Das Autorennähkästchen VII: Die Außenseiter

Hallo zusammen,

wie treue Leser dieses Blogs sicherlich wissen, bin ich seit einiger Zeit Mitglied im Autorenteam für das deutsche CTHULHU. Doch das ist nicht das einzige Rollenspiel, für das ich mich kreativ betätige. Tatsächlich verlegt die Deutsche Lovecraft Gesellschaft mit FHTAGN ein eigenes, cthuloides Rollenspiel, für das ich ebenfalls bereits aktiv war.

Gemeinsam mit der Redaktion schuf ich bereits vor einiger Zeit den Schnellstarter und das dazugehörige Abenteuer „Die Außenseiter“. Nun ist die FHTAGN-Redaktion auf die hervorragende Idee gekommen, die Autoren ihrer Abenteuer im dLG-eigenen Podcast „dLG Radio“ zu Wort kommen zu lassen. Dieses Autorennähkästchen ist also etwas Besonderes, denn es folgt direkt auf die Ohren! Ich wünsche viel Spaß mit der Episode und freue mich – wie immer – über Kommentare:

dLG-Radio – FHTAGN Fragment: Die Außenseiter

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Das Autorennähkästchen VI: 99 Verdammte

Hallo zusammen,

wie treue Leser dieses Blogs sicherlich wissen, bin ich seit einiger Zeit Mitglied im Autorenteam für das deutsche CTHULHU. Und wie es halt so üblich ist, möchte ich Euch ein wenig an dem kreativen Prozess teilhaben lassen, der hinter einer Publikation steht, in der ich meinen Namen unterbringen konnte. In diesem Fall ist das der neueste Quellenband „99 Verdammte“, der eben so viele spielfertige Investigatoren enthält.

Als die ersten Ideen rund um diesen Band auftauchten, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich liebe es, an Material abseits des „cthuloiden Mainstreams“ zu arbeiten. Also war es für mich eine Selbstverständlichkeit, mich für die Mitarbeit an dem Band zu bewerben. Zu meinem großen Glück stellte Redakteur Marcel sein Team sehr schnell zusammen und gab uns Autoren den Startschuss, so dass ich keine große Bewerbungsphase brauchte.

Um die Arbeiten konsistent zu halten, verteilte unser Redakteur eine Vorlage, an die wir Autoren uns halten sollten und bat uns, uns aus einer Liste aller (für CTHULHU) verfügbaren Berufe zunächst 10 Investigatoren auszusuchen. Und dann ging es auch schon los. Der erste Schwung Investigatoren lief mir noch sehr flüssig aus der digitalen Feder, wenn ich mich recht entsinne. Es machte einfach einen großen Spaß, sich Lebensgeschichten und Motivationen völlig unterschiedlicher Charaktere auszudenken. Schlußendlich ist das natürlich auch einer der Aspekte, den wir alle beim Rollenspiel so sehr lieben – das nun direkt mehrfach für verschiedenste Investigatoren zu machen, hat wirklich Spaß gemacht.

Die nächsten Runden beinhalteten dann 5er-Blöcke, um die Schreibarbeit halbwegs gleichmäßig unter allen beteiligten Autoren zu verteilen. Ich muss zugeben, dass das aufgrund unterschiedlicher Faktoren – Inbeschlagnahme mit anderen Projekten, Arbeitstempo und Jahreszeit (die Arbeiten fanden um den Jahreswechsel herum statt) – eine gleichmäßige Aufteilung nicht geklappt hat. Peter und ich haben wohl jeder die meisten Investigatoren beigesteuert, auch, wenn ich irgendwann auf einzelne Lücken in der Berufe-Liste ausgewichen bin und keine ganzen Blöcke mehr abgeliefert habe. Aber das war ja dank des Spaßes an den Texten kein Problem :-).

Also besonderes „Easter-Egg“ habe ich die beiden Charaktere, welche zu Beginn der Corona-Pandemie ihre furchtbaren Erlebnisse im Rahmen einer „De Profundis“-Runde ausgetauscht haben (ich berichtete) in Investigatoren verwandelt und sie in diesem Band verewigt. Es ist diese persönliche Note, die mich wohl am meisten an dem Band freut, auch, wenn die Beschäftigung mit jedem Investigator Spaß gemacht hat.

Wie immer hoffe ich, dass Ihr viel Freude an unseren „99 Verdammten“ haben werdet. Wie immer freue ich mich über Feedback jedweder Art (Wie gefällt Euch der Band? Habt Ihr schon einen der Investigatoren genutzt? Was hätten wir besser machen können?), gerne auch hier auf dem Blog!

Das Autorennähkästchen V: Die Verschwundene

Hallo zusammen,

wie treue Leser dieses Blogs sicherlich wissen, bin ich seit einiger Zeit Mitglied im Autorenteam für das deutsche CTHULHU. Zugegeben liegt meine letzte Plauderei aus dem Autorennähkästchen schon recht lange zurück, so dass man auch auf den Gedanken kommen könnte, ich hätte hier nichts mehr mit zu tun. Doch das ist mitnichten so. Tatsächlich habe ich nicht nur an drei Publikationen mitgearbeitet, deren Erscheinung noch aussteht, sondern konnte auch zwischendurch meinen Namen noch in einer weiteren offiziellen Publikation platzieren.

Als unser Chefredakteur fragte, ob jemand Kapazitäten für ein kurzes Abenteuer für die Marketingabteilung frei hätte, war ich sofort Feuer und Flamme. Kurze Abenteuer liegen mir ja ohnehin mehr als lange Texte. Und unter den frei verfügbaren Werbeabenteuern für CTHULHU finden sich nicht nur echte Klassiker (wie „Am Rande der Finsternis“ oder „Das Corbitt-Haus“) sondern auch echte Perlen (wie „Der Preuße“, „Der Nachtexpress“ oder „Totholz“) wieder, so dass ich es mir nicht nehmen lassen wollte, hier auch einmal mein Glück zu versuchen. Die einzige Vorgabe war, dass das Abenteuer in Neuengland und den 1920ern spielen sollte. Das gab mir Gelegenheit, eine länger schwelende Idee endlich einmal umzusetzen.

Alles beginnt mit Stephen King. Ich war ehrlich gesagt nie ein sonderlich großer Fan dieses Autors und selbst die meisten Verfilmungen, die ja heute oftmals als Klassiker des Genres gelten, habe ich nicht gesehen. Eine große Ausnahme stellt allerdings Kings Novelle „Das Mädchen“ dar, welche irgendwie im Zuge einer Schenkung alter Bücher in meine damals noch jugendlichen Hände geraten war. Die intensive Stimmung, das Unwirkliche und das gleichzeitig erschreckend Mögliche in dieser Erzählung haben mich damals wie heute fasziniert. Ein erster Versuch, dieses Thema cthuloid umzusetzen fand sich in meinem 2017er-Adventskalender mit dem Postkartenszenario Indian Summer.

Da die Idee mir immer noch sehr gut gefiel, wollte ich sie ein weiteres Mal aufgreifen. Nun musste sie allerdings auf die 1920er transportiert werden. Da die Handlung ohnehin weitenteils im finsteren Forst stattfindet, war das kein größeres Problem. Im vergangenen Jahr hatte ich mehrfach das Abenteuer „Das Grauen von den Sternen“ für verschiedene Gruppen geleitet; der Einstieg als Teil einer Suchmannschaft gefiel mir sehr gut. So gut, dass ich auch die Investigatoren in meinem Abenteuer zum Teil einer Suchmannschaft – wenn auch unter anderen Voraussetzungen – machte. Das Setting ergab sich dann aus einer nochmaligen Lektüre des Dunwich-Bandes und ist tief in der cthuloiden Mythologie verankert. Das war leicht.

Der Rest der Niederschrift fiel dann angenehm leicht: Mit den grotesken Splatter-Motiven aus „Das Mädchen“ im Hinterkopf und den Möglichkeiten cthuloider Magie eines Kriechenden Wesen schrieben sich die meisten Szenen wie von selbst. Ein einfacher Mechanismus, welcher Beliebigkeit aus dem Finale des Abenteuers nimmt, war leicht erdacht. In Summe bin ich sehr zufrieden mit dem Szenario – auch und gerade, weil es zwar einerseits typisch cthuloid aber andererseits eben doch kein „Mystery-Recherche“-Plot geworden ist.

Ihr findet das Abenteuer online bei Pegasus Digital. Wie immer freue ich mich, wenn Ihr das Szenario lest, spielt, davon berichtet und mir hier einen Kommentar hinterlasst

10. Winter-OPC: Auswertung & Download zum GRT!

Wie in jedem Jahr war es das erklärte Ziel, die Auswertung und den Gesamtdownload aller WOPC-Beiträge pünktlich zum www.GratisRollenspielTag.de anzubieten. Und wie in jedem Jahr haben wir es irgendwie geschafft.

Ein großer Dank gilt – wie immer – meinen Juroren Elea vom Nerdigen Trashtalk, Christophorus und André „Würfelheld“ Skora, die sich in wahnsinniger Geschwindigkeit durch die Beiträge gearbeitet haben und ihre Bewertung abgegeben haben! Ohne Euch wäre der WOPC nicht möglich! Ein zweiter Dank gilt meinen fantastischen Sponsoren, ohne deren großartige Unterstützung der WOPC sicherlich nicht so ein grandioses Spektakel wäre: Preise und Gewinner sind hier zu sehen!

Wie immer war es Aufgabe in jeder Kategorie eine TOP 6 zu erstellen nach eigenem Geschmack, die bekommen dann je nach Platz 10/7/5/4/3/2 Punkte und dann wird zusammengezählt. Und das sind die Ergebnisse der vier Kategorien:

Frühling
1) Springtime von Kaid, ein Szenario Private Eye
2) Der verliebte Brückentroll von Agonira, eine Begegnung für Dungeon Slayers
2) Entgleist (Teil 1) von Nick Dysen, ein Szenario für Deadlands
2) Frühling von Sascha, ein Erzählspiel
3) Jahreszeiten-Spielzüge von Timothty, Regeloptionen für Dungeon World

Sommer
1) Summer Glam von Philipp, ein Wrestling-Erzählspiel
2) Und es war Sommer von Andreas, eine universelle Szenario-Skizze
2) Ewiger Sommer von Daniel, ein Würfelspiel
3) Summer of Sams von Kaid, ein Szenario für FHTAGN

Herbst
1) Laubsturm über Samroth von Philipp, ein Herbstlande-Szenario
2) Verwirrte Zombies im Herbstlaub von Agonira, ein Szenario für Zombieslayers
3) Blutrote Wälder von Kaid, ein Szenario für Mythos World

Winter
1) O du tödliche von Tim, ein Szenario für Monster of the Week
2) Halt auf Polaris 9 von Agonira, ein Szenario für Starslayers
3) Metal Frost Gloom von Kaid, ein Szenario für Mörk Borg

Ein paar mehr Details über sein persönliches Ranking verrät Juror Würfelheld drüben auf seinem Blog!

Die Gewinner haben bereits ihre Preise ausgesucht, alle anderen Preise sind bereits unter den Teilnehmern verlost – größtenteils sollten sie sogar bereits zugestellt sein. Die Preisverteilung ist in unserer Preisliste ersichtlich.
Ich gratuliere herzlich allen Gewinnern und bedanke mich bei allen Teilnehmern – Ihr seid großartig! und übrigens hat JEDER letztlich etwas gewonnen- und lade Euch und Alle dazu ein, in unserem Gesamt-Download zu stöbern! Es lohnt sich:

DOWNLOAD

Damit ist der 10. WOPC zu Ende, das Jubiläum ist geschafft. Es macht mich immer noch unglaublich traurig, dass Ingo dieses großartige Jubiläum nicht mehr erleben konnte und ich bin stolz auf alle, die diesen doch sehr besonderen WOPC mit ihrem Beitrag unterstützt haben. Danke – und Nice Dice.

Seanchui

Zwischen den Jahren… Version 2021

Und so neigt sich denn auch 2021 dem Ende, das Jahr, in dem wir uns alle ein Ende der Corona-Pandemie ersehnt hatten und in dem uns dann doch die Sorgen und Nöte rund um das Virus bis zum Ende begleiteten. Und wieder beginnt die namenlose Zeit zwischen den Jahren, die Raunächte. Und wieder werde ich ein wenig sentimental und gucke mir an, was sich auf meinem Blog und bei meinen anderen Projekten so bewegt hat. Das hat so seine Tradition, selbst, wenn es weniger zu berichten gibt. Also, mal sehen.

Blog-Fakten

Wie immer gibt es zunächst ein paar Fakten rund um diesen Blog:

Ich durfte knapp 15.000 Leser im gerade vergehenden Jahr auf meinem Blog begrüßen. Damit knüpft der Blog zwar immer noch nicht an seine Hochzeiten an, doch wiederum sind es ein paar Leser mehr als im Jahr 2020. Dabei sind es nach wie vor „zeitlose“ Beiträge wie die hier veröffentlichten Abenteuer, welche immer wieder Leser anziehen. Das freut mich sehr.

Insgesamt habe ich im vergangenen Jahr 46 Blogeinträge verfasst. Das ist eine deutliche Erhöhung der Frequenz, wie ich feststellen muss. Allerdings waren dann doch viele Beiträge durch meine letztjährige Co-Organisation des WOPC geprägt, ebenso, wie natürlich dieser Dezember ganz im Zeichen des WOPC stand. Im Sommer haben Ingo und ich darüber hinaus auch noch den GRT-Abenteuerwettbewerb begleitet, dessen Ergebnisse wir auf die eine oder andere Art und Weise zum GRT genießen werden dürfen. Und ich habe gleich zwei RPG-Blog-O-Questen ausgerichtet.

Dennoch fand sich auch noch ein wenig cthuloides Spielmaterial hier wieder. So habe ich Anfang des vergangenen Jahres endlich Ebenholz aus der Feder von Stefan Dieckhoff hier veröffentlicht. Gepaart mit einigen Rezensionen (darunter die hervorragende Gast-Rezension zu Le Tri Madri von Hilmar), Spielberichten und News-Einträgen war es ein fast normales Blogjahr.

Abseits

Abseits des Blogs hat sich aber wieder so einiges getan. So bin ich früh im Jahr über die Rollenspielchallenge vom Blog-Kollegen Sandfuchs gestolpert. Darin ruft er unter anderem dazu auf, ein eigenes Erzähl-Regelwerk zu schreiben. Mit „Himmelsstürmer“ bin ich diesem Aufruf voller Elan gefolgt. Tatsächlich habe ich noch ein zweites Erzählspiel geschrieben, welches ich später veröffentlichen möchte. Dann gab es noch eine fünfte Ausgabe meiner eigenen Fanzine, der „Vision„, welche abermals im Rahmen des System-Matters-Fanzine-Wettbewerbs entstanden ist. Stolze 31 Artikel verfasste ich für den Lovecrafter online, eine neue Printausgabe des dLG-Magazins haben wir ebenfalls endlich auf die Beine gestellt und es sind mal wieder über vierzig Rezensionen aus meiner Feder beim Ringboten erschienen.

Daneben habe ich es – sagen wir mal „dank Corona“ – im vergangenen Jahr erfreulich regelmäßig geschafft, auch zu spielen. Dabei war mein vergangenes Spielejahr sehr cthuloid – bis auf eine Runde „Mietling auf Abwegen“ haben alle Spielrunden unter dem Stern des Kampfes wider die Großen Alten gestanden.

Geplantes für 2022

Hm, nun, was soll ich sagen. Die Sterne werden 2022 sicherlich nicht sonderlich günstig für diesen Blog stehen. Mit dem Tod von Ingo „Greifenklaue“ Schulze hat Co-Gründer Würfelheld auch die Blog-o-Quest mit der 74. Ausgabe auslaufen lassen. Diese war immer ein Garant für mich, mich hin und wieder um den Blog zu kümmern. Und auch die Zukunft anderer toller Aktionen, wie z.B. dem WOPC, steht aktuell noch in den Sternen. Klar, Rezensionen werden sich auch weiterhin hierher verirren, ebenso wie die eine oder andere Newsmeldung. Doch wie das Artikelprogramm genau aussieht, das steht noch in den Sternen. Ebenso natürlich, wie sich die Frequenz hier entwickeln wird – vor allem vor dem Hintergrund, dass die nächsten Wochen bereits mit anderen, höchst interessanten Schreibprojekten angefüllt sind. Wir werden sehen. Ich habe diesem Blog ja schon mehrfach seinen Untergang prophezeit, nur um dann doch wieder mehr oder minder interessante Themen für den Blog zu finden. Also werde ich mich einfach treiben und mich überraschen lassen, wohin mich – und euch – „Seanchui goes Rlyeh“ noch führen wird.

Wie es auch kommen mag: Ich hoffe, der eine oder andere Leser bleibt mir gewogen und das wir uns alle im neuen Jahr wieder lesen können. Habt einen guten Rutsch!

RPG-Blog-O-Quest #074 – Abschiedsqueste

Da ist sie also, die letzte Blog-O-Quest. Eine der wenigen Blog-Aktionen, bei der ich stets eine weiße Weste behalten habe. Das bedeutet 74 Frage-/Antwortspielchen, die ich sehr gerne mitgemacht habe. Das bedeutet auch die eine oder andere Ausrichtung durch mich. Ein wenig nostalgisch werde ich schon. Doch mit dem Tod von Ingo „Greifenklaue“ Schulze ist es die einzig richtige und logische Konsequenz vom Würfelhelden, auch die Queste auslaufen zu lassen – zumal sie ihre Hochzeiten scheinbar ohnehin hinter sich gelassen hatte. Wie auch immer, die letzten Fragen und Antworten widmen wir Teilnehmer Dir, lieber Ingo. Nice Dice!

1. An welche (Foren-)Diskussion mit Ingo erinnerst Du Dich gerne zurück?

Ich bin mit Ingo nie wegen Themen „aneinandergeraten“. Entsprechend haben wir auch nie „hitzig“ diskutiert. Ich habe mich aber immer darüber gefreut, mit wieviel Feuereifer er für sein Forum gearbeitet hat. Er überredete mich, einige meiner Tanelorn-Threads dort noch einmal zu duplizieren. Zugleich richtete er mir einen eigenen Blog/Forenbereich ein. Die schönsten Forendiskussionen hatten wir wohl rund um unsere Projekte in den letzten Monaten – vom letzten OPC über den GRT-Abenteuerwettbewerb bis hin zu „Himmelsstürmer„, das er Korrektur gelesen hatte. Es hat immer Spaß gemacht und es macht mich ehrlich traurig, dass es vorbei sein soll.

2. Welche Aktion (WinterOPC, Queste, Wünsch Dir was Blogger, …) von bzw. mit Ingo hat Dich am meisten begeistert? Warum?

Der Winter-OPC. Eine unglaublich großartige Aktion, die größer ist, als sie scheint. Es gibt kein Äquivalent im deutschsprachigen Rollenspielraum, dass derart viel kreative Energie freisetzt. Ich war seit Jahren absolut begeisterter Teilnehmer, als Ingo mich fragte, ob ich in die Organisation einsteigen möchte. Ich wäre gerne Teilnehmer geblieben, aber wie sagte ich: „Der OPC ist größer als ich.“ Und das meine ich ernst – ein absolut großartiger Wettbewerb.

3. Hast Du den Greifenklaue-Podcast gehört? Was hat diesen für Dich ausgemacht?

Kaum bis selten. Tatsächlich meist um die Auslosung des Winter-OPC herum, da der Podcast die erste Quelle war, um mehr über die eigenen Gewinne zu erfahren 🙂

4. Hast Du mit Ingo rollengespielt (on-/offline)?

Nein, dazu ist es leider nie gekommen.

5. Hier stelle ich keine Fragen, sondern räume Platz für die letzten Worte ein.

Ingo, ich habe auf diesen Seiten bereits einen kurzen Nachruf verfasst. Viel möchte ich nicht hinzufügen. Eines vielleicht: Wir mögen uns „nur“ über das Internet gekannt haben, doch es fühlt sich an, als wäre ein enger Bekannter gestorben. Als ich den Ausschreibungstext zum diesjährigen OPC von „wir“ und „uns“ auf „ich“ und „mein“ umschreiben musste, habe ich Rotz und Wasser geheult.

Darüber hinaus warst Du mit Questen und Projektideen immer eine treibende Kraft, auch hinter diesem Blog. Du fehlst mir, persönlich – aber auch als Blogger. Es war mir eine große Ehre. Nice Dice, Ingo.

Nachruf: Ingo „Greifenklaue“ Schulze verstorben

Tief bestürzt musste ich vom plötzlichen Tode von Ingo „Greifenklaue“ Schulze erfahren. Ingo verstarb – viel zu früh – am 26.11.2021 im Alter von 44 Jahren.

Ingo – den meisten wohl unter seinem Nick Greifenklaue bekannt – war ein echtes Energiebündel, wenn es um seine Leidenschaft – das Rollenspiel – ging. Er war nicht nur Rollenspiel-Fanziner – der nicht nur seine „Greifenklaue“ aufgelegt hat, sondern auch das „Slay“-Magazin aus der Taufe hob und mit dem „Zine of High Adventure“ den System-Matters-Fanzine-Wettbewerb aufmischte – sondern auch Blogger, Podcaster, Rollenspieler, Händler und darüber hinaus auch Kreativler. Er war einer der führenden Köpfe hinter Aktionen wie dem Winter One Page Contest (Winter OPC) und der RPG-Blog-O-Quest.

Ingo betrieb auch sein eigenes Forum, in dem er Rollenspielnachrichten aus aller Welt sammelte und besprach. Doch auch darüber hinaus tummelte er sich in zahlreichen Foren und war durch seine ruhige, präzise und selten aufgeregte Art immer ein angenehmer Gesprächspartner.

Als Händler und Spieler war seine Teilnahme bei zahlreichen Conventions war sehr geschätzt. Auch hier wird er eine Lücke hinterlassen.

Es gibt einige Threads (http://s176520660.online.de/dungeonslayers/forum/index.php?topic=10983.msg185520#msg185520 oder https://forum.greifenklaue.de/index.php?topic=12695.msg178716), in denen Ihr Kondolenzbekundungen, Annekdoten oder einen letzten Gruß hinterlassen könnt. Diese werden später sicher von seiner Familie gelesen, der ich an dieser Stelle alle Kraft wünschen möchte.

Zum Abschluss dieses eher nüchternen Nachrufs erlaube ich mir noch ein persönliches Wort. Ich kannte Ingo kaum persönlich – vielleicht haben wir zwei oder drei Mal per Discord konferiert – habe aber in den letzten Jahren sehr gerne und auch sehr erfolgreich mit ihm zusammengearbeitet. Gemeinsam haben wir den letzten Winter-OPC organisiert, wir haben Pläne rund um den GRT-Abenteuerwettbewerb geschmiedet, wir haben Fanzine-Ideen und -ausgaben getauscht, haben über die RPG-Blog-O-Quest gefachsimpelt und auch gemeinsam an einem Erzählspiel gearbeitet. Ingo hatte ein Händchen dafür, die Kreativität der Leute mit tollen Ideen und Aktionen zu befeuern, etwas, dass ich immer bewundert habe. Auch, wenn wir uns „nur“ online kannten, macht mich die Nachricht von seinem Tod unfassbar traurig.

Ruhe in Frieden Ingo. Nice dice.

RPG-Blog-O-Quest #072 – Space Greeks

Für die diesmonatige RPG-Blog-O-Quest ließ sich Organisator Greifenklaue von einer aktuell laufenden Convention, genauer gesagt ihrem Untertitel, inspirieren. „Space Greeks“ – das klingt verrückt und zugegebenermaßen auch ein wenig nach Rechtschreibfehler :-). Denn mit „Geeks“ hätten wir alle vielleicht ein wenig mehr anfangen können… Macht aber nix! Greifenklaue hat sich ein paar hübsche Fragen einfallen lassen – mal sehen, was ich zu antworten habe…

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. So, nun aber auf an die Fragen!

1.) Wie würdest Du das Setting ausgestalten? Griechisches Sternenreich, Halbgötter zwischen den Sternen auf Prügeltour, eine Space Odyssey, Spacephilosophen, 300 Spartaner … ?

Ich könnte mir vorstellen, eine Art „Fading Sun“ basierend auf griechischem Altertum zu gestalten. Während bei FS ja eher mittelalterliche Strukturen verwendet werden, um die Gesellschaft zu umschreiben, würden sich für eine griechisch geprägte Variante einige interessante Änderungen ergeben.

Zunächst einmal wäre die Gesellschaft deutlich offener – demokratischer, möchte ich sagen. Auch individuellen Neigungen dürfte ohne viel gesellschaftlichen Aufschrei nachgegangen werden. Gerade die kirchlichen Aspekte von FS würde ich in der vorhandenen Form über Bord werfen – Fortschritt ist gewollt!

Während das zwar das Setting schon stark verändert, ist das alles noch nicht unbedingt „griechisch“. Natürlich müsste man nun einen gesunden Schuss griechischer Mythologie hinzugeben. Die Alienvölker könnten umgeschrieben werden (hin zu Nymphen und Satyrn beispielsweise), die untergegangenen Annunaki könnten sich mehr an griechischen Göttern orientieren… und die Space-Barbaren müssten natürlich in Space-Spartaner umgeschrieben werden :-).

2.) Welches System würdest Du dafür warum nutzen?

„Fading Suns“ würde sich natürlich anbieten, wenn ich schon auf dem Setting aufsetze. „Coriolis“ ginge natürlich auch.

3.) SciFi kreuzen ist ja recht beliebt, egal ob Western, Römer oder Plüschtiere (Bäronaut …) – womit möchtest Du einmal SciFi kreuzen?

Gute Frage. Ich bin kein wahnsinnig großer SF-Fan und genieße hier sogar eher die Mischgenres… „Shadowrun“ wegen dem Fantasy-Einfluß, „Warhammer 40k“ wg. der überbordenden Ironie und „Fading Suns“ wegen seiner mittelalterlichen Strukturen. Ich finde es schwer, hier noch Themen zu finden, die NICHT bereits abgegrast sind…. Als alter CTHULHU-Spieler habe ich natürlich ein Faible für die Gaslicht-Ära und die Goldenen Zwanziger. Vielleicht wäre es interessant, eine zukünftige Gesellschaft abzubilden, die in ihren Grundzügen der Gesellschaft unserer jüngeren Vergangenheit entspricht? Verrauchte Herrensalons auf Raumstationen, Debatier-Clubs, Emanzipation und Flapper auf Raumflügen, aufregende Expeditionen in kaum erforschte Asteroidengürtel nebst „Lost Worlds“, Regierungsintrigen…

4.) Auf der Gegenseite die Griechen: in welchem Setting würdest Du die mal bespielen möchten?

Definitiv eher in einem Fantasy-Setting. Ist mir auf meinem persönlichen Spieltisch auch noch nicht untergekommen.

5.) Con: Was war Dein letzter, was wird dein nächster Con?

Gerade gestern war ich auf der SPIEL 20201, wenn man die mitzählen kann. Die letzte echte „Con“ war die „Niederrhein-Con“ im August 2019. Wenn man von kurzen Ausflügen auf die verschiedenen „ConSpiracys“ absieht. Die findet übrigens im Dezember wieder statt und voraussichtlich werde ich auch hier wieder dem einen oder anderen Panel folgen.

Bonusfrage: Wie groß ist nach überwundener Coronapandemie* der Hunger nach Rollenspielen, Cons und Leuten am Tisch?
(*noch ist sie es nicht!)

Sehr groß. Online hat viele Vorteile und wird auch nach Corona fester Bestandteil des Programms bleiben. Ich will dennoch wieder in den Keller.

RPG-Blog-O-Quest #071 – Zufallstabellen

Nachdem sich Ausrichter Greifenklaue im vergangenen Monat vom #RPGaDay inspirieren ließ, steht nun der aktuelle Karneval der Rollenspielblogs Pate für das Questen-Thema. Und es lautet: Zufallstabellen! Den Opener-Beitrag gibt’s hier, meine Antworten hier!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. So, nun aber auf an die Fragen!

1.) Welche Zufallsbegegnung ist Dir im Gedächtnis geblieben?

Sorry, da muss ich gleich bei der ersten Frage passen. Ich bin zu Zeiten von DSA2 sozialisiert worden – wer sich noch an die „genialen“ Zufallsbegegnungen aus dem damaligen Kreaturenband erinnert, wird vielleicht verstehen, wieso wir in unserer „wilden Phase“ keine Zufallsbegegnungen genutzt haben. Mittlerweile habe ich ein deutlich besseres Verhältnis zu Zufallstabellen, kann hier aber dennoch keine nette Plauderei aus dem Hut zaubern.

2.) Welches war die letzte Zufallstabelle, die Du genutzt hast?

Der Abenteuergenerator im „Dungeon Masters Guide“ für „Dungeons&Dragons 5E“.

3.) Zu welchem Thema könntest Du eine Zufallstabelle gebrauchen?

Hm. Ich könnte mir vorstellen, dass man für ein cthuloides Rollenspiel einen ähnlich guten Abenteuergenerator wie für die DnD5E schreiben könnte. Ich habe mal einen gefunden (damals, als es die „Cthuloiden Welten“ noch gab), aber so 100%ig überzeugt hat der mich nicht.

4.) Krits und Patzer funktionieren ja auch oft mit Zufallstabellen. Gab es da unvergessliche Kills oder anderweitige Verletzungen?

Ach, wir haben schon viel gelacht, wenn mal wieder Waffen verloren oder sich selbst verletzt wurde. Unvergessliches passierte aber eher weniger.

5.) Dein Zufallstabellen-Tipp: entweder a) gratis im Netz, b) aus einem RPG-Buch oder c) ein Netzkauf – oder d) alle drei.

  1. Kauft Euch ALLE „Blaupausen“-Bände vom System-Matters-Verlag! Kreativität pur! (Alternativ könnt Ihr natürlich auf der Webseite vorbeischauen).
  2. Erstellt Eure „Cthulhu“-Kulte mit dem Kult-Generator aus „Von Unaussprechlichen Kulten“. Mit-Autorin Julia hat hier ganze Arbeit geleistet!
  3. Siehe oben – der Abenteuergenerator aus dem „DMG“ gefällt mir sehr gut!
  4. Seht Euch auch die Tabellen des Rorschachhamsters an!

Bonus: Hast Du auch eine Zufallstabelle am Start? Verrate es uns.

Es tut mir leid: Wieder nichts. Ich gelobe Besserung.