Wie das „Kind“ zu seinem Namen kam…

Hallo zusammen.

die Fußball-Weltmeisterschaft fordert ihren zeitlichen Tribut, ich muß es gestehen. Entsprechend langsam geht es im Moment auf diesem Blog vorwärts. Aber: dieser Blogeintrag ist die Nummer 200! Es hat zwar etwas gedauert, aber nun ist es soweit🙂. Um diesen Umstand gebührend zu feiern, habe ich mir überlegt, dass ich endlich einmal verraten könnte wie dieser Blog zu seinem Namen kam. Was für mich eine ganz logische Reihenfolge verschiedener Schritte war, ist für neu hinzugekommene Leser ja nicht sehr offensichtlich. Und da der Blog inzwischen – nicht zuletzt dank rspblogs.de und meinen OPC-Teilnahmen – auch schon die eine oder andere Verlinkung hinter sich hat, habe ich festgestellt, das insbesondere der Nickname „Seanchui“ eher wenig geläufig ist. Also…

…es begab sich zu jener Zeit, als die Menschheit sich noch mit 9.600er-Modems (diese grau/schwarzen Kästen, die beim Einwählen so lustige Geräusche machten) in die Weiten des Internets begab, dass auch ich mich entschloß diesen Schritt zu wagen. Damals, ich war noch jung und unverbraucht, nur montags abends eine Stunde. Immerhin kostete das minutenweise Telefongebühren – und es gab ohnehin kaum etwas zu sehen. Ich weiß kaum noch, was ich in dieser Zeit im Internet getan habe (vermutlich chatten), aber ich fand es wohl faszinierend genug, um mich weiter damit zu beschäftigen.

Es folgte rasch eine erste E-Mail-Adresse (…die ich zwecks Newsletter-Abonierung noch heute benutze und die sich aus lustigen Kürzeln meines Namens zusammensetzt…), doch nach einiger Zeit – ich glaube, da gab es schon Flatrates – wollte ich etwas „persönlicheres“ in meiner E-Mail. GMX war damals das Postfach meiner Wahl. Ich war – und bin – ein großer Fan der alten „Tiamat“-Alben und schrieb darüber hinaus damals Kurzgeschichten, die ich wahnsinnig toll und innovativ fand. Also wollte ich unbedingt „visionaire[at]gmx.de“ als Mail-Adresse benutzen – nach einem Tiamat-Titel und weil ich ja sowieso der totale Visionär war. Nun, die Adresse war belegt. Und da ich „Visionaire2“ oder „Visionaire81“ (das belibte Jahrgangskürzel…) mehr als dämlich fand, suchte ich nach einem neuen Namen und wurde in einem Bildband mit dem Titel „Geistersuche“ fündig: SEANCHUI. So lautet die gälische Bezeichnung für einen Geschichtenerzähler – die Sorte, die in einem Pub hockt und alte Geister- und Feengeschichten zum Besten gibt. Das gefiel mir – offensichtlich als einzigem Webnutzer – so gut, dass ich mir diese Mail-Adresse sicherte.

Nun ist so ein Nickname natürlich etwas praktisches, und wenn man einmal einen gefunden hat, nutzt man ihn für alles mögliche. So kam es, als ich die Bloggerei im Web 2.0 für mich entdeckte, dass auch mein erster Blog unter dem Nickname Seanchui geführt wurde. Er behandelte das Kartenspiel „Magic: The Gathering“ und war auf einer allgemeinen, deutschen Blog- und Newsplattform gehostet, die es heute – leider – gar nicht mehr gibt. Dieser Blog dort überlebte nicht sehr lange, vor allem, da innerhalb der Magic-Community ein starker, aus dem Spiel heraus geborener, Qualitätsgedanke gilt, den ich nicht erfüllen konnte und wollte. Ich drehe meine Karten nunmal nur am Küchentisch mit einem sehr eng begrenzten Kartenpool und mit ganz wenigen Freunden, so dass ich einfach auch nichts interessantes zu posten hatte. Ich verlegte mich auf einen eigenen Blog bei WordPress – die Software kannte ich bereits – der folgerichtig seanchui.wordpress.com hieß – und immer noch heißt. Der ist zwar nicht mehr gepflegt, aber immer noch online.

Noch während ich dort weiter krude Decklisten und selbst gebastelte Karten bloggte, entdeckte ich meine Liebe für das cthuloide Rollenspiel. Ich entschied mich zuerst, diesen eigenen meinen Blog einfach thematisch breiter aufzustellen und begann auch Spielberichte von Rollenspielrunden dort zu veröffentlichen. Ein Leser machte mich aber darauf aufmerksam, dass es vielleicht schlauer wäre, themenspezifische Blogs zu führen. Also ging ich nach R’lyeh – oder anders ausgedrück: Seanchui ging nach R’lyeh und eröffnete unter eben jenem Titel diesen Blog hier, auf dem ihr nun diese Zeilen findet (die grammatikalische Freiheit im Blogtitel ist dabei durchaus gewollt, auch, wenn der Google-Übersetzer etwas anderes behauptet :-)). Er hat seinen magiclastigen Vorgänger deutlich überlebt und begleitete mich durch die letzten Jahre. Und nun habe ich auch endlich mal meiner neuen, rollenspielaffinen Leserschaft erklärt, warum dieser Blog so komisch heißt🙂.

Ich hoffe, wir lesen uns bald wieder. Vielleicht als Weltmeister🙂.

Seanchui

4 thoughts on “Wie das „Kind“ zu seinem Namen kam…

    • Naja, ich habe es leider nie von jemandem ausgesprochen gehört, der gälisch kann. Zusammengereimt aus verschiedenen Websiten aber ungefähr „schjanCHui“, mit einem „harten“ CH wie bei „Dach“.

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