Rezension: Gail 2

Heute wenden wir uns mal wieder älterem Cthulhu-Material zu; wieder hat es ein Band der Fantastischen Spiele GbR auf meinen Schreibtisch geschafft.

Gail 2 – Die Augen des Drachen – schließt inhaltlich lose an den ersten Band, Gail, den ich hier bereits rezensierte, an. Im Auftrag des British Museum reist eine Gruppe Abenteurer nach Argentinien, um zwei legendäre Edelsteine zu bergen. Die scheinbar einfache Mission erweist sich als gefährliches Unterfangen und gipfelt in der Begegnung mit einem skrupellosen alten Feind, der alles dran setzt, die Menschheit ins Verderben zu stürzen. Zudem sind die SC nicht die einzigen, die sich auf die Spuren der Edelsteine begeben haben – die Konkurrenz aus Deutschland und den USA schläft nicht… und den Verlierern droht ein Grausiges Schicksal…

Soviel zum Inhalt des Szenarios. Das Modul kommt wie bereits die bislang rezensierten der Fantastischen Spiele GbR-Bände in ordentlicher technischer Ausstattung daher: 64 Seiten, erstaunlich stabiles Softcover trotz Klammerbindung, reichhaltig illustriert und sauber lesbar gesetzt. Der obligatorische Zierrahmen am Rand ist zwar nach wie vor eine deutliche Geschmacksfrage (und meinen Geschmack trifft er wieder nicht), aber die verwendeten Illustrationen und Photographien sind völlig in Ordnung – da habe ich bereits schlechter bebilderte Rollenspielbände in Händen gehabt. Die Ausstattung geht – auch wie in den anderen FS-Bänden – über das eigentliche Szenario hinaus und beschreibt Land und Leute der besuchten Regionen, diesesmal auch mit Zeitleiste Argentiniens. Auch an zahlreiche Handouts – die auch teilweise schön anzusehen sind – sind beigefügt. Abgerundet wird das Ganze durch brauchbare Landkarten. An der Ausstattung gibt es also kaum etwas zu meckern.

Für das Szenario wurde mit Argentinien ein interessanter und bislang kaum auf der cthuloiden Weltkarte erschienener Schauplatz ausgewählt. Das ist aber auch zugleich der größte Pluspunkt des Szenarios: die eigentliche Handlung selbst wirkt konstruiert; die Charaktere werden an einem roten Faden ohne echte Reaktionsmöglichkeit durch die Handlung geführt. Auch das Finale, in dem einer der furchtbarsten Großen Alten eine nicht unerhebliche Rolle spielt, wirkt sehr fade und undurchdacht. Das ist doppelt schade, denn sowohl Einstieg in das Szenario als auch die ersten Szenen bis zum Beginn der eigentlichen Expedition sind eigentlich ganz gut gelungen.

Fazit: Was bleibt ist ein äußerst durchschnittliches Expeditions-Abenteuer mit einem überdurchschnittlich gut ausgearbeiteten Hintergrundmaterial. Eine glatte Kaufempfehlung gibt es dafür nicht.

PS: Weiter Rezensionen bei…
X-Zine
Spiegelland

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