RPG Blog-o-Quest Dezember 2018 (39): Ausblick 2019

Und da ist auch schon wieder Dezember und das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Natürlich wird es auf diesen Seiten in der schönen Zeit „zwischen den Jahren“ wieder einen umfassenden Rück- und Ausblick geben, doch das soll mich natürlich nicht daran hindern, auch die diesmonatige RPG-Blog-O-Quest zu beantworten. Die Fragen stammen von Mastermind Greifenklaue und er bittet um einen Ausblick auf das folgende Jahr.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten! Nun aber auf an die aktuellen Fragen!

1.) Von der RPG-Top Ten-Liste des Goldenen Stephan kenne ich ___ Produkte. Am besten davon halte ich ________, weil _________________. (Alternativ: Dort vermisse ich definitiv ____, weil _________________.)
Von der RPG-Ton-Ten-Liste des Goldenen Stephan kenne ich neun Produkte. Allerdings kenne ich nur in einem Fall (Geh nicht in den Winterwald) das komplette Grundregelwerk. Sechs mal konnte ich allerdings Schnellstarter (Seelenfänger) besprechen, mich intensiv durch Podcasts oder Blogs mit dem System beschäftigen (Dungeon World, Dread, Wearing the Cape), die Vorgängerversion und den Schnellstarter testen (HeXXen 1733) oder immerhin den Schnellstarter lesen (New Honk Kong Story). Meine Kenntnis von Mutant Jahr 0 und Sprawl beschränkt sich auf die Infos aus den Kickstartern, weil die Systeme mich nicht anfixen konnten. Einzig „Alice im Düsterwald“ sagt mir gar nichts.
Am besten davon halte ich „Geh nicht in den Winterwald“, weil es ein absolut großartiges Erzählspiel ist, mit dem ich schon viel Spaß hatte.

2.) Was erwartest Du mit Ausblick auf 2019 am meisten?
Rollenspieltechnisch, nehme ich an? Nun, ich werde meine Aborea-Einsteigerkampagne beenden und im Anschluß einige One-Shots mit meinen dann Fortgeschrittenen spielen, worauf ich mich sehr freue. Ich hoffe allerdings im Sommer auch einen „Pulp-Tag“ mit Grillfest ausrichten zu können, wenn sich die Gelegenheit bietet. Eigentlich hatte ich das schon diesen Sommer vor, aber das hat nicht hingehauen. Mal sehen :-).
Veröffentlichungstechnisch freue ich mich am meisten auf die kommenden CTHULHU-Bände, weil hier mein Name das eine oder andere Mal auftauchen wird sowie auf „Die Schwarze Katze“, was mich sehr interessiert.

3.) Hast Du rollenspieltechnische Pläne für 2019? Eine neue Spielrunde, selbst ein Abenteuer schreiben etc.?
Jep, einige. Meine Spielrundenpläne habe ich oben schon beschrieben, und auch ich selbst möchte wieder schreiberisch aktiv werden. Dabei möchte ich gerne die cthuloiden Gefilde noch einmal verlassen. Mal sehen, was sich so ergibt.

4.) Gibt es für Deinen Blog (Youtube-Kanal etc.) ein Projekt, Teilnahme oder Artikelserie, die Du für 2019 ins Auge gefasst hast?
Ja, und das hatte ich eigentlich schon für 2018… naja, mal sehen. Es soll um „Geisterjäger im Gaslicht“ gehen, mal sehen, was ich so schaffe. Außerdem plane ich natürlich, der Blog-O-Queste treu zu bleiben :-).

5.) Spielst Du momentan in ein oder mehreren Kampagnen, die auch 2019 Fortsetzung finden?
Im Moment leite ich eine (epische :-)) Aborea-Kampagne, die im ersten Quartal 2019 allerdings definitiv ihr Ende finden wird. Danach werden wir einige One-Shots spielen und dann – wahrscheinlich – eine neue Kampagne starten, diesmal aber mit Fantasy AGE als System.

Bonus 1: Die Rocketbeans veröffentlichen ihr erstes RPG T.E.A.R.S. mit Hammerauflage. Wie stehst Du zum Phänomen Rocketbeans, kennst Du sie überhaupt?
Nein, nie gesehen. Ich habe von der irrsinnig hohen Auflage des Regelwerks gehört, mehr nicht.

Bonus 2: 2019 würde ich bei der Blog-O-Quest den Monat ________ organisieren mit dem Thema ___________.
2019 würde ich bei der Blog-O-Quest den Monat Juni organisieren mit dem Thema „Cross-Settings: Wenn Settings die Systeme wechseln“.

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RPG Blog-o-Quest November 2018 (38): Kinder

Ein neuer Monat, eine neue RPG-Blog-O-Quest! Immerhin ein guter Grund, den Staub hier noch einmal aus den Ecken zu pusten. Ach, was jammere ich. Ich schreibe ja doch immerhin noch zwei, drei eigene Posts im Monat, das ist doch besser als nichts! Also, in diesem Monat gibt der gute Ackerknecht den Moderator und stellt ein paar Fragen ans rollenspielende Volk!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten! Nun aber auf an die aktuellen Fragen, die sich in diesem Monat mit Kindern beschäftigen!

Die Bonusfrage diesmal vorweg: Habt Ihr Kinder?
Ja, zwei wunderbare Racker. Der erste geht mittlerweile in die Schule, während der Kleine noch den Kindergarten heimsuchen darf.

Frage 1: Wenn es in Eurer Spielrunde Eltern (auch Euch selber) gibt, wie wirkt sich das auf Euer Hobby aus?
Tatsächlich ist der Bedarf an gutem Zeitmanagement höher geworden. Da meine Frau selbst Nichtspielerin ist gilt es, Abende abzupassen an denen sie entspannt und ohne eigene Termine auf die Kinder aufpassen kann, während ich mich mit meiner Spielgruppe in den Rollenspielkeller verdrücke. Das gleiche gilt natürlich auch für die Väter in meiner Runde, so dass wir unsere Termine entsprechend koordinieren müssen. Tatsächlich ist dadurch die Taktzahl der Runden heruntergegangen, aber die Abende sind dafür dann auch wirklich frei :-).

Frage 2: Hat einer Eurer Spielercharaktere Kinder? Wie geht Ihr damit um?
Nein, weder in einer vorherigen noch in einer aktuellen Runde.

Frage 3a: Habt Ihr schon einmal ein Kind als SC geführt? Wenn ja, wie unterschied sich Eure Darstellung von der eines erwachsenen Charakters?
Ich kann mich nicht erinnern, so etwas schon einmal probiert zu haben. Zumeist bin ich ohnehin als Spielleiter unterwegs und meine wenigen oder ehemaligen Co-SL waren eher „klassisch“ unterwegs.

Frage 3b: Die analoge Frage für Spielleiterinnen und Spielleiter: Geht Ihr mit kindlichen SC (und NSC) anders um als mit erwachsenen Charakteren?
Das kommt sehr auf Setting und Rolle an. Zumeist haben Kinder eher eine sehr kleine Rolle in meinen Abenteuern – Botenjungen oder der „zufällige Taschendieb“ auf einem Bazaar oder sowas. Klar versuche ich hier klarzumachen, dass es um ein Kind geht (bspw. um das Gewaltlevel von Reaktionen der Gruppe zu steuern), aber die Rolle ist zumeist zu klein, um hier viel Tiefgang zu entfalten.
Anders sieht es aus, wenn ein Kind in einem Horror-Setting der Antagonist ist, was ja durchaus mal passieren kann. Dann ist es ja allerdings auch kein „normales“ Kind mehr sondern eher ein Gefäß für all das Bösartige, das hinter dem Plot steht. Also wieder keine klassische Kinderrolle.
Kinder als SC sind mir bislang noch nicht untergekommen.

Frage 4: Das ideale Alter, um mit dem Rollenspiel anzufangen, ist __, mindestens aber __ Jahre, weil _______.
Das ideale Alter, um mit dem Rollenspiel anzufangen, ist 10, mindestens aber 9 Jahre, weil ich auch in diesem Alter angefangen habe und es problemlos funktionierte :-). Ich kann allerdings viele der heutigen „es-muss-aber-kindgerecht-sein“-Ambitionen von Heute nicht ganz nachvollziehen. Das ist nicht nur im RPG-Sektor so – warum gibt es heute „Drei ??? Kids“? Wir haben damals doch auch mit den „normalen“ Drei ??? angefangen, oder? Und wir haben mit DnD oder DSA angefangen rollenzuspielen, ohne dass aus uns blutrünstige Berserker, Satanisten oder Traumatisierte wurden. Und viele von uns haben tatsächlich als Kinder begonnen: Drachen, Burgen, Ritter – das funktioniert doch auch in jungen Jahren wunderbar.

Frage 5: Das beste Rollenspielsystem für Kinder ist __________, denn es ist ___________.
Das beste Rollenspielsystem für Kinder ist in einem Setting angesiedelt das die Kinder interessiert, denn es ist toll, wenn sie die kreativen Möglichkeiten in einer Welt entdecken, die sie spannend finden. Regeln sind in meinen Augen hier Schall und Rauch: wenn ich als zehnjähriger „DSA“ verstanden habe, warum sollte das heute kein Zehnjähriger mehr hinkriegen?

RPG-Blog-O-Quest Oktober 2018: No-Gos

Mir fehlt die Zeit für lange Einleitungen in diesem Monat. Überhaupt missfällt mir die aktuelle Taktfrequenz, mit der ich mich dem Blog widme. Es kommen wieder „bessere“ Zeiten, dessen bin ich sicher. Aber im Moment ist es, wie es ist :-). Immerhin hat Michael von jaegers.net die neue Blog-O-Quest noch kurzfristig ausgerichtet – meinen Dank dafür! Ein guter Grund, mich noch einmal vor den Bildschirm zu schwingen!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten! Nun aber auf an die aktuellen Fragen, die sich in diesem Monat mit No-Gos beschäftigen!

1. Gibt es Menschen, mit denen Du nicht gemeinsam an einem Spieltisch (egal ob physisch oder virtuell) sitzen möchtest? Welche sind das und wie gehst Du damit um? (Keine Namensnennung …)
Ich bin rollenspielgruppentechnisch bisher noch gar nicht so wahnsinnig viel herumgekommen. Im Laufe meiner „Karriere“ kann ich auf vier feste Gruppen und ein paar Sidekicks zurückblicken. Die festen Gruppen hatten dabei meist über Jahre Bestand. In dieser Zeit konnte ich mich mit allen Typen arrangieren, schlicht, weil wir das gleiche Hobby betrieben haben. Ich kann durchaus behaupten, dass ich nicht zu jedem dieser Spieler enge „outgame“-Freundschaften pflegte. Aber am Spieltisch haben wir uns immer zusammengerissen und im Gruppenkonsens „verstanden“. Nein, bislang kann ich mir nicht vorstellen, mit jemandem „nicht“ am Tisch zu sitzen und zu spielen.

2. Was geht für Dich am Spieltisch (out-game) nicht? Alkohol, fettige Pommes, lautstarkes Rülpsen oder Körperkontakt? Wie ist das vereinbart?
Out-Game bin ich tiefenentspannt. Ich lege natürlich wert auf eine gewisse Nettikette – aber die kann durchaus divers in den verschiedenen Gruppen sein. Wenn ich mit „meinen Jungs“ zocke, mit denen ich beispielsweise auch Metal-Festivals heimsuche oder nächtelang durchquatsche, dann ist eine Flasche Bier und ein derber Spaß auf Kosten der Stimmung völlig in Ordnung; spiele ich mit „Fremden“ oder schlicht Leuten, bei denen ich das weniger gut einschätzen kann, dann benehmen wir/ich uns etwas steifer. Eben fast wie im richtigen Leben :-).

3. Was geht für Dich in-game nicht? Gibt es Tabus zu Themen oder Handlungen? Und wie kommunizierst Du das?
Ich bin üblicherweise Spielleiter, d. h., No-Go-Themen müssten an mich kommuniziert werden. Bislang ist das – trotz einer ganzen Reihe cthuloider Ausflüge – noch nicht passiert. Ich selbst tue mich immer etwas schwer mit Gewalt gegen Kinder. Und damit meine ich explizit „Kinder“ und nicht „Monstren die aus Schock-Gründen Kindern ähneln“ oder sowas – „Kleine Völker“ wäre also für mich kein Problem. Seit ich Vater bin reagiere ich auf dieses Thema etwas dünnhäutiger. Darüber hinaus gibt es Themen im menschlichen Miteinander, die schon so No-Gos sind, die muss ich jetzt nicht am Rollenspieltisch ausleben.

4. Wie reagierst Du, wenn ein Spieler sich in- oder out-game in deine persönliche No-Go-Area begibt, vielleicht sogar nachhaltig oder gezielt?
Bislang ist das nicht vorgekommen und ich habe auch keine Vorstellung davon, wie ich reagieren würde. Wahrscheinlich würde ich darum bitten, den Detailgrad herunterzufahren, weil ich mir gewisse Vorstellungen nicht geben wollen würde. Aber mehr müsste es dann auch nicht sein.

5. Als dezenter, die Immersion nicht störenden Hinweis auf das Überschreiten einer roten Linie wird gerne auf das Konzept der X-Card verwiesen. Nutzt Du dies? Wie sind Deine Erfahrungen damit, oder warum verwendest Du sie nicht?
Ich habe dieses Konzept nie benutzt. Es ist bei uns nicht notwendig. Und wenn wir wirklich einmal soweit die Grenzen unseres guten Geschmackes verlassen würden, dass wir uns gegenseitig in unseren Urängsten triggern, dann reden wir lieber drüber.

Bonusfrage(nkomplex): Auf einer zunehmenden Zahl an Veranstaltungen werden klare Regeln hinsichtlich des No-Gos von sexueller Belästigung und dem Umgang damit aufgestellt und propagiert. Wie ist Deine Meinung dazu, brauchen wir das explizit oder sollte das nicht in der Gesellschaft verankert sein? Ist das nur eine “modische” Folge des #meetoo-Hypes? Ist das im Rollenspielumfeld 2018 wirklich nötig? Fühlt ihr euch damit wirklich besser oder verkrampft das die Situation nur?
Ich kann das nicht beantworten, denn ich spiele nicht auf CONs. Ob es auf CONs regelmäßig – oder auch unregelmäßig – zu sexuellen Belästigungen kommt kann ich nicht abschätzen und daher auch wenig über die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen sagen.

RPG-Blog-O-Quest September 2018: Schauplätze

Das mit dem Bloggen hier ist im Moment nicht so einfach. Ihr werdet es an der recht niedrigen Taktfrequenz eigener Artikel vielleicht bemerkt haben. Noch viel seltener in dieser verschwindend geringen Artikelzahl sind dann auch noch die Artikel, wegen denen ich diesen Blog eigentlich gegründet habe: Spielmaterial! Aber immerhin gibt es die Blog-O-Quest, die mich jeden Monat aufs Neue motiviert, wenigstens für etwas eigenen Content hier auf dem Blog zu sorgen. In diesem Monat übernimmt Timberwere die Organisation, wofür ich mich herzlich bedanke!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten! Nun aber auf an die aktuellen Fragen, die sich in diesem Monat mit Schauplätzen beschäftigen!

1. Welche Eigenschaften muss ein guter Schauplatz für dich haben?
Ach je, die Beantwortung dieser Frage könnte länger dauern. Oder ich mache es mir leicht :-). Nein, ganz ehrlich: die Eigenschaften, die ein guter Schauplatz benötigt, hängen doch sehr von seiner Funktion ab. An den Schauplatz des grandiosen Finales einer langjährigen Kampagne stelle ich andere Ansprüche als an den Schauplatz einer zünftigen Kneipenschlägerei. An einen Dungeon andere als an ein Banditenlager. Generell würde ich mich dazu hinreißen lassen, dass ein Schauplatz ein wenig Atmosphäre braucht und genügend Möglichkeiten zur Interaktion für die SC bereit hält. Das dürfte vage genug sein :-).

2. Gibt es eine Kategorie von Schauplätzen, die du im Spiel bevorzugst, also besonders gerne bespielst?
Nein, da bin ich flexibel. Gerade im cthuloiden ist mir die Bibliothek ebenso recht wie das Zeltlager der Dschungelexpedition. Ich mag theoretisch Schiffe: überschaubarer Platz, unterschiedlichste Plots, festgelegte Anzahl NSC, kurz: „Closed Room“ mit Frischluft :-). Aber in der Praxis habe ich das bislang eher sehr wenig genutzt, vielleicht mal bei einem One Shot.

3. Was muss/müsste passieren, damit dir eine (Kategorie von) Location(s) völlig verleidet wird/würde, bzw. ist das schon mal passiert, und wie/warum?
Ich muss gestehen, dass ich das Intermezzo in der Kampagne „Die Bestie“, das in der „Bibliothek von Celeano“ spielt, extrem schwach finde. Der Ort ist eine in der Theorie reichlich coole Location, aber es mangelt hier einfach an einer praktischen Umsetzbarkeit, was das Intermezzo in meinen Augen hervorragend belegt :-).

4. Welche Location wolltest du schon immer mal bespielen, kamst aber bisher nie dazu?
Innsmouth. Eines Tages krieg‘ ich Dich.

5. Was war die denkwürdigste Location, die du je bespielt hast?
…da muss ich passen. Ich habe schon ein paar coole Dinge gesehen bzw. geleitet, aber… hm, vielleicht der rätselhafte Djinn-Tempel unter Kraj, den meine ABOREA-Kampagne besucht hat, der war ziemlich cool. Natürlich war auch die „fliegende Festung“ im „Jahr des Feuers (DSA)“ eine denkwürdige Location. Hm, ich weiß nicht recht. Ich achte mal drauf :-).

Bonusfrage: Wie sieht der ideale RL-Spielort für dich aus?
Oh, ich bin mit meinem Rollenspielkeller schon sehr, sehr zufrieden. Mittlerweile habe ich ihn in Details noch verfeinert :-).

RPG-Blog-O-Quest August 2018: Visionen

Es ist mal wieder Zeit für die monatliche Blog-O-Quest, dieses Mal ausgerichtet von Nerd-Gedanken. Vielen Dank für die Organisation! Dieses Mal reden wir über Visionen und Visionäres – ich bin gespannt!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten!

1. Was haltet ihr von Visionen und Prophezeihungen als Stilmittel/Questhook für Rollenspielabenteuer?
Ehrlicherweise: sehr wenig. Ich habe so etwas noch nie bewußt in einem selbstgeschriebenen Abenteuer eingesetzt und ich habe normalerweise einen Bogen um die Abenteuer gemacht, in denen es vorkam. Erlebt habe ich das schon, aber es gab dem Abenteuer jetzt wirklich keine andere Farbe, als wenn wir die Information über einen anderen Weg erhalten hätten. Letzten Endes ist es „nur“ eine weiter Möglichkeit, Informationen an den Mann zu bringen – und da gibt es in meinen Augen bessere.

2. Für Spielleiter: Habt ihr in einem Abenteuer die Spielercharaktere mit einer Vision konfrontiert und wenn ja, wie hat sich das Spiel entwickelt? Wenn nein, wieso nicht?
Für Spieler: Habt ihr im Spiel schon eine Vision/Prophezeihung erlebt? Wenn ja, wie hat euer SL das gestaltet? Wenn nein, würdet ihr euch so etwas wünschen?

Spielleiter: Wie gesagt, nein. Ich versuche das zu vermeiden.
Spieler: ja. Unser SL hat das eigentlich ganz gut gemacht. Aber wir haben es halt wie jede andere Informationen irgendwo hin notiert und später vergessen.

3. Welche Rollenspielmechaniken haltet ihr für eine wirklich visionäre Idee?
Puh. Ehrlicherweise habe ich zwar viele Rollenspiele gelesen und auch schon das eine oder andere getestet, aber gerade die „abgefahreneren“ Sachen liegen mir nicht so recht. Ich denke, alles was etwas „Player Empowerment“ an den Tisch bringt, OHNE die Spieler gleich zu überfordern, war eine gute Idee. In meiner Runde wären Systeme wie FATE nichts – da hier jeder ständig mit seiner eigenen Kreativität gefordert ist. Bennies oder Schicksalspunkte sind ein reines Ressourcen-Ding, sorgen für ein kurzes Spotlight und können die Handlung zumindest im Wunsche der Charaktere verändern. Das liegt uns mehr.

Ansonsten bin ich für alles offen, um Regelwerke so schlank wie möglich zu halten OHNE auf Würfel zu verzichten. Das BRP macht für CTHULHU da schon vieles richtig, ist aber natürlich keine universelle Lösung :-).

4. Welches Rollenspielsetting wäre eure Zukunfts-Horrorvision – und warum?
Geht es darum, welches Setting ich niemals als Rollenspiel verwurstet sehen möchte? Ganz klar: Twighlight. Ansonsten kann ich mir vieles vorstellen :-).

5. Wagt einen Blick in die Zukunft: Wie wird eure Rollenspiel-„Karriere“ in zehn Jahren aussehen?
Bis dahin werde ich hoffentlich noch die eine oder andere Publikation auf die Beine gestellt haben, habe ein paar weitere Systeme zumindest getestet und habe noch mindestens zwei Kurz-Kampagnen durchgespielt. Tatsächlich werden wir uns in zehn Jahren wieder regelmäßiger treffen, da unsere Kinder dann fast alle Teenager sind und ihr eigenes Ding drehen 🙂

Bonusfrage: Blickt in die Zukunft eures Lieblings-RPGs – wie wird es sich entwickeln, was wünscht ihr euch?
Dazu schreibe ich im Moment mal nichts. Das wird noch einen eigenen Blogeintrag brauchen, fürchte ich.

RPG-Blog-O-Quest Juli 2018: Lustlosigkeit

Nachdem ich im vergangenen Monat die Ehre hatte, die Blog-O-Quest auszurichten (meinen Dank an alle tapferen Teilnehmer, Eure Beiträge sind super!), stellt in diesem Monat Urgestein Würfelheld noch einmal die Fragen. Lustlosigkeit, ein Thema das mir reichlich fern liegt *hust, hust*.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Mitgestalter sind immer gerne gesehen und gesucht! Und nun an die Fragen:

1. Jeder geht bestimmt mal durch ein Tal der Lustlosigkeit. Was tut ihr dagegen?
Wenns ums Hobby geht, lautet die Devise bei mir schlicht: „Augen zu und durch“. Ich bin sehr beständig, was meine Freizeitgestaltung angeht und folge seit Jahrzehnten den gleichen Hobbies. Ich weiß, wie wunderbar diese Hobbies zu mir passen und wieviel Freude ich bereits damit hatte und noch haben werde. Wenn sich dann mal ein paar Wochen Lustlosigkeit einschleicht, ist das nur natürlich, ändert sich aber garantiert. Wichtig ist für mich aber auf jeden Fall durchzuziehen – und das klappt eigentlich ganz gut.

2. Wie motivierst Du Dich am Ball zu bleiben – sowohl beim Rollenspiel als auch beim Bloggen?
Beim Bloggen ist es eine Mischung aus externer und interner Motivation. Extern, weil dieser Blog mittlerweile tatsächlich eine gewisse Anlaufstelle im cthuloiden Web darstellt und ich mich der CTHULHU-Szene tatsächlich ein bißchen verpflichtet fühle :-). Und intern, weil CTHULHU immer noch eine große Herzensangelegenheit ist, auch, wenn ich mittlerweile oft und ausgiebig mit anderen Systemen und Genres liebäugele :-).
Fürs Rollenspiel musste ich mich noch nie motivieren. Ich freue mich immer total, wenn es mal wieder mit einem Termin klappt und tue alles, um einen erfolgreichen Spielabend zu produzieren.

3. Schlechte Laune, ob von einem selbst oder eines Mitspielers, können die Spielrunde runterziehen. Was tust Du aktiv dagegen?
Ich bin normalerweise Spielleiter. Als solcher empfinde ich mich – zumindest in Ansätzen – als Dienstleister der Gruppe. Klar, ich soll auch mitspielen und meinen Spaß haben, aber: ohne SL klappt es mit den klassischen Systemen dann doch einfach nicht so gut. Da unsere Termine selten sind, wird in diesen Fällen – egal was kommt – der Ärger für ein paar Stunden einfach vergessen und ausgeblendet.
Als Spieler mag es passieren, das ich mit „Alltagsstimmung“ auflaufe. Meine Freunde wissen aber ganz genau, wie sie mich aufheitern können. Und ich denke, dass ich das bei meinen Freunden auch zumeist ganz gut hinkriege. Das passiert aber abseits des „Rollenspiels“, einfach weil wir ein eingestimmter Freundeskreis sind.

4. Was sind für Dich absolute Stimmungskiller?
„Schummeln“ und „Gewinnen um jeden Preis“. Ich mag es nicht, wenn im großen Finale plötzlich der unleserliche Würfel rausgekramt wird und jede noch so absurde Probe mit „gelungen!“ kommentiert wird. Von Zeit zu Zeit passiert das in meiner Runde. Dieses Verhalten stört mich nicht einmal in seiner spieltechnischen Wirkung, reißt mich aber tatsächlich aus der Stimmung. Es wird einfach albern, wenn der alternde Geschichtsprofessor mit seinem Taschenmesser die angreifenden Tentakelmonster zurückschlägt…

5. „Humor ist wenn man trotzdem lacht“ heißt es. Gab es Situationen wo das Lachen schwer fiel?
Im „richtigen Leben“? Natürlich, reichlich. Ich gehe mittlerweile auf die 40 zu, da hat man schon einiges mitgemacht. Im Rollenspiel? In einer Rolle steckend, klar. Als der endlose Heerwurm Wehrheim überrannte und unser Heer in alle Winde zerstreut wurde, war das schon unlustig. Als Spieler oder Spielleiter? Nein, nie.

RPG-Blog-O-Quest #33: Die 6Ws (Meine Antworten #2)

Hallo zusammen,

wie ihr vielleicht schon wisst, habe ich in diesem Monat habe die Ehre, die RPG-Blog-O-Quest auszurichten! Und da mir klar ist, dass ich auch gleich eine etwas… „speziellere“… Fragestellung gewählt habe, möchte ich euch auch noch ein zweites Mal Antworten aus meiner Feder als Inspirationsquelle – oder eben das genaue Gegenteil 🙂 – mit an die Hand geben!

Ein cthuloider Dungeoncrawl

Als Abenteuerentwurf habe ich mich dieses Mal für eine Art cthuloiden Dungeoncrawl entschieden. „Cthulhu“ eignet sich eigentlich kaum zum „klassischen“ Dungeoncrawler, aber einen Versuch ist es vielleicht wert?

Die Investigatoren bleiben in den dicht bewaldeten Bergen Vermonts mit ihrem Wagen liegen. Auf dem Weg Hilfe zu holen stoßen sie auf ein altes, heruntergekommenes Herrenhaus. Hier wohnt einer der letzten Martense, ein entfernter Verwandter des Kaufmanns Gerrit Martense („The Lurking Fear“ von HPL persönlich), der sich mit einigen seiner „Verwandten“ – also den degenerierten Martense-Wesen aus der o. g. Geschichte – darin ergeht, vorbeikommende Reisende zu quälen…

1. Wer?
(Wer ist der Bösewicht in Eurer Geschichte, so es einen gibt? Wer führt die Charaktere in das Abenteuer? Und wer spielt noch eine wichtige Rolle?)
a) Antagonist ist Klaas Martense, fast menschlicher Abkömmling der degenerierten Martense-Sippe
b) Gegner wie „Kanonenfutter“ sind die degenerierten Martense-Wesen

2. Was?
(Was müssen die Charaktere erreichen, um das Abenteuer abzuschließen? Gibt es spezielle Gegenstände oder spezielles Wissen, das sie dafür brauchen?)
a) Das erste Ziel der Investigatoren ist es natürlich, die eigene Haut zu retten. Dazu müssen sie dem immensen Tunnelsystem, das sich unter dem Martense-Anwesen erstreckt sowie den garstigen Bewohnern entkommen.
b) Ein echter Sieg ist nur mithilfe großer Mengen Sprengstoff zu erreichen, die in der Lage sind, dass Tunnelsystem zum Einsturz zu bringen und den Landstrich von den furchtbaren Martense-Wesen zu reinigen. In der Nähe liegt eine stillgelegte Mine, in der sich so manches interessante Werkzeug dafür finden ließe. Ein Fluch und Segen zugleich, das einer der Martense-Tunnel hierher führt…

3. Wann?
(Zu welcher Jahreszeit spielt das Abenteuer? Spielt Zeit noch eine größere Rolle – gibt es zum Beispiel einen Wettlauf gegen die Uhr?)
a) das Abenteuer spielt im Herbst eines beliebigen Jahres der 1920er

4. Wo?
(In welcher Umgebung spielt das Abenteuer: Stadt, Wildnis oder Dungeon? Ist das Land, der Planet oder die Region wichtig für den Plot und verdient Erwähnung? Welche besonderen Locations werden die Charaktere besuchen?)
a) das Abenteuer spielt in der Wildnis von Vermont. Wichtig ist es, die Abgeschiedenheit von größeren Ortschaften und insbesondere von den „klassischen“ Hilfsinstitutionen zu vermitteln
b) wichtige Locations sind
b1) das Martense-Anwesen (großzügige Landvilla in nahezu ruinösem Zustand)
b2) der Keller des Anwesens, der einen Brunnenschacht enthält der in das Tunnelsystem führt. Klaas Martense wird versuchen, die Investigatoren unter einem Vorwand herunterzulocken und hier einzusperren.
b2) das Tunnelsystem (vom Spielleiter beliebig zu gestalten)
b3) die alte Mine

5. Warum?
(Was ist die Motivation der Charaktere? Wie sieht die Belohnung für einen Erfolg aus, bzw. die Konsequenz eines Mißerfolges?)
a) Die Motivation entspringt einem klassischen Survival-Plot. Mißerfolg bedeutet Tod.

6. Wie?
(Wie gehen die Charaktere idealerweise vor? Welche Stolpersteine für die Spieler erwartest Du und wie kann der Spielleiter sie umgehen?)
a) Die Investigatoren suchen einen Ausgang
b) Die Investigatoren suchen eine Möglichkeit, sich zu verstärken oder zu bewaffnen – was sie entweder in die alte Mine oder zu einer womöglich ebenso interessanten Queste zurück in die Zivilisation führt!
c) Der Plot ist geradlinig und sollte wenig Stolpersteine bieten. Allerdings stehen – ganz cthuloid – die Chance auf einige Charakterverluste recht hoch…

DIE REGELN

  • An jedem Monatsersten werden die Fragen/Lückentexte gestellt. Der Starter wird im rsp-blogs-Forum festgelegt. Wir bitten um Beantwortung auf euren Blogs, Vlogs oder im Forum
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um den sich die Fragen drehen
  • Über die Zusendung eurer Links, per Mail, Kommentar, usw. freuen wir uns
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, unsere Fragen zu beantworten ist herzlich Willkommen
  • Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen selbstverständlich in Euren Beiträgen benutzt werden. (alle drei, welches besser gefällt.)

Ich hoffe, diese meine Antworten helfen Euch dabei, Euren Beitrag für die Blog-O-Quest vorzubereiten. Ich bin gespannt von Euch zu lesen!
Beste Grüße
Seanchui