Rezension: Titanic Inferno

Und weiter geht unsere gemeinsame Reise durch älteres, cthuloides Material. Aktuell herrscht bei mir im Übrigen eine Beschaffungsflaute, die wohl dazu führen wird, dass ich demnächst auch neuere Publikationen nach und nach rezensieren werde. Doch dazu wie immer später mehr. Zu den aktuellen Rezensionen möchte ich noch sagen, dass Ihr zukünftig – und auch hier, ähnlich den Bewertungen rückwirkend – Links zu weiteren Rezensionen des jeweiligen Produkts findet. So könnt Ihr Euch einen umfassenderen Eindruck verschaffen.

Time to say goodbye… So steht es bereits auf der Rückseite des vorliegenden Moduls, und spätestens in Verbindung mit dem Titel „Titanic Inferno“ ist wohl klar, wo die Reise hingeht: auf die Titanic, die Unsinkbare, wie sie von der Fachpresse genannt wird. Was als Versicherungsbetrug beginnt, führt die Charaktere schnell auf die blutige Spur eines gewissenlosen Mörders, die sie schließlich auf die Titanic führt. Und was die Charaktere dort erwartet, das kennt jeder aus dem Geschichtsunterricht. Soviel zur Handlung, und ja – sie läßt sich tatsächlich in drei Sätzen zusammenfassen.

Das muß ja aber nicht zwangsweise etwas schlechtes bedeuten. Wie immer möchte ich erst über Layout und Aufbau des vorliegenden Bandes sprechen. Auf insgesamt 64 Seiten bietet das Abenteuer einiges für’s Auge: so sind einige alte Photographien verwendet worden; dieses Mal herrschen allerdings Zeichnungen und Schwarz-Weiß-Zeichnen vor; das gibt dem Band eine eigene Atmosphäre, die ihm sicher nicht schadet. Dazu kommt ein sauberes, gut lesbares Schriftbild sowie ein vorbildlicher Aufbau: dem eigentlichen Abenteuer schließen sich ein Lexikon der gängigsten Begriffe sowie Zusammenfassungen der NSC an. Das erspart dem Spielleiter lästiges Suchen während des Abenteuers.

Besonders erwähnen muß man bei diesem Modul die zahllosen Spielhilfen und Karten, die die letzten 27 (!!!) Seiten des Bandes einnehmen: neben zahlreichen am Tisch direkt verwendbaren Handouts (deren schlichtes Design wohl schlichtweg auf die Überalterung des Bandes zurückzuführen sein mag) finden sich dermaßen viele Informationen zur R.M.S. Titanic, dass der Band schon wie ein Titanic-Quellenbuch anmutet. Über Deckpläne und Passagierlisten stolpert man ebenso wie über Funkprotokolle, Beiboots-Ausstattungen, Grafiken, Besatzungslisten und, und und… Lobenswert.

Das Abenteuer selbst sieht kaum Mythosbezug vor; das ist aber vielleicht kein Nachteil. Es ist recht geradlinig aufgebaut und bis zum Besteigen der Titanic in Queenstown auch sicherlich keine Sternstunde der Innovation. Ab dann überschlagen sich aber natürlich die Ereignisse. An Bord der Titanic werden dem Spielleiter auf der einen Seite auch enorm viele Freiheiten eingeräumt, auf der anderen wird er mit genug historischen Informationen und hilfreichen Tipps & Tricks versorgt, um das Abenteuer trotz aller Freiheiten auf Trab zu halten.

Kommen wir zu einem Fazit: Aufbau und Gestaltung des Bandes sind gut; das Abenteuer alleine aufgrund des Schauplatzes und des Finales etwas Besonderes und die Hintergrundinformationen Gold wert, auch wenn man ein eigenes Abenteuer rund um die Titanic planen sollte. Dafür gibt es von mir eine glatte Kaufempfehlung – solltet Ihr den Band denn noch irgendwo erstehen können…

 

 

PS: weitere Renzensionen zu Titanic Inferno:

Drosi
Arkham Chronicle (nach unten scrollen)

PPS: Ein weiteres, schönes Titanic-Abenteuer, wem das vorliegende zu „uncthuloid“ daherkommt:
„Horror auf der Titanic“ aus dem Cthuloiden Cabinett.

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