RPG-Blog-O-Quest Februar 2017: Rollenspielzubehör

rpg-blog-o-quest_logo3Ein wenig still ist es schon geworden, hier auf diesen Seiten. Tatsächlich arbeite ich im Moment an einigen anderen Themen, die sich hoffentlich bald schriftlich in der einen oder anderen Form wiederfinden lassen. Das wird die Zeit zeigen. Um diesen Blog aber nicht völlig brach liegen zu lassen, bietet sich die Teilnahme an der aktuellen Blog-O-Quest, dieses Mal organisiert vom Würfelhelden, natürlich an!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt, in abwechselnder Reihenfolgen, Würfelheld oder Greifenklaue dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Auf geht’s zu den Fragen!

1. Welches Rollenspielzubehör hast Du zuletzt gekauft und warum?
Zuletzt habe ich mir 25 sechsseitige Würfel im Pack gekauft. Diese sind komplett Weiß, unbedruckt und blanko. Ich habe vor, sie mir irgendetwas zu bekleben, habe aber noch keinen rechten Plan, womit eigentlich. Aber der Preis war unschlagbar günstig und ich habe blind zugeschlagen. Mal schauen, was daraus vielleicht wird.

2. Hast Du schonmal Zubehör gebastelt (Beweisfotos wären toll) und dieses auch eingesetzt?
Hm, ich habe in jungen Jahren für meine DSA-Helden „Heldenbücher“ gebastelt, so mit selbst gezeichneten Ausrüstungslisten und so nem Kram. Seitdem ich allerdings einen Computer habe, beschränken sich meine „Basteleien“ auf den digitalen Sektor.

3. Planst Du derzeit weitere Käufe und/oder Basteleien?
Tatsächlich spiele ich sehr ernsthaft mit dem Gedanken, mir ein „GamerBoard“ anzuschaffen. Allerdings eher für’s „Haben“ und weniger, weil ich es im Spiel ernsthaft vermisse.

4. Hast Du Battlemap-Erfahrungen?
Kaum. Für meine neu gegründete Einsteigergruppe bin ich allerdings dazu übergegangen, Karten zu zeichnen. Irgendwie haben wir das früher nie gemacht – es reichte uns, wenn die SL „links oder rechts?“ fragte. Da ich nun aber erstmals eher in Richtung „Dungeon“ für die Gruppe gehe, wollte ich es auch ein wenig plastischer aufziehen. Damit sind wir allerdings auch immer noch meilenweit von einer „Battlemap“ entfernt, wie ich zugeben muss.

5. Was hältst Du von Token, Miniaturen, TriFolds, Countern, Pöppeln und was bevorzugst Du ggf.?
Wir haben so etwas nie eingesetzt. Ich mag Miniaturen und habe auch eine ganze Zeit lang TableTops gespielt. Aber im Rollenspiel hatte ich bislang noch nicht das Bedürfnis nach einer plastischen Visualisierung von Kampfszenen.

RPG-Blog-O-Quest Januar 2017: Jahresrückblick 2016

rpg-blog-o-quest_logo3Ah ja! Ein neues Jahr liegt vor uns. Zeit für rollenspielerische Schandtaten aller Arten! Nebenbei gilt es aber natürlich auch, den Blog weiterhin mit Leben zu erfüllen – und was liegt da näher, als liebgewonnene Traditionen zu pflegen. Also stelle ich mich einmal mehr den unerbittlichen Fragen der RPG-Blog-O-Quest, dieses Mal gestellt von Greifenklaue!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt, in abwechselnder Reihenfolgen, Würfelheld oder Greifenklaue dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. So, nun aber auf zu den Fragen!

1. Für 2017 hab ich mir in punkto Rollenspiel vorgenommen ______________________________.
Für 2017 habe ich mir in punkto Rollenspiel vorgenommen endlich wieder mehr zu spielen. Sicher, irgendwie nehme ich mir das jedes Jahr vor. Und das letzte Jahr hat auch eigentlich sehr vielversprechend begonnen und dann rapide abgenommen. Doch für 2017 stehen die Sterne tatsächlich recht günstig. Ich bin guter Dinge, in diesem Jahr ein paar Mal mehr meinen RPG-Keller auch spielerisch frequentieren zu dürfen.

2. Das beste/einprägsamste Erlebnis 2016 in Deiner Rollenspielrunde war ____________________________.
Das einprägsamste Erlebnis 2016 in meiner Rollenspielrunde war das Zusammenfinden einer komplett neuen Gruppe. Drei Einsteiger, darunter sogar zwei Damen, haben gemeinsam mit einem „Veteranen“-Freund von mir die ersten Schritte in die Welt des Rollenspiels gewagt. Es hat sehr viel Spaß gemacht, „Neulinge“ unter die Fittiche zu nehmen und das Feedback war tatsächlich sehr positiv. Das in Folge das „Real Life“ erbarmungslos zuschlug und ein weiteres Treffen bislang verhinderte, steht auf einem anderen Blatt.

3. Welches Rollenspielprodukt hat Dich im vergangenen Jahr am meisten erfreut?
Das muss wohl tatsächlich „Beyond the Wall“ gewesen sein. Gespielt habe ich es noch nicht, von der Seite aus wäre wohl „Cthulhu“ die Antwort meiner Wahl, allerdings hatte ich beim Lesen (und direkt anschließendem Spielrunden-Planen) direkt ein grenzdebiles Lächeln auf den Lippen. Genial aufbereitet, genial einfach, genial für Zwischendurch. Ein toller Kauf, den ich nicht bereue.

4. Welchen SC hast Du am meisten gespielt in 2016 , welches System war das und an was werden sich die Mitspieler erinnern?
Tja, 2016 war ich ausschließlich als Spielleiter unterwegs.

5. 2016 gilt als Jahr vieler toter Promis. Gab es auch tote SC {oder prominente NSC} in Euren Runden?
Wer – wie ich – größtenteils auf cthuloide OneShots angewiesen ist, um überhaupt noch einmal zum Rollenspielen zu kommen, der wird auch um die eine oder andere Leiche auf Spielerseiten nicht umhin kommen :-). Das macht die Frage aber auch schon fast zu gewöhnlich, um jetzt mit einem tollen Erlebnis „um die Ecke“ zu kommen.

Bonusfrage: Welches war Dein Lieblingskarnevalstehma? Gibt es ein Thema, welches Du Dir dort wünschen würdest?
Ich würde wirklich gerne mehr am Karneval der Rollenspielblogs teilnehmen. Leider scheitere ich meist daran, das Thema in cthuloide Gefilde zu übertragen. Mein liebster Karneval war wohl damals der über Tiere, denn hier konnte ich meine ersten katzhuloiden Erfahrungen sammeln und niederschreiben. Ein Wunschthema habe ich allerdings nicht.

RPG-Blog-O-Quest Dezember 2016: Bestiarium

rpg-blog-o-quest_logo3Mit dem Dezember hat sich die Zeit des Keks-Naschens, der vorweihnachtlichen Besinnlichkeit und der Glühwein-Besäufnisse auf diversen Weihnachtsmärkten klammheimlich in den Kalender geschlichen. Zeit für die nächste RPG-Blog-O-Quest!

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1. Welches Monster ist Dein Favorit und warum?
Gleich die erste Frage vermag ich kaum zu beantworten. Ich denke, das liegt an den unterschiedlichen Herzen, die in meiner Brust schlagen. Natürlich mag ich Fantasy, habe ewige Zeiten „DSA“ gespielt und gerade in der jüngeren Vergangenheit haben sich „Beyond the Wall“ und „Aborea“ deutlich auf meinen Monitor geschoben. Hier sind es eindeutig Drachen und Drachenartige, die ich dank ihrem großartigen Hintergrund und ihrer ambivalenten Rollen wegen sehr schätze. Außerdem sind sie einfach beeindruckende Wesen.
Auf der anderen Seite ist dies natürlich ein cthuloider Blog und der Großteil meiner rollenspielerischen Freizeit beschäftigt sich nun einmal mit „CTHULHU“. Hier sind es wohl die „Tiefen Wesen“, die es mir am ehesten angetan haben. Natürlich ist Cthulhu persönlich ein großartiges Monster, Dunkle Junge ebenso – aber die Tiefen Wesen eignen sich eben hervorragend für Gegnerkonstellationen jeder Art – vom Kanonenfutter bis zum absoluten Angstmacher. Und die literarische Vorlage, Schatten über Innsmouth, ist einfach zu grandios.

2. Dein bisher prägendes Monster-Erlebnis war?
Ich glaube die erste Begegnung meiner Investigatorengruppe mit dem Wesen, welches „Das Sanatorium“ (ein Abenteuer aus dem vergriffenen Dementophobia-Quellenband) bedroht. Es war ein großartiger Moment, als der Detektiv seinen Kopf durch die Dachluke steckte, das Wesen sah, seinen Stabi-Wurf vergeigte und „vor Angst gelähmt“ war. Seine Kameraden sahen dann nur noch, wie plötzlich seine Füße unter schmatzenden Geräuschen in die Höhe gerissen wurden. Ruhe in Frieden.

3. Wenn ich ein/e Hybrid der tiefen Wesen wäre, würde ich zuerst möglichst viel von dem Gold beiseite schaffen. Wer weiß, ob es mit der Transformation tatsächlich klappt…?

4. Wie findest Du in Deinem Lieblingssystem die gebotenen Monster?
Das „Malleus Monstrorum“ läßt wirklich keine cthuloiden Wünsche offen. Eigentlich könnte ich anführen, dass mir die „Unnahbarkeit“ von Mythosmonstern gegen den Strich geht – doch das Malleus liefert genügend Alternativen, denen man mit einer Schrotflinte recht problemlos beikommen kann… Also: Ich finde die gebotenen Monster großartig!

5. Ich wünsche mir, das Monstern auch mal etwas Schlimmes passiert?

Und die obligatorische Bonusfrage:

6. Monsterjäger ist bei CTHULHU keine dankbare Aufgabe sondern führt recht schnell ins Sanatorium.

Es ist wieder Winter-OPC!!!

6wopcEs ist wieder soweit – der Winter-OPC ist gestartet. Diese großartige Neuigkeit möchte ich allen Lesern meines Blogs natürlich nicht vorenthalten!

Was ist ein OPC? Nun – ein OnePageContest. Bringt interessantes Spielmaterial auf einer einzelnen A4-Seite unter! Nach den Mottos der ersten Jahre “Winter”, “Frühling” und “Silvester/Jahreswechsel” sind nun wieder verschiedene Stichworte vorgegeben…

Es gibt wie immer einen Haufen Preise zu gewinnen – und da haben sich die beiden Veranstalter Greifenklaue und Würfelheld wieder mächtig ins Zeug gelegt! Alles interessante (wie den Blitzpreis für Eiligschreiber) rund um die Teilnahmebedingungen gibt’s HIER, eine Preisübersicht HIER.

Mitmachen lohnt sich damit wieder auf jeden Fall, und ich will wie in den letzten Jahren alles versuchen, wieder mit dabei zu sein!

RPG-Blog-O-Quest November 2016: OnePages

Die wohl großartigste Nachricht des Tages – und an diesem Tag gab es eine Menge großartiger Nachrichten, wie z. B. die Wiederveröffentlichung von Fading Suns durch Ulisses – lieferte Kollege Greifenklaue ganz beiläufig mit der Einleitung seiner neuesten RPG-Blog-O-Quest:

Der WOPC steht vor der Tür.

Da freu ich mich in jedem Jahr drauf! Und da ist es doch eine nette Idee, die diesmonatigen RPG-Blog-O-Quest-Fragen auch gleich dem Thema OnePager zu widmen! Schauen wir mal, was mir dazu alles einfällt – aber zunächst einmal das Wichtigste:

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1. Spielst Du OnePage-Abenteuer? Was magst Du an ihnen, wo siehst Du ihre Vor- und Nachteile? {Alternativ: Warum spielst Du keine OnePages?}
Tja, de fakto spiele ich keine OnePage-Abenteuer. Doch ich würde wirklich gerne. Ich sehe eine Menge Vorteile in dem Format – geringe Vorbereitungszeit, kreative Ideen, Möglichkeiten etwas „Verrücktes“ zu tun… leider spiele ich schlicht zu selten, um all‘ diese Dinge dann auch mal wirklich auszuprobieren.

2. Mein liebster Onepage ist wohl der Siegerbeitrag des Winter-OPC von 2013/2014, das CTHULHU-Abenteuer „Same Procedure“. {Link} Eine sehr schöne Prämisse, gut ausgearbeitet und es bietet sich wirklich als Silvester-Party an. Sehr schön.

3. Neben Abenteuern würde ich gerne mehr Kreaturen und Monstren als Rollenspielmaterial auf einer Seite sehen, weil sich auch nichts so einfach ein interessanter Plot stricken läßt, wie aus einer guten und ideenreichen Kreaturenbeschreibung.

4. Wenn ich einen Onepage schreiben würde, müsste unbedingt die eine oder andere %-Angabe mit rein, weil ich garantiert wieder etwas für CTHULHU mache :-). Nein, im Ernst, bisher habe ich seit dem zweiten OPC in jedem Jahr 2-3 Einträge eingereicht und sogar hier noch eigene OnePager veröffentlicht. Die Frage nach „schreiben würde“ stellt sich damit für mich kaum mehr.

5. Als Thema würde ich mir kein Oberthema für den WOPC wünschen, weil ich mich in der Vergangenheit oft reichlich verbiegen musste, um das Thema zu kratzen. Ich empfinde das ehrlich gesagt als einschränkend.

Die unabhängige Bonusfrage: In letzter Zeit sprießen Neuankündigungen deutschsprachiger RPGs aus dem Boden. Welches sehnst Du am meisten her?
Es gibt einige, die ich wirklich gerne in meinem Bücherregal hätte. Im Moment wünsche ich mir aber am ehesten Symbaroum, denn ich habe wider besseren Wissens am Crowdfunder teilgenommen und verfolge nun mit Schrecken eine Verzögerung nach der anderen. Ich bin froh, wenn ich es aus dem Postkasten gefischt habe.

RPG-Blog-O-Quest Oktober 2016: „Im Zeichen des Kürbis“ oder: Vampire, Werwölfe & Zombies

Gruselig wird es in der diesmonatigen RPG-Blog-O-Quest. Vielleicht war es nach den Science-Fiction- und Fantasy-Questen nur eine Frage der Zeit, bis wir auch das Horror-Genre ein wenig näher beleuchten. Allerdings wählt der ausrichtende Würfelheld mit dem nahenden Halloween-Feste einen hübschen Aufhänger – und auch die Fragen sind nicht unkreative Genrefragen. Schauen wir mal, was mir dazu alles einfällt – aber zunächst einmal das Wichtigste:

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1. Zockt Deine Spielrunde zu Halloween und wenn ja, gibt es dann ein spezielle Rituale?
Wir haben tatsächlich noch nie – in all den Jahren – eine feste „Halloweenrunde“ gehabt. Ich bin mir ziemlich sicher, wenigstens einmal auf diesem Feiertag einen Rollenspielabend gehabt zu haben – sogar inklusive zünftiger Ausrichtung. Allerdings kann man wohl nicht von „speziellen Ritualen“ sprechen, da wir hier schlicht keine Regelmäßigkeit haben. Wenn mein Keller allerdings rechtzeitig fertig renoviert ist – die Arbeiten beginnen bereits nächste Woche – könnte ich mir allerdings vorstellen, in diesem Jahr eine kleine Runde anzubieten. Mal schauen.

2. Welches ist Dein Lieblings-Horror-Abenteuer (und warum)?
Aiaiai. Ich bin ja ein bekennender „CTHULHU“-Fan. Als eben solcher habe ich ein paar dutzend Horrorabenteuer gelesen und/oder geleitet. Und das auch insbesondere in den letzten Jahren, denn die Beschäftigung mit diesem Blog hier hat natürlich auch dazu geführt, dass ich mich tief in die Materie eingelesen habe… Aus all diesen vielen Texten nun einen Liebling zu küren, fällt mir reichlich schwer, aber wenn ich mich entscheiden muß:
Das Abenteuer, mit dem ich am ehesten wirkliches „Horror“-Gefühl am Spieltisch heraufbeschwören konnte war „Das Sanatorium“ aus „Dementophobia“. Insbesondere die ersten Erkundungen der verlassenen Räumlichkeiten waren ECHT unheimlich. Das macht es aber nicht zu meinem „Liebling“ (erwähnenswert fand ich es dennoch), denn dieser Platz ist wohl dauerhaft „Last Men Standing“ aus „Zeitlose Ängste“ reserviert. Ein Feuerwerk grandioser Ideen, aber halt eine Prise mehr Pulp als Horror :-).

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3. Welche Untoten kommen deiner Meinung nach zu schlecht weg und warum?
Es gibt doch kaum eine Untotenart, die noch nicht von zig Seiten beleuchtet wurde, oder täusche ich mich da? Vampire sind böse, gut, sexy, die Weltherrschaft anstrebend oder krampfhaft angepasst… Zombies sind langsam, schnell, gefühllos, verliebt, urkomisch oder satanisch… Werwölfe sind triebhaft, durchtrieben, brutal oder verzweifelt… Ghoule sind hirnlose Leichenfresser oder kulturschaffende Hilfesuchende… Geister sind rachsüchtig, traurig, verspielt, klein und niedlich… ach je.
Ich persönlich finde, dass die Banshee maßlos unterrepräsentiert ist. In eigentlich allen Settings tauchen sie irgendwie auf, aber Varianten sind selten und üblicherweise halten sie als „Encounter am Wegesrand“ her. Da könnte man mehr draus machen, finde ich.

4. Welches ist das schlimmste Phantastik-Werk zu diesem Thema?
Das kann ich wohl kaum beurteilen. Dafür ist meine Lese-Horizont wohl nicht breit genug gefächert. Was mir allerdings nicht gefallen hat, ist der Hype rund um Twilight. Nicht, dass ich mich überbordend mit dem Thema beschäftigt hätte. Aber bei glitzernden Vampiren muß ich das wohl auch nicht.

5. Welches Rollenspiel bildet, deiner Meinung nach, den Halloween-Horror am besten ab?
Man kann mit jedem Rollenspiel, das Horror zulässt, Halloween-Horror nachstellen. Damit scheiden in meiner Wahrnehmung die meisten Fantasy-Systeme aus, denn diese statten die Charaktere normalerweise mit Fähigkeiten aus, die den Furchtfaktor deutlich herunterfahren. „Cthulhu“ erledigt diese Aufgabe – wenn auch eher instinktiv – allerdings ganz gut und es gibt auch einige Abenteuer, die genau diesen Horror darstellen wollen. In meinen Augen eignet sich aber „Kleine Ängste“ – vom simplem Regelwerk bis zum gewählten Setting – wohl am ehesten.

Die Bonusfrage: 6. Welches kostenlose Download/Online-Abenteuer würdest Du zu Halloween empfehlen? (Link nicht vergessen)
Ich denke, das Cthulhu-Abenteuer „Block B“ (nicht von mir, aber dennoch hier auf diesem Blog zu finden: https://seanchuigoesrlyeh.wordpress.com/szenarien/) ist für einen Halloween-Abend recht passend. Wer eine klassischere cthuloide Geschichte erleben möchte, dem würde ich „Das Grauen von den Sternen (http://www.pegasus.de/cthulhu/fuer-einsteiger/) empfehlen wollen.

Talk-like-a-Pirate-Day: Die Barone des Todes

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Piraten können ihre Beute ja verschleudern,
Freunde kaufen, Kurtisanen beschenken
Und wie die Herren schwelgen, bis nichts mehr übrig ist…

– Heinrich VI, Akt I, Szene 1

Arrrr! Heute ist wieder „Talk-like-a-Pirate-Day„! Während die eine oder andere Landratte noch hinter dem Link studieren muß, wovon ich hier eigentlich spreche nutze ich diese absolut großartige Gelegenheit, um Euch noch einmal einen cthulhu.de-Bestseller zu präsentieren!

Aus der Reihe „cthulhu.de-Bestseller“
Erstveröffentlichung: 23. November 2011
Autor: Stefan Droste

cthulhu de stempel bestseller(…) wir wollen euch heute fünf besonders blutrünstige Piraten der Karibik vorstellen, die ihr euch für den Rest des Jahres zum Vorbild nehmen könnt – und natürlich haben sie auch cthuloide Szenarioideen im Schlepptau! Macht euch bereit geentert zu werden.

Piraten haftet etwas magisches an. Es ist ihre Freiheit und Wildheit welche sie faszinierend, und über ihren Tod hinaus zu Ikonen, Helden, Dämonen macht. Doch warum bleiben manche von ihnen zeitlebens nichts mehr als seefahrende Strauchdiebe und andere brennen sich mit ihren Taten unauslöschlich als überlebensgroße Kapitäne in das Gedächtnis der Nachwelt ein? In einer Welt des CTHULHU-Rollenspiels ist die Antwort klar: Diesen Piraten haftet in der Tat etwas magisches an.

Die Karbik, auf vielerlei Weise Schmelztigel der Alten mit der Neuen Welt und spätestens durch die massenweise eingeführten und angesiedelten Sklaven ein düsteres, blutiges und exotisches Bindeglied Afrikas mit Amerika. Und die Piraten, welche die Karibik so scheinbar ungebändigt durchkreuzen, sind der ultimative Ausdruck dieser ganz besonderen Verbindung. Denn in ihnen manifestieren sich die Loa, die Geister und gottgleichen Wesen des Voodoo, welcher sich dort etwa zur selben Zeit formt.

Es sind die verschiedenen Aspekte Ghedes, des Herrn über Leben und Tod, welche ihnen innewohnen; auch bekannt als “Die Barone”. Sie sind teils impulsiv, grausam, leidenschaftlich, exzentrisch, bösartig. Im Leben jeder dieser Piraten gibt es ein Ereignis, in dem sich diese Verbindung manifestiert – und sie vervollständigt sich erst mit dem Sterben des Leibs. Die Spielercharaktere haben sicher Legenden über die folgenden Piraten gehört – Legenden die mit gutem Grund über das Grab hinaus reichen…

Francois L’Olonnais (1635-1667)

In Frankreich als Jean David Nau geboren erging sich dieser Seeräuber mit einer geradezu teuflischen Lust an Foltern und der Furcht seiner Feinde. Von der Verwüstung und den Schrecken, den er und seine Spießgesellen in die blühende Stadt Maracaibo brachten, erholte sich diese nie wieder. Sein Hass richtete sich besonders gegen Spanier, gegenüber denen, so schwor er, niemals Gnade zeigte. In diesen blutrünstigen Taten offenbarte sich in ihm der gefürchtete Geist des sadistischen Baron Kriminel.

Es war im Dschungel bei Puerto Cabello als sich dieser Loa in L’Olonnais zeigte. Um Informationen aus zwei gefangenen Soldaten zu pressen, brach der Bukanier dem ersten von beiden die Brust auf, riss das Herz hinaus und begann es, zum Entsetzen des Kameraden, zu verspeisen. L’Olonnois Ende als Mensch ließ nicht lange auf sich warten: Vor der Küste Panamas gestrandet geriet er in die Hände von Eingeborenen. Diese rissen ihn in Stücke, verbrannten die Teile und streuten die Asche in den Wind.

Plot Hook: Ob es den Eingeborenen bewusst war oder nicht: Auf diese Weise verseuchten sie ihre gesamte Insel mit dem hasserfüllten Einfluss des Loa. Das Wasser, der Boden, die Pflanzen die darauf wuchsen, alles trug nun den Geist des Piratenbarons in sich. Und mit der Zeit nahmen die Menschen ihn auf – und es veränderte sie. Die Charaktere stranden unglücklicherwise auf eben dieser Insel und sehen sich plötzlich mit heimtückischen Fallen und einem Kollektiv von willenlosen Eingeborenen konfrontiert, über denen der grausamste Häuptling ihres Volkes thront – doch warum spricht dieser perfekt Französisch?

Henry Morgan (1635-1688)

Eine erfolgreichere Karriere war dem Waliser Henry Morgan beschieden, der als starke Führungspersönlichkeit stets wusste, wie er seine Position verbessern und sichern konnte. Der selbsternannte “Chefadmiral aller Bukaniersflotten und Generalissimo der vereinigten Freibeuter von Amerika“ vereinigte 1.800 Piraten und 36 Schiffe unter sich und stellte den legendären Piratenkodex auf (auch wenn dieser eher eine Richtline war). In dem Stolz, mit der er seinen Titel trug zeigt sich der wachende Baron Cimetière.

1672 wurde Morgan festgenommen und vor Gericht gestellt. Nun mischte sich der Baron ein und rettete Morgan vor der Verurteilung. Damit nicht genug, er wurde sogar zum Ritter geschlagen und zum Vizegouverneur von Port Royal ernannt. Er befestigte die Stadt mit den Kanonen gesunkener Schiffe und brachte fortan seine ehemaligen Kumpanen an den Galgen. Im Tod aber fand er durch die Hand der Loa zurück in die See: Sein Grab versank mitsamt Port Royal beim großen Erdbeben 1692.

Plot Hook: Ein erneutes Seebeben mit anschließender Flutwelle erschüttert Jamaika. Unzählige Schiffe wurden an Land geworfen, ganze Ortschaften zerschmettert. Als die Katastrophe vorbei ist trauen die Menschen ihren Augen nicht: Die untergegange Stadt – von Gott selbst als Strafe für ihre Sittenlosigkeit versenkt – ist wieder an die Oberfläche getreten, behangen mit grünem Seetang und Muscheln. Welcher Kapitän getraut es sich hinüberzufahren und die angehäuften Schätze der ertrunkenen Toten zu bergen? Und in seinem Grab in Port Royal wartet träumend der große Baron der Freibeuter.

Blackbeard (1680 – 1718)

Dieser vielleicht berühmteste Pirate hieß mit “bürgerlichem” Namen Edward Teach und suchte besonders die amerikanische Südostküste heim. Sein Schiff war groß, schlagkräftig bewaffnet und die Mannschaft zahlreich. Trotz des Schreckens den er verbreitete war er nicht so gewalttätig wie andere Kapitäne, stattdessen setzte er ganz auf seinen diabolischen Ruf, den er sich bewusst erarbeitete und geschickt in Szene zu setzen verstand. Diese exzentrische Selbstdarstellung ist typisch für Baron Samedi.

Er war sehr groß, trug einen schwarzen, geflochtenen Bart und unzählige Waffen bei sich sowie brennende Lunten am Hut, was ihn stets mit einer furchterregende Aura aus Feuer und Rauch umgab. Wie sehr er tatsächlich bereits vom Herrn des Todes erfüllt war zeigt sein letztes Gefecht: Es brauchte fünf Schuss- und zwanzig Hiebwunden, ehe er sein Leben aushauchte. Man schlug Blackbeard den Kopf ab und warf den Leichnam über Bord – wo dieser angeblich spöttisch noch mehrere Runden um das Schiff schwamm.

Plot Hook: Angeblich ließ Blackbeards Bezwinger, der junge Lieutenant Robert Maynard, dessen Schädel mit Silber auskleiden und so zu einem morbiden Trinkgefäß umgestalten. Dieses grausige Relikt ging seitdem durch unzählige Hände, brachte aber keinem seiner Besitzer Glück. Man erzählt sich, dass der Geist des Piraten noch immer in seinem Schädel haust, und nach Blut dürstet. Und dass er jene, die davon trinken, als kopfloser Schrecken heimsuchen und mit sich in die Hölle zerren wird, wo er über eine Crew von Verdammten herrscht. Was wird auf dem Schiff der Charaktere geschehen, wenn der Kelch dorthin gelangt?

Anne Bonny (1682 – nach 1720)

Der Ruf der Loa lockte aber nicht nur Männer zur See: Auch die irischstämmige Anne Bonny, eine verwegene und rauflustige junge Frau, heuerte – ihr wahres Geschlecht verschleiernd – auf einem Piratenschiff an. Sie segelte unter der berüchtigten Flagge Calico Jack Rackhams, mit welchem sie sehr bald eine sexuelle Affäre verband und dem sie auf Kuba ein Kind gebar. Im Kampf war sie jedem Mann gewachsen. In Annes feurigem Wesen offenbart sich die rothaarige Maman Brigitte, Gemahlin des Baron Samedi.

Nur so ist auch der folgende unwahrscheinliche Zufall zu erklären: Anne verliebte sich in einen Schiffskameraden, nur um herauszufinden, dass auch dieser eine Frau war: Mary Read. Das Dreiecksgespann Bonny, Read und Rackham machte fortan gemeinsam die Meere unsicher, ehe sie von der Navy gestellt wurden. Read starb im Kerker und Rackham landete am Galgen – nur die schwangere Anne Bonny blieb verschont. Manche sagen sie wurde Nonne, andere, dass sie als der Pirat Roberts zurückkehrte.

Plot Hook: Es ist die Nacht vor der Hinrichtung für die schurkischen Spielercharaktere. Im Kerker bekommen sie ein letztes Mal Besuch, der ihnen die Beichte abnehmen und ihnen so zumindest die Gelegenheit auf Erlösung einräumen will. Der Besucher entpuppt sich als Nonne, welche den Piraten in aller Heimlichkeit anbietet, sie zu befreien und vor dem Galgen zu bewahren. Im Gegenzug fordert sie seltsamerweise, dass diese – anders als Calico Jacks feige Crew – ihre Mannbarkeit unter Beweis stellen und sich auf die Suche nach einem Kind machen, welches sich irgendwo auf Kuba aufhalten soll. Wo sollte da der Haken sein?

Bartholomew Roberts (1682-1722)

Roberts wurde erst recht spät Pirat, machte dies aber durch eine geradezu wahnwitzige Serie an Kaperfahrten wett: Innerhalb von vier Jahren enterte er über 400 Schiffe. Mitgefühl war ihm fremd, er massakrierte Gefangene willkürlich um seinen Ruf zu verbeiten. Sich selbst sah er als einen Gentleman unter den Piraten, kleidete sich in prächtigster Kleidung, verabscheute Rum und hielt ein Orchester sowie Gottesdienste an Bord. Seine elegante Kultiviertheit ist der Ausdruck des dandyhaften Baron LaCroix.

Diese Haltung eines übermenschlichen Kavaliers legte er auch in seiner letzten Schlacht nicht ab. Als klar wurde dass es kein Entkommen mehr gab, beendete Roberts erst sein Frühstück, kleidete sich in einen roten Gehrock aus Damast, legte neben seinen Waffen Gold- und Diamantschmuck an und übernahm wie selsbtverständlich das Kommando. Dieses verstummte erst als ihm, in heroischer Pose auf einer Kanone stehend, ein Schrapnell die Kehle aufschlitzte. Seine Crew versenkte die Leiche sofort im Meer.

Plot Hook: Ein reicher, aber vollständig stummer Gentleman bietet den Charakteren mithilfe eines scheinbar intuitiv dolmetschenden Sklaven eine königliche Belohnung, wenn sie ihn ein Jahr lang transportieren und eskortieren wohin er wünscht. Er sichert zu, dass er das Schiff dabei keiner Gefahr aussetzen, und sich nur innerhalb der Karibik bewegen wolle. Und tatsächlich: Er befiehlt an verschiedenen Inseln anzulegen und geht dort allein an Land. Und stets, am Tage seiner Rückkehr folgt ein weiteres Schiff dem der Charaktere, besetzt mit einer stummen Mannschaft. Für welchen Feldzug benötigt der Edelmann diese Armada?

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Spielleiterhinweise: Der Kniff, die berühmten Seeräuber der Geschichte auf diese Weise, also erst nach ihrem Tod, in die Spielrunde einzubringen, schlägt gleich mehrere Klabautermänner mit einem Paddel: Zunächst ermöglicht es den Spielern, auf diese Legenden der Karibik zu treffen und sich mit ihnen zu messen – ein Element, welches sicher in vielen Runden auf Gegenliebe stoßen wird. Gleichzeitig aber vermeidet der Spielleiter so den gern gemachten Fauxpax, die Spielercharaktere zu reinen Nebenfiguren zu degradieren. Zu guter Letzt verhilft dieser Ansatz zu einer ordentlichen Portion Seemannsgarn und gruselig-karibischer Voodoo-Atmosphäre.

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