de Profundis: Die ersten Schritte

Vor einiger Zeit veröffentlichte ich hier einen Artikel, in dem ich mich darüber ausließ, was ich – in Zeiten der Krise – als Alternativprogramm betreibe, um meine Lust aufs Rollenspiel ohne eine feste Runde zu befriedigen. Ein Ansatz dabei war es, endlich einmal eine Runde „de Profundis“ zu starten.

Was ist de Profundis?

Kurz gesagt ist „de Profundis“ ein Briefrollenspiel. Man schlüpft in die Rolle eines Alter Ego und schreibt Briefe an einen ebenso imaginären Bekannten. Dieser wird von einem Mitspieler geführt, der wiederum – hoffentlich alsbald – eine Antwort verfasst. Bei „de Profundis“ geht es aber – natürlich – um eine cthuloide Geschichte, die sich aus den Briefen der beiden Freunde entspinnt. Einer der Teilnehmer erlebt etwas Grauenhaftes, während der andere den Weg in den Wahnsinn begleitet. Mehr dazu habe ich hier auf meinem Blog bereits veröffentlicht.

Unsere erste Runde

Ein Freund und ich haben bereits früh in Zeiten der Krise eigene Charaktere erstellt. Während mein Gegenüber in die Rolle eines evangelischen Pfarrers geschlüpft ist, der in eine neue Gemeinde versetzt wurde habe ich mich für den Klassiker entschieden und habe Ludwig, den Kurator eines Kölner Museums erschaffen. Während ich in meinem ersten Brief bereits vorsichtige Spuren auf die möglicherweise kommende Zeit auslegte (…denn Ludwig arbeitet gerade an einer Ausstellung über Kunstfundstücke aus der Südsee), war es mein Gegenüber, der zuerst die Initiative ergriff. Denn in dem beschaulichen Ort, den sein Pfarrer zur neuen Heimat gemacht hat, spielen sich, so scheint es, gar schauderliche Dinge ab. So passt es denn wohl auch gut, dass sein Vorgänger spurlos verschwunden ist…

Das Spiel macht Spaß, wirklich. Es fällt mir erstaunlich leicht, immer wieder in die Rolle von Ludwig hineinzufinden. Besonderen Spaß macht es, den bisher gesammelten Stapel einmal in Summe Revue passieren zu lassen. UND: Es sammelt sich tatsächlich ein toller Haufen cthuloiden Spielmaterials an:

Da klar ist, dass unsere Runde wohl nur so lange funkioniert, wie unser Alltag dank Corona auf eine Art Pause versetzt ist, halten wir das Tempo recht hoch. Das gilt sowohl für den Fortschritt der Geschichte als auch für das Tempo, in dem wir uns Briefe hin- und hersenden. Ich bin schon sehr gespannt, wie unsere erste Runde endet.

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