NRF NIATE NIATEDI ATEDI

Hm? Seltsame Worte zieren per Kopfzeile den heutigen Beitrag. Worum kann es sich handeln? Eine Frage die nicht nur Euch Leser meines Blogs beschäftigt, soviel sei Euch an dieser Stelle schon verraten.

1997 wurde in der Schweiz, nördlich von Tschlin-Vinadi im Bündnerland, unter einem Felsblock ein rund 110 cm langes Eisenschwert entdeckt. Es handelt sich um eine mittelalterliche Klinge, auf der die Worte:

NRF NIATE NIATEDI ATEDI

deutlich lesbar eingraviert sind. Allein – die Bedeutung der Worte will sich niemandem so recht erschließen. „Die Buchstaben lassen sich – bis auf einen – einwandfrei lesen, die Interpretation gibt allerdings Rätsel auf.“ sagt beispielsweise Jörg Radeth vom archäologischen Dienst Graubünden. Vielleicht handelt es sich einfach nur um eine Wortspielerei, eine Verballhornung anderer Begriffe. Möglicherweise hat sich der mittelalterliche Schmied auch in Rechtschreibung nicht so recht ausgekannt. Vielleicht handelt es sich aber auch um eine Zauberformel? Neben der Inschrift sind auf die Rückseite der Waffe zudem acht Kreise mit einem Prägestock eingeschlagen worden. Was sollen diese Symbole bedeuten?

Ein Akademiker aus Winterthur hat eine möglicherweise schlüssige Erklärung: es handelt sich um einen stilisierten Bibelspruch: NRF (non refugium est) NI A TE DI (nisi ad te deus) NI A TE DI (nisi ad te deus) A TE DI (ad te deus) – frei übersetzt: „Du, Herr, bist meine Zuflucht in der Not“. Doch ist das wirklich die richtige Spur? Oder führt uns auch dieses geheimnisvolle Fundstück auf die Spur cthuloider Schrecken?

Szenarioidee: Das Schwert wurde tatsächlich von einem äußerst talentierten, magiekundigen Zauberer im 12. Jahrhundert geschmiedet. Seine Sippe wurde zu dieser Zeit von den in dieser Region residierenden Hschogfgn (s. „Malleus Monstrorum“ oder „Kleine Völker“) unterjocht. Die Außerirdischen forderten die Kinder der Sippe als Tributzahlung, um ihre eigenen, alternden Körper verlassen zu können. Die Anrufung „NIATEDI“ ruft einen Avatar Nyarlathoteps herbei, den Gehörnten (s. „Malleus Monstrorum“) dem es damals gefiel, mithilfe seiner Macht über die wilden Tiere die Hschogfgn aus der Region zu vertreiben. Danach wandte er seine Aufmerksamkeit aber der unglücklichen Sippe zu, die ihn herbeirief… Nun ist das Schwert wieder aufgetaucht. Ein selbsternannter Druide, von seinen Freunden als Esoterik-Spinner belächelt, gräbt bei seinen Forschungen rund um dieses Schwert etwas zu tief und sieht sich selbst bald als Herr der Wildnis. Er stiehlt das Schwert und macht sich mit dem Artefakt in die Wälder davon. Auf Seiten der Polizei oder alarmiert durch gemeinsame Bekannte machen sich die Charaktere auf die Suche nach dem Einbrecher, nur um inmitten der Alpenwälder festzustellen, dass manche Sagen und Legenden doch nicht so verrückt sind. Der Gehörnte wandelt wieder auf Erden und bläst zur wilden Jagd auf die Lebenden. Nur das magische Schwert kann ihn aufhalten…

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