OPC 2017: Mein Abschluß

Hallo zusammen,

der OPC, der von Greifenklaue und Würfelheld seit Jahren grandios durchgeführte und organisierte OnePageContest ist Geschichte. „Nanu?“ darf der eine oder andere, aufmerksame Leser jetzt fragen. „Hatten wir das nicht schon?“ Ja, irgendwie schon. Immerhin hat der gute Greifenklaue die Beiträge bereits pünktlich zum GRT veröffentlicht und sogar ich habe bereits meine „Cthuloide Nachlese“ geschrieben. Warum also jetzt noch mehr Worte über einen Wettbewerb verlieren, dessen Ursprünge immerhin bereits im Dezember vergangenen Jahres liegen?

Nun, ich habe bislang meine Beiträge hier noch nicht veröffentlicht, wie es gute Tradition ist. Außerdem würde ich gerne noch die eine oder andere Ergänzung dazu niederschreiben, weshalb sich dieser Beitrag anbietet. Und zum Dritten: ich habe in diesem Jahr wahrlich grandios abgeschnitten (für meine Verhältnisse geradezu unglaublich gut) und möchte daher auch noch einmal artig „Danke“ sagen und Euch an den grandiosen Preisen, die die Orga zusammengetragen hat, teilhaben lassen. Aber der Reihe nach.

Meine Beiträge

1. Das Himmelskloster (Kategorie: In der Luft)
Die Geschichte meines ersten Beitrages beginnt drüben beim Blog von Amel auf Einigen Seiten des Buches Eibon. Er hatte bereits vor einiger Zeit auf die hervorragenden Dungeons von Trilemma Adventures aufmerksam gemacht. Ich liebe die Arbeiten von Michael Prescott und konnte sein Material auch schon sehr gewinnbringend in meiner laufenden Kampagne einsetzen. Als der nächste OPC nahte, reifte in mir der Gedanke, einmal ein ähnliches Experiment zu wagen.

Die zweite Quelle der Inspiration lieferte mir James Gurney, Autor von Dinotopia. Bereits in jungen Jahren schenkte man mir und meinem Bruder den Bildband dazu und ich habe mich in die Zeichnung von Thermala, einem Kloster, verliebt. Ich wollte dieses faszinierende Bild schon immer rollenspielerisch umsetzen, und nun bot sich die Gelegenheit.

Ich zückte also ganz altbacken Papier und Bleistift und machte mich an die Arbeit. Zunächst galt es, eine eigene Interpretation von Thermala aufs Papier zu bringen. Ich bin kein sonderlich guter Zeichner, aber dank der Vorlage und einigen kleinen Korrekturen war ich recht bald mit dem Ergebnis zufrieden:

Dann begab ich mich an die Dungeonkarte, die natürlich Herzstück des Einseiters werden sollte. Da ich mich bereits für den äußeren Aufbau des Klosters reichlich hatte inspirieren lassen, war die innere Aufteilung keine große Sache mehr. Schwieriger war es, perspektivisch „richtig“ zu zeichnen. Ich bin mit dem Ergebnis nicht 100%ig zufrieden (insbesondere die kreisrunde Bibliothek ist reichlich schräg geworden), aber ich denke, auch viele weitere Versuche hätten kein sonderlich besseres Ergebnis zu Papier gebracht:

Nachdem die Karte fertig gescannt war, war die eigentliche Niederschrift des Dungeons ein Kinderspiel. Bei „Das Himmelskloster“ handelt es sich um meine ersten Gehversuche, etwas „OSR“-artiges auf die Beine zu stellen (sieht man von meinen „Beyond the Wall“-Monstern ab), daher wollte und konnte ich ohnehin nicht allzuviel schreiben. Dennoch war es zeitweise schwierig, auf einer Seite zu bleiben. Insbesondere zu den Gravitationsfallen hätte ich gerne mehr geschrieben, doch es mangelte am Platz. Meinem Mangel an Erfahrung ist es dann auch zu verdanken, dass sogar „Harry Potter“ für einen Raum Pate stehen musste. In Summe bin ich dennoch recht zufrieden: sogar eine kleine Zufallsbegegnungstabelle ist mit an Bord. Hier findet Ihr den fertigen Beitrag:

2. Die Uhrmacherwerkstatt (Kategorie: Roboter)
Mein zweiter Beitrag sollte sich „Beyond the Wall“ widmen, immerhin bin ich ein großer Fan des Systems. Ich habe ja auch weite Teile meines Adventskalenders mit Material für diesen großartigen OSR-Klon gefüllt. Also war ich zu Zeiten des OPC gerade „in Übung“. Und da ich die Kombination von ungewohnten Tropen mag, entschied ich mich, etwas für „Roboter“ zu schreiben, obwohl das Thema scheinbar weitab von „Beyond the Wall“ angesiedelt ist.

Da es ein Einseiter sein sollte, und ich kein typisches BtW-Abenteuer mit seinen zahlreichen Zufallstabellen auf einer Seite unterbringen konnte, entschied ich mich zu einem Schauplatz nebst Abenteueraufhänger. Gott sei Dank bin ich „BtW“-Backer der ersten Stunde, weshalb ich die großartige „Schauplatzsammlung“ des System Matters Verlag mein eigen nenne. Ich holte mir hier also reichlich Anregungen über einen möglichen Aufbau der Seite.

Der Einseiter behandelt eine sehr klassische Geschichte. Ein Uhrmacher, dessen filigrane Kunst im Automatenbau für Kriegszwecke mißbraucht wurde, wendet sich angewidert von der Welt ab und lässt sich nahe des Dorfes der Charaktere nieder. Doch er plant, seine Erfindungen aus der Welt zu schaffen… Vielleicht gerade, weil die Geschichte so klassisch ist, fand ich sie sehr passend für „Beyond the Wall“. Eine Zufallstabelle mit Erfindungen des Uhrmachers rundet das Ganze BtW-typisch ab. Aber schaut vielleicht einfach selbst einmal rein:

3. Olde Routemaster (Kategorie: On the Road)
Der dritte Beitrag sollte etwas sein, dass ich auch für CTHULHU verwenden konnte. Immerhin ist das ja hier ein cthuloider Blog und ich nutze die OPC-Beiträge gerne, um mein Artikelprogramm hier zu unterfüttern. Als Inspirationsquelle möchte ich die hervorragende „Cthulhus Ruf“-Fanzeitschrift anführen: In der regelmäßigen Rubrik „Charakter der Ausgabe“ gelang es den Autoren ein ums andere Mal, ein ganzes Kampagnenkonzept an einem Charakter aufzuhängen. So etwas wollte ich auch einmal schaffen, und wenn schon nicht an einem Charakter, dann doch wenigstens auf einer Seite.

Da mich „Harry Potter“ bereits im „Himmelskloster“ begleitet hatte, schielte ich unverhohlen noch einmal in Richtung des Zauberlehrlings und fand den „Fahrenden Ritter“. So entstand also die Vorstellung von einem Bus, der irgendwie ein Kampagnenkonzept in sich vereinen sollte, was wohl am Besten gelänge, wenn er außerhalb von Raum und Zeit fahren würde. Was jetzt vielleicht ein bißchen schräg klingt wird hoffentlich verständlicher, wenn Ihr meinen Beitrag kennt:

Da waren sie meine Beiträge. Und nun?

SIEG!!!

Tatsächlich konnte ich mit meinen drei Beiträgen gleich zwei Kategorien für mich entscheiden. „Das Himmelskloster“ errang den ersten Platz ebenso wie „Die Uhrmacherwerkstatt“. Das Ergebnis ist absolut phänomenal, insbesondere vor dem Hintergrund, dass ich wirklich seit Jahren treuer Teilnehmer am OPC bin und noch nie über den dritten Rang hinausgekommen bin. Ihr könnt Euch kaum vorstellen, wie sehr ich mich über dieses Ergebnis gefreut habe.

Ein wenig verwundert hat es mich aber schon. Vielleicht lag es daran, dass die beiden Siegerbeiträge jeweils auf der ersten Seite der veröffentlichten Dokumentsammlungen standen und alle „Unentschlossenen und Lesefaulen“ einfach diese Beiträge als „Beste“ angegeben haben? Vielleicht habe ich auch dank regelmäßiger „Werbung“ hier auf dem Blog einfach die meisten „Stützstimmen“ von meinen Lesern erhalten? Ein Publikumspreis kann sowohl „mehr“ bedeuten denn ein Jury-Preis – oder eben auch weniger. Ich weiß es nicht. Ich hoffe einfach, möglichst viele von Euch tatsächlich überzeugt zu haben und ebenso hoffe ich, dass einige meiner Beiträge wirklich einmal den Spieltisch sehen. Ich würde mich freuen, von Euch darüber zu lesen!

Preise

Als Doppelsieger hatte ich in diesem Jahr Gelegenheit, aus den großartigen Preisen die Greifenklaue und Würfelheld mal wieder zusammengetragen hatten, aus dem Vollen zu schöpfen.

Zunächst entschied ich mich für das „DeGenesis“-Überraschungspaket. Ich hatte natürlich keine Ahnung, was sich dahinter verbergen konnte. Doch „DeGenesis“ ist in seiner Rebirth-Edition so ein Hingucker, das ich mich über jedes Material gefreut hätte. Poster, Postkarten, Gimmicks: alles hätte zum Schmuck meines RPG-Kellers beitragen können. Was Tage später dann tatsächlich eintrudelte, verschlag mir völlig die Sprache:

Das sogenannte „Überraschungspaket“ war nichts weniger als ein „Komplett“-Paket des aktuellen Materials. Das ist absolut irre und ich möchte mich aufrichtig bei Sixmorevodka für diese Großzügigkeit gegenüber dem OPC bedanken!

Die zweite Wahl fiel auf Silicium von Erdenstern:

Bislang bin ich nicht über einen ersten Höreindruck hinweg gekommen – doch der war grandios. Wenn ich mich intensiv mit dem Album beschäftigt habe, werde ich Euch auf dem Ringboten davon zu berichten wissen 🙂

Als drittes gab ich einer alten Leidenschaft von mir nach: Piraten! Damit konnte ich dem von Pegasus ausgelobten Grundregelwerk von „7te See“ nicht widerstehen:

Und dann gab es da noch ein ganz besonderes Schmankerl, das mir zugestellt wurde: ein Gamerboard:

Die Verarbeitung ist wirklich sehr stabil, die mitgelieferte Materialfülle beeindruckend. Wir haben vor kurzem erst damit begonnen, Minis im Spiel einzusetzen und über Hexfelder zu bewegen und ich bin schon sehr gespannt darauf, erstmals das Gamerboard in Aktion zu erleben. Mein Dank gilt hier insbesondere dem freundlichen und wirklich raschen Team von Gamerboard!

Doch auch „Olde Routemaster“ steuerte noch einen Preis bei – die PDF von „Protektor: Das Rollenspiel“. Ich habe den Kickstarter nur mit einem Auge verfolgt, weiß aber von den dramatischen Umständen, unter dem das Projekt zu einem kurzfristigen Halt gekommen ist und auch von den ehrenhaften Bemühungen vieler, Protektor doch noch auf die Beine zu stellen. Ich lehne mich hier also sehr entspannt zurück und harre einfach mal der Dinge, die da kommen mögen. Und so absolut großartig sieht mein persönlicher OPC-Abschluß gesamt aus:

Danke!

Es bleibt mir nur noch, diesen Beitrag mit einem großen Dank zu schließen. Mein Dank gilt Greifenklaue und Würfelheld, dafür, dass sie all die Jahre immer und immer wieder die Mühe auf sich nehmen, den OPC zu organisieren. Mein Dank gilt den vielen Sponsoren, die absolut großartige Preise stiften und so den OPC immer wieder zu einem Erlebnis machen. Mein Dank gilt den vielen Autorinnen und Autoren, die absolut grandiose Beiträge auf einer Seite unterbringen und immer wieder unter Beweis stellen, wie kreativ und vielseitig die deutsche Rollenspiellandschaft ist. Und natürlich gilt mein Dank allen Lesern und Usern, die für meine Beiträge gestimmt haben.

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„Nachts im Schwarzwald“ im Karneval der Rollenspielblogs

Hallo zusammen,

der Karneval der Rollenspielblogs steht in diesem Monat unter dem Motto „First Contact oder vom Einsteige(r)abenteuer“. Die Organisation übernimmt dankenswerterweise Dnalor von Dnalorsblog. Und diskutiert werden darf über das Ganze dann auch noch HIER.

Nachts im Schwarzwald

Das Abenteuer „Nachts im Schwarzwald“, das lange in den Schnellstartregeln enthalten war, war das erste CTHULHU-Abenteuer, dem wir uns jemals gewidmet haben und gab den Startschuss für meine cthuloide Spielleiter“karriere“. Gut, wir sind zumeist bei OneShots geblieben, aber haben seither bereits einige Ausflüge in cthuloide Gefilde hinter uns gebracht. Der Karneval gibt mir allerdings die Gelegenheit, mich noch einmal intensiv mit „Nachts im Schwarzwald“ auseinander zu setzen und potentiellen Spielleitern den einen oder anderen Hinweis mit an die Hand zu geben. Das bedeutet natürlich: Spoiler!

Handlungszusammenfassung

Es geht um eine zufällige Gruppe (die Charaktere) die mit einem schrottreifen Bus den Schwarzwald durchqueren wollen, liegenbleiben und daraufhin ein Gasthaus aufsuchen. Dort sollen sie des Nachts Cthuga geopfert werden, die sich aber ob der mangelhaften Beschwörung der Kultisten lieber selbige und das Gasthaus vornimmt. Im nächsten Dorf erfahren die Investigatoren dann, das das entsprechende Gasthaus bereits vor vierzig Jahren niederbrannte und man in den Trümmern ein paar seltsame Gegenstände fand – Persönliches von ein oder zwei der Charaktere…

Spielbericht

Bereits seit langem ist hier auf diesen Seiten ein Spielbericht verfügbar, den ich allerdings der Einfachheit halber hier noch einmal wiedergebe:

Da es sich um eine komplett neue Gruppe handelte, entschlossen wir uns, dass kein Charakter mit den Anderen bekannt sein sollte. So erhielt jeder Charakter gesondert ein dringendes Telegramm, dass ihn an das Sterbebett eines alten Bekannten / Freundes / Professors / Klienten dirigierte, der in Freiburg im Krankenhaus lag. Da alle Charaktere aus West- oder Norddeutschland anreisen mussten, traf es sich, dass sie schlussendlich in Oberkirch auf einander trafen, von wo aus nur eine alte Buslinie sie alle nach Wolfach bringen sollte, dem nächstgelegenen Bahnhof.

Kein Charakter der Gruppe wollte auf das Angebot der alten Vettel eingehen, woraufhin diese dann die gesamte Gruppe standesgemäß verfluchte. Es folgte eine amüsante Busreise mit Heinz Kraft, dessen nerviger Charakter eine Paraderolle für angehende Spielleiter bietet. Planmäßig folgten Unfall, aufkommendes Gewitter, ein in der Ferne heulendes Wolfsrudel und die dringende Empfehlung, das alte Gasthaus aufzusuchen.

Das Abendessen wurde von meiner Gruppe dann sehr stilvoll inszeniert (inklusive Live-Ausspiel) und es ergaben sich erste Bekanntschaften zwischen den Charakteren. Leider folgte keiner der Spieler den verschiedenen Hinweisen, die auf das wahre Alter des Hauses schließen ließen; auch erwiesen sie sich nicht als sonderlich misstrauisch gegenüber den Angestellten. Auch der familiäre Zusammenhang zwischen den Angestellten blieb so verborgen.

Um so überraschender folgte natürlich die nächtliche Entführungsszene, die mit jedem Charakter einzeln ausgespielt wurde. Die beklommene Hilflosigkeit, die die meisten Spieler hierbei beschlich, erstreckte sich allerdings nicht auf einen 50jährigen Mathematik-Professor der todesmutig einen Angreifer entwaffnete, das halbe Zimmer in Brand steckte und erst mit drei weiteren hinzu gerufenen Kultisten überwältigt werden konnte…

Der Rest des Abenteuers verlief dann wie im Einsteigerheft beschrieben, wobei der Effekt in Wolfach (die Bekanntgabe, dass bereits vor Jahrzehnten das Gasthaus niederbrannte), einen schönen Überraschungseffekt an das Ende des Abenteuers setzte.

Reflektionen: Was war gut, was war schlecht?

Mit der mittlerweile gewonnenen Erfahrung als Spielleiter wie als CTHULHU-Jünger ergibt sich auf „Nachts im Schwarzwald“ natürlich ein etwas anderer Blick, als zu der Zeit, als es eines meiner ersten, gelesenen CTHULHU-Abenteuer war. Also, was war gut, was war schlecht?

Wenden wir uns zunächst den Vorteilen des Abenteuers zu:

  • Es eignet sich hervorragend, um eine Gruppe zusammenzuführen. Jeder Investigator kann zwar mit einer unabhängigen, eigenen Agenda anreisen aber schlussendlich finden sich alle im Bus quer durch den Schwarzwald wieder. Das ist eine schöne Entsprechung zu der „klassischen Kneipenszene“ vieler Fantasy-Einsteiger und vermeidet den bei CTHULHU so beliebten „gemeinsamen entfernten Bekannten“.
  • Es setzt keinerlei Mythoswissen voraus, weder bei den Investigatoren, noch bei den Spielern.
  • Es hat einige sehr schöne, klassische Szenen. Sei es die verschrobene Hausgemeinschaft in dem aufgesuchten Gasthaus, sei es das finstere Ritual zu dunkler Nacht oder die zu erwartende wilde Flucht durch den nächtlichen Schwarzwald.
  • Der Twist am Ende wirft eine Menge Fragezeichen auf, die zu weiterer Recherche einladen. Schreibfreudige Spielleiter können ihre frisch zusammengeführte Gruppe so direkt weiterfüttern.

Doch, Hand aufs Herz – es gibt auch Nachteile zu beklagen:

  • Weite Teile des Abenteuers sind Railroading pur. Besonders negativ aufgefallen sind mir (damals bereits) die Szene, in der der Bus liegenbleibt sowie die Gefangennahme der Investigatoren. Wer das vermeiden möchte, muss noch einige Arbeit in das Abenteuer investieren. Insbesondere für die Gefangennahme sollte sich der Spielleiter einige Ausweichpläne bereitlegen: vielleicht gibt es einen weiteren Mitreisenden, der entführt wird? Die Spieler hätten so deutlich mehr Aktionsfreiraum, um zu dessen Rettung beizutragen. Alternativ könnte vielleicht ein Teil oder nur ein Mitglied der Gruppe gefangengesetzt werden, was den Rest der Gruppe unter Zugzwang bringt? Eine weitere Alternative könnte ein „echter“ Kampf mit den Kultisten sein (ohne festgelegten Ausgang), der dann natürlich ein anderes Finale mit sich bringen kann.
  • Der Busfahrer ist vom Autoren mit einem starken Dialekt (nebst ein paar Beispielsätzen) angelegt. Wer dieser speziellen Mundart nicht fließend mächtig ist, dem möchte ich dringend davon abraten, das wirklich zu verwenden: es klingt einfach albern.
  • Das Abenteuer ist nicht „typisch CTHULHU“. Es besitzt nur einen sehr kleinen Rechercheanteil und der klassische Aufbau eines CTHULHU-Abenteuers fehlt. Das muss nicht zwingend ein Nachteil sein, aber zum Testen, ob der Gruppe das Spiel gefällt, kann es in die falsche Richtung führen.

Empfehlenswert?

„Nachts im Schwarzwald“ genießt – gerade wegen den massiven Railroading-Anteilen – einen eher zweifelhaften Ruf. Auch die fehlenden „cthuloiden“ Abenteuerbestandteile sind oft kritisiert worden. Mit „Am Rande der Finsternis“ gab und gibt es bereits ein sehr gut gelittenes Einsteigerabenteuer, das ebenfalls schon im Schnellstarterformat erschienen ist.

Nichts desto trotz würde ich „Nachts im Schwarzwald“ als empfehlenswert betrachten, insbesondere, wenn der Spielleiter das Setting und die Ausgangslage nutzt, um seine eigene Geschichte zu erzählen. Wer sich darauf einlässt erhält ein solides Gerüst mit starken Szenen, verschrobenen Charakteren und einem netten Twist, das sich wirklich lohnt. Unserer Gruppe hat es definitiv nicht geschadet.

Seanchui und die DSGVO

Hallo zusammen,

mit gestrigem Freitag trat ja die neue DSGVO in Kraft. Ich habe kurz überlegt, ob es sich bei meinem aktuellen Blog-Output überhaupt lohnt, hier noch Arbeit zu investieren. Aber ich hänge ein wenig an dem Blog.

Da mein Blog eigentlich keine finanziellen Absichten verfolgt, gilt die DSGVO eigentlich gar nicht für mich, sofern ich die verschiedenen Berater-Plattformen in dieser Hinsicht richtig verstanden habe. Nichts desto trotz habe ich einige Vorkehrungen getroffen, von denen ich Euch kurz berichten möchte:

– es gibt jetzt eine Datenschutzerklärung. Diese wurde mit dem Datenschutz-Generator.de von RA Dr. Thomas Schwenke erstellt und deckt all‘ die Dinge ab, die ich auf diesem Blog hin und wieder nutze: Verlinkungen auf eingebettete Youtube-Videos, das Statistiktool von WordPress und AKISMET als AntiSpam-Filter.
– darüber hinaus habe ich die Menge zu speichernder Informationen von Euch so niedrig wie möglich angesetzt, wenn Ihr kommentieren wollt. Es funktioniert ab sofort ohne Name, Gravatar und/oder E-Mail-Adresse. Ich wollte nicht ganz auf den Austausch mit Euch verzichten, daher ist die Kommentarfunktion prinzipiell noch aktiv.
– es gibt nun auch auf dieser Seite einen hübschen Cookie-Warner.
– alle Daten die darüber hinaus erfasst werden, verwalte und erfasse nicht ich, sondern WordPress, auf deren Daten ich allerdings keinerlei Zugriff habe. Ich gehe davon aus, dass hier IP-Adressen und ähnliche Informationen aus rechtlichen Gründen sowie zum Betrieb einiger Analysetools gespeichert werden, muss dafür aber auf die Datenschutzerklärung von WordPress verweisen.
– weiterführende Link-Buttons auf andere Plattformen wie Twitter oder Facebook sollten eigentlich allesamt verschwunden sein.

So, damit habe ich – denke ich – alles getan, was notwendig war. Wem noch etwas dazu einfällt, mehr wissen möchte oder einfach nur loswerden will, wie sehr ihn dieser Kram nervt – immer her damit, gerne per Mail oder in die Kommentare!

-Seanchui

RPC 2018: Eine Zigarette mit Luke Skywalker

Wie immer im Mai wurden die Kölner Messehallen zum Mekka aller Fantasy-Verrückten. Die RPC, Europas größte Rollenspielconvention, öffnete wieder ihre Pforten. Natürlich habe ich mir für den Ringboten ins Messegetümmel gestürzt um News und Neuigkeiten zu sammeln und möchte euch meine persönlichen Eindrücke beim Streifzug durch die Messehallen nicht vorenthalten.

Ich komme wohl nicht daran vorbei, einen Messebericht über die RPC zu eröffnen, ohne die horrenden Parkplatzgebühren anzusprechen. Regelmäßige Leser meiner Berichte mögen es ermüdend finden, doch ich finde es nach wie vor erschreckend, wieviel Geld die Veranstalter für einen – einen ordentlichen Fußmarsch von der eigentlichen Site entfernten – Parkplatz unter einer Autobahnbrücke verlangen. Wie auch immer, ich habe mich ja mittlerweile an diesen Umstand gewöhnt.

Entschädigt wurde ich aber wie in den letzten Jahren auch, nachdem ich – nach einer erfreulich kurzen Einlassschlange – die Messehallen betreten konnte. Die Vielfalt an Ausstellern und Besuchern, welche die RPC zu vereinen imstande ist, sucht auf dem Markt wohl ihresgleichen. LARPer und Cosplayer in aufwendigen Kostümen, ein Mittelaltermarkt mit Livemusik-Bühne, Aussteller aus allen Sparten des fantastischen Genres: Hier findet sich für jeden Fan das Richtige. Egal ob Tabletop, Rollenspiel, LARP, Computerspiel oder Trading-Cards. Alle Besucher sind vereint in ihrer Liebe zur Fantasie und immer wieder findet man Gleichgesinnte zu einem gemütlichen Plausch. Richtig bewusst wurde ich mir der Vielfalt, als ich nach einer gemeinsamen Zigarette mit Luke Skywalker – ein sehr schönes Kostüm – beim Betreten der Messehallen über den Schwanz eines Tyrannosauriers stolperte. Das bestimmt drei Meter große Kostüm war wirklich beeindruckend.

Die Aufteilung der Messehallen war – wie auch schon im Vorjahr – recht gelungen. Die größeren Bühnen und der Bereich für die Computerspieler waren so gedreht, dass der Rest der Hallen nicht vom ständigen Spiellärm beeinträchtigt wurde. Und auch wenn der Geräuschpegel dennoch recht hoch war, konnte man sich an den einzelnen Ständen gut unterhalten. Alle großen und kleinen Rollenspielverlage der deutschen Szene und auch einige internationale Aussteller waren vor Ort, um Neuheiten zu präsentieren, Ankündigen zu machen oder in den Austausch mit ihren Kunden zu treten. Wem all dies noch nicht genug war, der hatte die Möglichkeit, an Lesungen teilzunehmen oder Workshops zu besuchen, die in eigens abgetrennten Räumlichkeiten abgehalten wurden.

Gefühlt jedes Jahr größer wird der Bereich für die Künstler, die ihre Werke präsentieren oder ihre Kunst gleich am Stand anbieten. Es gab einige wirklich schöne Exponate zu bewundern und wer wollte und Zeit hatte, konnte auch gleich kleinere Auftragsarbeiten vergeben. Eine schöne Sache, die das Konzept der Messe wunderbar abrundet.

Was gab es noch zu sehen? Vieles. Seien es herrlich „nerdige“ Aquarien – die beispielsweise Szenen aus „World of Warcraft“ enthielten –, die Laser-Tag-Area, „Takeshis Castle“ zum Mitmachen, eine Ausstellung höchst aufwendiger „Star Wars“-Modelle: Jeder, der sich für Fantasy im weitesten Sinne begeistern kann, wird auf der RPC etwas für sich entdecken können. Und so lautet mein Fazit exakt wie im letzten Jahr: Auch wenn man den Eindruck erhalten könnte, gerade diese Themenvielfalt würde das Konzept der Messe verwässern: Dem ist nicht so. Gerade die Vielfalt und der so mögliche Blick über den Tellerrand machen die Messe jedes Jahr aufs Neue interessant. Ein Besuch lohnt sich, glaubt es mir.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf www.Ringbote.de

Spielbericht: Sobeks Silvester

Hallo zusammen,

vorab möchte ich Euch allen ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr wünschen!

Vor wenigen Tagen konnte ich die freien Tage zwischen den Jahren dazu nutzen, noch einmal meine alten Kämpen zusammenzutrommeln und eine zünftige Partie „CTHULHU“ einzulegen. Da sich allerdings tatsächlich alle geladenen Gäste angekündigt hatten – und einer meiner Freunde noch einen Kollegen mitbringen wollte – stand ich vor einem kleinen Problem: Eigentlich hatte ich vor, einen cthuloiden OneShot anzubieten (das hätte ich auch ohne große Vorbereitung über die Bühne gebracht), doch die enden zumeist bei vier-fünf aufeinander abgestimmten Charakteren. Also mußte etwas anderes her, und da die Gruppengröße mit sechs Spielern recht groß war, entschied ich mich für ein kurzes, einfaches Abenteuer, damit jeder noch genügend Zeit für seine Rolle hätte (denn wir hatten ja nur einen Abend Zeit): Sobeks Silvester aus „Feiertage der Furcht“.

Bereits beim ersten Lesen war ich angetan von dem Abenteuer und so erschien es mir eine gute Wahl. Ich wählte flugs einige vorgefertigte Charaktere aus diversen Publikationen (den Online-Spielhilfen bei Pegasus sei Dank), dichtete allen eine Mitgliedschaft beim (flott recherchierten) „Herrenclub Berlin“ an und machte auch den Gastgeber Bachmann zum Mitglied dieser Gesellschaft. Dann kopierte ich noch ein paar Handouts und Pläne und los gings. Zum Einstieg durfte sich jeder Investigator vorstellen und ich stellte ein paar Fragen zum Warmwerden. Dann ging es mit der Silvesterparty bei Bachmann los.

Das Abenteuer beginnt mit dem Auswickeln einer Mumie auf besagter Silvesterparty. Die Reaktionen meiner Spieler waren sehr unterschiedlich; einige hatten sichtlich Spaß an der Situation. Wie vorgesehen verteilte ich großzügig hinterher Körperteile, wobei beide Hände an Investigatoren gingen. Einer, ein Geschäftsmann, entschied sich dazu seine Hand bei einem Handwerker zu einem Kerzenständer umbauen zu lassen, ein anderer nahm das Ding als Glücksbringer mit sich.

Das nächste Treffen nach Silvester fand dann im Herrenclub Berlin statt – und ich ließ die Dinge sofort eskalieren. Die als Glücksbringer mitgeführte Hand machte sich selbstständig! Die Hand konnte zwar aufgehalten werden, doch die geistige Stabilität der Herren hatte bereits leicht gelitten. Sie machten sich auf zu dem Handwerker bei dem die zweite Hand platziert war um festzustellen, dass sich das Ding offensichtlich dadurch gemacht hatte. Ratlosigkeit machte sich breit, dann entschied die Gruppe sich, Bachmann aufzusuchen.

Dieser zeigte sich geschockt und – nach einigen guten Würfelwürfen – kooperativ. Er gab seinen halbseidenen Kontakt zum Museumswärter Röber preis, woraufhin das Ägyptische Museum in den Fokus der Gruppe rückte. Man verzichtete darauf, den Verbleib weiterer Körperteile bei anderen Gästen zu überprüfen. Stattdessen sahen sie erst beim Apotheker Neber nach dem Rechten, der den Leichnam aufgekauft hatte. Hier brachen sie durch die Hintertür ein und fanden auch alsbald die Leiche des Apothekers – aber keine Mumie…

Nun war die Panik groß, denn offensichtlich wandelte ein Pharao durch das nächtliche Berlin. Eine kurze Beratung später klingelte die Gruppe noch in der gleichen Nacht den Museumsdirektor Ermann aus dem Bett, der – zwar leicht genervt aber immerhin – den Vorwürfen gegen seinen Mitarbeiter gleich auf den Grund gehen wollte. So trafen alle nachts im Museum ein, um Röber zur Rede zu stellen, der auch gleich gestand. Ermann glaubte nach wie vor nicht an umherwandelnde Mumien und verabschiedete sich, doch die Gruppe wollte im Lager auf die Mumie warten. Stunden später war es dann auch soweit:

Die Mumie erledigte erst Röber und machte sich dann auf, um ihre Grabbeigaben einzusammeln. Geistesgegenwärtig hatte die Gruppe aber zumindest das Zepter bereits an sich genommen. Es kam zum unvermeidlichen Kampf (der zwei Investigatoren fast das Leben gekostet hätte), Teile des Museums gingen in Flammen auf, Panikanfälle ließen Investigatoren schreiend davonrennen – es war ein Heidenspaß. Schließlich gelang es der Gruppe, Nasor-Sobek zurück ins Jenseits zu befördern.

Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend. Das Abenteuer ist gut aufbereitet, der Plot geradlinig und doch mit der nötigen Recherchetiefe versehen, um Spaß zu machen. Das Finale war gut abgestimmt. Einziger Nachteil ist vielleicht der geringe Mythos-Anteil des Abenteuers, aber das ist wohl eher ein Thema meiner Gruppe, die „cthuloideres“ erwartet hätte. Das schmälert aber in keiner Weise den Spaß, den wir hatten. Empfehlenswert!

Zwischen den Jahren… Version 2017

Weihnachten 2017 ist schon wieder Geschichte. Damit nähert sich schon wieder ein Jahr einmal mehr seinem Ende. Zeit also, wie es auf diesem Blog (gute?) Tradition ist, Vergangenes Revue passieren zu lassen, die Pläne des vergangenen Jahres mit den tatsächlichen Umsetzungen des ablaufenden Jahres zu vergleichen und sich zugleich ein paar gute Vorsätze für das kommende Blogjahr zu fassen. Denn auch, wenn ich die diesmonatige Blog-O-Quest bereits beantwortet habe, so wird dieser Artikel – wie immer – ein wenig umfangreicher. Legen wir los!

Fakten

Zunächst präsentiere ich Euch ein paar Fakten zu diesem kleinen Cthulhu-Blog:

  • Ich durfte über 20.000 Leser im gerade vergehenden Jahr auf meinem Blog begrüßen. Die Leserzahlen entwickelten sich damit ein weiteres Jahr positiv – es sind wieder Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich. Es sind gar nicht mal so wahnsinnig viele Leser – verglichen mit den Seiten anderer Rollenspielblogger, die dieser Tage ihre Statistiken veröffentlichen – aber die Kontinuität, mit der ich hier mehr Leser empfangen darf, freut mich ungemein.
  • Insgesamt habe ich im vergangenen Jahr 72 Blogeinträge verfasst. Das sind zwar deutlich weniger als 2016, aber ich habe auch nicht wie im Vorjahr täglich an dem im August stattfindenden #RPGaDay teilgenommen. Die Verteilung dieser Fragen auf drei Beiträge war deutlich sinnvoller, als hier täglich Ein-Satz-Posts rauszuhauen.
  • Unter den Einträgen des vergangenen Jahres fanden sich nur 8 Rezensionen wieder. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich mich im Moment eher am aktuellen Produktausstoss als an Altlasten orientiere – da wird es dann einfach nicht mehr so viel. Ich habe dafür deutlich mehr „spartenfremde“ Rezensionen drüben auf dem Ringboten verfasst. Aber Rezensionen vermisst hier ohnehin niemand.
  • Wie immer war ich bemüht, ein wenig Spielmaterial zu präsentieren. Ich muß gestehen, dass das nicht zuletzt seit ich Redakteur beim Lovecrafter bin schwieriger geworden ist – immerhin hat der Lovecrafter bei allem, was mir vor die Flinte kommt, selbstverständlich Vorrang vor dem Blog. Doch ich konnte ein paar schöne Gastbeiträge zusammenkriegen und war auch selbst nicht ganz untätig. Aus der illustren Reihe von Gastautoren meldeten sich im vergangenen Jahr zwei alte Bekannte zu Wort: Blackdiablo mit seinem „Untergrund“-Zweitsiegerbeitrag „Die Schlucht“, sowie Marcus Rosenfeld mit dem Achtung!Cthulhu-Abenteuer „Paukenschlag im Atlantik“. Ich selbst konnte mit „Ishango“ einen Einseiter aus dem OPC vorweisen sowie einen Haufen Kurz-Szenen, ein Postkartenszenario und ein paar FHTAGN- und OSR-Dateien in meinem Adventskalender.
  • A propos Adventskalender: auch das war ein Novum hier auf meinem Blog. Ich spielte schon seit Jahren mit dem Gedanken, hier einen Adventskalender aufzusetzen, habe aber zumeist viel zu spät darüber nachgedacht. Dieses Jahr war ich besser organisiert :-). Ich hoffe, Ihr hattet ein wenig Spaß daran!

Auch abseits des Blogs war ich fleißig. Wie ich erwähnte habe ich die PLAY-Redaktion des Lovecrafters, dem Vereinsmagazin der dLG übernommen und konnte mit meinen genialen Autoren in beiden Ausgaben des ablaufenden Jahres einen bunten Strauß von Spielmaterialien präsentieren. Darüber hinaus habe ich – ziemlich im Alleingang, wie ich gestehen muss – zum diesjährigen GRT dem Ringboten noch einmal zu Print-Ehren verhelfen dürfen: Pegasus war so freundlich, eine Zusammenstellung unserer zeitlosesten Rezis zum GRT als Sonderbeilage des Games Orbits abzudrucken, so dass Einsteiger direkt einen guten Überblick über verschiedene Systeme an die Hand bekommen konnten. Das war alles ein bißchen wacklig und streßig, aber es hat Spaß gemacht. Ansonsten habe ich noch zwei Abenteuer geschrieben, deren Publikationen noch ein wenig auf sich warten lassen und habe im vergangenen Jahr endlich mal wieder halbwegs regelmäßig gespielt. Somit bin ich eigentlich rundum zufrieden!

Was hätte sein sollen?

Als nächstes möchte ich mich ein wenig mit meinen Planungen vergleichen. Gucken wir doch noch einmal, was ich mir für dieses Jahr vorgenommen hatte:

Weiter gehen wird es natürlich mit den „Cthulhu.de-Bestsellern“. Da gibt es noch einiges Material, das der Wiederveröffentlichung harrt. Da neben der Datensichtung und gelegentlichem Format-Eingriff hier keine echte Arbeit meinerseits notwendig ist, wird es damit definitiv weitergehen.

Tja, aufmerksamen Lesern wird aufgefallen sein, dass es um die „Bestseller“ still geworden ist. Tatsächlich ist mir das Backup, dass mir vor langer Zeit zur Verfügung gestellt wurde, im Zuge meines eigenen Rechnercrashs (ich berichtete) selbst abhanden gekommen. Es sind zwar noch Dateien da, aber offensichtlich ohne Inhalt. Irgendwas ist da mit meiner Datensicherung wohl schiefgelaufen… wie auch immer: ich kann keine weiteren „Bestseller“ veröffentlichen, was wirklich, wirklich schade – aber wohl vorläufig nicht zu ändern – ist!

Vorläufig werde ich auch an dieser Stelle weiter Rezensionen verfassen. Allerdings werde ich mich bald deutlich hinterfragen müssen, ob das noch lange funktioniert. Denn immerhin wird demnächst ein erstes Abenteuer aus meiner Feder (das Wettbewerbsabenteuer) unter pegasus’scher Flagge veröffentlicht. Stehe ich damit dem Verlag nicht bereits zu nahe, um objektive Rezensionen zu verfassen? Mein persönliches Empfinden muss ich bei dieser Betrachtung außen vor lassen (denn natürlich ändert sich mein Verhältnis dadurch nicht – ich bin ja immer noch kein Verlagsmitarbeiter oder so was), denn über Integrität in solchen Fällen entscheidet in meinen Augen der Leser. Ich bin mir da noch nicht sicher, wie es weiter geht.

Jep, ich habe mich mehr als einmal hinterfragt. Die Tatsache, dass sich immer noch Rezensionen von mir hier finden lassen, spricht wohl für sich. Lasst es mich wissen, wenn ihr von meinem Geschwafel genug habt, einverstanden?

Natürlich möchte ich auch wieder meine OPC-Beiträge veröffentlichen – und auch ein wenig über den OPC schreiben, wie im letzten Jahr.

Ja, sowohl den cthuloiden Beitrag „Ishango“, als auch eine umfangreiche, cthuloide Nachlese habe ich hier veröffentlichen können. Alles gut :-).

Wirklich, wirklich gerne würde ich auf diesem Blog etwas abseitigere Settings – WildWest, Katzulhu, Gaslicht – wieder mehr behandeln. Ich hoffe, dass ich dafür die Zeit finde.

Wie immer: im Westen nichts Neues, oder so ähnlich. Dazu komme ich im Moment nach wie vor nicht, wohl auch deswegen, weil ich – was Rollenspiele und Settings angeht – unter einem enormen Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom leide… seufz…

Geplantes für 2018

Wie immer möchte ich meinen Jahresrückblick mit einem kleinen Ausblick auf das schließen, was Euch – geplant – im nächsten Jahr hier erwarten soll.

  • Weitergehen wird es mit meinem „normalen“, redaktionellen Artikelprogramm: Hin und wieder eine News-Meldung, Rezensionen von interessanten Produkten und Spielberichte, so es denn etwas Berichtenswertes gibt. Dazu kommen – wenn alles klappt – auch wieder ein oder zwei Szenarien aus meiner Feder.
  • Gerade arbeite ich außerdem an einer Artikelreihe, die sich mit Geistern, der Gaslichtära und Investigatoren dazwischen beschäftigen soll. Ich habe schon einen groben Rahmen fertig, doch wann ich damit online gehen werde, kann ich noch nicht genau abschätzen.
  • Die Beschäftigung mit dem OPC – vorher wie hinterher – hat hier auch eine schöne Tradition, die ich fortzusetzen gedenke 🙂
  • Außerdem habe ich die besondere Ehre, im Juni die RPG-Blog-O-Queste ausrichten zu dürfen! Ich bin schon jetzt sehr gespannt, wie man sich aus Ausrichter fühlt und wie die Resonanz auf die Queste sein wird.

So, das war es. Wenig Weltbewegendes, das ist mir bewusst. Ich hoffe, mit der geplanten Artikelreihe wieder ein wenig mehr Spieltischnähe auf meinen Blog zu bringen. Mehr kann ich im Moment kaum absehen, da ich auch noch nicht weiß, welche Projekte ich mir abseits des Blogs zutrauen werde… ich würde ja schon gerne nochmal etwas „in print“ machen, wie die „Statisten“ damals… na, mal sehen.

Für den Moment bleibt mir an dieser Stelle nur noch, Euch allen einen guten Übergang in das nächste Jahr und viele schaurig-cthuloide-grausige Momente für 2018 zu wünschen. Danke, dass ihr mir im vergangen Jahr die Lesetreue gehalten habt – und ich hoffe, wir lesen uns bald wieder!

Seanchui

Frohe Weihnachten!

Die Sterne stehen wieder richtig!

Wieder hat sich der Advent gefühlt viel zu schnell verabschiedet. Ich hoffe, ich konnte Euch in diesem Jahr die Wartezeit mit meinem Adventskalender ein wenig cthuloid-angenehm gestalten. Nun ist es endlich Zeit, das Weihnachtsfest nach altem Brauche zu feiern!

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs frohe Weihnachten und ein paar vergnügliche, schöne Stunden unterm Weihnachtsbaum!