Buchvorstellung: Riesenkraken und Tigerwölfe

Hallo zusammen,

vor wenigen Tagen (hust, hust) bloggte ich an dieser Stelle über eine neue Rubrik hier auf meinem Blog: Bücher ohne Spielbezug. Um was es in dieser Kategorie geht, wird im verlinkten Beitrag kurz erklärt. Heute will ich Euch nun endlich ein erstes Buch vorstellen, dass ich auf cthuloide Inspirationen hin durchsucht habe.

419JCDFNFKLFakten
Titel: Riesenkraken und Tigerwölfe – Auf der Spur mysteriöser Tiere
Autor: Lothar Frenz
Seiten: 256
Link: Amazon.de

Inhalt
In dem Buch werden diverse Erfolge und Mißerfolge der Kryptozoologie beschrieben. Eine sehr interessante Mischung entdeckter und vermuteter Wesen, die hier zusammengestellt wurde. Der Autor hat einen sehr fesselnden Stil, die Vorstellung der einzelnen Wesen erfolgt auf angenehm wissenschaftliche Art und Weise. Als beachtenswert empfinde ich wirklich die Mischung: unspektakuläre Wesen wie die einhundertste Abart eines südindonesischen Beuteltieres finden eine ebenso umfassende Beschreibung wie die Suche nach dem Bigfoot. Das Buch ist entsprechend wenig sensationsheischend, sondern beschreibt die Arbeit der Kryptozoologie sehr nüchtern.

Cthuloides
Kryptozoologie – insbesondere Wesen wie der Bigfoot, der Yeti oder die Kreaturen der Tiefsee – hat auf schon so manches cthuloides Abenteuer befruchtend gewirkt. Sei es, weil die Charaktere auf die Suche nach ausgestorbenen Tieren ausgesandt werden („Herz der Finsternis“), sei es, weil diesen Kreaturen ein düsterer Mythoshintergrund angedichtet wurde („Weiße Spuren“) – oder sei es auch einfach nur die Furcht vor dem Unbekannten: kryptozoologisch interessante Wesen waren schon oft Bestandteil des Cthulhu-Rollenspiels. Entsprechend erhoffte ich mir von der Lektüre die eine oder andere Idee für zukünftige Spieleabende. Leider war das Ergebnis in dieser Hinsicht ernüchternd: auf der einen Seite finden sich viele Wesen, deren Existenz mittlerweile bewiesen ist, auf der anderen Seite sind auch viele der aufgeführten Tiere einfach nicht „spektakulär“ genug, um als Abenteueraufhänger zu dienen. Es bleiben ein paar wenige Informationen über den Bigfoot oder den Riesenkraken, die man bereits aus zahlreichen anderen Quellen kennt. Wer einen Kryptozoologen als Charakter plant erfährt hier aber einiges interessantes über die begehrten Zielobjekte dieses Wissenschaftszweigs und über einige Errungenschaften der letzten Jahrzehnte.

Meinung
Die Lektüre hat mir tatsächlich ausnehmend gut gefallen. Wer sich ernsthaft mit Kryptozoologie auseinandersetzen möchte, erhält hier einen hervorragenden ersten Einstieg. Für eine cthuloide Fundgrube erwies sich das Buch aber als zu „unspekulativ“.

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