RPG-Blog-O-Quest Juli 2018: Lustlosigkeit

Nachdem ich im vergangenen Monat die Ehre hatte, die Blog-O-Quest auszurichten (meinen Dank an alle tapferen Teilnehmer, Eure Beiträge sind super!), stellt in diesem Monat Urgestein Würfelheld noch einmal die Fragen. Lustlosigkeit, ein Thema das mir reichlich fern liegt *hust, hust*.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Mitgestalter sind immer gerne gesehen und gesucht! Und nun an die Fragen:

1. Jeder geht bestimmt mal durch ein Tal der Lustlosigkeit. Was tut ihr dagegen?
Wenns ums Hobby geht, lautet die Devise bei mir schlicht: „Augen zu und durch“. Ich bin sehr beständig, was meine Freizeitgestaltung angeht und folge seit Jahrzehnten den gleichen Hobbies. Ich weiß, wie wunderbar diese Hobbies zu mir passen und wieviel Freude ich bereits damit hatte und noch haben werde. Wenn sich dann mal ein paar Wochen Lustlosigkeit einschleicht, ist das nur natürlich, ändert sich aber garantiert. Wichtig ist für mich aber auf jeden Fall durchzuziehen – und das klappt eigentlich ganz gut.

2. Wie motivierst Du Dich am Ball zu bleiben – sowohl beim Rollenspiel als auch beim Bloggen?
Beim Bloggen ist es eine Mischung aus externer und interner Motivation. Extern, weil dieser Blog mittlerweile tatsächlich eine gewisse Anlaufstelle im cthuloiden Web darstellt und ich mich der CTHULHU-Szene tatsächlich ein bißchen verpflichtet fühle :-). Und intern, weil CTHULHU immer noch eine große Herzensangelegenheit ist, auch, wenn ich mittlerweile oft und ausgiebig mit anderen Systemen und Genres liebäugele :-).
Fürs Rollenspiel musste ich mich noch nie motivieren. Ich freue mich immer total, wenn es mal wieder mit einem Termin klappt und tue alles, um einen erfolgreichen Spielabend zu produzieren.

3. Schlechte Laune, ob von einem selbst oder eines Mitspielers, können die Spielrunde runterziehen. Was tust Du aktiv dagegen?
Ich bin normalerweise Spielleiter. Als solcher empfinde ich mich – zumindest in Ansätzen – als Dienstleister der Gruppe. Klar, ich soll auch mitspielen und meinen Spaß haben, aber: ohne SL klappt es mit den klassischen Systemen dann doch einfach nicht so gut. Da unsere Termine selten sind, wird in diesen Fällen – egal was kommt – der Ärger für ein paar Stunden einfach vergessen und ausgeblendet.
Als Spieler mag es passieren, das ich mit „Alltagsstimmung“ auflaufe. Meine Freunde wissen aber ganz genau, wie sie mich aufheitern können. Und ich denke, dass ich das bei meinen Freunden auch zumeist ganz gut hinkriege. Das passiert aber abseits des „Rollenspiels“, einfach weil wir ein eingestimmter Freundeskreis sind.

4. Was sind für Dich absolute Stimmungskiller?
„Schummeln“ und „Gewinnen um jeden Preis“. Ich mag es nicht, wenn im großen Finale plötzlich der unleserliche Würfel rausgekramt wird und jede noch so absurde Probe mit „gelungen!“ kommentiert wird. Von Zeit zu Zeit passiert das in meiner Runde. Dieses Verhalten stört mich nicht einmal in seiner spieltechnischen Wirkung, reißt mich aber tatsächlich aus der Stimmung. Es wird einfach albern, wenn der alternde Geschichtsprofessor mit seinem Taschenmesser die angreifenden Tentakelmonster zurückschlägt…

5. „Humor ist wenn man trotzdem lacht“ heißt es. Gab es Situationen wo das Lachen schwer fiel?
Im „richtigen Leben“? Natürlich, reichlich. Ich gehe mittlerweile auf die 40 zu, da hat man schon einiges mitgemacht. Im Rollenspiel? In einer Rolle steckend, klar. Als der endlose Heerwurm Wehrheim überrannte und unser Heer in alle Winde zerstreut wurde, war das schon unlustig. Als Spieler oder Spielleiter? Nein, nie.

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1W100 – Random Blog Encounters: meine Juni-Antworten

Anfang des Jahres stellte Sorben von den „Gelben Zeichen“ gleich einhundert Fragen – genauer: 1W100 Random Blog- Encounters – auf seinen Blog. Eine nette Idee, die ich gerne aufgreifen möchte. Zu jedem Monatsletzen greife ich zu meinem W100 – als CTHULHU-Spieler ja ohnehin ein Pflichtutensil auf meinem Schreibtisch – und werde 3 Fragen beantworten. Mal schauen, welche Fragen die Würfel mir zuweisen:

79. Wissen deine Mitspieler von deinem Blog oder ist ihnen die Internetgemeinschaft der Rollenspieler gänzlich egal bzw. unbekannt?
Meine Mitspieler kennen meinen Blog, aber nur einer von ihnen frequentiert ihn mehr oder minder regelmäßig (soweit ich weiß). Im Großen und Ganzen verbringen sie ihre Internet-Zeit aber – im Gegensatz zu mir – nicht in der Gemeinschaft der Rollenspieler, soweit ich das einschätzen kann.

02. Wie und mit welchem System hast du angefangen? Eine Standardfrage aber kennst du noch den Namen deines ersten Helden oder des ersten Abenteuers oder kannst dich an den Inhalt erinnern?
Begonnen habe ich mit „Das Schwarze Auge“ als Zuhörer beim Solo-Abenteuer (damals gespielt von meinem Kumpel D. als vorlesender „Meister“ und meinem Kumpel K. als agierender Spielerheld) „Der Quell des Todes“. Das folgende Weihnachtsfest bescherte mir die DSA-2-Grundbox. Mein erster Held war eine Kriegerin („Ostlid“), da wir nur Jungs waren und ich damals der Meinung war, da müsse auch irgendwie eine Frau mit in der Gruppe sein. Hust. Welches Abenteuer ich zuerstens als aktiver Spieler erlebt habe, weiß ich allerdings nicht mehr – wahrscheinlich war es eine Eigenkreation unseres damaligen „Meisters“.

03. Wie groß sind deine Runden? Was ist für dich die ideale Größe als Leiter oder Spieler? Wie groß war Deine größte Runde? Und die kleinste?
Meine Runden sind zwischen vier und sechs Spielern groß. Am liebsten spiele ich mit 4-5 Spielern, das reicht mir völlig :-). Die größte Runde waren – glaube ich – einmal acht Spieler + Spielleiter, das hat nicht sonderlich gut funktioniert; die kleinste waren zwei Spieler (noch sehr zu Beginn meiner „Karriere“ und damit ohnehin irgendwie durcheinander :-)).

Meinen Dank an Sorben für’s fleißige Fragenstellen!

RPG-Blog-O-Quest #33: Die 6Ws (Die Fragen)

Hallo zusammen,

in diesem Monat habe ich die besondere Ehre, die RPG-Blog-O-Quest auszurichten! Ich traue mich damit zum ersten Mal an die Ausrichtung einer Blogaktion heran und hoffe einfach, nicht allzuviel falsch zu machen und möglichst viele von Euch zu einer Teilnahme animieren zu können.

Die diesmonatige Blog-O-Quest unterscheidet sich ein wenig von den bisherigen Questen. Das liegt nicht daran, dass ich nicht gerne die Beiträge der letzten Monate und Jahre gelesen hätte, oder dass ich das Konzept grundlegend ändern möchte. Ich möchte einfach versuchen, eine etwas speziellere Fragestellung unterzubringen. Es war im November des vergangenen Jahres, als ich dem Würfelhelden auf die Fragen der „Blogaktionen“-Blog-o-Quest antwortete:

5. Was wünscht du dir von bereits wiederkehrenden Aktionen und warum?
Ehrlich gesagt: mehr Spielbezug. Der Karneval klar, der hat irgendwie immer Spielbezug. Bei der Blog-O-Quest ist das nicht unbedingt der Fall, hier sind oft „Nähkästenplaudereien“ oder aktuelle „Spezialthemen“ abgefragt. Das ist zur Community-Bildung sicherlich alles prima, aber ich würde mir doch auch mehr Spielmaterialsfragen wünschen :-).

Der Würfelheld antwortete mir daraufhin: richte doch einfach eine entsprechende Queste aus! Ein paar zaghafte Forenposts später war die Idee zu der 6W-Queste geboren!

Was sind die 6Ws?
Bei den sechs Ws handelt es sich um die aus dem Deutschunterricht bekannten W-Fragen: Wer?, Was?, Wann?, Wo?, Warum? und Wie? Durch die Beantwortung dieser Fragen lassen sich hervorragend Abenteuerideen in die richtige Struktur bringen. Mehr Infos dazu gibt es hier:

https://www.roleplayingtips.com/readissue.php?number=469#tips

oder hier:

http://podcast.system-matters.de/2011/07/30/episode-55-wie-ich-mit-den-sechs-ws-ein-szenario-schreibe/

Während die Blog-O-Quest normalerweise dazu animiert, von eigenen Erfahrungen, Vorlieben und Abneigungen zu berichten, möchte die 6W-Queste, dass Ihr ein eigenes Abenteuer durch die Beantwortung der sechs Fragen entwerft. Das Setting ist dabei natürlich Euch überlassen – es wäre aber sicher für alle Leser hilfreich, wenn Ihr mit angebt, für welches Setting Euer Abenteuer gedacht ist.

Genug der Vorrede, auf in’s Gefecht! Die Fragen sind fett gedruckt, die kursiven Anmerkungen in Klammern sollen Euch bei der Antwort unterstützen und stammen im Wesentlichen aus dem Artikel von Cherie „Jade“ Arbuckle.

DIE FRAGEN

1. Wer?
(Wer ist der Bösewicht in Eurer Geschichte, so es einen gibt? Wer führt die Charaktere in das Abenteuer? Und wer spielt noch eine wichtige Rolle?)

2. Was?
(Was müssen die Charaktere erreichen, um das Abenteuer abzuschließen? Gibt es spezielle Gegenstände oder spezielles Wissen, das sie dafür brauchen?)

3. Wann?
(Zu welcher Jahreszeit spielt das Abenteuer? Spielt Zeit noch eine größere Rolle – gibt es zum Beispiel einen Wettlauf gegen die Uhr?)

4. Wo?
(In welcher Umgebung spielt das Abenteuer: Stadt, Wildnis oder Dungeon? Ist das Land, der Planet oder die Region wichtig für den Plot und verdient Erwähnung? Welche besonderen Locations werden die Charaktere besuchen?)

5. Warum?
(Was ist die Motivation der Charaktere? Wie sieht die Belohnung für einen Erfolg aus, bzw. die Konsequenz eines Mißerfolges?)

6. Wie?
(Wie gehen die Charaktere idealerweise vor? Welche Stolpersteine für die Spieler erwartest Du und wie kann der Spielleiter sie umgehen?)

DIE REGELN

  • An jedem Monatsersten werden die Fragen/Lückentexte gestellt. Der Starter wird im rsp-blogs-Forum festgelegt. Wir bitten um Beantwortung auf euren Blogs, Vlogs oder im Forum
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um den sich die Fragen drehen
  • Über die Zusendung eurer Links, per Mail, Kommentar, usw. freuen wir uns
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, unsere Fragen zu beantworten ist herzlich Willkommen
  • Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen selbstverständlich in Euren Beiträgen benutzt werden. (alle drei, welches besser gefällt.)

Ich bin sehr auf eure Antworten gespannt und freue mich diese zu lesen.

Ich würde mich diebisch über Eure Teilnahme freuen!
Beste Grüße
Seanchui

1W100 – Random Blog Encounters: meine Mai-Antworten

Anfang des Jahres stellte Sorben von den „Gelben Zeichen“ gleich einhundert Fragen – genauer: 1W100 Random Blog- Encounters – auf seinen Blog. Eine nette Idee, die ich gerne aufgreifen möchte. Zu jedem Monatsletzen greife ich zu meinem W100 – als CTHULHU-Spieler ja ohnehin ein Pflichtutensil auf meinem Schreibtisch – und werde 3 Fragen beantworten. Mal schauen, welche Fragen die Würfel mir zuweisen:

8. Wie dick ist dein dickstes Buch/Wie viele Seiten/schwer ist es/hat es? Wie ist der Regelteil und wie der Fluff? Kurz: Schrecken dich dicke Bücher ab?
Hui. Das dickste Rollenspielbuch in meinem Regal dürfte das „Malleus Monstrorum 2nd Edition“ für die 3. Edition von CTHULHU sein. Über 500 Seiten, da halten nicht einmal die Grundregelwerke mit :-). Der Anteil Regeln zu Fluff ist hier ungefähr 50:50 und beide Teile gehen fließend ineinander über (jedes Monster erhält Beschreibung UND Spielwerte).
Nein, dicke Bücher schrecken mich nicht ab. Dicke Regelwerke vielleicht, aber nur, wenn der Regelteil den Großteil des Buches ausmacht :-).

62. Zusätzliche Gnade: Lässt du als Spielleiter mal alle Fünfe gerade sein, wenn ein Spielercharakter kurz vor dem Ableben steht? Wie siehst du es als Spieler?
Als Spieler erwartete ich absolut keine Gnade. Das gehört zum Spiel dazu, finde ich.
Als Spielleiter kommt es ein bißchen auf’s System und meine Mitspieler an: meiner Neulingsrunde habe ich auch ein, zwei Mal etwas „durchgehen“ lassen (seitdem allerdings nicht mehr); bei CTHULHU – und hier insbesondere meinen geliebten OneShots – gehört der Charaktertod fest zum Programm. Also tendentiell bin ich gegen das Ergebnisverbiegen.

80. Worüber bloggst du? Was inspiriert dich, was findest du an Themen spannend? Auch auf anderen Blogs?
Über cthuloide Rollenspiele. Inspiration suche ich mir entweder selbst (wir haben im letzten Monat noch über Sekundärliteratur geplaudert :-)), oder sie kommt irgendwie aus der Community herübergeschwappt. Abseits davon blogge ich auch die eine oder andere Nähkästchenplauderei, wofür ich hauptsächlich mal der Greifenklaue und dem Würfelheld mit ihren Questen die Schuld geben würde :-).

Meinen Dank an Sorben für’s fleißige Fragenstellen!

RPG-Blog-O-Quest Mai 2018: Dafür liebe ich meine (Mit-)Spieler!

Ein neuer Monat, eine neue RPG-Blog-O-Quest! Ich spare mir weiteres Lamentieren darüber, dass ich kaum noch zum Bloggen komme. Es kommen auch wieder bessere Zeiten. Also: Die Organisation in diesem Monat übernimmt Richtig Spielleiten, vielen Dank dafür!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link.

So, los geht’s.

1. Man hat ja oft eine Vorstellung davon, wie eine Szene ablaufen könnte. Spieler sind legendär dafür, oft völlig unerwartete Wege zu finden. Was war für dich die tollste Abweichung?
Hm, im Moment spielen wir eine ganze Kampagne um ein Artefakt, dass eigentlich keinerlei Bedeutung hatte. Doch meine Spieler waren so heiß darauf, es den räubernden Orks abzunehmen, dass sich nun ein Königreich-umspannender Konflikt entsponnen hat, der sich um das Artefakt dreht. Macht schon Spaß, sich auch mal treiben zu lassen :-).

2. Huch, grober Fehler: Regel falsch angewendet, keine Idee, wie es weitergeht, Blackout, Liebeskummer – wie hat dein (Mit-)Spieler die Situation gerettet?
Hm, keine Ahnung. Meine Spieler retten mich ständig, aber nicht durch sowas, sondern durch ihren Spaß am Spiel.

3. Ganz abstrakt: Wer sitzt an deinem Tisch? Taktiker oder Dramaqueen, Rechtsanwältin oder Grafikdesigner, Vater oder Tochter – keine Namen sondern Typen.
Tja, da hätten wir einen charakter-optimierenden Taktiker; dazu eine misstrauische Taktikerin; eine Vertreterin der ruhigen Sorte und einen Auftragsentgegennehmer. Im erweiterten Kreis finden sich Leitwölfe, Berieselt-werden-Spieler, Skeptiker und Dramaqueens. Alles dabei :-).

4. Auch abseits des Spieltisches sind Spieler Menschen und oft auch Freunde. Was hat dich im echten Leben am meisten an den Mitspielern beeindruckt?
Ich würde alle meine mehr oder minder regelmäßigen Mitspieler als Freunde betrachten. Sie alle haben beeindruckende Eigenschaften, die jedoch nicht auf einen Rollenspielblog gehören :-).

5. Welche Aktion deiner (Mit-)Spieler am Tisch ist für dich die großartigste, unvergesslichste, bereicherndste, albernste, unerwarteste gewesen, die du je erlebt hast?
Die Entwicklung unseres Gruppen-Novadi vom strengen Rastullah-Anhänger zum Praios-Anbeter, nachdem er mehrfach Zeuge göttlichen Wirkens wurde, war eine wirklich beeindruckende Charakterentwicklung. Der Selbstmord unseres Kid-Gangsters, der sich zusammen mit einer tentakelschwingenden Wesenheit und einer Stange Dynamit in die Luft sprengte war ein geniales Finale. Die Entwicklung unseres Esthion-Priesters vom einfachen Wanderer hin zum Botschafter seiner Kirche ist eine tolle Geschichte. Wir erleben ständig tolle Sachen am Spieltisch.

1W100 – Random Blog Encounters: meine April-Antworten

Anfang des Jahres stellte Sorben von den „Gelben Zeichen“ gleich einhundert Fragen – genauer: 1W100 Random Blog- Encounters – auf seinen Blog. Eine nette Idee, die ich gerne aufgreifen möchte. Zu jedem Monatsletzen greife ich zu meinem W100 – als CTHULHU-Spieler ja ohnehin ein Pflichtutensil auf meinem Schreibtisch – und werde 3 Fragen beantworten. Mal schauen, welche Fragen die Würfel mir zuweisen:

40. Du hättest die Möglichkeit die Rollenspielszene zu revolutionieren. Was würdest du tun?
Uff. Keine Ahnung, ganz ehrlich. Ich kann nur für einen sehr kleinen, selektiven Teil der „Szene“ sprechen – nämlich meine Spieler, die Blogs denen ich folge und die Foren, bei denen ich Mitglied bin. Da ist alles in Ordnung, sonst hätte ich ja ohnehin schon den persönlichen Rotstift angesetzt. Keine Revolution vonnöten :-).

42. Deine Runde ist zum ersten Mal bei dir eingeladen. Was bereitest du für die Gäste vor?
Knabberkram, etwas zu Trinken, Kopien von Heldenbögen (sofern noch nicht geschehen), ein paar Ersatzwürfel, frische Luft im Rollenspielkeller… das war’s.

73. Hast du Sekundärliteratur zum Thema? Ist sie für dich nützlich?
Für CTHULHU habe ich mir einige Sekundlärliteratur angeschafft – über Geheimbünde, Naturkatastrophen, Kulte, untergegangene Kulturen, Geschichte etc. In fast jedes historische Ereignis lassen sich CTHULHUs Spuren unterbringen, wenn man will. Es macht Spaß, sich hier Inspirationen für die „fiktive Authentizität“ zu besorgen. „Echte“ Rollenspielsekundärliteratur habe ich allerdings auch ein wenig: zwei Sammelbände mit Spielvorstellungen, und den Band „Magische Zeiten“ von DSA. Aber das habe ich mir vor Zeiten des Internets gekauft, heutzutage würde ich mir diese Infos anderweitig zusammenstellen.

Meinen Dank an Sorben für’s fleißige Fragenstellen!

RPG-Blog-O-Quest April 2018: Abenteuer

Ein neuer Monat, eine neue RPG-Blog-O-Quest! Und wenn ich aufgrund diverser Hobby-Arbeiten, die sich zwar alle rund um das Rollenspiel, aber leider eher weniger um den Blog drehen, kaum noch zum Bloggen komme, so ist das doch ein hervorragender Grund, noch einmal die Schreibwerkstatt hinter dem Blog zu eröffnen. Die Organisation in diesem Monat übernimmt RUNWAY61, vielen Dank dafür!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten! Und nun ab in die Vollen!

a. Welches Regelwerk spielst du am liebsten / am häufigsten?
Am Liebsten: CTHULHU. Ich bin mir einiger Schwächen des BRP bewusst, aber die Stärken überwiegen an meinem Spieltisch.
Aktuell am häufigsten: ABOREA. Und auch, wenn ich das System als sehr stabil empfinde und ich es ob seiner Schlankheit schätze, stößt es doch von Zeit zu Zeit an Grenzen die wohl verhindern werden, dass es zu einem meiner Lieblinge wird :-).

b. Beschäftigst du dich auch sportlich mit Waffen? Zum Beispiel Bogenschießen, Kendo oder bist du Sportschütze?
Nein. Und ich habe dazu auch leider nicht mehr zu sagen.

1. In DnD unterscheiden sich die einzelnen Waffen fast nur durch ihren Schadenswürfel, in Splittermond hat eine Waffe mehr Stats als Charaktere in anderen Systemen. Shadowrun hat ganze Waffenbücher während es in Fate Core kaum einen Unterschied macht, ob man mit Fäusten, Schwertern oder schweren Maschinengewehren kämpft. Wie wichtig sind dir viele verschiedene Waffen? Wie lange ist die ideale Waffenliste?
Das kommt bei mir auf das Genre an, wie ich feststelle.
Sofern ich Fantasy-Rollenspiele spiele gilt: Ich bin mit DSA „sozialisiert“ worden, wie man heute so schön sagt. Da sind Waffen teilweise standesgebunden, haben sehr unterschiedliche Schadenswerte, bieten anderweitige Boni und/oder Nachteile – doch, ich mag das. Ich mag es auch, auf die „richtige“ Waffe zu sparen. Und ich mag es, endlich einen „Prügel“ in der Hand zu haben, der „mehr“ Schaden als ein popeliges Schwert macht.
Sofern ich Horror-Rollenspiele spiele: Hier bevorzuge ich OneShots – gleich welchen Systems. Und da finde ich es immer angebracht, wenn die Ausrüstung der Charaktere zum jeweiligen Abenteuer passt. Insofern darf die Waffenliste so lang sein wie sie will, ich werde nicht dahin kommen, das Spektrum komplett auszunutzen – und es ist mir auch nicht wichtig.

2. Die Artussage wäre nicht komplett ohne das Schwert Excalibur. Hat in deiner Rollenspielerfahrung schon mal eine Waffe eine ganz zentrale Rolle gespielt?
Ja, gerade in Fantasy-Settings. Meine aktuelle ABOREA-Kampagne dreht sich um eine göttliche Waffe, die es vor dem Einfluß finsterer Mächte zu schützen gilt. Wir haben bei DSA aber auch schon sagenhafte Klingen gesucht oder mussten einen heiligen Stab auftreiben. Ich kann allerdings nicht sagen, dass sich das Thema sonderlich eingebrannt hätte.

3. Dein Wüstenkrieger ist fertig erstellt, fehlt nur noch die Ausrüstung. Ikonisch wäre als Waffe natürlich ein Krummsäbel, aber die Wikingeraxt macht viel mehr Schaden! Wie sehr gerätst du in Versuchung?
Ich würde erwarten, dass die Charakterkonzepte halbwegs ausgewogen sind, will sagen: wenn ich nicht an die gute Waffe rankomme, müsste mein Wüstenkrieger irgendeinen anderen Bonus zum Ausgleich bekommen. Sofern das gilt, wäre meine Versuchung äußerst gering :-).

4. Feuerwaffen in Fantasy/Fäntelalter-Settings finde ich… weil…
Feuerwaffen in Fäntelalter-Settings finde ich immer noch unglaublich faszinierend, weil ich mit DSA „sozialisiert“ wurde. Da ist das halt nahezu kategorisch ausgeschlossen. Und da mich das geprägt hat, bin ich immer wieder ganz aufgeregt, wenn so „moderne Technik“ Einzug hält. Für mich ist das immer noch eine spannende Mischung, auch, wenn ich mittlerweile dutzende solcher Settings kenne.

5. Egal ob Bogen oder Sturmgewehr: wie haltet ihr es in euren Runden mit der Munition? Wird der Verbrauch nachgehalten? Muss neue Munition gekauft / gebaut / gelootet werden?
Beim Bogen werden die Pfeile nachgehalten. Bei Schussfeuerwaffen achte ich höchstens auf die Anzahl Schuss im Magazin, nicht auf die Zahl der mitgeführten Magazine. Denn das Nachladen wird ja meist zum Problem, wenn die anrückenden Tentakelhorden noch nicht erledigt sind…

Bonusfrage: Die ungewöhnlichste Waffe, mit der einer meiner (N)SCs je einen Gegner überwältigt hat, war…
…der Stab des Vergessens (hieß der so?), der im „Jahr des Feuers“ (DSA) Rhazzazor überwältigt hat.