RPG-Blog-O-Quest #060: 5 Jahre – Geburtstage und Jubiläen

Die Blog-O-Queste feiert ihren fünften Geburtstag! Und damit gebührt es wieder einem der ursprünglichen Ausrichter, dem guten Würfelhelden, die Fragen zu stellen! Mal schauen, welche feierlichen Fragen uns erwarten!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk – schauen wir mal, was mir zu den Fragen so einfällt!

1. Wie feiern Deine Charaktere Geburtstag?
Überhaupt nicht. Selbst die wenigen Charaktere, die ich über einen längeren Zeitraum führen konnte, haben auch nur einmal ihren Geburtstag gefeiert. Ich weiß nicht mal recht warum, wahrscheinlich waren wir immer zu beschäftigt.

2. Wie werden Jahrestage/Jubiläen in Deiner Runde gewürdigt/begangen?
Ach, eigentlich kaum. Ich habe ja mittlerweile schon ein paar Runden durch und große Jahrestage haben wir uns nie gemerkt. Und InGame gibt es natürlich mal Feierlichkeiten, aber keine Jahrestage/Jubiläen…

3. Findest Du das dieses Thema genügend Platz beim spielen findet?
Ach, eigentlich schon, denn ich vermisse nichts :-).

4. Was ist das einprägsamstes Ereignis welches während einer Feier passiert ist?
Die – oft gescholtene, aber von uns als epische Queste empfundene – Kampagne „Jahr des Feuers“ für DSA beginnt mit dem Turnier von Gareth nebst großem Stadtfest… gleichzeitig beginnen auch die Ereignisse der Kampagne ihre Schatten vorauszuwerfen. Das war wahrscheinlich InGame das einprägsamste Fest, das wir erlebt haben.

5. Was wünscht Du der Queste?
Viele fleißige Ausrichter, viele interessante Fragen und ein langes, langes Leben :-).

Vorbestellung gestartet: Mythos World

Gutes will manchmal eben Weile haben. Und so hat es von der ersten Ankündigung von „Mythos World“ beim System-Matters-Verlag bis hin zum Beginn der Vorbestellungsaktion doch einige Zeit gedauert. Doch das macht nichts, denn „Mythos World“ läuft uns ja nicht davon und die Kollegen von System Matters haben bisher – nach allem was ich beurteilen kann – stets einwandfreie Arbeit abgeliefert.

Bei „Mythos World“ handelt es sich um die „Powered-by-the-apocalypse“-Variante eines cthuloiden Rollenspiels. Zum einen ist es damit deutlich flexibler und spieleraktionsfreudiger als das „große Alte“ „Cthulhu“, zum anderen ist es mit 17 Charakterbüchern, 8 Szenarien und zahlreichen deutschen Ergänzungen auch erfreulich komplett. Die kompletten Vorbestellmodalitäten findet ihr hier:

Mythos World Vorbestellung gestartet

Doch damit alleine noch nicht genug der Informationen. Wie man es von System Matters gewohnt sein darf, haben die zuständigen Mitarbeiter einen passenden Podcast vorbereitet um das System genauer vorzustellen. Den wiederum findet ihr hier:

Mythos World Podcast: Was ist Mythos World?

Und wer immer noch nicht genug Vorwissen gesammelt hat, um sich zu entscheiden, kann hier noch einmal die Prinzipien des Spiels nachlesen:

Mythos World: Prinzipien

RPG-Blog-o-Quest #059: Kompromisse

Nachdem ich im letzten Monat die Ehre hatte, die Blog-o-Queste auszurichten (…und wahrscheinlich erfolgreich die Queste mit den wenigsten Teilnehmern produziert habe :-)), übernimmt in diesem Monat der gute Ackerknecht einmal mehr das Steuer der HMS Blog-o-Quest. Seine Fragen gehen, wie er selber sagt, eher auf die Meta-Ebene – mal schauen, wo uns seine Vorlage und meine Antworten so hinführen!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk – schauen wir mal, was mir zu den Fragen so einfällt!

Vorab-Frage zur Positionsbestimmung. Bitte verteilt Euren Vorlieben gemäß 10 Punkte auf die drei Spielertypen der „klassischen“ Rollenspieltheorie:

Gamist*in (Rollenspiel ist für mich ein Spiel, das ich auf Sieg spiele): 1
Simulationist*in (Ich lege Wert auf eine konsistente, bestenfalls realistische Welt): 5
Erzähler*in (Das wichtigste ist eine gute Geschichte): 4

Erste Frage: Wie kompromissbereit seid Ihr als Spielerinnen und Spieler mit Eurer Gruppe? Wie weit nehmt Ihr Euch mit Euren Vorlieben zurück, damit eine Spielgruppe zustande kommt? Wann sagt Ihr „Sorry, das wird so leider nix“?
Zumeist bin ich Spielleiter, und nicht Spieler. Ich bin auch selbst selten aktiv auf Gruppensuche, sondern eher auf Spielersuche. Normalerweise lade ich ein und es kommt, wer Zeit und Lust hat. Eigentlich habe ich aus Teilen diesen Gelegenheitsspielern auch bereits eine feste Gruppe geformt, die allerdings coronabedingt pausiert. Da sich also seltenst jemand aufdrängt, eine Spielrunde zu leiten, bin ich auch seltenst gezwungen, Kompromisse einzugehen. Zumeist spielen wir halt, was ich vorbereitet habe. Wenn es um längere Themen geht – ein Few-Shot oder eine kurze Kampagne – versuche ich aber, mehrere Auswahlmöglichkeiten bereitzuhalten, um hier nicht den Alleinherrscher zu geben.
Sofern tatsächlich mal ein Freund in die SL-Rolle schlüpfen will, bin ich 100%ig kompromissbereit. Dann wird gespielt, worauf derjenige Lust hat und was vorbereitet ist.
Diese Herangehensweise schließt damit natürlich all die zwischenmenschlichen Dinge aus, die in einer Gruppenfindung schieflaufen können. Denn ich kenne meine Spieler jetzt schon seit Jahren und wir harmonieren charakterlich gut miteinander – ja, wir verbringen auch abseits des Spieltisches Zeit miteinander. Auch die Verhaltensregeln am Tisch (Rauchen? Pausen? etc.) sind abgesteckt und klar. WENN ich einmal wieder in die „freie Wildbahn“ gehen würde, dann gäbe es glaube ich wenige Dinge, auf die ich nicht einsteigen würde. Vergewaltigende Mörder-Hobo-Kampagnen, darauf kann ich verzichten, aber wer spielt so etwas denn ernsthaft über einen längeren Zeitraum…?

Zweite Frage: Wie sieht es mit Kompromissen gegenüber der Spielleitung aus? Nehmt Ihr auch mal einen Abend Erzählspiel in Kauf, wenn Ihr eigentlich einen Dungeon ausräuchern wolltet? Wie allergisch reagiert Ihr z. B. auf „Fremdsteuerung“ eurer Figur durch die SL?
„Fremdsteuerung“ geht gar nicht, da reagiere ich allergisch. Ansonsten ist mir als Dauer-SL der Vorbereitungsaufwand einer Rollenspielrunde durchaus bewußt – da nehme ich, worauf der SL Lust hat. Der nächste Dungeon zum ausräuchern kommt bestimmt. Problematisch wäre es eher, wenn ich STÄNDIG etwas spielen sollte, worauf ich eigentlich keine Lust habe. Aber das ist sehr unwahrscheinlich.

Dritte Frage: Lasst uns einmal in-time gehen. Lassen sich Eure Figuren auf Kompromisse ein? Spielt Ihr eher flexible Charaktere, oder lieber moralkodexgebundene Hardliner? (Ich meine hier innerweltliche Kompromisse, keine out-time „damit-es-halt-weitergeht“-Kompromisse.)
Ich bin der Spieler des „moralisch flexiblen“ Charakters :-). Meine Figuren sind kompromissbereit. Aber den letzten langzeitgeführten Charakter den ich hatte, liegt Jahre zurück.

Vierte Frage: Musstet Ihr schon rein „weltliche“, also organisatorische bedingte Kompromisse am Spieltisch eingehen? Stellt Euch vor, der Rollenspielabend muss kurzfristig ausfallen. Seid Ihr auch bei einer Runde Carcasonne oder Netflix&Chill dabei, oder freut Ihr Euch über die Gelegenheit für einen WoW-Classic-Raid oder die Steuererklärung?
Klar mussten wir schon weltliche Kompromisse in Kauf nehmen. Dabei versuche ich aber tatsächlich, etwas rollenspielerisches als Ersatz anzubieten. Dann wird halt mal mit „In die Ferne“ ein Setting gebastelt oder eine Runde „Winterwald“ (…die Abenteuer kann man in 20 Minuten lesen) gespielt… und wenn wir genug sind, improvisiere ich einen „Dirty Dungeon“. Wenn einige Leute zum Rollenspiel bei mir aufschlagen, dann WILL ich auch etwas in dieser Richtung machen. Und wenn es nicht die komplette Runde schafft, ja gut – aber auf Brettspiele ausweichen mag ich dann nicht. Brettspielabende kann ich anderweitig organisieren.

Fünfte Frage: Erzählt mal einen Schwank aus Eurer Jugend! Wann hättet Ihr einen Kompromiss eingehen sollen? Wann habt Ihr es bereut, einen Kompromiss eingegangen zu sein?
Bezieht sich die Frage auf ingame oder outgame? Wie auch immer… ich kann mich nicht entsinnen, mit einem Kompromiss einmal wirklich schlecht gefahren zu sein. Schlussendlich haben wir früher aber auch IMMER DSA gespielt, da gab es dann höchstens in Detailfragen Kompromisse. Und – wie oben erklärt – in den letzten Jahren gebe ich zumeist Art und Thema vor.

Bonusfrage! Meine Discord-Runde geht nach einem intensiven ersten Halbjahr 2020 jetzt in die Sommerpause. Rollenspiel ist für mich immer eher ein „Winterhobby“ gewesen. Auch wenn ich selber gerne draußen spiele, die zeitlichen Bedingungen (und auch die Stimmung) passen im Winter immer besser. Wie haltet Ihr den rollenspielerischen Sommer?
Da ich nicht online spiele, sondern ausschließlich im RL (ein Umstand, der sich mglw. bald ändert…), gibt es auch klare Räumlichkeiten zum Spiel. Nämlich meinen Rollenspielkeller, mit Spieltisch, technischer Ausstattung, Bücherregalen, Würfelvorräten, passender Deko und, und und. Der Keller ist im Sommer angenehm kühl und im Winter – dank Heizlüfter – angenehm warm, da ist die Jahreszeit völlig egal. DIESEN Sommer ist halt alles anders, danke COVID. Aber davon wollen wir jetzt mal nicht eine neue Normalität ableiten :-).

Bonusfrage 2! Nach der Sommerpause wollen wir mal Cthulhu in Angriff nehmen. Neben dem klassischen, auf dem „Basic Role Play“-System basierenden Cthulhu in unterschiedlichen Versionen gibt es mittlerweile viele andere Mythos-Rollenspiele: Fhtagn, Fate of Cthulhu, zwei Spiele mit Katzen, Achtung Cthulhu!, sogar ein DSA-Mythos-Spiel… Habt Ihr eine Empfehlung für einen Einsteiger?
…ich habe da mal ein Rollenspiel geschrieben :-): https://www.bigben-interactive.de/wp-content/uploads/sites/4/2019/07/The-Sinking-City_Death-may-die-mobile.pdf
Wirklich sehr einfach in der Handhabung. Um mal ein bißchen in cthuloide Gefilde zu schnuppern, reicht das. Ansonsten würde ich tatsächlich FHTAGN oder CTHULHU empfehlen; bei beiden ist der Grundregelmechanismus simpel und FHTAGN ist bis zur 6. Edition recht kompatibel mit CTHULHU… da kann man aus einem gigantischen Backkatalog genialer Abenteuer schöpfen.

RPG-Blog-o-Quest #058: PULP-Abenteuer (Die Antworten)

Hallo zusammen,

ja, in diesem Monat bin ich selbst Ausrichter der Blog-O-Queste. Natürlich will ich es mir da nicht nehmen lassen, mit gutem Beispiel voran zu gehen und selbst auch meine Fragen zu beantworten!

1. Die Bedrohung! Pulp lebt von überlebensgroßen Gegnern mit größenwahnsinnigen Plänen, klarer Schwarz-Weiß-Zeichnung und reichlich Action! Egal ob Kultoberhaupt, verrückter Wissenschaftler oder Superbösewicht: Was war der faszinierendste Gegner, dem ihr im Rollenspiel gegenüberstandet, den ihr als Spielleiter geführt habt oder den ihr Euch noch nie einzusetzen getraut habt?
Zugegeben, wirklich „pulpig“ war er nicht, aber der Superbösewicht, der mir wohl am meisten ans Herz gewachsen ist, war ein gefallener Esthions-Priester aus meiner langjährigen ABOREA-Kampagne, den ich zum ultimativen Gegenspieler aufgebaut habe. Nur im absolut epischen Finale, in dem jeder meiner Spieler seinen großen Moment haben durfte, konnte er besiegt werden. Das hat Spaß gemacht. Pulpiger und mir ebenfalls ans Herz gewachsen ist Dr. Jonathan Black, der Antagonist meiner bislang einzigen selbstgeschriebenen Pulp-Kampagne „Geheimnisvoller Krakatau“. Der ist so richtig die Marke „verrückter Wissenschaftler“, wie ich ihn mir vorstelle.

2. Komplikationen! All die Dinge, welche unsere Pulp-Helden von der eigentlich wichtigen Aufgabe ablenken können. Der zufällig aus dem Zoo entlaufene Tiger, die vom Dinosaurier entführte Jungfrau in Nöten oder ein außer Kontrolle geratener Zug, den es zu stoppen gilt: Welche rasanten Actionszenen habt Ihr bereits erlebt, habt Ihr Euren Spielern bereits als Zwischenspiel geboten oder geistern Euch schon lange im Kopf herum?
Tja, ich habe ein Faible für Luftschiffe. Die kann man wunderbar von Kanonenfutter angreifen lassen, sie können abstürzen, vom Kurs abkommen, technische Defekte aufweisen und, und und. Nicht nur, dass man hier ständig dann auch noch an der Außenhülle herumklettern kann oder unter der Kabine herumhängt, nein, ein Luftschiff bringt auch ganz von selbst exotischen Flair mit.

3. Die Todesfalle! Kein Pulp-Abenteuer ohne Todesfalle, die nach allen Maßstäben des gesunden Menschenverstandes das Ende für unsere tapferen Helden bedeuten muss! Das vergitterte Haifischbecken, die mit Sand voll laufende Grabkammer, die Explosion am Mineneingang: Welcher dramatischen Todesfalle sind Eure Helden bereits entkommen, wie habt Ihr das Adrenalin Eurer Spieler zum Kochen gebracht oder welche finsteren Pläne habt Ihr bislang nur geschmiedet, aber nicht in die Tat umgesetzt?
Wir hatten mal einen wirklich tollen Abend mit einem „Dirty Dungeon“. Hier war die klassische „Indiana Jones“-Falle – die gigantische Steinkugel, die von einem einfachen Mechanismus ausgelöst hinter den Spielern herrollt – von einem Spieler ins Spiel gebracht worden. Das war ein toller Spaß. Ebenfalls erstaunlich pulpig entwickelte sich das CTHULHU-Szenario „Ultima Ratio“ – wobei, so erstaunlich ist das gar nicht. Eingesperrt auf einem Zeppelin zwischen Bombe und Shoggote…

4. Der Showdown! Das große Finale des Abenteuers steht bevor, der Bösewicht hat seinen Plan in all seiner boshaften Herrlichkeit dargelegt, die Waffen zahlloser Schergen sind auf unsere Helden gerichtet. Worauf legt Ihr wert, um ein spannend-pulpiges Finale zu gestalten? Exotische Örtlichkeiten, äußere (Umwelt-)Einflüße, vielleicht sogar eine Deus ex Machina? Oder liegt alles einzig in der Hand der Spieler?
Zunächst: Natürlich liegt die Handlungshoheit immer in der Hand der Spieler. „Deus ex Machina“ habe ich sicherlich auch schon einmal gebracht, aber das versuche ich tunlichst zu vermeiden. Ansonsten versuche ich tatsächlich, für das „Finale“ auch der Umgebung eine Bedeutung zu geben. Sei es, weil sie sich als gefährlich erweist (…weil die Höhle einstürzt, der Vulkan ausbricht oder die Flut steigt) oder weil sie nützlich ist (als Deckung oder Waffe). Ich denke, das ist kreativer als eine simple Schießerei.

5. Die gefährliche Flucht! Einstürzende Höhlen, plötzlich klaffende Erdspalten, abstürzende Flugsaurier – nun gilt es, das Hasenpanier zu ergreifen! Aber zugegeben: der Höhepunkt ist vorbei, am Spieltisch werden nur noch lustlos ein paar Würfel gerollt. Oder? Wie gestaltet Ihr eine Flucht über den dramatischen Würfelwurf hinaus spannend?
Erwischt! Auf die Antworten zu dieser Frage bin ich wirklich gespannt!

BonusQuest: Kennt Ihr ein gutes Pulp-Abenteuer? Dann immer her damit, lasst uns an Euren Erfahrungen und Einschätzungen teilhaben!
Ich verlinke an dieser Stelle gerne einmal die Teilzeithelden mit „Die Statue von den Sternen“: https://www.teilzeithelden.de/2012/12/02/it-is-done-veroeffentlichung-die-statue-von-den-sternen/

RPG-Blog-o-Quest #058: PULP-Abenteuer (Die Fragen)

Hallo zusammen,

in diesem Monat habe ich bereits zum dritten Mal die besondere Ehre, die diesmonatige RPG-Blog-O-Quest auszurichten. Als ich Anfang Juni feststellte, dass es noch keinen Organisator für den Juli gab, meldete ich mich kurzentschlossen – allerdings, ohne einen Fragenkatalog im Kopf zu haben. Nach über 50 Ausgaben der Blog-O-Queste ist es natürlich auch schwierig, hier noch etwas „neues“ zu finden. Ich wühlte mich also durch das Archiv der bisherigen Questen und stellte fest, dass zu Beginn der Queste oft und gerne „Setting“-Fragen gestellt wurden. Irgendwann schlief dieses Thema ein, ohne jemals eines meiner liebsten Genres gestreift zu haben: Pulp.

Ein Oberthema war also gefunden, nun ging es an die Fragen. Und da ich mich ja gerne und stets darum bemühe, die Blog-O-Queste ein wenig „anders“ zu gestalten, wollte ich wieder Fragen stellen, deren Antworten der eine oder andere vielleicht direkt in Spielmaterial ummünzen könnte. Spielmaterial matters, sozusagen. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an meine „6W-Queste“ von vor zwei Jahren (Junge, wie die Zeit vergeht…). Und wie damals erinnerte ich mich an eine alte Episode der Jungs von „System Matters“, namentlich die 61. Episode. In dieser Episode stellen Stefan und Daniel eine Methode aus „Spirit of the Century“ vor, mit der man nach einem einfachen Schema Pulp-Abenteuer designen kann – die ABCDEF(G)-Methode:

  • Anfang – Bring die Charaktere in Gefahr
  • Bedrohung – Enthülle die eigentliche Gefahr
  • Complikation – Noch mehr Probleme…
  • Deathtrap – Die Todesfalle
  • Ereignis – Der Twist, das letzte Puzzleteil
  • Finale – Der große Showdown
  • Gefährliche Flucht (optional)

Nun, der ein oder andere ahnt natürlich, was jetzt kommt. Ich bin so durchschaubar :-). Die Fragen der diesmonatigen Blog-O-Quest sollen sich damit um Eure coolsten und abgedrehtesten Pulp-Erlebnisse drehen und möglichst viele Elemente der obigen Struktur abdecken, damit geneigte Pulp-Spielleiter einen Haufen Inspiration mit auf den Weg kriegen. Also, legen wir los:

1. Die Bedrohung! Pulp lebt von überlebensgroßen Gegnern mit größenwahnsinnigen Plänen, klarer Schwarz-Weiß-Zeichnung und reichlich Action! Egal ob Kultoberhaupt, verrückter Wissenschaftler oder Superbösewicht: Was war der faszinierendste Gegner, dem ihr im Rollenspiel gegenüberstandet, den ihr als Spielleiter geführt habt oder den ihr Euch noch nie einzusetzen getraut habt?

2. Komplikationen! All die Dinge, welche unsere Pulp-Helden von der eigentlich wichtigen Aufgabe ablenken können. Der zufällig aus dem Zoo entlaufene Tiger, die vom Dinosaurier entführte Jungfrau in Nöten oder ein außer Kontrolle geratener Zug, den es zu stoppen gilt: Welche rasanten Actionszenen habt Ihr bereits erlebt, habt Ihr Euren Spielern bereits als Zwischenspiel geboten oder geistern Euch schon lange im Kopf herum?

3. Die Todesfalle! Kein Pulp-Abenteuer ohne Todesfalle, die nach allen Maßstäben des gesunden Menschenverstandes das Ende für unsere tapferen Helden bedeuten muss! Das vergitterte Haifischbecken, die mit Sand voll laufende Grabkammer, die Explosion am Mineneingang: Welcher dramatischen Todesfalle sind Eure Helden bereits entkommen, wie habt Ihr das Adrenalin Eurer Spieler zum Kochen gebracht oder welche finsteren Pläne habt Ihr bislang nur geschmiedet, aber nicht in die Tat umgesetzt?

4. Der Showdown! Das große Finale des Abenteuers steht bevor, der Bösewicht hat seinen Plan in all seiner boshaften Herrlichkeit dargelegt, die Waffen zahlloser Schergen sind auf unsere Helden gerichtet. Worauf legt Ihr wert, um ein spannend-pulpiges Finale zu gestalten? Exotische Örtlichkeiten, äußere (Umwelt-)Einflüße, vielleicht sogar eine Deus ex Machina? Oder liegt alles einzig in der Hand der Spieler?

5. Die gefährliche Flucht! Einstürzende Höhlen, plötzlich klaffende Erdspalten, abstürzende Flugsaurier – nun gilt es, das Hasenpanier zu ergreifen! Aber zugegeben: der Höhepunkt ist vorbei, am Spieltisch werden nur noch lustlos ein paar Würfel gerollt. Oder? Wie gestaltet Ihr eine Flucht über den dramatischen Würfelwurf hinaus spannend?

BonusQuest: Kennt Ihr ein gutes Pulp-Abenteuer? Dann immer her damit, lasst uns an Euren Erfahrungen und Einschätzungen teilhaben!

DIE REGELN

  • An jedem Monatsersten werden die Fragen/Lückentexte gestellt. Der Starter wird im rsp-blogs-Forum festgelegt. Wir bitten um Beantwortung auf euren Blogs, Vlogs oder im Forum
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um den sich die Fragen drehen
  • Über die Zusendung eurer Links, per Mail, Kommentar, usw. freuen wir uns
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, unsere Fragen zu beantworten ist herzlich Willkommen
  • Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen selbstverständlich in Euren Beiträgen benutzt werden. (alle drei, welches besser gefällt.)

Ich bin sehr auf eure Antworten gespannt und freue mich diese zu lesen.

Ich würde mich diebisch über Eure Teilnahme freuen!
Beste Grüße
Seanchui

RPG-Blog-o-Quest #057: Besondere Abenteuerformen

Ein neuer Monat, eine neue RPG-Blog-O-Quest. In diesem Monat springt der gute Greifenklaue noch einmal als Questgeber ein und hat wieder einen bunten Blumenstrauß unterschiedlicher Fragen parat, die sich allesamt um besondere Abenteuerformen und -formate drehen.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk – schauen wir mal, was mir zu den Fragen so einfällt!

1.) Warst Du schon in einem Trichter? Hattest Du Spaß und was hältst Du von dem Konzept?
(Trichter? Jeder SC führt vier SC, es herrscht eine relativ hohe Sterblichkeit, wer übrig bleibt, steigt auf Stufe 1 auf, System matters bespricht den Trichter hier, welcher hauptsächlich im RPG DCC vorkommt)

Nein, leider war ich bislang noch in keinem Trichter unterwegs. Ich habe schon einiges darüber gelesen und ich wollte (und werde) mir bald ein oder zwei „Trichter“-Abenteuer besorgen, um das Konzept auch einmal für meine Gruppe zu durchleuchten. Ich finde die Idee sehr charmant und witzig und würde das sehr gerne einmal austesten.

2.) 1:1-Abenteuer? Schon erlebt? War es eine andere Erfahrung?
(1:1-Abenteuer gab es schon recht früh, z.B. bei AD&D 2: Abenteuer für den Paladin etc., aber auch die aktuelle D&D-Edition geht im Essential Kit auf das Thema ein.)

Auch hier muss ich leider passen. Ich habe tatsächlich schon einmal ein 1:1-Abenteuer verfasst (…es hat sogar etwas gewonnen :-)), allerdings basierte das eher auf theoretischen Annahmen. Ich habe mit großer Freude die Artikel in „Cthulhus Ruf“ zu dem Thema gelesen und mir einige Grundsätzlichkeiten zu Herzen genommen. Und ich finde, dass es für CTHULHU ganz tolle 1:1-Abenteuer gibt. Aber ich habe mich da praktisch tatsächlich noch nicht rangetraut. Das ist allerdings einer Mischung aus Organisation und „Traute“ geschuldet, die ich schlecht gewichten kann :-).

3.) Rollenspiel an besonderen Orten oder besonderen Ereignissen: ein Zugabenteuer im Zug, Abenteuer auf einer Burg oder mitten im Wald – habt ihr sowas erlebt? Gibt es besonders intensive Erlebnisse? Rollenspiel zum Kindergeburtstag, zu Halloween oder als Prä-Weihnachtsrunde? Machst Du sowas, wie sind Deine Erfahrungen?
Wir hatten mal einen Rollenspielversuch auf einem Festival, leicht bierseelig und schwer improvisiert. Wir sind allerdings nicht sonderlich weit damit gekommen, zugegebenermaßen :-). Ansonsten habe ich zwar schon an ein paar hübschen Orten gespielt (…von der Gartenlaube bis zum Keller), allerdings nie gesondert auf das Abenteuer zugeschnitten.
Seit einigen Jahren gestalte ich zwischen Weihnachten und Neujahr („wenn alle frei haben :-)“) eine „Raunächte“-Runde, in der wir normalerweise gruselig/cthuloid spielen. Ansonsten treffen wir uns mittlerweile so, wie es der Terminkalender halt zuläßt. Ich möchte da allerdings gerne noch einmal mehr in den Event-Charakter gehen, wenn unsere Kinder etwas älter und weniger intensiv in der Betreuung sind. Sommer-Event (mit „Grill und Pulp“-Nachmittag), Anmieten einer Rollenspielhütte fürs Wochenende, Halloween-Event… solche Geschichten. Doch, da hätte ich Spaß dran.

4.) Rollenspiel im „festen Format“: D&D Adventures League oder Pathfinder Society. Ein SC kann weltweit gespielt werden, immer zu den selben Regeln, immer mit unterschiedlichsten Gruppen. Hast Du sowas schon gemacht oder fändest Du das reizvoll? Hast Du vielleicht schonmal selbst eine Gilde organisiert wie Nordana (Link) oder die ADDKON (Link)? Wie steht es mit Rollenspielturnieren? Oder Multiparallelabenteuern? Habt ihr an so was schonmal teilgenommen oder würdet es gerne?
Nein, auch hier kann ich nicht wirklich mitreden. Ich kenne einige dieser „besonderen“ Abenteuer, konnte dazu aber bislang nichts organisieren. Dafür kenne ich auch gar nicht genug Spieler :-). Und für eine regelmäßige Rundenreihe fehlt mir schlicht die Zeit… „Organized Play“ kenne ich noch von Magic:the Gathering, und selbst da habe ich es nur sehr, sehr sporadisch geschafft teilzunehmen (und war auch immer, immer sehr schlecht :-)).

5.) Rollenspiele oder Erzählspiele ohne Spielleiter: von Western City bis hin zu Fiasko? Habt ihr hier Erfahrungen sammeln können und könnt ggf. gar einige Systeme empfehlen?
Bislang habe ich in dieser Richtung keine Erfahrung sammeln können oder wollen. Ich fürchte, so wie ich meine Gruppe einschätze, braucht es die leitende Hand. Einige in der Gruppe sind nicht so „erzählfreudig“, so dass ich die Befürchtung hätte, diese Spieler mit so einem Spiel zu überfordern oder dass es ihnen schlicht keinen Spaß machen könnte. Mal gucken, mit den richtigen Leuten hätte ich an „Die Gesellschaft der Träumer“ meine Freude. Oder an „Ein ruhiges Jahr“. Letzteres probieren wir vielleicht bald mal aus, mal gucken wie es wird.

BonusQuest: Kennt ihr noch weitere „Sonderformen“ von RSPs (abseits von Online- und Foren-RPGs, die waren Thema im letzten Monat)?
Soloabenteuer oder gar ganze Solo-Spiele natürlich. Ein Tipp: Seht Euch „English Eerie“ von System Matters an. Super-Teil. Und dazu: Brief-Rollenspiel. Ein paar Artikel zu „de Profundis“ sind hier auf dem Blog verstreut.

RPG-Blog-O-Quest #55: Dunkles Geheimnis

Ein neuer Monat, eine neue RPG-Blog-O-Quest. In diesem Monat übernimmt wieder „der Würfelheld“ die Organisation und stellt fünf sehr unterschiedliche, aber irgendwie aktuelle Fragen zu unserem liebsten Hobby. Und da ich hier ja zu nix mehr komme, ich aber immerhin meine weiße Blog-O-Quest-Weste behalten will, beantworte ich mal wieder ein paar Fragen.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk – schauen wir mal, was mir zu den Fragen so einfällt!

1. Was war das schlimmste was je ein Charakter von Dir getan hat?
Mein langjährig gespielter Bornischer Schiffer (DSA) war ein leidlich götterloser Geselle und hat seine von der Boronkirche auferlegte Pilgerwallfahrt schrecklich unernst genommen. Das war wohl vor dem Kontext des aventurischen Kontinents reichlich frevelhaft und damit etwas „Schlimmes“. Ansonsten: wir haben es bisher – in all meiner Zeit – sehr gut geschafft, uns nicht als Murderhobos zu betätigen. Insofern kann ich hier nicht von Blutbädern oder anderen schlimmen Verbrechen berichten.

2. Hat ein Charakter von Dir ein dunkles Geheimnis und was muss passieren das dieses an die Oberfläche kommt?
Ich spiele aktuell keinen Charakter, sondern bin Dauer-Spielleiter. In Ausnahmen bin ich in One-Shots aktiv, da sind ja gerne mal SC-Geflechte vorgegeben.

3. Dunkles Geheimnis hin, Dunkles Geheimnis her, was ist dabei eine Grenze die Du nicht überschreiten möchtest / wurdest?
Keiner meiner Charaktere würde jemals Kindern etwas angetan haben. Punkt.

4. Hast Du schon einmal ein dunkles Geheimnis eines anderen Charakters (Spielers) gelüftet?
Nein. Das hat sich nie ergeben.

5. Nach Deinen gemachten Erfahrungen, planst Du Deinen Charakteren auch in Zukunft ein dunkles Geheimnis zu geben?
Nein, denn ich plane im Moment gar keine eigenen Charaktere.

RPG-Blog-O-Quest #54: GKs-Mixed Up 2020

Ein neuer Monat, eine neue RPG-Blog-O-Quest. In diesem Monat übernimmt wieder „Mastermind Greifenklaue“ die Organisation und stellt fünf sehr unterschiedliche, aber irgendwie aktuelle Fragen zu unserem liebsten Hobby. Und das ohne viel „Gelaber“, also höre ich auch an dieser Stelle auf, einleitende Worte zu finden :-).

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk – schauen wir mal, was mir zu den Fragen so einfällt!

1.) Kinder im Rollenspiel zu spielen, egal ob 1W6 Freunde, Tales from the Loop oder Kleine Ängste, find ich _______________________ ! Und hast Du schon?
Kinder im Rollenspiel zu spielen, egal ob 1W6 Freunde, Tales from the Loop oder Kleine Ängste, find ich eigentlich eine ganz, ganz hervorragende Idee. Alle drei genannten Rollenspiele habe ich mit großer Freude gelesen. Aber: gespielt habe ich das noch nicht. Zum einen ist es der immer viel zu knappe Zeit-Slot, der diese Experimente bislang verhindert. Zum anderen stelle ich mir das Spielen von Kindern auch unglaublich schwierig vor. Denn ich erkenne schon an meinen eigenen Kindern, wie anders sie an vielen Stellen einfach denken, wie die Einschätzung von wichtig/unwichtig auseinanderdriftet und welche Probleme sie beschäftigen. Das WIRKLICH umzusetzen ist glaube ich sehr schwierig. Was nicht heißt, dass ich nicht definitiv plane, dem LOOP einmal einen Besuch abzustatten :-).

2.) Apropos Tales from the Loop – wie gefällen Dir Alternate History-Szenarien und was hast Du da schon gespielt?
Alternate History mag ich immer und immer wieder gerne. Wenn man so will ist CTHULHU ja ein einziges Alternate History-Szenario. Aber auch TftL hat mir sehr, sehr gut gefallen. Gespielt habe ich beispielsweise „Deadlands“ und „Cthulhu“, mehr will mir gerade nicht so recht einfallen.

3.) Egal ob Stadtwache oder Elitetrupp Sprungtruppen – hattest Du schon thematische Gruppen und wie fandest Du es? Wenn noch nicht, welche thematisch orientierte Gruppe würde Dir vorschweben – und wie wird es mechanisch interessant bzw. unterschiedlich? Ist Dir das überhaupt wichtig?
Ja, es gab durchaus thematische Gruppen in meiner Rollenspielkarriere. Die meisten haben allerdings keine lange Karriere gehabt. Bei One-Shots ist das üblich, doch auch, wenn wir in früheren DSA-Zeiten so etwas probiert haben (wir hatten mal eine Zwergengruppe und auch schon einmal eine Thorwaler-Ottajasko) hat das irgendwie nie so recht gezündet. Wahrscheinlich, weil das Gras auf der anderen Wiese doch immer etwas grüner ist und man die Flexibilität einer „normalen“ Heldengruppe dann doch irgendwann wieder bevorzugt.
Reizvoll fände ich das Thema vielleicht noch mit einem der Warhammer-40.000-Rollenspiele wie „Deathwatch“ oder „Only War“. Aber ich schätze, dass ich mich hier auch eher zu einem Few-Shot denn zu einer ganzen Kampagne hinreißen lassen könnte.

4.) Abstieg nach Avernus: Reizt Dich ein Ausflug in die Unterwelt?
Nein, bisher nicht. Ich kann gar nicht so genau sagen, woran das liegt… wahrscheinlich, weil das „Hölle“-Thema mit als alten Cthulhu-Fan nicht so richtig anspricht :-). Nein, ich weiß es nicht.

5.) Star Trek vs. Aliens: Beide großen Franchises bekommen bekommen in Kürze auch eine deutschsprachige RPG-Version. Wenn Du Dich entscheiden _musst_, was von beiden spielst Du lieber und warum?
Aliens. Das Setting von Star Trek konnte mich noch nie richtig abholen. Ist wohl einfach Geschmackssache. Von Alien wiederum habe ich verhältnismäßig wenig Ahnung, dafür fallen mir direkt fünf One-Shots ein, die ich hier konvertieren würde und/oder selber schreiben könnte. Da geht bei mir das Kopfkino einfach schneller an.

6.) Die BONUS-Frage: Die nutz ich, um zu fragen – Hast DU nicht mal wieder Lust und Laune, eine Blog-O-Quest auszurichten? Die Termine sind ab Juni noch offen …
…ich denke darüber nach. Versprochen.

RPG-Blog-O-Quest #53: Blinde Flecken

Ein neuer Monat, eine neue RPG-Blog-O-Quest. Dankenswerterweise hat ackerknecht in diesem Monat die Organisation übernommen und stellt der bloggenden Rollenspielgemeinde fünf Fragen. Und was für welche, denn Lückentexte finde ich immer sehr schwer zu beantworten! Außerdem ist es ja sehr spannend, einmal die eigenen blinden Flecken zu erforschen!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk – schauen wir mal, was mir zu den Fragen so einfällt!

1) Obwohl ich mich selbst als _____________ bezeichne, habe ich noch nie ______________________, und ich plane auch nicht, das zu ändern, denn ______________.
Obwohl ich mich selbst als Horrorfan bezeichne, habe ich noch nie ein anderes „Horror“-Rollenspiel als CTHULHU gespielt, und ich plane auch nicht, das zu ändern, denn meine rollenspielerische Zeit ist knapp bemessen und der Kosmos Lovecrafts unglaublich weit.

2) _________________________ ist mein Lieblings-Rollenspiel. ____________________ ist ein Kernelement davon, das ich bisher geflissentlich ignoriert habe, denn ___________________.
CTHULHU ist mein Lieblings-Rollenspiel. Der Themenkomplex um die Geistige Stabilität ist ein Kernelement davon, das ich bisher geflissentlich ignoriert habe, denn wir spielen zumeist OneShots, während denen es vielleicht einmal zu einer geistigen Umnachtung, nie jedoch zu längerfristigen Konsequenzen kommt.

3) Genug der Selbstkritik. Zeit um mal mit dem Finger auf andere Leute zu zeigen. Ich werde nie verstehen, wie jemand ernsthaft dieses Hobby betreiben will, wenn man noch nie ____________________.
Ich werde nie verstehen, wie jemand ernsthaft dieses Hobby betreiben will, wenn man noch nie über den Tellerrand der heimischen Systeme und Runde geblickt hat, und sich kreativen Input reinholt.

4) Der Eskapodcast hat sich unlängst mit Kartendecks und anderen Gadgets befasst. Ich könnte mir aber nicht vorstellen, jemals mit __________ zu spielen.
Ich könnte mir aber nicht vorstellen, jemals mit einer elektronischen Würfel-App zu spielen. Es müssen echte Würfel sein, die über den Tisch rollen. Punktum.

5) 2020 ist ja noch jung. Dieses Jahr werde ich zum ersten Mal überhaupt…
O … ein Spiel leiten.

Ähm, nein. Bereits erledigt.
O … einmal kein Spiel leiten, sondern einfach Spieler sein.
Nein, auch Spieler war ich bereits.
O … ein spielleiterloses Spiel spielen.
Das könnte tatsächlich passieren. Wir planen locker „Ein ruhiges Jahr“ in diesem Jahr zu testen.
O … ein würfelloses Spiel spielen.
Würfellose Spiele hatte ich bereits einige – von Skat bis MauMau :-). Im Rollenspielsektor bislang allerdings nicht.
O … larpen.
Nein.
O … Tabletop-Minis bemalen.
Hm, das habe ich schon hinter mir.
O … an einem RSP-Karneval oder einer Blog-O-Quest teilnehmen.
Nein, auch bereits erledigt.
O … einen RSP-Karneval oder eine Blog-O-Quest ausrichten.
Auch bereits erledigt.
O … zu einer Con fahren.
Auch bereits erledigt.
O … am Gratis-Rollenspiel-Tag teilnehmen.
Wahrscheinlich nicht.
O … am Gratis-Comic-Tag teilnehmen.
Hm, wohl eher nicht. Allerdings hat mich der gute Greifenklaue in diesem Jahr mit seiner Reading-Challenge angefixt und ich arbeite mich mit großer Begeisterung durch verschiedene Comics und Graphic Novels… vielleicht werde ich ja noch ein Fan.
O … einen Beitrag beim WOTC einreichen.
Dabei seit schon immer, glaube ich.
O … an einer der August-Aktionen „RPG-a-Day“ oder „Wider den RPG-a-Day“ teilnehmen.
Auch bereits erledigt.

Bonusfrage: Jetzt das ganze noch mal zum Thema Medien. Mein Lieblingsgenre in Film/Fernsehen/Literatur ist Comedy. Ein absoluter Meilenstein in diesem Genre soll ja „How I met your mother“ sein, aber ich glaube nicht, dass ich da etwas verpasst habe, denn die Charaktere konnten mich in den paar Minuten hineinzappen einfach nicht anfixen.

RPG-Blog-O-Quest #52: Rückblick auf 2019

Ein frohes neues Jahr, liebe Leser! Traditionell beschäftigt sich die Blog-O-Queste im Januar mit einem Rückblick auf das vergangene Rollenspieljahr. Und das ist wie immer eine sehr gute Gelegenheit, einen Startpunkt in das diesjährige Blogjahr zu finden. Die Fragen findet Ihr im Start-Post des diesmonatigen Quest-Betreuers Greifenklaufe!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk – schauen wir mal, was mir zu den Fragen so einfällt!

1. Welches Rollenspielereignis war für dich am prägnantesten/lustigsten/einprägsamsten in 2019?
Oha, das ist tatsächlich etwas schwierig. Ich habe tatsächlich gar nicht so wahnsinnig viel gespielt, und dennoch haben sich einige großartige Dinge ergeben.
– Wir haben mit meiner „Einsteiger“-Runde – die ich mittlerweile wohl zu „alten Hasen“ zählen muss – unsere erste, größere Kampagne abgeschlossen. Diese hat uns über ein Jahr hinweg begleitet und ich habe die Gelegenheit genutzt, ein Kampagnen-Log als gedrucktes Buch (komplett mit schickem Layout) an meine Spieler zu übergeben. Alles in allem war das ein einprägsames Erlebnis.
– Bei einem OneShot „Private Eye“ hatte ich die Gelegenheit, meine Frau als Gastspielerin begrüßen zu dürfen! Sie hält eigentlich nicht viel von dem „Rollenspielkram“, doch das Thema von „Private Eye“ reizte sie als alten „Holmes“-Fan dann doch einfach zu sehr. Sie hat sich sehr gut geschlagen :-).
– Ich habe zum ersten Mal einen „Cthulhu“-OneShot wirklich in den Sand gesetzt. Also nicht nur ich, meine Spieler waren da auch beteiligt. „Asche zu Asche“ ist ein Abenteuer, in dem man seltsamen Leichenrauben nachspürt – und trotz aller möglichen ausgelegten Spuren wollten meine Spieler einfach nicht in die richtige Richtung laufen. Da sich dann irgendwann ein Nadelöhr ergab, durch das ich die Gruppe unmöglich pressen konnte, mussten wir abbrechen. Das ist mir in dieser Form noch nicht passiert.
– Ein eigenes, selbstgeschriebenes System zum Spieltest zu führen ist auch etwas besonderes. Bei mir war es soweit, als ich „Schwarze Tiefen“, das Rollenspiel zum Computerspiel „The Sinking City“ an unseren Spieltisch brachte. Es spielte sich wirklich flüssig und ich hoffe, dass das Heftchen den einen oder anderen schönen Moment beschert.

Um die Frage zu beantworten: Es tut mir leid, ich kann mich nicht entscheiden. Meine Rollenspielmomente in diesem Jahr waren von besonderer Qualität :-).

2. Wie oft bist Du 2019 zum Spielen gekommen? Was wurde am meisten gespielt, welche Systeme hast Du neu kennengelernt?
Insgesamt haben wir nur elf mal gespielt. Unsere „Aborea“-Kampagne ist im Januar geendet, eine „Fantasy-Age“-Kampagne ist seit dem Herbst am Start. Zwischendurch haben wir uns die Zeit mit OneShots vertrieben – „Fantasy AGE“ (zum ersten Beschnuppern), „Private Eye“, „Schwarze Tiefen“ und „Cthulhu“. Außerdem haben wir den „HeXXen 1733“-Schnellstarter getestet. Neu kennengelernt ist dabei am ehesten „Fantasy AGE“ – und insbesondere die Thematik „Dirty Dungeon“, die wir hier gespielt haben. Das hat Spaß gemacht.

Meine komplette Statistik findet sich im Tanelorn.

3. Welches RPG-Produkt 2019 (aber nicht unbedingt aus 2019) ist Dein Produkt des Jahres?
Oh, jetzt wird es langsam wirklich schwierig. Klar, „Schwarze Tiefen“ war schon ein ganz besonderes Highlight, einfach, weil ich maßgeblich an dem Heft beteiligt war. Am meisten beschäftigt hat mich „Fantasy AGE“, da ich ja unsere neue Kampagne vorbereitet habe. Und als Neuerscheinung ohne Beteiligung hat mich wohl „Die Schwarze Katze“ als Gesamtpaket am ehesten überzeugt. Ein wirklich schönes Spiel, dem ich unbedingt einmal einen Few-Shot angedeihen lassen möchte.

4. Welcher Blogartikel, welches Video, welcher Karneval Deiner RPG-Kollegen (also quasi der Blogosphäre) hat Dich 2019 am meisten geflasht?
Keine Nominierung hier. Ich habe viele Artikel im vergangenen Jahr gerne gelesen, mich über manchen geärgert und noch viel mehr überflogen. Vielleicht ist es der jährlich wiederkehrende Blogeintrag der Kollegen Würfelheld und Greifenklaue, welcher den Beginn des diesjährigen OPC ankündigt, der am ehesten eine Nominierung wert wäre :-).

5. Welches sind die Medien 2019 für Dich? Bester Film, beste Serie, beste Buch, beste Comic etc.?
Ich bin schlussendlich zeitlich nicht in der Lage, viele weitere Dinge neben meinem schönen Rollenspielhobby intensiv zu verfolgen. Ich gucke mittlerweile sogar so gut wie gar kein fern mehr (inkl. Streaming und DVD), so dass ich viele Medien schlicht verpasse. Auch bei Büchern hinke ich oft dem Zeitgeist hinterher, schlicht, weil das regelmäßige Lesen von 250-Seiten-Rollenspielbüchern meine Freizeit schon zur Genüge ausfüllt. Aber von den paar Dingen, die ich abseits konsumiert habe, waren die besten:
Film: Once upon a time in Hollywood
Hörspiel: Gruselkabinett 153 – Bulemanns Haus
Serie: Pastewka

Bonus: Warst Du 2019 auf RPG-Cons? Wenn ja, wie war es?
Neben der SPIEL habe ich in diesem Jahr die Niederrhein-Con besucht. Mein Bericht findet sich beim Ringboten.