RPG-Blog-O-Quest #066: Religion

Der März hat ja schon einige Tage auf dem Buckel – höchste Zeit, sich um die diesmonatige Blog-O-Queste zu kümmern. Abermals hat sich Bloggerkollegin Timberwere bereit erklärt die Queste zu organisieren – meinen Dank dafür! Das diesmonatige Thema ist „Religion“, den zugehörigen Startbeitrag findet ihr hier.

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. So, nun aber auf an die Fragen!

Einstiegsfrage: Erachtest du dich selbst als Person für religiös, und wie stark?

Ja, doch schon. Ich bin mit freudigem Herzen Christ. Gerade die Botschaft Jesu hat es mir wirklich angetan. Wie stark – nun, ich würde es als „normal“ bezeichnen. Wobei das aus heutiger Sicht schon als „sehr stark“ gelten könnte 🙂

1. Hat Religion in den von dir gespielten oder geleiteten Abenteuern häufiger mal eine Bedeutung oder eher wenig bis gar nicht? Falls ja, wie äußert sich das?

In meinen „Das Schwarze Auge“-Runden, die wir früher regelmäßig spielen, hatte Religion immer einen gewissen Stellenwert. Der Zwölfgötter-Glaube ist für Aventurier nun einmal eine Selbstverständlichkeit. Teilweise hatte das sogar sehr direkten Charakter – wir hatten einmal einen Rastullah-Gläubigen Novadi der später zum Praios-Glauben bekehrte und ein eifriger Praiot wurde. Da war schon viel Charakterspiel dabei.

Abseits von Aventurien ist das Thema zwar zumindestens im Hintergrund präsent – gerade in Fantasy-Settings – aber oft nicht so „selbstverständlich“ wie bei DSA. Meine „Einsteigerrunde“ hatte einen Priester dabei und drehte sich sogar um ein Komplott innerhalb der Kirche – aber die Abenteuer kamen dann doch ohne viel „göttliches Wirken“ und „sakrale Umgebungen“ oder sowas aus. Bei „Cthulhu“ spiel „Religion“ schlussendlich kaum eine Rolle, wenn wir es spielen. Dabei würde ich Kultisten und Sekten mit cthuloidem Hintergrund eben NICHT als „religiöses Spielelement“ betrachten, da der Mythos ja jeder Religion zuwider läuft :-).

2. Hast du (als SC oder als NSC) schon einmal einen stark religiösen Charakter wie einen Priester, eine Nonne, einen Paladin oder dergleichen gespielt? Falls ja, gehörte der Charakter einer Mehrheits- oder eher einer Minderheitsreligion im bespielten Setting an?

Nein, tatsächlich noch nie.

3. Sind deine „normalen“, also Nicht-Priester-Charaktere üblicherweise religiös oder eher nicht? Und falls ja, kommen ihre Überzeugungen im Abenteuer zum Tragen oder bleiben sie meist eher unerwähnt?

Das kommt – wie oben beschrieben – sehr auf das Setting an. Ich käme mir komisch vor in Aventurien jemanden zu spielen, der nicht glaubt. Oder in den meisten Fantasy-Settings, in denen das Götterwirken ja doch oft sehr präsent ist. Wenn wir Cthulhu spielen würde ich meine SC wohl als „unterschwellig gläubig“ bezeichnen – das Thema kam aber schlussendlich noch nicht auf den Spieltisch, so dass es keine Rolle spielt.

4. Hast du schon Abenteuer gespielt oder geleitet, in denen die Charaktere direkt mit der Götterwelt des Settings interagiert haben? Sprich, sind in deinen Abenteuern schon Engel, Gottheiten und dergleichen selbst aufgetreten oder haben zumindest einen direkten Einfluss ausgeübt, und wie lief das?

Die einzigen Abenteuer, auf die das fast zutreffen könnte, wäre die „Jahr des Feuers“-Kampagne für „Das Schwarze Auge“. Die ist zumindest sehr episch und spielt auch mit gottähnlichen Figuren. Die Kampagne hat keine guten Kritiken bekommen, soweit ich weiß, doch unser damaliger Spielleiter hat ein schönes Erlebnis für uns daraus gemacht. Daher lief es ganz gut, und wir fühlten uns auch nie „nutzlos“ oder „überwältigt“ von den uns umgebenden Ereignissen.

5. Was hältst du von Rollenspielen, die in unterschiedlichsten Ausprägungen ganz direkt das Thema Religion zum Kerninhalt haben – Beispiele wären etwa „Dogs in the Vinevard„, „Engel„, „Doikayt“ oder dergleicben. Welche kennst du? Und reizt es dich, so etwas zu spielen, und warum ja bzw. warum nicht?

Oh, da kenne ich noch ein paar…. „Magna Veritas“ oder „In Nomine“ zum Beispiel, oder „Angeli“… Ich habe nichts gegen diese Spiele, einige davon sogar in meiner Sammlung. Aber ehrlich gesagt reizen sie mich nicht in der Form, dass ich sie schon am Spieltisch hatte. Ich kann gar nicht sagen, woran das genau liegt – wahrscheinlich liegen mir andere Genres einfach mehr. Und bei der begrenzten Spielzeit muss man sich nun einmal entscheiden :-).

WOPC 2017: Jetzt abstimmen!

Wie treue Leser meines Blogs wissen, fand bis zum Anfang dieses Jahres wieder der von Greifenklaue und Würfelheld organisierte OnePageContest statt! Heute hat der gute Greifenklaue alle Beiträge online gestellt und sie damit dem Publikumsvoting übergeben. Bis zum 20. Februar habt ihr Zeit, Eure Stimme für die einzelnen Beiträge je Kategorie abzugeben. Ich habe wieder fleißig den virtuellen Bleistift geschwungen. Natürlich freue ich mich dabei über jede Stimme, die ich abbekommen sollte 🙂 – aber eine erste Durchsicht zeigt auch, dass hier wieder extrem viel unterschiedliches, sehr starkes Material zusammengekommen ist.

Nun aber ran: die Dateien und Modalitäten findet Ihr hier: https://greifenklaue.wordpress.com/2018/02/08/7-wopc-die-abstimmung-beginnt-jetzt/