Der Buch-Fluch

Aus der Reihe „cthulhu.de-Bestseller“
Erstveröffentlichung: 5. August 2011
Autor: Stefan Droste

cthulhu de stempel bestsellerKostbare Bücher und Schriften mussten seit jeher gegen ruchlose Diebe und Vandalen – oder in unserem Falle verzweifelte Investigatoren – geschützt werden. In früheren Zeiten bediente man sich dazu sogenannter Bücherflüche, welche meist vorn ins Buch geschrieben wurden. Durchaus denkbar also dass alte Mythos-Werke von ihren paranoiden Autoren ebenfalls auf diese Weise präpariert wurden – und ebenso denkbar dass es in diesem Falle sogar funktionieren würde!

Also überrascht eure Spieler doch mal mit ein wenig bibliophilem Grusel; hier einige historische Beispiele:

  • “Wer diese Tafel bricht oder sie ins Wasser legt oder auf ihr herumschabt, bis man sie nicht mehr entziffern kann, den mögen die Götter des Himmels und der Erde mit einem Fluch strafen, der nicht mehr getilgt werden kann, schrecklich und gnadenlos, solange er lebt, und seine Nachkommen sollen vom Land hinweggefegt, und sein Fleisch soll den Hunden zum Fraß vorgeworfen werden” – Assyrische Tontafel Assurbanibals.
  • “Allen, die unrecht verfahren und sündigen mit diesem Buch, denen sende ich diesen Fluch und denen, die Falsches hinzu erdichten: Der Aussatz soll sie dann vernichten. Wer dem Teufel ohne Ende will zugehören, der sende ihm diese Urkunde und fahre zu der Hölle Grunde …” – Der Sachsenspiegel (um 1220).
    “Wer Bücher stiehlt oder ausgeliehen Bücher zurückbehält, in dessen Hand soll sich ein Buch in eine reißende Schlange verwandeln. Der Schlagfluss soll ihn treffen und all seine Glieder lähmen. Laut schreiend soll er um Gnade winseln, und seine Qualen sollen nicht gelindert werden, bis er in Verwesung übergeht. Bücherwürmer sollen in seinen Eingeweiden nagen wie der Totenwurm, der niemals stirbt. Und wenn er die letzte Strafe antritt, soll ihn das Höllenfeuer verzehren auf immer.” – Inschrift in der Bibliothek des Klosters San Pedro in Barcelona.
  • “Steal not this book, my worthy friend, For fear the gallows will be your end; Up the ladder, and down the rope, There you’ll hang until you choke; Then I’ll come along and say – ‘Where’s that book you stole away?’” – Unbekannt.
  • “Ihm, der da stiehlet eyn Buch aus dieser Bibliothek, möge es werden eyn Feuerzeychen in seyner Hannd, auf dasz sie bedecket sey mit Blattern und Blasen. Geschlagen sey er mit schwitzender Schwaere unnd verdorren moege seyn Gemaecht. Lasz ihn darben in unbeschreiblichem Schmerz, vergeblich rufe er umb Gnaden und von Elend fliesze über seyn Kelch. Kein Ende sey seyner Qual bis zur letzten Stunde der Verwesung. Diweylen aber moegen Buecherwuermer seyn zuckend Gedärm benagen mit scharfen Zähnden ohn Unterlasz, eyn Zeychen des Gewürmbes, des uns verdarb Eden und das unsterblich herrschet über die Suendiger. Und gehet der Dieb endtlich zu seyner letzten Statt, zu empfangen die Straffe im Thale Scheol, so moegen ihn heymsuchen ohn Gnad die Flammen von Gehenna und ihn verzehren auf immer und ewiglich.” – Solomon Falsch (1760)
  • “This book is one, my fist is another. If you steal the one, you’ll feel the other.” – Amerikanische Universitätsbibliothek.

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