RPG-Blog-O-Quest August 2018: Visionen

Es ist mal wieder Zeit für die monatliche Blog-O-Quest, dieses Mal ausgerichtet von Nerd-Gedanken. Vielen Dank für die Organisation! Dieses Mal reden wir über Visionen und Visionäres – ich bin gespannt!

RPG-Blog-O-Quest? Nie gehört? Kurz die Spielregeln: An jedem Monatsersten stellt der jeweilige Ausrichter dem Rollenspielvolk fünf Fragen, welche auf Blogs, in Podcast, in Vlogs oder in Foren beantwortet werden wollen. Dann hat man den Monat über Zeit, um die Fragen zu beantworten. Näheres dazu hinter dem obigen Link. In Zukunft sollen wir sogar alle fleißig mitgestalten!

1. Was haltet ihr von Visionen und Prophezeihungen als Stilmittel/Questhook für Rollenspielabenteuer?
Ehrlicherweise: sehr wenig. Ich habe so etwas noch nie bewußt in einem selbstgeschriebenen Abenteuer eingesetzt und ich habe normalerweise einen Bogen um die Abenteuer gemacht, in denen es vorkam. Erlebt habe ich das schon, aber es gab dem Abenteuer jetzt wirklich keine andere Farbe, als wenn wir die Information über einen anderen Weg erhalten hätten. Letzten Endes ist es „nur“ eine weiter Möglichkeit, Informationen an den Mann zu bringen – und da gibt es in meinen Augen bessere.

2. Für Spielleiter: Habt ihr in einem Abenteuer die Spielercharaktere mit einer Vision konfrontiert und wenn ja, wie hat sich das Spiel entwickelt? Wenn nein, wieso nicht?
Für Spieler: Habt ihr im Spiel schon eine Vision/Prophezeihung erlebt? Wenn ja, wie hat euer SL das gestaltet? Wenn nein, würdet ihr euch so etwas wünschen?

Spielleiter: Wie gesagt, nein. Ich versuche das zu vermeiden.
Spieler: ja. Unser SL hat das eigentlich ganz gut gemacht. Aber wir haben es halt wie jede andere Informationen irgendwo hin notiert und später vergessen.

3. Welche Rollenspielmechaniken haltet ihr für eine wirklich visionäre Idee?
Puh. Ehrlicherweise habe ich zwar viele Rollenspiele gelesen und auch schon das eine oder andere getestet, aber gerade die „abgefahreneren“ Sachen liegen mir nicht so recht. Ich denke, alles was etwas „Player Empowerment“ an den Tisch bringt, OHNE die Spieler gleich zu überfordern, war eine gute Idee. In meiner Runde wären Systeme wie FATE nichts – da hier jeder ständig mit seiner eigenen Kreativität gefordert ist. Bennies oder Schicksalspunkte sind ein reines Ressourcen-Ding, sorgen für ein kurzes Spotlight und können die Handlung zumindest im Wunsche der Charaktere verändern. Das liegt uns mehr.

Ansonsten bin ich für alles offen, um Regelwerke so schlank wie möglich zu halten OHNE auf Würfel zu verzichten. Das BRP macht für CTHULHU da schon vieles richtig, ist aber natürlich keine universelle Lösung :-).

4. Welches Rollenspielsetting wäre eure Zukunfts-Horrorvision – und warum?
Geht es darum, welches Setting ich niemals als Rollenspiel verwurstet sehen möchte? Ganz klar: Twighlight. Ansonsten kann ich mir vieles vorstellen :-).

5. Wagt einen Blick in die Zukunft: Wie wird eure Rollenspiel-„Karriere“ in zehn Jahren aussehen?
Bis dahin werde ich hoffentlich noch die eine oder andere Publikation auf die Beine gestellt haben, habe ein paar weitere Systeme zumindest getestet und habe noch mindestens zwei Kurz-Kampagnen durchgespielt. Tatsächlich werden wir uns in zehn Jahren wieder regelmäßiger treffen, da unsere Kinder dann fast alle Teenager sind und ihr eigenes Ding drehen 🙂

Bonusfrage: Blickt in die Zukunft eures Lieblings-RPGs – wie wird es sich entwickeln, was wünscht ihr euch?
Dazu schreibe ich im Moment mal nichts. Das wird noch einen eigenen Blogeintrag brauchen, fürchte ich.

Ein Kommentar zu “RPG-Blog-O-Quest August 2018: Visionen

  1. (Wenn ich ständig ProphezeiHung lese, frage ich mich ja, ob der Verfasser dieser Quest früher Magic gespielt hat…)

    Die Aufgabe von Visionen oder Prophezeiungen ist ja nicht nicht nur oder auch nur in erster Linie, den Spielern Informationen zukommen zu lassen. Sie sind kryptisch, vage, symbolisch und skurril. Oft sind sie eher Rätsel als Antwort und vermitteln eher Stimmung als Fakten. Sie erzeugen Erwartungshaltungen und verlangen Interpretationen. Manchmal setzen sie die Ereignisse, die sie ankündigen, dadurch überhaupt erst in Gang. Sie verbinden Unausweichlichkeit mit unerwarteten Wendungen.

    Foreshadowing ist ein erzählerisches Stilmittel, kein bloßes Vehikel der Informationsübermittlung. Es ist vielleicht schwierig überzeugend einzubringen, aber wenn es das Flair eines Abenteuers nicht maßgeblich mitbestimmt, hat man es falsch eingesetzt.

    Ach ja, zum Thema Rollenspielsetting als Horrorvision: Ich bin neulich über ein PDF des Maid RPG gestolpert. Wer bereit ist, seine geistige Gesundheit zu riskieren, kann sich ja mal auf die Suche begeben. Ich übernehme aber keine Verantwortung für die Folgen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.