RPG-Blog-O-Quest Juni 2017: Blogs

Nachdem in den letzten Monaten die RPG-Blog-O-Quest „geöffnet“ und von anderen Autoren als der Greifenklaue oder dem Würfelheld ausgerichtet wurde, meldet sich im Juni Würfelheld wieder zu Wort, um der versammelten Bloggosphäre fünf Fragen zu stellen.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten!

Nun aber gleich auf ins Getümmel, die Juni-Fragen warten!

1. Warum hast Du Deinen Blog gegründet/gestartet?
Ich habe über die Ursprünge dieses Blogs einmal einen eigenen Blogpost verfasst (HIER zu finden). Kurz zusammengefasst: ich bin eher der schreiberisch veranlagte Typ, und wenn mich ein Thema wirklich interessiert, dann möchte ich nicht nur konsumieren sondern auch irgendwie etwas zu meinem Hobby beitragen. Als dieser Blog gegründet wurde stand „CTHULHU“ bei mir halt sehr, sehr hoch im Kurs. Und da musste halt einige kreative Energie kanalisiert werden.

Tatsächlich gab es damals mit cthulhu.de bereits einen Blog, der sehr aktiv war und sehr viel Material veröffentlichte. Allerdings war dieser Blog mir dramatischerweise noch gar nicht geläufig, als ich meine eigenen Gehversuche startete. Ich bin erst ein wenig später darauf gestoßen.

2. Hat sich Dein Blog so entwickelt wie erhofft?
Ja, allerdings. Verglichen mit manch anderen Besucherzahlen, die im Rahmen von Neujahrswünschen veröffentlicht werden, habe ich zwar nur sehr, sehr wenige Besucher. Nichts desto trotz meine ich, mit meinem Blog ein gewisses Standing in der cthuloiden Rollenspielszene zu genießen. Viele kennen mich dann doch, ich erhalte Klicks und Links von anderen Themenseiten und tatsächlich habe ich es sogar als Erwähnung in das deutsche Grundregelwerk geschafft (wenn auch leider falsch geschrieben :-)). Ja, ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung des Blogs, auch, wenn ich inhaltlich gerne noch mehr machen würde.

3. Wird es 2017 auf Deinen Blog kostenlose Abenteuer geben? Wenn „ja“ für welche Systeme?
Oh, es gab schon immerhin einen OPC-Beitrag hier. Doch ja, ich arbeite auch an weiteren Materialien. „Natürlich“ werden diese für ein cthuloides System sein.

4. Was wünscht Du Dir von Deinen Followern?
Naja, „Kommentare“ sind immer schön. Aber am meisten freue ich mich darüber, wenn einer meiner Artikel irgendwo verlinkt wird oder eines meiner Abenteuer irgendwo erwähnt/besprochen wird. Wenn ich sehe, dass Leute mit dem hier gesammelten Material tatsächlich spielen, das ist für mich die Krönung meiner Tätigkeit.

5. Welche drei anderen Blogs verfolgst Du am liebsten?
Kein Blog im klassischen Sinne, aber sicherlich hier auch irgendwie passend, möchte ich als erstes den Podcast von System Matters anführen. Ich höre eigentlich kaum Podcasts, aber WENN, dann sind es die Jungs, die mich einfangen können. Als Zweites ist es wohl am ehesten der gute Greifenklaue, der zumeist einen interessanten Querschnitt bietet. An dritter Stelle gibt es eine Reihe interessanter Blogs, die ich gerne lese – von Jaegers.net über Arkanil über Richtig Spielleiten! über Tentakelspiele… ich muß an dieser Stelle wohl auf die Standardantwort rspblogs.de ausweichen, um allen gerecht zu werden…

Bonusfrage: Was würdest Du gerne an Deinem Blog ändern wollen?
Eigentlich, ganz tief in mir drin, würde ich gerne thematisch breiter bloggen. CTHULHU ist ein tolles Spiel und insbesondere der Cthulhu-Mythos hat es mir settingtechnisch sehr angetan. Doch in meiner Funktion als Ringbote bin ich doch mittlerweile interessensmäßig viel breiter aufgestellt. Doch das „RLYEH“ im Blogtitel verpflichtet irgendwie und NOCH ein weiterer Blog… nein, das kann ich mir nicht zumuten. Ich denke, die Lösung, mich beim Ringboten weiter auszutoben muß vorläufig genügen.

FHTAGN: Abenteuerwettbewerb

Schlag auf Schlag geht es weiter bei der Deutschen Lovecraft Gesellschaft! Nach der Veröffentlichung von FHTAGN (ich berichtete) ruft die Gesellschaft nun den ersten Abenteuerwettbewerb für das neue System aus:

In diesem Jahr ruft die Deutsche Lovecraft Gesellschaft ihren 1. Abenteuerwettbewerb aus.
Es handelt sich dabei um einen Abenteuerwettbewerb für Kurzabenteuer, die in einem beliebigen Lovecraft’schen Universum angesiedelt und als Oneshot innerhalb eines 3-stündigen Slots auf der anRUFung 2017 spielbar sind. Epoche und Setting sind frei wählbar.
Der Abenteuerwettbewerb ist systemgebunden, lässt aber auch Abenteuer zu, die völlig ohne Regelbezug auskommen. Als Basissystem für den Wettbewerb dient das von der dLG veröffentlichte Regelwerk FHTAGN (Arbeitstitel).

Die wichtigsten Regeln des Wettbewerbs hier kurz im Überblick:

  • Die Einsendung muss innerhalb des Wettbewerbszeitraums (Abgabe 30. September 2017) in elektronischer Form als PDF an folgende E-Mail-Adresse gesendet werden: ruf17@deutschelovecraftgesellschaft.de. Das PDF sollte hierbei das vollständige Abenteuer enthalten.
  • Das eingereichte Abenteuer darf nicht bereits veröffentlicht oder bei einem anderen Wettbewerb eingereicht worden sein.
  • Das Abenteuer darf eine Länge von 15.000 Zeichen inkl. Anhang nicht überschreiten. Hierzu zählen nicht das Deckblatt und der Klappentext. Bitte beachten: Diese Zeichen-Angabe benennt den Maximalwert und keinen Richtwert! Es ist völlig in Ordnung, kürzere Abenteuer einzureichen. Die Länge des Abenteuers ist kein Bewertungskriterium.
  • Das Abenteuer soll so konzipiert sein, dass es im Rahmen einer Convention in 1-3 Stunden spielbar ist.
  • Dem Abenteuer muss ein Deckblatt vorangestellt sein, dem folgende Informationen zu entnehmen sind: Titel des Abenteuers, Spielwelt und -region und Name/Pseudonym des Autors. Ein kurzer Klappentext (1-2 Sätze), der die wesentlichen Inhalte des Abenteuers kurz zusammenfasst, soll ebenfalls enthalten sein.
  • Es ist möglich, als Autorenteam am Wettbewerb teilzunehmen. In diesem Fall müssen die Daten aller Mitglieder des Autorenteams in der E-Mail angegeben werden.
  • Das Abenteuer darf keine Mythosbegriffe, Wesen oder Spielregeln enthalten, die urheberrechtlich geschützt sind.

Die komplette Ausschreibung findet Ihr HIER: https://www.deutschelovecraftgesellschaft.de/forum/viewtopic.php?f=11&t=1026#p13294

RPG-Blog-O-Quest Mai 2017: RollenBrettspiel

Nun bereits zum zweiten Mal richten weder die Greifenklaue noch der Würfelheld die aktuelle Blog-O-Quest aus. Stattdessen hat Klaus hat von „Spiele im Kopf“ die Initiative ergriffen und ist dem Aufruf zur Beteiligung gefolgt.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten!

Nun aber auf zu den Mai-Fragen, deren Beantwortung allerdings kurz und knapp ausfallen muß. Denn das Thema ist leider nicht wirklich meines. Ich hatte überlegt, die Quest dieses Mal komplett zu überspringen, habe mir aber dann gedacht: weitere Verlinkungen können ja nur helfen, interessantere Beiträge als meinen hervorzuholen. Außerdem bleibe ich auf diese Art Komplettist :-).

1. Hast Du bereits ein Brettspiel gespielt, dass Dir ein vergleichbares Erlebnis wie ein Rollenspiel vermittelt hat?
Als ich vor Jahrzehnten mit dem Rollenspiel begann, kaufte sich der Spielleiter meiner damaligen Runde „Die Burg des Schreckens“ ein Brettspiel, auf das irgendjemand das Logo von „Das Schwarze Auge“ geklebt hatte. Mit Aventurien hatte dieses Spiel nichts zu tun, aber uns war das damals herrlich egal. Wir nutzten es als „Ausflugsmöglichkeit“, wenn unsere Runde nicht zusammenkam. Allerdings hatte weder dieses Brettspiel noch unser damaliges Rollenspiel etwas mit Rollenspiel zu tun, wenn man ehrlich ist :-).

2. Brettspiele buhlen gerade auf Kickstarter mit opulenter Ausstattung wie Miniaturen, Spielbrettern und Markern. Hast Du schon ein Brettspiel für Komponenten ausgeschlachtet, die Du dann im Rollenspiel eingesetzt hast?
Nein. Ich bin auch viel zu geizig, um bei diesen opulenten Kickstartern mitzumachen. Außerdem spiele ich meine Rollenspiele mit sehr wenigen haptischen Komponenten (von Handouts einmal abgesehen), also keine Battlemaps oder Miniaturen. Ich habe allerdings HeroQuest für’s Tabletop ausgeschlachtet, damals. Wenn das zählt :-).

3. Spinnen wir diesen Gedanken weiter: Einige Systeme bieten inzwischen Einsteigerboxen an, die eben mit Bodenplänen, Markern oder fertigen handlichen Beispielcharakteren das Erlernen eines neuen Rollenspiel greifbarer machen. Vermisst Du in diesen Produkten noch weiteres hilfreiches Material, oder sähest Du vielleicht gern, dass weiterführende Publikationen das Boxkonzept mit beigefügten Komponenten fortführten?
Eigentlich bin ich kein Freund davon, wenn die Einsteigerbox etwas anderes „verspricht“, als das Spiel nachher hält. Insofern macht in meinen Augen eine stringente Produktreihe Sinn. Aber – wie gesagt – für mich braucht es weder Karten, noch Minis, noch Pappaufsteller noch…

4. Einige der beliebtesten Rollenspielwelten wie z. B. DnD, DSA oder Warhammer setzen parallel auf Brettspielumsetzungen. Kommt bei Dir auch davon etwas regelmäßig auf den Spieltisch?
Nein. Aber das hat den Grund, dass wir uns halt sehr selten zum Rollenspielen treffen. Da wird dann wirklich „gerollenspielert“. Und die Leute, mit denen wir mal eine Runde Brettspiele zocken, sind an diesen „ThemenGames“ nicht interessiert. Insofern spielen sie für mich keine Rolle – außer, dass ich bei einem Schnäppchen um „des Habens Willen“ ab und an schwach werde.

5. Als Abenteuermodul für das Rollenspiel ein alter Hut, bei Brettspielen ein neuer Trend und als Abzocke verschrien: Kampagnen- und Einmal-Spiele wie zum Beispiel Pandemic Legacy, T.I.M.E Stories oder Escape Rooms wollen neben einem einmaligen Spielerlebnis erst gar keinen Wiederspielwert bieten. Reizen Abenteuermodule und derartige Brettspiele Dich dennoch?
Sie reizen mich in Aufmachung und Setting, ja. Mehr aber auch nicht, gespielt habe ich noch keines dieser Spiele.

Bonusfrage: DnD 5e erscheint dieser Tage überraschend in einer deutschen Fassung. Hast Du auch Interesse an einer Übersetzung der aktuellen DnD-Brettspiele wie etwa Lords of Waterdeep oder Dungeon?
Ehrlich gesagt: überhaupt nicht. Das hat aber nichts mit einer speziellen Abneigung zu tun, ich habe schlicht weder Zeit noch Muße noch Geld für diese Produkte.

Neuerscheinung: FHTAGN

Hallo zusammen.

Es sind spannende Zeiten bei der Deutschen Lovecraftgesellschaft. Nicht nur erschien dieser Tage die erste Ausgabe des Lovecrafters (KLICK), nein, mit „FHTAGN“ erscheint nun auch ein eigenes, cthuloides Rollenspiel auf OGL-Basis. Ich darf die ausführlichen FAQ an dieser Stelle zitieren:

Was genau ist FHTAGN?

FHTAGN ist ein Rollenspiel im Lovecraft’schen Horror-Universum. Es basiert auf den Regeln eines via Kickstarter finanzierten US-Amerikanischen Horror-Rollenspiels, das seit 2016 unter einer freien Lizenz steht. Diese sogenannte Open Game License ermöglicht die freie Verwendung und Anpassung von FHTAGN für Horror-Szenarios, anderes Rollenspielmaterial oder gar ein eigenes Rollenspiel.

FHTAGN kann für traditionelle Horror-Kampagnen und -Szenarios in allen möglichen Settings genutzt werden. Geplant sind Regelanpassungen für die Goldenen Zwanziger und das Viktorianische Zeitalter.

Das soll ein vollständiges Rollenspiel sein?

Derzeit sind insbesondere die Regeln für Magie, Artefakte und Unnatürliche Wesen des US-Systems, auf dem FHTAGN basiert, noch nicht veröffentlicht und es ist auch nicht absehbar, was davon als Open Game Content verfügbar sein wird.

Außerdem fehlen FHTAGN Settings oder Kampagnenrahmen, Hinweise und Tipps für die Spielleitung, Ausrüstungslisten, Szenarios und weiteres Material, mit dem vergleichbare Horror-Rollenspiele aufwarten können.

Aber was soll ich denn dann damit?

FHTAGN bietet dir ein elegantes und kompromissloses Regelgerüst für traditionelles Horror-Rollenspiel in der Welt von H. P. Lovecraft. Lass deine Spielerinnen Charaktere erstellen, überleg dir ein Horrorszenario oder pass eines aus deiner Sammlung an und du kannst mit FHTAGN – auch in seiner aktuell noch unvollständigen Form – direkt loslegen. Wenn dir die Regeln gefallen, sollten sie sogar für eine ganze Kampagne ausreichen. Die Online-Variante von FHTAGN steht dir dafür kostenlos zur Verfügung.

Vor allem aber darfst du FHTAGN aufgrund der freien Lizenz (OGL) auch für eigene Projekte nutzen. Du wolltest schon immer ein Lovecraft’sches Horror-Szenario auf Napoleons Ägyptenfeldzug oder im Tibet der Gegenwart veröffentlichen? Mit FHTAGN ist das ohne Weiteres möglich.

Lovecraft … muss das denn sein?

Das Regelgerüst von FHTAGN ermöglicht traditionelles Horror-Rollenspiel auch jenseits der Welt von H. P. Lovecraft. Von deinem ganz eigenen Horror-Setting im Oslo der 70er Jahre bis zu J-Horror kann man damit eine Menge anfangen. Besonders, weil dir durch die OGL diesbezüglich alle Türen offen stehen.

Wer macht FHTAGN?

Eine Reihe von begeisterten Freiwilligen, die bereits das Originalsystem mochten und denen der Gedanke an ein für alle frei verwendbares Rollenspielsystem gefällt. Weitere Informationen finden sich im Forum der Deutsche Lovecraft Gesellschaft.

Was ist das Ziel von FHTAGN?

Zunächst einmal wollen wir der Szene online ein frei verwendbares Horror-Rollenspielsystem auf Deutsch zur Verfügung stellen und hoffen, dass daraus kreative Szenarios, Settingideen und Spielmaterial entstehen.

Auf lange Sicht hoffen wir, aus FHTAGN ein vollständiges Rollenspiel zu machen, das wir dann auch in gedruckter Form veröffentlichen können.

Kann ich mitmachen?

Sehr gerne. Melde dich einfach bei uns!

Na, neugierig geworden? Ich bin über den Entstehungsprozess als solchen auf dem Laufenden, allerdings nicht wirklich involviert gewesen. Das bislang vorliegende Ergebnis sieht allerdings schon erstaunlich rund aus. Seht es Euch doch einfach einmal an:

https://fhtagn.deutschelovecraftgesellschaft.de/start

6. WOPC: eine cthuloide Nachlese

Hallo zusammen,

die Gewinner des diesjährigen Winter-OPC wurden bekannt gegeben, der Design-Preis ist vergeben und vor kurzem konnten die emsigen Organisatoren denn auch verkünden, dass die Preise unterwegs sind. Bereits seit dem letzten GratisRollenspielTag steht die – wie immer in den letzten Jahren – beeindruckend seitenstarke Gesamtdatei zum Download bereit. Ich habe mich – wie schon im letzten Jahr – wieder auf der Suche nach cthuloidem Material durch den Gesamtdownload gewühlt.

Wie auch schon im vergangenen Jahr präsentiere ich die Einträge eher nach Setting sortiert, denn nach Kategorie. Ich hoffe, Ihr findet Euch dennoch rasch zurecht :-).

CTHULHU WildWest

  • Heiliger Boden

Ein klassisches Wild-West-Szenario mit einem thrashigen Horror-Touch. Kein Wunder, dass Autor Bernd Schmid sich auf dem Treppchen platzieren konnte. Ursprünglich nicht für CTHULHU geschrieben, läßt sich das systemlose Szenario problemlos cthuloid konvertieren – ich denke da z. B. gleich an Cthonier, wenn ich von den heiligen Würmern lese.

  • Tödlicher Sand

Nick Dysen, der im vergangen Jahr auch für CTHULHU WildWest am Start war, hat sich nun auf Deadlands verlegt. Doch das tut der Verwendbarkeit seines Einseiters „Tödlicher Sand“ für cthuloide Umtriebe im Wilden Westen keinerlei Abbruch – auch, wenn es noch Spielwerte zu konvertieren gibt. Man mag dem Szenario eine gewisse Ähnlichkeit zu „Heiliger Boden“ attestieren, doch es bringt einige neue Elemente mit ein, die einen ganz anderen Verlauf erwarten lassen.

  • Kansas Diner Reverse

Nick war mit seinen Deadlands-Szenarien auch in der – CTHULHU ohnehin überaus zuträglichen – „Spukhaus“-Kategorie unterwegs und liefert mit „Kansas Diner Reverse“ einen klassischen Spukhaus-Western ab, der wie für CTHULHU gemacht scheint. Sogar die Wahl der Gegner läßt sich problemlos übertragen. Doch nicht nur die simple Konvertierung macht das Szenario absolut empfehlenswert.

Gaslicht

  • Darksense Manor

Den Sieger der Spukhaus-Kategorie – die viele, nutzbare Elemente für Cthulhu-Abenteuer enthält – sortiere ich einmal in der „Gaslicht“-Zeit ein. Schön ist, dass die Autoren Hannah Möllmann und Jörg Hagenberg auf „echte“ Geister verzichtet haben und stattdessen viele interessante Vorschläge für einen sehr weltlichen Spuk unterbreiten. Damit ist „Darksense Manor“ wenigstens als Ideensteinbruch eine echte Fundgrube.

  • Dinner für einen Toten

Setting- und zeitlos kommt „Dinner für einen Toten“ von Carolin Fuchs daher, läßt mich aber in der Einordnung an die 1890er denken. Ein klassischer Rahmen mit einer klassischen Gruselgeschichte – damit kann es hervorragend als Abwechslung zu „härteren“ Cthulhu-Szenarien funktionieren – oder man haucht es etwas cthuloider an, indem man den Hintergrund des Spuks in eine lovecraftschere Richtung dreht.

  • Von Uexkülls Grauen

Ein abgeschiedenes Landhaus, wirre technische Apparate, ein alter Fluch, umherstreifende Geister und Teenager außer Rand und Band. Was wie eine klassische Geistergeschichte aus der Zeit der Jahrhundertwende klingt, präsentiert sich auch als Szenario aus der Feder von Tobias Deißler großartig. In Summe wohl das am ehesten für cthuloide Zwecke problemlos einsetzbare „Spukhaus“-Szenario.

1920er

  • Der Wüstentempel

Auch, wenn der grafisch grandios präsentierte Wüstentempel von Gloria Manderfeld prinzipiell zeitlos ist, kann ich mir seine Verwendung am ehesten in den „klassischen“ 1920ern im Rahmen einer Ägypten-Kampagne oder sowas vorstellen. Tolles Material, dass die Gedankenmaschinerie in Gang bringt.

  • Das Grab in der Wüste

Michael L. Jaegers steuert ein Wüstenszenario um eine alte Grabstätte bei, dass – auch, wenn es prinzipiell in verschiedenen Systemen eingesetzt werden kann – doch cthuloide Einflüße nicht verleugnen kann. Viele hübsche Ideen, um ein wenig Auflockerung in die eigene Ägypten-Kampagne zu bringen – auch, wenn mir einige der Vorschläge dann fast schon zu gemein sind :-).

  • Durchkämmt die Wüste

Wie auch schon die beiden obigen Beiträge, möchte ich Michael L. Jaegers zweiten „Wüsten“-Beitrag gerne in den 1920ern einsortieren, obwohl es sich auch problemlos in anderen Zeiten einsetzen läßt. Wer Zufallstabellen mag und eine Wüstenreise plant, macht hier sicherlich nichts falsch!

  • Dschungel-Zufallsgrube

Aus der „Dschungel“-Kategorie gesellt sich der Siegerbeitrag in die Kategorie „verwertbares Material für CTHULHU“. Dabei funktioniert diese optisch grandios aufbereitete Zufallstabelle prinzipiell für alle Settings und alle Zeiten. Jeder, der seine Spieler einmal durch einen Dschungel hetzen möchte, sollte diese Seite gedruckt dabei haben. Punkt.

CTHULHU NOW

  • Identifikation eines astronomischen Chaos Fragments

Auch, wenn dieses Szenario prinzipiell systemlos daherkommt, so ist das Thema doch derart cthuloid, dass ich es gleich als Cthulhu-Szenario veröffentlicht hätte. Eine interessante Konstellation von NSC und nicht zuletzt ein unverbrauchter Schauplatz, dazu das für NOW nötige Maß an drastischen Elementen – einen Blick darf jeder NOW-Spielleiter riskieren.

  • BKD EK Stern

Passend zum vorherigen „Identifikation eines astronomischen Chaos Fragments“ wird hier eine weitere Seite der Verschwörung um das „Nukleare Chaos“ präsentiert. A. Rodatos erschafft damit gleich einen kleinen Kampagnenrahmen, der einiges Potential für detektivisch-cthuloide Aufklärungsarbeit bereithält.

  • Ishango

Mein eigener, cthuloider Beitrag, den ich vor kurzem hier schon gesondert veröffentlicht habe.

  • Im Spukhaus

Zufallstabellen kann man eigentlich nie genug haben, und auch die von Hauke „Orakel“ Weymann beigetragenen „Spukhaus“-Tabellen versprechen Inspiration und spannende Ergebnisse. Wer also einmal ein spontanes Spukhaus braucht – oder einfach nur ein paar Gedankenstützen für den nächsten Spieleabend braucht – sollte hier fündig werden.

  • Hungers End

Irre, absolut irre, was Razi Ela hier zu Papier gebracht hat. Wer einen wirklich harten Trip in seine NOW-Kampagne einstreuen möchte oder einfach nur auf der Suche nach verrückten Ideen ist, WAS Artefakte alles mit ihren Benutzern anstellen können, der kann hier mehr als ein Auge riskieren. Eine tolle Ideenfundgrube – als Szenario allerdings unerträglich hart!

SO! Das war’s. In Summe ist es gefühlt mehr „cthuloides“ geworden, was aber auch daran liegt, dass man die „Geisterhaus“-Seiten so wunderbar ausschlachten kann. Danke, Greifenklaue, Würfelheld, Teilnehmer, Jury und Sponsoren!

RPG-Blog-O-Quest April 2017: Begegnungen

Das erste Mal richten weder die Greifenklaue noch der Würfelheld die aktuelle Blog-O-Quest aus. Stattdessen hat Nerdgedanken als erste die Initiative ergriffen und ist dem Aufruf zur Beteiligung gefolgt.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten!

Nun aber auf zu den April-Fragen und ich muss gestehen, dass mir deren Beantwortung teilweise echt schwer fällt!

1. Der absolut ________ NPC, der mir jemals im RP begegnet ist, war ________ , weil ________ .
Der absolut ins Gedächtnis gebrannte NPC, der mir jemals im Rollenspiel begegnet ist, war „Der Bernd“, weil sein Name eine unglaublich spontane Improvisation unseres damaligen Spielleiters war. Wir spielten „Das Schwarze Auge“, es war ein reichlich zusammen-improvisiertes Horror-Abenteuer (wenig Vorbereitung, viel Spaß) und irgendwann tauchte dann diese schwarze Kutsche auf (Dracula läßt grüßen :-)). Nur die Frage nach dem Namen des Kutschers, damit hatten wir unseren SL auf dem falschen Fuße erwischt… „Der Bernd“ war dann eine reichlich unaventurische Antwort und ich muß beim Niederschreiben schon wieder Schmunzeln. „Bernd“ ist seitdem in unserer Gruppe ein absolut geläufiger NSC-Name in allen möglichen Settings…

2. Welche Begegnung möchtest Du auf Spielerseite wirklich niemals erleben und warum?
Es geht jetzt tatsächlich um MICH als Spieler, richtig? Da gibt es durchaus Begegnungen, die ich vermeiden wollen würde – z. B. mit gelangweilten oder überforderten SL, mit aggressiven Mitspielern, mit Mitspielern, deren Vorstellungen von „Vergnügen“ sich nicht mit meinen überein bringen lassen… All diese Dinge stehen einem entspannten Hobby nämlich im Wege. Ist mir allerdings bislang auch kaum untergekommen.

3. Als mir ________ bei/in ________ begegnet ist, brauchte mein Charakter verdammt viel ________, um die Sache zu überleben.
Als mir „Dieser-Untote-Drachen-Heptarch“ in der Nähe von Gareth begegnet ist, brauchte mein Charakter verdammt viel Glück, Durchhaltevermögen und Demut, um die Sache zu überleben. (Das Schwarze Auge, Jahr des Feuers)

4. Was hältst Du von Zufallstabellen, um Begegnungen als Spielleiter auszuwürfeln und benutzt Du selbst welche? (wenn Du selbst kein Spielleiter bist: benutzt der SL Deiner Rollenspielrunde Zufallstabellen?)
Ich betrachte Zufallstabellen als Inspirationsgeber und mag sie mittlerweile recht gerne. Zu Beginn meiner Rollenspielkarriere habe ich diesen Dingern extrem „feindlich“ gegenüber gestanden (warum hätte ich denn nicht auch passende Begegnungen planen können…?), mittlerweile hat sich mein Verhältnis sehr entspannt. Ich habe mal ein Abenteuer ausschließlich mithilfe von Zufallstabellen designt, das hat sogar erstaunlich gut funktioniert. Also ja, ich benutze die Dinger.

5. Leider ist mir in all den Abenteuern noch nie ________ begegnet, was wirklich schade ist, da ich ihn/sie/es ________ finde.
Auf diese Frage kann ich leider keine Antwort geben. Als Spieler sind mir sowohl in Aventurien, als auch bei Star Wars schon derart viele illustre und bekannte Gestalten von meinen Spielleitern durch die Abenteuer gejagt worden, dass ich mich wirklich nicht beschweren kann. Bei allen anderen Ausflügen in die weiten Welten des Rollenspiels übernehme ich spielleiterische Tätigkeiten.

Zusatzfrage/-aufgabe: Verlinke eine Zufallstabelle mit Begegnungen, die Du gerne benutzt und anderen Spielleitern empfehlen kannst!
Oh – da muß ich leider passen. Die, die ich so nutze, habe ich als Printexemplare hier rumfliegen. Sorry!

OPC 2016: Ishango

Hallo zusammen!

Der im Dezember 2016 gestartete, „diesjährige“ OPC ist Geschichte. Alle Sieger wurden gekürt, und drüben bei den fleißigen Ausrichtern gibt es bereits die Sammel-PDF des letzten Wettbewerbs zum Download. Wie immer haben Greifenklaue und Würfelheld einen straffen Zeitplan eingehalten, um die OPC-Beiträge pünktlich zum GRT online ins Netz stellen zu können. Damit ist eigentlich alles gesagt und getan, oder?

Nun, tatsächlich könnte ich die Sache damit beschließen. Doch es ist gute und jahre-alte Tradition, dass ich meine cthuloiden OPC-Beiträge auch hier auf diesen Seiten veröffentliche. Mein diesjähriger CoC-Beitrag hat sich in seiner Kategorie sogar tatsächlich erstmals auf einen Treppchenplatz vorschieben können, was mich irrsinnig freut. Ich habe damit zum ersten Mal in meiner OPC-Geschichte einen Treppchenplatz errungen, was entweder für meine Hartnäckigkeit stehen mag oder tatsächlich für eine gewisse Entwicklung in der Qualität der Beiträge. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht :-).

Auf jeden Fall möchte ich Euch meinen Beitrag nicht vorenthalten. Ursprünglich für die Kategorie „Im Dschungel“ geschrieben, musste ich ihn kurzfristig noch einmal umschubsen – was thematisch Gott sei Dank kein Thema war, denn „Urzeiten“ spielen in dem modernen MiGo-Dungeon, den ich hier entworfen habe, durchaus eine prägende Rolle. Doch genug der Vorrede, Vorhang auf für: Ishango!

Wie immer konnte ich mehrere Beiträge einreichen, doch mangels cthuloider Verwendbarkeit werdet Ihr sie – wie gewohnt – bei Interesse aus der Sammel-PDF herausfiltern müssen :-). Wie immer möchte ich mit einem Dank an Ausrichter, Juroren und Sponsoren schließen – der OPC ist eine großartige Sache, die viel Kreativität zu Tage fördert. Danke!