Halloween Special – 10 kleine Schritte…

Aus der Reihe „cthulhu.de-Bestseller“
Erstveröffentlichung: 31. Oktober 2008
Autor: Daniel Neugebauer

cthulhu de stempel bestseller10 kleine Schritte hinein ins Grauen präsentieren wir euch heute an Halloween. 10 kleine Szenarioideen oder unheimliche Situationen in denen sich eure Charaktere wieder finden könnten. 10 kleine Wege in den Wahnsinn…

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1.
Herrmann Gottfried Keller ist die neuste Entdeckung auf dem Kunstmarkt. Gemeinsam mit deinen Freunden bist du bei der Ausstellungseröffnung und auch wenn die Bilder deinen Geschmack nicht unbedingt treffen, Keller hat Talent. Nur einem scheint das Ganze so gar nicht zu gefallen. Jonas Hellman glotzt die Bilder aus allen verschiedenen Winkeln an. Oft müssen die Wachmänner den jungen Mann zur Seite nehmen, damit er die Kunstwerke nicht berührt. Das hält ihn nicht davon ab, sich auf den Boden zu legen und die Bilder von unten anzustarren. Die anderen Gäste amüsiert es zunächst, aber als Hellman dann irgendwas von einem gelben Zeichen murmelt und völlig wahnsinnig durch die Gänge springt, hat der Spaß ein Ende. Noch bevor ihn die Wachmänner zu fassen bekommen, wirft sich Hellman gegen ein Fenster und reißt sich am Glas die Pulsadern auf, bis das Blut heftig aus seinen Armen sprudelt. Er ist tot. Ein schrecklicher Anblick und du und deine Freunde müssen psychiatrisch versorgt werden. In einer Therapiesitzung beginnt man über den armen Hellman zu reden und auch über das Gelbe Zeichen, das sich wirklich irgendwie in die Bilder geschlichen zu haben scheint oder ist Keller klar was er da tut?

2.
Was für eine Nacht! Dein Kopf brummt unheimlich. Stockdunkel hier im Zimmer. Du willst aufstehen und stößt dir den Schädel. Du liegst nicht im Bett, du liegst in einem engen, kleinen Raum… Du bist in der Leichenhalle, in einem der Schubfächer. Und du bist nicht der einzige, da sind noch andere die hier aufgewacht sind…

3.
JUHU! Endlich kannst du deinem Studium den beliebten Auslandsaufenthalt hinzufügen. Die Miskatonic University in Arkham erwartet dich bereits. Die Uni zahlt auch noch die Unterkunft! Sie sind ganz begierig darauf dich kennen zu lernen.

4.
Dein Großvater war ein besessener Ahnenforscher. Er starb vergangenes Wochenende und nun liegt es an dir seine Besitztümer zu sichten. Darunter findet sich auch der vollständigste Stammbaum deiner Familie. Peinlich genau sind die Geburtsdaten eingetragen und auch die Sterbe… Nein, da stimmt irgendwie etwas nicht. Die Sterbedaten stehen nicht bei allen Familienmitgliedern. Nur selten hat Großvater diese Daten eingetragen. Wusste er sie nicht oder gab es vielleicht keinen Grund die Daten einzutragen? Ihr seid eine schrecklich alte Familie, viele Generationen lang reichen eure Wurzeln zurück bis nach Europa. Als du auf deinen Familienzweig blickst, fällt dir etwas sehr Seltsames auf: Übermorgen ist dein Todestag.

5.
Feierabend! Die beste Zeit des Tages. Mit deinem Wagen fährst du nach Hause, eine kleine Siedlung außerhalb der Großstadt. Als du auf die Parkstreet einbiegst stellst du mit Freude fest, das Jimmy endlich sein Fahrrad weggeräumt hat. Die Jeffersons haben es geschafft ihren Laubhaufen zu entsorgen und sogar den Zaun gestrichen. Die Häuser hier sehen alle so sauber aus und so ähnlich. Da hinten ist auch schon dein Häuschen, deine Nachbarn erwarten dich. Sie lächeln. Doch einige wirken seltsam abwesend und bewegen sie sich nicht wie Marionetten…

6.
Du wartest am Postschalter um ein Telegram aufzugeben. Überraschend begrüßt dich ein guter Bekannter, der gerade durch die Tür kommt. Er fragt dich wie es dir geht, was die Familie macht, die Arbeit usw. Er wirft nur kurz einen Brief ab und dann wünscht man sich einen schönen Tag. Du wartetest weiter. Überraschend begrüßt dich ein guter Bekannter, der gerade durch die Tür kommt. Er fragt dich wie es dir geht, was die Familie macht, die Arbeit usw. Irgendetwas stimmt hier nicht… Darauf angesprochen lacht der Bekannte nur: Eine tolle Geschichte! Aber das Ganze geht dir nicht aus dem Kopf und es sollte nicht zum letzten Mal passieren.

7.
Du sitzt gemeinsam mit einigen Freunden im Restaurant. Es ist laut, die Gäste unterhalten sich, der Kellner kommt und nimmt die Bestellung auf und gibt Hinweise für die Weinkarte. Immer wieder dringen Gesprächsfetzen an dein Ohr und sie ergeben zusammengesetzt einen Sinn: Sie scheinen dich vor etwas oder jemanden zu warnen. Dann plötzlich um Punkt 21:37 halten alle Personen im Restaurant inne und starren zu dir hinüber. Es dauert vielleicht drei Sekunden. Dann nimmt jeder wieder sein Gespräch auf und die Unterhaltungen sind völlig normal. Vielleicht hättest du das alte Buch doch nicht lesen sollen.

8.
In der Nacht träumst du von einer alten Kultstätte. Zwölf kleine Obelisken umgeben einen steinernen Altar, an dessen Fuß eine Treppe hinab in die Eingeweide der Erde führt. Du tanzt ekstatisch um den Altar gemeinsam mit deinen Freunden und Fremden und ihr betet zu etwas, das der menschliche Geist nicht begreifen kann. Ihr steigt hinab in die Finsternis und dann endlich begreift ihr alles… Als du aufwachst bist du völlig verschwitzt. Als du von deinem Traum erzählst, berichten auch deine Freund davon, dass sie einen ziemlich ähnlichen Traum hatten. Auch andere Menschen die du im Traum gesehen hast, begegnen dir in der Realität und was noch sonderbarer ist, ist die Tatsache dass sie dich ebenfalls erkennen. Als dann in den Nachrichten noch von einem sensationellen Fund in der Innenstadt berichtet wird, nimmt das Grauen Gestalt an. Auf dem alten Marktplatz werden Zwölf kleinen Obelisken gefunden und ein Schacht der wohl nach unten in die Eingeweide der Erde führt.

9.
Du nimmst die letzte U-Bahn nach hause. Während der Waggon schaukelt und rollt döst du ganz langsam ein… du darfst die Haltestelle nicht verpassen! Du schreckst hoch und siehst gerade noch wie die U-Bahn an einer Haltestelle vorbeifährt. Durch die schmierige Scheibe siehst du wie sich zwei dünne Kreaturen auf einen Mann im Anzug stürzen. Sie zerreißen seine Kleider, seine Haut und ziehen ihn hinab in den dunklen Tunnel. Hast du dir das nur eingebildet? Der U-Bahnfahrer denkt ja, aber zur Sicherheit schickt er einen Wachmann über Funk hin. Du steigst mit einem mulmigen Gefühl an deiner Haltestelle aus. Hat sich da gerade etwas im Schatten bewegt?

10.
Ach diese kleine Ortschaft kam genau richtig. Die Autofahrt war lang und anstrengend, warum also nicht in einem Hotel halten und morgen weiterfahren? Der Ort selbst ist urig und friedlich. Die Hotelzimmer gemütlich und das Abendessen wirklich köstlich. Danach schläft man umso fester. Der Morgen hält dagegen eine unangenehme Überraschung parat: Alle Bewohner des Ortes sind tot! Was ist hier geschehen? Was hat die Bewohner getötet und wieso kann man das Dorf nicht verlassen? Es scheint so als wäre eine Art Zauber aktiv… Als sich die Leichen dann noch bewegen erwacht der Überlebenswille!

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