Seanchuis Adventskalender: Türchen 14

Hinter dem heutigen Adventskalendertürchen versteckt sich die Fortführung meines kleinen FHTAGN-Experimentes. Bereits seit Monaten berichte ich auf diesen Seiten von „FHTAGN„, dem freien Rollenspiel der Deutschen Lovecraft Gesellschaft, dass es sich zum Ziel gesetzt hat, Lovecraft und seinen frei verfügbaren Schöpfungen ein frei verwendbares und lizenziertes Dach zu bieten. Das Regelwerk steht ja nun schon seit einiger Zeit online, und man arbeitet daran, die wichtigsten Erweiterungen – nämlich den Mythos in Form von Zaubern, Büchern, Kreaturen – in das Spiel zu integrieren. FHTAGN eignet sich aber nicht nur dafür, lovecraftschen Horror abzubilden, sondern ist für jede Art Horrors ideal zu verwenden. Ich nutze also den Adventskalender weiterhin dafür, zu FHTAGN einige Spielwerte für die eher „traditionellen“ Schrecken abzuliefern, die ein geneigter Spielleiter auf seine Gruppe loslassen kann. Heute im Angebot:

Der Vampir

Vampir (Mahr), nach dem Volksglauben, namentlich der slawischen Bevölkerung Polens, der untern Donauländer und der Balkanhalbinsel, der Geist eines Verstorbenen, der des Nachts sein Grab verläßt, um Lebenden das Blut auszusaugen, von dem er sich nährt. Da dieser Aberglaube noch jetzt sofort auftritt, wenn einem Familienmitglied andre schnell in den Tod nachfolgen oder hinsiechen, so sucht man sich durch Bedecken des Mundes, Mitgeben von allerlei Beschäftigungsmitteln im Sarg, durch Hauptabschlagen des wiederausgegrabenen Toten und Durchstoßen des Leibes mit einem Holzpfahl zu schützen. Noch heutigestags führt dieser Wahn häufig zu Leichenschändungen und Friedhofsentweihungen, und 1870–71 spielten ein halbes Dutzend Vampirprozesse in Westpreußen, Pommern und Mecklenburg. Abarten des Vampirs sind: der Nachzehrer der Mark, der Blutsauger in Preußen und der Gierfraß in Pommern; die Wilis oder Willis, vor der Hochzeit gestorbene Bräute, die junge Burschen zum Tanz verlocken, bis sie tot hinstürzen. Alle diese Sagen haben sich wohl aus den Träumen vom Alp (s. d.) mit Anlehnung an die klassischen Gestalten der Lamien und Empusen (s. Lamia) entwickelt. Dichterisch behandelt wurde die Vampirsage bereits im Altertum von Philostratus und Phlegon von Tralles (dem Goethe den Stoff zu seiner »Braut von Korinth« entnahm), dann von Byron und in verschiedenen Opern und Balletten. Vgl. Ranft, Traktat von dem Kauen und Schmatzen der Toten in Gräbern (Leipz. 1734); Hertz, Der Werwolf (Stuttg. 1862); Hock, Die Vampyrsagen und ihre Verwertung in der deutschen Literatur (Berl. 1900); Fischer, Aberglaube aller Zeiten, Bd. 3 (Stuttg. 1906).

– Meyers Großes Konversations-Lexikon

Vampire sind die Könige der Untoten. Kalt, berechnend, intelligent, geduldig, brutal und mit einer unendlichen Lebensspanne ausgestattet besitzen sie alle nötigen Voraussetzungen, um ihre finsteren Pläne in aller Ruhe zu verfolgen. Sie ähneln äußerlich stark einem Menschen, sind aber meist von blasser, fast porzellanfarbener Hautfärbung und weisen spitze Eckzähne auf. Vampire neigen dazu, sich Menschen wie andere Untote zu Untertan zu machen und sind stets daran interessiert, ihre persönliche Machtposition auszubauen oder zu festigen.

Vampire leben vom Blut lebender Wesen. Sie können mit ihrem Biss auch entscheiden, ihr Opfer selbst zum Vampir zu machen. Sie erhalten dann zwar die physischen Vorteile dieser mächtigen Rasse; üblicherweise handelt es sich bei diesen neu geschaffenen Vampiren um hörige Diener ihres Erschaffers, kaum zu eigenem Willen fähig. Nur die treuesten Diener eines Vampirs können darauf hoffen, einst mit dem finalen „Kuss“ belohnt zu werden, der sie zu einem vollwertigen Mitglied ihrer Rasse macht.

Es gibt große Vampirfamilien, die in verschiedenen Ländern der Erde ihre Lager aufgeschlagen haben. Die berühmtesten sind die Dracul, Aristokraten mit den besten Traditionen, höflich, zuvorkommend, die sich in die Adelshäuser des alten Europas eingeschlichen haben und so die Menschheit unterwandern; und die Nosferatu. Nosferatu sind die häufigste Art der Vampire – allerdings auch die Verkommenste. Sie hausen zumeist auf Friedhöfen und unterjochen Ghoule und Skelette, die an ihren unterirdischen Höfen als Bedienstete auftreten müssen.

Vampirdiener

ST 20 KO 12 GE 12 IN 9 EN 10
TP 16 WP 10

PANZERUNG: siehe „Unverwundbar“

FERTIGKEITEN: Heimlichkeit 60%

ANGRIFFE: Faustschlag 30%, Schaden 1W3; Biss 40%, Schaden 1W10

BISS: Gelingt einem Vampir ein Bissangriff, so kann er sich dazu entscheiden, sich am Blut seines Opfers zu laben. Sein Opfer erhält automatisch in jeder weiteren Runde 1W6 Schadenspunkte, sofern der Vampir nicht dazu gebracht wird,
von seinem Opfer abzulassen.
LICHTEMPFINDLICH: Vampire erhalten in jeder Runde, in dem sie dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, 1W3 Punkte Schaden.
UNSTERBLICH: Vampire sind unsterblich, sofern sie nicht durch Gewalteinwirkung unschädlich gemacht werden.
UNVERWUNDBAR: Vampire können durch normale Waffen keinen Schaden nehmen. Schmerz empfinden sie allerdings schon und können so eventuell in die Flucht geschlagen werden. Jegliche geweihte und/oder versilberte Waffe richtet normalen Schaden an. Die gleiche Funktion erfüllt ein Holzpflock, der ihnen durch das Herz gerammt wird.

STABILITÄTSVERLUST: 1/1W3

Dracul

ST 21 KO 12 GE 12 IN 16 EN 18
TP 17 WP 18

PANZERUNG: siehe „Unverwundbar“

FERTIGKEITEN: Heimlichkeit 60%

ANGRIFFE: Faustschlag 50%, Schaden 1W3; Biss 60%, Schaden 1W10

BISS: Gelingt einem Vampir ein Bissangriff, so kann er sich dazu entscheiden, sich am Blut seines Opfers zu laben. Sein Opfer erhält automatisch in jeder weiteren Runde 1W6 Schadenspunkte, sofern der Vampir nicht dazu gebracht wird,
von seinem Opfer abzulassen.
LICHTEMPFINDLICH: Vampire erhalten in jeder Runde, in dem sie dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, 1W3 Punkte Schaden.
UNSTERBLICH: Vampire sind unsterblich, sofern sie nicht durch Gewalteinwirkung unschädlich gemacht werden.
UNVERWUNDBAR: Vampire können durch normale Waffen keinen Schaden nehmen. Schmerz empfinden sie allerdings schon und können so eventuell in die Flucht geschlagen werden. Jegliche geweihte und/oder versilberte Waffe richtet normalen Schaden an. Die gleiche Funktion erfüllt ein Holzpflock, der ihnen durch das Herz gerammt wird.
VERWANDLUNG: Ein Dracul kann sich jederzeit in eine Vampirfledermaus verwandeln und so versuchen, einem Kampf zu entkommen. Der Anblick dieser Verwandlung kostet 0/1W4 STA.

STABILITÄTSVERLUST: 1/1W4

Nosferatu

ST 22 KO 14 GE 12 IN 11 EN 12
TP 18 WP 12

PANZERUNG: siehe „Unverwundbar“

FERTIGKEITEN: Heimlichkeit 60%

ANGRIFFE: Faustschlag 50%, Schaden 1W6; Biss 40%, Schaden 1W10

BISS: Gelingt einem Vampir ein Bissangriff, so kann er sich dazu entscheiden, sich am Blut seines Opfers zu laben. Sein Opfer erhält automatisch in jeder weiteren Runde 1W6 Schadenspunkte, sofern der Vampir nicht dazu gebracht wird,
von seinem Opfer abzulassen.
LICHTEMPFINDLICH: Vampire erhalten in jeder Runde, in dem sie dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, 1W3 Punkte Schaden.
UNSTERBLICH: Vampire sind unsterblich, sofern sie nicht durch Gewalteinwirkung unschädlich gemacht werden.
UNVERWUNDBAR: Vampire können durch normale Waffen keinen Schaden nehmen. Schmerz empfinden sie allerdings schon und können so eventuell in die Flucht geschlagen werden. Jegliche geweihte und/oder versilberte Waffe richtet normalen Schaden an. Die gleiche Funktion erfüllt ein Holzpflock, der ihnen durch das Herz gerammt wird.
UNTOTE DIENERSCHAFT: Ein Nosferatu kann einmal pro Stunde kraft seiner Herrschaft über die Untoten ein Skelett zu seiner Unterstützung herbeirufen. Dies funktioniert auf magische Weise und damit auch abseits von Friedhöfen oder Beinhäusern.

STABILITÄTSVERLUST: 1/1W6

OPEN GAME LICENSE Version 1.0a

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