RPC 2018: Eine Zigarette mit Luke Skywalker

Wie immer im Mai wurden die Kölner Messehallen zum Mekka aller Fantasy-Verrückten. Die RPC, Europas größte Rollenspielconvention, öffnete wieder ihre Pforten. Natürlich habe ich mir für den Ringboten ins Messegetümmel gestürzt um News und Neuigkeiten zu sammeln und möchte euch meine persönlichen Eindrücke beim Streifzug durch die Messehallen nicht vorenthalten.

Ich komme wohl nicht daran vorbei, einen Messebericht über die RPC zu eröffnen, ohne die horrenden Parkplatzgebühren anzusprechen. Regelmäßige Leser meiner Berichte mögen es ermüdend finden, doch ich finde es nach wie vor erschreckend, wieviel Geld die Veranstalter für einen – einen ordentlichen Fußmarsch von der eigentlichen Site entfernten – Parkplatz unter einer Autobahnbrücke verlangen. Wie auch immer, ich habe mich ja mittlerweile an diesen Umstand gewöhnt.

Entschädigt wurde ich aber wie in den letzten Jahren auch, nachdem ich – nach einer erfreulich kurzen Einlassschlange – die Messehallen betreten konnte. Die Vielfalt an Ausstellern und Besuchern, welche die RPC zu vereinen imstande ist, sucht auf dem Markt wohl ihresgleichen. LARPer und Cosplayer in aufwendigen Kostümen, ein Mittelaltermarkt mit Livemusik-Bühne, Aussteller aus allen Sparten des fantastischen Genres: Hier findet sich für jeden Fan das Richtige. Egal ob Tabletop, Rollenspiel, LARP, Computerspiel oder Trading-Cards. Alle Besucher sind vereint in ihrer Liebe zur Fantasie und immer wieder findet man Gleichgesinnte zu einem gemütlichen Plausch. Richtig bewusst wurde ich mir der Vielfalt, als ich nach einer gemeinsamen Zigarette mit Luke Skywalker – ein sehr schönes Kostüm – beim Betreten der Messehallen über den Schwanz eines Tyrannosauriers stolperte. Das bestimmt drei Meter große Kostüm war wirklich beeindruckend.

Die Aufteilung der Messehallen war – wie auch schon im Vorjahr – recht gelungen. Die größeren Bühnen und der Bereich für die Computerspieler waren so gedreht, dass der Rest der Hallen nicht vom ständigen Spiellärm beeinträchtigt wurde. Und auch wenn der Geräuschpegel dennoch recht hoch war, konnte man sich an den einzelnen Ständen gut unterhalten. Alle großen und kleinen Rollenspielverlage der deutschen Szene und auch einige internationale Aussteller waren vor Ort, um Neuheiten zu präsentieren, Ankündigen zu machen oder in den Austausch mit ihren Kunden zu treten. Wem all dies noch nicht genug war, der hatte die Möglichkeit, an Lesungen teilzunehmen oder Workshops zu besuchen, die in eigens abgetrennten Räumlichkeiten abgehalten wurden.

Gefühlt jedes Jahr größer wird der Bereich für die Künstler, die ihre Werke präsentieren oder ihre Kunst gleich am Stand anbieten. Es gab einige wirklich schöne Exponate zu bewundern und wer wollte und Zeit hatte, konnte auch gleich kleinere Auftragsarbeiten vergeben. Eine schöne Sache, die das Konzept der Messe wunderbar abrundet.

Was gab es noch zu sehen? Vieles. Seien es herrlich „nerdige“ Aquarien – die beispielsweise Szenen aus „World of Warcraft“ enthielten –, die Laser-Tag-Area, „Takeshis Castle“ zum Mitmachen, eine Ausstellung höchst aufwendiger „Star Wars“-Modelle: Jeder, der sich für Fantasy im weitesten Sinne begeistern kann, wird auf der RPC etwas für sich entdecken können. Und so lautet mein Fazit exakt wie im letzten Jahr: Auch wenn man den Eindruck erhalten könnte, gerade diese Themenvielfalt würde das Konzept der Messe verwässern: Dem ist nicht so. Gerade die Vielfalt und der so mögliche Blick über den Tellerrand machen die Messe jedes Jahr aufs Neue interessant. Ein Besuch lohnt sich, glaubt es mir.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf www.Ringbote.de

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