Wettbewerb Cthuloide Klassiker: And the winner is…

Hallo zusammen,

die Jury hat getagt, damit stehen die Ergebnisse meines kleinen Cthulhu-Wettbewerbes fest. Da Ihr sicherlich bereits auf das Ergebnis wartet, komme ich ohne Umschweife zur Rangliste:

1. „Der Drache im Roggen“ von I. Vogelsang
2. „Alt Marea“ von N. Quaranta
3. „Der Tempel in den Hügeln“ von M. L. Jaegers
4. „Nachts in Arkham“ von S. Förster
5. „Snakes in a Hotel“ von M. Rosenfeld

Wie immer nach Ende eines Wettbewerbs möchte ich sagen, dass mir wirklich jeder Beitrag auf seine Art sehr gefallen hat und dass es wirklich – wirklich ! – schwerfällt, ein Ranking zu bilden. Dieses Mal habe ich nur eine kleine Jury gebildet und mich selbst an der Bewertung beteiligt und es war wirklich schwierig. Mein Dank gilt selbstverständlich allen Teilnehmern! Mein Dank gilt auch den fleißigen Juroren, die in Windeseile ihre Bewertung eingereicht haben!

Was passiert als nächstes? In den nächsten Wochen will ich dann beginnen, die Texte zu formatieren und in ein einheitliches Layout zu gießen, damit ein schöner Sammel-PDF-Band entsteht, denn ich dann gebührlich auf meinem Blog zu feiern wissen werde.

Bis demnächst!

Einsendeschluß für die Cthuloiden Klassiker

Hallo zusammen,

bereits am vergangenen Wochenende endete die Einsendefrist für meinen Wettbewerb über „Cthuloide Klassiker“. Das war überaus pünktlich, denn in diesen Tagen erscheint die neue Edition 7 des Rollenspiels CTHULHU. Wer in den nächsten Tagen zur SPIEL in Essen fährt hat dort natürlich direkt die Gelegenheit, sich mit allem Material einzudecken. Und wer sich nicht unbedingt durch einen über 40seitigen Forenthread wühlen will (und/oder den Pegasus-Shop als ähnlich unkomfortabel empfindet wie ich), der findet drüben bei jaegers.net eine schöne Zusammenfassung, welche Publikationen nun erhältlich sind.

Zeit, ein erstes Resümee zu ziehen:

  • Insgesamt erreichten mich hervorragende fünf Einsendungen
  • Alle Themen der Blacklist wurden bedient, dass heißt es finden sich Abenteuer die sich Unfällen, Insekten von Shaggai, Fragmenten Azatoths oder getarnten Mythoswesen bedienen

Was mich ehrlich gesagt ein wenig überraschte, war das von fast allen Autoren gegebene Feedback, dass es sehr schwer war, innerhalb der 15.000er-Zeichenbegrenzung zu bleiben. Ich persönlich empfinde es als viel leichter, ein Abenteuer kurz und knapp zu verfassen, als mich auf die 50Tausender-Pegasus-Wettbewerbe einzulassen. Entsprechend hatte ich gedacht, die Hürde besonders niedrig anzusetzen – tatsächlich habe ich sie aber wohl in die Höhe geschraubt!

Die Abenteuer befinden sich nun in der wertenden Jury-Phase und ich hoffe, in den nächsten Tagen die Gewinner bekanntgeben zu können. Natürlich werde ich die Abenteuer auch später der Allgemeinheit zur Verfügung stellen – allerdings kann das ein wenig dauern, da ich sie gerne einheitlich layouten und als Sammel-PDF veröffentlichen möchte, ganz so, wie es damals mit den Kurzschockern geschehen ist. Das kann erfahrungsgemäß ein wenig Zeit in Anspruch nehmen.

Ein Wort noch: Fünf Einsendungen bedeuten bei vier ausgelobten Preisen, dass es wohl einen unglückseligen letzten Platz ohne Preis geben wird. Da ich diese Konstellation als extrem unglücklich empfinde, gebe ich an dieser Stelle an den (noch unbekannten) Fünftplatzierten das Versprechen ab, dass ich mit Sicherheit noch ein kleines Dankeschön für die Teilnahme hier haben werde, damit auch niemand ganz ohne Preis aus der Sache geht!

Seanchui

WERKSTATTBERICHT II: Cthulhu „Edition 7“

Für den Ringboten hatte ich vor wenigen Tagen die Gelegenheit, Chefredakteur Heiko Gill zum Thema „Edition 7“ vor das virtuelle Mikrofon zu zerren. Ein erster Werkstattbericht findet sich HIER. Wer sich mit mir auf die neue Edition freut, der findet vielleicht auch Gefallen an meinem kleinen WETTBEWERB.

Die neue Regeledition für das traditionsreiche Rollenspiel „Cthulhu“ wirft deutlich ihre Schatten voraus. Nachdem bereits seit dem letzten Jahr die neuen Schnellstartregeln auf Deutsch zur Verfügung stehen, erschien nun mit „Die Priester der Krähen“ jüngst der erste Abenteuerband für die neue Edition. Allein das Grundregelwerk lässt noch ein wenig auf sich warten. Grund genug, mit Heiko Gill, seines Zeichens Chefredakteur der deutschen „Cthulhu“-Linie, ein wenig über den Stand der Dinge zu plaudern.

von Heiko Gill und André Frenzer

11895298_462692087247155_6052755081322340012_o„Die Produktpipeline ist wirklich prall gefüllt“, verrät Heiko dann auch direkt zum Einstieg. „Doch alles steht und fällt mit der neuen Edition“. Tatsächlich wird der ursprüngliche Plan, die neueste Edition zur RolePlayConvention im Mai zu veröffentlichen, nicht eingehalten werden können. „Leider warten wir immer noch auf Datenmaterial von Chaosium, um unsere Arbeiten an der Übersetzung abschließen zu können“, erklärt Heiko bedauernd die Verzögerung.

Was sich ändert – eine Übersicht über die neuen Regeln

An dieser Stelle ist es vielleicht sinnvoll, einige der neuen Regeländerungen vorzustellen. „Eines der großen Erfolgsrezepte für „Cthulhu“ war es eigentlich immer, dass es sich kaum veränderte“ meint Heiko. „So können neu beginnende Spieler stets auf eine riesige Sammlung älteren Materials zurückgreifen“. Mit der siebten Edition wird erstmals an diesen Grundfesten gerüttelt. „Doch die so wichtige Abwärtskompatibilität ist weiterhin gegeben“.

Tatsächlich sind viele Änderungen an den Regeln eher kosmetischer Natur. Weiterhin ist „Cthulhu“ ein auf einem einfachen Prozentwurf basierendes System. Charaktere – nunmehr konsequent als „Investigatoren“ bezeichnet – setzen sich weiterhin aus (körperlichen und geistigen) Attributen sowie ihren erlernten Fertigkeiten zusammen. „Die Attribute werden nun ebenfalls in Prozenten angegeben und funktionieren damit einheitlich zu den Fertigkeiten“ erklärt Heiko. „Das vereinfacht die Handhabung am Spieltisch natürlich enorm.“ Auch die klare Strukturierung für „schwere Proben“ (auf den halbierten Prozentwert) und „extreme Proben“ (auf den gefünftelten Prozentwert) wird für mehr Klarheit an den Spieltischen sorgen, wurden Erschwerungen auf Proben doch bisher eher intuitiv gehandhabt.

„Etwas umfangreicher sind die Änderungen bei der Charaktererschaffung“, fährt Heiko fort. „Hier gibt es nun beispielsweise ein System, wichtige Hintergrundelemente zu bestimmen, die im späteren Leben eines Investigators eine Rolle spielen (können).“ Die Moderne hält also auch bei der Charaktererschaffung Einzug. Eine weitere Änderung betrifft die alte Widerstandstabelle. Sie wurde abgeschafft und durch vergleichende Würfe ersetzt. „Die Widerstandstabelle erwies sich in der Anwendung oft als klobig und wenig intuitiv“, führt Heiko aus. Ebenfalls neu sind Bonus- oder Strafwürfel, die der Spielleiter für besondere Erschwernisse oder Erleichterungen verteilen kann, sowie die Möglichkeit einen Wurf zu forcieren. „Wer eine Probe verpatzt, hat nun normalerweise die Möglichkeit, den Wurf zu wiederholen. Im Falle eines erneuten Scheiterns werden die Konsequenzen allerdings schlimmer“, erklärt Heiko dazu. Und wer legt diese Konsequenzen fest? „Letztendlich der Spielleiter. Doch als Hilfestellung sind die deutschen Abenteuerautoren angehalten, Vorschläge für solche Konsequenzen in ihre Abenteuer einzubauen“, erzählt Heiko.

Die Kampfregeln wurden um einige Manöver erweitert, insbesondere der Gegenschlag ist neu. „Kämpfe werden dynamischer“, verspricht Heiko. „Es sind einige neue Aktionen möglich, und die verschiedenen Angriffsformen wurden zusammengefasst. Das verspricht einen einfacheren, reibungsloseren Kampfablauf“.

Auch der für Cthulhu so wichtige Bereich der „geistigen Stabilität“ wurde regeltechnisch „in die Gegenwart geholt“. Die Überarbeitung dieser Regeln soll vor Allem die konkrete Spielbarkeit dieses Markenzeichens von „Cthulhu“ deutlich erhöhen.

Das neue Material

11903656_458162691033428_1087712816893511117_oZwar befindet sich die Arbeit am neuen Regelwerk – wie eingangs erwähnt – im Moment eher in der Warteschleife. Doch es ist trotzdem spannend, einen Blick auf die geplanten Produkte zu werfen. „Bislang haben wir „Cthulhu“ in einem Spielerhandbuch und einem Spielleiterhandbuch veröffentlicht“, wirft Heiko einen Blick zurück. „Ein Spielleiter musste immer beide Bücher besitzen, um tatsächlich leiten zu können. Diese Aufteilung wird nun ein wenig geändert. Geplant ist ein einzelnes Grundregelwerk, das alles für Spieler und Spielleiter wichtige Material enthält. Allerdings wird es zwei flankierende Erscheinungen geben – ein „Spielerkompendium“ mit ergänzenden Informationen speziell für Spieler, sowie ein „Spielleitermaterial“, dass auch einen Spielleiterschirm beinhalten wird.“ Dabei ist es Heiko wichtig zu erwähnen, dass grundsätzlich für das Spiel nur das Grundregelwerk benötigt wird. „Niemand ist gezwungen, plötzlich drei Bände zu kaufen, um „Cthulhu“ spielen zu können“, versichert er. „Doch die zusätzlichen Informationen und Materialien machen das Spiel interessanter und breiter“.

Parallel werden einige neue Abenteuerbände veröffentlicht. „Wir haben bereits den Abenteuerband „Die Priester der Krähen“ veröffentlicht. Um auch Einsteiger anzusprechen, haben wir uns dazu entschieden, einen günstigen Softcoverband zu produzieren.“ Das Buch enthält zwei Abenteuer, die aus alten Ausgaben der eingestellten „Cthuloiden Welten“ stammen. „Die Abenteuer wurden aber regeltechnisch überarbeitet, um reibungslos mit der siebten Edition zu funktionieren“, erklärt Heiko. „Es sind auch weitere Bände in dieser Richtung geplant. Demnächst erscheint mit „Das Geisterschiff von Caerdon“ der zweite Band mit alten CW-Abenteuern, später dann noch „Dr. Erben“. Ab 2016 sollen ebenfalls (vermutlich wieder 3 pro Jahr) Abenteuer-Softcover erscheinen. Die enthalten dann komplett neues Material –wenn ich nicht noch irgendwo verschollene Perlen entdecke, denen ich auf diese Weise eine Neuerscheinung verpassen möchte.“

Die Produktpipeline

Während also die Arbeiten an der neuesten Edition fast abgeschlossen sind, hat sich die Redaktion natürlich bereits Gedanken um die Folgepublikationen gemacht. Aber: „Durch die nicht von uns zu vertretende Verzögerung bei der Fertigstellung der Edition 7 ergibt sich ein allgemeiner Schub bei allen Bänden in die Zukunft, weil es immer weitaus schwieriger ist, etwas korrekt zu fertigen, wenn man mit improvisierten Hilfsmitteln arbeitet, statt fertig ausgearbeiteten Handwerkszeugen. Da weder Autoren noch Lektoren fertige Regeln der Edition 7 ihr Eigen nennen können, sind alle Arbeitsgänge entsprechend schwieriger. Aber alle sind weiter mit voller Kraft dabei, so anstrengend es auch immer gerade ist“, beschreibt Heiko die aktuelle Lage. Dennoch sind einige spannende Dinge in der Planung.

„Wir arbeiten an der Übersetzung der Kampagne „Tatters of King“. Dieser cthuloide Klassiker behandelt den König in Gelb und wird auf Deutsch unter dem Titel „Königsdämmerung“ in einem schicken Hardcover veröffentlicht“, plaudert Heiko. Außerdem sind zwei weitere Bände in Arbeit. Der Quellenband „Prag“ wird eine umfangreiche Beschreibung der tchechischen Hauptstadt in den 1920ern liefern, während „Unheimliche Unterwelt“ seinen Schwerpunkt auf Verbrechen in den USA der 1920er legt und überwiegend Abenteuer enthalten soll. „Leider ist es inzwischen sehr wahrscheinlich, dass sich mehrere dieser Bände über den Jahreswechsel auf Anfang 2016 verschieben werden“, sagt Heiko. „Aber wir arbeiten so schnell es die Umstände erlauben“.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf Ringbote.de

Online: Das Cthulhu-Wiki

Hallo zusammen,

pünktlich zum 125. Geburtstag des Altmeisters H. P. Lovecraft ging das neue deutsche Cthulhu-Wiki online. Ihr erreicht es unter dieser einprägsamen Adresse:

www.cthulhu-wiki.de

Das CthulhuWiki widmet sich den Werken von Howard Phillips Lovecraft und anderer Schriftsteller, die zusammen den Cthulhu-Mythos geprägt haben. Es möchte eine Plattform zum Austausch für alle Interessierten sein, denen der Mythos in der Literatur oder in anderen Medien begegnet. Insbesondere die Anhänger des CTHULHU-Rollenspiels – aber auch aller anderer Systeme – finden hier hoffentlich in Zukunft nützliche Inhalte – ob als Spielleiter/in oder Spieler/in.

Die Seite ist noch im Aufbau, doch ein Wiki lebt natürlich von den Usern. Wenn Ihr einen interessanten Artikel beisteuern wollt, Euch um die Pflege einer Kategorie kümmern möchtet, oder einfach nur ein paar Rechtschreibfehler korrigiert: fühlt Euch frei. Je mehr wir werden, desto schneller wird das Wiki zu einer wahren Fundgrube cthuloiden Wissens!

PS: Diskutiert werden über Beiträge und Inhalte darf natürlich auch: im Idealfall im zugehörigen Thread im CTHULHU-Forum: http://www.foren.pegasus.de/foren/forum/412-cthulhuwiki/

Update: Wettbewerb „Cthuloide Klassiker“

Hallo zusammen,

vor wenigen Tagen habe ich hier auf diesen Seiten einen neuen Wettbewerb ausgerufen; Ihr erinnert Euch hoffentlich und seit bereits fleißig :-).

https://seanchuigoesrlyeh.wordpress.com/2015/09/01/wettbewerb-cthuloide-klassiker/

Gelesen wurde der Beitrag auf jeden Fall, denn ich bin froh, Euch ankündigen zu dürfen, dass ein weiterer Preis gestiftet wurde: Forenuser StarWarsChef, seines Zeichens Leiter des Cthulhu-Supportteams, hat ein Regelwerkbundle der neuen Edition in den Ring geworfen!

Ja, Ihr habt richtig gelesen, ihr könnt beide – voraussichtlich zur SPIEL 2015 erscheinenden – Regelbücher im Bundle gewinnen. Das tolle Bundle besteht aus einer Komplettausstattung für Spielrunden und enthält 1 Grundregelwerk (für den SL), 5 Investigatoren-Kompendien (für die Spieler), einen exklusiven SL-Schirm und einen PDF-Gutschein für „Die Priester der Krähen“. HIER gibt’s alle Infos im Überblick. Das ist damit natürlich auch der neue Hauptpreis :-). Damit sieht die Preisverteilung jetzt wie folgt aus:

1. Ein limitiertes Spielgruppenbundle der Edition 7
2. Eine Ausgabe des NSC-Bandes “Statisten im Angesicht eines grausamen Kosmos”
3. Eine Druckausgabe des Cthulhu-Promo-Abenteuers “Vater der Dunkelheiten”
4. Eine Druckausgabe des Cthulhu-Promo-Abenteuers “Dagonji”

So, und nun wieder: ran an die Tasten!

Ein paar News (XXVII)…: Edition 7 kommt!

Ich muß es unumwunden zugeben: ich schreibe eigentlich kaum noch Newsmeldungen hier auf diesem Blog. Im Moment fehlt mir ohnehin die Zeit, regelmäßig interessanten Content für diesen Blog zu bieten (der geneigte Leser wird es vielleicht schon bemerkt haben…), da möchte ich meine wenigen freien Abende nicht mit dem steten Wiederholen von News-Meldungen, die andernorten bereits zu besichtigen waren, füllen. In diesem Fall fühle ich mich aber meiner Leserschaft gegenüber verpflichtet, denn eine der größten Umwälzungen im cthuloiden Rollenspiel der letzten Jahrzehnte steht an: das Erscheinen der 7. Regeledition, und damit das erste Mal einschneidendere Veränderungen in den Regeln, die über das Anpassen von Begrifflichkeiten hinausgehen!

Doch lasst mich ein wenig ausholen:

Warum eigentlich „Edition 7?“
Auf diese Frage bin ich hin und wieder gestoßen. Die letzte, von Pegasus verlegte, Grundregeledition trug immer den Titel „3. Edition“. Wo kommt denn nun der Sprung her? Nun, der stammt schlicht und ergreifend von der amerikanischen Originalausgabe, denn hier ist mittlerweile die 7. Edition in der Mache. Wie gesagt waren die Änderungen im Regelbereich bisher eher kosmetischer Natur, doch nun ergeben sich einige andere, stärkere Regeländerungen.

Habe ich davon nicht schon vor ziemlich langer Zeit das erste Mal gehört?
Auch das ist durchaus richtig. Chaosium, der amerikanische „Mutter“konzern von Cthulhu hat die Ankündigung bereits vor langer Zeit erfolgen lassen; die amerikanischen Schnellstartregeln – und auch die deutsche Version – liegen bereits seit geraumer Zeit vor. Gekickstartered wurde das Ganze – ganz zeitgemäß, natürlich – auch schon vor vielen Monaten. Allein: das Erscheinen verzögerte sich immer und immer wieder. Nun hat Chaosium eine alte/neue Führungsspitze erhalten, die sich nun auf die Fahnen geschrieben haben, die 7. Edition endlich in die Regale – und damit natürlich auch in die Hände der Spieler – zu bringen. Das führt nun auch dazu, dass bei den übersetzenden Lizenznehmern – in unserem Falle Pegasus – wieder Bewegung in die Sache kam. Und nun…

Wann denn jetzt?
…nun…tja, nun sieht alles danach aus, dass die neue Edition womöglich zur Spielemesse im Oktober erscheinen kann. Chefredakteur Heiko Gill hält uns auf amüsant-süffisante Art im Cthulhu-Forum über die einzelnen Produktionsschritte auf dem Laufenden:

http://www.foren.pegasus.de/foren/topic/24955-countdown-zur-edition-7/

So, nachdem diese Newsmeldung zusammengefasst ist, noch ein kleines Nachwort in eigener Sache. Zunächst möchte ich Euch ein paar kleine Fragen stellen:

Warum stelle ich Euch all diese Fragen? Nun, ich treibe mich – nicht zuletzt in meiner Funktion als Ringbote – auf einem Haufen deutschsprachiger Rollenspielseiten herum. Cthulhu – und auch und ganz insbesondere die neue Regeledition – sind dabei derart stiefmütterlich behandelte Themen, dass mir als Fan das Herz blutet. Und – Hand aufs Herz – auch der Nachrichten-Thread vom Chefredakteur (s. O.) enthält zwar nette Nähkästchen-Plaudereien (Grafik da… Mail hier… Korrekturgelesen da…), aber keinerlei verwertbaren Informationen zum Thema Regeledition.

Alles, was ich bisher zum Thema gefunden habe, wurde von enthusiastischen Fans zusammengetragen (ich denke da besonders an Chaotisch Neutral). Sogar auf meinem Blog fanden sich mit zwei oder drei Einträgen schon deutlich mehr Informationen als auf Pegasus.de.

Oder täusche ich mich? Kommt es nur mir so vor? Das möchte ich heute von Euch wissen, und daher würde ich mich sehr freuen, wenn ihr meine Fragen beantwortet. Vielleicht sind sie in der Formulierung ein wenig einengend – dann tobt Euch in den Kommentaren aus!

Bis bald
Seanchui

WERKSTATTBERICHT: Cthulhu „Edition 7“

Gerade vor wenigen Tagen ist die diesjährige RPC in Köln zu Ende gegangen. Während nun auf diversen Blogs und Webmagazinen die Berichte rund um Rollenspielneuigkeiten aus dem Boden sprießen, möchte ich mich da natürlich auch ein wenig beteiligen. Dazu hatte ich bereits im Vorfeld der RPC Gelegenheit, mich mit dem Chefredakteur der deutschen Cthulhu-Linie, Heiko Gill, über die neuesten Entwicklungen zu unterhalten. Den folgenden Werkstattbericht veröffentlichten wir zuerst auf dem Ringboten, doch gerade im Zuge der RPC-Berichterstattung möchte ich ihn nun auch hier auf meinem Blog platzieren.

129888Die neue Regeledition für das traditionsreiche Rollenspiel „Cthulhu“ wirft deutlich ihre Schatten voraus. Nachdem bereits seit dem letzten Jahr die neuen Schnellstartregeln auf Deutsch zur Verfügung stehen, erschien nun mit „Die Priester der Krähen“ jüngst der erste Abenteuerband für die neue Edition. Allein das Grundregelwerk lässt noch ein wenig auf sich warten. Grund genug, mit Heiko Gill, seines Zeichens Chefredakteur der deutschen „Cthulhu“-Linie, ein wenig über den Stand der Dinge zu plaudern.
von Heiko Gill und André Frenzer

„Die Produktpipeline ist wirklich prall gefüllt“, verrät Heiko dann auch direkt zum Einstieg. „Doch alles steht und fällt mit der neuen Edition“. Tatsächlich wird der ursprüngliche Plan, die neueste Edition zur RolePlayConvention im Mai zu veröffentlichen, nicht eingehalten werden können. „Leider warten wir immer noch auf Datenmaterial von Chaosium, um unsere Arbeiten an der Übersetzung abschließen zu können“, erklärt Heiko bedauernd die Verzögerung.

Was sich ändert – eine Übersicht über die neuen Regeln

An dieser Stelle ist es vielleicht sinnvoll, einige der neuen Regeländerungen vorzustellen. „Eines der großen Erfolgsrezepte für „Cthulhu“ war es eigentlich immer, dass es sich kaum veränderte“ meint Heiko. „So können neu beginnende Spieler stets auf eine riesige Sammlung älteren Materials zurückgreifen“. Mit der siebten Edition wird erstmals an diesen Grundfesten gerüttelt. „Doch die so wichtige Abwärtskompatibilität ist weiterhin gegeben“.

Tatsächlich sind viele Änderungen an den Regeln eher kosmetischer Natur. Weiterhin ist „Cthulhu“ ein auf einem einfachen Prozentwurf basierendes System. Charaktere – nunmehr konsequent als „Investigatoren“ bezeichnet – setzen sich weiterhin aus (körperlichen und geistigen) Attributen sowie ihren erlernten Fertigkeiten zusammen. „Die Attribute werden nun ebenfalls in Prozenten angegeben und funktionieren damit einheitlich zu den Fertigkeiten“ erklärt Heiko. „Das vereinfacht die Handhabung am Spieltisch natürlich enorm.“ Auch die klare Strukturierung für „schwere Proben“ (auf den halbierten Prozentwert) und „extreme Proben“ (auf den gefünftelten Prozentwert) wird für mehr Klarheit an den Spieltischen sorgen, wurden Erschwerungen auf Proben doch bisher eher intuitiv gehandhabt.

„Etwas umfangreicher sind die Änderungen bei der Charaktererschaffung“, fährt Heiko fort. „Hier gibt es nun beispielsweise ein System, wichtige Hintergrundelemente zu bestimmen, die im späteren Leben eines Investigators eine Rolle spielen (können).“ Die Moderne hält also auch bei der Charaktererschaffung Einzug. Eine weitere Änderung betrifft die alte Widerstandstabelle. Sie wurde abgeschafft und durch vergleichende Würfe ersetzt. „Die Widerstandstabelle erwies sich in der Anwendung oft als klobig und wenig intuitiv“, führt Heiko aus. Ebenfalls neu sind Bonus- oder Strafwürfel, die der Spielleiter für besondere Erschwernisse oder Erleichterungen verteilen kann, sowie die Möglichkeit einen Wurf zu forcieren. „Wer eine Probe verpatzt, hat nun normalerweise die Möglichkeit, den Wurf zu wiederholen. Im Falle eines erneuten Scheiterns werden die Konsequenzen allerdings schlimmer“, erklärt Heiko dazu. Und wer legt diese Konsequenzen fest? „Letztendlich der Spielleiter. Doch als Hilfestellung sind die deutschen Abenteuerautoren angehalten, Vorschläge für solche Konsequenzen in ihre Abenteuer einzubauen“, erzählt Heiko.

Die Kampfregeln wurden um einige Manöver erweitert, insbesondere der Gegenschlag ist neu. „Kämpfe werden dynamischer“, verspricht Heiko. „Es sind einige neue Aktionen möglich, und die verschiedenen Angriffsformen wurden zusammengefasst. Das verspricht einen einfacheren, reibungsloseren Kampfablauf“.

Auch der für Cthulhu so wichtige Bereich der „geistigen Stabilität“ wurde regeltechnisch „in die Gegenwart geholt“. Die Überarbeitung dieser Regeln soll vor Allem die konkrete Spielbarkeit dieses Markenzeichens von „Cthulhu“ deutlich erhöhen.

Das neue Material

Zwar befindet sich die Arbeit am neuen Regelwerk – wie eingangs erwähnt – im Moment eher in der Warteschleife. Doch es ist trotzdem spannend, einen Blick auf die geplanten Produkte zu werfen. „Bislang haben wir „Cthulhu“ in einem Spielerhandbuch und einem Spielleiterhandbuch veröffentlicht“, wirft Heiko einen Blick zurück. „Ein Spielleiter musste immer beide Bücher besitzen, um tatsächlich leiten zu können. Diese Aufteilung wird nun ein wenig geändert. Geplant ist ein einzelnes Grundregelwerk, das alles für Spieler und Spielleiter wichtige Material enthält. Allerdings wird es zwei flankierende Erscheinungen geben – ein „Spielerkompendium“ mit ergänzenden Informationen speziell für Spieler, sowie ein „Spielleitermaterial“, dass auch einen Spielleiterschirm beinhalten wird.“ Dabei ist es Heiko wichtig zu erwähnen, dass grundsätzlich für das Spiel nur das Grundregelwerk benötigt wird. „Niemand ist gezwungen, plötzlich drei Bände zu kaufen, um „Cthulhu“ spielen zu können“, versichert er. „Doch die zusätzlichen Informationen und Materialien machen das Spiel interessanter und breiter“.

Rezension - Die Priester der KrähenParallel werden einige neue Abenteuerbände veröffentlicht. „Wir haben bereits den Abenteuerband „Die Priester der Krähen“ veröffentlicht. Um auch Einsteiger anzusprechen, haben wir uns dazu entschieden, einen günstigen Softcoverband zu produzieren.“ Das Buch enthält zwei Abenteuer, die aus alten Ausgaben der eingestellten „Cthuloiden Welten“ stammen. „Die Abenteuer wurden aber regeltechnisch überarbeitet, um reibungslos mit der siebten Edition zu funktionieren“, erklärt Heiko. „Es sind auch weitere Bände in dieser Richtung geplant. Demnächst erscheint mit „Das Geisterschiff von Caerdon“ der zweite Band mit alten CW-Abenteuern, später dann noch „Dr. Erben“. Ab 2016 sollen ebenfalls (vermutlich wieder 3 pro Jahr) Abenteuer-Softcover erscheinen. Die enthalten dann komplett neues Material –wenn ich nicht noch irgendwo verschollene Perlen entdecke, denen ich auf diese Weise eine Neuerscheinung verpassen möchte.“

Die Produktpipeline

Während also die Arbeiten an der neuesten Edition fast abgeschlossen sind, hat sich die Redaktion natürlich bereits Gedanken um die Folgepublikationen gemacht. Aber: „Durch die nicht von uns zu vertretende Verzögerung bei der Fertigstellung der Edition 7 ergibt sich ein allgemeiner Schub bei allen Bänden in die Zukunft, weil es immer weitaus schwieriger ist, etwas korrekt zu fertigen, wenn man mit improvisierten Hilfsmitteln arbeitet, statt fertig ausgearbeiteten Handwerkszeugen. Da weder Autoren noch Lektoren fertige Regeln der Edition 7 ihr Eigen nennen können, sind alle Arbeitsgänge entsprechend schwieriger. Aber alle sind weiter mit voller Kraft dabei, so anstrengend es auch immer gerade ist“, beschreibt Heiko die aktuelle Lage. Dennoch sind einige spannende Dinge in der Planung.

„Wir arbeiten an der Übersetzung der Kampagne „Tatters of King“. Dieser cthuloide Klassiker behandelt den König in Gelb und wird auf Deutsch unter dem Titel „Königsdämmerung“ in einem schicken Hardcover veröffentlicht“, plaudert Heiko. Außerdem sind zwei weitere Bände in Arbeit. Der Quellenband „Prag“ wird eine umfangreiche Beschreibung der tchechischen Hauptstadt in den 1920ern liefern, während „Unheimliche Unterwelt“ seinen Schwerpunkt auf Verbrechen in den USA der 1920er legt und überwiegend Abenteuer enthalten soll. „Leider ist es inzwischen sehr wahrscheinlich, dass sich mehrere dieser Bände über den Jahreswechsel auf Anfang 2016 verschieben werden“, sagt Heiko. „Aber wir arbeiten so schnell es die Umstände erlauben“.

Und hier noch der Link zum Original-Artikel.

Cthuloides Osterei: Statisten im Angesicht eines grausamen Kosmos

Hallo zusammen,

Vorderseiteim Oktober vergangenen Jahres konnte ich auf diesen Seiten die Veröffentlichung eines – zumindest für mich – ganz besonderen Buches kundtun. Mit „Statisten im Angesicht eines grausamen Kosmos“ konnte ich das Ergebnis meines im März letzten Jahres ausgerufenen NSC-Wettbewerbes in Printform präsentieren.

Seit Dezember 2014 ist der Band nicht mehr zu haben, da ich schlicht ausverkauft bin. Was liegt also näher, als ihn im Nachgang allen cthuloiden Spielleitern und Spielern zugänglich zu machen? Und da gerade Ostern ist, präsentiere ich – sozusagen als cthuloides Osterei – die komplette Version von „Statisten im Angesicht eines grausamen Kosmos“ als PDF-Datei:

“Statisten im Angesicht eines grausamen Kosmos” setzt sich aus zwei Teilen zusammen – einem Quellenteil und einer wahren Fundgrube an cthuloiden NSC. Im 24seitigen Quellenteil wird auf das Erstellen und die Darstellung von NSC im Cthulhu-Rollenspiel eingegangen. Welche Funktion erfüllt mein NSC? Wie kann ich ihn darstellen? Wie sieht seine Motivation aus? Und welche Spielwerte sollte ich im Vorfeld festlegen?

Ergänzt wird dieser Abschnitt durch einige Namenstabellen, mit denen sich die gängigsten Vor- und Nachnamen der typischen Cthulhu-Ären 1890er, 1920er und NOW abdecken lassen, einigen Namenstabellen für exotische Länder und auch eine umfangreiche W100-Tabellen mit besonderen Merkmalen, die jedem NSC mehr Farbe verleihen können.

Der zweite Teil bietet dann insgesamt 35 verschiedene NSC, die jeweils auf zwei Seiten vorgestellt werden. Jeder NSC erhält eine umfangreiche Hintergrundbeschreibung. Ausserdem werden seine Verwendungsmöglichkeiten im Spiel dargestellt. Zu guter Letzt werden sein Verhalten und sein Aussehen beschrieben und einige Zitate ergänzt. Jeder NSC ist bebildert und mit seinen kompletten Spielwerten ausgestattet. Der besondere Clou: durch die zweiseitige Aufteilung ist es durchaus möglich, einige der NSC als Spielercharaktere für OneShots zu verwenden, da Spielwerte, Verhalten und Aussehen normalerweise auf einer Seite zusammengefasst sind. Das gilt natürlich nicht für jeden NSC, einige sind doch sehr speziell.

Insgesamt finden sich sechs NSC für die “1890er”, fünfzehn NSC für die “1920er” und sechs NSC für “NOW” in dem Band wieder. Doch auch die anderen, cthuloiden Settings erhalten spielbaren Nachschub: ein NSC deckt das “Invictus”-Setting ab, zwei sind für “Mittelalter” dabei, ein NSC für “Piraten”, ein NSC für “Wild West”, zwei “Katzulhu”-NSC und auch ein NSC für “Noir” ist im Buch enthalten. Die meisten NSC sind dabei aber universell genug, um sie recht problemlos zwischen verschiedenen Settings konvertieren zu können.

So weit, so gut.

Aber…

…das der Printpublikation beiliegende Postkartenszenario kann ich auf diesem Weg nicht veröffentlichen – ohne das es irgendwie albern wirkt. Genauso wird dann mit dem heutigen Tage das EasterEgg nicht mehr verfügbar sein. Ich hoffe, Ihr hattet Euren Spaß mit unserem kleinen Rätsel.

Und nun viel Spaß mit den „Statisten“ und frohe Ostern!

Seanchui

PS: Wer Feedback zu dem Band loswerden möchte, kann dies hier in den Kommentaren, per E-Mail oder gerne auch im entsprechenden Diskussionsthread im Cthulhu-Forum tun.

Gratisrollenspieltag: und jährlich…

…grüßt der Dunkeldürre. Oder so ähnlich.

Interview MM Gratisrollenspieltag 2015Wie auch schon in den vergangenen Jahren findet auch 2015 wieder der GratisRollenspielTag – kurz GRT – statt. Genauer gesagt am 28. März, und falls Ihr wissen wollt, wann und wo etwas stattfindet, dann seht Euch unbedingt www.gratisrollenspieltag.de an.

Wie auch schon 2013 und 2014 habe ich nach Möglichkeiten gesucht, mich irgendwie am GRT zu beteiligen. Leider ist in diesem Jahr kein cthuloides Sonderheft zustandegekommen – was schlicht Zeitmangel und anderen persönlichen Gründen geschuldet ist – doch ich konnte mich dennoch ein wenig aktiv zeigen.

Zunächst einmal wird den Paketen ein sechsseitiger A5-Flyer des Ringboten beiligen, den ich maßgeblich mitgestaltet habe. Idee, Text und Layout stammen von mir, und ich bin auf das Ergebnis recht stolz. Es handelt sich um ein universelles Pulp-Abenteuer mit leicht horrorlastigem Einschlag. Leider – leider, leider – habe ich jedoch beim Thema „Layout“ ordentlich Lehrgeld zahlen müssen, denn ich war gedanklich schlicht nicht in der Lage, die 6 Einzelseiten in die korrekte Reihenfolge für eine Druckvorlage zu bringen. Der Flyer ist also – bis auf die erste und letzte Seite – reichlich durcheinander geworden. Das ärgert mich natürlich, aber da ich den Flyer selbst finanziert habe gab es an dieser Stelle einfach kein Zurück mehr. Bei gerade einmal sechs Seiten sollten die meisten Nutzer aber in der Lage sein, den Text richtig zu sortieren. Hoffe ich.

Außerdem habe ich mich fleißig bemüht, dem von Ludus Leonis produzierten „NIPAJIN SHOTS“-Sonderheft zur Seite zu stehen. Neben fleißigem Lektorat und der obligatorischen Unterstützung des StartNext-Projektes habe ich auch gleich zwei Texte beigesteuert, die sich in der Exklusiv-Edition wiederfinden – im GRT-Paket wird eines meiner Abenteuer enthalten sein. Ich freue mich sehr darüber, auch oder gerade weil es mal so ganz uncthuloid zugeht. Mein Exklusivheft ist inzwischen bei mir eingetroffen und ich muß sagen – Markus von Ludus Leonis hat ganze Arbeit geleistet. Das Heft sieht toll aus und liegt dank angenehm dickem Papier gut in der Hand.

Last – but surely not least – habe ich versucht, den GRT noch ein klein wenig bekannter zu machen und habe für den Ringboten den Macher Moritz Mehlem vor’s virtuelle Mikrofon gezerrt und zu einem Interview „gezwungen“. Seine Ausführungen könnt Ihr HIER nachlesen.

Also, nur noch eine Woche, dann geht es los. Schaut in den Läden vorbei, spielt, habt Spaß. Und wenn Ihr mir irgendwann berichten mögt, wie das eine oder andere Projekt mit meiner Beteiligung bei Euch angekommen ist, würde ich mich – wie immer – sehr freuen.

Ein paar News (XXVI)…

…rund um das Thema cthuloides Rollenspiel. Die Newsmeldungen gehen hier relativ selten an den Start, wie ich feststelle – aber die Publikationsgeschwindigkeit in Deutschland ist ja auch nicht so wahnsinnig hoch :-). Whatever, schauen wir mal, was es Neues auf dem cthuloiden Büchermarkt gibt.

Erschienen: Düstere Orte

Düstere OrteBereits zur Spielemesse am vergangenen Wochenende erschien der neue Quellen- und Abenteuerband „Düstere Orte“. In der Beschreibung dazu heißt es:

Die Charaktere halten sich bei der Erforschung des Cthulhu-Mythos nicht selten an Orten auf, an denen nur die wenigsten länger verweilen möchten. Es sind windschiefe Häuser, modrige Geheimgänge, Orte schrecklicher Verbrechen, verlassene Fabriken, finstere Wälder, Richtplätze oder abgelegene Sanatorien.

In der Vergangenheit waren diese Orte oft nur eine Kulisse. Dieser Band macht deshalb dieses Element im Leben der Charaktere zum Kernthema: Düstere Orte. Was macht einen Düsteren Ort überhaupt aus? Sind es die Bewohner, die Stimmung des Ortes oder seine blutige Geschichte? Gibt es gar Orte, die selbst böse ist?

Der Quellenteil stellt eine Reihe spielbarer Düsterer Orte vor und erklärt, wie man selbst solche Plätze erschaffen kann.

Sechs Abenteuer rücken für die 1920er Jahre Düstere Orte ins Zentrum der Geschichte. Die Charaktere stoßen auf einen seltsamen See in Schottland, eilen einem Freund in einem maroden Sanatorium zu Hilfe und werden Zeuge des Widernatürlichen auf einem alten Friedhof. Sie hören die Schreie getöteter Tiere in einem längst stillgelegten Schlachthof, stoßen auf allerhand Absonderlichkeiten in einem dunklen Dorf und reisen sogar bis zu den Sternen.

Ich hatte für den Ringboten die Gelegenheit, zu diesem Band einige Zeilen mit Chefredakteur Heiko Gill hin- und herzumailen. Folgendes gab er zu dem Band zu Protokoll:

Ringbote: Heiko, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein paar kurze Fragen nimmst. „Düstere Orte“ soll mit den stereotypen „Geisterhäusern“ aus der langjährigen, cthuloiden Geschichte aufräumen und individuelle, stimmungsvolle Spuk- und Horrorortschaften vorstellen. Wie lange haben die Arbeiten an dem Band angedauert?

Heiko Gill: Die Idee hatten wir bereits deutlich früher, aber die konkreten Arbeiten begannen vor etwa 15 Monaten. Die Zeit hat es letztlich dann auch gebraucht.

Ringbote: Was erwarten den Leser in dem Band? Angekündigt sind gleich sechs neue Abenteuerszenarien. Handelt es sich um deutsche Eigenkreationen oder sind übersetzte Werke von Chaosium mit dabei? Wer sind die Autoren?

HK: Der Band besteht aus einem Quellenteil, in dem sechs konkrete – sehr unterschiedliche – „Düstere Orte“ beschrieben werden, vor allem aber wird beleuchtet, was einen solchen überhaupt ausmacht und wie man ihn als Spielleiter selbst erschaffen kann. Es gibt dafür gewissermaßen eine Art „Baukastensystem für Jedermann“. Zu jedem der beschriebenen Orte gibt es ein Abenteuer, diese sind alle neu von deutschen Autoren verfasst worden (also keine Übersetzungen dabei; es gibt auch ansonsten keine übersetzten Inhalte).

Die Abenteuer stammen von Friederike Schild & Dominik Wagner, Kaid Ramdani, Ralf Sandfuchs, Sascha Hillenbrand, Sebastian Weitkamp und Stefan Franck. Das ist meiner Meinung nach eine sehr gelungene Mischung zwischen cthuloiden Urgesteinen und frischem Blut des „Cthulhu“-Teams.

Der gesamte Artikel rund um die Pegasus-Neuveröffentlichungen findet sich übrigens HIER.

PDF-Neuveröffentlichung: Innsmouth und Sturm auf Innsmouth

Frisch im PDF-Shop angekommen sind die beiden Lovecraft-Country-Bände zum Thema Innsmouth:

Ausblick 2014/2015

Im Cthulhu-Forum gab Heiko Gill darüber hinaus einen Ausblick auf die demnächst anstehenden Publikationen. Ich zitiere aus dem Beitrag:

Dies erwartet uns noch 2014:

1) Berge des Wahnsinns – Sammelband – dazu steht bereits unter den Neuigkeiten so viel, dass ich mir weitere Ausführungen dazu erspare.
3) 2 einzelne Gaslicht-Abenteuer jeweils als PDF (4. Quartal)
5) noch ca. 2 weitere Pdfs des Cthuloide Welten Archiv (d.h. Abenteuersammlungen aus der CW). Da sind wir inzwischen weit gekommen, aber es ist noch Luft.

Dies ist in der Produktion und erwartet uns definitiv 2015:

1) Cthulhu Edition 7 – das Grundregelwerk, mit dem man alles machen kann.
2) Edition 7 Spieler-Kompendium – die Ergänzung mit weiteren Infos speziell für Spieler.
3) 2 Abenteuersammlungen mit je 3 Abenteuern für die Edition 7 (geplant: Softcover)

In der Produktion sind zudem (bereits für die Edition 7):

1) Königsdämmerung (das ist die Übersetzung von Tatters of the King)
2) Prag (wie man schon erahnen kann, ein Städteband; das Konzept könnte an das von Gaslicht erinnern)
3) Unheimliche Unterwelt (Schwerpunkt: Verbrecher und Verbrechen, USA, 1920er bis in die 30er)

Insbesondere die angekündigten Abenteuersammlungen im Softcovergewand wecken echte Vorfreude in mir! Schnell spielbereites Material zu machbarem Preis im Softcover-Gewand – da hat Shadowrun einiges vorgelegt. Freut mich, dass es dort scheinbar so gut lief, dass es auch für Cthulhu eine Option wird!

Angekündigt: Cthulhus Ruf 6

Titel_CR_06Die nächste Ausgabe der CR steht – endlich – ins Haus. Zum 01. November soll das gute Stück erscheinen. Besonders aufregend für mich – ich durfte dieses Mal das Material für das beiliegende Archiv-Heft beisteuern:

Das beiliegende Extraheft, Archiv #6, trägt den Titel Das Geisterhaus-Projekt – Eine cthuloide Mockumentary. Passend zum Pegasus-Band „Düstere Orte“ liefert André „Seanchui“ Frenzer ein Mini-Kampagnensetting für Cthulhu NOW rund um ein wagemutiges Filmteam und die Spukhäuser Irlands.

Alle weiteren Infos findet ihr HIER.

Habe ich noch etwas vergessen? Dann wie gehabt ab damit in die Kommentare!