Lovecrafts Lieblingspeisen

Aus der Reihe „cthulhu.de-Bestseller“
Erstveröffentlichung: 15. März 2007
Autor: Daniel Neugebauer

cthulhu de stempel bestseller

I’m not, however, a heavy eater—take only 2 meals per day, since my digestion raises hell if I try to eat oftener than once in 7 hours. In winter, when it’s too cold for me to go out much, I subsist largely on canned stuff. I always get my own breakfasts, anyway—doughnuts and cheese. I have financial economy in eating worked out to a fine art, and know the self-service lunch rooms where I can get the best bargains. I never spend more than $3.00 per week on food, and often not even nearly that.

– H.P. Lovecraft to Robert E. Howard, 7 November 1932

Ein Mann der selbst stolz darauf war für weniger als 3$ in der Woche zu essen, war nicht an kulinarische Hochgenüsse gewöhnt, dennoch hatte Lovecraft einige Favoriten was seinen Speiseplan betraf, mal abgesehen von Unmengen an stark gesüßtem Kaffee den er sich einverleibte. Um das Leben des Horrorautors auch mal neben seinen Geschichten etwas zu beleuchten widmen wir uns heute einmal, getreu dem Motto: Du bist was du isst, Lovecrafts Speiseplan. Das mag für viele denkbar uninteressant sein, aber es ist dennoch kurios das sich in Lovecrafts Briefen immer wieder Hinweise auf seine Essgewohnheiten finden lassen. Seine 3$ Diät ist dabei nur ein Beispiel unter vielen. Also beginnen wir nun, pünktlich zur Mittagszeit mit Lovecrafts Lieblingsspeisen:

Käse & Spaghetti
Nur wenige können der italienischen Küche widerstehen, auch Lovecraft war ihr durchaus nicht abgeneigt, vor allem mit einer Extraportion Parmesan!

How can anybody dislike cheese? And yet Little Belknap hates it as badly as you do! I don’t suppose you would like spaghetti if you don’t like cheese, for the two rather go together.
– an J. Vernon Shea, 30. Oktober 1931

Like Italian cooking very much—especially spaghetti with meat-and-tomato sauce, utterly engulfed in a snowbank of grated Parmesan cheese.
– an Robert E. Howard, 7. November 1932

Von Eiscreme, Schokolade und Kuchen
Vor allem Schokolade und Eiscreme hatten es Lovecraft angetan. Gerade letzteres konnte er in wahren Massen verdrücken, was seine Freunde in erstaunen versetzte, seine Lieblingssorten waren Vanille und Kaffee:

But I more often take ice cream, of which my favourite flavours are vanilla & coffee (the latter hard to get outside New England) & my least relished common flavour is strawberry.
– to J. Vernon Shea, 10 November 1931

“Hershey’s sweet chocolate is one of my favourite nibbles.”
– to J. Vernon Shea, 9 December 1931

There’s a smile in every Hershey Bar, heißt es in der Werbung und auch H.P. Lovecraft hat das Lächeln wohl gefunden, denn Schokolade von Hershey war seine liebste. Aber auch sonst war er ihr in allen Formen nicht gerade abgeneigt.

…in nearly any form—cake, frosting, sweet milk chocolate, etc….
– to Robert E. Howard, 7 November 1932

An anderer Stelle heißt es dann wieder, dass er dem Kuchen den Vorzug gab, im Winter natürlich ein traditionell englisches Gebäck, wie es sich für einen Gentleman gehört. Vanilleeis und Apfelkuchen passt im übrigen sehr gut zusammen, der Mann hatte Geschmack!

Pie is my favourite dessert, and blueberry (for summer) and mince (for winter) are my preferred kinds—with apple as a good all-year-round third. Like to take vanilla ice cream with apple and blueberry pie.
– to Robert E. Howard, 7 November 1932

Was Herzhaftes sollte es schon sein
Kartoffeln, Bohnen und Fleisch – ein Gentleman mit wenigen Ansprüchen. Es ist schon amüsant, wenn Lovecraft darüber schreibt wie sehr er sich darüber freut ein Restaurant gefunden zu haben, bei dem er hausgemachte gebackene Bohnen bekommen kann und das nur für 15 Cents. Nicht zu vergessen die „Frankfort“ Würstchen oder auch die beliebten Pommes frites. Truthahn war wohl sein Favorit, aber bei einer 3$ Diät, wird er ihn nur an besonderen Tagen gegessen haben – Bohnen waren wohl eher sein Grundnahrungsmittel.

I, too, am an enthusiastic potato-ite’— & guess I like the fried form best of all. Shake!
– to J. Vernon Shea, 30 October 1931

Incidentally—not many doors away, on the other side of Willoughby St., I found a restaurant which specialises in home-baked beans. It was closed on Sunday, but I shall try it some time soon. Beans, fifteen cents, with pork, twenty cents. With Frankfort sausages, twenty-five cents. Yes—here is a place which will repay investigation!
– to Mrs. F.C. Clark, 20 May 1925

Of meats, I fancy I rather prefer beef for all-around consumption, but like most others pretty well. Fond of sausage— especially the old fashioned baked or fried sort. Like fowl—but white meat only. Can’t bear dark meat. My really favourite meal is the regular old New England turkey dinner, with highly seasoned dressing, cranberry sauce, onions, etc., and mince pie for dessert.
– to Robert E. Howard, 7 November 1932

Und noch was gesundes
Er mochte Erbsen und Zwiebeln, tolerierte Kohl & Rüben, war neutral bezüglich Blumenkohl, hatte keine tiefe Feindschaft gegenüber Karotten, zog Pastinaken (Wurzelgemüse) & Spargel vor, mied grüne Bohnen & Rosenkohl & verabscheute Spinat. Er mochte Rhabarber & liebte gebackene Bohnen nach alter neuenglischer Tradition.

Of other vegetables I like peas & onions, can tolerate cabbage & turnips, am neutral toward cauliflower, have no deep enmity toward carrots, prefer to dodge parsnips & asparagus, shun string beans & brussel sprouts & abominate spinach. I like rhubarb—& am also really fond of baked beans prepared in the ancient New England way…
– to J. Vernon Shea, 30 October 1931

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