Neuerscheinung: FHTAGN

Hallo zusammen.

Es sind spannende Zeiten bei der Deutschen Lovecraftgesellschaft. Nicht nur erschien dieser Tage die erste Ausgabe des Lovecrafters (KLICK), nein, mit „FHTAGN“ erscheint nun auch ein eigenes, cthuloides Rollenspiel auf OGL-Basis. Ich darf die ausführlichen FAQ an dieser Stelle zitieren:

Was genau ist FHTAGN?

FHTAGN ist ein Rollenspiel im Lovecraft’schen Horror-Universum. Es basiert auf den Regeln eines via Kickstarter finanzierten US-Amerikanischen Horror-Rollenspiels, das seit 2016 unter einer freien Lizenz steht. Diese sogenannte Open Game License ermöglicht die freie Verwendung und Anpassung von FHTAGN für Horror-Szenarios, anderes Rollenspielmaterial oder gar ein eigenes Rollenspiel.

FHTAGN kann für traditionelle Horror-Kampagnen und -Szenarios in allen möglichen Settings genutzt werden. Geplant sind Regelanpassungen für die Goldenen Zwanziger und das Viktorianische Zeitalter.

Das soll ein vollständiges Rollenspiel sein?

Derzeit sind insbesondere die Regeln für Magie, Artefakte und Unnatürliche Wesen des US-Systems, auf dem FHTAGN basiert, noch nicht veröffentlicht und es ist auch nicht absehbar, was davon als Open Game Content verfügbar sein wird.

Außerdem fehlen FHTAGN Settings oder Kampagnenrahmen, Hinweise und Tipps für die Spielleitung, Ausrüstungslisten, Szenarios und weiteres Material, mit dem vergleichbare Horror-Rollenspiele aufwarten können.

Aber was soll ich denn dann damit?

FHTAGN bietet dir ein elegantes und kompromissloses Regelgerüst für traditionelles Horror-Rollenspiel in der Welt von H. P. Lovecraft. Lass deine Spielerinnen Charaktere erstellen, überleg dir ein Horrorszenario oder pass eines aus deiner Sammlung an und du kannst mit FHTAGN – auch in seiner aktuell noch unvollständigen Form – direkt loslegen. Wenn dir die Regeln gefallen, sollten sie sogar für eine ganze Kampagne ausreichen. Die Online-Variante von FHTAGN steht dir dafür kostenlos zur Verfügung.

Vor allem aber darfst du FHTAGN aufgrund der freien Lizenz (OGL) auch für eigene Projekte nutzen. Du wolltest schon immer ein Lovecraft’sches Horror-Szenario auf Napoleons Ägyptenfeldzug oder im Tibet der Gegenwart veröffentlichen? Mit FHTAGN ist das ohne Weiteres möglich.

Lovecraft … muss das denn sein?

Das Regelgerüst von FHTAGN ermöglicht traditionelles Horror-Rollenspiel auch jenseits der Welt von H. P. Lovecraft. Von deinem ganz eigenen Horror-Setting im Oslo der 70er Jahre bis zu J-Horror kann man damit eine Menge anfangen. Besonders, weil dir durch die OGL diesbezüglich alle Türen offen stehen.

Wer macht FHTAGN?

Eine Reihe von begeisterten Freiwilligen, die bereits das Originalsystem mochten und denen der Gedanke an ein für alle frei verwendbares Rollenspielsystem gefällt. Weitere Informationen finden sich im Forum der Deutsche Lovecraft Gesellschaft.

Was ist das Ziel von FHTAGN?

Zunächst einmal wollen wir der Szene online ein frei verwendbares Horror-Rollenspielsystem auf Deutsch zur Verfügung stellen und hoffen, dass daraus kreative Szenarios, Settingideen und Spielmaterial entstehen.

Auf lange Sicht hoffen wir, aus FHTAGN ein vollständiges Rollenspiel zu machen, das wir dann auch in gedruckter Form veröffentlichen können.

Kann ich mitmachen?

Sehr gerne. Melde dich einfach bei uns!

Na, neugierig geworden? Ich bin über den Entstehungsprozess als solchen auf dem Laufenden, allerdings nicht wirklich involviert gewesen. Das bislang vorliegende Ergebnis sieht allerdings schon erstaunlich rund aus. Seht es Euch doch einfach einmal an:

https://fhtagn.deutschelovecraftgesellschaft.de/start

6. WOPC: eine cthuloide Nachlese

Hallo zusammen,

die Gewinner des diesjährigen Winter-OPC wurden bekannt gegeben, der Design-Preis ist vergeben und vor kurzem konnten die emsigen Organisatoren denn auch verkünden, dass die Preise unterwegs sind. Bereits seit dem letzten GratisRollenspielTag steht die – wie immer in den letzten Jahren – beeindruckend seitenstarke Gesamtdatei zum Download bereit. Ich habe mich – wie schon im letzten Jahr – wieder auf der Suche nach cthuloidem Material durch den Gesamtdownload gewühlt.

Wie auch schon im vergangenen Jahr präsentiere ich die Einträge eher nach Setting sortiert, denn nach Kategorie. Ich hoffe, Ihr findet Euch dennoch rasch zurecht :-).

CTHULHU WildWest

  • Heiliger Boden

Ein klassisches Wild-West-Szenario mit einem thrashigen Horror-Touch. Kein Wunder, dass Autor Bernd Schmid sich auf dem Treppchen platzieren konnte. Ursprünglich nicht für CTHULHU geschrieben, läßt sich das systemlose Szenario problemlos cthuloid konvertieren – ich denke da z. B. gleich an Cthonier, wenn ich von den heiligen Würmern lese.

  • Tödlicher Sand

Nick Dysen, der im vergangen Jahr auch für CTHULHU WildWest am Start war, hat sich nun auf Deadlands verlegt. Doch das tut der Verwendbarkeit seines Einseiters „Tödlicher Sand“ für cthuloide Umtriebe im Wilden Westen keinerlei Abbruch – auch, wenn es noch Spielwerte zu konvertieren gibt. Man mag dem Szenario eine gewisse Ähnlichkeit zu „Heiliger Boden“ attestieren, doch es bringt einige neue Elemente mit ein, die einen ganz anderen Verlauf erwarten lassen.

  • Kansas Diner Reverse

Nick war mit seinen Deadlands-Szenarien auch in der – CTHULHU ohnehin überaus zuträglichen – „Spukhaus“-Kategorie unterwegs und liefert mit „Kansas Diner Reverse“ einen klassischen Spukhaus-Western ab, der wie für CTHULHU gemacht scheint. Sogar die Wahl der Gegner läßt sich problemlos übertragen. Doch nicht nur die simple Konvertierung macht das Szenario absolut empfehlenswert.

Gaslicht

  • Darksense Manor

Den Sieger der Spukhaus-Kategorie – die viele, nutzbare Elemente für Cthulhu-Abenteuer enthält – sortiere ich einmal in der „Gaslicht“-Zeit ein. Schön ist, dass die Autoren Hannah Möllmann und Jörg Hagenberg auf „echte“ Geister verzichtet haben und stattdessen viele interessante Vorschläge für einen sehr weltlichen Spuk unterbreiten. Damit ist „Darksense Manor“ wenigstens als Ideensteinbruch eine echte Fundgrube.

  • Dinner für einen Toten

Setting- und zeitlos kommt „Dinner für einen Toten“ von Carolin Fuchs daher, läßt mich aber in der Einordnung an die 1890er denken. Ein klassischer Rahmen mit einer klassischen Gruselgeschichte – damit kann es hervorragend als Abwechslung zu „härteren“ Cthulhu-Szenarien funktionieren – oder man haucht es etwas cthuloider an, indem man den Hintergrund des Spuks in eine lovecraftschere Richtung dreht.

  • Von Uexkülls Grauen

Ein abgeschiedenes Landhaus, wirre technische Apparate, ein alter Fluch, umherstreifende Geister und Teenager außer Rand und Band. Was wie eine klassische Geistergeschichte aus der Zeit der Jahrhundertwende klingt, präsentiert sich auch als Szenario aus der Feder von Tobias Deißler großartig. In Summe wohl das am ehesten für cthuloide Zwecke problemlos einsetzbare „Spukhaus“-Szenario.

1920er

  • Der Wüstentempel

Auch, wenn der grafisch grandios präsentierte Wüstentempel von Gloria Manderfeld prinzipiell zeitlos ist, kann ich mir seine Verwendung am ehesten in den „klassischen“ 1920ern im Rahmen einer Ägypten-Kampagne oder sowas vorstellen. Tolles Material, dass die Gedankenmaschinerie in Gang bringt.

  • Das Grab in der Wüste

Michael L. Jaegers steuert ein Wüstenszenario um eine alte Grabstätte bei, dass – auch, wenn es prinzipiell in verschiedenen Systemen eingesetzt werden kann – doch cthuloide Einflüße nicht verleugnen kann. Viele hübsche Ideen, um ein wenig Auflockerung in die eigene Ägypten-Kampagne zu bringen – auch, wenn mir einige der Vorschläge dann fast schon zu gemein sind :-).

  • Durchkämmt die Wüste

Wie auch schon die beiden obigen Beiträge, möchte ich Michael L. Jaegers zweiten „Wüsten“-Beitrag gerne in den 1920ern einsortieren, obwohl es sich auch problemlos in anderen Zeiten einsetzen läßt. Wer Zufallstabellen mag und eine Wüstenreise plant, macht hier sicherlich nichts falsch!

  • Dschungel-Zufallsgrube

Aus der „Dschungel“-Kategorie gesellt sich der Siegerbeitrag in die Kategorie „verwertbares Material für CTHULHU“. Dabei funktioniert diese optisch grandios aufbereitete Zufallstabelle prinzipiell für alle Settings und alle Zeiten. Jeder, der seine Spieler einmal durch einen Dschungel hetzen möchte, sollte diese Seite gedruckt dabei haben. Punkt.

CTHULHU NOW

  • Identifikation eines astronomischen Chaos Fragments

Auch, wenn dieses Szenario prinzipiell systemlos daherkommt, so ist das Thema doch derart cthuloid, dass ich es gleich als Cthulhu-Szenario veröffentlicht hätte. Eine interessante Konstellation von NSC und nicht zuletzt ein unverbrauchter Schauplatz, dazu das für NOW nötige Maß an drastischen Elementen – einen Blick darf jeder NOW-Spielleiter riskieren.

  • BKD EK Stern

Passend zum vorherigen „Identifikation eines astronomischen Chaos Fragments“ wird hier eine weitere Seite der Verschwörung um das „Nukleare Chaos“ präsentiert. A. Rodatos erschafft damit gleich einen kleinen Kampagnenrahmen, der einiges Potential für detektivisch-cthuloide Aufklärungsarbeit bereithält.

  • Ishango

Mein eigener, cthuloider Beitrag, den ich vor kurzem hier schon gesondert veröffentlicht habe.

  • Im Spukhaus

Zufallstabellen kann man eigentlich nie genug haben, und auch die von Hauke „Orakel“ Weymann beigetragenen „Spukhaus“-Tabellen versprechen Inspiration und spannende Ergebnisse. Wer also einmal ein spontanes Spukhaus braucht – oder einfach nur ein paar Gedankenstützen für den nächsten Spieleabend braucht – sollte hier fündig werden.

  • Hungers End

Irre, absolut irre, was Razi Ela hier zu Papier gebracht hat. Wer einen wirklich harten Trip in seine NOW-Kampagne einstreuen möchte oder einfach nur auf der Suche nach verrückten Ideen ist, WAS Artefakte alles mit ihren Benutzern anstellen können, der kann hier mehr als ein Auge riskieren. Eine tolle Ideenfundgrube – als Szenario allerdings unerträglich hart!

SO! Das war’s. In Summe ist es gefühlt mehr „cthuloides“ geworden, was aber auch daran liegt, dass man die „Geisterhaus“-Seiten so wunderbar ausschlachten kann. Danke, Greifenklaue, Würfelheld, Teilnehmer, Jury und Sponsoren!

RPG-Blog-O-Quest April 2017: Begegnungen

Das erste Mal richten weder die Greifenklaue noch der Würfelheld die aktuelle Blog-O-Quest aus. Stattdessen hat Nerdgedanken als erste die Initiative ergriffen und ist dem Aufruf zur Beteiligung gefolgt.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten!

Nun aber auf zu den April-Fragen und ich muss gestehen, dass mir deren Beantwortung teilweise echt schwer fällt!

1. Der absolut ________ NPC, der mir jemals im RP begegnet ist, war ________ , weil ________ .
Der absolut ins Gedächtnis gebrannte NPC, der mir jemals im Rollenspiel begegnet ist, war „Der Bernd“, weil sein Name eine unglaublich spontane Improvisation unseres damaligen Spielleiters war. Wir spielten „Das Schwarze Auge“, es war ein reichlich zusammen-improvisiertes Horror-Abenteuer (wenig Vorbereitung, viel Spaß) und irgendwann tauchte dann diese schwarze Kutsche auf (Dracula läßt grüßen :-)). Nur die Frage nach dem Namen des Kutschers, damit hatten wir unseren SL auf dem falschen Fuße erwischt… „Der Bernd“ war dann eine reichlich unaventurische Antwort und ich muß beim Niederschreiben schon wieder Schmunzeln. „Bernd“ ist seitdem in unserer Gruppe ein absolut geläufiger NSC-Name in allen möglichen Settings…

2. Welche Begegnung möchtest Du auf Spielerseite wirklich niemals erleben und warum?
Es geht jetzt tatsächlich um MICH als Spieler, richtig? Da gibt es durchaus Begegnungen, die ich vermeiden wollen würde – z. B. mit gelangweilten oder überforderten SL, mit aggressiven Mitspielern, mit Mitspielern, deren Vorstellungen von „Vergnügen“ sich nicht mit meinen überein bringen lassen… All diese Dinge stehen einem entspannten Hobby nämlich im Wege. Ist mir allerdings bislang auch kaum untergekommen.

3. Als mir ________ bei/in ________ begegnet ist, brauchte mein Charakter verdammt viel ________, um die Sache zu überleben.
Als mir „Dieser-Untote-Drachen-Heptarch“ in der Nähe von Gareth begegnet ist, brauchte mein Charakter verdammt viel Glück, Durchhaltevermögen und Demut, um die Sache zu überleben. (Das Schwarze Auge, Jahr des Feuers)

4. Was hältst Du von Zufallstabellen, um Begegnungen als Spielleiter auszuwürfeln und benutzt Du selbst welche? (wenn Du selbst kein Spielleiter bist: benutzt der SL Deiner Rollenspielrunde Zufallstabellen?)
Ich betrachte Zufallstabellen als Inspirationsgeber und mag sie mittlerweile recht gerne. Zu Beginn meiner Rollenspielkarriere habe ich diesen Dingern extrem „feindlich“ gegenüber gestanden (warum hätte ich denn nicht auch passende Begegnungen planen können…?), mittlerweile hat sich mein Verhältnis sehr entspannt. Ich habe mal ein Abenteuer ausschließlich mithilfe von Zufallstabellen designt, das hat sogar erstaunlich gut funktioniert. Also ja, ich benutze die Dinger.

5. Leider ist mir in all den Abenteuern noch nie ________ begegnet, was wirklich schade ist, da ich ihn/sie/es ________ finde.
Auf diese Frage kann ich leider keine Antwort geben. Als Spieler sind mir sowohl in Aventurien, als auch bei Star Wars schon derart viele illustre und bekannte Gestalten von meinen Spielleitern durch die Abenteuer gejagt worden, dass ich mich wirklich nicht beschweren kann. Bei allen anderen Ausflügen in die weiten Welten des Rollenspiels übernehme ich spielleiterische Tätigkeiten.

Zusatzfrage/-aufgabe: Verlinke eine Zufallstabelle mit Begegnungen, die Du gerne benutzt und anderen Spielleitern empfehlen kannst!
Oh – da muß ich leider passen. Die, die ich so nutze, habe ich als Printexemplare hier rumfliegen. Sorry!

OPC 2016: Ishango

Hallo zusammen!

Der im Dezember 2016 gestartete, „diesjährige“ OPC ist Geschichte. Alle Sieger wurden gekürt, und drüben bei den fleißigen Ausrichtern gibt es bereits die Sammel-PDF des letzten Wettbewerbs zum Download. Wie immer haben Greifenklaue und Würfelheld einen straffen Zeitplan eingehalten, um die OPC-Beiträge pünktlich zum GRT online ins Netz stellen zu können. Damit ist eigentlich alles gesagt und getan, oder?

Nun, tatsächlich könnte ich die Sache damit beschließen. Doch es ist gute und jahre-alte Tradition, dass ich meine cthuloiden OPC-Beiträge auch hier auf diesen Seiten veröffentliche. Mein diesjähriger CoC-Beitrag hat sich in seiner Kategorie sogar tatsächlich erstmals auf einen Treppchenplatz vorschieben können, was mich irrsinnig freut. Ich habe damit zum ersten Mal in meiner OPC-Geschichte einen Treppchenplatz errungen, was entweder für meine Hartnäckigkeit stehen mag oder tatsächlich für eine gewisse Entwicklung in der Qualität der Beiträge. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht :-).

Auf jeden Fall möchte ich Euch meinen Beitrag nicht vorenthalten. Ursprünglich für die Kategorie „Im Dschungel“ geschrieben, musste ich ihn kurzfristig noch einmal umschubsen – was thematisch Gott sei Dank kein Thema war, denn „Urzeiten“ spielen in dem modernen MiGo-Dungeon, den ich hier entworfen habe, durchaus eine prägende Rolle. Doch genug der Vorrede, Vorhang auf für: Ishango!

Wie immer konnte ich mehrere Beiträge einreichen, doch mangels cthuloider Verwendbarkeit werdet Ihr sie – wie gewohnt – bei Interesse aus der Sammel-PDF herausfiltern müssen :-). Wie immer möchte ich mit einem Dank an Ausrichter, Juroren und Sponsoren schließen – der OPC ist eine großartige Sache, die viel Kreativität zu Tage fördert. Danke!

Eine versunkene Stadt

Aus der Reihe „cthulhu.de-Bestseller“
Erstveröffentlichung: 08. Januar 2009
Autor: Daniel Neugebauer

cthulhu de stempel bestsellerNachdem er eingeschlafen war, befiel ihn ein noch nie dagewesener Traum von riesigen Zyklopenstädten aus titanischen Blöcken und vom Himmel gestürzten Monolithen, die vor grünem Schlamm troffen und unheilvolle Schrecken bargen. Wände und Säulen waren von Hieroglyphen bedeckt, und von unten, unbestimmbar, von wo, war eine Stimme erklungen, die keine Stimme war…

H. P. Lovecraft
Der Ruf des Cthulhu

Sollte es tatsächlich wahr sein? Ist ein Teil einer Stadt der Tiefen Wesen, vielleicht gar ein Außenposten R’lyehs gefunden worden? Die Presseagentur Reuters hat jedenfalls eine interessante Meldung veröffentlicht, die ganz sicher in die eigene „Prof. Angell Box” gehört:

Basalt rock wall found in ocean near Taiwan
TAIPEI, Jan 5 (Reuters) – A biodiversity researcher has found a huge basalt rock formation in the Taiwan Strait, resembling a city wall and rivaling similar monoliths on land. The 200 metre-long, 10 metre-high undersea wall, which looks like thousands of pillars packed together, is near the Pescadores archipelago, researcher Jeng Ming-hsiou said on Monday.
Jeng, who is a professor at the state-run Academia Sinica in Taipei, was diving in the area when he saw and filmed the wall, about 40 km (25 miles) west of Taiwan’s main island. “It was completely unexpected,” said Jeng. “It’s not easy to see these formations underwater.” Basalt walls such as the famed Giant’s Causeway on the coast of Ireland and the Wairere Boulders of New Zealand are known to have occured on land but seldom, if ever, found at sea.
The Taiwan Strait formation, which local media have compared to a city wall, likely began with a volcanic eruption as far back as 1,800 years ago, Jeng said.

RPG-Blog-O-Quest März 2017: Magie und Technik

rpg-blog-o-quest_logo3Ah ja, der Februar ist dann doch schon wieder vorbei. Der Jahreszeitenwechsel macht sich auch vor dem Fenster langsam bemerkbar… wird also Zeit, mal wieder eine RPG-Blog-O-Quest zu beantworten! Den März wirft wieder einmal Greifenklaue in den Ring.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt, in abwechselnder Reihenfolgen, Würfelheld oder Greifenklaue dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten – ich bin gespannt und werfe parallel mal den Denkapparat an :-).

Nun aber auf zu den März-Fragen!

1. Magie und Technik im selben Setting _______________ _______________ ________________.
Magie und Technik im selben Setting funktionieren für mich ganz hervorragend. Es kommt allerdings auf den Grad von Technik an, wie ich finde. „Echte“ Magie – also der klassische Feuerball-Magier – passt für mich bis zu einem gewissen Stand der Technik – Schwarzpulverwaffen oder Luftschiffe bspw. Warhammer Fantasy hat mit seinen verrückten Technicus-Errungenschaften in meinen Augen genau den richtigen Grad. Technisiertere Zeiten sollten in meinen Augen spezialisiertere Magie-Inkarnationen mitbringen.

2. Ein abgestürztes UFO als Dungeon ______________ ________________ ______________.
Ein abgestürztes UFO als Dungeon habe ich bislang nur bei CTHULHU erlebt. In einem Fantasy-Setting wäre das nicht meins, auch, wenn man hier viele irre Ideen unterkriegen könnte.

3. Hast Du schonmal einen Roboter/Droiden/Cyborg gespielt und war das wie bei jedem anderen {N}SC oder hatte das eine besondere Note?
Ja, einen Droiden bei Star Wars D6. Nein, keine besondere Note – es tut mir leid :-).

4. Was hältst Du von einem Ansatz wie bei Numenera, wo Technik zur Magie wird?
Bei Numenera finde ich den Ansatz total genial und auch in der Umsetzung sehr gelungen. Ich muß aber gestehen, dass mir das gleiche Konzept bei Warhammer 40k immer leicht auf die Nerven fiel (auch, wenn es einen gewissen Humorfaktor in das Setting bringt…). Wie so oft kommt es auf die Umsetzung an.

5. Was hältst Du von Magie {PSI/ die Macht} in SciFi-Settings?
Alles prima, solange es sich von „normaler Fantasy“-Magie unterscheidet. Die Macht z. B. wirkt einfach nicht wie ein Feuerball-Zauber. Auch bei Fading Suns fand ich die Einbindung von Magiewirkern gut gelöst. Also, eigentlich kein Problem :-).

Außerdem gibt es eine Bonusfrage – diesmal wieder passend zum Karneval Rollenspiel und Bücher:

Welches war das letzte Buch, welches Dich rollenspielerisch beeinflußt hat, ohne ein Rollenspielbuch zu sein? Inwiefern hat es Dich beeinflußt?
Ich nutze gerade für CTHULHU sehr gerne real-historische Bücher für Hintergrundrecherchen… ich weiß aber grade nicht, welches das letzte war, ehrlich gesagt… aber ich schreibe vielleicht noch etwas im Karneval dazu :-).

RPG-Blog-O-Quest Februar 2017: Rollenspielzubehör

rpg-blog-o-quest_logo3Ein wenig still ist es schon geworden, hier auf diesen Seiten. Tatsächlich arbeite ich im Moment an einigen anderen Themen, die sich hoffentlich bald schriftlich in der einen oder anderen Form wiederfinden lassen. Das wird die Zeit zeigen. Um diesen Blog aber nicht völlig brach liegen zu lassen, bietet sich die Teilnahme an der aktuellen Blog-O-Quest, dieses Mal organisiert vom Würfelhelden, natürlich an!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt, in abwechselnder Reihenfolgen, Würfelheld oder Greifenklaue dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Auf geht’s zu den Fragen!

1. Welches Rollenspielzubehör hast Du zuletzt gekauft und warum?
Zuletzt habe ich mir 25 sechsseitige Würfel im Pack gekauft. Diese sind komplett Weiß, unbedruckt und blanko. Ich habe vor, sie mir irgendetwas zu bekleben, habe aber noch keinen rechten Plan, womit eigentlich. Aber der Preis war unschlagbar günstig und ich habe blind zugeschlagen. Mal schauen, was daraus vielleicht wird.

2. Hast Du schonmal Zubehör gebastelt (Beweisfotos wären toll) und dieses auch eingesetzt?
Hm, ich habe in jungen Jahren für meine DSA-Helden „Heldenbücher“ gebastelt, so mit selbst gezeichneten Ausrüstungslisten und so nem Kram. Seitdem ich allerdings einen Computer habe, beschränken sich meine „Basteleien“ auf den digitalen Sektor.

3. Planst Du derzeit weitere Käufe und/oder Basteleien?
Tatsächlich spiele ich sehr ernsthaft mit dem Gedanken, mir ein „GamerBoard“ anzuschaffen. Allerdings eher für’s „Haben“ und weniger, weil ich es im Spiel ernsthaft vermisse.

4. Hast Du Battlemap-Erfahrungen?
Kaum. Für meine neu gegründete Einsteigergruppe bin ich allerdings dazu übergegangen, Karten zu zeichnen. Irgendwie haben wir das früher nie gemacht – es reichte uns, wenn die SL „links oder rechts?“ fragte. Da ich nun aber erstmals eher in Richtung „Dungeon“ für die Gruppe gehe, wollte ich es auch ein wenig plastischer aufziehen. Damit sind wir allerdings auch immer noch meilenweit von einer „Battlemap“ entfernt, wie ich zugeben muss.

5. Was hältst Du von Token, Miniaturen, TriFolds, Countern, Pöppeln und was bevorzugst Du ggf.?
Wir haben so etwas nie eingesetzt. Ich mag Miniaturen und habe auch eine ganze Zeit lang TableTops gespielt. Aber im Rollenspiel hatte ich bislang noch nicht das Bedürfnis nach einer plastischen Visualisierung von Kampfszenen.