RPG Blog-o-Quest Dezember 2018 (39): Ausblick 2019

Und da ist auch schon wieder Dezember und das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Natürlich wird es auf diesen Seiten in der schönen Zeit „zwischen den Jahren“ wieder einen umfassenden Rück- und Ausblick geben, doch das soll mich natürlich nicht daran hindern, auch die diesmonatige RPG-Blog-O-Quest zu beantworten. Die Fragen stammen von Mastermind Greifenklaue und er bittet um einen Ausblick auf das folgende Jahr.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten! Nun aber auf an die aktuellen Fragen!

1.) Von der RPG-Top Ten-Liste des Goldenen Stephan kenne ich ___ Produkte. Am besten davon halte ich ________, weil _________________. (Alternativ: Dort vermisse ich definitiv ____, weil _________________.)
Von der RPG-Ton-Ten-Liste des Goldenen Stephan kenne ich neun Produkte. Allerdings kenne ich nur in einem Fall (Geh nicht in den Winterwald) das komplette Grundregelwerk. Sechs mal konnte ich allerdings Schnellstarter (Seelenfänger) besprechen, mich intensiv durch Podcasts oder Blogs mit dem System beschäftigen (Dungeon World, Dread, Wearing the Cape), die Vorgängerversion und den Schnellstarter testen (HeXXen 1733) oder immerhin den Schnellstarter lesen (New Honk Kong Story). Meine Kenntnis von Mutant Jahr 0 und Sprawl beschränkt sich auf die Infos aus den Kickstartern, weil die Systeme mich nicht anfixen konnten. Einzig „Alice im Düsterwald“ sagt mir gar nichts.
Am besten davon halte ich „Geh nicht in den Winterwald“, weil es ein absolut großartiges Erzählspiel ist, mit dem ich schon viel Spaß hatte.

2.) Was erwartest Du mit Ausblick auf 2019 am meisten?
Rollenspieltechnisch, nehme ich an? Nun, ich werde meine Aborea-Einsteigerkampagne beenden und im Anschluß einige One-Shots mit meinen dann Fortgeschrittenen spielen, worauf ich mich sehr freue. Ich hoffe allerdings im Sommer auch einen „Pulp-Tag“ mit Grillfest ausrichten zu können, wenn sich die Gelegenheit bietet. Eigentlich hatte ich das schon diesen Sommer vor, aber das hat nicht hingehauen. Mal sehen :-).
Veröffentlichungstechnisch freue ich mich am meisten auf die kommenden CTHULHU-Bände, weil hier mein Name das eine oder andere Mal auftauchen wird sowie auf „Die Schwarze Katze“, was mich sehr interessiert.

3.) Hast Du rollenspieltechnische Pläne für 2019? Eine neue Spielrunde, selbst ein Abenteuer schreiben etc.?
Jep, einige. Meine Spielrundenpläne habe ich oben schon beschrieben, und auch ich selbst möchte wieder schreiberisch aktiv werden. Dabei möchte ich gerne die cthuloiden Gefilde noch einmal verlassen. Mal sehen, was sich so ergibt.

4.) Gibt es für Deinen Blog (Youtube-Kanal etc.) ein Projekt, Teilnahme oder Artikelserie, die Du für 2019 ins Auge gefasst hast?
Ja, und das hatte ich eigentlich schon für 2018… naja, mal sehen. Es soll um „Geisterjäger im Gaslicht“ gehen, mal sehen, was ich so schaffe. Außerdem plane ich natürlich, der Blog-O-Queste treu zu bleiben :-).

5.) Spielst Du momentan in ein oder mehreren Kampagnen, die auch 2019 Fortsetzung finden?
Im Moment leite ich eine (epische :-)) Aborea-Kampagne, die im ersten Quartal 2019 allerdings definitiv ihr Ende finden wird. Danach werden wir einige One-Shots spielen und dann – wahrscheinlich – eine neue Kampagne starten, diesmal aber mit Fantasy AGE als System.

Bonus 1: Die Rocketbeans veröffentlichen ihr erstes RPG T.E.A.R.S. mit Hammerauflage. Wie stehst Du zum Phänomen Rocketbeans, kennst Du sie überhaupt?
Nein, nie gesehen. Ich habe von der irrsinnig hohen Auflage des Regelwerks gehört, mehr nicht.

Bonus 2: 2019 würde ich bei der Blog-O-Quest den Monat ________ organisieren mit dem Thema ___________.
2019 würde ich bei der Blog-O-Quest den Monat Juni organisieren mit dem Thema „Cross-Settings: Wenn Settings die Systeme wechseln“.

Advertisements

1W100 – Random Blog Encounters: meine November-Antworten

Anfang des Jahres stellte Sorben von den „Gelben Zeichen“ gleich einhundert Fragen – genauer: 1W100 Random Blog- Encounters – auf seinen Blog. Eine nette Idee, die ich gerne aufgreifen möchte. Zu jedem Monatsletzen greife ich zu meinem W100 – als CTHULHU-Spieler ja ohnehin ein Pflichtutensil auf meinem Schreibtisch – und werde 3 Fragen beantworten. Mal schauen, welche Fragen die Würfel mir zuweisen:

28. Die unerträgliche Leichtigkeit des Systems: Hast du schon einmal ein Regelwerk weggelegt, weil es zu schwer oder zu leicht war?
Hm, weggelegt ist nicht das richtige Wort. In der letzten Zeit hatte ich das Vergnügen, einige Regelwerke rezensieren zu dürfen. Die lege ich natürlich nicht „weg“, weil ich sie schwer/leicht empfinde, sondern beschäftige mich so intensiv mit ihnen, wie es eine im Rahmen meiner Möglichkeiten objektive Rezension erfordert. Ich teile sie allerdings schon in „wird-für-mich-interessant“ und „ist-nix-für-mich“ ein. Und da landen die Schwergewichte mit hohem Simulationsanteil gerne in der ersten Kategorie, einfach, weil mir die Zeit fehlt um die Regelnuancen so regelmäßig am Spieltisch anzuwenden, als das sie irgendwann flüssig von der Hand gehen würden. Ich bin halt meistenteils unregelmäßiger Gelegenheitsspieler. Und da stehen Schwergewichte einfach eher im Weg…

27. Schrödingers Goblin: Wie wichtig ist Immersion für dich?
Für mich ist das überhaupt nicht wichtig. Ich weiß es durchaus zu honorieren, wenn sich ein Spielleiter viel Mühe mit der Atmosphäre seines Spielortes und des Abends macht. Aber ich genieße es mehr, ein Spiel zu spielen, als mich in der Tiefe der Geschehnisse zu verlieren.

57. Bildersturm: Sind Illustrationen in einem Regelwerk für dich wichtig?
A-B-S-O-L-U-T!!! Ich bin ein unglaublich visueller Typ. Mit Textwüsten kann ich nichts, aber auch gar nichts anfangen. Ein Rollenspielregelwerk aber auch ein Abenteuer muß sagen: so sieht es hier aus, dies ist die Stimmung, die aus mir spricht. Im Übrigen ist mein Faible für gut gemachte RPG-Bücher ein Hauptgrund dafür, dass ich auch mehr Bücher kaufe, als ich spielen kann 🙂

Meinen Dank an Sorben für’s fleißige Fragenstellen!

RPG Blog-o-Quest November 2018 (38): Kinder

Ein neuer Monat, eine neue RPG-Blog-O-Quest! Immerhin ein guter Grund, den Staub hier noch einmal aus den Ecken zu pusten. Ach, was jammere ich. Ich schreibe ja doch immerhin noch zwei, drei eigene Posts im Monat, das ist doch besser als nichts! Also, in diesem Monat gibt der gute Ackerknecht den Moderator und stellt ein paar Fragen ans rollenspielende Volk!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten! Nun aber auf an die aktuellen Fragen, die sich in diesem Monat mit Kindern beschäftigen!

Die Bonusfrage diesmal vorweg: Habt Ihr Kinder?
Ja, zwei wunderbare Racker. Der erste geht mittlerweile in die Schule, während der Kleine noch den Kindergarten heimsuchen darf.

Frage 1: Wenn es in Eurer Spielrunde Eltern (auch Euch selber) gibt, wie wirkt sich das auf Euer Hobby aus?
Tatsächlich ist der Bedarf an gutem Zeitmanagement höher geworden. Da meine Frau selbst Nichtspielerin ist gilt es, Abende abzupassen an denen sie entspannt und ohne eigene Termine auf die Kinder aufpassen kann, während ich mich mit meiner Spielgruppe in den Rollenspielkeller verdrücke. Das gleiche gilt natürlich auch für die Väter in meiner Runde, so dass wir unsere Termine entsprechend koordinieren müssen. Tatsächlich ist dadurch die Taktzahl der Runden heruntergegangen, aber die Abende sind dafür dann auch wirklich frei :-).

Frage 2: Hat einer Eurer Spielercharaktere Kinder? Wie geht Ihr damit um?
Nein, weder in einer vorherigen noch in einer aktuellen Runde.

Frage 3a: Habt Ihr schon einmal ein Kind als SC geführt? Wenn ja, wie unterschied sich Eure Darstellung von der eines erwachsenen Charakters?
Ich kann mich nicht erinnern, so etwas schon einmal probiert zu haben. Zumeist bin ich ohnehin als Spielleiter unterwegs und meine wenigen oder ehemaligen Co-SL waren eher „klassisch“ unterwegs.

Frage 3b: Die analoge Frage für Spielleiterinnen und Spielleiter: Geht Ihr mit kindlichen SC (und NSC) anders um als mit erwachsenen Charakteren?
Das kommt sehr auf Setting und Rolle an. Zumeist haben Kinder eher eine sehr kleine Rolle in meinen Abenteuern – Botenjungen oder der „zufällige Taschendieb“ auf einem Bazaar oder sowas. Klar versuche ich hier klarzumachen, dass es um ein Kind geht (bspw. um das Gewaltlevel von Reaktionen der Gruppe zu steuern), aber die Rolle ist zumeist zu klein, um hier viel Tiefgang zu entfalten.
Anders sieht es aus, wenn ein Kind in einem Horror-Setting der Antagonist ist, was ja durchaus mal passieren kann. Dann ist es ja allerdings auch kein „normales“ Kind mehr sondern eher ein Gefäß für all das Bösartige, das hinter dem Plot steht. Also wieder keine klassische Kinderrolle.
Kinder als SC sind mir bislang noch nicht untergekommen.

Frage 4: Das ideale Alter, um mit dem Rollenspiel anzufangen, ist __, mindestens aber __ Jahre, weil _______.
Das ideale Alter, um mit dem Rollenspiel anzufangen, ist 10, mindestens aber 9 Jahre, weil ich auch in diesem Alter angefangen habe und es problemlos funktionierte :-). Ich kann allerdings viele der heutigen „es-muss-aber-kindgerecht-sein“-Ambitionen von Heute nicht ganz nachvollziehen. Das ist nicht nur im RPG-Sektor so – warum gibt es heute „Drei ??? Kids“? Wir haben damals doch auch mit den „normalen“ Drei ??? angefangen, oder? Und wir haben mit DnD oder DSA angefangen rollenzuspielen, ohne dass aus uns blutrünstige Berserker, Satanisten oder Traumatisierte wurden. Und viele von uns haben tatsächlich als Kinder begonnen: Drachen, Burgen, Ritter – das funktioniert doch auch in jungen Jahren wunderbar.

Frage 5: Das beste Rollenspielsystem für Kinder ist __________, denn es ist ___________.
Das beste Rollenspielsystem für Kinder ist in einem Setting angesiedelt das die Kinder interessiert, denn es ist toll, wenn sie die kreativen Möglichkeiten in einer Welt entdecken, die sie spannend finden. Regeln sind in meinen Augen hier Schall und Rauch: wenn ich als zehnjähriger „DSA“ verstanden habe, warum sollte das heute kein Zehnjähriger mehr hinkriegen?

1W100 – Random Blog Encounters: meine Oktober-Antworten

Anfang des Jahres stellte Sorben von den „Gelben Zeichen“ gleich einhundert Fragen – genauer: 1W100 Random Blog- Encounters – auf seinen Blog. Eine nette Idee, die ich gerne aufgreifen möchte. Zu jedem Monatsletzen greife ich zu meinem W100 – als CTHULHU-Spieler ja ohnehin ein Pflichtutensil auf meinem Schreibtisch – und werde 3 Fragen beantworten. Mal schauen, welche Fragen die Würfel mir zuweisen:

19. Wurdest du schon einmal wegen deines Hobbies schief angesehen?
Ja, das schon. Geheiratet hat mich meine Frau trotzdem 🙂

93. 3 Dinge, die du mit einem gelungenen Spieleabend verbindest und warum?
Ich denke, ein Spieleabend ist gelungen, wenn alle Beteiligten ihren Spaß hatten. Da wird es fast schon schwer, noch zwei weitere Dinge aufzuzählen… aber gut: ich denke, wenn ein Kampagnenabenteuer mit einem guten Cliffhanger, der Lust auf die Weiterführung am nächsten Spieleabend macht endet, dann ist das schon ganz gut gelungen. Tja, und Cthulhu-OneShots sind mir eigentlich immer gelungen, wenn sich Mitspieler A. mit Dynamit selbst in die Luft gesprengt hat 🙂

100. Die letzte Frage! Was willst du unbedingt noch mal tun, wofür Du bisher keine Zeit, Geld etc. hattest?
Ui. Jetzt ganz global, abseits aller Rollenspielthemen so im „richtigen Leben“? Da gäbe es einige Orte auf der Welt, die ich gerne einmal besuchen würde (Venedig, die Toscana, Schweden, die Pyramiden…aber auch Landschaften und Städte im heimischen Deutschland wie Heidelberg), aber das habe ich irgendwie stets verpasst…
In Bezug auf Rollenspiel: mit genügend Zeit würde ich meinen „Pile of Shame“ endlich komplett herunterlesen und zwei weitere Rollenspielkampagnen starten, mit genügend Geld wiederum würde ich (a) meine deutsche CTHULHU-Sammlung vervollständigen und (b) mir jeden Monat die drei neuen Bücher, die ich interessant finde, einfach kaufen statt sie auf imaginäre Want-Listen zu schreiben 🙂

Meinen Dank an Sorben für’s fleißige Fragenstellen!

RPG-Blog-O-Quest Oktober 2018: No-Gos

Mir fehlt die Zeit für lange Einleitungen in diesem Monat. Überhaupt missfällt mir die aktuelle Taktfrequenz, mit der ich mich dem Blog widme. Es kommen wieder „bessere“ Zeiten, dessen bin ich sicher. Aber im Moment ist es, wie es ist :-). Immerhin hat Michael von jaegers.net die neue Blog-O-Quest noch kurzfristig ausgerichtet – meinen Dank dafür! Ein guter Grund, mich noch einmal vor den Bildschirm zu schwingen!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten! Nun aber auf an die aktuellen Fragen, die sich in diesem Monat mit No-Gos beschäftigen!

1. Gibt es Menschen, mit denen Du nicht gemeinsam an einem Spieltisch (egal ob physisch oder virtuell) sitzen möchtest? Welche sind das und wie gehst Du damit um? (Keine Namensnennung …)
Ich bin rollenspielgruppentechnisch bisher noch gar nicht so wahnsinnig viel herumgekommen. Im Laufe meiner „Karriere“ kann ich auf vier feste Gruppen und ein paar Sidekicks zurückblicken. Die festen Gruppen hatten dabei meist über Jahre Bestand. In dieser Zeit konnte ich mich mit allen Typen arrangieren, schlicht, weil wir das gleiche Hobby betrieben haben. Ich kann durchaus behaupten, dass ich nicht zu jedem dieser Spieler enge „outgame“-Freundschaften pflegte. Aber am Spieltisch haben wir uns immer zusammengerissen und im Gruppenkonsens „verstanden“. Nein, bislang kann ich mir nicht vorstellen, mit jemandem „nicht“ am Tisch zu sitzen und zu spielen.

2. Was geht für Dich am Spieltisch (out-game) nicht? Alkohol, fettige Pommes, lautstarkes Rülpsen oder Körperkontakt? Wie ist das vereinbart?
Out-Game bin ich tiefenentspannt. Ich lege natürlich wert auf eine gewisse Nettikette – aber die kann durchaus divers in den verschiedenen Gruppen sein. Wenn ich mit „meinen Jungs“ zocke, mit denen ich beispielsweise auch Metal-Festivals heimsuche oder nächtelang durchquatsche, dann ist eine Flasche Bier und ein derber Spaß auf Kosten der Stimmung völlig in Ordnung; spiele ich mit „Fremden“ oder schlicht Leuten, bei denen ich das weniger gut einschätzen kann, dann benehmen wir/ich uns etwas steifer. Eben fast wie im richtigen Leben :-).

3. Was geht für Dich in-game nicht? Gibt es Tabus zu Themen oder Handlungen? Und wie kommunizierst Du das?
Ich bin üblicherweise Spielleiter, d. h., No-Go-Themen müssten an mich kommuniziert werden. Bislang ist das – trotz einer ganzen Reihe cthuloider Ausflüge – noch nicht passiert. Ich selbst tue mich immer etwas schwer mit Gewalt gegen Kinder. Und damit meine ich explizit „Kinder“ und nicht „Monstren die aus Schock-Gründen Kindern ähneln“ oder sowas – „Kleine Völker“ wäre also für mich kein Problem. Seit ich Vater bin reagiere ich auf dieses Thema etwas dünnhäutiger. Darüber hinaus gibt es Themen im menschlichen Miteinander, die schon so No-Gos sind, die muss ich jetzt nicht am Rollenspieltisch ausleben.

4. Wie reagierst Du, wenn ein Spieler sich in- oder out-game in deine persönliche No-Go-Area begibt, vielleicht sogar nachhaltig oder gezielt?
Bislang ist das nicht vorgekommen und ich habe auch keine Vorstellung davon, wie ich reagieren würde. Wahrscheinlich würde ich darum bitten, den Detailgrad herunterzufahren, weil ich mir gewisse Vorstellungen nicht geben wollen würde. Aber mehr müsste es dann auch nicht sein.

5. Als dezenter, die Immersion nicht störenden Hinweis auf das Überschreiten einer roten Linie wird gerne auf das Konzept der X-Card verwiesen. Nutzt Du dies? Wie sind Deine Erfahrungen damit, oder warum verwendest Du sie nicht?
Ich habe dieses Konzept nie benutzt. Es ist bei uns nicht notwendig. Und wenn wir wirklich einmal soweit die Grenzen unseres guten Geschmackes verlassen würden, dass wir uns gegenseitig in unseren Urängsten triggern, dann reden wir lieber drüber.

Bonusfrage(nkomplex): Auf einer zunehmenden Zahl an Veranstaltungen werden klare Regeln hinsichtlich des No-Gos von sexueller Belästigung und dem Umgang damit aufgestellt und propagiert. Wie ist Deine Meinung dazu, brauchen wir das explizit oder sollte das nicht in der Gesellschaft verankert sein? Ist das nur eine “modische” Folge des #meetoo-Hypes? Ist das im Rollenspielumfeld 2018 wirklich nötig? Fühlt ihr euch damit wirklich besser oder verkrampft das die Situation nur?
Ich kann das nicht beantworten, denn ich spiele nicht auf CONs. Ob es auf CONs regelmäßig – oder auch unregelmäßig – zu sexuellen Belästigungen kommt kann ich nicht abschätzen und daher auch wenig über die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen sagen.

1W100 – Random Blog Encounters: meine September-Antworten

Anfang des Jahres stellte Sorben von den „Gelben Zeichen“ gleich einhundert Fragen – genauer: 1W100 Random Blog- Encounters – auf seinen Blog. Eine nette Idee, die ich gerne aufgreifen möchte. Zu jedem Monatsletzen greife ich zu meinem W100 – als CTHULHU-Spieler ja ohnehin ein Pflichtutensil auf meinem Schreibtisch – und werde 3 Fragen beantworten. Mal schauen, welche Fragen die Würfel mir zuweisen:

36. PDF oder Totholz?
Schwierige Frage, ganz schwierige Frage. Also, wenn ich ein Buch „nur“ mal lesen möchte, dann bevorzuge ich PDF. Schlicht und ergreifend, weil ich es dann jederzeit und überall lesen kann (sogar im Dunkeln :-)). Viele Bücher möchte ich aber gerne „haben“, dann muss es Totholz sein. Und zum Leiten sowieso, ich mag es nicht, beim Leiten das Handy/Tablett vor mir liegen zu haben.

92. Dein Lieblingssystem wird eingestampft. Bleibst du trotzdem dabei oder suchst du Ersatz, immerhin wird es keine neuen Sachen mehr geben?
Ich spiele es weiterhin, werde meiner Sammelleidenschaft aber ein neues „Objekt der Begierde“ gönnen. Bestimmt. So ganz ohne „Sammeln und Jagen“ kommt Rollenspiel bei mir nicht aus, fürchte ich…

88. Du bekommst 2 Millionen Euro, wie würdest du sie ausgeben? Spenden und verschenken ausgenommen.
Hu, wieso denn genau 2 Millionen? Ich bezahle das Haus ab, kaufe mir einen vernünftigen Neuwagen, spare einen Haufen Geld weg für das mögliche Studium meiner Kinder, gönne mir und meiner Frau einige aufgeschobene Wünsche und lebe ansonsten eigentlich so weiter wie bisher. Um von den Zinsen leben zu können reichen die 2 Millionen heutzutage nämlich leider nicht :-).

Meinen Dank an Sorben für’s fleißige Fragenstellen!

RPG-Blog-O-Quest September 2018: Schauplätze

Das mit dem Bloggen hier ist im Moment nicht so einfach. Ihr werdet es an der recht niedrigen Taktfrequenz eigener Artikel vielleicht bemerkt haben. Noch viel seltener in dieser verschwindend geringen Artikelzahl sind dann auch noch die Artikel, wegen denen ich diesen Blog eigentlich gegründet habe: Spielmaterial! Aber immerhin gibt es die Blog-O-Quest, die mich jeden Monat aufs Neue motiviert, wenigstens für etwas eigenen Content hier auf dem Blog zu sorgen. In diesem Monat übernimmt Timberwere die Organisation, wofür ich mich herzlich bedanke!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten! Nun aber auf an die aktuellen Fragen, die sich in diesem Monat mit Schauplätzen beschäftigen!

1. Welche Eigenschaften muss ein guter Schauplatz für dich haben?
Ach je, die Beantwortung dieser Frage könnte länger dauern. Oder ich mache es mir leicht :-). Nein, ganz ehrlich: die Eigenschaften, die ein guter Schauplatz benötigt, hängen doch sehr von seiner Funktion ab. An den Schauplatz des grandiosen Finales einer langjährigen Kampagne stelle ich andere Ansprüche als an den Schauplatz einer zünftigen Kneipenschlägerei. An einen Dungeon andere als an ein Banditenlager. Generell würde ich mich dazu hinreißen lassen, dass ein Schauplatz ein wenig Atmosphäre braucht und genügend Möglichkeiten zur Interaktion für die SC bereit hält. Das dürfte vage genug sein :-).

2. Gibt es eine Kategorie von Schauplätzen, die du im Spiel bevorzugst, also besonders gerne bespielst?
Nein, da bin ich flexibel. Gerade im cthuloiden ist mir die Bibliothek ebenso recht wie das Zeltlager der Dschungelexpedition. Ich mag theoretisch Schiffe: überschaubarer Platz, unterschiedlichste Plots, festgelegte Anzahl NSC, kurz: „Closed Room“ mit Frischluft :-). Aber in der Praxis habe ich das bislang eher sehr wenig genutzt, vielleicht mal bei einem One Shot.

3. Was muss/müsste passieren, damit dir eine (Kategorie von) Location(s) völlig verleidet wird/würde, bzw. ist das schon mal passiert, und wie/warum?
Ich muss gestehen, dass ich das Intermezzo in der Kampagne „Die Bestie“, das in der „Bibliothek von Celeano“ spielt, extrem schwach finde. Der Ort ist eine in der Theorie reichlich coole Location, aber es mangelt hier einfach an einer praktischen Umsetzbarkeit, was das Intermezzo in meinen Augen hervorragend belegt :-).

4. Welche Location wolltest du schon immer mal bespielen, kamst aber bisher nie dazu?
Innsmouth. Eines Tages krieg‘ ich Dich.

5. Was war die denkwürdigste Location, die du je bespielt hast?
…da muss ich passen. Ich habe schon ein paar coole Dinge gesehen bzw. geleitet, aber… hm, vielleicht der rätselhafte Djinn-Tempel unter Kraj, den meine ABOREA-Kampagne besucht hat, der war ziemlich cool. Natürlich war auch die „fliegende Festung“ im „Jahr des Feuers (DSA)“ eine denkwürdige Location. Hm, ich weiß nicht recht. Ich achte mal drauf :-).

Bonusfrage: Wie sieht der ideale RL-Spielort für dich aus?
Oh, ich bin mit meinem Rollenspielkeller schon sehr, sehr zufrieden. Mittlerweile habe ich ihn in Details noch verfeinert :-).