Zwischen den Jahren… Version 2016

Das Weihnachtsfest 2016 ist wieder Vergangenheit, das neue Jahr drängt unaufhaltsam näher. Wie in jedem Jahr möchte ich die „namenlose Zeit zwischen den Jahren“ – oder halt eben auch die „Raunächte“ – dazu nutzen, ein wenig innezuhalten, Vergangenes zu analysieren und Pläne für die Zukunft zu fassen. Traditionell nutze ich diese Gelegenheit, um Euch auch hier auf diesem Blog an Erledigtem, Versäumten und Geplantem teilhaben zu lassen. Außerdem möchte ich wieder die Inhalte meines Blogs mit meinen Plänen des letzten Jahres abgleichen, was immer wieder spannend ist. Tatsächlich nutze ich selbst inzwischen diese Vor- und Rückschau ganz gerne, um mir meine Ziele ab und zu vor Augen zu halten. Also, gehen wir doch gleich in medias res:

Fakten

Zunächst präsentiere ich Euch ein paar Fakten zu diesem kleinen Cthulhu-Blog:

  • Über 17.000 Leser fanden im gerade vergehenden Jahr den Weg auf diesen Blog. Die Leserzahlen entwickelten sich im Vergleich zum letzten Jahr damit ganz leicht positiv. Das freut mich ungemein, allerdings kommen mir diese Zahlen im Vergleich zu vielen anderen Blogs, die in dieser Zeit ihre statistischen Daten veröffentlichen, doch verschwindend gering vor. Vielleicht schlicht, weil ich eine Nische in der Nische vertrete, vielleicht investiere ich aber auch zu wenig in Werbung :-).
  • Insgesamt verfasste ich 102 Einträge im vergangenen Jahr – diesen Beitrag hier gleich mit eingerechnet. Die Taktfrequenz hat sich damit drastisch im Vergleich zu den letzten Jahren erhöht. Fairerweise muss ich aber attestieren, dass diese Masse an Einträgen in erster Linie durch meine Teilnahme an der RPGaDay-Challenge im August zustande gekommen ist. Die meisten dieser Beiträge waren allerdings sehr kurz und wenig informativ – ein Experiment, dessen Wiederholung ich für mich persönlich noch sehr infrage stelle.
  • Im vergangen Jahr verfasste ich für diesen Blog 19 Rezensionen. Dabei standen cthuloide Hörspiele erstmals etwas mehr im Fokus. Dazu kommen dann auch noch einige „spartenfremde“ Rezensionen für den Ringboten. Stand ich dem Thema „Rezensionen“ im vergangen Jahr leicht kritisch gegenüber, so sah ich mich in diesem Jahr genötigt, etwas umfangreicher Stellung dazu zu nehmen. Unterm Strich halte ich Rezensionen mittlerweile nicht mehr unbedingt für eine reine Kaufhilfe interessierter Kunden; stattdessen sind sie auch eine der Möglichkeiten, dem Verlag/Autoren Feedback zu geben und damit sicherlich nicht komplett fehl am Platze.
  • Wie auch schon in den vergangenen Jahren habe ich natürlich auch versucht, ein wenig neues Spielmaterial auf meinem Blog zu präsentieren. Aus meiner Feder stammen dabei mein letztjähriger OPC-Beitrag „Schneller als sein Schatten“ – mein erstes Abenteuer für Cthulhu Wild-West – die Investigatoren-Organisation „Gerberus Wächter“ und „Das Buch des Goldes“. Letztere Beiträge entstanden im Rahmen des „Karnevals der Rollenspielblogs“ und sind zwar keine komplett ausgearbeiteten Abenteuer, bieten aber immerhin die ein oder andere Idee. Natürlich nicht unerwähnt lassen möchte ich an dieser Stelle auch die Gastbeiträge von Nick Dysen, der seine OPC-Einseiter aus dem vergangenen Jahr auch bei mir veröffentlicht hat. Beide sind ebenfalls für Cthulhu Wild-West entstanden.
  • A propos Gastbeitrag: ich betreue ja dankenswerterweise nach wie vor auch die Kategorie „Cthulhu.de Bestseller“. Aus den Archiven des leider entschlafenen Blogs Cthulhu.de habe ich im vergangenen Jahr 14 Artikel wieder verfügbar gemacht. Mittlerweile ist ein Backup des Blogs ja wieder komplett online zu finden, allerdings denke ich, dass ich dennoch mit ausgewählten Artikeln fortfahren werde. Nicht nur, dass ich ja völlig verrückt wäre, wenn ich dieses qualitativ hochwertige Material NICHT auf meinem Blog präsentieren würde – nein, ich denke auch, dass viele zeitlose Perlen auf diese Art eher neue Leser finden und so eine „Win-Win-Win“-Situation generiert wird. Lasst es mich wissen, wenn Ihr das anders seht.
  • Nicht unerwähnt lassen, auch wenn es mit meinem Blog eher weniger zu tun hat, möchte ich das Ende der wunderbaren Zeitschrift „Cthulhus Ruf“. Hier machte ich meine ersten Erfahrungen als „publizierter“ Autor, und ich widmete ihrem Ende einen ausführlichen Abschiedsartikel.

Abseits des Blogs hat sich wieder einiges getan. Wie auch im vergangenen Jahr konnte ich einige Artikel – eine Menge davon abseits cthuloider Gefilde – für den Ringboten beisteuern. Dazu gehört insbesondere „Die Schatzkarte der Trollpiraten“, ein für den GRT 2016 produziertes Universal-Abenteuer, welches sich auch wieder in Printform in den Schatzkisten wiederfand. Außerdem konnte ich wieder einen Text im zweiten NIPAJIN-Shots-Heft platzieren – und auch gleich wieder den Wilden Westen besuchen, was mich sehr gefreut hat. Außerdem konnte ich mich beim letzten Abenteuerwettbewerb von Pegasus auf dem Treppchen platzieren und erzielte einen ehrbaren zweiten Rang. Darüber hinaus habe ich mich auch der Aufgabe gestellt, den Lovecrafter – das neue Vereinsmagazin der dLG – mit zu betreuen und mich für den RPG-Bereich verantwortlich zu zeichnen. Eine Menge spannender Aktivitäten und Aufgaben – wobei ich insbesondere bei meiner neuen Redakteurstätigkeit noch gar nicht abschätzen kann, wieviel Arbeit dort wohl auf mich zukommt.

Gerade vor dem Hintergrund der blog-abseitig stattfindenden Arbeiten (zu den Hobbies gesellte sich ja auch noch der mit Wasser vollgelaufene Keller, dessen Renovierung erst im November abgeschlossen war…) und der Tatsache, dass ich dadurch auch einen kleinen, realistischen Abstand zu meiner Bloggerei gefunden habe, bin ich eigentlich sehr zufrieden mit meinem Blog im vergangenen Jahr. Ja, es hätte mehr Spielmaterial sein dürfen, ja, ich bin nicht immer up-to-date mit meinen News-Meldungen. Aber dank dem „Cthulhus Ruf-Archiv“, einigen Karnevalsteilnahmen und dem OPC findet sich hier dann doch immer auch mal Spielmaterial – auch aus meiner Feder – wieder. Mehr kann und darf ich im Moment einfach nicht verlangen :-).

Was hätte sein sollen?

Als nächstes möchte ich mich ein wenig mit meinen Planungen vergleichen. Für dieses Jahr hatte ich mir bewusst vorgenommen, etwas „kleinere Brötchen“ zu backen:

Weiter gehen wird es natürlich mit den „Cthulhu.de-Bestsellern“. Da gibt es noch einiges Material, welches der Wiederveröffentlichung harrt. Da neben der Datensichtung und gelegentlichem Format-Eingriff hier keine echte Arbeit meinerseits notwendig ist, wird es damit definitiv weitergehen.

Ja, das ist mir wohl gelungen.

Rezensiert wird natürlich weiterhin fleißig. Ich habe da noch ein paar „Cthulhus Ruf“-Artikel, die auf Besprechung harren :-). Wobei ich mich schon frage, ob jemand mit diesen Rezensionen wirklich etwas „anstellt“, heißt, sie in eine evtl. Kaufentscheidung mit einfließen lässt… vielleicht stelle ich hierzu in naher Zukunft mal ein paar Fragen, denn ich will Euch ja nicht mit Rezensionen langweilen.

Auch hier bin ich weiter gekommen. Und ich habe für mich entschlossen, Rezensionen – da es eben auch Feedback-Mittel an Verlag und Redaktion ist – kurzfristig nicht weiter infrage zu stellen. Allerdings mittelfristig – dazu gleich mehr.

Über die neue Cthulhu-Edition, die ich vor kurzem fertig rezensiert habe, möchte ich noch etwas mehr schreiben – jetzt, wo sich ein Gesamtbild ergibt. Das wird dann auch mal ein etwas längeres Thema…

Ja, auch das habe ich erledigt. Neben einigen Foren-Diskussionen habe ich auch auf diesen Seiten einen der wohl am meisten diskutierten Artikel meiner Blog-Historie verfasst.

Wenn es mit den OPC-Beiträgen noch klappt (dieses Jahr bin ich am Weihnachtspreis gescheitert. Die Zeit, die Zeit…), findet Ihr sie nächstes Jahr natürlich auch auf diesen Seiten wieder.

Erledigt :-).

Das Thema Gaslicht hat mich gedanklich noch nicht verlassen. Vielleicht komme ich ja im nächsten Jahr dazu… *hust, hust*

An dieser Front leider nichts Neues. Meine freie Zeit ist einfach zu knapp bemessen… aber ich halte es auf der Agenda, irgendwann wird es mir doch sicherlich gelingen, den inneren Schweinehund an dieser Stelle zu überwinden…

Geplantes für 2017

Wie immer möchte ich meinen Jahresrückblick mit einem kleinen Ausblick auf das schließen, was Euch – geplant – im nächsten Jahr hier erwarten soll. Allerdings werde ich weiterhin davon absehen, meine Ziele all zu hoch zu stecken.

  • Weiter gehen wird es natürlich mit den „Cthulhu.de-Bestsellern“. Da gibt es noch einiges Material, das der Wiederveröffentlichung harrt. Da neben der Datensichtung und gelegentlichem Format-Eingriff hier keine echte Arbeit meinerseits notwendig ist, wird es damit definitiv weitergehen.
  • Vorläufig werde ich auch an dieser Stelle weiter Rezensionen verfassen. Allerdings werde ich mich bald deutlich hinterfragen müssen, ob das noch lange funktioniert. Denn immerhin wird demnächst ein erstes Abenteuer aus meiner Feder (das Wettbewerbsabenteuer) unter pegasus’scher Flagge veröffentlicht. Stehe ich damit dem Verlag nicht bereits zu nahe, um objektive Rezensionen zu verfassen? Mein persönliches Empfinden muss ich bei dieser Betrachtung außen vor lassen (denn natürlich ändert sich mein Verhältnis dadurch nicht – ich bin ja immer noch kein Verlagsmitarbeiter oder so was), denn über Integrität in solchen Fällen entscheidet in meinen Augen der Leser. Ich bin mir da noch nicht sicher, wie es weiter geht.
  • Natürlich möchte ich auch wieder meine OPC-Beiträge veröffentlichen – und auch ein wenig über den OPC schreiben, wie im letzten Jahr.
  • Wirklich, wirklich gerne würde ich auf diesem Blog etwas abseitigere Settings – WildWest, Katzulhu, Gaslicht – wieder mehr behandeln. Ich hoffe, dass ich dafür die Zeit finde.

Das soll es schon sein? Eigentlich nicht, denn wenn ich das Thema „Rezensionen“ hier wirklich einmal ausklammere, nimmt die Taktfrequenz und die inhaltliche Breite des Blogs weiter ab. Insofern werde ich mir etwas überlegen müssen, wie ich diese Lücke zu stopfen gedenke. Dabei muss ich selbstkritisch und realistisch genug sein um mir sagen zu müssen: mit Spielmaterial werde ich das nicht hinkriegen. Insofern braucht es noch eine zündende Idee, welche spannenden cthuloiden Inhalte ich hier dann fürderhin präsentieren kann…

Doch für den Moment bleibt mir an dieser Stelle nur noch, Euch allen einen guten Übergang in das nächste Jahr und viele schaurig-cthuloide-grausige Momente für 2017 zu wünschen. Danke, dass ihr mir im vergangen Jahr die Lesetreue gehalten habt – und ich hoffe, wir lesen uns bald wieder!

Seanchui

PS: Ein großer Dank gebührt an dieser Stelle den beiden Bloggern Wuerfelheld und Greifenklaue, die mich sowohl mit ihren RPG-Blog-O-Quests als auch ihren regelmäßigen OPC zum Schreiben animieren. Danke Euch!

Es ist wieder Winter-OPC!!!

6wopcEs ist wieder soweit – der Winter-OPC ist gestartet. Diese großartige Neuigkeit möchte ich allen Lesern meines Blogs natürlich nicht vorenthalten!

Was ist ein OPC? Nun – ein OnePageContest. Bringt interessantes Spielmaterial auf einer einzelnen A4-Seite unter! Nach den Mottos der ersten Jahre “Winter”, “Frühling” und “Silvester/Jahreswechsel” sind nun wieder verschiedene Stichworte vorgegeben…

Es gibt wie immer einen Haufen Preise zu gewinnen – und da haben sich die beiden Veranstalter Greifenklaue und Würfelheld wieder mächtig ins Zeug gelegt! Alles interessante (wie den Blitzpreis für Eiligschreiber) rund um die Teilnahmebedingungen gibt’s HIER, eine Preisübersicht HIER.

Mitmachen lohnt sich damit wieder auf jeden Fall, und ich will wie in den letzten Jahren alles versuchen, wieder mit dabei zu sein!

Ein paar News (XXXI)…

Pünktlich zur bevorstehenden Spielemesse wage ich einen raschen Blick auf die angekündigten Veröffentlichungen zum Thema „CTHULHU“:

cthulhu_prag_-_die_goldene_stadt_komplettausgabe_9783957890306Prag – Die Goldene Stadt
Leicht kann man sich in den verwinkelten Gassen Prags verlieren und Geheimnisse entdecken, die den Verstand kosten. Prag, die Goldene Stadt, ist ein Ort voller Mysterien und Geschichte. Mit Rudolf II. wurde Prag zur Hochburg der Alchemie. Die Gier nach Gold war grenzenlos und brachte Prag an den Rand des Untergangs. Und auch Jahrhunderte später ruht noch immer der Goldene Gott unter der Stadt …

In den 1920er Jahren ist Prag noch immer ein okkultes Zentrum. Verschiedene Gruppen ringen um Einfluss: Neue alchemistische Zirkel haben sich gebildet, die Rosenkreuzer sind auf einem Kreuzzug, die Freimaurer immer im Spiel. Die Investigatoren geraten zwangsläufig zwischen die Fronten, müssen Bündnisse knüpfen, Verräter enttarnen und die hermetischen Traditionen der Alchemie nutzen, um die Stadt zu retten.

Prag – Die Goldene Stadt ist ein Quellen- und Abenteuerband für Cthulhu in Hardcoverform, der die Stadt beschreibt und dem Spielleiter einen Spielhintergrund und Kampagnenwerkzeuge an die Hand gibt. Ganz verschiedene Ansätze zum Cthulhu-Mythos stehen zur Verfügung, neue Regelmechanismen bringen die Alchemie ins Spiel. Vier Abenteuer und mehrere Kurzszenarien bilden eine Kampagne rund um die Alchemie, ein davon unabhängiges Abenteuer dreht sich um Franz Kafkas Nachlass.

Preis: 19,95 Euro
Umfang: ca. 208 Seiten

Dazu passend erscheint auch wieder eine Spieler-Ausgabe:

Das Reisejournal zu dem Quellen- und Abenteuerband Prag – Die Goldene Stadt ist ein Hilfsmittel für Spieler in Softcoverform. Es bietet zahlreiche Informationen für Investigatoren, die den Aufenthalt in dieser Stadt erleichtern und gleichzeitig den Spielleiter entlasten. Außerdem verfügt es über ausreichend Platz für eigene Aufzeichnungen, wenn die Investigatoren die Geheimnisse der Alchemie zu entschlüsseln versuchen …

9,95 Euro
Umfang: ca. 64 Seiten

Und dann ist da auch noch der nächste Softcoverband mit Abenteuern angekündigt:

cthulhu_dreissig_9783957890474DREISSIG
1986 bis 2016 – 30 Jahre Cthulhu in Deutschland!

Von der ersten Ausgabe von Hobby Products über das Intermezzo bei Laurin bis zur kontinuierlichen Erfolgsgeschichte bei Pegasus Spiele – Cthulhu ist damit zweifellos das erfolgreichste Horror-Rollenspiel aller Zeiten im deutschsprachigen Raum!
Dies gilt es mit vier Abenteuern zu feiern, die sich rund die „30“ drehen:

30 Liter Jungfrauenblut benötigt ein Kult in Boston für sein Ritual. Die Investigatoren werden als Bandenmitglieder eines prominenten Gangsters in die Geschichte hineingezogen und müssen sich entscheiden, auf wessen Seite sie stehen.
Ein Foto von 30 Sternen lässt hinter den Schleier zwischen Diesseits und Jenseits blicken und treibt die Investigatoren über Berlin und Tripolis bis nach Ägypten.
30° / 30° gibt die Position an, an der die Investigatoren in diesem Einsteigerabenteuer bei einer Notlandung stranden – in der ägyptischen Wüste.
Filmriss konfrontiert die Investigatoren als One-Shot für CTHULHU NOW mit einem Mord in einem Kino … und noch mit viel, viel mehr.

Als Bonus sind ein ausführlicher Rückblick auf „30 Jahre Cthulhu“ sowie eine Aufstellung aller Publikationen von Pegasus Spiele für Cthulhu von 1999 bis heute enthalten.

Gesamtumfang: 120 Seiten.
Preis: angekündigt für 9,95 Euro

Alle Infos stammen von pegasus.de/cthulhu.

Ein paar News (XXX)…: Unaussprechliche Kulte

Hallo zusammen,

fast wäre es irgendwie an mir vorbeigegangen, doch scheinbar können wir demnächst in Deutschland ein neues, cthuloid angehauchtes Rollenspiel erwerben: Unaussprechliche Kulte!

cultosInnombrables-Cover512So heißt es in der Pressemitteilung beim Truant-Verlag:

Willkommen bei Unaussprechliche Kulte, einem an die Geschichten H.P. Lovecrafts angelehnten Rollenspiel um Horror und Intrigen im Hier und Jetzt!

Ich habe mein Interessen mal in den Westen Europas verlagert, genauer zu dem spanischen Verlag Nosolorol Ediciones. Dort hat mich ein Spiel so fasziniert, das Truant Spiele nun ein spanisches Rollenspiel nach Deutschland bringen wird: Cultos Innombrables ist ein Rollenspiel, das vor dem Hintergrund des Lovecraftischen Mythos spielt und ein neues innovatives und sehr einfaches Spielsystem hat.
Die Verträge sind unterzeichnet und die Übersetzung ist bereits in Arbeit. Wir konnten für das Projekt zwei exzellente Spanisch-Deutsche Übersetzer gewinnen: Tobias, einen Spanisch-Lehrer, und Christian einen professionellen Spanisch-Übersetzer. Und das Beste, beide sind langjährige Rollenspieler!
Und so freuen wir uns – Manuel J. Sueiro (Direktor von Nosolorol Ediciones und einer der Autoren) und Mario Truant (Truant Spiele) – dass eine deutsche Ausgabe von Cultos Innombrables im 2017 erscheinen wird. Sie wird unter dem Titel Unaussprechliche Kulte (UK) bei Truant Spiele erscheinen.
Mein Dank geht an Francisco Jose Garcia Jaen/www.gmsmagazine.com und Ingo Beyer / http://obskures.de, die mich initial auf das Spiel aufmerksam gemacht haben und nochmal an Ingo, der für mich die zwei Spanisch-Deutschen Übersetzer gefunden hat.

Mir selbst ist das System zwar vor ein paar Monaten schon einmal per Cover begegnet; Spanisch gehört jedoch weiß Gott nicht zu meinen Kenntnissen, weswegen ich mich nicht weiter damit beschäftigt habe. Wer gerne mehr über das System hinter dem Titel erfahren möchte, dem sei wärmstens dieser Tanelorn-Thread empfohlen: http://www.tanelorn.net/index.php/topic,98449.0.html

Ein paar News (XXIX)…: Pegasus-Digital feiert „30 Jahre CTHULHU in Deutschland“

Artikel - Cthulhu - Zeit der Ernte - CoC LogoWie wir sicher alle wissen, feiert CTHULHU in diesem Jahr seinen dreißigsten, deutschen Geburtstag.

Nun hat Heiko Gill im Cthulhu-Forum angekündigt, dass sich diese Feierlichkeiten auch auf den digitalen PDF-Shop von Pegasus erstrecken: zahlreiche PDFs wurden im Preis gesenkt, außerdem wurden interessante Bundles zu Sonderpreisen geschnürt. Wer schon immer sein digitales CTHULHU-Regal komplettieren wollte, kann nun ordentlich zulangen.

Alle weiteren Infos finden sich HIER.

Und HIER dann noch die aktuelle Produkt- und Bundle-Liste.

Irgendwie auch gewonnen: der Deutsche Rollenspielpreis 2016

Die Freudennachrichten im Hause Seanchui reißen nicht ab – zumindest rollenspielautorentechnisch. Denn außerhalb meiner schreiberischen Tätigkeiten läuft mir gerade vorrangig Regenwasser in den Keller (sogar in meinen ziemlich frisch renovierten Rollenspielkeller – zum Glück ist den Bücher nix passiert…), was teure und zeitaufwändige Maßnahmen erfordert und dafür sorgen wird, dass dieser Blog eher sporadisch von mir gepflegt wird.

Würfelgolem-e1463865091560Aber zurück zu den freudigen Nachrichten: es ist gar nicht lange her, da konnte ich auf diesen Seiten verkünden, Zweitplatzierter beim letzten CTHULHU-Abenteuerwettbewerb von Pegasus geworden zu sein (KLICK). Und heute kann ich Euch dann davon berichten, dass mit den „NIPAJIN SHOTS VOL. 2“ ein Produkt mit dem Deutschen Rollenspielpreis ausgezeichnet wurde, an dem ich zu kleinen Teilen als Autor beteiligt war! Aus meiner Feder stammt einer der beinhalteten SHOTS, auch, wenn er so gar nichts cthuloides an sich hat 🙂

Meine Gratulation gilt zuvorderst natürlich Markus, der mit seinem kleinen Ein-Mann-Verlag nicht nur ein sehr interessantes Portfolio am Start hat, sondern auch ein emsiger, fleißiger und unermüdlicher Macher ist! Außerdem natürlich allen anderen Autoren, die Ihr spätestens unter dem Link von Markus Namen auch noch einmal aufgelistet findet. Und ich freue mich, dass ein schönes Gemeinschaftsprojekt wie die SHOTS einen Preis abgeräumt haben!

Das war meine RPC 2016

Hallo zusammen,

Rpc-logoallerorten in der rollenspielaffinen Blogosphäre trudeln die Erlebnisberichte zur diesjährigen RPC ein. Da auch ich mich ein weiteres Mal dazu aufraffen konnte, die „heiligen Hallen“ der Messe Köln zu besuchen, möchte ich auch natürlich auch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Nachdem die üblichen Ärgernisse – ein sündhaft teurer Parkplatz, gefühlt mehrere Kilometer von der Site entfernt – um neue Ärgernisse ergänzt wurden – Öffnung des Eingangs „Süd“ statt „Ost“, was sowohl zu einem NOCH längeren Fußmarsch führte und dann bedeutete, dass man den halben Weg durch gähnend leere Messehallen wieder ZURÜCK stapfen durfte (aside: was sollte das eigentlich???), erreichte ich endlich die eigentlichen Hallen. Wie immer hatte ich im Vorfeld den als PDF vorliegenden Rahmenplan eifrig studiert, nur, um dann doch letzten Endes herzlich wenig der geplanten Events aufzusuchen :-).

Als erstes führten mich meine Schritte zu den Jungs von Cthulhus Ruf und der dLG. Als dLG-Mitglied mußte ich den Machern ihre neuesten Ausgaben zwar nicht aus den Händen reißen (sondern erhalte sie in den nächsten Tagen bequem per Post), doch hatten wir ein paar Kleinigkeiten rund um geplante, sehr cthuloide Umtriebe zu besprechen. Mehr will ich hier noch nicht verraten, aber wenn es spruchreif wird gerne. Und bevor die Gerüchteküche brodelt – es ist nichts Weltbewegendes :-).

Dann lasse ich noch ein wenig Geld am Stand, um mir exklusives Dekorationsmaterial für meinen Rollenspielkeller in Form von endgeil designten Cthulhu-Postern zu sichern. Im Anschluß beginnt ein erster Streifzug durch die Hallen. Ich unterhalte mich – wie immer, wenn wir uns auf einer Messe begegnen – sehr nett mit Ulrike von der Redaktion Phantastik, besuche den hervorragenden ABOREA-Workshop, schnuppere ein wenig bei Ulisses herum (nicht zuletzt, um mir das neueste „GOBLINS“-Pathfinder-Promo mitzunehmen), wühle mich durch die Grabbelkisten der angereisten Händler, werfe rauchend den einen oder anderen Blick auf den Mittelaltermarkt und schlage dann noch ein wenig Zeit mit dem genialen Star Wars-Fanfilm „Darth Maul Apprentice“ auf großer Leinwand tot. Denn ich habe noch einen Termin…

Um 18 Uhr beginnt der „CTHULHU“-Workshop, den ich nicht verpassen möchte. Denn Heiko Gill wird die Sieger des diesjährigen Abenteuerwettbewerbs verkünden, und wißt Ihr was? Ich bin sicher unter den TOP3! Diese unerwartet positive Nachricht hat mich echt wahnsinnig gefreut, und nun stieg die Spannung spürbar an – wie sähe wohl die genaue Platzierung aus? Letzten Endes hat es zu einem hervorragenden zweiten Platz gereicht, und Heiko plant darüber hinaus, alle drei Abenteuer in einem Softcoverband im nächsten Jahr (vielleicht zur RPC?) zu veröffentlichen. Damit geht ein lange gehegter Wunschtraum von mir in Erfüllung – meinen Namen in einer offiziellen Publikation für CTHULHU gedruck zu sehen :-).

Doch auch der Rest des Workshops ist sehr angenehm. Wer Heiko Gills Moderationsstil einmal erlebt hat, muß ihn einfach lieben. Und der Workshop-Raum war ordentlich mit interessierten Kultisten gefüllt. Heiko beschrieb die aktuell erscheinenden Produkte – die neue Kampagne „Königsdämmerung“, das zugehörige „Kampagnentagebuch“ und den „Spielleiterschirm“, lenkte den Blick auf die Zukunft – zur Spielemesse soll „Prag: Die goldene Stadt“ erscheinen, ein Städteband, der sowohl Prag in den 1920ern vorstellt, aber auch eine umfassende Kampagne in der Stadt enthält. Außerdem erscheint mit „30“ ein Abenteuerband. Die Zahl „30“ spielt dabei sowohl in den Abenteuern eine Rolle, steht aber auch zu Ehren des 30jährigen Jubiläums „Cthulhus“ in Deutschland. Für das nächste Jahr ist darüber hinaus ein Band mit dem Titel „Mystiker und Magier“ geplant, einen auf diese Investigatorengruppe abzielenden „Berufeband“, der quasi Informationen aus dem „Investigatoren-Kompendium“ vertiefen soll.

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Tja, und dann war er auch schon wieder vorbei, mein Besuch auf der diesjährigen RPC. Auch, wenn ich in diesem Jahr kaum „gelootet“ habe, bin ich doch sehr zufrieden mit der Messe. Ja, es hat Spaß gemacht. Ich wünschte nur, irgendjemand würde etwas an der unseligen Parkplatzsituation ändern, dann wäre die Anreise definitiv ein größeres Vergnügen.

Ein paar News (XXVIII)…: Die Produktwelle rollt!

Ja, Newsmeldungen bleibe ich gerne schuldig. Die letzte ist auch schon ein paar Monate her. Ich habe das Gefühl, dass interessierte Leser ohnehin die Möglichkeit haben, sich an geeigneten Stellen über die nächsten Produkte zu informieren. Doch gerade erscheint ein ganzer Haufen interessant wirkendes Material, und das teilweise unangekündigt, so dass ich selbst fast den Überblick verloren hätte. Sortieren wir doch mal kurz durch:

Feiertage der Furcht

Feiertage der Furcht Der nächste Softcoverabenteuerband zum günstigen Preis. Hierzu heißt es auf der Pegasus-Homepage:

Drei Abenteuer mit dem verbindenden Faktor „Feiern“ belegen, dass selbst die schönsten Anlässe ein grässliches Ende nehmen können:
Verlobung auf Girnwood Manor bietet ein ganzes Füllhorn an seelischen Abgründen, in Sobeks Silvester hätte man eine altägyptische Mumie lieber eingewickelt gelassen, und in Unhappy Thanksgiving ist nicht nur das Leben von Truthähnen in Gefahr.
Das erstgenannte Abenteuer richtet sich an erfahrenere Spielleiter, die beiden anderen sind insbesondere für Neueinsteiger geeignet.
Die nominellen Schauplätze sind Wales, Berlin und eine ländliche Kleinstadt in den USA, können aber problemlos abgewandelt werden.
Als Bonus ist eine Aufstellung von Persönlichkeiten aus den Geschichten von H. P. Lovecraft mit ihren Spielwerten für den Eigengebrauch des Spielleiters enthalten.

Wenigstens das erste Abenteuer ist mir noch aus der alten Cthuloiden Welten geläufig und in bester Erinnerung geblieben!

Upton Abbey

Upton Abbey Hierzu hat der Chefredakteur höchstselbst folgende Inhaltsangabe veröffentlicht:

In dem Softcover UPTON ABBEY bringen auf 120 Seiten gleich vier Abenteuer der besonderen Art das Grauen an den Spieltisch. Ihnen allen ist gemein, dass …
… sie offizielle Support-Abenteuer sind – also Abenteuer, mit deren Hilfe man normalerweise auf Messen oder Conventions in das CTHULHU-Spiel „hineinschnuppern“ kann;
… sie One-Shots sind (also vorgefertigte und auf das Abenteuer abgestimmte Investigatoren beinhalten);
… sie mit der Zielgruppe „Neulinge“ natürlich auch für Spielleiter geeignet sind, die gerade erst in das System einsteigen.

Upton Abbey konfrontiert die Dienerschaft eines englischen Herrenhauses mit einem schrecklichen Geheimnis.
In Gehetzt verüben einige Gangster einen Banküberfall.
Verderbliche Verse lässt die Investigatoren im Lichte der Königsdämmerung das Gelbe Zeichen sehen.
GOLEM entführt die Investigatoren nach Prag und kann als Prequel der kommenden Prag-Kampagne verwendet werden.

Der Band ist mittlerweile vorbestellbar und ich muss gestehen, dass ich wirklich gespannt bin! Die bisherigen Support-Abenteuer-OneShots waren ausnahmslos klasse!

Charakterbogenset

Charakterbogenset Und auch hierzu zunächst die Inhaltsangabe:

Diese Sammlung von Charakterbögen enthält alles, was das Spielerherz höher schlagen lässt:
8 Charakterbögen für das Spiel in den 1920ern
2 Charakterbögen für das Spiel in der Gegenwart
2 Charakterbögen für das Spiel in den Traumlanden
2 Charakterbögen für das Spiel im Gaslicht
2 Charakterbögen für das Spiel im Mittelalter
sowie das vollfarbige Begleitheft CTHULHU im Wandel der Zeiten mit Orientierungshilfen für das Spiel nach den Regeln der Edition 7 in den Traumlanden, im Gaslicht und im Mittelalter!

Das erscheint mir jetzt eher als Gimmick, eine erste Rezension findet sich schonmal im Cthulhu-Wiki.

Soviel zu den gerade vorbestellbaren Produkten, doch in der letzten Redaktionszeit kündigte Chefredakteur Heiko Gill noch weitere Produkte für die nahe Zukunft an:

In der Endphase der Produktion befinden sich

Königsdämmerung (das ist die Übersetzung von „Tatters of the King“, welche auf die Regeln der Edition 7 umgeschrieben wurde; ohne zusätzliche deutdsche Zwischenabenteuer oder so etwas)
Hardcover
Geplanter Veröffentlichungstermin: RPC 2016

Auch hierzu wird es eine Softcover-Spieler-Veröffentlichung geben: das Kampagnen-Tagebuch

Spielleiter-Sichtschirm
incl. 8 doppelseitige Regelzusammenfassungen

In der Produktion mit dem Veröffentlichungsziel SPIEL 2016

Prag – Die Goldene Stadt (Städteband mit mehreren Abenteuern)
ebenfalls mit begleitendem Softcover für die Spieler.

Dreißig – Softcover mit drei Abenteuern, die irgendwie mit der „30“ zu tun haben könnten.

Ich bin gespannt, ob sich das Konzept der flankierenden Spielerveröffentlichungen durchsetzen wird. Wenn es hilft, den Mut bei Pegasus zu steigern, begrüße ich hier jede positive Entwicklung.

So, und dann wäre da noch…

A Time to Harvest-Eine Supportkampagne für Cthulhu 7

Chaosium versucht sich jenseits des großen Teiches erstmals an einer Art „Organized Play“-Programm; und da CTHULHU in Deutschland in diesem Jahr zufällig 30jährigen Geburtstag feiert, schließt Pegasus sich an:

„Bei uns laufen schon die Vorbereitungen zur RPC Köln im Mai, zur Feier von 30 Jahre Cthulhu in Deutschland veranstalten wir sogar die TIME TO HARVEST Support Kampagne.
Wer von euch feiert mit uns?“

Ich bin gespannt, wie, wann, wer und ob man Material dazu bekommt. Diskutiert werden darf fleißig und gerne HIER.

Rezension: Investigatoren-Kompendium

DIESE REZENSION ERSCHIEN URSPRÜNGLICH AUF RINGBOTE.DE

Das „Investigatoren-Kompendium“ komplettiert die nun endlich erschienene siebte Edition des Horror-Rollenspielklassikers „Cthulhu“. Anders als das Grundregelwerk, das viele nur für Spielleiter bestimmte Hintergrundinformationen enthält, wendet sich das „Investigatoren-Kompendium“ explizit an die Spieler. Wie sinnvoll ist die Anschaffung?

11903656_458162691033428_1087712816893511117_oEs war ein langer und steiniger Weg, der zum Erscheinen der siebten Edition führte (der Ringbote berichtete in mehreren Werkstattberichten). Verzögerungen des amerikanischen Lizenzgebers Chaosium führten weltweit zum Stopp der verschiedenen, fast fertigen Übersetzungen. Doch mit einem Eigentümerwechsel beim amerikanischen Unternehmen kam auch wieder Schwung in den Casus „Cthulhu“, sodass pünktlich zur SPIEL 2015 die deutsche Version erscheinen konnte.

Neben dem „Grundregelwerk“ wurde auch das amerikanische „Investigators Companion“ übersetzt und als „Investigatoren-Kompendium“ veröffentlicht. Es enthält zahlreiche Informationen, die sich explizit an die Spieler richten und beim Ausschmücken und Ausspielen ihrer Charaktere – bei „Cthulhu“ fortan „Investigatoren“ betitelt – helfen soll. Was aber findet sich zwischen den schick designten Buchdeckeln?

Inhalt

Eine kurze Einleitung über Rollenspielen an sich und „Cthulhu“ im Speziellen ist rasch überflogen. Es folgt ein kurzes Kapitel, das interessierten Spielern den Einstieg in die Welten H. P. Lovecrafts einfacher machen soll. Hierfür werden viele Bücher, Filme, Comics, Internetseiten oder Computerspiele vorgestellt, die entweder Lovecrafts Werke zum Thema haben oder zumindest eine cthuloide Atmosphäre aufweisen. Die so zusammengestellte Bibliographie ist ausreichend umfangreich.

Die nächsten Kapitel werden dann regellastiger. Zunächst wird die Erschaffung neuer Investigatoren umfangreich beschrieben. Das Kapitel ist inhaltsgleich mit dem gleichnamigen Kapitel aus dem „Grundregelwerk“, entsprechend umfangreich ausgearbeitet und lässt keine Fragen offen. Es folgt eine umfangreiche Auflistung von möglichen Berufen für Investigatoren, welche die im „Grundregelwerk“ enthaltenen Beispielberufe um ein vielfaches übersteigt. Hier findet sich dann auch tatsächlicher Mehrwert im „Investigatoren-Kompendium“, auch wenn es wohl viele Berufe gibt, die kaum den Einsatz am Spieltisch sehen dürften – Buchhalter, Designer oder Gewerkschaftler versprechen auf den ersten Blick eher weniger spannende Charakterkonzepte. Im nächsten Kapitel werden dann – wieder deckungsgleich zum „Grundregelwerk“ – die Fertigkeiten der Investigatoren beschrieben.

Die weiteren Kapitel sollen dann dazu dienen, den Spielern Anregungen und Hilfestellungen an die Hand zu geben. So gibt es ein Kapitel über „Organisationen für Investigatoren“, die den Spielern zahlreiche beispielhafte Organisationen an die Hand geben, zu denen ihre Charaktere gehören könnten – seien es Geheimbünde, ehemalige Soldaten, ein Wanderzirkus oder eine Polizeistation. Bei diesen Organisationen handelt es sich – abseits der deutschen „Janus-Gesellschaft“, die hier aber nur sehr stiefmütterlich erwähnt wird – um ein neues Konzept für „Cthulhu“, das die oft gestellte Frage nach der Charaktermotivation vermeiden hilft. Zwei weitere Kapitel geben den Spielern Hilfestellungen über das „richtige“ Recherchieren, den Umgang mit Mythosbegegnungen oder den Umgang mit den Regeln. Ein Hintergrundkapitel über die goldenen Zwanziger, das wichtige Ereignisse, historische Persönlichkeiten oder technische Errungenschaften dieser Epoche vorstellt, ist ebenfalls mit dabei – und hätte auch dem „Grundregelwerk“ sehr gut zu Gesicht gestanden.

Umfangreiche Anhänge – eine Zeitleiste, Ausrüstungstabellen, Waffentabellen, Konvertierungsregeln und ein Index sowie Charakterbögen – runden den Band schlussendlich nach 240 Seiten ab.

Aufmachung

Das „Investigatoren-Kompendium“ schließt sich in der optischen Gestaltung nahtlos an das „Cthulhu Grundregelwerk“ an. Es liegt als vollfarbiger Hardcoverband vor. Das in braunen Sepia-Tönen gehaltene Layout wirkt übersichtlich und aufgeräumt, die verwendeten Schriftarten sind allesamt gut lesbar. Farblich klar abgesetzte Extrakästen versorgen den Leser mit zusätzlichen Hintergrundinformationen oder Spielbeispielen. Die Kapitel sind logisch gegliedert und jeweils mit einem eigenen Logo versehen, dass sich der Orientierung halber auf jeder Seite wiederfindet. Bebildert ist der Band reichhaltig mit Photographien und großformatigen Illustrationen, die den Schrecken des Mythos darstellen.

Die Übersetzung liest sich größtenteils flüssig und beim Lesen sind mir kaum ärgerliche Rechtschreibfehler oder Unverständlichkeiten begegnet.

Kritik

Das „Investigatoren-Kompendium“ ist ein handwerklich wirklich gut gemachter Regelband, der viele interessante Informationen enthält. Allerdings muss es sich auch Kritik gefallen lassen. So verwundert mich das völlige Fehlen von Regeln abseits der Charaktererschaffung. Immerhin sind im „Grundregelwerk“ viele Informationen ausschließlich für den Spielleiter gedacht, sodass es für die Spieler eigentlich keine Anschaffung darstellen sollte. Nur mit dem „Investigatoren-Kompendium“ ausgestattet fehlen den Spielern aber die Regeln des Spiels. Besitzer beider Bände wiederum mögen sich über die redundanten Kapitel, die immerhin 54 Seiten verschlingen, ärgern. Darüber hinaus sind mir einige der Beispielberufe deutlich zu trocken, während gerade bei den Kapiteln, die das Leben eines Investigators hilfreich umschreiben sollen, deutlich zu viel Humor und Slapstickeinlagen das Bild prägen. Sicher, Horror und Humor sind eine sehr gute Kombination – mir drängt sich bei diesen Beschreibungen allerdings oft ein anderes Bild auf, als es von „Cthulhu“ bislang vermittelt wurde.

Fazit: An wen wendet sich das „Investigatoren-Kompendium“ denn nun? Das Hintergrundkapitel über die Zwanziger Jahre kann der Spielleiter ebenso verwenden, wie die Spieler. Den Spielern fehlen in diesem Band wiederum die Grundregeln. Der Mehrwert durch die große Berufsauswahl wird durch die Menge an Füllmaterial bei diesen Berufen wiederum eingeschränkt. So bleibt das „Investigatoren-Kompendium“ hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die handwerklich gute Umsetzung und der wohl wirklich als Schnäppchen anzusehende Preis von gerade mal 12,95 EUR sorgen aber dafür, dass das Buch kaum ein echter Fehlkauf sein kann und als Ergänzung zum Grundregelwerk dienen kann. Und insbesondere Einsteiger in die cthuloide Materie erhalten den einen oder anderen hilfreichen Tipp.

Wettbewerb Cthuloide Klassiker: Die Ergebnisse

Es ist schon ein paar Tage her, dass ich auf diesem Blog einen Abenteuerwettbewerb ausrief, in dem ich darum bat, cthuloide Motive aus der sogenannten „Schwarzen Liste“ zu verwenden. Ausgewertet und bepreist ist der Wettbewerb schon recht lange, doch ich schulde sowohl den Autoren als auch Euch, meinen Lesern, natürlich noch die Veröffentlichung!

Pünktlich zum vierten Advent sind die Arbeiten um diesen kleinen Sammelband abgeschlossen. Euch erwarten fünf spannende cthuloide Abenteuer, in denen das Grauen in klassischem Motiv über Euch hereinbricht. Viel Vergnügen:

An dieser Stelle sei natürlich noch ein paar Personen gedankt: da seien zunächst die fünf tapferen Teilnehmer, die wirklich hervorragende Abenteuer geschrieben haben; meine Juroren, mein Lektor und die Illustratoren; und natürlich nicht zuletzt die Community, die nicht nur Abenteuer geschrieben sondern auch Preise zugesteuert hat, um den Wettbewerb attraktiver zu machen. Das war absolut einmalig und ich hoffe, dass Ihr alle über die Feiertage oder auch in den Tagen dazwischen etwas mit den hier veröffentlichten Abenteuern anfangen könnt! 🙂