Rezension: Cthulhus Ruf Archiv I – protect the elder sign

Seit der zweiten Ausgabe des Magazins „Cthulhus Ruf“ liegt den Heften ein A5-Beiheft bei, dass den Titel „Cthulhus Ruf Archiv“ führt. Seit der zweiten Ausgabe? Richtig, in der ersten Ausgabe war für das Archivheft leider kein Platz mehr. Doch die Cthulhus-Ruf-Redaktion reicht das Heftchen nun nach, so dass jeder in den Genuss von Cthulhus Ruf Archiv I kommen kann. Doch lohnt sich die Anschaffung?

coverDas Heft kommt in einem giftigen Grünton daher, ist ein Softcover und innenseitig fast komplett in schwarz-weiß gehalten. Im ersten Archivheft ist gleich eine ganze Kampagne enthalten: der sogenannte Cee-Hunter Pjotr Bakunin (dem einen oder anderen vielleicht von seinem Blog ithappensnow.twoday.net bereits bekannt) wird von seinem Kontaktmann nach Szczecin geschickt: hier soll er dem Diebstahl eines unbekannten Artefaktes nachspüren. Wer sind die Hintermänner? Welches Artefakt wurde gestohlen? Die Hinweise führen ihn alsbald auf die Spur des Diebes, der jedoch auch nur eine kleine Hilfe darstellen wird. Die Reise wird Pjotr in den folgenden Teilen der Kampagne durch mehrere polnische Städte führen, immer auf der Suche nach der Wahrheit…

Die Kampagne ist gleich auf mehrere Arten interessant: zunächst einmal handelt es sich um sogenannte „One-on-One“-Szenarien – gedacht für einen Spielleiter und einen Spieler. Dann legt der Autor viel Wert auf Tempo, Hektik und Action. Jeder Teil der Kampagne sollte in maximal zwei Stunden zu bewältigen sein. Der Spielleiter ist angehalten, das Tempo hoch zu halten. Der vorgefertigte Pjotr Bakunin ist darüber hinaus ein erfahrener Mythosjäger und ein hochspezialisierter Profi mit Zugriff auf eine Menge Material – da kann es schnell krachen und zu handfester Action kommen.

Die Aufmachung des Heftchens ist grandios: die verwendeten Bilder sind stimmig und passend überarbeitet, die Handouts gewohnt oppulent. Der gesamte Stil vermittelt Hektik und Adrenalin. Ein dickes Lob für das Layout an dieser Stelle! Ausführliche Testberichte, die neben diversen Hinweisen im Fließtext stehen, zeugen vom ausführlichen Spieltesten, das die Szenarien erfahren haben.

Zwei Wehrmutstropfen seien erwähnt: als in Ausgabe 2 der erste Teil dieser Kampagne erschien, wurde er von einem passenden Artikel zum Thema „One-on-One“ flankiert, der dem angehenden Spielleiter hilfreiche Tipps an die Seite stellte. Derartige Tipps hätte ich mir auch hier im Kampagnenheft gewünscht. Zum anderen ist das Lektorat nicht gerade sorgfältig: das Heft verzichtet bewußt auf Großbuchstaben und ist auch in einem unsauberen, hektischen Stil verfasst – das ist sicherlich gewollt. Nichts desto trotz haben sich auch unabhängig von diesen Stilfaktoren ganz einfache Rechtschreibfehler eingeschlichen, die mir unangenehm häufig ins Auge gesprungen sind.

Fazit: Eine äußerst ungewöhnliche Kampagne mit einem tollen Protagonisten, interessanten NSC und einem sehr spannenden Plot in absolut grandiosem Design und einem wahnsinnig niedrigen Preis. Wer NOW spielt und neue Ideen sucht, oder einmal ein „One-on-One“ testen möchte, der kann bedenkenlos zugreifen. Auch für Sammler führt hier natürlich kein Weg vorbei. Alle anderen sind natürlich mit den kompletten Ausgaben des „Rufs“ besser bedient.

5 thoughts on “Rezension: Cthulhus Ruf Archiv I – protect the elder sign

  1. rächtschreibfehla, tut mir leid!
    mein deutsch ist nicht so gut,
    wenn ich zuviel wodka habe.

    danke für die schöne rezension.

    pass auf dich auf,
    ich meine natürlich …

    be careful!

    pjotr

  2. Pingback: Nach-Ruf: Good Bye, Cthulhus Ruf – Seanchui goes Rlyeh

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