RPG-Blog-O-Quest #070 – #RPGaDay meets Blog-O-Quest

Es ist mal wieder Questen-Zeit! Nachdem die Queste im Juli einen Monat kreative Pause eingelegt hat, hat Questen-Mitschöpfer Ingo „Greifenklaue“ Schulze nun im August zu einer besonderen Queste aufgerufen. Denn nun gilt es, die jährlich stattfindende #RPGaDay-Aktion mit der Blog-o-Queste zu verknüpfen. Wie gut mir das gelingt und ob mir das Experiment überhaupt Spaß macht – das erfahren wir gemeinsam in den folgenden Zeilen.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. So, nun aber auf an die Fragen!

1.) Über [Szenarien] wollte ich Euch schon immer berichten:

Wie aufmerksame Leser diese Blogs wissen, habe ich mit recht jungen Jahren das Rollenspiel für mich entdeckt – damals war ich ein zehnjähriger Knirps. Das hat mich allerdings nicht davon abgehalten, meine eigenen Abenteuer und Szenarien zu schreiben. Tatsächlich hatte ich zu dieser Zeit deutlich mehr Freizeit, als ich es heute für solche hehren Tätigkeiten aufbringen kann :-).

Nun, tatsächlich betreibe ich dieses Thema auch heutzutage „etwas“ professioneller. Immerhin veröffentliche ich ja mittlerweile Texte im CTHULHU-Team, für den Ringboten oder im Rahmen des „Lovecrafters“. Doch unlängst sind mir einige meiner ersten Gehversuche in die Finger gefallen – „Schreibhefte“ aus der Schule, vollgekritzelt mit DSA-Abenteuern. Ich habe versucht, die Texte mal zu scannen, aber dank der vielen Jahre und der Tatsache, dass ich damals offensichtlich gerne mit einem Bleistift schrieb, ist die Qualität der Scans sehr mäßig. Am Besten erhalten geblieben ist ein kurzes Szenario rund um die Jagd auf einen großen, weißen Hai. Was ich Euch also schon immer einmal über Szenarien berichten wollte: Auch ich habe Jugendsünden und lasse Euch nun gerne daran teilhaben!

2.) Zu [System] hab ich einen Link- oder Lesetipp, nämlich:

https://podcast.system-matters.de/category/podcast/. Kurz beschrieben findet sich dort: Eine sehr lange Podcastreihe, deren Titel tatsächlich Programm ist. Denn „System matters“, d.h., das System hat eine Bedeutung. Und in den frühen Episoden ist das tatsächlich noch Thema. Später, spätestens nach der Verlagsgründung, verwässert das Thema zusehends. Aber gerade die frühen Episoden sind rollenspieltheoretisch immer noch interessant.

3.) Ein kritisches/denkwürdiges Erlebnis hatte ich mit [Wahrheit] und das verhielt sich so:

In meiner abgelaufenen Aborea-Kampagne waren wir mit vier Helden unterwegs. Dabei waren ein Priester, eine Elfenpriesterin, ein Schurke und eine Magierin. Während die Kampagne ein wenig sehr zentriert um den Priester gebaut war, versuchte ich immer, auch den anderen Charakteren hin und wieder ihr Spotlight zu verschaffen. Besonders gut gelungen ist das bei meiner Adaption des Splittermond-Abenteuers „Jagdfieber“, entnommen aus einer Ausgabe der Mephisto. Dort gelang es unserem Schurken mit einem kritischen Wurf kurz vor Ende des Abenteuers dem geheimen Antagonisten des Abenteuers – dem Anführer der Dorfbüttel – einen Zettel zu entreißen, der ihn entlarvte, die Wahrheit ans Tageslicht brachte und so das Abenteuer löste. Das war wirklich einer seiner großen Momente in der Kampagne und es hat viel Spaß gemacht.

4.) Beim Rollenspielsystem Das Schwarze Auge (2. Edition) gibt es eine interessante Auseinandersetzung mit [Voraussetzungen], nämlich:

Um bestimmte Charakterklassen spielen zu können, muss man oft bestimmte Attributswerte als Voraussetzung aufweisen können. Das Problem: Die Attribute werden zu Beginn der Charaktererschaffung ausgewürfelt. Das wiederum hat zur Folge, dass man oft gar nicht den Charakter spielen kann, den man eigentlich spielen wollte. Ein Krieger reizt Dich? Schade, mit der Körperkraft – keine Chance.

Damals führte das sehr schnell dazu, dass wir Hausregeln für die Würfelreihenfolge entwarfen. Heute frage ich mich, welche interessanten Charaktere, welche mir der Zufall beschert hätte, dadurch verwehrt geblieben sind…

5.) Zu [Erwähnung] wollt ich Euch schon immer etwas mitteilen, nämlich:

Erwähnungen sind das Brot des Autoren. Als Musiker kann ich mich an direkter Publikumsresonanz erfreuen. Als Autor ist das deutlich schwieriger. Ich freue mich immer wie verrückt, wenn ein Buch, an dem ich beteiligt war, besprochen wird. Wenn ein Spielbericht eines meiner Abenteuer irgendwo auftaucht. Wenn sich ein Feedbackkommentar hier auf diesen Blog verirrt. Leute, das ist großartig. Dabei ist positive wie negative Resonanz gerne gesehen – ich freue mich, wenn ihr euch mit meinen Texten beschäftigt und sie euch sogar dazu bringen, etwas darüber zu schreiben. Das ist großartig und ich freue mich über jede Art des Feedbacks!

RPG-Blog-O-Quest #069 – Einsteigerboxen

Es ist mal wieder Questen-Zeit! Nachdem ich in den vergangenen Monaten mehrfach ausrichten durfte, kann ich mich in diesem Monat entspannt zurücklehnen und Greifenklaues Fragen zu Einsteigerboxen beantworten. Schön! Und doppelt schön: Das diesmonatige Thema dreht sich um Einsteigerboxen, eine Thematik, die ich sehr gerne mag.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. So, nun aber auf an die Fragen!

1.) Welche Einsteigerboxen kennst Du, welche davon hälst Du warum für die beste? Einsteigerboxen können auch denkwürdige Ereignisse liefern: womit hast Du tolle Abenteuer erlebt?

Also, Einsteigerboxen kenne ich tatsächlich einige. Tatsächlich in meinem Schrank steht allerdings nur die noch recht frische „Drachenritter“-Einsteigerbox für „Das Schwarze Auge“, die „Entfesselt“-Einsteigerbox (…ehrlicherweise nur als Materialklauquelle…) sowie die „Splittermond“-Einsteigerbox. Ach ja, und die DnD5E-Einsteigerbox. Fasst man den Begriff – wie Greifenklaue es unten bereits tut – etwas weiter und zählt „Dungeon Slayer“ und „ABOREA“ mit dazu, dann sind noch diese beiden Boxen mit dabei.

Erweitert man wiederum in die etwas andere Richtung und zählt „Schnellstarter“ mit hinzu, so sind noch einmal einige Exemplare zu nennen: HEX, Space 1889, wieder Splittermond, CTHULHU, FHTAGN…

Die DSA-Box ist didaktisch toll gemacht und gerade die ultrakurzen Einsteiger-Solo-Abenteuer haben mir wirklich Spaß gemacht. Auch haptisch ist ja einiges mit dabei. Was mich allerdings wirklich gestört hat ist das Fehlen von Generierungsregeln für eigene Charaktere. Gleiches gilt für die DND5E-Box. Die Kampagne ist toll, aber keine SC generieren zu können, nimmt einfach enorm viel Spielspaß raus. Das kompletteste Bild bietet für mich daher die „Splittermond“-Einsteigerbox.

Viel gespielt habe ich allerdings – von den Boxen – am meisten mit ABOREA. Das Ganze sogar als jahrelange Kampagne mit meiner Einsteigerrunde. Das hat Spaß gemacht, auch wenn das System seine Grenzen hat. Aber da das Regelwerk komplett in der Box ist, ist dieser Vergleich vielleicht ein wenig unfair. Als Einsteigermaterial ungeschlagen ist der CTHULHU-Schnellstarter, insbesondere vor der 7. Edition. Er enthielt alles, was man für jahrelangen Spielspaß mit dem System wirklich brauchte.

2.) Charakterentwicklung: Eigene Charaktere, vorgefertigte Charaktere oder wie sollte die Mischung aussehen.

Ich kann die Entscheidung, die Charaktererstellung NICHT in Einsteigerregeln mit aufzunehmen, zwar nachvollziehen. Für mich sind eigene Charaktere aber essentieller Bestandteil des Rollenspiels und gehören damit natürlich auch in eine Einsteigerbox. Vorgefertigte Charaktere für den sofortigen Einstieg beizulegen ist natürlich trotzdem ein schönes Gimmick. Aber ein Ersatz für Generierungsregeln können sie nicht sein.

3.) Haptik: Was sollte dazugehören? Würfel, Minis, Pawns, Battlemap, Weltkarte, SL-Schirm etc.

Als ich damals anfing (DSA 2. Edition) hatten wir nichts außer zwei labbrigen Büchlein, einem W20 und einer überdimensionierten Karte. Den Rest hat die Fantasie erledigt. Aber: das beiliegende Spielmaterial wirkt natürlich prägend für das spätere Spiel. Ich spiele bis heute kaum mit Battlemap und Figuren, einfach, weil es mir damals gar nicht in den Sinn gekommen wäre. Ein mehr auf Taktik ausgelegtes Spiel profitiert natürlich davon, wenn direkt Maps und Token/Pawns mitgeliefert werden und die Spieler damit „sozialisiert“ werden.

4.) „Nutzen“ für später – kann man sie noch weiter gebrauchen? Eingedampfte Regeln vs Vollbox (a la Aborea oder Dungeonslayers)?

Ich denke, eingedampfte Regeln sind prinzipiell kein Problem – wenn man nicht auf so dumme Ideen kommt wie die „Pathfinder“-Einsteigerbox und den Stufenaufstieg beschränkt. Ein simples System und den Rest den Spielern überlassen – das trägt doch prinzipiell für alle Zeiten. Ich könnte mir z.B. problemlos vorstellen, mit meiner „Splittermond“-Box auch dauerhaft zu spielen. Ich bin ja ohnehin kein Freund von Regelschwergewichten.

5.) Du darfst Deine eigene Einsteigerbox zusammenstellen: Welches System, welcher Inhalt, welche Besonderheiten?

Oha, gar nicht so einfach. Ich habe sehr intensiv am Schnellstarter für FHTAGN mitgewirkt und außerdem schon zwei kurze Rollenspielsysteme („Sinking City“ und „Desperados“) geschrieben – daher habe ich schon recht starre Vorstellungen, was ich Neuspielern mit auf den Weg geben wollte. Allerdings war das immer ein einzelnes Büchlein, nie eine Box. Wie würde ich also eine Box aufbauen?

  • Ein dünner Flyer – vielleicht vier Seiten – mit einem „Willkommen“, einer „Was ist Rollenspiel“-Abhandlung und einem Spielbeispiel
  • Ein Buch mit Grundregeln. Hierzu gehören für mich der grundsätzliche Probenmechanismus, die Charaktergenerierung, Kampfregeln und ein paar besondere Situationen (Schwimmen / Gift / Stürze / Flammen…). Spiel- und Settingspezifika sollten in einem interessanten, ausreichenden Maß abgedeckt sein. Damit meine ich in einem Fantasy-Setting mal wenigstens drei oder vier spielbare Völker, zwanzig-dreißig Zaubersprüche und ebenso viele magische Gegenstände. Bei Cthulhu dürften es ausreichend (15?) Berufe, fünf-sechs finstere Folianten und zehn Zauber sein.
  • Ein Buch mit Spielleiterwerkzeugen. Dazu gehören Kreaturen, ein paar beispielhafte NSC, Settingspezifika (also Fallen und Rätsel für Dungeon-Fantasy, Kulte und Mythosgottheiten für Cthulhu…), Abenteuerideen und/oder -generatoren, Zufallstabellen und natürlich wenigstens ein erstes, ausgearbeitetes Abenteuer. Außerdem enthält das Buch ein grundlegendes Kapitel über das Spielleiten.
  • Ein Buch mit Setting-Informationen. Ist bei einem Fantasy- oder SF-Setting immer schön, bei Horror vielleicht direkt bei den Grundregeln zu implementieren (je nachdem, wie intensiv man es beschreiben muss. Ist es „nur“ „Heute mit Zombies“, dann braucht es dafür kein Buch).
  • Regelspezifisches Zusatzmaterial – also Pawns, Battlemats, Spezialwürfel, Karten – gibt es nur, wenn es für das Spielgefühl unabdingbar ist.

Und zack! Fertig ist die Einsteigerbox.

RPG-Blog-o-Quest #068: Geister und Gespenster (Die Antworten)

So, der Monat ist (fast) rum, da ist es natürlich Zeit, dass ich meine eigene Queste auch brav beantworte. Ich habe mich sehr über Eure verhältnismäßig zahlreichen Beiträge zur diesmonatigen Queste gefreut! Danke dafür. So, nun aber ab in die Vollen:

1.Erzählt doch einmal: Gab es in einer Eurer Rollenspielrunden schon einmal eine gute Geistergeschichte, von der Ihr erzählen mögt?

Eine echte „Geistergeschichte“ leider bislang noch nicht. Ein Umstand, den ich beizeiten ändern möchte. Wir haben einmal das ABOREA-Kurzabenteuer „Die weiße Maid“ gespielt. Dabei nutzt eine Gruppe von Schmugglern den Deckmantel einer Geistergeschichte, welche sich die Dörfler untereinander erzählen. Und tatsächlich war die Gruppe bei der ersten Sichtnahme der Location vorsichtiger als nötig. Aber das Finale war dann schlussendlich doch sehr weltlich und vollkommen geisterlos ;-).

2. Spätestens seit „Ghostbusters“ finden sich Geister zumeist auf der Antagonistenseite abenteuerlicher Geschichten wieder. Hattet Ihr auch schon Erfahrungen mit anderen Geistern – zum Beispiel als Auftraggeber, Wegbegleiter oder Opfer in der Geschichte? Falls ja, wie sah das aus?

Ich überlege, ob es in meiner langen Fantasy-Karriere bereits Begegnungen mit „toten“ Auftraggebern oder so etwas gehabt hätte… aber ich fürchte, meine Geistererfahrungen beschränken sich auf Cthulhu&Co im Horrorgenre.

3. a) an die Spielleiter unter Euch: Habt ihr bestimmte Techniken, um Geister auch wirklich gruselig darzustellen? Schafft Ihr es, Euren Spielern einen Schauer über den Rücken laufen zu lassen?
b) an die Spieler unter Euch: Hat Euer Spielleiter Euch schon einmal richtig bei einer Gespenstergeschichte gegruselt? Wie ist ihm das gelungen?

Ich ordne mich hier einmal als Spielleiter ein und muss zugeben: Eine echte Gruselatmosphäre zu erzeugen, gehört zu den schwierigsten Übungen überhaupt. Wenn das Abenteuer einen da nicht mit tollen Szenen unterstützt, dann kann man das fast vergessen. Ich bin kein Freund von „jetzt die Musik“ und „dann der Soundeffekt“, sondern lasse lieber Hintergrundmusik laufen; insofern muss ich mich auf meine Stimme und die Beschreibungen verlassen. Dabei ist es halt wichtig, nichts zu verraten und das Kopfkino bei den Spielern in Gang zu bringen. Ich selbst kriege nur selten diese Atmosphäre aufgebaut – bei „Das Sanatorium“ war die Luft aber z. B. zum Schneiden dick und auch „Begraben“ funktioniert immer wieder ganz gut.

4. Ich bin unlängst noch einmal über den Geisterbaukasten im Grundregelwerk von „Die schwarze Katze“ gestolpert und war ein zweites Mal hin und weg. In welchem Regelwerk denkt Ihr sind Geister treffend dargestellt? Oder gibt es Hausregeln für Euer Lieblingssystem, die Ihr mit uns teilen möchtet?

Ha! Als Fragensteller habe ich ja soeben meine liebsten Geisterregeln geteilt. Der Baukasten in DSK ist aber auch wirklich großes Kino.

5. Kennt Ihr eine gute Geistergeschichte über einen gruseligen Ort, ein heimgesuchtes Schloss, eine verfluchte Ruine oder sonst etwas, aus der ihr schon einmal ein Rollenspielabenteuer geschnitzt habt? Welche Geschichte war das, und wie gut hat es funktioniert?

Klar, einige. Der „Cthulhus Ruf“ lag einmal ein Archivheft von mir bei, „Das Geisterhaus-Projekt“. Da sind viele dieser Ideen eingeflossen.

GRT-Abenteuerwettbewerb 2021/22: Ein paar Inspirationen

Wie Ihr alle sicherlich wisst, läuft gerade unser Abenteuerwettbewerb für den nächsten Gratis-Rollenspieltag! Noch bis zum 30.06.2021 habt Ihr Zeit, auf genau vier Seiten (na gut, Bilder und Karten zählen extra) Euer Abenteuermaterial zu präsentieren.

Um Euch noch ein paar Denkanstöße und kreative Ideen mit auf den Weg zu geben, haben wir uns gedacht dass es eine gute Idee wäre, Euch ein paar Vierseiter zu zeigen, die andere Autoren zu verschiedenen Anlässen geschrieben haben. Da ist es natürlich ein glücklicher Zufall, dass Organisator Greifenklaue vor rund zweieinhalb Jahren den WTSC ins Leben gerufen hat – denn Winter-Two-Sheet-Contest. Auch bei diesem Wettbewerb ging es darum, Abenteuer auf genau vier Seiten unterzubringen.

Insgesamt gab es damals vier Einsendungen, die sehr unterschiedliche Herangehensweisen an die vier Seiten wählten und auch unterschiedlichste Genres abdeckten. Alle vier Beiträge könnt Ihr HIER immer noch zum Download finden.

Doch auch bei Organisatoren-Kollege Seanchui finden sich waschechte Vierseiter. So zum Beispiel DAGONJI, ein Abenteuer, dass seinen Werdegang als Einseiter für den OPC begann, später jedoch für das Pegasus-Marketing deutlich aufgebohrt wurde. Ebenso gibt es zwei „Szenen des Schreckens“, die einmal als Testballon für den Support gedacht waren, jedoch nie dort verwendet wurden. Sie stellen klassische Lovecraft-Geschichten – bzw. wichtige Szenen daraus – nach und zeigen ebenfalls, wie vier Seiten genutzt werden könnten. Da gäbe es „Das Buch im Haus“ und „Flucht aus Innsmouth„.

Ihr seht: Vier Seiten sind eine Menge Platz, um Eurer kreativen Energie freien Lauf zu lassen. Wir sind schon sehr gespannt auf Eure Einsendungen!

Viele Grüße

Greifenklaue & Seanchui

RPG-Blog-o-Quest #068: Geister und Gespenster (Die Fragen)

Schon wieder eine Blog-o-Queste? Schon wieder organisiert von Seanchui? Was ist denn da los? Tja, gute Frage. Im letzten Monat fand sich einfach kein Ausrichter, so dass ich kurzentschlossen – nach kurzer Rücksprache mit „Mastermind“ Greifenklaue – eingesprungen bin. Die Fragen hatten dann passend zum verpatzten Start auch ganz kurzfristig mit Zeiten und Zeitmanagement zu tun. Die diesmonatige Queste hatte ich mir allerdings schon vor Monaten gesichert, und das Thema ist auch wieder ein wenig spielbezogener: Es geht um Geister und Gespenster.

Die Blog-o-Queste hat in ihrer langjährigen Geschichte schon einige Genre-Fragen gestellt und sie wurden zahllos beantwortet. So gab es Fragen zu Genres wie „Fantasy“, „Science-Fiction“ und eben auch „Horror“. Wenn Horror durch ist – warum dann noch einmal die Geister und Gespenster aufwärmen? Nun, zum einen weil ich in der letzten Zeit einige wunderbare Regeln und Setting-Elemente gelesen habe, die mich wirklich inspiriert haben und ich nun von euch wissen möchte, was es da draußen noch so gibt. Zum anderen, weil Geister und Gespenster nun einmal kein reiner Horror-Trope sind, sondern in allen möglichen Settings eine Rolle spiele können. Doch genug der Vorrede: Frisch ans Werk! Hier sind die diesmonatigen Fragen:

  1. Erzählt doch einmal: Gab es in einer Eurer Rollenspielrunden schon einmal eine gute Geistergeschichte, von der Ihr erzählen mögt?
  2. Spätestens seit „Ghostbusters“ finden sich Geister zumeist auf der Antagonistenseite abenteuerlicher Geschichten wieder. Hattet Ihr auch schon Erfahrungen mit anderen Geistern – zum Beispiel als Auftraggeber, Wegbegleiter oder Opfer in der Geschichte? Falls ja, wie sah das aus?
  3. a) an die Spielleiter unter Euch: Habt ihr bestimmte Techniken, um Geister auch wirklich gruselig darzustellen? Schafft Ihr es, Euren Spielern einen Schauer über den Rücken laufen zu lassen?
    b) an die Spieler unter Euch: Hat Euer Spielleiter Euch schon einmal richtig bei einer Gespenstergeschichte gegruselt? Wie ist ihm das gelungen?
  4. Ich bin unlängst noch einmal über den Geisterbaukasten im Grundregelwerk von „Die schwarze Katze“ gestolpert und war ein zweites Mal hin und weg. In welchem Regelwerk denkt Ihr sind Geister treffend dargestellt? Oder gibt es Hausregeln für Euer Lieblingssystem, die Ihr mit uns teilen möchtet?
  5. Kennt Ihr eine gute Geistergeschichte über einen gruseligen Ort, ein heimgesuchtes Schloss, eine verfluchte Ruine oder sonst etwas, aus der ihr schon einmal ein Rollenspielabenteuer geschnitzt habt? Welche Geschichte war das, und wie gut hat es funktioniert?

DIE REGELN

  • An jedem Monatsersten werden die Fragen/Lückentexte gestellt. Der Starter wird im rsp-blogs-Forum festgelegt. Wir bitten um Beantwortung auf euren Blogs, Vlogs oder im Forum
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um den sich die Fragen drehen
  • Über die Zusendung eurer Links, per Mail, Kommentar, usw. freuen wir uns
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, unsere Fragen zu beantworten ist herzlich Willkommen
  • Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen selbstverständlich in Euren Beiträgen benutzt werden. (alle drei, welches besser gefällt.)

Ich bin sehr auf eure Antworten gespannt und freue mich, diese zu lesen.

Ich würde mich wie immer über Eure Teilnahme freuen – auch und besonders, da die letzten Questen eher mäßig besucht waren!

Beste Grüße
Seanchui

PS: Über den mäßigen Erfolg der letzten Questen wird übrigens HIER diskutiert: https://forum.rsp-blogs.de/index.php?topic=3033.0

RPG-Blog-o-Quest #067: Zeit und Zeitmanagement (Die Antworten)

Da habe ich doch diese Not-Quest viel zu spät an den Start gebracht… genauso spät (aber knapp pünktlich) hier noch meine Antworten dazu 🙂

  1. Wieviel Zeit im Monat verbringt Ihr durchschnittlich am Rollenspieltisch, egal ob virtuell oder live?

Das ist in den letzten Monaten und Jahren etwas besser geworden. Vor knapp vier Jahren gründete ich eine Neueinsteigerrunde, die sich konstant bis in die Corona-Krise gehalten hat. Wir stehen noch in Kontakt und hatten einen einzelnen Online-Gehversuch, aber das wird wieder, wenn die Krise vorbei ist. Dazu hat sich eine neue Online-Runde gegründet – wir sind alle sehr cthuloid unterwegs und spielen daher (natürlich) Cthulhu. Dazu kommen die seltenen Runden mit den Veteranen (aktuell auch wegen Covid auf Eis liegend), aber Summa Summarum dürften es mittlerweile so 6 bis 10 Stunden im Monat sein. Im Schnitt. Manchmal ist es nur eine Runde, ganz selten auch mal drei im Monat.

2. Wieviel Zeit im Monat verbringt Ihr mit der Vorbereitung eurer aktiven Rollenspielzeit?

Das ist ganz unterschiedlich und hängt von der Gruppe ab. Ich würde aber schätzen, dass ich für die 6 bis 10 Stunden Spielzeit im Schnitt 2 bis 4 Stunden DIREKT mit der Vorbereitung verbringe.

3. Wieviel Zeit im Monat verbringt Ihr mit dem Thema „Rollenspiel“, ohne dass es sich um eine direkte spielerische Aktivität oder deren Vorbereitung handelt – also News oder Rezensionen lesen, Crowdfundings kommentieren, in Foren lesen/schreiben, bloggen, Regelwerke und Abenteuer „zu Studienzwecken“ lesen…

Ja, jetzt wird’s ein bißchen peinlich… ich tippe auf rund 60 – 75 Stunden. Bloggen, Redaktionsarbeit, Rezensionen verfassen, Abenteuer schreiben, in Foren stöbern, News- und Shopseiten durchstöbern… dazu kommt das Durchlesen von Rezensions- und anderem Material. Doch, ich denke das ich jeden Abend irgendwas mit dem Hobby zu tun habe.

4. Seid ihr mit dem Verhältnis der drei obigen Zeiten zufrieden, oder würdet Ihr gerne etwas ändern? Falls ja, was und wie?

Der „kreative“ Teil des Hobbies, also Bloggen, Abenteuer/Rezis verfassen, Sachen layouten, Texte redaktionell betreuen… macht mir unglaublich viel Spaß. Ja, ich würde gerne ein bißchen mehr spielen. Aber wirklich viel würde ich nicht ändern wollen.

5. Kurzfristige Absagen oder zu spät kommende Spieler sind Frustgarantien. Mithilfe welcher Hilfsmittel organisiert Ihr Eure Spielgruppe und haltet alle „up-to-date“?

Nichts besonderes. Wir organisieren uns per WhatsApp oder E-Mail. Die niedrige Rundenfrequenz sorgt dafür, dass die Leute den Termin dann aber auch ernst nehmen. Passieren kann immer mal was – von Krankheit bis zur Mehrarbeit – aber das passiert so selten, dass ich noch nicht genervt bin.

DIE REGELN

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Fast vorbei: Crowdfunding zu „Die Masken des Nyarlathotep“

Uh. Ich hatte es zwar vor einiger Zeit – ungefähr parallel zum Chefredakteur Heiko Gill – mal angeteasert, aber zum eigentlichen Start der Crowdfunding-Kampagne keinen Ton mehr verlauten lassen. Immerhin nutze ich jetzt – kurz vor Ende der Kampagne – noch rasch die Gelegenheit, um Euch alle auf das laufende „Cthulhu“-Crowdfunding aufmerksam zu machen!

Natürlich gibt es alle Infos dazu hier: https://www.startnext.com/cthulhu-nyarlathotep

Aber kurz zusammengefasst auch hier ein paar Infos:

Diese klassische Serie von miteinander verknüpften Abenteuern bildet eine unvergessliche Abenteuer-Kampagne. In dem 1921 in Peru angesiedelten Prolog werden die Investigatoren mit Jackson Elias bekanntgemacht, einem charmanten Autor, dessen Untersuchungen ein finsteres Komplott aufdecken. Letzen Endes folgen die Investigatoren den Spuren der mysteriösen Carlyle-Expedition, indem sie 1925 in New York auf Hinweise stoßen, welche sie nach Übersee führen – über England, Ägypten, Kenia und Westaustralien bis nach China. Feinde, Gefahren und das kriechende Chaos selbst in seinen unzähligen Gestalten lauern!

So umschreibt die Webseite zum Crowdfunding die Kampagne. Tatsächlich ist „Masks“ eine der ältesten Chaosium-Kampagnen und lag auch vor Jahren bereits in deutscher Übersetzung – damals noch als Box (seufz) erhältlich – vor. Doch nun wurde das ganze Ding erweitert, überarbeitet, verlängert und überhaupt. Mike Mason und Paul Fricker gehören zu den namhaften Überarbeitern.

Ich selbst bin da tatsächlich ein bißchen skeptisch: länger und mehr ist nicht immer besser. Gerade Mike Mason ist mir noch aus „Petersens Abscheulichkeiten“ als ein wenig ausufernd im Gedächtnis geblieben. Aber das ändert schlussendlich nichts daran, dass die laufende CF-Kampagne eine tolle Gelegenheit ist, sich diesen Klassiker cthuloiden Spielmaterials noch einmal in chic zu besorgen.

Mittlerweile sind auch alle Stretchgoals zur Kampagne freigeschaltet. Dazu gehören Handouts, Hearouts, spezielle Charakterbögen, Landkarten und ein NSC-Kartendeck. Die meisten Stretchgoals gibt es dabei auch in digitaler Form, so dass sich schon ein kleiner Pledge lohnen kann.

Mittlerweile hat die Kampagne die 200.000-Euro-Marke geknackt und über 1000 Unterstützer versammelt. Und dass, obwohl die Stretchgoal-Anzahl überschaubar, Startnext eine furchtbar unübersichtliche Plattform und „Die Masken des Nyarlathotep“ „nur“ eine Neuauflage darstellt. Beeindruckend.

Und? Steigt noch wer ein?

GRT-Abenteuerwettbewerb 2021/22

Willkommen zum GRT-Abenteuerwettbewerb!!!

Seit Jahren liefern wir vom WinterOPC zum Gatis-Rollenspiel-Tag immer das Gesamtdokument unseres OnePage-Wettbewerbs ab (aktuell/Archiv), welches Dutzende Abenteuer und anderes Spielmaterial unter die Spielerschaft bringt. Nun wurde das diesjährige Orgateam – Ingo „Greifenklaue“ Schulze (Blog) und André „Seanchui“ Frenzer (Blog) – gebeten, auch für den Gratis-Rollenspiel-Tag einen Abenteuerwettbewerb zu veranstalten, dessen Ergebnisse sich in dem für Spieler kostenlosen Almanach wiederfinden – genau das ist der Lohn für die ersten drei Plätze. Auf Twitch stellten Ingo und Moritz Mehlem vom GRT-Orgateam die Bedingungen im Groben vor, heute nochmal alles Schwarz auf Weiß.

Ihr erstellt ein Abenteuer zu einem System der GRT-Verläge auf max. 4 Seiten im .doc/.odt-Format, welches drei der 5 folgenden Themen verarbeitet:
Gratis – Geschäft – Technologie – Spiel – Schwert
EINREICHUNG4 Seiten A4 Schriftgröße 12 in Times New Roman im Einfachstlayout mit Überschriften und Absätzen, aber keine Spalten, Bilder oder Karten.

Zusätzlich dürft ihr eine weitere Seite mit Bildern einreichen, die im Almanach benutzt werden dürfen: daher hast Du oder einer Deiner Freunde etwas gezeichnet und erlaubt die VÖ oder es unterliegt einer allgemeingültigen, auch kommerziell nutzbaren Lizenz (Daher z.B. eine CC-Lizenz ohne NC). Was nix bringt, sind Bilder die Du kaufst und nur Du nutzen darfst (typische Stockart). Bilder fließen nicht in die Wertung ein und sollen Dir nur die Möglichkeit geben, mal ein Bild zu veröffentlichen – ansonsten lass dich einfach überraschen, was die Leute vom Almanach zaubern.

Eine sechste Seite mit Kartenmaterial darf auch eingereicht werden, je nach Qualität kann die Karte übernommen werden oder wird dann neu gezeichnet, dass entscheidet das Team des Almanachs. Die Karte selbst ist im Wettbewerb insofern relevant, wie sie Dinge in Eurem Abenteuer gut erklärt. Euer Abenteuer muss natürlich keine Karten enthalten.

Also Einreichung zusammengefasst: bis zu 4 Seiten Abenteuer in rudimentären Layout, optional 1 Seite mit Bildern und 1 Seite mit Kartenmaterial.

Einsendungen gehen ab sofort bis zum 30.6.2021 um Mitternacht an die Adresse seanchui_at_ gmx.de. Bestätigungen kommen üblicherweise innerhalb von drei Tagen. Fragen könnt ihr gerne dort oder hier im Blog stellen.

ERLAUBTE SYSTEME: Um es so einfach wie möglich zu machen, haben wir eine System positiv“-Liste gemacht aus allen Systemen, die von Verlägen sind, die den aktuellen GRT unterstützen – durch Beiträge im Almanach oder als Teil des Goodie-Bags:

Shadowrun (Pegasus)
Cthulhu (Pegasus)
Talisman (Pegasus)
Midgard
Beyond the Wall (System Matters)
Geh nicht in den Winterwald (System Matters)
DCC (System Matters)
Im Schatten des Dämonenfürsten (System Matters)
Swords&Wizardry (System Matters)
Mythos World (System Matters)
Dungeon World (System Matters)
FHTAGN (Deutsche Lovecraft Gesellschaft)
Splittermond (Uhrwerk)
Coriolis (Uhrwerk)
Mutant: Year Zero (und Ableger) (Uhrwerk)
Star Trek (Uhrwerk)
FATE (und Ableger wie Malmsturm) (Uhrwerk)
Achtung!Cthulhu (mit Cthuhu 7; Uhrwerk)
NIP’AJIN (Ludus Leonis)
Dieseldrachen
New Hong Kong Story
Fallen Worlds
Lemna (Orkenspalter TV)
Private Eye (Redaktion Phantastik)
Seelenfänger (Redaktion Phantastik)
Finsterland (Redaktion Phantastik)

DIE JURY: Wie beim WOPC erstellt die Jury eine jeweilige TOP-Liste in etwa der Länge von 1/3-tel der Einreichungen (Beispiel: 20 Einreichungen, TOP 6-Liste), die dann zusammengezogen und von der Orga ausgewertet werden. Die Juroren sind alles erfahrende Winter-OPC-Juroren: Ron Müller (Ausgespielt-Podcast), Elea Brandt (Nerdigen Trashtalk) und André Skora (Würfelheld).

DER PREIS: Die ersten drei Plätze erscheinen im nächstjährigen Almanach abgedruckt, ihr erhaltet natürlich ein Belegexemplar. Für den Rest behalten wir uns auch einen Abdruck vor, z.B. in einem Fanzine. Wir bitten darum, dass der Autor im Veröffentlichungsjahr nix mit der Einreichung macht bis zum nächsten GRT, dann ist er herzlich eingeladen, sein Material auch anderweitig zu nutzen. Bildrechte oder Layout aus dem Almanach gehen aber natürlich nicht an ihn über.

SONSTIGES: Mit der Teilnahme sichert Ihr zu, dass Ihr der Urheber der Einsendung seid.

Wenn ihr mögt, schreibt die Adresse für Euer Belegexemplar mit rein, ansonsten fragen wir nach. De Daten dienen allein der Zusendung des Belegexemplars und wird danach vernichtet. 

Für Fragen stehen wir unter der o.g. eMail-Adresse zur Verfügung.

Verlinkungen auf den “GRT-Abenteuerwettbewerb” sind ausdrücklich erwünscht.

Eine Einreichung pro Person.

Teilnehmen darf jeder außer den beiden Veranstaltern (Greifenklaue, Seanchui), den GRT-Machern und der Jury.

Mehr-Personen-Einreichungen: Sind erlaubt und möglich. Macht bitte deutlich, wer der Einsender ist, damit wir einen Ansprechpartner haben.

Auch beim Lektorat kannst Du Dich unterstützen lassen. Lektoren freuen sich über Erwähnung.

Deine Einreichung sollte bisher unveröffentlicht sein und sollte deutlich machen, welche drei Stichworte genutzt wurden.

Bei Fragen schreibt uns an!

…UND AUF GEHT`S

Wir wünschen Euch viel Spaß und viel Erfolg, beim Schreiben, beim Überlegen und beim Testen, nice dice … Seanchui und Greifenklaue

RPG-Blog-o-Quest #067: Zeit und Zeitmanagement (Die Fragen)

Hallo zusammen,

in diesem Monat habe ich abermals die besondere Ehre, die diesmonatige RPG-Blog-O-Quest auszurichten. Und das sogar äußerst plötzlich – denn gerade, als ich mich auf die Suche nach den diesmonatigen Fragen machen wollte, fiel mir auf, dass noch gar niemand Fragen gestellt hatte! Also, kurzentschlossen, ran ans Werk! Da wir offensichtlich alle die Queste irgendwie vergessen haben, empfinde ich „Zeitmanagement“ als ein sehr passendes Thema :-).

Also, frisch ans Werk!

  1. Wieviel Zeit im Monat verbringt Ihr durchschnittlich am Rollenspieltisch, egal ob virtuell oder live?
  2. Wieviel Zeit im Monat verbringt Ihr mit der Vorbereitung eurer aktiven Rollenspielzeit?
  3. Wieviel Zeit im Monat verbringt Ihr mit dem Thema „Rollenspiel“, ohne dass es sich um eine direkte spielerische Aktivität oder deren Vorbereitung handelt – also News oder Rezensionen lesen, Crowdfundings kommentieren, in Foren lesen/schreiben, bloggen, Regelwerke und Abenteuer „zu Studienzwecken“ lesen…
  4. Seid ihr mit dem Verhältnis der drei obigen Zeiten zufrieden, oder würdet Ihr gerne etwas ändern? Falls ja, was und wie?
  5. Kurzfristige Absagen oder zu spät kommende Spieler sind Frustgarantien. Mithilfe welcher Hilfsmittel organisiert Ihr Eure Spielgruppe und haltet alle „up-to-date“?

DIE REGELN

  • An jedem Monatsersten werden die Fragen/Lückentexte gestellt. Der Starter wird im rsp-blogs-Forum festgelegt. Wir bitten um Beantwortung auf euren Blogs, Vlogs oder im Forum
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um den sich die Fragen drehen
  • Über die Zusendung eurer Links, per Mail, Kommentar, usw. freuen wir uns
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, unsere Fragen zu beantworten ist herzlich Willkommen
  • Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen selbstverständlich in Euren Beiträgen benutzt werden. (alle drei, welches besser gefällt.)

Ich bin sehr auf eure Antworten gespannt und freue mich diese zu lesen.

Ich würde mich wie immer über Eure Teilnahme freuen!
Beste Grüße
Seanchui

RPG-Blog-O-Quest #065: Produktives

Und schon wieder ist es Zeit für eine neue Blog-O-Queste! Dieses Mal hat sich Mastermind Greifenklaue allerdings etwas Neues einfallen lassen. Statt Fragen als bloggende Volk zu stellen hat er dieses mal ein paar zu kombinierende Schlagworte eingeworfen. Eigentlich wollte ich – ganz oldschool – den Zufall entscheiden lassen, welches Genre ich mit welchem Spielzusatz verbinde. Doch ein paar der Kombinationen liegen nun schon länger in einem offensichtlich brachliegenden Teil meines Gehirns, ohne dass ich jetzt auf tolle Ideen gekommen wäre. Also suche ich mir meine Kombinationen einfach aus! Wie auf diesen Seiten üblich alles mit leicht cthuloidem Touch :-).

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk!

1. Cyberpunk-Ausrüstung

Die Großen Alten interessieren sich schlussendlich nicht für die Menschheit. Zwar können sie über cthuloide Ritual-Magie beschworen werden, doch einmal vor Ort nehmen sie die Zaubernden kaum wahr. Dennoch verbleiben sie manchmal an Ort und Stelle, um ihre eigenen Pläne zu verfolgen oder sich für die Weiterreise vorzubereiten.

Es gab und gibt immer wieder Szenarien, in denen verrückte Wissenschaftler und größenwahnsinnige Okkultisten den Großen Alten Substanzen entnommen haben. Die Milch Shub-Nigguraths ist nur ein Beispiel, wenn auch ein sehr gängiges.

Im Zeitalter des Cyberpunk gibt es das ganze natürlich als schicke Designerdroge, die hochgradig süchtig macht. Dazu gibt es eine ganze Reihe positiver Nebeneffekte wie plötzliche Hellsicht, verbesserte Muskulatur oder Einsicht in kosmische Geheimnisse. Doch das ganze hat natürlich seinen Preis: Entmenschlichung, schleichender Wahnsinn und körperliche Degeneration. Die Droge steht sowohl den SC als Ausrüstung zur Verfügung, kann aber auch als Szenarien-Aufhänger dienen.

2. Western-NSC

„Western“ ist natürlich ein tolles Thema, denn ich habe ja schon mein eigenes Wester-Rollenspiel geschrieben („Desperados“: https://www.pegasusdigital.de/product/316117/Desperados-Ein-Pen-and-Paper-Rollenspiel ). Da bietet es sich natürlich an, einen cthuloid angehauchten NSC für eben jenes System anzubieten:

Ithaqua-Schamane
Typ: Boss
Schwierigkeitsgrad: 18 (schwierig)
Fertigkeiten
Entrückte Konzentration: Die Blickrichtung des Ithaqua-Schamanen kann nicht durch spezielle Fertigkeiten verändert werden.
Herr der Winde: Der Ithaqua-Schamane kann einmal pro Kampfrunde die Blickrichtung eines beliebigen Spielercharakters verändern.
Wendigo: Der Ithaqua-Schamane kann einmal pro Kampf einen Wendigo herbeibeschwören.

Wendigo
Typ: Scherge
Schwierigkeitsgrad: 20 (sehr hart)
Fertigkeiten
Hart im Nehmen: Der Wendigo verfügt über zwei Lebenspunkte.
Eisenfaust: Im Falle eines Misserfolgs oder Erfolgs im Kampf verursacht der Wendigo 2 statt 1 automatischen Schadenspunkt. Diese Fertigkeit gilt nur im Nahkampf.

3. Fantasy-Monster

Mein aktuelles Leib-und-Magen-Fantasysystem ist ohne Zweifel „Fantasy AGE“. Die letzte große Kampagne, die ich vor der einsetzenden Corona-Pandemie startete und die seitdem sträflich ruht, habe ich auf dieses System ausgerichtet. Insbesondere die schmalen aber praxisfreundlichen Regeln und die genialen Stunt-Manöver haben es mir angetan. Klar, dass ich nun auch einen cthuloiden Schrecken für F-AGE aufbereite, oder?

Dunkeldürrer
Geschicklichkeit 2, Intelligenz 1, Kämpfen (Klauen) 2, Kommunikation 0, Konstitution 4, Präzision 1, Stärke (Körperkraft) 4, Wahrnehmung 3, Willenskraft 3
Geschwindigkeit 10 (15 Flug)
LP 40
Verteidigung 11
Rüstungsschutz 4
Waffe: Klaue, +3, 1W6+6 Schaden
Dunkelsicht: Der Dunkeldürre kann in völliger Dunkelheit perfekt sehen
Stunt: Hochheben (3 SP): Der Dunkeldürre hebt ein Opfer (von maximal humanoider Größe) hoch in die Luft. Das Opfer wird durch den Schwanz der Kreatur in Starre gehalten. Der Dunkeldürre kann entscheiden, wann und ob er sein Opfer fallen lässt, was eventuell Sturzschaden nach sich zieht.

4. Science-Fiction-Fahrzeug

Science-Fiction ist nun ehrlicherweise so gar nicht mein Thema. Space Opera, gut, wer mag „Star Wars“ nicht? Aber echte Science-Fiction liegt mir nicht wirklich. Ich hatte überlegt an dieser Stelle einen „Engel“ für „CthulhuTech“ zu posten, aber (a) sind mir die Regeln nicht geläufig genug und (b) spielt das wahrscheinlich ohnehin niemand mehr :-).

5. Steampunk-Szenario

Da Ingo als Ausrichter ein wenig spät dran war, und ich unbedingt noch im Februar die Antworten raushauen will, bleibt es hier bei einer groben Skizze anhand der 6W-Fragen. Sorry, mehr gibt es dann vorläufig doch nicht :-).

Die Charaktere sind Gäste einer Ausstellung und Podiumsdiskussion über archäologische Funde Südamerikas, als ein Streit zwischen zwei Professoren entbrennt. Natürlich geht es um El Dorado, dessen Existenz immer noch nicht bewiesen wurde. Eine Luftschiff-Expedition an den Amazonas soll nun endlich Klarheit verschaffen – doch wartet im finsteren Dschungel natürlich mehr, als sich die beiden Herren ausmalen können…

1. Wer?
(Wer ist der Bösewicht in Eurer Geschichte, so es einen gibt? Wer führt die Charaktere in das Abenteuer? Und wer spielt noch eine wichtige Rolle?)
Professor Winston, älterer Feldforscher, stellt die Expeditionsgruppe zusammen und endlich El Dorado zu finden.
Professor Clarke, spöttischer Zweifler, wird die Expedition begleiten um die Niederlage seines Kollegen genüsslich auszukosten.
Pater Black, wahnsinnig gewordener Missionar, wird sich vor Ort der Expedition anschließen um das Geheimnis von El Dorado zu wahren und die Expedition zu sabotieren.
Degenerierte Kultisten, die das Hochplateau bewohnen und die Expedition angreifen werden.

2. Was?
(Was müssen die Charaktere erreichen, um das Abenteuer abzuschließen? Gibt es spezielle Gegenstände oder spezielles Wissen, das sie dafür brauchen?)
Auffinden von El Dorado. Professor Winston verfügt natürlich über das alte Tagebuch eines längst verstorbenen Conquistadors.
Einmal auf dem Plateau geht es ums nackte Überleben.
Vielleicht ergibt sich auch die Möglichkeit, dem Kult eine kleine, häßliche Statue eines mit Tentakeln bewehrten Wesens (Cthulhu) zu stehlen und später weitere Nachforschungen anzustellen?

3. Wann?
(Zu welcher Jahreszeit spielt das Abenteuer? Spielt Zeit noch eine größere Rolle – gibt es zum Beispiel einen Wettlauf gegen die Uhr?)
Im Sommer.

4. Wo?
(In welcher Umgebung spielt das Abenteuer: Stadt, Wildnis oder Dungeon? Ist das Land, der Planet oder die Region wichtig für den Plot und verdient Erwähnung? Welche besonderen Locations werden die Charaktere besuchen?)
Südamerikanischer Dschungel, Amazonasbecken.
Eine versunkene Ruinenstadt auf einem Hochplateau. Allerdings finden die Charaktere hier kein Gold sondern die Hinterlassenschaften eines Cthulhu-Kultes.

5. Warum?
(Was ist die Motivation der Charaktere? Wie sieht die Belohnung für einen Erfolg aus, bzw. die Konsequenz eines Mißerfolges?)
Die Charaktere werden mit der Aussicht auf Reichtum, Ehre und Ruhm von Professor Winston angeheuert.

6. Wie?
(Wie gehen die Charaktere idealerweise vor? Welche Stolpersteine für die Spieler erwartest Du und wie kann der Spielleiter sie umgehen?)
Die Charaktere begleiten die Expedition.
im Amazonas-Becken müssen sie in einem Indio-Dorf Vorräte auffrischen, wo die Expedition auf Pater Black trifft. Dieser hatte bereits Kontakt mit dem Kult und darüber seinen Verstand verloren. Er sabotiert das Luftschiff der Expedition.
Vielleicht ergibt sich mit einem abstürzenden Luftschiff die klassische Situation der „Todesfalle“.
Vor Ort werden Teile der Expedition – vielleicht einer der Professoren – von dem Kult gefangen genommen.
Organisation der Flucht.