6. WOPC: eine cthuloide Nachlese

Hallo zusammen,

die Gewinner des diesjährigen Winter-OPC wurden bekannt gegeben, der Design-Preis ist vergeben und vor kurzem konnten die emsigen Organisatoren denn auch verkünden, dass die Preise unterwegs sind. Bereits seit dem letzten GratisRollenspielTag steht die – wie immer in den letzten Jahren – beeindruckend seitenstarke Gesamtdatei zum Download bereit. Ich habe mich – wie schon im letzten Jahr – wieder auf der Suche nach cthuloidem Material durch den Gesamtdownload gewühlt.

Wie auch schon im vergangenen Jahr präsentiere ich die Einträge eher nach Setting sortiert, denn nach Kategorie. Ich hoffe, Ihr findet Euch dennoch rasch zurecht :-).

CTHULHU WildWest

  • Heiliger Boden

Ein klassisches Wild-West-Szenario mit einem thrashigen Horror-Touch. Kein Wunder, dass Autor Bernd Schmid sich auf dem Treppchen platzieren konnte. Ursprünglich nicht für CTHULHU geschrieben, läßt sich das systemlose Szenario problemlos cthuloid konvertieren – ich denke da z. B. gleich an Cthonier, wenn ich von den heiligen Würmern lese.

  • Tödlicher Sand

Nick Dysen, der im vergangen Jahr auch für CTHULHU WildWest am Start war, hat sich nun auf Deadlands verlegt. Doch das tut der Verwendbarkeit seines Einseiters „Tödlicher Sand“ für cthuloide Umtriebe im Wilden Westen keinerlei Abbruch – auch, wenn es noch Spielwerte zu konvertieren gibt. Man mag dem Szenario eine gewisse Ähnlichkeit zu „Heiliger Boden“ attestieren, doch es bringt einige neue Elemente mit ein, die einen ganz anderen Verlauf erwarten lassen.

  • Kansas Diner Reverse

Nick war mit seinen Deadlands-Szenarien auch in der – CTHULHU ohnehin überaus zuträglichen – „Spukhaus“-Kategorie unterwegs und liefert mit „Kansas Diner Reverse“ einen klassischen Spukhaus-Western ab, der wie für CTHULHU gemacht scheint. Sogar die Wahl der Gegner läßt sich problemlos übertragen. Doch nicht nur die simple Konvertierung macht das Szenario absolut empfehlenswert.

Gaslicht

  • Darksense Manor

Den Sieger der Spukhaus-Kategorie – die viele, nutzbare Elemente für Cthulhu-Abenteuer enthält – sortiere ich einmal in der „Gaslicht“-Zeit ein. Schön ist, dass die Autoren Hannah Möllmann und Jörg Hagenberg auf „echte“ Geister verzichtet haben und stattdessen viele interessante Vorschläge für einen sehr weltlichen Spuk unterbreiten. Damit ist „Darksense Manor“ wenigstens als Ideensteinbruch eine echte Fundgrube.

  • Dinner für einen Toten

Setting- und zeitlos kommt „Dinner für einen Toten“ von Carolin Fuchs daher, läßt mich aber in der Einordnung an die 1890er denken. Ein klassischer Rahmen mit einer klassischen Gruselgeschichte – damit kann es hervorragend als Abwechslung zu „härteren“ Cthulhu-Szenarien funktionieren – oder man haucht es etwas cthuloider an, indem man den Hintergrund des Spuks in eine lovecraftschere Richtung dreht.

  • Von Uexkülls Grauen

Ein abgeschiedenes Landhaus, wirre technische Apparate, ein alter Fluch, umherstreifende Geister und Teenager außer Rand und Band. Was wie eine klassische Geistergeschichte aus der Zeit der Jahrhundertwende klingt, präsentiert sich auch als Szenario aus der Feder von Tobias Deißler großartig. In Summe wohl das am ehesten für cthuloide Zwecke problemlos einsetzbare „Spukhaus“-Szenario.

1920er

  • Der Wüstentempel

Auch, wenn der grafisch grandios präsentierte Wüstentempel von Gloria Manderfeld prinzipiell zeitlos ist, kann ich mir seine Verwendung am ehesten in den „klassischen“ 1920ern im Rahmen einer Ägypten-Kampagne oder sowas vorstellen. Tolles Material, dass die Gedankenmaschinerie in Gang bringt.

  • Das Grab in der Wüste

Michael L. Jaegers steuert ein Wüstenszenario um eine alte Grabstätte bei, dass – auch, wenn es prinzipiell in verschiedenen Systemen eingesetzt werden kann – doch cthuloide Einflüße nicht verleugnen kann. Viele hübsche Ideen, um ein wenig Auflockerung in die eigene Ägypten-Kampagne zu bringen – auch, wenn mir einige der Vorschläge dann fast schon zu gemein sind :-).

  • Durchkämmt die Wüste

Wie auch schon die beiden obigen Beiträge, möchte ich Michael L. Jaegers zweiten „Wüsten“-Beitrag gerne in den 1920ern einsortieren, obwohl es sich auch problemlos in anderen Zeiten einsetzen läßt. Wer Zufallstabellen mag und eine Wüstenreise plant, macht hier sicherlich nichts falsch!

  • Dschungel-Zufallsgrube

Aus der „Dschungel“-Kategorie gesellt sich der Siegerbeitrag in die Kategorie „verwertbares Material für CTHULHU“. Dabei funktioniert diese optisch grandios aufbereitete Zufallstabelle prinzipiell für alle Settings und alle Zeiten. Jeder, der seine Spieler einmal durch einen Dschungel hetzen möchte, sollte diese Seite gedruckt dabei haben. Punkt.

CTHULHU NOW

  • Identifikation eines astronomischen Chaos Fragments

Auch, wenn dieses Szenario prinzipiell systemlos daherkommt, so ist das Thema doch derart cthuloid, dass ich es gleich als Cthulhu-Szenario veröffentlicht hätte. Eine interessante Konstellation von NSC und nicht zuletzt ein unverbrauchter Schauplatz, dazu das für NOW nötige Maß an drastischen Elementen – einen Blick darf jeder NOW-Spielleiter riskieren.

  • BKD EK Stern

Passend zum vorherigen „Identifikation eines astronomischen Chaos Fragments“ wird hier eine weitere Seite der Verschwörung um das „Nukleare Chaos“ präsentiert. A. Rodatos erschafft damit gleich einen kleinen Kampagnenrahmen, der einiges Potential für detektivisch-cthuloide Aufklärungsarbeit bereithält.

  • Ishango

Mein eigener, cthuloider Beitrag, den ich vor kurzem hier schon gesondert veröffentlicht habe.

  • Im Spukhaus

Zufallstabellen kann man eigentlich nie genug haben, und auch die von Hauke „Orakel“ Weymann beigetragenen „Spukhaus“-Tabellen versprechen Inspiration und spannende Ergebnisse. Wer also einmal ein spontanes Spukhaus braucht – oder einfach nur ein paar Gedankenstützen für den nächsten Spieleabend braucht – sollte hier fündig werden.

  • Hungers End

Irre, absolut irre, was Razi Ela hier zu Papier gebracht hat. Wer einen wirklich harten Trip in seine NOW-Kampagne einstreuen möchte oder einfach nur auf der Suche nach verrückten Ideen ist, WAS Artefakte alles mit ihren Benutzern anstellen können, der kann hier mehr als ein Auge riskieren. Eine tolle Ideenfundgrube – als Szenario allerdings unerträglich hart!

SO! Das war’s. In Summe ist es gefühlt mehr „cthuloides“ geworden, was aber auch daran liegt, dass man die „Geisterhaus“-Seiten so wunderbar ausschlachten kann. Danke, Greifenklaue, Würfelheld, Teilnehmer, Jury und Sponsoren!

RPG-Blog-O-Quest November 2016: OnePages

Die wohl großartigste Nachricht des Tages – und an diesem Tag gab es eine Menge großartiger Nachrichten, wie z. B. die Wiederveröffentlichung von Fading Suns durch Ulisses – lieferte Kollege Greifenklaue ganz beiläufig mit der Einleitung seiner neuesten RPG-Blog-O-Quest:

Der WOPC steht vor der Tür.

Da freu ich mich in jedem Jahr drauf! Und da ist es doch eine nette Idee, die diesmonatigen RPG-Blog-O-Quest-Fragen auch gleich dem Thema OnePager zu widmen! Schauen wir mal, was mir dazu alles einfällt – aber zunächst einmal das Wichtigste:

rpg-blog-o-quest_logo3RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt, in abwechselnder Reihenfolgen, Würfelheld oder Greifenklaue dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres HIER.

1. Spielst Du OnePage-Abenteuer? Was magst Du an ihnen, wo siehst Du ihre Vor- und Nachteile? {Alternativ: Warum spielst Du keine OnePages?}
Tja, de fakto spiele ich keine OnePage-Abenteuer. Doch ich würde wirklich gerne. Ich sehe eine Menge Vorteile in dem Format – geringe Vorbereitungszeit, kreative Ideen, Möglichkeiten etwas „Verrücktes“ zu tun… leider spiele ich schlicht zu selten, um all‘ diese Dinge dann auch mal wirklich auszuprobieren.

2. Mein liebster Onepage ist wohl der Siegerbeitrag des Winter-OPC von 2013/2014, das CTHULHU-Abenteuer „Same Procedure“. {Link} Eine sehr schöne Prämisse, gut ausgearbeitet und es bietet sich wirklich als Silvester-Party an. Sehr schön.

3. Neben Abenteuern würde ich gerne mehr Kreaturen und Monstren als Rollenspielmaterial auf einer Seite sehen, weil sich auch nichts so einfach ein interessanter Plot stricken läßt, wie aus einer guten und ideenreichen Kreaturenbeschreibung.

4. Wenn ich einen Onepage schreiben würde, müsste unbedingt die eine oder andere %-Angabe mit rein, weil ich garantiert wieder etwas für CTHULHU mache :-). Nein, im Ernst, bisher habe ich seit dem zweiten OPC in jedem Jahr 2-3 Einträge eingereicht und sogar hier noch eigene OnePager veröffentlicht. Die Frage nach „schreiben würde“ stellt sich damit für mich kaum mehr.

5. Als Thema würde ich mir kein Oberthema für den WOPC wünschen, weil ich mich in der Vergangenheit oft reichlich verbiegen musste, um das Thema zu kratzen. Ich empfinde das ehrlich gesagt als einschränkend.

Die unabhängige Bonusfrage: In letzter Zeit sprießen Neuankündigungen deutschsprachiger RPGs aus dem Boden. Welches sehnst Du am meisten her?
Es gibt einige, die ich wirklich gerne in meinem Bücherregal hätte. Im Moment wünsche ich mir aber am ehesten Symbaroum, denn ich habe wider besseren Wissens am Crowdfunder teilgenommen und verfolge nun mit Schrecken eine Verzögerung nach der anderen. Ich bin froh, wenn ich es aus dem Postkasten gefischt habe.

Loot-a-Day 24: Uhren & Chronometer

Logo_RSPKarneval_250pxGerade tobt einmal mehr der Karneval der Rollenspielblogs. Das Thema in diesem Monat lautet Geld, Gold und Schätze und wird organisiert von Greifenklaue (meinen Dank dafür!). Das besondere – er hat eine Begleit-Aktion gestartet mit dem schönen Titel „Loot-a-Day„. Hier wird für jeden Tag ein mögliches Beutestück vorgeschlagen. Heute dreht sich dabei alles um Uhren & Chronometer.

Ich denke und hoffe, gerade im Rahmen eines Karnevals ist es auch einmal erlaubt, auf älteres Material hinzuweisen und auch darauf zurückzugreifen. Denn gerade zum heutigen „Loot“ habe ich einmal für den Winter-OPC des aktuellen Karneval-Organisators einen cthuloiden Tatort sowie ein cthuloides Artefakt verfasst, die ich – ganz dreist – an dieser Stelle einfach mal wieder veröffentliche:

OPC 2015: Schneller als sein Schatten

Hallo zusammen!

5_wopc_logoDa ist er auch schon wieder vorbei und ausgewertet, der diesjährige OPC. Wie in jedem Jahr bin ich an allen möglichen Treppchenplatzierungen vorbeigerutscht, doch wie in jedem Jahr soll Euch das nicht davor bewahren, Euch auf meinem Blog mit zumindest meinen cthuloiden Beiträgen zu beschäftigen. Die guten alten Traditionen…

Es mag auf den ersten Blick ein wenig zynisch klingen, doch tatsächlich bin ich mit zwei Nominierungen durch die Juroren gar nicht unzufrieden. Ich schaffe es mit meinen Beiträgen leider nicht, zwei Juroren gleichzeitig zu überzeugen – oder einen davon, mich auf den ersten Platz zu hieven :-). Das mindert nicht den Spaß, den ich beim Erstellen der Einseiter habe, und so hoffe ich einfach, dass der geneigten Leserschaft auch ein wenig Freude mit dem folgenden Szenario aufkommt.

Vorbemerkungen

Als ich die fünf Kategorien des letzten OPC studierte, fiel mir natürlich auch das Thema „Im wilden Westen“ auf. Ich bin ein bekennender Freund von „Cthulhu WildWest“ und habe hier auch bereits versucht, Material dafür zusammenzustellen. Für den OPC nun schien es klar, dass ich mich an einem cthuloiden WildWest-Beitrag versuchen wollte.

Tatsächlich ist das offiziell für Cthulhu WildWest verfügbare Material sehr dünn. Und auch, wenn ich Deadlands und ähnliche Spiele sehr gerne mag, ist Cthulhu doch eher für ein anderes, unterschwelligeres Flair bekannt, so dass ich mich nicht einfach an anderen Linien orientieren konnte, um Inspiration zu sammeln. Mir rauchte ein paar Tage der Kopf, bis ich mir schließlich die Frage stellte: „Warum eigentlich Cthulhu WildWest?“ Ja, was macht Cthulhu WildWest in meinen Augen aus? Nun, die Antwort gab ich mir rasch selbst, und sie ist eigentlich simpel: Cthulhu – und für mich der Reiz an Cthulhu – zeichnet sich dadurch aus, dass es in UNSERER bekannten Welt spielt und es eben doch diesen dünnen Schleier der Realität gibt, den man hier niederreißen kann um finstere Wahrheiten zu offenbaren.

Es sollte also „unser“ Wilder Westen sein, keine Fantasie-Landschaft wie bei Deadlands. Ich dachte auch hierüber ein wenig nach und kam zu dem Schluß, dass Revolverhelden und Indianer sicher keine schlechte Mischung für einen „klassischen Western“ darstellten. Als nächstes dichtete ich beiden – dem berüchtigten Revolverhelden und dem stillen Indianderschamanen – einen mythosschwangeren Hintergrund an, warf sie zusammen mit den Charakteren in eine Extremsituation und sah mir an, wieviel ich auf einer Seite unterbringen konnte.

Genug der Vorrede…

Das Ergebnis schaffte es auf die Nominierungsliste und nun auch hier auf meinen Blog. Vorhang auf für:

Natürlich ist das nicht mein einziger Beitrag für den OPC. Tatsächlich aber ist der einzige cthuloide, und damit der einzige, der hier veröffentlicht werden wird. Haltet die Augen auf, bei Greifenklaue wird es wohl bald die volle Sammel-PDF geben!

Winter OPC 2014: Meine Beiträge

Hallo zusammen,

da ist er schon wieder vorbei, der diesjährige (bzw. letztjährige?) Winter-OPC der Blogs Greifenklaufe und Würfelheld. Wie in jedem Jahr habe ich mit großer Freude teilgenommen, und fast ebenso traditionell bin ich an einer ordentlichen Platzierung vorbeigerauscht. Ich möchte an dieser öffentlichen Stelle allerdings keine Selbstreflexion starten – stattdessen freue ich mich darüber, immerhin einen Beitrag in den TOP24 platzieren zu können – gerade bei der qualitativ UND quantitativ hochwertigen Konkurrenz – bedanke mich ein weiteres Mal bei den Ausrichtern und spreche allen Gewinnern meinen aufrichtigen Glückwunsch aus.

Was habe ich in diesem Jahr zusammengebastelt? Nun, auf diesen Seiten ist es Tradition, diese Frage rasch nach dem Bekanntwerden des OPC-Rankings zu beantworten. So will ich es auch in diesem Jahr halten:

Dagonji

„Dagonji“ ist schlußendlich eine Idee, die mir schon seit ein paar Monaten im Kopf umherspukt. Es ist ein cthuloides Szenario basierend auf dem Film „Jumanji„. Die Charaktere werden in ein völlig verrücktes Würfelspiel hineingezogen und müssen sich alsbald aller möglichen maritimen Gefahren erwehren. Neben dem Spielbrett und einer groben Ablaufbeschreibung enthält der Einseiter noch eine Zufallstabelle mit verrückten bis verrücktmachenden Begegnungen – inspiriert auch durch Meilensteine der Filmgeschichte wie „Sharknado„.

Ihr merkt, bierernst gemeint ist dieses Szenario natürlich nicht. Und auch Hintergrundpuristen werden ein paar Mal kräftig schlucken müssen, habe ich doch gerade Dagons Hintergrund stark gedehnt, um den diesjährigen OPC-Themen gerecht zu werden. Vielleicht mag es der eine oder andere brauchen.

Weisheit und Wahnsinn

Der zweite (eigentlich erste, aber schlechter platzierte und daher zweite :-)) Beitrag ist deutlich klassischer. Er spielt in einem Sanatorium, in dem eines Morgens nichts mehr so ist wie es eigentlich sein sollte und einen einzelnen (vorgefertigt mitgelieferten) Charakter auf eine wahnsinnige Reise schickt. Als One-on-One konzipiert funktioniert er m. E. aber auch gut mit einer Gruppe. Letzten Endes war eine Seite allerdings vielleicht doch zu wenig Platz um das Szenario so auszuformulieren, wie ich es mir eigentlich gedacht hätte.

So, dass waren sie, meine zwei Beiträge. „Nanu, hat er in den letzten Jahren nicht immer drei Beiträge eingereicht?“, könnten treue Leser dieses Blogs nun fragen. Tatsächlich gibt es noch einen dritten Beitrag von mir, allerdings habe ich einmal cthuloide Gewässer verlassen und eine Kreatur für „Dungeons & Dragens 5E“ entworfen. Die ist zwar weder wahnsinnig innovativ noch irgendwie erfolgreich gewesen (:-)), aber als erste Fingerübung kam sie mir recht – auch, wenn ich beim dritten Lesen (natürlich NACH dem Versand) noch einige inhaltliche Fehler feststellen musste.

Wir lesen uns zu diesem Thema auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder. Der OPC war und ist eine großartige Institution!

Seanchui

PS: Die – ungleich erfolgreicheren – cthuloiden Autorenkollegen haben ihre Beiträge bereits veröffentlicht: Chaotisch Neutral hat die Fiasko-Kulisse „Wenn die Sterne richtig stehen“ online gestellt, Stefan Droste von Cthulhus Ruf sein „New Albion„. Seht’s Euch unbedingt an!

Spielberichte und Zusatzmaterial

Hallo zusammen,

wie so manch anderer Blogger auch neige ich – selbstverständlich nur ein wenig – zur Selbstdarstellung. Dieser Hang manifestiert sich – zum Glück für meine direkte Umwelt – in erster Linie in meinen Blogaktivitäten. Insofern verwundert es vielleicht nicht, dass ich hin und wieder – neben News-Übersichten, Rezensionen und Links – auch mal selbst produziertes Material wie Abenteuer, Szenarienideen oder andere Artikel veröffentliche. Umso schöner ist es natürlich, wenn jemand auch tatsächlich etwas mit dem so publizierten Material anfängt.

Im Cthulhu-Forum tauchen hin und wieder tatsächlich Spielberichte zu von mir verfassten Szenarien auf; nach Rücksprache mit den jeweiligen Usern halte ich es darüber hinaus auch für eine gute Idee, diese Spielberichte auch hier auf meinem Blog zu veröffentlichen. Immerhin helfen Sie sicherlich zukünftigen Spielleitern bei der Vorbereitung meiner Szenarien. Also, Vorhang auf. Wo wollen wir anfangen…?

Der Wald hinterm Haus
Eines der ersten Szenarien das ich niederschrieb. Es basiert komplett auf einer Idee aus dem Malleus Monstrorum, ist aber etwas weiter ausgeschmückt und ausgeweitet. Forenuser comatthoes spielte es mit seiner Gruppe und stellte mir dankenswerterweise einen Spielbericht zur Verfügung:

Begraben!
Weiter geht es mit meinem Szenario „Begraben!“, das im Zuge des Ägypten-Wettbewerbes entstand aber nie von mir eingereicht wurde. Hier haben sich gleich zwei Forenuser, Blackdiablo und Tzunkilord aufgerafft, Spielberichte zu verfassen:

Tzunkilord und seine Gruppe gingen sogar soweit, einen weiterführenden Zeitungsartikel zu verfassen, der das Szenario in ihre Lovecraft-Country-Kampagne einbettete und ein „Ingame“-Tagebuch zu führen. Beide Texte stellte er mir freundlicherweise zur Verfügung, so dass ich sie damit auch anderen Spielgruppen zugänglich machen kann. Ich finde es großartig, dass mein Szenario so inspirierend gewirkt hat.

Die hier veröffentlichten Texte finden sich in Zukunft dann auch dauerhaft auf der Seite „Szenarien“ hier auf diesem Blog wieder. Mein Dank gilt ausdrücklich den freundlichen Autoren, die mir ihre Texte so freimütig zur Weiterveröffentlichung zur Verfügung gestellt haben.

Habt Ihr auch bereits Erfahrungen mit einem oder mehrerer meiner Szenarien gemacht? Habt Ihr Kommentare, Verbesserungsvorschläge, Kritik oder Lob? Vielleicht habt Ihr sogar Zeit und Lust einen Spielbericht zu verfassen, der spätere Spielleiter auf Fallstricken im Text hinweisen kann? Dann immer her damit, ich freue mich über jeden Kommentar!

Seanchui

Tatort: Der Spiegel

Wißt Ihr,

ich bin nach wie vor ein großer Fan von Kurzmaterial. Das beginnt schon bei meinen Lesegewohnheiten – hier ziehe ich Kurzgeschichten einem Roman stets vor. Und auch für’s Rollenspielen finde ich es immer angenehm, Kurzmaterial an der Hand zu haben: wenig Vorbereitungszeit, dafür im Anschluß viel Freiheit für den Spielleiter. Außerdem ist es für einen Autoren natürlich wesentlich schneller erledigt – daher ist einfach die Menge an verfügbaren Ideen auch größer.

Als ich mir also vor einiger Zeit dachte: „Du müsstest mal wieder ein Szenario für den Blog schreiben“ war mir schon bald klar: das wird wieder mal ein Kurzschocker. Warum auch nicht? Ich habe ziemlich viel Tipperei in das letzte Wettbewerbsabenteuer für „Cthulhus Ruf“ gesteckt, dann biete ich hier eben nochmal Kurzware an. Der OPC war dann – wie in jedem Jahr – die ideale Gelegenheit mit Designs, Texten, dem Aufbau einer Seite etc. herum zu experimentieren.

Für den OPC schrieb ich einen OnePager, der im Aufbau an einen Artikel aus Cthulhus Ruf #4 angelehnt ist: einen „Tatort“. Im Zeitungsartikel wurden auf einer Doppelseite ein Tatort eines ungewöhnlichen Mordes, alle möglichen Hinweise, Rechercheansätze und Ergebnisse und schließlich ein „Vorher/Nachher“-Kasten präsentiert, die zusammengenommen ein komplettes Szenario ergeben. Für den OPC erdachte ich mir ein eigenes cthuloides Kriminalstück und dampfte das Layout und die Kürze der Beschreibung auf eine Seite herunter.

So, und nun schließt sich wieder der Kreis: da ich die Idee aus Ausgabe 4 nach wie vor für sehr gelungen halte UND ich mal wieder was für den Blog schreiben wollte – hier ein neuer „Tatort“ für cthuloide Ermittler (und selbstverständlich noch NICHT der OPC-Beitrag; der folgt später):

Der Spiegel

Viel Spaß damit – und wie immer bin ich für Feedback jedweder Art dankbar!