RPG-Blog-o-Quest #067: Zeit und Zeitmanagement (Die Fragen)

Hallo zusammen,

in diesem Monat habe ich abermals die besondere Ehre, die diesmonatige RPG-Blog-O-Quest auszurichten. Und das sogar äußerst plötzlich – denn gerade, als ich mich auf die Suche nach den diesmonatigen Fragen machen wollte, fiel mir auf, dass noch gar niemand Fragen gestellt hatte! Also, kurzentschlossen, ran ans Werk! Da wir offensichtlich alle die Queste irgendwie vergessen haben, empfinde ich „Zeitmanagement“ als ein sehr passendes Thema :-).

Also, frisch ans Werk!

  1. Wieviel Zeit im Monat verbringt Ihr durchschnittlich am Rollenspieltisch, egal ob virtuell oder live?
  2. Wieviel Zeit im Monat verbringt Ihr mit der Vorbereitung eurer aktiven Rollenspielzeit?
  3. Wieviel Zeit im Monat verbringt Ihr mit dem Thema „Rollenspiel“, ohne dass es sich um eine direkte spielerische Aktivität oder deren Vorbereitung handelt – also News oder Rezensionen lesen, Crowdfundings kommentieren, in Foren lesen/schreiben, bloggen, Regelwerke und Abenteuer „zu Studienzwecken“ lesen…
  4. Seid ihr mit dem Verhältnis der drei obigen Zeiten zufrieden, oder würdet Ihr gerne etwas ändern? Falls ja, was und wie?
  5. Kurzfristige Absagen oder zu spät kommende Spieler sind Frustgarantien. Mithilfe welcher Hilfsmittel organisiert Ihr Eure Spielgruppe und haltet alle „up-to-date“?

DIE REGELN

  • An jedem Monatsersten werden die Fragen/Lückentexte gestellt. Der Starter wird im rsp-blogs-Forum festgelegt. Wir bitten um Beantwortung auf euren Blogs, Vlogs oder im Forum
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um den sich die Fragen drehen
  • Über die Zusendung eurer Links, per Mail, Kommentar, usw. freuen wir uns
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, unsere Fragen zu beantworten ist herzlich Willkommen
  • Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen selbstverständlich in Euren Beiträgen benutzt werden. (alle drei, welches besser gefällt.)

Ich bin sehr auf eure Antworten gespannt und freue mich diese zu lesen.

Ich würde mich wie immer über Eure Teilnahme freuen!
Beste Grüße
Seanchui

RPG-Blog-O-Quest #065: Produktives

Und schon wieder ist es Zeit für eine neue Blog-O-Queste! Dieses Mal hat sich Mastermind Greifenklaue allerdings etwas Neues einfallen lassen. Statt Fragen als bloggende Volk zu stellen hat er dieses mal ein paar zu kombinierende Schlagworte eingeworfen. Eigentlich wollte ich – ganz oldschool – den Zufall entscheiden lassen, welches Genre ich mit welchem Spielzusatz verbinde. Doch ein paar der Kombinationen liegen nun schon länger in einem offensichtlich brachliegenden Teil meines Gehirns, ohne dass ich jetzt auf tolle Ideen gekommen wäre. Also suche ich mir meine Kombinationen einfach aus! Wie auf diesen Seiten üblich alles mit leicht cthuloidem Touch :-).

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk!

1. Cyberpunk-Ausrüstung

Die Großen Alten interessieren sich schlussendlich nicht für die Menschheit. Zwar können sie über cthuloide Ritual-Magie beschworen werden, doch einmal vor Ort nehmen sie die Zaubernden kaum wahr. Dennoch verbleiben sie manchmal an Ort und Stelle, um ihre eigenen Pläne zu verfolgen oder sich für die Weiterreise vorzubereiten.

Es gab und gibt immer wieder Szenarien, in denen verrückte Wissenschaftler und größenwahnsinnige Okkultisten den Großen Alten Substanzen entnommen haben. Die Milch Shub-Nigguraths ist nur ein Beispiel, wenn auch ein sehr gängiges.

Im Zeitalter des Cyberpunk gibt es das ganze natürlich als schicke Designerdroge, die hochgradig süchtig macht. Dazu gibt es eine ganze Reihe positiver Nebeneffekte wie plötzliche Hellsicht, verbesserte Muskulatur oder Einsicht in kosmische Geheimnisse. Doch das ganze hat natürlich seinen Preis: Entmenschlichung, schleichender Wahnsinn und körperliche Degeneration. Die Droge steht sowohl den SC als Ausrüstung zur Verfügung, kann aber auch als Szenarien-Aufhänger dienen.

2. Western-NSC

„Western“ ist natürlich ein tolles Thema, denn ich habe ja schon mein eigenes Wester-Rollenspiel geschrieben („Desperados“: https://www.pegasusdigital.de/product/316117/Desperados-Ein-Pen-and-Paper-Rollenspiel ). Da bietet es sich natürlich an, einen cthuloid angehauchten NSC für eben jenes System anzubieten:

Ithaqua-Schamane
Typ: Boss
Schwierigkeitsgrad: 18 (schwierig)
Fertigkeiten
Entrückte Konzentration: Die Blickrichtung des Ithaqua-Schamanen kann nicht durch spezielle Fertigkeiten verändert werden.
Herr der Winde: Der Ithaqua-Schamane kann einmal pro Kampfrunde die Blickrichtung eines beliebigen Spielercharakters verändern.
Wendigo: Der Ithaqua-Schamane kann einmal pro Kampf einen Wendigo herbeibeschwören.

Wendigo
Typ: Scherge
Schwierigkeitsgrad: 20 (sehr hart)
Fertigkeiten
Hart im Nehmen: Der Wendigo verfügt über zwei Lebenspunkte.
Eisenfaust: Im Falle eines Misserfolgs oder Erfolgs im Kampf verursacht der Wendigo 2 statt 1 automatischen Schadenspunkt. Diese Fertigkeit gilt nur im Nahkampf.

3. Fantasy-Monster

Mein aktuelles Leib-und-Magen-Fantasysystem ist ohne Zweifel „Fantasy AGE“. Die letzte große Kampagne, die ich vor der einsetzenden Corona-Pandemie startete und die seitdem sträflich ruht, habe ich auf dieses System ausgerichtet. Insbesondere die schmalen aber praxisfreundlichen Regeln und die genialen Stunt-Manöver haben es mir angetan. Klar, dass ich nun auch einen cthuloiden Schrecken für F-AGE aufbereite, oder?

Dunkeldürrer
Geschicklichkeit 2, Intelligenz 1, Kämpfen (Klauen) 2, Kommunikation 0, Konstitution 4, Präzision 1, Stärke (Körperkraft) 4, Wahrnehmung 3, Willenskraft 3
Geschwindigkeit 10 (15 Flug)
LP 40
Verteidigung 11
Rüstungsschutz 4
Waffe: Klaue, +3, 1W6+6 Schaden
Dunkelsicht: Der Dunkeldürre kann in völliger Dunkelheit perfekt sehen
Stunt: Hochheben (3 SP): Der Dunkeldürre hebt ein Opfer (von maximal humanoider Größe) hoch in die Luft. Das Opfer wird durch den Schwanz der Kreatur in Starre gehalten. Der Dunkeldürre kann entscheiden, wann und ob er sein Opfer fallen lässt, was eventuell Sturzschaden nach sich zieht.

4. Science-Fiction-Fahrzeug

Science-Fiction ist nun ehrlicherweise so gar nicht mein Thema. Space Opera, gut, wer mag „Star Wars“ nicht? Aber echte Science-Fiction liegt mir nicht wirklich. Ich hatte überlegt an dieser Stelle einen „Engel“ für „CthulhuTech“ zu posten, aber (a) sind mir die Regeln nicht geläufig genug und (b) spielt das wahrscheinlich ohnehin niemand mehr :-).

5. Steampunk-Szenario

Da Ingo als Ausrichter ein wenig spät dran war, und ich unbedingt noch im Februar die Antworten raushauen will, bleibt es hier bei einer groben Skizze anhand der 6W-Fragen. Sorry, mehr gibt es dann vorläufig doch nicht :-).

Die Charaktere sind Gäste einer Ausstellung und Podiumsdiskussion über archäologische Funde Südamerikas, als ein Streit zwischen zwei Professoren entbrennt. Natürlich geht es um El Dorado, dessen Existenz immer noch nicht bewiesen wurde. Eine Luftschiff-Expedition an den Amazonas soll nun endlich Klarheit verschaffen – doch wartet im finsteren Dschungel natürlich mehr, als sich die beiden Herren ausmalen können…

1. Wer?
(Wer ist der Bösewicht in Eurer Geschichte, so es einen gibt? Wer führt die Charaktere in das Abenteuer? Und wer spielt noch eine wichtige Rolle?)
Professor Winston, älterer Feldforscher, stellt die Expeditionsgruppe zusammen und endlich El Dorado zu finden.
Professor Clarke, spöttischer Zweifler, wird die Expedition begleiten um die Niederlage seines Kollegen genüsslich auszukosten.
Pater Black, wahnsinnig gewordener Missionar, wird sich vor Ort der Expedition anschließen um das Geheimnis von El Dorado zu wahren und die Expedition zu sabotieren.
Degenerierte Kultisten, die das Hochplateau bewohnen und die Expedition angreifen werden.

2. Was?
(Was müssen die Charaktere erreichen, um das Abenteuer abzuschließen? Gibt es spezielle Gegenstände oder spezielles Wissen, das sie dafür brauchen?)
Auffinden von El Dorado. Professor Winston verfügt natürlich über das alte Tagebuch eines längst verstorbenen Conquistadors.
Einmal auf dem Plateau geht es ums nackte Überleben.
Vielleicht ergibt sich auch die Möglichkeit, dem Kult eine kleine, häßliche Statue eines mit Tentakeln bewehrten Wesens (Cthulhu) zu stehlen und später weitere Nachforschungen anzustellen?

3. Wann?
(Zu welcher Jahreszeit spielt das Abenteuer? Spielt Zeit noch eine größere Rolle – gibt es zum Beispiel einen Wettlauf gegen die Uhr?)
Im Sommer.

4. Wo?
(In welcher Umgebung spielt das Abenteuer: Stadt, Wildnis oder Dungeon? Ist das Land, der Planet oder die Region wichtig für den Plot und verdient Erwähnung? Welche besonderen Locations werden die Charaktere besuchen?)
Südamerikanischer Dschungel, Amazonasbecken.
Eine versunkene Ruinenstadt auf einem Hochplateau. Allerdings finden die Charaktere hier kein Gold sondern die Hinterlassenschaften eines Cthulhu-Kultes.

5. Warum?
(Was ist die Motivation der Charaktere? Wie sieht die Belohnung für einen Erfolg aus, bzw. die Konsequenz eines Mißerfolges?)
Die Charaktere werden mit der Aussicht auf Reichtum, Ehre und Ruhm von Professor Winston angeheuert.

6. Wie?
(Wie gehen die Charaktere idealerweise vor? Welche Stolpersteine für die Spieler erwartest Du und wie kann der Spielleiter sie umgehen?)
Die Charaktere begleiten die Expedition.
im Amazonas-Becken müssen sie in einem Indio-Dorf Vorräte auffrischen, wo die Expedition auf Pater Black trifft. Dieser hatte bereits Kontakt mit dem Kult und darüber seinen Verstand verloren. Er sabotiert das Luftschiff der Expedition.
Vielleicht ergibt sich mit einem abstürzenden Luftschiff die klassische Situation der „Todesfalle“.
Vor Ort werden Teile der Expedition – vielleicht einer der Professoren – von dem Kult gefangen genommen.
Organisation der Flucht.

RPG-Blog-O-Quest #064: Rückblick auf 2020

Und schon wieder ist es Zeit für eine neue Blog-O-Queste! Wie auch schon im Vormonat ist wieder einmal der Questenerfinder höchstpersönlich am Start, um dem Blogger-Volk ein paar Fragen im noch jungen Jahr zu stellen. Meinen Dank dafür! Diesmal blicken wir ein wenig zurück – zugegeben, nicht der erste Rückblick auf diesem Blog :-).

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk!

1. Welches Rollenspielereignis war für dich am prägnantesten/lustigsten/einprägsamsten in 2020?

Oha, wie auch bereits im Vorjahr ist das nicht ganz einfach. Immerhin konnte ich mit DESPERADOS wieder ein eigenes Rollenspiel entwerfen, schreiben, meinen Senf zum Layout dazugeben und hinterher bewerben. Das hat schon wieder sehr viel Spaß gemacht und eine eigene Publikation ist immer etwas Besonderes. Dazu kommen meine ersten Online-Gehversuche und die Tatsache, dass wir wieder ein paar tolle cthuloide One-Shots gespielt haben. Der Lockdown hat zu genügend Freizeit geführt, um endlich einmal eine Runde deProfundis zu spielen. Und zu guter Letzt durfte ich dieses Jahr erstmal den Winter-OPC mit ausrichten. Ihr seht, mein Jahr war wieder von besonderer Qualität, da gibt es kein Einzel-Ereignis.

2. Wie oft bist Du 2020 zum Spielen gekommen? Was wurde am meisten gespielt, welche Systeme hast Du neu kennengelernt? Wie hoch ist die Onlinequote?

Meine im Tanelorn veröffentlichte Statistik sagt:

Acht richtige Spieltermine, davon vier Online. Zwei der Offline-Termine habe ich ENGLISH EERIE gewidmet (welches ich unbedingt bald nochmal spielen möchte), einmal haben wir (im kleinen Kreis) EIN RUHIGES JAHR ausprobiert (hier ist der Funke allerdings nicht übergesprungen). Dazu kommen diverse Briefwechsel im Rahmen unserer deProfundis-Runde. Fast alles, was ich in diesem Jahr gespielt habe, war Neuland – dazu zählt auch die von Timber organisierte Online-Runde mit THROUGH THE BREACH.

3. Welches RPG-Produkt 2020 (aber nicht unbedingt aus 2020) ist Dein Produkt des Jahres?

Das ist fast so schwierig wie die erste Frage. Klar, DESPERADOS möchte ich hier aufführen. Das hat Spaß gemacht. ENGLISH EERIE ist ein ganz, ganz tolles Spiel und vor allem nicht mit so viel Eigenlob verbunden. Viel herumhantiert habe ich dieses Jahr allerdings mit dem „Dungeon Masters Guide“ für DUNGEONS & DRAGONS 5E, da mir die dort enthaltenen Zufallstabellen viel Langeweile vertrieben haben.

4. Welcher Blogartikel, welches Video, welcher Karneval Deiner RPG-Kollegen (also quasi der Blogosphäre) hat Dich 2020 am meisten geflasht?

Wie immer bin ich geflasht davon, wenn Leute ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Da ist im Rahmen des Winter-OPC wieder viel tolles Material zusammengekommen. Ja, ich denke es ist abermals der Winter-OPC, der hier eine Erwähnung verdient.

5. Welches sind die Medien 2020 für Dich? Bester Film, beste Serie, bestes Buch, bestes Comic etc.?

Oh, in diesem Jahr habe ich tatsächlich einiges konsumiert, das nicht nur reiner Rollenspielkram war. Die neue Freizeit lässt grüßen.

Bester Film: Hm, keine Ahnung. Ich habe mal wieder sehr wenig Filme geguckt. DIE UNFASSBAREN, rund um vier trickbetrügende Bühnenmagier, hat beim ersten Schauen Spaß gemacht. Ansonsten habe ich höchstens mit den Jungs ein paar Filme geguckt. Ich glaube, die ICH – EINFACH UNVERBESSERLICH -Reihe war hier der Höhepunkt. Toller Humor.

Beste Serie: Ich mag THE MANDALORIAN wirklich sehr gerne, aber der Titel geht an die Amazon-Produktion TALES FROM THE LOOP. Die hat mich wirklich völlig umgehauen und ich habe die acht Folgen in vier Wochen zwei Mal gesehen.

Bestes Buch: Oh, hier wird es diesmal etwas eng, denn abseits von Rollenspielmaterial habe ich nicht viele „echte“ Bücher gelesen. Nominieren wir doch ein Rollenspielbuch! Überraschend gut gefallen hat mir DAS HELDENBREVIER DER NOIONITEN, doch CTHULHU: HALLOWEEN ist seinem Titel wirklich total gerecht geworden.

Bestes Comic: HIER kann ich jetzt mal mitreden, denn ich habe im Jahr 2020 an der Greifenklaue-Comic-Reading-Challenge teilgenommen! Ha! Und ich habe einen ganzen Haufen ganz wunderbarer Comics gelesen und kennengelernt! Was hat mir hier besonders gut gefallen? DIE LEBENDE TOTE, END: ELISABETH, CONAN: JENSEITS DES SCHWARZEN FLUSSES, BROCELIANDE, MAGDA IKKLEPOTTS, DAS KONZIL DER BÄUME sowie die Lovecraft-Mangas von Gou Tanabe. Und ALLES von CALVIN AND HOBBES.

RPG-Blog-O-Quest #063: Ausblick auf 2021

Und schon wieder ist es Zeit für eine neue Blog-O-Queste! In diesem Monat nimmt ist wieder einmal der Questenerfinder höchstpersönlich am Start, um dem Blogger-Volk ein paar Fragen für das kommende Jahr zu stellen. Meinen Dank dafür! Gerade wo die Gegenwart doch eher… ungewöhnlich aussieht, ist das doch eine willkommene Abwechslung. Wollen wir doch mal sehen!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk!

1. Welches coronabedingten Spielrunden planst Du? Egal ob virtuell oder z.B. als 1:1 am Spieltisch?

Tatsächlich habe ich – nachdem mir seitens RSP-Bloggern die ersten Gehversuche im Online-Rollenspiel angetragen wurden (meinen Dank noch einmal dafür) – eine rein virtuell stattfindende Runde gefunden. Diese wurde von einem CTHULHU-Veteran aus meiner „Veteranten-Gruppe“ ins Leben gerufen. Wir haben bislang einen Schnupper-Abend hinter uns und hoffen auf baldige Wiederholung.

Daneben hoffe ich tatsächlich, auch bald wieder in kleinem Kreis (wahrscheinlich zu dritt) in meinem Keller zu spielen. Unlängst haben wir „Ein ruhiges Jahr“ ausprobiert und ich hätte auch Spaß daran, mehr Spiele der „Kleinen Reihe“ von System Matters zu testen. „Mietlinge auf Abwegen“ sieht schon sehr spaßig aus…

2. Auf welches RPG-Produkt in 2021 freust Du Dich am meisten?

Wie auch schon im vergangenen Jahr tue ich mich schwer damit, das zu beantworten. Denn ich weiß gar nicht so recht, was schon so spannendes angekündigt ist. Ich hoffe, das auch im nächsten Jahr ein CTHULHU-Band erscheint, der meinen Namen im Impressum trägt. Davon ab bin ich immer gespannt auf die Spiele der „Kleinen Reihe“.

3. Hast Du rollenspieltechnische Projekte für 2021 am Start? Egal ob im Blog, etwas für die Spielrunde oder anderweitiges Spielmaterial (Vielleicht ja ein WOPC-Beitrag?).

Ich habe bereits im letzten Jahr gepostet, dass ich unbedingt selbst noch einmal ein Buch veröffentlichen möchte. Dieser Gedanke ist bislang nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. 2020 war einfach zu voll und zu… seltsam, um hier voll durchzustarten. Aber ich habe ein paar gute Ideen.

Feste rechnen kann man mit dem nächsten Lovecrafter, der hoffentlich Anfang 20201 als Doppelausgabe erscheint, und von mir wieder im PLAY-Teil redaktionell betreut wurde. Ein OPC-Beitrag darf es dieses Mal nicht sein – bin ich doch erstmals Mitorganisator – doch ich bin guter Dinge, wieder etwas für CTHULHU beizusteuern und vielleicht noch einmal ein Abenteuer auf DriveThru zu veröffentlichen. Man wird sehen – ohne die Schreiberei würde mir etwas fehlen.

4. Angenommen Corona wurde erfolgreich bekämpft und „weggeimpft“ – Worauf freut ihr Euch in Zusammenhang mit Rollenspiel am meisten (ich denke an Eure Stammrunde, den Besuch im RPGshop, den Conbesuch etc.)?

Auf meine Stammrunde. Das am meisten. Aber auch auf die SPIEL, die hoffentlich wieder ganz normal stattfinden kann.

5. Was wird sich durch Corona dauerhaft am Rollenspiel geändert? Für alle und für Dich im Speziellen?

Ich wüsste nicht, was. Vielleicht treffe ich mich mit der neuen Gruppe tatsächlich auch weiterhin online (wir wohnen nicht gerade alle ums Eck), aber das wäre es dann auch.

Bonus: Ich werde 2021 eine Blog-O-Quest machen und zwar im Monat _______ zum Thema _________ (so möglich).*

Ich werde 2021 eine Blog-O-Quest machen und zwar im Monat Mai zum Thema Geister&Gespenster.

RPG-Blog-O-Quest #062: Gegensätze

Und schon wieder ist es Zeit für eine neue Blog-O-Queste! In diesem Monat nimmt sich mal wieder die gute Timberwere der Queste an und stellt nach den sehr tagesaktuellen Fragen der Vormonats-Queste wieder eher allgemeingültige Fragen. Meinen Daank dafür! Mal schauen, wie es im Hause Seanchui so mit Gegensätzen aussieht.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk!

1. Was sind die gegensätzlichsten Regelsysteme, die du bisher gespielt oder geleitet hast?

Oha. Ich beziehe das jetzt mal auf das REGELsystem, nicht auf das Setting. Da dürfte auf der einen Seite wohl „DSA 4.1“ als Komlexitäts-Schwergewicht stehen, während in der anderen Ecke des Rings „Geh nicht in den Winterwald“ mit einem W6 auskommt, um alle Handlungen zu simulieren.

2. Als Spieler.in: Spielst du üblicherweise eher gegensätzliche Charaktere oder ähneln sie sich meistens?
Als Spielleiter.in: Welche Methoden wendest du an, um gegensätzliche NSCs darzustellen?

Als Spieler: Sie ähneln sich meist. Ich spiele allerdings auch viel zu selten, um hier großes Charakterspiel an den Tag zu legen 🙂

Als Spielleiter: Nun, eigentlich versuche ich das wie so oft über die Stimme zu regeln. Ich bin nicht so der große Schauspieler, heißt, bei Person A zucke ich mit der linken und bei Person B mit der rechten Augenbraue :-). Aber mit der Stimme, da kriege ich auch Unterschiede hin.

3. Kommt es in deinen Gruppen häufiger zu Gegensätzen zwischen den SCs (Stichwort: gegensätzliche Interessen der Charaktere, Streit und Konflikte zwischen den Charakteren etc.) und wie geht ihr damit um?

Nein. Es kommt zu neckischen Rivalitäten, aber das war es dann auch.

4. Wie bringt ihr in deinen Gruppen Gegensätze am Spieltisch (Stichwort: Gegensätzliche Spielvorlieben, auffällige vs. unauffällige Spieler.innen etc.) unter einen Hut?

Ich versuche eigentlich, meinen Spielern gemäß ihrer Rollenwahl immer mal wieder ein Spotlight zu bieten. Unauffällige Spieler spiele ich direkt an, das ist meist auch kein Problem. Gegensätzliche Spielvorlieben werden Off-Topic diskutiert – wenn es nach mir geht, dann NACH dem Spieleabend. Da ich als Spielleiter recht flexibel bin, versuche ich mich dann nach Ende der Diskussion anzupassen.

5. Hast du schon einmal dasselbe Abenteuer zum zweiten Mal gespielt bzw. geleitet bzw. in unterschiedlichen Abenteuern ähnliche Situationen erlebt, die an den beiden Malen komplett gegensätzlich abgelaufen sind? Und wenn ja, wie ist es gelaufen?

Nein, ich habe tatsächlich noch nie ein Abenteuer zweitverwertet. Das stelle ich mir als SL langweilig vor.

RPG-Blog-O-Quest #061: Zwischenbilanz Coronakrise

Und schon wieder ist es Zeit für eine neue Blog-O-Queste! In diesem Monat nimmt sich der Ackerknecht der Queste an und stellt Fragen rund um DAS dominierende Thema des Jahres: CORONA und unser Umgang damit. Ich bin des Themas zwar eigentlich reichlich müde, doch hey: keine Blog-O-Queste ohne mich! Mal schauen, wo uns das Ganze hinführt!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk – schauen wir mal, was mir zu den Fragen so einfällt!

1) In der Summe bisher, war der Einfluss von Corona in Bezug auf Euer Hobby Rollenspiel negativ, irrelevant oder sogar positiv?

In Summe: irrelevant. Ja, es hat meine regelmäßige Spielgruppe arg ins Stolpern gebracht. Oder eher gesagt: bisher haben wir uns immer nur Grüppchenweise getroffen. Aber in Summe – ich habe in diesem Jahr reichlich Zeit gehabt, um Material zu schreiben, habe eine deProfundis-Runde gestartet und English Eerie gespielt, habe sogar meine ersten Online-Gehversuche hinter mir UND ich habe wieder reichlich Rezensionen bei den Ringboten platziert. Nein, Corona hält mich nicht auf, auch, wenn mein Rollenspielkeller ein wenig eingestaubt ist.

2) Was war denn die gravierendste Auswirkung der Situation aufs Hobby?

Ja, in erster Linie die Tatsache, dass wir uns eine ganze Zeit lang nicht mit allen treffen DURFTEN (zu viele Haushalte…). Daher pausiert auch gerade meine Kampagne.

3) Glaubt Ihr, dass das Hobby wird irgendwann wieder „normal“ werden wird? Mit dichtem Gedränge an der Con-Rundenliste und nächtelangem Zocken mit Personen aus fünf verschiedenen Haushalten in einem schlecht belüfteten Keller? 

Selbstverständlich, ja.

4) Habt Ihr ein geiles Hobby-Projekt für „die Zeit danach“ in Arbeit? Ein nie dagewesenes Roll20-Skript? Eine neu bemalte WH40K-Armee? Ein episches LARP Kostüm?

Nun, natürlich habe ich ein wenig Vorarbeit in Bezug auf meine Kampagne geleistet. Aber das ist ja ohnehin unabhängig vom Spielrhythmus immer mal wieder fällig. Das ich aber etwas episches neues gebastelt hätte, das jetzt in meiner Schublade liegt und darauf wartet, auf die Menschenmassen losgelassen zu werden: nein, das habe ich nicht.

5) Habt Ihr die Situation schon einmal im Spiel aufgenommen? Habt Ihr den lang geplanten Seuchenplot endlich ausgespielt? Oder habt Ihr den lang geplanten Seuchenplot endgültig zu den Akten gelegt? Versteht Ihr jetzt besser, was VITAS für die Welt von Shadowrun bedeutet?

Nein, nichts dergleichen. Aber meine Rollenspielrunden haben ohnehin selten irgendwas mit Tagesgeschehen zu tun.

RPG-Blog-O-Quest #060: 5 Jahre – Geburtstage und Jubiläen

Die Blog-O-Queste feiert ihren fünften Geburtstag! Und damit gebührt es wieder einem der ursprünglichen Ausrichter, dem guten Würfelhelden, die Fragen zu stellen! Mal schauen, welche feierlichen Fragen uns erwarten!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk – schauen wir mal, was mir zu den Fragen so einfällt!

1. Wie feiern Deine Charaktere Geburtstag?
Überhaupt nicht. Selbst die wenigen Charaktere, die ich über einen längeren Zeitraum führen konnte, haben auch nur einmal ihren Geburtstag gefeiert. Ich weiß nicht mal recht warum, wahrscheinlich waren wir immer zu beschäftigt.

2. Wie werden Jahrestage/Jubiläen in Deiner Runde gewürdigt/begangen?
Ach, eigentlich kaum. Ich habe ja mittlerweile schon ein paar Runden durch und große Jahrestage haben wir uns nie gemerkt. Und InGame gibt es natürlich mal Feierlichkeiten, aber keine Jahrestage/Jubiläen…

3. Findest Du das dieses Thema genügend Platz beim spielen findet?
Ach, eigentlich schon, denn ich vermisse nichts :-).

4. Was ist das einprägsamstes Ereignis welches während einer Feier passiert ist?
Die – oft gescholtene, aber von uns als epische Queste empfundene – Kampagne „Jahr des Feuers“ für DSA beginnt mit dem Turnier von Gareth nebst großem Stadtfest… gleichzeitig beginnen auch die Ereignisse der Kampagne ihre Schatten vorauszuwerfen. Das war wahrscheinlich InGame das einprägsamste Fest, das wir erlebt haben.

5. Was wünscht Du der Queste?
Viele fleißige Ausrichter, viele interessante Fragen und ein langes, langes Leben :-).

RPG-Blog-o-Quest #059: Kompromisse

Nachdem ich im letzten Monat die Ehre hatte, die Blog-o-Queste auszurichten (…und wahrscheinlich erfolgreich die Queste mit den wenigsten Teilnehmern produziert habe :-)), übernimmt in diesem Monat der gute Ackerknecht einmal mehr das Steuer der HMS Blog-o-Quest. Seine Fragen gehen, wie er selber sagt, eher auf die Meta-Ebene – mal schauen, wo uns seine Vorlage und meine Antworten so hinführen!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. Also, frisch ans Werk – schauen wir mal, was mir zu den Fragen so einfällt!

Vorab-Frage zur Positionsbestimmung. Bitte verteilt Euren Vorlieben gemäß 10 Punkte auf die drei Spielertypen der „klassischen“ Rollenspieltheorie:

Gamist*in (Rollenspiel ist für mich ein Spiel, das ich auf Sieg spiele): 1
Simulationist*in (Ich lege Wert auf eine konsistente, bestenfalls realistische Welt): 5
Erzähler*in (Das wichtigste ist eine gute Geschichte): 4

Erste Frage: Wie kompromissbereit seid Ihr als Spielerinnen und Spieler mit Eurer Gruppe? Wie weit nehmt Ihr Euch mit Euren Vorlieben zurück, damit eine Spielgruppe zustande kommt? Wann sagt Ihr „Sorry, das wird so leider nix“?
Zumeist bin ich Spielleiter, und nicht Spieler. Ich bin auch selbst selten aktiv auf Gruppensuche, sondern eher auf Spielersuche. Normalerweise lade ich ein und es kommt, wer Zeit und Lust hat. Eigentlich habe ich aus Teilen diesen Gelegenheitsspielern auch bereits eine feste Gruppe geformt, die allerdings coronabedingt pausiert. Da sich also seltenst jemand aufdrängt, eine Spielrunde zu leiten, bin ich auch seltenst gezwungen, Kompromisse einzugehen. Zumeist spielen wir halt, was ich vorbereitet habe. Wenn es um längere Themen geht – ein Few-Shot oder eine kurze Kampagne – versuche ich aber, mehrere Auswahlmöglichkeiten bereitzuhalten, um hier nicht den Alleinherrscher zu geben.
Sofern tatsächlich mal ein Freund in die SL-Rolle schlüpfen will, bin ich 100%ig kompromissbereit. Dann wird gespielt, worauf derjenige Lust hat und was vorbereitet ist.
Diese Herangehensweise schließt damit natürlich all die zwischenmenschlichen Dinge aus, die in einer Gruppenfindung schieflaufen können. Denn ich kenne meine Spieler jetzt schon seit Jahren und wir harmonieren charakterlich gut miteinander – ja, wir verbringen auch abseits des Spieltisches Zeit miteinander. Auch die Verhaltensregeln am Tisch (Rauchen? Pausen? etc.) sind abgesteckt und klar. WENN ich einmal wieder in die „freie Wildbahn“ gehen würde, dann gäbe es glaube ich wenige Dinge, auf die ich nicht einsteigen würde. Vergewaltigende Mörder-Hobo-Kampagnen, darauf kann ich verzichten, aber wer spielt so etwas denn ernsthaft über einen längeren Zeitraum…?

Zweite Frage: Wie sieht es mit Kompromissen gegenüber der Spielleitung aus? Nehmt Ihr auch mal einen Abend Erzählspiel in Kauf, wenn Ihr eigentlich einen Dungeon ausräuchern wolltet? Wie allergisch reagiert Ihr z. B. auf „Fremdsteuerung“ eurer Figur durch die SL?
„Fremdsteuerung“ geht gar nicht, da reagiere ich allergisch. Ansonsten ist mir als Dauer-SL der Vorbereitungsaufwand einer Rollenspielrunde durchaus bewußt – da nehme ich, worauf der SL Lust hat. Der nächste Dungeon zum ausräuchern kommt bestimmt. Problematisch wäre es eher, wenn ich STÄNDIG etwas spielen sollte, worauf ich eigentlich keine Lust habe. Aber das ist sehr unwahrscheinlich.

Dritte Frage: Lasst uns einmal in-time gehen. Lassen sich Eure Figuren auf Kompromisse ein? Spielt Ihr eher flexible Charaktere, oder lieber moralkodexgebundene Hardliner? (Ich meine hier innerweltliche Kompromisse, keine out-time „damit-es-halt-weitergeht“-Kompromisse.)
Ich bin der Spieler des „moralisch flexiblen“ Charakters :-). Meine Figuren sind kompromissbereit. Aber den letzten langzeitgeführten Charakter den ich hatte, liegt Jahre zurück.

Vierte Frage: Musstet Ihr schon rein „weltliche“, also organisatorische bedingte Kompromisse am Spieltisch eingehen? Stellt Euch vor, der Rollenspielabend muss kurzfristig ausfallen. Seid Ihr auch bei einer Runde Carcasonne oder Netflix&Chill dabei, oder freut Ihr Euch über die Gelegenheit für einen WoW-Classic-Raid oder die Steuererklärung?
Klar mussten wir schon weltliche Kompromisse in Kauf nehmen. Dabei versuche ich aber tatsächlich, etwas rollenspielerisches als Ersatz anzubieten. Dann wird halt mal mit „In die Ferne“ ein Setting gebastelt oder eine Runde „Winterwald“ (…die Abenteuer kann man in 20 Minuten lesen) gespielt… und wenn wir genug sind, improvisiere ich einen „Dirty Dungeon“. Wenn einige Leute zum Rollenspiel bei mir aufschlagen, dann WILL ich auch etwas in dieser Richtung machen. Und wenn es nicht die komplette Runde schafft, ja gut – aber auf Brettspiele ausweichen mag ich dann nicht. Brettspielabende kann ich anderweitig organisieren.

Fünfte Frage: Erzählt mal einen Schwank aus Eurer Jugend! Wann hättet Ihr einen Kompromiss eingehen sollen? Wann habt Ihr es bereut, einen Kompromiss eingegangen zu sein?
Bezieht sich die Frage auf ingame oder outgame? Wie auch immer… ich kann mich nicht entsinnen, mit einem Kompromiss einmal wirklich schlecht gefahren zu sein. Schlussendlich haben wir früher aber auch IMMER DSA gespielt, da gab es dann höchstens in Detailfragen Kompromisse. Und – wie oben erklärt – in den letzten Jahren gebe ich zumeist Art und Thema vor.

Bonusfrage! Meine Discord-Runde geht nach einem intensiven ersten Halbjahr 2020 jetzt in die Sommerpause. Rollenspiel ist für mich immer eher ein „Winterhobby“ gewesen. Auch wenn ich selber gerne draußen spiele, die zeitlichen Bedingungen (und auch die Stimmung) passen im Winter immer besser. Wie haltet Ihr den rollenspielerischen Sommer?
Da ich nicht online spiele, sondern ausschließlich im RL (ein Umstand, der sich mglw. bald ändert…), gibt es auch klare Räumlichkeiten zum Spiel. Nämlich meinen Rollenspielkeller, mit Spieltisch, technischer Ausstattung, Bücherregalen, Würfelvorräten, passender Deko und, und und. Der Keller ist im Sommer angenehm kühl und im Winter – dank Heizlüfter – angenehm warm, da ist die Jahreszeit völlig egal. DIESEN Sommer ist halt alles anders, danke COVID. Aber davon wollen wir jetzt mal nicht eine neue Normalität ableiten :-).

Bonusfrage 2! Nach der Sommerpause wollen wir mal Cthulhu in Angriff nehmen. Neben dem klassischen, auf dem „Basic Role Play“-System basierenden Cthulhu in unterschiedlichen Versionen gibt es mittlerweile viele andere Mythos-Rollenspiele: Fhtagn, Fate of Cthulhu, zwei Spiele mit Katzen, Achtung Cthulhu!, sogar ein DSA-Mythos-Spiel… Habt Ihr eine Empfehlung für einen Einsteiger?
…ich habe da mal ein Rollenspiel geschrieben :-): https://www.bigben-interactive.de/wp-content/uploads/sites/4/2019/07/The-Sinking-City_Death-may-die-mobile.pdf
Wirklich sehr einfach in der Handhabung. Um mal ein bißchen in cthuloide Gefilde zu schnuppern, reicht das. Ansonsten würde ich tatsächlich FHTAGN oder CTHULHU empfehlen; bei beiden ist der Grundregelmechanismus simpel und FHTAGN ist bis zur 6. Edition recht kompatibel mit CTHULHU… da kann man aus einem gigantischen Backkatalog genialer Abenteuer schöpfen.

RPG-Blog-o-Quest #058: PULP-Abenteuer (Die Antworten)

Hallo zusammen,

ja, in diesem Monat bin ich selbst Ausrichter der Blog-O-Queste. Natürlich will ich es mir da nicht nehmen lassen, mit gutem Beispiel voran zu gehen und selbst auch meine Fragen zu beantworten!

1. Die Bedrohung! Pulp lebt von überlebensgroßen Gegnern mit größenwahnsinnigen Plänen, klarer Schwarz-Weiß-Zeichnung und reichlich Action! Egal ob Kultoberhaupt, verrückter Wissenschaftler oder Superbösewicht: Was war der faszinierendste Gegner, dem ihr im Rollenspiel gegenüberstandet, den ihr als Spielleiter geführt habt oder den ihr Euch noch nie einzusetzen getraut habt?
Zugegeben, wirklich „pulpig“ war er nicht, aber der Superbösewicht, der mir wohl am meisten ans Herz gewachsen ist, war ein gefallener Esthions-Priester aus meiner langjährigen ABOREA-Kampagne, den ich zum ultimativen Gegenspieler aufgebaut habe. Nur im absolut epischen Finale, in dem jeder meiner Spieler seinen großen Moment haben durfte, konnte er besiegt werden. Das hat Spaß gemacht. Pulpiger und mir ebenfalls ans Herz gewachsen ist Dr. Jonathan Black, der Antagonist meiner bislang einzigen selbstgeschriebenen Pulp-Kampagne „Geheimnisvoller Krakatau“. Der ist so richtig die Marke „verrückter Wissenschaftler“, wie ich ihn mir vorstelle.

2. Komplikationen! All die Dinge, welche unsere Pulp-Helden von der eigentlich wichtigen Aufgabe ablenken können. Der zufällig aus dem Zoo entlaufene Tiger, die vom Dinosaurier entführte Jungfrau in Nöten oder ein außer Kontrolle geratener Zug, den es zu stoppen gilt: Welche rasanten Actionszenen habt Ihr bereits erlebt, habt Ihr Euren Spielern bereits als Zwischenspiel geboten oder geistern Euch schon lange im Kopf herum?
Tja, ich habe ein Faible für Luftschiffe. Die kann man wunderbar von Kanonenfutter angreifen lassen, sie können abstürzen, vom Kurs abkommen, technische Defekte aufweisen und, und und. Nicht nur, dass man hier ständig dann auch noch an der Außenhülle herumklettern kann oder unter der Kabine herumhängt, nein, ein Luftschiff bringt auch ganz von selbst exotischen Flair mit.

3. Die Todesfalle! Kein Pulp-Abenteuer ohne Todesfalle, die nach allen Maßstäben des gesunden Menschenverstandes das Ende für unsere tapferen Helden bedeuten muss! Das vergitterte Haifischbecken, die mit Sand voll laufende Grabkammer, die Explosion am Mineneingang: Welcher dramatischen Todesfalle sind Eure Helden bereits entkommen, wie habt Ihr das Adrenalin Eurer Spieler zum Kochen gebracht oder welche finsteren Pläne habt Ihr bislang nur geschmiedet, aber nicht in die Tat umgesetzt?
Wir hatten mal einen wirklich tollen Abend mit einem „Dirty Dungeon“. Hier war die klassische „Indiana Jones“-Falle – die gigantische Steinkugel, die von einem einfachen Mechanismus ausgelöst hinter den Spielern herrollt – von einem Spieler ins Spiel gebracht worden. Das war ein toller Spaß. Ebenfalls erstaunlich pulpig entwickelte sich das CTHULHU-Szenario „Ultima Ratio“ – wobei, so erstaunlich ist das gar nicht. Eingesperrt auf einem Zeppelin zwischen Bombe und Shoggote…

4. Der Showdown! Das große Finale des Abenteuers steht bevor, der Bösewicht hat seinen Plan in all seiner boshaften Herrlichkeit dargelegt, die Waffen zahlloser Schergen sind auf unsere Helden gerichtet. Worauf legt Ihr wert, um ein spannend-pulpiges Finale zu gestalten? Exotische Örtlichkeiten, äußere (Umwelt-)Einflüße, vielleicht sogar eine Deus ex Machina? Oder liegt alles einzig in der Hand der Spieler?
Zunächst: Natürlich liegt die Handlungshoheit immer in der Hand der Spieler. „Deus ex Machina“ habe ich sicherlich auch schon einmal gebracht, aber das versuche ich tunlichst zu vermeiden. Ansonsten versuche ich tatsächlich, für das „Finale“ auch der Umgebung eine Bedeutung zu geben. Sei es, weil sie sich als gefährlich erweist (…weil die Höhle einstürzt, der Vulkan ausbricht oder die Flut steigt) oder weil sie nützlich ist (als Deckung oder Waffe). Ich denke, das ist kreativer als eine simple Schießerei.

5. Die gefährliche Flucht! Einstürzende Höhlen, plötzlich klaffende Erdspalten, abstürzende Flugsaurier – nun gilt es, das Hasenpanier zu ergreifen! Aber zugegeben: der Höhepunkt ist vorbei, am Spieltisch werden nur noch lustlos ein paar Würfel gerollt. Oder? Wie gestaltet Ihr eine Flucht über den dramatischen Würfelwurf hinaus spannend?
Erwischt! Auf die Antworten zu dieser Frage bin ich wirklich gespannt!

BonusQuest: Kennt Ihr ein gutes Pulp-Abenteuer? Dann immer her damit, lasst uns an Euren Erfahrungen und Einschätzungen teilhaben!
Ich verlinke an dieser Stelle gerne einmal die Teilzeithelden mit „Die Statue von den Sternen“: https://www.teilzeithelden.de/2012/12/02/it-is-done-veroeffentlichung-die-statue-von-den-sternen/

RPG-Blog-o-Quest #058: PULP-Abenteuer (Die Fragen)

Hallo zusammen,

in diesem Monat habe ich bereits zum dritten Mal die besondere Ehre, die diesmonatige RPG-Blog-O-Quest auszurichten. Als ich Anfang Juni feststellte, dass es noch keinen Organisator für den Juli gab, meldete ich mich kurzentschlossen – allerdings, ohne einen Fragenkatalog im Kopf zu haben. Nach über 50 Ausgaben der Blog-O-Queste ist es natürlich auch schwierig, hier noch etwas „neues“ zu finden. Ich wühlte mich also durch das Archiv der bisherigen Questen und stellte fest, dass zu Beginn der Queste oft und gerne „Setting“-Fragen gestellt wurden. Irgendwann schlief dieses Thema ein, ohne jemals eines meiner liebsten Genres gestreift zu haben: Pulp.

Ein Oberthema war also gefunden, nun ging es an die Fragen. Und da ich mich ja gerne und stets darum bemühe, die Blog-O-Queste ein wenig „anders“ zu gestalten, wollte ich wieder Fragen stellen, deren Antworten der eine oder andere vielleicht direkt in Spielmaterial ummünzen könnte. Spielmaterial matters, sozusagen. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an meine „6W-Queste“ von vor zwei Jahren (Junge, wie die Zeit vergeht…). Und wie damals erinnerte ich mich an eine alte Episode der Jungs von „System Matters“, namentlich die 61. Episode. In dieser Episode stellen Stefan und Daniel eine Methode aus „Spirit of the Century“ vor, mit der man nach einem einfachen Schema Pulp-Abenteuer designen kann – die ABCDEF(G)-Methode:

  • Anfang – Bring die Charaktere in Gefahr
  • Bedrohung – Enthülle die eigentliche Gefahr
  • Complikation – Noch mehr Probleme…
  • Deathtrap – Die Todesfalle
  • Ereignis – Der Twist, das letzte Puzzleteil
  • Finale – Der große Showdown
  • Gefährliche Flucht (optional)

Nun, der ein oder andere ahnt natürlich, was jetzt kommt. Ich bin so durchschaubar :-). Die Fragen der diesmonatigen Blog-O-Quest sollen sich damit um Eure coolsten und abgedrehtesten Pulp-Erlebnisse drehen und möglichst viele Elemente der obigen Struktur abdecken, damit geneigte Pulp-Spielleiter einen Haufen Inspiration mit auf den Weg kriegen. Also, legen wir los:

1. Die Bedrohung! Pulp lebt von überlebensgroßen Gegnern mit größenwahnsinnigen Plänen, klarer Schwarz-Weiß-Zeichnung und reichlich Action! Egal ob Kultoberhaupt, verrückter Wissenschaftler oder Superbösewicht: Was war der faszinierendste Gegner, dem ihr im Rollenspiel gegenüberstandet, den ihr als Spielleiter geführt habt oder den ihr Euch noch nie einzusetzen getraut habt?

2. Komplikationen! All die Dinge, welche unsere Pulp-Helden von der eigentlich wichtigen Aufgabe ablenken können. Der zufällig aus dem Zoo entlaufene Tiger, die vom Dinosaurier entführte Jungfrau in Nöten oder ein außer Kontrolle geratener Zug, den es zu stoppen gilt: Welche rasanten Actionszenen habt Ihr bereits erlebt, habt Ihr Euren Spielern bereits als Zwischenspiel geboten oder geistern Euch schon lange im Kopf herum?

3. Die Todesfalle! Kein Pulp-Abenteuer ohne Todesfalle, die nach allen Maßstäben des gesunden Menschenverstandes das Ende für unsere tapferen Helden bedeuten muss! Das vergitterte Haifischbecken, die mit Sand voll laufende Grabkammer, die Explosion am Mineneingang: Welcher dramatischen Todesfalle sind Eure Helden bereits entkommen, wie habt Ihr das Adrenalin Eurer Spieler zum Kochen gebracht oder welche finsteren Pläne habt Ihr bislang nur geschmiedet, aber nicht in die Tat umgesetzt?

4. Der Showdown! Das große Finale des Abenteuers steht bevor, der Bösewicht hat seinen Plan in all seiner boshaften Herrlichkeit dargelegt, die Waffen zahlloser Schergen sind auf unsere Helden gerichtet. Worauf legt Ihr wert, um ein spannend-pulpiges Finale zu gestalten? Exotische Örtlichkeiten, äußere (Umwelt-)Einflüße, vielleicht sogar eine Deus ex Machina? Oder liegt alles einzig in der Hand der Spieler?

5. Die gefährliche Flucht! Einstürzende Höhlen, plötzlich klaffende Erdspalten, abstürzende Flugsaurier – nun gilt es, das Hasenpanier zu ergreifen! Aber zugegeben: der Höhepunkt ist vorbei, am Spieltisch werden nur noch lustlos ein paar Würfel gerollt. Oder? Wie gestaltet Ihr eine Flucht über den dramatischen Würfelwurf hinaus spannend?

BonusQuest: Kennt Ihr ein gutes Pulp-Abenteuer? Dann immer her damit, lasst uns an Euren Erfahrungen und Einschätzungen teilhaben!

DIE REGELN

  • An jedem Monatsersten werden die Fragen/Lückentexte gestellt. Der Starter wird im rsp-blogs-Forum festgelegt. Wir bitten um Beantwortung auf euren Blogs, Vlogs oder im Forum
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um den sich die Fragen drehen
  • Über die Zusendung eurer Links, per Mail, Kommentar, usw. freuen wir uns
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, unsere Fragen zu beantworten ist herzlich Willkommen
  • Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen selbstverständlich in Euren Beiträgen benutzt werden. (alle drei, welches besser gefällt.)

Ich bin sehr auf eure Antworten gespannt und freue mich diese zu lesen.

Ich würde mich diebisch über Eure Teilnahme freuen!
Beste Grüße
Seanchui