise nicht auf einem Level, der existenziell wird, heißt: für die Grundbedürfnisse und ab und an ein neues Ausrüstungsstück wird durch die Verteilung von Belohnungen gesorgt :-).

51. Wie stehst du zu EP für gutes Rollenspiel etc.?
Das finde ich Quatsch. Jeder meiner Mitspieler spielt – im Rahmen seiner Möglichkeiten – so gut er kann. Da wird niemand für eine flammende Rede besonders belohnt, nur weil er hauptberuflich Präsentationen hält und ihm so etwas daher als Spieler eher liegt. Ich kann mir vorstellen, dass es Gruppen und SL gibt, für die ein solches Belohnungssystem förderlich ist, denn vielleicht hilft es dabei, den eher stillen Spieler mehr zu motivieren. Ich selbst würde mich allerdings aus meiner Komfortzone herausgeführt fühlen – und das würde mir einen Teil des Spaßes, den das Spiel ja bringen soll, nehmen.

Meinen Dank an Sorben für’s fleißige Fragenstellen!

RPG-Blog-O-Quest August 2018: Visionen

Es ist mal wieder Zeit für die monatliche Blog-O-Quest, dieses Mal ausgerichtet von Nerd-Gedanken. Vielen Dank für die Organisation! Dieses Mal reden wir über Visionen und Visionäres – ich bin gespannt!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten!

1. Was haltet ihr von Visionen und Prophezeihungen als Stilmittel/Questhook für Rollenspielabenteuer?
Ehrlicherweise: sehr wenig. Ich habe so etwas noch nie bewußt in einem selbstgeschriebenen Abenteuer eingesetzt und ich habe normalerweise einen Bogen um die Abenteuer gemacht, in denen es vorkam. Erlebt habe ich das schon, aber es gab dem Abenteuer jetzt wirklich keine andere Farbe, als wenn wir die Information über einen anderen Weg erhalten hätten. Letzten Endes ist es „nur“ eine weiter Möglichkeit, Informationen an den Mann zu bringen – und da gibt es in meinen Augen bessere.

2. Für Spielleiter: Habt ihr in einem Abenteuer die Spielercharaktere mit einer Vision konfrontiert und wenn ja, wie hat sich das Spiel entwickelt? Wenn nein, wieso nicht?
Für Spieler: Habt ihr im Spiel schon eine Vision/Prophezeihung erlebt? Wenn ja, wie hat euer SL das gestaltet? Wenn nein, würdet ihr euch so etwas wünschen?

Spielleiter: Wie gesagt, nein. Ich versuche das zu vermeiden.
Spieler: ja. Unser SL hat das eigentlich ganz gut gemacht. Aber wir haben es halt wie jede andere Informationen irgendwo hin notiert und später vergessen.

3. Welche Rollenspielmechaniken haltet ihr für eine wirklich visionäre Idee?
Puh. Ehrlicherweise habe ich zwar viele Rollenspiele gelesen und auch schon das eine oder andere getestet, aber gerade die „abgefahreneren“ Sachen liegen mir nicht so recht. Ich denke, alles was etwas „Player Empowerment“ an den Tisch bringt, OHNE die Spieler gleich zu überfordern, war eine gute Idee. In meiner Runde wären Systeme wie FATE nichts – da hier jeder ständig mit seiner eigenen Kreativität gefordert ist. Bennies oder Schicksalspunkte sind ein reines Ressourcen-Ding, sorgen für ein kurzes Spotlight und können die Handlung zumindest im Wunsche der Charaktere verändern. Das liegt uns mehr.

Ansonsten bin ich für alles offen, um Regelwerke so schlank wie möglich zu halten OHNE auf Würfel zu verzichten. Das BRP macht für CTHULHU da schon vieles richtig, ist aber natürlich keine universelle Lösung :-).

4. Welches Rollenspielsetting wäre eure Zukunfts-Horrorvision – und warum?
Geht es darum, welches Setting ich niemals als Rollenspiel verwurstet sehen möchte? Ganz klar: Twighlight. Ansonsten kann ich mir vieles vorstellen :-).

5. Wagt einen Blick in die Zukunft: Wie wird eure Rollenspiel-„Karriere“ in zehn Jahren aussehen?
Bis dahin werde ich hoffentlich noch die eine oder andere Publikation auf die Beine gestellt haben, habe ein paar weitere Systeme zumindest getestet und habe noch mindestens zwei Kurz-Kampagnen durchgespielt. Tatsächlich werden wir uns in zehn Jahren wieder regelmäßiger treffen, da unsere Kinder dann fast alle Teenager sind und ihr eigenes Ding drehen 🙂

Bonusfrage: Blickt in die Zukunft eures Lieblings-RPGs – wie wird es sich entwickeln, was wünscht ihr euch?
Dazu schreibe ich im Moment mal nichts. Das wird noch einen eigenen Blogeintrag brauchen, fürchte ich.

Ein paar Worte über Lovecraft

In diesem Monat jährt sich ein weiteres Mal der Geburtstag H. P. Lovecrafts, des Autoren, auf dessen Werken maßgeblich das Setting des „Cthulhu“-Rollenspiels basiert, dem dieser Blog größtenteils gewidmet ist. Eigentlich ein Wunder, dass H. P. Lovecraft auf diesem Blog noch nie wirklich präsent war, sieht man von einigen Rezensionen moderner Umsetzungen seiner Werke – zumeist als Hörspiel oder Hörbuch – ab. Doch besonders bewusst wurde mir dieser Umstand, als ich das alte Material von cthulhu.de ein weiteres Mal sichtete. Ich werde also den August dazu nutzen, einige Lovecraft gewidmete Artikel wiederzuveröffentlichen.

Wer sich schon mal ein wenig über den Menschen Lovecraft einlesen möchte, dem empfehle ich die Kurzbiographien bei der „Deutschen Lovecraft Gesellschaft“ und auf „hplovecraft.de„.

1W100 – Random Blog Encounters: meine Juli-Antworten

Anfang des Jahres stellte Sorben von den „Gelben Zeichen“ gleich einhundert Fragen – genauer: 1W100 Random Blog- Encounters – auf seinen Blog. Eine nette Idee, die ich gerne aufgreifen möchte. Zu jedem Monatsletzen greife ich zu meinem W100 – als CTHULHU-Spieler ja ohnehin ein Pflichtutensil auf meinem Schreibtisch – und werde 3 Fragen beantworten. Mal schauen, welche Fragen die Würfel mir zuweisen:

98. Machst du bewusst längere Blog- oder Spielpausen?
Nein. Die Blogpausen rühren von anderen Aktivitäten her (beispielsweise, wenn mir Ringbotenrezensionen unter den Nägeln brennen, ich gerade am neuen Lovecrafter arbeite oder ich irgendein anderes Projekt angegangen bin; die Spielpausen sind Arbeit, Urlaub und Familie geschuldet). Das hat alles nichts mit einem bewußten „Auftanken“ oder so zu tun. Tatsächlich vermisse ich sowohl Blog als auch Spiel, wenn es einmal pausiert.

11. Wo siehst du dich in 10/20 Jahren? Wirst du immer noch spielen? Wie wird sich das Spielen deiner Meinung nach innerhalb dieser Jahre verändern?
Selbstverständlich spiele ich dann nach wie vor und ich hoffe, dass die Art zu spielen sich nicht allzusehr verändert haben wird. 🙂 Ich bin halt eher das Gewohnheitstier…

95. Das Internet hat viel verändert. Spielen wie 1989, wäre das eine schöne Sache oder was möchtest du nicht mehr missen? Foren, Blogs, Hangouts etc.
Oh, die beiden Fragen ergänzen sich ja sehr schön. Gute Würfel. Tatsächlich hat sich mein Spiel seit meinen Anfängen kaum verändert. Klar, die Abenteuer sind irgendwie ausgeklügelter (früher war es immer der Schwarzmagier, der das Dorf bedrohte…), man spielt seltener und man hat auch etwas über Charakterentwicklung dazugelernt. Aber sonst ist es halt immer noch wie früher – man sitzt mit Freunden beisammen und läßt die Fantasie spielen… Ja, Foren und Blogs haben einen regeren Austausch und auch nette Anregungen ermöglicht. Dafür vermisse ich Rollenspielzeitungen (wie die WunderWelten) im Bahnhofsbuchhandel. Das war für mich eher ein „Tausch“ als eine Erweiterung der Möglichkeiten. Und die digitale Spielwiese habe ich für mich und meine Gruppe noch gar nicht erforscht und sehe das für mich in Zukunft auch nicht…

Meinen Dank an Sorben für’s fleißige Fragenstellen!

RPG-Blog-O-Quest Juli 2018: Lustlosigkeit

Nachdem ich im vergangenen Monat die Ehre hatte, die Blog-O-Quest auszurichten (meinen Dank an alle tapferen Teilnehmer, Eure Beiträge sind super!), stellt in diesem Monat Urgestein Würfelheld noch einmal die Fragen. Lustlosigkeit, ein Thema das mir reichlich fern liegt *hust, hust*.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Mitgestalter sind immer gerne gesehen und gesucht! Und nun an die Fragen:

1. Jeder geht bestimmt mal durch ein Tal der Lustlosigkeit. Was tut ihr dagegen?
Wenns ums Hobby geht, lautet die Devise bei mir schlicht: „Augen zu und durch“. Ich bin sehr beständig, was meine Freizeitgestaltung angeht und folge seit Jahrzehnten den gleichen Hobbies. Ich weiß, wie wunderbar diese Hobbies zu mir passen und wieviel Freude ich bereits damit hatte und noch haben werde. Wenn sich dann mal ein paar Wochen Lustlosigkeit einschleicht, ist das nur natürlich, ändert sich aber garantiert. Wichtig ist für mich aber auf jeden Fall durchzuziehen – und das klappt eigentlich ganz gut.

2. Wie motivierst Du Dich am Ball zu bleiben – sowohl beim Rollenspiel als auch beim Bloggen?
Beim Bloggen ist es eine Mischung aus externer und interner Motivation. Extern, weil dieser Blog mittlerweile tatsächlich eine gewisse Anlaufstelle im cthuloiden Web darstellt und ich mich der CTHULHU-Szene tatsächlich ein bißchen verpflichtet fühle :-). Und intern, weil CTHULHU immer noch eine große Herzensangelegenheit ist, auch, wenn ich mittlerweile oft und ausgiebig mit anderen Systemen und Genres liebäugele :-).
Fürs Rollenspiel musste ich mich noch nie motivieren. Ich freue mich immer total, wenn es mal wieder mit einem Termin klappt und tue alles, um einen erfolgreichen Spielabend zu produzieren.

3. Schlechte Laune, ob von einem selbst oder eines Mitspielers, können die Spielrunde runterziehen. Was tust Du aktiv dagegen?
Ich bin normalerweise Spielleiter. Als solcher empfinde ich mich – zumindest in Ansätzen – als Dienstleister der Gruppe. Klar, ich soll auch mitspielen und meinen Spaß haben, aber: ohne SL klappt es mit den klassischen Systemen dann doch einfach nicht so gut. Da unsere Termine selten sind, wird in diesen Fällen – egal was kommt – der Ärger für ein paar Stunden einfach vergessen und ausgeblendet.
Als Spieler mag es passieren, das ich mit „Alltagsstimmung“ auflaufe. Meine Freunde wissen aber ganz genau, wie sie mich aufheitern können. Und ich denke, dass ich das bei meinen Freunden auch zumeist ganz gut hinkriege. Das passiert aber abseits des „Rollenspiels“, einfach weil wir ein eingestimmter Freundeskreis sind.

4. Was sind für Dich absolute Stimmungskiller?
„Schummeln“ und „Gewinnen um jeden Preis“. Ich mag es nicht, wenn im großen Finale plötzlich der unleserliche Würfel rausgekramt wird und jede noch so absurde Probe mit „gelungen!“ kommentiert wird. Von Zeit zu Zeit passiert das in meiner Runde. Dieses Verhalten stört mich nicht einmal in seiner spieltechnischen Wirkung, reißt mich aber tatsächlich aus der Stimmung. Es wird einfach albern, wenn der alternde Geschichtsprofessor mit seinem Taschenmesser die angreifenden Tentakelmonster zurückschlägt…

5. „Humor ist wenn man trotzdem lacht“ heißt es. Gab es Situationen wo das Lachen schwer fiel?
Im „richtigen Leben“? Natürlich, reichlich. Ich gehe mittlerweile auf die 40 zu, da hat man schon einiges mitgemacht. Im Rollenspiel? In einer Rolle steckend, klar. Als der endlose Heerwurm Wehrheim überrannte und unser Heer in alle Winde zerstreut wurde, war das schon unlustig. Als Spieler oder Spielleiter? Nein, nie.