Rezension: Guernsey

Bevor ich zum eigentlichen Blogeintrag für heute komme: habt Ihr schon von meinem Cthulhu-Kurzschocker-Wettbewerb gelesen? Nicht? Hier findet Ihr alle wichtigen Infos. Haut in die Tasten, dank der Unterstützung von Pegasus gibt es auch coole Preise zu gewinnen!

Es ist nun über ein Jahr her, dass ich auf diesem Blog Dartmoor, ein Cthulhu-Modul der Fantastischen Spiele GbR, besprochen habe. Dartmoor läutete einen ganzen Reigen cthuloider Rezensionen ein, die ich seitdem für diesen Blog und den Ringboten verfasst habe. Heute nun liegt Guernsey vor mir, der einzige Band der FS GbR, der mir noch in meinen Besprechungen fehlte.

Sprechen wir als erstes kurz über den Inhalt des Abenteuers. Es ist nur eine harmlose Einladung zu einem erholsamen Wochenende auf einer romantischen Insel. Bis der Hausherr unter ungeklärten Umständen verschwindet. Wird die alte Villa am Meer von einem wahnsinnigen Mörder heimgesucht? Die Polizei wird eingeschaltet, doch auch sie kann nicht verhindern, dass in den nächsten Tagen weitere Personen verschwinden. Können die Charaktere den wahren Schuldigen ausfindig machen oder lassen sie sich von den verwirrenden Ereignissen täuschen? Siegen am Ende uralte Kräfte, die Guernsey umklammern seit die Menschheit aus dem wallenden Nebel der Geschichte getreten ist…?

Wie aus der kurzen Handlungsübersicht ersichtlich wird, hat das Szenario einen deutlich detektivischen Einschlag. Agatha Christie lässt grüßen, und die Spieler müssen einiges an kriminalistischem Spürsinn und Einfallsreichtum auffahren, um dem Geschehen Herr zu werden. Doch auch rollenspielerisch bietet „Guernsey“ besondere Herausforderungen; so ist einem der Spieler eine besondere Rolle in der Geschichte zugedacht, die er tunlichst unerkannt spielen sollte. Und auch gruselige Szenen wurden nicht vergessen, so dass ein breites Spektrum abgedeckt wird. Es gibt aber auch kleine Wehmutstropfen: so ist der Aufwand für den Spielleiter durch die zahlreichen Nichtspielercharaktere während des Leitens sehr hoch; auch ist das Szenario kaum in eine Kampagne zu integrieren, da an die Hintergrundgeschichten der Charaktere gewisse Anforderungen gestellt werden.

Handwerklich entspricht Guernsey den übrigen cthuloiden Publikationen der Fantastischen Spiele GbR. Das Abenteuer ist verständlich und strukturiert geschrieben, relevante Spielwerte sind in einem Anhang zusammengefasst. Neben dem eigentlichen Abenteuertext wurde auch wieder an Hintergrundmaterial zu den verwendeten Handlungsorten gedacht, die sich auch für spätere Abstecher auf die Kanalinseln verwenden lassen. Handouts – wie immer eher praktisch als hübsch gestaltet – gibt es wieder eine ganze Menge. Zum Layout: während der obligatorische Zierrahmen abermals meinen Geschmack nicht treffen kann, ist das Schriftbild wie üblich klar und übersichtlich. Die verwendeten Photographien sind passend und nett anzusehen, die Zeichnungen bewegen sich aber leider wieder eher auf niedrigerem Niveau.

Fazit: Guernsey hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es ist ein für alle Beteiligten anspruchsvolles Abenteuer mit einem dezenten Mythosbezug, gut ausgearbeiteten Nichtspielercharakteren und vielen interessanten Szenen. Die Masse an Handouts und die gute Ausarbeitung des Abenteuertextes lassen ebenfalls kaum Wünsche offen. Empfehlenswert!

PS: Weitere Rezensionen bei…
Die SchattenSeiten
X-Zine

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Ein Kommentar zu “Rezension: Guernsey

  1. Pingback: Spielmaterial: Charaktere für “Guernsey” « Seanchui goes Rlyeh

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